Achtung, fertig, links!
geschrieben am 19. Januar 2012 von Gastautor
win Gastartikel von Jacob Jung
Nie waren die Voraussetzungen so gut und nie war die Notwendigkeit so groß für eine starke Linke in Deutschland. Erhebliche Zweifel am Segen des Kapitalismus, an der „marktkonformen Demokratie“ und an der Alternativlosigkeit schwarz-gelb-rot-grüner Politik haben längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem Politik-, viele sogar nach einem Systemwechsel.
Und was macht DIE LINKE? In der öffentlichen Wahrnehmung mehr oder weniger nichts. Sieht man einmal von Diskussionen über künftige Vorsitzende, Mitgliederentscheide in Personalangelegenheiten, Kontroversen über Appelle in Sachen Iran und Syrien oder die Stasi-Vergangenheit von Landtagsmitgliedern ab, dann ist es verdächtig still in der Partei und um sie herum.
Was wir wollen steht links
Auf der einen Seite stehen Menschen, die spüren, dass System und Politik nicht in ihrem Sinne agieren. Auf der anderen Seite steht DIE LINKE, deren Programm Lösungen anbietet, die geeignet sind, die drängendsten und dringendsten Probleme überzeugend zu lösen. Doch trotz aller Kongruenz und trotz steigendem Leidensdruck finden beide Seiten nicht zueinander.
Zugegeben: Die Linkspartei hat es nicht leicht. In den vergangenen Jahren musste sie nicht nur gegen den traditionellen, westdeutschen Antikommunismus und die stetigen Diffamierungsversuche durch andere Parteien und Konzernmedien ankämpfen. Sie musste sich aus den Fängen ihrer SED-Vergangenheit befreien und die grinsende Häme aushalten, die sich beeilte, jeden Vorschlag, jeden Vorstoß und jede Position mit einem „Das sind doch die mit der Mauer“ zu quittieren.

Mit den Mitteln der Lobbys, der wirtschaftsnahen Institute und der namhaften Stiftungen wurde in der Gesellschaft der Hang zu einem neoliberalen Lifestyle geschaffen, der das Recht der Starken und Erfolgreichen in den Mittelpunkt stellt und den Schwachen und Benachteiligten die Schuld an ihrer Misere selber zuschreibt.
Wer es in Deutschland geschafft hat, der schmückt sich mit den Insignien des Erfolges. Er sitzt im Hybrid-Fahrzeug, telefoniert mit dem iPhone, ernährt sich ökologisch, kleidet sich unbedenklich und tummelt sich in angesagten Clubs und Kulturtempeln. Wer es nicht geschafft hat, der fällt aus der öffentlichen Wahrnehmung heraus, wird zum Bestandteil geschönter Statistiken und trägt den Makel, nicht zu den Leistungsträgern zu gehören.
In der Folge steht ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft verschämt an deren Rand und beurteilt sich selber nach den absurden Maßstäben der Leistungsprediger. Statt selbstbewusst ihre Rechte einzufordern und ein Bewusstsein für die eigene, bedrängte Klasse und die Ursachen ihres Elends zu entwickeln, finden sie sich mit ihren bedrückenden Lebensumständen ab. Eine unglückliche Mischung aus „Ich trage selber die Schuld“ und „Die machen ja doch, was sie wollen“ bestimmt zunehmend die Selbstwahrnehmung derjenigen, die an den harten Regeln der Gesellschaft scheitern.
Diesen Menschen muss sich die Linkspartei konsequenter zuwenden. Ihnen zeigen, dass sie mit der Partei ihren eigenen „Lobbyverband“ haben, dass sie viele sind und dass sie es verdient haben und es schaffen werden, aus dem Schatten der Gesellschaft in deren Mitte zu treten und dort selbstbewusst für ihre Rechte zu streiten.
Schnappt Euch die Öffentlichkeit
DIE LINKE beschäftigt sich zu viel mit sich selber. In Sitzungen, Gremien und Konferenzen ermahnt man sich gegenseitig zu weniger internen Diskussionen und mehr öffentlicher Teilhabe. Noch immer fühlt man sich verpflichtet, auf jeden Vorwurf von außen in epischer Breite zu reagieren und die Spielbälle der anderen Parteien und der Medien willig aufzunehmen und zurückzuspielen.
Das lenkt von den wichtigen Inhalten ab und schafft Distanz zu denjenigen, die sich von der Partei überzeugend vertreten fühlen würden, wenn sie nur einmal die Oberfläche durchdringen und zu den eigentlichen Inhalten gelangen könnten. DIE LINKE wird auf den Straßen und Plätzen gebraucht, an den Orten, an denen unzufriedene Menschen auf der Suche nach neuen Konzepten zusammentreffen und überall dort, wo man Solidarität, Hilfe und Lösungen dringend benötigt.
Die Partei muss ihre zu eng gewordenen Strukturen überwinden und sich in der Gesellschaft breit vernetzen. Sie muss enge und erkennbare Bündnisse mit Organisationen eingehen, die soziale Kälte und zunehmende Verelendung mit Untersuchungen und Studien greifbar und messbar machen und sich in Bündnisse einbringen, die Ungerechtigkeit und Ausgrenzung den Kampf angesagt haben.
Und DIE LINKE muss konsequent zeitgemäße Kommunikationskanäle nutzen, um die Öffentlichkeit, unabhängig von den Massen- und Konzernmedien, zu erreichen. Wer nur selbstmitleidig und traurig darauf wartet, auch einmal lobend von den Vertretern der etablierten Medien erwähnt zu werden, der hat den Kampf um die öffentliche Wahrnehmung bereits verloren. Stattdessen muss die Devise lauten, selber Gegenöffentlichkeit herzustellen.
Ein Blick auf die Online-Kommunikation der Partei legt den Schluss nahe, dass es dort an Fachleuten für diese Aufgaben mangelt. Statische Webseiten, langweilige Newsletter oder gelegentliche Postings in den sozialen Netzen können diese Aufgabe nicht überzeugend und wirksam erfüllen. Hier braucht es stattdessen schlüssige Konzepte und eine konsequente Umsetzung.
Unzählige linke Blogger, engagierte Publizisten und Fachleute für Internet-Kommunikation stehen bereit, um ihre Kompetenz und ihre Überzeugung einzubringen. Sie warten nur darauf, dass die internen Kämpfe endlich zum Abschluss kommen, damit sie, vernetzt mit der Linkspartei, das tun können, was nötig ist: Unter Einbeziehung der Öffentlichkeit aktiv Politik gestalten.
Jacob Jung
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Wissenschaftlich fundierter Test!
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guter artikel, aber das hättest du viel weiter ausführen müssen. da ich die nds und sf oft lese, bekomme ich auch viel von den wichtigen standpunkten und real durchführbaren lösungsansätzen der linken mit. besonders im bereich banken/wirtschaft/arbeitnehmer hat die linke imho gute konzepte. aber die kommen bei keinem nicht-nds-leser an! 95% meines umfeldes, welches sehr heterogen ist (akademiker, arbeiter, sozialarbeiter/ingenieure usw.) hören sich bis dato NIX von den linken an bzw. lehnen sie pauschal ab. sobald gysi/lafo/wagenknecht/… was sagen und schreiben wird umgeschaltet oder was anderes gelesen. da kann ich mir auch den mund fusselig reden. “hm, interessant. aber porsche-klaus, kommunismus/träumer…”. die etablierten medien nageln sie natürlich auch immer auf ihre linkesten aussagen fest. die sarah sollte zb bis auf weiteres in interviews nicht zu stark ihre gedanken zu enteignung bzw. aufteilung von unternehmen unter den angestellten breittreten. das bietet zum einen zuviel angriffsfläche und zum anderen – sind wir mal realistisch – gibt es vorher noch 100 andere schritte zu gehen/durchzuführen, bevor man über so etwas überhaupt anfangen kann/sollte unvoreingenommen zu diskutieren.
die derzeitige lage deutschlands und seiner einwohner birgt für die linke sooooo viele möglichkeiten.
ach ja: bzgl. gegenöffentlichkeit und nutzung neuer medien gebe ich dir recht. die sollen sich mal ein paar fähige itler von den piraten schnappen ;)
oder vielleicht bleiben die fähigen ITler auch bei den Piraten, weil die linken nix für sie sind
das war jetzt auch mehr als joke gemeint.
aber es wird mit sicherheit ein paar piraten geben, welche mit vielen ansichten der linken sympatisieren (und umgekehrt). im austausch von personal sehe ich große möglichkeiten für beide parteien. wer weiss, vielleicht führen die beiden zusammen irgendwann die regierung ;)
Jo, bei den Linken ist auch alles etwas komplizierter. Das ist nichts für ITler.
Meine Zustimmung. Entscheidend wird sein jüngere Generationen für die LINKE zu “begeistern”, ich als 25-jähriger habe mich das letzte Jahr intensiv mit der politischen Lage in Deutschland beschäftigt (aber auch nur weil ich als Student Zeit dafür habe), mein Fazit: Ich würde die Linke wählen, habe aber Zweifel ob es (noch) zu früh für eine größere Aufgabe als Opposition ist…
Tut mir Leid, aber das ist eine ziemlich merkwürdige Position. Keine andere große Partei vertritt zur Zeit in Deutschland linke Ideen. Wenn du also für linke Ideen bist, warum wählst du sie dann nicht? Indem du gegen Links wählst, unterstützt du doch nur die, die auch gegen Links sind.
Ich glaube, du brauchst einfach nur ein wenig Ermunterung, um dir selbst einen ordentlichen Tritt in den Hintern zu geben, und dich von den pseudo-weisen anti-Linken Parolen a la “die sind doch eh nicht regierungsfähig” zu befreien. Übrigens: realistisch gesehen gibt es so schnell sowieso keine Regierung mit linker Beteiligung, aber es würde schon verdammt viel helfen, wenn die Linke einfach so groß wäre, dass man sie nicht mehr einfach ignorieren kann.
Das kenne ich sehr gut. Geduld haben, höflich bleiben und immer wieder auf die sachliche Ebene zurück drängen – das ist zumindest meine Strategie.
Das sehe ich nicht so. Es geht hier um Macht, und zwar um Umverteilung der wirtschaftlichen Macht von einer kleinen Elite hin zu einer breiteren Öffentlichkeit. Das ist eine der zentralen linken Ideen überhaupt.
Was Enteignung angeht, so muss man natürlich etwas vorsichtig auftreten. Aber es gibt einen ganz einfachen Grund dafür, dieses Thema aggressiv anzugehen, und den will ich einmal in einer Frage formulieren:
Wir, bzw. unsere Vorfahren, haben es geschafft, mühsam die Vererbung politischer Macht aus der Welt zu schaffen. Es gibt keine Herzöge und Könige mehr bei uns. Die Zuweisung von Macht durch Vererbung wurde abgeschafft zugunsten demokratischer Prozesse. Wann schaffen wir endlich die (im weitesten Sinne) Vererbung wirtschaftlicher Macht ab?
Auf dem Weg zu einer sinnigen Antwort auf diese Frage stellt sich insbesondere das Problem, wie die Kontrolle – also die Macht – über Firmenentscheidungen ausgeübt werden soll, wenn durch entsprechende Erbschafts- u.ä. Mechanismen der Besitz vieler Firmen langfristig zum Allgemeingut wird. Und die Übertragung der Kontrolle auf das Personal der jeweiligen Firma ist da, denke ich, die beste Antwort auf eben dieses Teilproblem.
In Deutschland hat eine (Kommunistische Partei) keine Chance:
Zu Gehirngewaschen dieses Volk.
(Oder schizo wie Pispers sagt)
Und wenn sie dann doch mal regiert,
ist sie so verbogen wie die Grünen,
die heutzutage sogar Kriege mitmachen.
Eher käme hierzulande ein neuer Hitler an die Macht.
Mfg
omg. sie als kommunistisch zu bezeichnen, bringt die partei kein stück weiter, sondern bedeutet rückschritt.
Deshalb ja in Klammern. ;-)
In den Augen der meisten sind sie halt die Kommunisten.
Erst wenn die Rentner im Titelbild des Beitrags,
weggestorben sind(Die im übrigen auch glauben das man sich Haschisch spritzt)
wird die Linke glaubwürdiger.
Gilt übrigens auch für CDU.
Wird Zeit das die Nazis endlich aussterben.
