Sündenfall im Steuerparadies?
geschrieben am 08. September 2009 von Spiegelfechter
Die Cayman Islands stehen vor dem Staatsbankrott
Den Zahlen nach sind die Cayman Islands das fünfgrößte Finanzzentrum der Welt. 3,2 Billionen Dollar werden von hier aus verwaltet. US-Bürger haben auf den Caymans mehr Geld investiert als in Deutschland.
Dort lagern allerdings auch US-Staatsanleihen im Werte von 832 Milliarden Dollar, womit die auf den Caymans niedergelassenen Fonds hinter Japan, China und Großbritannien der größte Gläubiger der USA sind. Auf jeden der rund 45.000 Einwohner kommen fast zwei Unternehmen, die auf den Caymans ihren Sitz haben. Mehr als 80.000 Unternehmen, davon 10.000 Investmentfonds, haben ihren Sitz auf den Cayman Islands, hinzu kommen über 800 Versicherungsunternehmen und ganze 269 registrierte Banken, von denen allerdings nur sechs eine echte Filiale mit Schalter und Sachbearbeitern auf den Inseln betreiben. Von den 50 größten Banken der Welt haben 45 eine Niederlassung auf den Caymans ? unter ihnen auch alle deutschen Landesbanken und die Deutsche Bank, die dort ganze 151 Tochtergesellschaften unterhält.
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Steuerschlupflöchern endlich an den Kragen?
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Die britische Regierung wirbelt eine handvoll Staub auf, um der Welt zu zeigen: “Wir unternehmen etwas gegen Steuerverkürzungen”. Das Gegenteil ist der Fall. Es wird von der britischen Seite alles unternommen, um den Finanzplatz London in alter Form zu erhalten und darum wir sich auf den Cayman Islands und allen anderen Steueroasen nichts ändern.
So ist es. Warum sollte sich etwas für das Gemeinwohl ändern? Es gibt genug Hammel die am 27 Sept wieder den “Status Quo” wählen