Mfg
Dies betrifft meiner Erfahrung nach eher die Generation meiner Eltern bis runter in meine eigene Generation, denen man erfolgreich beigebracht hat, daß Drogen etwas vollkommen böses seien. Die Generation der Rentner, bei denen dies nicht so geklappt hat, da sie noch unter den Sichtweisen aus der Zeit ohne dieses dogmatische Verbot großgeworden sind, ist es, die langsam ausstirbt. (edit zur Erläuterung: Diese haben der Belehrung vielleicht geglaubt, sie jedoch noch nicht verinnerlicht und sind daher aufklärenden Gesprächen darüber deutlich aufgeschlossener.)
Wenn es im mainstream common sense ist, dass eine liberale Partei eigentlich unverzichtbar im Parteienspektrum wäre, obwohl Liberalismus nichts anderes ist als “die gute alte Wegelagerei auf Strassen, an deren Bau man sich niemals selbst beteiligt hätte”, dann hätte eine kommunistische Partei aber locker ihre Existenzberechtigung. Da kann ich jetzt keinen Rückschritt erkennen. Außer vielleicht in der aktuellen Wählergunst, weil die Zeiten, anders als von Jung spekuliert, eben nicht reif sind für Umbrüche.
“In Deutschland hat eine (Kommunistische Partei) keine Chance:”
Das mag daran liegen, dass wir den einen Kommunismus, den wir hatten immernoch abzahlen und gewaltige Schuldenberge deswegen uns immernoch belasten. Nichts zu vergessen die Opfer und Vertrieben, die die blöde Eigentschaft haben die Verbrechen der DDR und der UdSSR nicht zu vergessen und gar anzuprangern.
Edit: Da Nazis erwähnt werden, die Vorläuferpartei war übrigens die erste Partei, die nach dem Krieg Nazis aufgenommen hat. Wird hier auch gerne verklärt.
ein schöner link hierzu: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1137852/Frontal21-Dokumentation-Beutezug-Ost#
Es ist schade, dass solche Dokumentationen keine Breitenwirkung haben.
na dann …. http://www.youtube.com/watch?v=ap3BTnvp90k .
Kann vielem nur zustimmen. Allerdings sollte Sarah Wagenknecht mal über eine Charme-Offensive nachdenken. Wer wirkt, also wolle er Urzeit-Sozialismus einführen, kann keine Herzen gewinnen. Mit vieler ihrer Analysen und Forderungen stimme ich überein, mit der gefühlten menschlichen Kühle nicht.
Wenn Sies kuschlig brauchen, sollten Sie sich eine Frau suchen. Ehrlich jetzt. Entschuldigung, aber wer fordert von Politikern jetzt schon den Kuschelfaktor ein?
Wie sollen Frauen jemals emanzipieren, wenn ihnen nur Herz und nie Kopf zugestanden wird? Ein riesen Wunsch von mir ist, dass meine Tochter einmal nicht, wie ich, sagen wird: “Ich hasse es als Frau intelligent zu sein.”
Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht in dieses Blog.
Auftritten von Sarah Wagenknecht wie zB bei Pelzig (als Medium, das viele erreicht, die zwar eher links denken, aber nie die LINKE wählen würden) würde es eher gut tun, wenn sie da weniger aufgeregt und emotional daher käme, da das ihren Aussagen mehr Nachdruck verliehe. Sozusagen eine gewisse “Staatsmännigkeit”.
Die verkappten “Linken”, die den Markt anbeten, freuen sich halt, wenn die Vertreter des importorientieren und binnenmarktfixierten Kapitals mal aus Konkurrenzgründen in der FAZ mit Frau Wagenknecht mitjammern und mitnicken.
Es ist absoutes geistig und politisches Armutszeugnis, wie ideologisch unideologisch diese “Linken” sein wollen und es doch so sind, den Markt dabei anbeten und über die Konzentration und die Zentralisation des Kapitals jammern, und sich einbilden, es gäbe keine Klassen und Kapitalismus schon gar nicht, und vom Staat, als organisierten Vertreter des Kapitals haben die auch nie was gehört.
Eine Partei, die sich irgendwo “links” einordnet, hat die Eigentumsfrage zu stellen, Vertreter der in Deutschland ca. 10 Millionen Armen zu sein, und das Klassenbewusstsein zu fördern.
Diese Marktlinken haben es mit ihrem Antikommunismus in Berlin geschafft, die Partei von 25 Prozent auf unter 10 Prozent zu drücken, und die sollen nun die Zukunft sein?
Eines ist sicher, die kapitalistische Überproduktionskrise wird noch härter, und diejenigen “Linken”, die den Markt als Lösung anbeten, werden von dieser genauso überflüssig gefressen werden, wie der Mittelstand der im kapitalistischen Konkurrenzkampf zerrieben wird.
Der Mittelstand (früher definierte man diese Gruppe als Kapitalisten mit Beschäftigungszahlen ab 500 Menschen – und heute bildet sich jede kleinste Klitsche ein sie gehöre auch dazu) steht im Zweifel für faschistische Lösungswege, oder wie letztens einer dieser Primavertreter so schön meinte, als er sich unter Gleichen glaubte “die “Linken” muss man alle ausräuchern”.
Mein Standpunkt zu Sarah Wagenknecht bezieht sich nicht auf ihre Rolle als Frau, oder dass sie mehr eine Koch-Mehrin sein sollte (um Gottes Willen, nein). Nur mir fehlt an ihr einfach eine warme Ausstrahlung, das ‘Menschelnde’. Das hat nichts mit Frau oder Mann zu tun, auch wenn solch eine unterstellte Einteilung sicher immer dankbares Futter für Klischeedenker ist. So viele Politiker sprechen mit gefühlter Wärme einfach größere Menschenmengen an. Darum geht es.
na ja, wagenknecht ist eine der wenigen, die es schaffen, nicht über ihre persönliche ausstrahlung (alleine) wahrgenommen zu werden. das sexistische moment in der veröffentlichten meinung ist immer noch ein nicht zu unterschätzender faktor. da kann eine gewisse ernsthaftigkeit und strenge im ausdruck schon etwas wettmachen, zumal sie ihre sachen ja nicht zur freizeitbespaßung macht.
Sorgt auch jemand dafür, dass Gysi, Wagenknecht, Ernst und co. diesen Artikel und ähnliche, wie die von J.J., auch lesen? Ich denke nicht, dass die Zeit haben um jeden Tag den Spiegelfechter zu lesen.
Ob das Gysi/Wagenknecht erreicht usw. das weiß ich nicht, ich habe den Artikel erstmal an meinen Kreisvorsitzenden der LINKEN geschickt, mit der Bitte es unbedingt weiter zu leiten, (an alle, nicht nur “ganz oben”).
Bin selbst Mitglied und kann dem Artikel nur zustimmen. Mich ärgert vieles, am meisten aber das Ständige “sich mit sich selbst beschäftigen” und paar andere, interne Dinge.
@ola “dass sich gerade die Basis lieber mit sinnlosen Privatprojekten und Vorlieben beschäftigt, als sich wirklich dorthin zu begeben wos wehtut” ja, auch dieser Aussage kann ich mich nur anschließen. Sicher, jeder Mitglied hat wahrscheinlich so sein “Lieblingsthema” welches einem besonders am Herzen liegt(bei mir ist es z.B. Drogenpolitik), aber das sollte eben ein kleiner Teil sein.
Bis auf den Einstieg, der meiner Meinung nach die Lage etwas falsch beschreibt, kann ich dem Artikle vollumfänglich zustimmen. Meiner Erfahrung nach ist es aber leider so, dass sich gerade die Basis lieber mit sinnlosen Privatprojekten und Vorlieben beschäftigt, als sich wirklich dorthin zu begeben wos wehtut. Und so werde ich permanent mit Aufrufen zu Stussgart21, Anti Atom Konferenzen und Kulturabenden zum Thema Bangladesh zugebombt und kann oft nur noch mit dem Kopf schütteln.
ja, – der Artikel trifft es gut warum die Linke nicht die erforderliche Basis besitzt, dazu gehört aber auch dein (Mordreds) nicht zu unterschätzender Einwurf, das in jede Kamera und Mikro irgendwelche Enteignungsphantasien verbreitet werden, die ne menge Leute erschrecken? Da kommen alle Faktoren zusammen und ich verstehe das ebenso wenig? Warum leisten die sich keine Berater für eine ordentliche PR?, wenn es daran liegt? Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten sind innerhalb der Linken zu viele Selbstdarsteller, die tatsächlich über jedes Stöckchen springen was man ihnen hin hält? Wäre schön wenn der eigene Ego mal überwunden wird um endlich Politik zu machen? Dagegen gehört Infrastruktur, wie Wasserwerke, Stromnetze und die Bahn tatsächlich unter staatlicher Aufsicht, zum Nutzen der gesamten Bevölkerung!
Die Piraten stehen für gesammelten Schwachfug, die LINKEN für Enteignung. Die FDP für das eigenen Wohl, die SPD steht für nichts und hat zusammen mit der CDU den aktuellen Schlamassel mit verbrochen.
Die Grünen – die sehe ich vielleicht zu sehr durch die rosa Brille.
Es gibt kein Konzept, dass das auseinanderdriften der Bevölkerungsschichten arm/reich auf rechtsstaatlicher Basis verhindern könnte.
Die einzige Möglichkeit die wir haben ist den Märkten zu folgen und so wenigstes auf kosten Rest-Europas unsere Wirtschaft am laufen zu halten.
Abgesehen davon, dass die stichwortartige Einschätzung der Parteienlandschaft etwas haltlos erscheint, ist vor allem folgendes m.E. unhaltbar:
Ein Beispiel aus der Geschichte gefällig? 1933, Roosevelt, New Deal.
Ein Spitzensteuersatz von 75%, eine Erbschaftssteuer von über 40% – Umverteilung geht nicht nur wie in Deutschland praktiziert von unten nach oben.
Hier ein Auszug aus der Wahlrede von 1936 (Madison Square Garden), aktuell wie eh und je. Geschichte wiederholt sich eben.
“We had to struggle with the old enemies of peace—business and financial monopoly, speculation, reckless banking, class antagonism, sectionalism, war profiteering.
They had begun to consider the Government of the United States as a mere appendage to their own affairs. We know now that Government by organized money is just as dangerous as Government by organized mob.”
Gibt noch unzählige andere, die man zitieren kann. Waren aber nicht alle demokratisch gewählte Präsidenten im größten kapitalistischen Land der Erde. Und der Erfolg vom New Deal hat ihm Recht gegeben – wäre zumindest eine weit anerkannte Geschichtsinterpretation.
New Deal als Orientierung – sehe ich auch so. Setzt aber auch eine entsprechende Persönlichkeit voraus – und vielleicht auch eine Bedrohung von außen?
Eine Nummer kleiner: Vermögensabgabe wie von BCC gefordert – nicht von Sarah Wagenknecht!
Der, meiner Meinung nach, Grundwiderspruch der Linken ist, das es sich hier unter einem Label, eigentlich um zwei grundverschiedene Parteien handelt (von Strömungen und Flügeln die es in jeder Partei gibt, einmal abgesehen) Eine v.a. linkssozialdemokratische Partei im Westen um Lafontaine und eine v.a. rechtssozialdemokratische um Bartsch (O-Ton: Die Abgeordneten der Linkspartei streiten sich um Posten, wie die Hartz IVer um den Alkohol) im Osten.
Dieser Widerspruch zieht sich schon, seit der von Lafontaine und Gysi unter dem Druck vorgezogener Neuwahlen 2005 erzwungenen Vereinigung PDS/WASG durch die Partei. Was damals als strategisch klug erschien, erweist sich, mMn im Nachhinein als der Geburtsfehler der Partei die LINKE. Die von Jacob Jung angesprochene Selbstbeschäftigung, wird der Partei doch fast immer von den sogenannten Reformern um Bartsch, oder dem kleinen, aber dafür lautstarken, Antideutschen Kreis um den BAK Shalom aufgezwungen. Auch in den bisherigen Regierungsbeteiligungen auf Landesebene hat die LINKE (Ost) nichts zustande gebracht, außer den nützlichen Idioten für eine abgehalfterte SPD zu spielen.
Linkes Gedankengut ist in unserer Gesellschaft erforderlich, aber es wird treffend im Artikel beschrieben, warum es keine offene Stimme findet.
Der Satz umschreibt das Dilemma:
Angst und Dummheit werden durch Medien und den großen Parteien hochgehalten, denn nur so kann der Besitzstand gleich ungerecht verteilt bleiben. Darum ist die SPD mit ihrer Führungsmannschaft gegen Gerechtigkeit und bekämpft die Linke bis auf das Blut.
Schon witzig hier zuzuhören.
Ich bin bekennender Wechselwähler und gehöre (noch ? ) keiner Partei an.
a) Die Linken sind mir sympathisch weil ich ziemlich sicher davon ausgehen kann das Sie im allgemeinen Machtpoker nichts zu sagen haben. Das machen FDP, CDU/CSU, SPD und Grüne unter sich aus.
b) Die Linken haben coole Ideen die ich sofort unterschreiben würde. Aber auch einige Extremforderungen bei denen ich es dann doch nicht mit ziehe, die mich sogar verschrecken.
Evtl. aus Unwissenheit. Aber ein paar Vokabeln der Linken sind dann doch erfolgreich von “den Anderen” als Teufelszeug gebranntmakt worden. Die “Tradionsparteien” hätten für diese Begriffe sicherlich schön längst schöne Umschreibungen erfunden.
c) Die Linken haben genau 2 (in Worten zwei !) Politiker die als Solche auch ernsthaft wahrgenommen werden: La Fontain und Gysi. Und beide wollen nicht mehr so recht. Und neue Gesichter aufbauen hat Sie schlicht versäumt.
d) Was die Linke nun wirklich tun würde wenn Sie das Sagen hätte weiss ich leider nicht. Denn irgendwie werde ich nicht schlau aus dem was Sie (als Partei) von sich gibt. Es wird viel gemäkelt … aber Alternativen ? Hier und da eingestreut von den Beiden unter c) … und sonst nichts ..
Ist die Linke für mich wählbar ?
Ganz klar : Ja !
Aber warum ?
Wegen Punkt a). Und nur deshalb. Als Protestnote.
Ob ich Sie wähle ?
Keine Ahnung . Es gibt gerade eine Menge Alternative Protestnoten …
Gut getroffen, lieber Jacob Jung.
M.E. müßte die Linke aber auch stärker, wie bereits von Albrecht Müllers Nachdenkseiten gedacht, auf die Medien-Barriere eingehen, und ebenso die Vorurteile thematisieren, die so mancher – in- und außerhalb des Internets – gegen “Linke” (auch nicht parteilich gebundene) hat.
Der Mensch ist ein vergeßliches Wesen, wie ich – an mir selbst – auch feststellen mußte. Ein Beispiel? Bei SPIEGELFECHTER kamen öfter Diskussionen darüber auf, dass Faschismus = Sozialismus ist, eine sehr unsinnige Gleichsetzung, da beide autoritäre Systeme Todfeinde waren.
Tja, und wer hat diese Gleichsetzung erfunden?
Ich bin gestern via Zufall drauf gestoßen, und dachte mich gleich, dass ich es schon einmal irgendwo gelesen habe – nämlich im Buch des neoliberalen Propheten Hayek “The Road to Serfdom”, wo Hayek, und zwar schon vor Jahrzehnten, Faschismus und Sozialismus gleich setzte, weil beide zur Knechtschaft führen würden, und die persönliche Freiheit zerstören würden.
Wie bereits erwähnt, wer die Büche der neoliberalen Ideologen kennt, der wundert sich über solche Gleichsetzungen gar nicht mehr, aber da der Mensch eben ein Kurzzeitgedächtnis hat können heutige Markttaliban dies als neu verkaufen, und zwar ganz egal ob die Thesen längst wiederlegt wurden – oder nicht.
Vielleicht sollte die “Linke” (auch die nicht parteigebundene) einmal solche Uralt-Vorurteile der Neoliberalen entlarven, die auch heute noch als wahr gepredigt werden?
Frägt sich
Bernie
Das ist aber keine leichte Aufgabe, da so etwas immer den Eindruck einer beleidigten Leberwurst vermittelt und von den normalen Medienkonsumenten auch nicht nachvollzogen wird. Hier gibt es natürlich auch parteipolitische Vorbehalte. Wenn ich mir mal Mühe gebe, neutral zu sein, würde ich die Medienberichterstattung über die FDP und aktuell zu Wulff, als Bashingkampagne werten. Nun kommt es mir – als politisch Linksliberalen – aber nicht in den Sinn, ausgerechnet die FDP und Wulff zu verteidigen.
Touché!
@Spiegelfechter
Hast auch wieder recht, und so erklärt sich – für mich persönlich – auch das Schweigen der “Linken” (auch der nicht-parteigebundenen) bei PR-Kampagen gegen die “böse Linke”.
Gilt natürlich auf für das was du über die Basingkampagne gegen Wulff und die FDP schreibst.
Vielleicht schreibst du auch mal was über die Medien als Machtinstanz im Staat? Übrigens, irgendwo hab ich mal gehört, “dass wer die Medien kontrolliert, auch die Macht kontrolliert”.
Tja, anscheinend sind wir in Deutschland nicht weit davon entfernt, da ja Springer und Bertelsmann weitgehend die Medien, und somit auch Merkel, kontrollieren? Das sollte man auch einmal thematisieren, auch wenn man damit die – vermeintlich – mächtigen Medienkonzerne direkt angreift. Oder?
Gruß
Bernie
Was würde Tobias Fuentes sagen?
http://twitter.com/#!/tobiasfuentes/status/159362197628256256
Ich hingegen finde den Artikel diskussionswürdig und wertvoll!
Das selbe wünschte ich mir von der linken bis linksliberales Bloggerszene.
@ der herr karl
ich denke, über den fuentes muss man nun wirklich kein wort mehr verlieren. das ist immer und immer wieder der gleiche unsinn. wie oft der schon in diversen blogs und foren vorgeführt und widerlegt wurde kann ich garnicht mehr zählen. wie dem auch sei. jedem tierchen sein pläsierchen. man kann und sollte es bloss nicht ernst nehmen. persönlich finde ich den beitrag richtig gut und durchaus diskussionswürdig.
Die LINKE täte wohl gut daran, wenn sie damit aufhörte, sich als Partei der Verlierer zu definieren (oder zu profilieren), und stattdessen noch viel konsequenter deutlich macht, dass dieses System, in dem wir leben, zwangsläufig Verlierer produziert. Man muss auch selbst kein Verlierer sein um zu begreifen, dass man ganz schnell einer werden könnte oder dass man die eigenen Kinder davor nicht wirklich schützen schützen kann. Viele Menschen sehen das inzwischen auch ohne die LINKE; der Weg nach links ist dann eher ein intellektueller als ein emotionaler. (Und keine Partei der Welt wird jemals “mein Herz gewinnen”, das wäre ja noch schöner.)
Wenn man mal verstanden hat, dass dieses System Verlierer produziert, dann wird man auch wissen wollen, warum das so ist und unter welchen Umständen es auch anders sein könnte. Dann wird man aber ebenso zwangsläufig auf das Problem der Vermögenskonzentration stoßen und feststellen, dass dies ein sich selbst verstärkendes Phänomen ist. Nicht wegen der Zinsen, wie gern behauptet, sondern weil Vermögenskonzentration gleichzeitig Machtkonzentration ist. Wenn man nun also konsequenterweise eine Vermögenssteuer fordert, wird man absichtliche Fehlinterpretationen eben aushalten müssen, etwa die der Gleichmacherei und Enteignung, und notfalls zum tausendstenmal richtigstellen müssen, was gemeint ist. Dafür kann ich vor Sahra Wagenknecht nur den Hut ziehn.
Die LINKE sollte alles vermeiden, was Arbeit noch weiter entwertet und Menschen ohne Vermögen entmündigt, indem sie sie ans Händchen nimmt und z.B. für “Verbesserungen” bei Hartz IV sorgt (oder ein bedingungsloses Grundeinkommen, was alles noch viel schlimmer machen würde). Dieses anbiedernde “ich kümmere mich um euch” kann man getrost Ursula vdL überlassen. Was mich manchmal wirklcih fertig macht, ist dieses devote Verhalten von Menschen, die allen Grund haben, zornig zu sein.
super posting.
dazu fällt mir der themenkomplex “bildung” bzw. ein unterthema davon ein: mir (anfang 30) wurde ja schon suggeriert, dass gute und hohe bildung nicht nur absolut notwendiges kriterium zum erfolg ist, sondern dass man sich auch nicht beschweren dürfte, wenn man durch weniger bildung quasi “nur” nen niederen job (durch ausbildung o.ä.) bekommt und dadurch lohntechnisch IMMER kleine brötchen backen müsste.
um auf dein posting zurückzukommen: von meinen o.g. 95% sind davon unter den akademikern nahezu 100% auf der anti-linke-linie. die linke muss denen auch irgendwie vermitteln, dass die eben gerade nicht auf einmal (übertrieben gesagt), ihren firmenwagen, das angezahlte häuschen und 80% ihres gehaltes einbüßen würden, wenn sie die partei wählen!!!
Oh ja, die Bildung! Dazu fällt mir nun wieder ein Fundstück auf den Nachdenkseiten ein:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=11949#h10
(Bertelsmann legt Fonds für innovative Education-Angebote in Europa und USA auf)
Wer nicht spätestens hellhörig wird, wenn (AUSGERECHNET) Bertelsmann definiert, was eigentlich Bildung ist, um dann die Menschen nach seinem Bilde zu bilden, … ja also, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
Ich könnte mir vorstellen, dass von deinen Akademiker-Bekannten einige doch sehen, dass das System Verlierer produziert, sich aber dafür entschieden haben, alles zu tun, um selbst nicht zu den Verlieren zu gehören. Und eine solche Entscheidung erzwingt natürlich auch Abgrenzung oder Abschottung.
Na jaaaa, das ist natürlich starker Tobak. Unbestreitbar ist, dass “dieses System” relative Gewinner und Verlierer produzieren muss. Wenn die relativen Verlierer jedoch absolut gesehen gewinnen, finde ich das nicht schlimm.
Die LINKE täte eher gut daran, diesen ganzen Klassenkampfblödsinn ruhen zu lassen und die Mittelschicht davon zu überzeugen, dass ihre politische Agenda auch ihr zum Vorteil gereicht. Die Politik der LINKEn ist nämlich keine Interessenpolitik für Hartzer und Abgehängte, sondern ein sehr vernünftige gesamtwirtschaftliche Politik, von der fast alle etwas haben. Insofern gebe ich Dir auch Recht, wenn Du sagst, die LINKE solle aufhören, sich als Partei der Verlierer zu definieren.
Richtig
Jedes System schafft relative Verlierer, wir sollten uns daher auch auf die Frage konzentrieren, ob ein System es schafft, zu vermeiden, dass es absolute Verlierer gibt, bei denen der Abstieg systembedingt ist. Es wird auch immer absolute Verlierer geben, bei denen das System nicht die Schuld für ihren Abstieg trägt.
Nun kommen wir aber zur wichtigeren Frage: Was ist “das System”? Nehmen wir mal die Zeit von 1948 bis 1990 – da hatten wir eine Gesellschaft, in der es nur sehr wenige systembedingte Verlierer gab. Was das damals auch “das System”? Was hat sich geändert? Kann bzw. sollte man die Änderungen zurücknehmen, oder sollte man ganz neue Wege gehen. Diese Frage ist ja auch einer der Kernstreitpunkte innerhalb der LINKEn. Mann sollte hier sehr gut differenzieren und es vermeiden, Schlagworte in den Ring zu werfen. Ich kann mit dem Begriff “das System” wenig bis nichts anfangen.
@SPIEGELFECHTER
“[...]Mann sollte hier sehr gut differenzieren und es vermeiden, Schlagworte in den Ring zu werfen. Ich kann mit dem Begriff “das System” wenig bis nichts anfangen[...]”
Dito.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass neoliberale Markttaliban auch gerne mit Schlagworten um sich werfen, und dies einmal thematisieren.
Bei Rechten heißt es immer man wäre “unideologisch”, aber gleich beim zweiten Satz entlarvt sich der entsprechende Rechte eben doch als ideologisch-verblendeter Marktgläubiger.
Mir so des öfteren, im realen Leben und im Netz, aufgefallen ;-)
Wollte es nur einmal erwähnt haben, dass “Schlagworte in den Ring werfen” keineswegs nur eine Spezialität der “Linken” ist.
Hochaktuell sieht man es z.B. in den USA, wo das Obama-Bashing vor nichts halt macht, und wo die “Tea Party-Anhänger” nur so mit Schlagworten gegen Obamas Politik um sich werfen, und Deutschland ist das sicher auch nicht besser was die Neue Rechte, bzw. dt. Tea Party?, angeht.
Gruß
Bernie
Genau das wollte ich mit meinem Kommentar eigentlich zum Ausdruck bringen, oder besser gesagt, dass es meinem Wunsche nach so sein sollte. Ich meine, dieses “Kümmerer-Image”, es ist entmündigend, jedenfalls nicht die Aufgabe einer Partei. Dafür gibt es Wohlfahrtsverbände, die auch in jedem
System??? ihre Daseinsberechtigung haben.Ja, das war auch das System. Ich schreibe ab jetzt mal Metsys, um es nicht System nennen zu müssen. Metsys braucht immer was zu futtern, solange es das bekommt, kann auch ganz friedlich sein. Das Futter heißt Markt (worunter eigentlich ein Absatzmarkt zu verstehen ist); ist der Markt leer gefuttert, braucht Metsys einen neuen, sonst wird es böse. Nach 1949 war das erst mal lange kein Problem. Wohl schon in den 70igern fing es an zu kriseln. Der Fall des Ostblocks war für Metsys ein Segen (gefundenes Fressen), wenn auch nur kurz. Dann kam Europa dran. Demnächst wohl was anderes. Das Problem ist aber, dass Metsys für jedes neue Futter seinen Verdauungsapparat umstellen muss. Und jetzt mal wieder Spaß beiseite: Verdauungsapparat umstellen heißt nämlich im Klartext, dass, wie Herr Reitzle unlängst erklärte, WIR (nach ein paar Jahren Arbeitslosigkeit) jedesmal noch wettbewerbsfähiger werden müssen. Und darunter ist eben nicht eine verbesserte Qualität zu verstehen, sondern Lohndrückerei, in welcher Form auch immer. Sag jetzt nicht, diese Mittel gäbe es nicht oder sie würden nicht angewendet. Und die Leute, deren Lohn gedrückt wird, damit Metsys sein Futter bekommt, die nenne ich schlicht Verlierer.
“[...]Ich meine, dieses “Kümmerer-Image”, es ist entmündigend, jedenfalls nicht die Aufgabe einer Partei. Dafür gibt es Wohlfahrtsverbände, die auch in jedem System??? ihre Daseinsberechtigung haben[...]”
Du bist aber keine Rot-Grüne? Schon vergessen, wer die ersten waren, die sich damals um die angeblich “Abgehängten” gekümmer hat? War es Bismarck? Oder waren es die ersten Sozialdemokraten denen Bismarcks Sozialgesetze das Wasser abgegraben haben?
Gute Frage
Gell?
Was Parteien angeht, und zwar egal ob Linkspartei – oder nicht – da halte ich es ganz mit Colin Crouchs Lösung für die Postdemokratie – Die sollen sich mit gesellschaftlichen Organisationen bzw. NGOs zusammenschließen, denn nur so hat man die Chance einer Gegenmacht gegen die neoliberalen Rechtskreise , die sich ja auch mit Organisationen, wie z.B. Großkonzernen, verbrüdern…….nur mal so, aus der Erinnerung über Colin Crouchs Postdemokratie, frei zitiert….
Eine andere Frage ist natürlich die, dass solche Organisationen, Protestbewegungen, und NGOs, nicht finanziell von erklärten Neoliberalen bzw. Markttaliban abhängig sein dürften, denn ansonsten beißt sich die Katze ja selbst in den berühmten Schwanz….
Gruß
Bernie
@ Bernie
Wer ist schon rot-grün. Es ist schon okay, wenn sich jemand um “die Schwachen” kümmert, aber das Lindern der Schäden, die durch die Starken entstanden sind, ist etwas anderes als das Nachhaken, wo die (vermeintliche) Schwäche der einen und die Stärke der anderen eigentlich herrührt. Und da sage ich: wenn die Vermögenskonzentration eine Schwelle (die ich nicht kenne) überschreitet, dann kippt das Ganze, weil dann die Machtkonzentration zu groß ist, als dass Demokratie mehr als beruhigende Folklore sein kann. Dann gibt es nur noch das Recht des Stärkeren.
Wenn die LINKE oder Edelrot oder Grün sich auf das Kümmern beschränken ohne eigene (vielleicht auch verwegene) Ideen zu entwickeln, dann sind sie eben nur so eine Art erweitertes Sozialamt, das die Kolateralschäden der Neoliberalen pflegen darf.
Die LINKE täte eher gut daran, diesen ganzen Klassenkampfblödsinn ruhen zu lassen und die Mittelschicht davon zu überzeugen, dass ihre politische Agenda auch ihr zum Vorteil gereicht. Die Politik der LINKEn ist nämlich keine Interessenpolitik für Hartzer und Abgehängte, sondern ein sehr vernünftige gesamtwirtschaftliche Politik, von der fast alle etwas haben. Insofern gebe ich Dir auch Recht, wenn Du sagst, die LINKE solle aufhören, sich als Partei der Verlierer zu definieren.
ola schreibt:
“[...]Wenn man sich die Wähler der Linken allerdings näher anschaut, wird man erstaunt festellen, dass das Bildungsniveau der Wähler über dem der CDU liegt. Natürlich werden die Linken auch von Arbeitslosen gewählt, allerdings in weit weniger großem Umfang als man annehmen könnte[...]”
Sind Arbeitslose blöde?
Würde mich mal interessieren, zumal heute bei Nachdenkseiten erwähnt wird, dass neuerdings jeder zweite Arbeitnehmer bei evtl. Entlassung sofort in Hartz IV abrutscht. Sind die alle blöde?
Hier mehr [...]8. Reformen haben Mobilität am Arbeitsmarkt gebremst – Quelle und ganzer Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=11949#more-11949…”
Der Statistikprofessor Walter Krämer würde dem vehement widersprechen – wenn neuerdings jeder 2te in Hartz IV abrutscht.
Oder sind alle Normalarbeitnehmer/-innen neuerdings nur Arbeitslose mit Freigang bevor die in die HartzIV-Falle rutschen?
Würde mich mal interessieren, und zwar ebenso wie die Frage, dass es so ruhig in Deutschland ist, wo jeder 2te mit Erhalt der schriftlichen Kündigung sofort einer der “Asozialen” Hartzies wird.
Gruß
Bernie
Nien bernie, Arbeitslose sind nicht Blöde. Das hast du jetzt aber übel rausgelesen^^
@ola
Seit wann duzt’ du?
Interessante Frage … Vielleicht sollte man mal bei Sarrazin nachschauen. Könnte auch sein das Arbeitslosigkeit genetisch bedingt ist. Sorry der musste sein ;)
Au weia Au weia Jens, ernst nehmen kann man Dich natürlich nicht mehr, aber weisst du, deine Entwicklung in diese Richtung war ja vor Jahren genau so abzusehen…
Ich erinnere mich an ein überzeugendes Experiment (bzw. ehergesagt eine Simulation), welches nahegelegt hat, daß der Konzentrationsakt sogar unabhängig von dem politischen Aspekt der Machtkonzentration stattfindet, allein auf die Art, daß Besitztum weiteren Besitztum anzieht. (Wahrscheinlich nicht ganz richtig ausgedrückt. Ich hoffe, Du, oder sonst jemand hier, kannst aus meinen Worten schließen, worauf ich mich beziehe. Im Herbst erschien das Ganze als Artikel bei Heise, doch ich find da bei der Suche danach jetze nicht mal einen aus anderer Quelle…)
Mir geht dieses Linkenbashing dermaßen auf den Keks NATÜRLICH kommen die auf keinen grünen Zweig, wenn da eine fast “ALLMÄCHTIGE” Gegenpropaganda läuft bzw. alle Kritik im Bundestag von Herrn Gisy welche immer sehr aufschlussreich ist im Gegensatz zu dem Blablablubb der Pofallas und Merkels und Söders oder den alten neuen Lügen der Spezialdemokraten verschwiegen wird.
WOHINGEGEN über die quasi nicht mehr existierende FDP immer noch berichtet wird, KOMISCH!
(ja nee klar, REGIERUNGS”VERANTWORTUNG” lach)
Nochmal: Es werden nur DIE Parteien für “wählbar” erklärt, welche dem TINA-Prinzip fröhnen und alle anderen sind Kommunistennazis und Kinderpornoverteidiger oder schlimmeres
Es heißt sparen: 4, 5 Pfeifenparteien unterschiedlicher Coleur muss dem Michel reichen zur “DEmokratie”
NOCH eine Partei auf der Lohnliste der Finanzmafiosi und der Kriegstreiber? Wer soll das bezahlen, dann müssen nämlich wieder die Lohn”nebenkosten” gesenkt werden und
und
und
Guckt Euch mal die CDU an. Die besteht aus dem Wasserkopf Merkel und einem senil-debilen Anhängsel das sich Partei nennt. Heute propagiert man solche Versager als teflonbeschichtet – früher hat man sie als Betonköpfe tituliert. Das Wort “Versager” trifft es bei diesem Establishment aber am besten.
Unser Finanzminister ist ein Typ der 100.000 Euro im schwarzen Koffer von einem Waffenhändler entgegennimmt und anschließend nicht mehr weiss wo der Koffer hingekommen ist. Noch Fragen?
Und man ärgert sich über den korrupten Wulff?! Der ist ja noch eine lächerlich kleine Nummer. Die ganze CDU ist ein korrupter/unfähiger Haufen.
Wie wärs mal mit einer Kampagne gegen diese Versager?
Will nicht mal jemand einen Artikel schreiben über die (jüngere) korrupte Vergangenheit dieser Typen?
Oder sind wir da etwa zu feige?
@fetteBeute
Bei aller Zustimmung, aber eine Kampagne gegen die Polit-Versager Wulff, Merkel, Schäuble, Rösler, Gabriel und Özdemir & Co. wird nie kommen.
Warum?
Ganz einfach:
Wer die Macht hat, der ist der Medien Liebling im Lande, und zwar ganz egal ob der ein korrupter BP bzw. Kanzlerin, Parteibonze oder ein Wirtschaftskrimineller wie Joe Ackermann ist, der sich vor Gericht frei kaufen kann.
Springer & Bertelsmann sind die Herren in Land, und das sollte man auch einmal ganz groß an eine Pinwand bringen, damit auch der letzte schnallt, dass dies keineswegs Medienbashing sondern die Realität im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist.
Nachdenkseiten weist da ja schon fast täglich drauf hin, wer die wirklich Mächtigen in Deutschland sind…..
Trauriger Gruß
Bernie
@Bernie
Gegen Wulff kann ich mir eine grössere Kampagne als die in den letzten Wochen gar nicht vorstellen. Für Wulff steht es aktuell 3:2. Mann, hat der Nerven…
der Herr Karl meint:
Januar 3rd, 2012 at 11:36
Klar ist Herr Wulff als BP nicht mehr tragbar, klar hat er alles selbst verschuldet.
Aber die Springer-Presse als moralische Instanz?
Dann aber, gute Nacht Deutschland!
(aus feynsinn)
@Der Herr Karl
Man könnte glatt meinen, du hättest Respekt vor Wulff – Wäre da nicht dein Schrieb (aus feynsinn).
Machen wir bei Wulff also eine Ausnahme (der ja eigentlich gar keine Macht als BP hat – nur mal so als Einschub – BP ist doch nur der Grüßaugust für Merkel).
Ansonsten bleib ich dabei, bei wirklich Mächtigen kannste lange warten bis eine Pressekampagne kommt – aus der rechtskonservativen Ecke.
Gruß
Bernie
Sei nicht traurig Bernie ! Auch nicht wütend … Sei zornig ! (G.S.)
Schwarzen Koffer? Der wäre nicht mal das Sahnehäubchen wenn man sich die Vita der CDU ansieht? Die Krönung ist jedoch das unser aktueller Bundeskanzler, (ich sag ja auch nicht das meine Frau Maurerin ist?), dem NDR die Ausstrahlung einer Dokumentation über unseren Bundeskanzler untersagt hat? So lange die Medien sich an diesem Crash-Kurs, wie man ein Land gegen die Wand fährt, was sich auch noch über Dichter und Denker formuliert. beteiligen und das Systembedingt weil sie eigentlich eine Säule der Demokratie mit verbrieften Rechten durch Verfassung und GG ausüben sollten, so lange besteht wenig Hoffnung. Hierzu ist mir heute Morgen ein Löschantrag bei Wiki aufgefallen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Jung_Blog
Wie wichtig politische Blogs sind werden wir in Zukunft merken und wenn der Antragsteller ins Felde führt das “nur” 100 000 Leser (Täglich?) erreicht wurden, frage ich mich ernsthaft ob und wie viele Cyberkrieger die aktuelle Bundesregierung beschäftigt? Nachdem die Agenda bestätigt wurde, schloss die SPD ihr Forum und bei den Grünen wurden Änderungen in der Forenstruktur durchgeführt, die eine vernünftige Diskussion nicht mehr zuließen. Die CDU hatte noch nie eine Diskussionsplattform und die FDP ist zumindest in dieser Hinsicht gut aufgestellt.
Warum schaffen die Linken es nicht, aus dieser Behinderung in und durch die Medien Kapital zu schlagen?, deren Programme sind allemal geeignet Zukunft sicherer zu machen?! Was läuft da schief?
Immerhin – der Fuentes hat sich extra für einen Heckenschützenkommentar bei Wiki angemeldet :P. So irrelevant kann Jacob’s Blog also nicht sein. :)
Wegen seinem Hass auf alles Linke – oder was er für links hält.
“Niemand ist so menschenverachtend u heuchlerisch wie die Heilsbringer der #Linke-n” (21.1.2012)
http://twitter.com/tobiasfuentes
@Bernie
Da hast Du natürlich recht. Aber WIR sollten uns dem nicht fügen. Deswegen schreiben wir gegen den ganzen Schwachsinn an. Denn was wollen die “Konservativen” denn eigentlich vom linken politischen Spektrum? Das Ziel ist die Unterwerfung des Spektrums. Wir sollen die ganzen Propagandalügen auch nachplappern damit wir dann endlich wieder “koalitionsfähig” (sprich überangepasst) sind. Genau wie es die Überläufer von Rot/Grün auch gemacht haben und immernoch tun.
Aber das intelligentere ist: Druck machen. Die Leute aufhetzen. Gefährlich werden. Angst machen. Dann dreht sich die Politik nach links. Erst wenn man das Volk fürchtet, und erst dann, wird wieder Politik für die Mehrheit der Menschen in diesem Land gemacht. Nicht eher.
@FetteBeute
Eben ;-)
Seh ich ähnlich.
Gruß
Bernie
Der teutsche Michel sieht sich hauptsächlich als “Verhinderer” .. mit dieser Einstellung bekommt er ja von BLÖD und den anderen regierungsamtlichen Parteiorganen immer wieder Argumentationsgrundlagen und Bestätigung …
Ja die ” Beste Regierung aller Zeiten ” hat kleine Schönheitsfehler… Aber Hey .. uns geht es noch gut wir jammern noch immer auf hohem Niveau ..bzw. es handelt sich um eine Wohlstandsdelle !!
Während eben früher Adel und Kirche “von Gottes Gnaden” herrschten und die Menschen in Leibeigenschaft hielten, um ihnen so viel wie nur möglich herauszupressen, änderte das Bürgertum später lediglich die Begründungen, um die Menschen im Zeitalter der Aufklärung gefügig zu halten. “Gottes Wille” wurde durch die “Gebote der Ökonomie” ausgetauscht that’s all …Alternativlos eben ..
666
@Lazarus09
“[...]…Alternativlos eben ..[...]”
Bitte nicht das Unwort, dass BK Merkel für 2010 geprägt hat – Es gibt immer Alternativen zum herrschenden Clan der Mächtigen.
Übrigens, Merkel hat auch das Unwort für 2011 geprägt “[...]marktkonforme Demokratie[....] – eine zynische Umschreibung für das was die franz. Publizistin Viviane Forrester einmal den “Terror der Ökonomie” genannt hat.
Was ist eigentlich aus Frau Forrester geworden? Lebt die noch?
Frägt sich Bernie
Sollte die Ironie so gut versteckt haben ..? ;-) …
Wenn ich hier schreibe was mir zu Erika einfällt werde ich lebenslang gesperrt ….. eine Angemessene Reaktion bei persönlichem Treffen mit diversen ” Leistern” “Schönsprecher”und “Gutmenschen” würde mir ein paar Jahre Cafe’ Viereck im oberen Bereich einbringen ;-)…..
666
Mit 16. habe ich SPD/Grüne gewählt mit 18 auch. Danach nie wieder! Dann 4 Jahre nichts und seit 2005 die Linke. Sehe ich mich als “Linker”? Nein. Ich wähle das was meiner Meinung nach am ehesten im Parteienspektrum als “Sozial” gelten kann. SPD und Grüne sind aufs übelste gleichgeschaltet und durch korrumpiert ganz zu schweigen von dem Rest.
Guter Artikel. Habe ihn allerdings gestern schon bei dir/ihnen gelesen Jacob/Jung . ;)
Und die Kommentare heute hier lassen mich auch wieder etwas aufatmen und sprechen
mir aus der “Seele”.
Mir wäre die Wagenknecht als Kanzlerin auf jeden Fall lieber als noch eine Merkel in 20 Jahren. Ich finde Merkel als erste Frau im quasi höchsten Amt in Deutschland noch armseliger als Obama als erster farbiger in den USA. Böser Gag der Geschichte das so was in den beiden “tollsten Demokratien” der Welt gleichzeitig passiert ! ;D
Das Problem liegt aber auch an den Linken selbst. Viele hier bezeichnen sich ja gerne als links und liefern aber genau die klischeehaften Äußerungen, die die andere Seite erwartet.
-Bertelsmann und Springer kontrollieren das Land.
-Die Medien sind auf Seiten des Bürgertums.
-Linkenbashing
-Das System ist Schuld.
-Das Bürgertum unterliegt dem Ökonomie-Glauben.
Jens bezeichnet sich auch als linksliberal. Ich vermute mal, weil er weiß, dass die Konservativen und Liberalen nicht nur aus Vollidioten bestehen.
Mir will nicht aufgehen was an den 5 Punkten ein Klischee sein soll !?
Oder ist das ein Trollversuch ? :D
Genau wegen Aussagen wie deinen werden die Linken wie die 9/11 Verschwörungstheoretiker nicht ernst genommen.
Wenn du glaubst, dass Springer und Bertelsmann das Land kontrollieren, darfst du ruhig Beweise, die über Indizen hinausgehen, vorlegen. Ich habe in der gesamtem Debate bisher noch keinen Beweis gesehen, der über den Hinweis auf die Größe der beiden Unternehmen hinausgeht. Vielleicht schaffst du es auch noch die Bilderberger zu entlarven..
Springer konnte weder Guttenberg halten noch Wulff stürzen.
Die Medien sind auf Seiten des Bürgertums? Das ist eines dieser dämlichen Phantomdiskussionen, wo beide Seiten der anderen vorwerfen, die Medien auf ihrer Seite zu haben. Die FDP wird genauso wie die Linken behandelt. Schröder und Fischer wurden in ihrer Zeit für ihre Politik Agenda2010/Kosovo-Krieg gerügt, obwohl diese Politik eher dem rechten Lager zugeordnet wird. Genauso wurde Merkel für ihren Atom-Kurs hart ins Gericht genommen. Ich habe noch nie so eine hysterische Eigenbewegung der Medien zugunsten eines Thema gesehen wie nach dem Fukushima-Unglück. Außerdem bezeichnet sich die Mehrheit der Journalisten selbst als eher links und wählen 1. Grün und 2 SPD.
Linken-Bashing: Liest du Nachrichten? Sind die FDP jetzt plötzlich auch links? War Merkel vor einiger Zeit nicht noch die Zick-Zack-Kanzlerin?
“Das System ist schuld. Immer. Es kann ja gar nicht an einem selbst liegen, dass man nicht Verantwortung übernommen hat und sich mal Gedanken über seine Zukunft macht.” Wer sind denn die Verlierer des Systems? Bei den Akademikern herrscht praktisch Vollbeschäftigung.
Von welchem Bürgertum sprichst du dann? Dem Bildungsbürgertum? Dem Groß- oder dem Kleinbürger? Das Beamtembürgertum? Gibt es in Deutschland überhaupt noch etwas neben dem Bürgertum? Die Arbeiterklasse von heute ist doch praktisch verschwunden. Die meisten Facharbeiter leben ein bürgerliches Leben. Der Klassenkampf (eine uralte Bezeichnung von vor wie vielen Jahren?) ist tot und eine Diskussion für Rentner. Und klar, die Grünenwähler (mehrheitlich Beamtenbürger) sind ja auch solche Marktanhänger..
@T-Fighter
Du scheinst die Nachdenkseiten nicht zu kennen? Albrecht Müller dort, incl. seine Bücher, verweisen mehr als einmal darauf, dass BK Merkel eng befreundet mit Liz Mohn (Bertelsmann-Chefin) und Friede Springer (Springer-Oberbossin) ist, und man sich regelmäßig zum Kaffeekränzchen trifft.
Was übrigens den Vorwurf “Verschwörungstheoretiker” angeht, da liefert ja auch besagter Albrecht Müller mehr als einen Hinweis darauf aus welchen Kreisen dieses angebliche Totschlagsargument kommt, und deswegen hier mal die Erwiderung Albrecht Müllers (SPD-Promi und Redenschreiber von Willy Brandt) auf den Vorwurf er wäre “Verschwörungstheoretiker”:
[...]Kampagnenjournalismus – das Gespinst von Verschwörungstheoretikern?[...]”
Quelle und kompletter Text:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=5538
Tipp noch dazu, bevor du lostrollst:
!!!!: Lesen, und dann erst kommentieren…..
Amüsierte Grüße
Bernie
…was aber weder die NDS noch den Spiegelfechter höchstselbst daran hindern, oft und fröhlich mit genau dieser Keule Anderen eins überzubraten, wenn gewisse Erkenntnisse über Zusammenhänge nicht in ihren Kram passen.
Ich kenne die nachdenkseiten. Und ich würd mich nicht alleine auf diese Seiten verlassen. Das Problem bei nachdenkseiten ist, dass es eindeutig schon Position bezieht und eine gewisse Tendenz besitzt. Wer sich alleine bei nachdenkseiten informiert, macht einen gewaltigen Fehler wie sich ausschließlich bei PI oder der Jungen Welt zu informieren. Man muss zu jeder Seite eine gewisse Skepsis und Distanz wahren.
Auch Jens hat schonmal den einen oder anderen Kommentar zur Finanzkrise oder dem Gesundheitssystem losgelassen, der schlichtweg eigenartig war.
Armacks Artikel kann ich nur zur Kenntnis nehmen. Er verweist als Quellen auf weitere nachdenkseiten und zieht als Beweise Artikel aus den Mainstream-Medien heran. Wenn ich aber wollen würde, könnte ich auf denselben Mainstream-Medien Artikel für die andere Seite herausziehen, in einen eigenen Artikel packen und so tun als das eine Kampagne wäre für die andere Seite wäre.
siehe dazu auch der 2007 veränderten Presse-Kodex, wer sich die Mühe macht wird eine Veränderung feststellen.
http://www.presserat.info/fileadmin/download/Synopse.pdf
z.B. Richtlinie 15.1 – Einladungen und Geschenke
mit solchen aussagen wirste die partei als solche (und um die geht es hier schließlich) nur selten bis gar nicht zitieren können.
Das stimmt wiederum. Ich habe mich auch hier an die Sympathisanten der Linken gewendet. Da habe ich mich nicht klar ausgedrückt.
Es befreit die Linken dennoch nicht von anderen Sachen. Wenn ich die Reden von Gregor Gysi über die Finanzkrise anhöre, muss ich mich immer fragen, wer denn auf solche populistischen und oberflächlichen Analysen hereinfällt. (Ziemlich viele nach den Bewertungen bei youtube zu urteilen. Dazu gehören leider auch meine Freunde, die mir die Links schicken :D.)
Der Finanzkapitalismus hat uns in diese Krise getürzt und wir müssen ihn in Ketten legen!
Jaja, wenn die Welt doch so einfach wäre..
@Mordred
Mich anschließ ;-)
Übrigens, was ich bei “Verschwörungstheorien” so mag ist, dass die zwar existieren, aber genauso ganz reale Verschwörungen (incl. juristischer Tatbestand der “Verschwörung” z.B. beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß) – ergo erledigt sich der Vorwurf “Verschwörungstheoretiker” bei entsprechender unbegründeter Totschlagskeule mit dem Begriff “Verschwörungstheoretiker” oft von selbst.
Ich halte es da mit den Skeptikern vom GWUP, http://www.gwup.org, Bernd Harder z.B., die begründen nämlich wenigstens argumentativ, und mit Beweisen, warum sie etwas für eine hanebüchene Verschwörungstheorie halten (auch zum 9/11) bzw. nicht, und verwenden dies nicht als unbegründete Totschlagskeule, wie so mancher Forist hier…..
Gruß
Bernie
So sieht es aus! Ich habe vor etwas längerer zeit hier oder vielleicht auch eher wo anders gelesen das wenn die Menschheit nicht schon 5000 Jahre gegeneinander Krieg führen würde sie wahrscheinlich schon das ganze Sonnensystem besiedelt hätte.
Das ist bei mir auf jeden Fall hängen geblieben und erscheint mir nach wie vor sinnig! Eine dazu passende Wirtschaftsform wäre theoretisch auch machbar …
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Ts4ynYTd2MY#!
Auf diesen Link der ein faires Geldsystem zumindest suggeriert wurde im vorletzten Artikel aufmerksam. Den Prof. Franz Hörmann kann ja vielleicht mal Jens auseinandernehmen, bestätigen bzw. relativieren … ;)
Ich habe mir das gestern nüchtern in allen 6 teilen angesehen und zugehört und war im groben davon recht überzeugt.
Ich empehle Dir, Dir den Vortrag nochmals noch nüchterner anzuschauen. Er verlässt im gesamten Vortrag nicht einmal seine innere Logik, während sein Lösungsansatz nur die Sockenpuppen austauscht, jedoch an den grundsätzlichen Machtverhältnissen nichts ändert. Bei Umsetzung werden in Folge nur neue Worte für die gleichen zu kritisierenden Prinzipien benötigt, da man die neue Form ja schließlich nicht mit der alten Form verwechseln darf – ist ja etwas neues, gell?!? – und sich somit einer hergebrachten Beschreibung verwehrt. Sind an sich nur 1 1/2h gute, satirische Unterhaltung unter einer fachmännisch hochwertigen Meisterleistung an Demagogie.
@Tidaltree
Ich finde, Franz Hörmann deckte einige kranke Missstände auf, die sich in unserem Finanzsystem eingebürgert haben. Aber lassen wir das – ändern kann man es ja eh nicht.
Ich verstehe inzwischen den ola…
Ja, da geb ich Dir recht. Den aufklärenden Aspekt will ich auch garnicht unterminieren.
Ich habe weder was mit VT-Ufo Geschichten und Truther-leuten was am Hut noch mit dem Koppverlag … T-Fighter ;D
Bin gerne bereit sachlich zu diskutieren aber irgendwo hört es auf !
Mit den Leuten von Truther möchte ich dich ja auch nicht auf die dieselbe Stufe stellen. Ich verstehe nicht warum, man mir plötzlich vorwirft ein Totschlagargument zu benutzen.
Kann mir jemand denn einleuchtend – und damit damit meine ich einleuchtender als all die umherrumschwirrenden Verschwörungstheorien um 9/11 erklären, warum der Springer-Verlag, Bertelsmann oder die Bilderberger das Land kontrollieren?
Ich denke nicht ich, sondern die Gegenseite sollte einen Beweis dafür liefern. Am meisten weil in dieser Sache einfach zu viele Parrallelen zu Verschwörungstheorien da sind. Bis auf ein paar Kaffekränzchen ist ja bisher nicht viel dabei herausgekommen. ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie
Dass es durchaus Verschwörungen geben kann, möchte ich nicht ausschließen, aber bitte immer mit Beweisen. Ich habe doch echt vor einigen Monaten einen aufgebrachten Radiohörer bei MDR gehört, der der Moderatorin hechelnd ins Mikro gesagt hat:
“Sie müssen nämlich WISSEN, dass wir von einer kleinen Gruppe Menschen kontrolliert werden. INFORMIEREN Sie sich über die BILDERBERGER! Ihnen wird ein LICHT aufgehen!”
Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen und die Moderatorin hatte hörlich Mühe.
@T-Fighter
Es liegt in der Natur von Verschwörern, dass sie im Geheimen operieren, was die Beschaffung von Beweisen eher erschwert…
Okay T-Fighter …
Ich werde jetzt den Teufel tun und den passenden Link raus suchen aber da
du ja z.B. die Nachdenkseiten kennst kannst du dich vielleicht ja noch an diese üble Sache in Hessen erinnern. Da würde eine Quasi ganze Abteilung (ich glaube es waren 5 Leute) von einem Psychologen für Verrückt erklärt.
Das waren nicht etwa Leute in einem Arbeitsamt die an ihren inneren Gewissensbissen verrückt geworden sind.
Das war in einem Finanzamt mit couragierten Leuten die ihre Arbeit ernst genommen haben.
Kurze Geschichte : Sie haben nicht locker gelassen , haben sich durch die Instanzen gekämpft und recht bekommen aber alles blieb beim alten und blieben aus dem rennen !
Und so läuft das im Bund auch. VT oder Realität ?
Ich habe seiner zeit das über sehr genau verfolgt. Und das ist nur einer von vielen fällen. Da steckt wahrscheinlich kein böser großer Plan dahinter! Aber es zersetzt diesen Statt ! Und es geht mehr um mehr durch alle Institutionen.
Dirk Niebel und das Amt welches er eigentlich abschaffen wollte … etc.
Mich ekelt das alles an! VT für dich okay. Aber nicht für mich.
Das verdient festgehalten zu werden. Hätte ich auch nicht gedacht. Die Leute wollen nicht, dass die Medien herrschen, meint Jörges. Lohnt eine genauere Betrachtung.
Ich antworte hier, weil der Platz nicht mehr reicht:
@der Herr Karl
Aber solange es keine Beweise gibt, ist es nur ein Gerücht. Du kannst doch nicht ernsfthaft ein Weltbild bloß auf unbestätigten Geschichten aufbauen und danach handeln. Viele Informationen, die herbeigetragen wurden, sind vermutlich nicht einmal aus zweiter Hand und wurden probeweise gegengecheckt.
@Kriegszitterer
Ich habe den Fall wieder ausgegraben. Eine schlimme Sache, aber da gab es nunmal hieb- und stichfeste Beweise. Und es ging durch die großen Zeitungen wie FAZ und SZ. Du redest so als ob die ganze Politikerkaste eine geheime Brutstätte wäre, in die es keinen Eingang gäbe. Du redest als ob dieser Fall auf die große Mehrheit der Politiker zutreffen würde. Verdammt nochmal ich kenne zwei Jung-Politiker aus der SPD, die bei mir zwei Jahrgänge höher auf derselben Schule waren. Beide sind relativ weit gekommen. Ich saß bei Amnesty International Sitzungen und habe Projekte organisiert. Ich kenne einen ehemaligen Klassenkameraden, der in der AStA einer Uni sitzt. Der Weg in die Politik ist so einfach simpel. Es mag nicht alles Gold sein, aber es nervt, wenn einige glauben hinter der Politik sitzen irgendwelche obskuren Mächte.
@T-Fighter
Ich meine, es gibt ja auch noch Indizien, nicht nur Gerüchte. Nun muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und welche Indizien er berücksichtigen will.
Weiter möchte ich das Thema hier nicht vertiefen…
Springer konnte weder Guttenberg halten
@ T-Fighter: Wer sind denn die Verlierer des Systems? Bei den Akademikern herrscht praktisch Vollbeschäftigung.
Ei der Daus! Habe ich da was verpaßt 14 Jahre lang? Und auch meine Frau? Und meine Tochter, seit einem halben Jahr Magistra artium und Textschreiberin für 5 €, um den Zeitpunkt hinauszuzögern, wo sie sich dem Arschamt ausliefern muß? Lieber T-Fighter, vielleicht geistern noch Aufzeichnungen vom Schwarzen Kanal im Netz herum. Von Karl-Eduard kann man lernen…
@ T-Fighter: Wer sind denn die Verlierer des Systems? Bei den Akademikern herrscht praktisch Vollbeschäftigung.
Ei der Daus! Habe ich da was verpaßt 14 Jahre lang? Und auch meine Frau? Und meine Tochter, seit einem halben Jahr Magistra artium und Textschreiberin für 5€, um den Zeitpunkt hinauszuzögern, wo sie sich dem Arschamt ausliefern muß? Nun ja, Genosse Sarrazin fände sicherlich den genetischen Defekt in unserer Familie.
Beweise?
ich bitte dich. wie oft kann ich in den etablierten medien irgendwas bzgl. wirtschaft/soziales von den linken lesen? bringen davon abgesehen spd/grüne/cdu/fdp nicht größtenteils einheitsbrei?
du hast den ansatz von sf/nds/linke einfach nicht verstanden. du solltest dahingehend noch ein paar artikel lesen.
Nein weil Jens in den 80zigern hängengeblieben ist. Deshalb^^
Ich bitte um Erläuterung und Begründung Deiner Aussage hier…
Du musst nur seine Artikel zur Wirtschaftspolitik lesen. Da hat er übrigens bissel was mit Müller und Lieb gemeinsam. Aber ich finds okay. Jeder wie er mag.
Der Artikel ist gut, aber leider gilt dieses Zitat von Kurt Tucholsky weiterhin und ist wohl mittlerweile zur Binsenweisheit mutiert:
Auch dafür ist dieser Artikel ein gutes Beispiel. De facto wird sich nichts ändern, auch wenn die LINKE ihre Binnenprobleme in den Griff bekommen sollte, was ich denen allerdings von Herzen gönne.
Ein für mich realistisches Optimum was die LINKE auf Bundesebene mittelfristig überhaupt leisten könnte, wäre eine vernünftige (eigentlich vom Sinn her sozialdemokratische) Oppositionspolitik, auch in dem sie immer wieder den Finger in die schwärende Wunde legt, die Gasgerd mit seinen roten und grünen “Genossen” in den Sozialstaat geschlagen haben.
@Heldentasse
Da fällt mir – nicht nur für die Linke – eine alte biblische Weisheit ein “[...]Nicht an ihren Worten sollt ihr die messen, sondern an ihren Taten[...]”
Die Taten der Linkspartei sprechen derzeit (noch) insgesamt eine anti-neoliberale Sprache, und sollte dies einmal anders sein, dann halte ich mich an Gregor Gysi, der einmal gesagt haben soll “noch eine neoliberale Partei benötigt Deutschland ebensowenig wie ich einen Kropf am Hals”.
Was Rot-Grün angeht, da sehe ich es gleich – die sollte man, ebenso wie Schwarz-Geld (absichtlicher Schreibfehler für Schwarz-Gelb) dauernd entlarven……
Gruß
Bernie
Du sprichst in dem letzten Absatz genau über das was ich auch so sehe Heldentasse.
Eine in sich geschlossene Opposition im Bund wie in den Ländern ist tausend mal mehr wert ! Mit jedem Prozent was die Linke mehr hat fällt es den (ich schreibe das bewusst so)
etablierten System-Parteien schwerer ihre neuesten Menschenverachtenden Anmaßungen mal eben so durch zusetzten.
Sollen die Leute doch von mir aus auch die Marisianer-Partei wählen ! Es geht schon seit mindestens Schwarz-Geld [;)] um eigentlich alles was seit 1948 erstriten wurde .
In sofern sehe ich mich ja selbst als einer der werterhaltend drauf ist!
Um mal wieder etwas infantil zu wirken vielleicht noch dieses Video als Sinnbild für
eine funktionierende Linke …
Und immer dieses RUMTAKTIEREN. Für die Kommunisten hat der Weg zur Revolution mehr Folgen als Super Mario ;-)
ola schreibt:
“[...]Nien bernie, Arbeitslose sind nicht Blöde. Das hast du jetzt aber übel rausgelesen^^[...]”
Sorry, mein Fehler, hab da wohl etwas überreagiert.
Gruß
Bernie
PS: Man kann ja schon seit Jahren mit Obdachlosen akademisch reden, und auch das zeigt wie weit unser Land verkommen ist, wenn es sich leisten kann nur noch Fachidioten zu fördern, meist BWler, und der Rest kann bleiben wo der sprichwörtliche Kuckuck…..um mal die Fachidiotin Frau Von der Leyen zu zitieren…..oder gar den Fachdeppen Joe Ackermann….ihr wißt schon den mit der Marionette Lügen-Merkel…..
Bernie, ich bin bei dir, ehrlich… meist zu 100%^^
Karle
@ola
Seit wann duzt’ du?
Schon seit ich der deutschen Sprache und der Differenzierung mächtig bin.
@ T-Fighter !
Du wirst es nicht glauben aber ich kenne selbst einen der vor rund 10 Jahren bei den FDP Bruschen im Europaparlament einen auf hochqualifizierten Laufburschen gemacht hat …
Ich bleibe dabei ! Die Linkspartei sollte sich auf keinen Fall anbiedern !
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=Cj1wcs7SZj0 … ;D
Jim Carrey ist einfach Spitze. Ich glaube ich sollte die ganze Sache nicht so ernst nehmen :/
Linkspartei hat in den alten Bundesländern aber ein grundsätzliches Problem. Würdest du heute die NSDAP wählen, selbst wenn sie sich geändert hätte?
Und für die FDP den Lieferanten zu spielen.. Was soll man davon halten..
Preisfrage: Wie doof muss man sein um die NSDAP in irgend einer Form mit der Linkspartei gleichsetzen zu wollen?
Ach stopp, vergiss es, ich darf den Troll nicht füttern, sonst gibts wieder mecker^^
@ola
So doof wie Milton Friedman und Hayek, die Moses und Aaron der Neliberaliban, zusammen ;-)
Beantwortet das deine Frage?
Amüsierte Grüße
Bernie
Das ist wirklich unter der Gürtellinie jetzt. Menschen mit Hayek oder Friedman zu vergleichen, dürfte einem ernsthafte Schwierigkeiten beim Einhalten der Genfer Konvention bereiten. Also irgendwann muss auch mal nen Punkt gesetzt werden^^
Bist du wirklich so platt oder willst du mich Ärgern ?
Diese üblen vergleiche ziehen geht so was von garnicht !
Aber wenn es dich etwas aufklärt … Was ist den mit der ost Cdu/SPD/FDP SED Kommunisten die ohne jede aufklärung seiner zeit mal so eben verwestlicht wurden (auch blockflöten gennant ! )?
So gesehen ist die ost SED (gut 3/4 der heutigen Linken wenn man es nach über 20 Jahren immer noch so sehen will) besser entkommuistiziert als alle drecksscheisse die du da auch nur annähernd ins Feld meinst führen zu dürfen!
Außerdem hinkt dieser üble vergleich von im vorhinein ! Es sei den
du zeigts mir ein paar Massenvernichtungslager in der DDR .
Soll ich kotzen oder ausflippen ? Das ist jawohl unter aller Kanone !
Ich habe niemals behauptet das die DDR ein sauberer statt war. Aber das führt echt zu weit. Mal ganz davon abgesehen … ( ich muss mich echt zusammen reizen heute)
Wie man es auch sehen will … die Sowejetunion hatte mit Marx soviel zu tun wie die USA mit Rousseau heut zu tage wie damals .
Und da die DDR niemals ein eigengstäniger Statt war und es immer Leute geben wird die aus den verschiedensten Gründen das gute in den dreck ziehen werden ist mir dieses Gespräch auch zu blöde und daher sind alle zeilen eine dreck wert an dich … O.K. ?
Das ist übelste Demagogie was du hier sehr gezielt pallaberst !
Glückwunsch ich bin drauf eingestigen … T-Fighter
Wie alt seid ihr? Und aus welchen Bundesländern kommt ihr?
Hör auf Dinge in Zusammenhänge zu bringen, die nicht viel mit der Frage zu tun haben. Dass die NSDAP nicht so schlimm war wie die SED, ist klar. Aber das war nunmal nicht die Frage.
“Würdest du heute die NSDAP wählen, selbst wenn sie sich geändert hätte?”
Anscheinend nein. Und das ist nunmal worauf ich hinaus wollte. Die große Mehrheit der Menschen in den alten Bundesländern würde niemals ein Kreuz bei einer Ex-SED machen – auch wenn sie sich teilweise geändert hat, denn selbst wenn die SED besser war, ist sie immer noch schlimm genug. Und wenn die Ost-SPD/CDU/etc. nicht unter den Gesamtverband erscheinen würden, dann würde die Mehrheit der Westdeutschen, die ich kenne (100%), da auch kein Kreuz machen. Bringst du Dinge absichtlich durcheinander damit du dich nicht damit beschäftigen muss?
Und was hat die Situation in der DDR, Sowjetunion und der heutigen USA plötzlich mit der Sache zu tun? Dass die DDR und die Sowjetunion für einige Gruppen irgendwo Vorteile hatte, ist praktisch unvermeidlich. Und wo bitte schön ziehe ich die DDR durch den Kakao?
Es sollte heißen:
Dass die SED nicht so schlimm war wie die NSDAP, ist klar. Aber das war nunmal nicht die Frage.
@T-Fighter
Du hast aber deinen Propheten Hayek gut gelesen? Oder?
Seinen “The Road to Serfdom“ von 1944, den ich weiter oben schon erwähnt habe meine ich…..wo er gleich Faschismus und Sozialismus gleichsetzt, um von der eigenen antidemokratischen Gesinnung abzulenken…..
Amüsierte Grüße
Bernie
Es gab keine Ost SPD. Soviel zu Ihrem geschichtlichenHintergrund, der in einer ganz zentralen Frage offensichtlich gegen 0 geht. Nichts für Ungut, ich denke es ist klar geworden worauf Sie hinaus wollten. Und es ist ja auch ein schönes Beispiel dafür, wie der gesunde Volkskörper so tickt. Und wenn wir uns das gut durchlesen, wissen wir auch, dass es völlig Wumpe ist, welches Programm die Linke hat, oder was auch immer.
Das Problem haben eher die fanatischen und unbelehrbaren Antikommunisten mit ihren “Totalitarismus”-Dreck. Nicht Kommunisten sind gleich oder ähnlich Faschisten, sondern Bürgerliche waren und sind Faschisten, Verharmloser und Steigbügelhalter des Faschismus. Solche wie Du, die mit NSDAP-Vergleichen tief ins tiefbraune Klo fassen.
Der kranke Antikommunismus in Westdeutschland ist Erbe des Nazismus, das sich im Kalten Krieg verfestigt hat. Damit muss die Linke sicher leben. Ich denke aber, dass sie das auch kann. Viele Westdeutsche sind so blöd, aber zum Glück bei weitem nicht alle.
Der Artikel hat etwas Richtiges und Wichtiges angesprochen: Die Linke muss sich modernisieren und verjüngen, und zwar nicht bloss an der Oberfläche mit Webauftritten oder Zeitschriftendesign. Aber vor allem muss sie die rechtssozialdemokratischen “Reformer” unter Kontrolle bringen, ebenso wie den “antideutschen” Krawallzirkel.
Derzeit ist die Linke die einzige Partei in der BRD, die überhaupt ein zukunftsfähiges Programm hat, wirtschafts- und sozialpolitisch ebenso wie aussen- und friedenspolitisch. Eigentlich ist sie die einzige regierungsfähige Partei, vielleicht zusammen mit den Piraten.
Es gibt zwar immer noch eine Riesenmenge Verbohrte, die das nicht sehen wollen. Das Problem ist, vor dieser geballten Dummheit und Ignoranz nicht zu kapitulieren.
Dazu gehört schlicht ein langer Atem. Kein Gejammer, wenn mal das Führungspersonal nicht so medientauglich ist, und kein Hecheln hinter der letzten Umfrage. Natürlich auch kein sich Ausruhen auf alten Lorbeeren.
Aber Ratschläge von NSDAP-Vergleichern braucht die Linke so wenig wie vom Verfassungsschutz.
a^2
neben der npd wird auch die linke dort gewählt.
Ich fürchte schlicht dass die Grundeinschätzung falsch ist: dass ein Großteil der Öffentlichkeit irgendwie positiv der LINKEn und ihren Forderungen gegenüberstehen würde. So sehr ich das begrüßen würde fürchte ich, dass die meisten Leute eher strukturkonservativ sind und selbst bei perfektem Verhalten der Partei und freundlichen Medien keine 51%-Mehrheit rauskommen würde.
Puh, endlich mal nen Treffer. Deshalb halte ich es auch für eine utopische Vorstellung, man müsse nur genug Männchen machen. Die einzige Möglichkeit die die Linke hat, ist sich als Helfer in allen Lebenslagen zu präsentieren. Ganz dicht dran am Mensch quasi^^ Alles andere ist und bleibt Gockolores.
Ich bin ganz sicher nicht “struktur-konservativ” und für mich hat die SED-Nachfolgepartei nichts aus dem Scheitern eines völlig lachhaften totalitären Systems namens TäTäRä gelernt.
Genauso fühlen die sich als die “wahren” Vertreter des “wahren” Willen des teutonischen Volkes. Das Volk ist halt nur noch nicht richtig erzogen. Nein, Freunde der Blasmusik, die Realitäten dieses Landes sind deutlich komplexer.
@Bernie
Quatsch. Hayek hatte durchaus vernünftige Ideen, aber die haben alle großen Denker – ich zähle Menschen wie Marx und Engels dazu, aber ich bin von wirtschaftsphilosophischen Standpunkt Ordoliberaler sprich Anhänger der Freiburger Schule. Wozu aber Hayek in die Diskussion donnern? Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich zwar seine groben Standpunkte kenne, seine Bücher aber nie gelesen habe.
Mfg (und sicherlich genauso amüsiert),
@T-Fighter
Tja, dann weißt du also nicht woher deine Vorurteile gegen “Linke” (auch nicht parteigebunden) kommen? Wozu auch?
Hauptsache man grenzt sich von den Markttaliban ab, und behauptet, dass Ordoliberalismus angeblich was ganz anderes sei als der – 2008/09 – gescheiterte Neoliberalismus.
Obwohl? Heißt der Neoliberalismus neuerdings im FDP-jargon nicht auch wieder anders?
Hab da mal was läuten gehört, dass Westerwelle/Rösler mit neuen Begriffen für ihre gescheiterte Ideologie um sich werfen…..nur mal so am Rande erwähnt….
Im Begriffe erfinden sind ja Marktradikale auch unschlagbar, wenn deren theoretische Ideologien im realen Leben gescheitert sind, und zwar ebenso wie darin mehr Staatsknete abzugreifen wie alle Hartzies Deutschlands, und die Arbeitslosen Resteuropas zusammen…. – Zombie-Kapitalismus wird das bereits in den USA/GB genannt.
….eine tote Ideolgie via Milliardenspritzen am Leben zu halten….meine ich…..
Das ist übrigens der Unterschied des Neoliberalismus bzw. der Markttaliban zum gescheiterten autoritären Sozialismus/Kommunismus – die sind, wie auch der britische Historiker Archie Brown meint, zum Glück seit 1992 mausetot, und alles was heute als “kommunistisch/sozialistisch” im alten Sinne – eben dem des mausetoten autoritären Staatskommunismus – gilt, ist in Wahrheit wohl eher eine Art “Staatskapitalismus” autoritärer Prägung – z.B. die Volksrepublik China, oder sogar das Kuba Castros. Einzig Nordkorea könnte noch, aber der große Bruder Nordkoreas ist China, ergo ist auch Nordkorea wohl eher staatskapitalistisch zu nennen, als sozialistisch….Fazit: Kommunismus/Sozialismus mausetot, und das weiß auch die Linkspartei….nur deren Gegner eben immer noch nicht…..
Amüsierte Grüße
Bernie
Freiburger Schule? Ordoliberalismus? War da nicht mal etwas mit Hitlers Lieblingskonzern IG Farben?
?????????
Ich weiß nicht warum du glaubst, dass ich Vorurteile gegen Linke hege. Die Links-Rechts-Unterscheidung missfällt mir persönlich auch. Da scheint mir das Konzept der Piraten besser.
Ich habe in meinen ersten Post bloß darauf aufmerksam gemacht, dass hier viele Ausagen, die eher dem linken Lager zugeordnet werden, geäußert werden. Und bisher war nur “der Herr Karl” bereit mit mir ernsthaft zu diskutieren (leider offenes Ergebnis). Die restlichen Teilnehmer haben sich geschickt um die Fragen gedrückt.
Und in der Finanzkrise hättte ein Liberaler die Banken pleite gehen lassen und die Verluste sicherlich nicht “sozialisiert”. UND BITTE: Ich weiß selbst, dass die Sozialisten sich unter Sozialismus etwas anderes vorstellen als die Verluste der Banken zu übernehmen. Aber glaube mir: Ein Liberaler stellt sich unter Liberalismus auch etwas anderes vor als die Verluste der Banken zu übernehmen. Im Ordoliberalismus geht Freiheit mit Eigentverantwortung einher. Die Banken hätten demnach haften müssen. Dass das nicht geschehen ist, ist der wahre Grund warum die FDP so vor sich hinmurkst. Westerwelle hat in der Opposition noch gegen die Staatshilfen gewettert..
Und tu nicht so als die Liberalen alleine versagt hätten siehe DDR und Sowjetunion, wo auch dauernd mit der Unterscheidung Theorie und Praxis gespielt wird. Zudem haben die meisten Verluste nicht die Privatbanken, sondern die Landesbanken gemacht. Ein typisches Staatsversagen.
Das ist vor allem eine typische Falschaussage. Ich möchte ja nicht ketzerisch erscheinen, aber hier, in diesem blog, derart neben der Spur zu argumentieren ist vermutlich eher nicht die geschickteste aller Möglichkeiten. Bei focus oder welt online mag das alles noch unwiedersprochen durchgehen, aber hier eher nicht.
Dass ist leider keine Falschaussage.. Praktisch gesehen haben die Landesbanken sogar mehr verzockt als die Privatbanken.. Weißt der Teufel was sie dabei geritten hat..
erstmal hat der neoliberalismus in dem kontext ggü dem sozialismus einen entscheidenenden nachteil (wobei ich jetzt hier keine lanze für eine ideologie brechen möchte): sein paradigma führt praktisch dazu, dass unternehmen/banken/private die möglichkeit bekommen too big too fail zu werden. und wie man gesehen hat: sie werden es auch. und erzähl hier bitte nix von wegen westerwelle hat damit seine partie ruiniert. man kann eher sagen, dass da ein neoliberaler mal über seinen ideologischen horizont hinaus geblickt hat. was wäre denn praktisch bei einem zusammenbruch des finanzsystems für den großteil der menschen bei herausgekommen? inner theorie kann man dann ja die banken ruhig abkacken lassen, weil sie es sich schließlich selber eingebrockt haben, aber in der praxis nunmal nciht.
DAS ist der grund, warum banken usw. eben gerade reguliert werden müssen.
wenn ich mich nicht irre, sieht der ordoliberlismus doch sozusagen auch regulierungen für banken usw. vor, um obiges zu verhindern, bzw. sie auch tatsächlcih pleite gehen lassen zu können?
@T-Fighter
Die Liberalen sind vom Großkapital auch nur benutzt worden. Es ging nie darum den Ordoliberalismus zu praktizieren. Schließlich hätte das beispielsweise die Zerschlagung von Großkonzernen bedeutet. Was natürlich nicht in deren Sinn (der Großkonzerne) ist.
Ziel war lediglich die vermehrte Umverteilung von unten nach oben. Also die Akkumulation von Kapital und damit Macht in den Händen einiger Weniger. Das Ziel wurde und wird erreicht.
Der Rest ist Propaganda. Da wird dann auch mal in die liberale Tüte gegriffen, wenn es der Sache dienlich ist. (also der Umverteilung von unten nach oben).
Ja, die Liberalen wurden verarscht. Ich dachte zuerst als Brüderle das Entflechtungsgesetz angeschoben und die Opel-Hilfen verwehrt hat, dass da sich endlich etwas bewegt, aber es tut sich einfach nichts..
Es stehen einfach handfeste wirtschaftliche Interessen philosophischen Ideen im Weg. Wenn die großen Konzerne mit dem Auszug ins Ausland drohen, kann der kleine Politiker auch nicht viel mehr tun – außer seine Wiederwahl ist wirklich akut (Atomausstieg).
@ola
Ich meinte damit den SPD-Teil der SED, welche ja aus der Fusion von KPD und SPD entstand. Da war doch offentsichtlich. Schön, dass Sie es anscheinend “besser” wissen. *schmunzel
Sollten wir uns sparen … ich will dich auch nicht überzeugen …
Diese Piselichkeiten sollte man sich angetrunken bis betrunken auch ersparen ? !
Oder ?
Ich bin nebenbei noch hier unterwegs … ;)
http://www.nasa.gov/multimedia/isslivestream.asx
http://www.youtube.com/watch?v=1n2AICdVv3g
so dann ! ;)
Also ist die Linke eigentlich die SPD? ^^ Floet
Schön, dass Sie Ihren Humor noch nicht verloren haben :D. Ich weiß, dass Sie wissen, dass ich weiß..
Dass ist leider keine Falschaussage.. Praktisch gesehen haben die Landesbanken sogar mehr verzockt als die Privatbanken.. Weißt der Teufel was sie dabei geritten hat..
Ich weiß nicht woher Sie Ihr Wissen beziehen, aber von den genannten Banken, sind nur die Commerzbank und IKB-Bank relevant. Die Deutsche Bank hat dem Staat glücklicherweise nichts gekostet. Die IKB-Bank gehörte leider auch vorher schon zum Teil dem Staat. Sie haben außerdem die HRE vergessen, die wohl wichtigste zu nennende Bank vor der Commerzbank.
Ich bitte auch Sie: Informieren Sie sich über die Kosten, die die Landesbanken verursacht haben. Ihnen wird ein Lichtlein aufgehen, wer hier in weit größerem Umfang versagt hat.
Die Bundesregierung gab auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion die Auskunft, dass Garantien zu ungefähr 80% an Privatbanken und zu 20% an staatliche Banken gingen. Für den Zweck der Rekapitalisierung ist das Verhältnis noch ausgeprägter, private Banken erhielten 90% und staatliche 10%. Die Angaben über den Anteil der deutschen Staatsbanken sind nicht einheitlich, er sollte ungefähr bei 45% liegen. Ein Vergleich der Beiden Banktypen ist bei dieser Quote durchaus möglich.
Für die 80% gibt die Regierung die Banken HRE und IKB an. Doch auch andere private Banken profitierten von der staatlichen Hilfe. Insgesamt sind 147 Mrd. Euro an vier deutsche Banken als Garantie oder Beihilfen transferiert worden, 87 Mrd. Euro davon hat die HRE erhalten. Private Banken hielten Papiere von der HRE im Wert von 12,85 Mrd. Euro, die sie bei staatlichem Nichteingriff hätten abschreiben müssen. Vor allem die Deutsche Bank rühmt sich, unbeschadet und ohne Hilfe durch die „Krise“ gekommen zu sein, obwohl sie direkt aber durch Umwege von staatlichen Geldern profitierte. Die Undurchsichtigkeit der Verhältnisse und die damit einhergehende Vertuschung von Fehlleistungen macht es den privaten Banken möglich, schon jetzt riskante Investitionen zu tätigen und ihre eigentliche Aufgabe, die Kreditvergabe, zu vernachlässigen.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/010/1701056.pdf
Boah wie ich das hasse, wenn Leute sich ordoliberal nennen, aber zu faul sind, sich eigenverantwortlich zu informieren. Da muss ich alter Mann wieder kramen gehen.
Sie haben den typischen Fehler gemacht und nicht zwischen den wirklich abgerufenen Kosten, den Krediten, die man womöglich noch zurückbekommt und den Garantien unterschieden. Fällt Ihnen dabei nicht etwas auf? Außerdem zählt man die IKB auch zu den Staatsbanken.
Ich glaube ich gehe jetzt wirklich ins Bett. Ich werde hier absichtlich für dumm verkauft. Wenn Sie weiter Ihren Tunnelblick folgen wollen, dann tuen Sie es ruhig weiter. Wenn nicht, dann suchen Sie bitte weiter nach den Kosten der Bankenrettung und nach dem derzeitigen Wissensstand.
Das ist der Grund dafür, warum ich eigentlich nicht mehr bereit dazu bin, mich auf Diskussionen mit Idioten einzulassen^^
Vorhin kam irgendwo die Frage nach der Macht von Bertelsmann und Springer auf und man wollte Beweise. wenn Sie sich T-fighter ansehen, der nur exemplarisch für c.a. 90% deutsche Michels steht, dann haben sie alle erdenklichen Beweise in einer Hand. Der Junge ist jetzt so fertig, dem ist sein ganzes bisheriges Weltbild weggebrochen. Was ihn aber nicht daran hindern wird, morgen wieder woanders den gleichen scheiss zu erzählen. Das ist Ideolgische Indoktrinierung vom Feinsten. Und die IKB ist doch eine Staatsbank weil ich das so will^^
Das ist bezüglich der Deutschen Bank so falsch, dass es mir eigentlich die Sprache verschlägt! Darum hier weiter:
“leitartikel: deutsche bank Dreck am Stecken”
http://www.financial-crimes.net/FinancialCrimes_online-end-2.pdf
Da fällt mir nur folgende Webseite ein: http://www.sueddeutsche.de/kultur/peanuts-dilbert-co-team-building-extrem-1.1261577-6
That` s it.
@ola
Ein letzter Kommentar:
http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Studie-zur-Finanzkrise.html
Anscheinend schaffen Sie es nicht einmal Infos aus dem Netz zu ziehen :D. Sind Sie arbeitslos? Vermutlich ja. Ansonsten hoffe ich, dass Sie keine wirtschaftlichen Entscheidungen treffen müssen. Ansonsten habe ich mit Ihren Arbeitgeber Mitleid. Und machen Sie sich keine Hoffnungen dumm bin ich nicht ;)
@T-Fighter
Kannst Du nicht wieder in Deinen Stammforen beim SPIEGEL-Mob oder beim Stürmer herumprollen? Es ist eklig.
Ich mag das Spiegel-Forum nicht. Da schreiben zuviele Leute mit Halbwissen und weil die Antworten nicht in Echtzeit erscheinen, kann man denen nicht einmal erklären warum manche Antworten so derart daneben liegen. (Es gibt ja auch vernünftige Antworten, die mir nicht gefallen.)
Info aus Quelle A ist böse, weil Quelle B (,die mir gefällt,) es so sagt. Ob aber Quelle B komplett daneben liegt.. Es fehlt die kritische Distanz zu beiden Seiten.
Ich habe hier wohl überreagiert, aber man antwortet mir hier auf einer Art und Weise, die einfach nur ausweichend und oberflächlich ist. Manche können einfach nicht zugeben, dass sie eigentlich nicht viel vom Thema wissen und ihr bisheriges Wissen oberflächlich aus einzelnen Artikeln aus Blogs und Foren beziehen ohne die größeren Zusammenhänge zu kennen.
Und wenn du genau schaust, dann bin ich die ganze Zeit vernünftig gewesen, bis ola es nicht lassen konnte, jeden meiner Sätze umzudrehen und auf herablassenden Art zu sagen, dass meine Infos falsch sind. Dass er am Ende bisher in keinen Punkt Recht behalten hat, ignoriert er einfach.
————-
1. Bitte nicht persönlich werden.
2. Bitte beim Thema des Artikels bleiben.
Na ja, Selbstüberschätzung……kann ja mal vorkommen.
Blog-Wart
@ Tee-Fighter
Wenn Dir, wie aus Deiner inzwischen gelöschten??? Antwort auf meinen Kommentar zu entnehmen, die Expertise der „Financial Crimes“ nicht ausreicht, wie wäre es denn hiermit:
„… Schwere Vorwürfe gegen Deutsche Bank
Der 650 Seiten starke Bericht liegt jetzt vor und er lässt an den Investmentabteilungen der Deutschen Bank und Goldman Sachs kein gutes Haar. Beiden Banken werden in dem Bericht „schäbige, riskante und betrügerische“ Praktiken vorgeworfen.
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/deutsche-bank-und-cdos-oder-wie-man-schrottpapiere-losschlaegt-und-dab/
Wer dann auch noch das eigenen Versprechen, hier in Zukunft zu schweigen , nach ein paar Minuten bricht, muss sich nicht wundern nicht mehr ernst genommen zu werden.
Deine Behauptung
wurde in der Antwort plötzlich zu
Da sage ich denn auch, so argumentiert ein Ignorant der
Soweit zu vorhandenen Mathe, Wirtschafts- und in Deinem Falle, Kenntnissen der elementaren Logik. ;-)
Weil die Deutsche Bank nur indirekt davon profitiert, dass sie bei einem Ankauf auch im Boot saß. Und das war in diesem Fall nicht zu vermeiden gewesen.
Es ist natürlich möglich zu argumentieren, dass die DB dadurch dem Staat etwas gekostet hat. Wenn man aber die Logik so weiterverfolgt, dann könnte man auch argumentieren, dass die ganze Sache uns nichts gekostet hat, weil ohne die Bankenrettungen die Wirtschaft indirekt zusammengebrochen wäre. Wir haben ja indirekt davon profitiert..
Beides wäre abhängig von dem zu betrachtenden Aspekt richtig, aber es ging hier um die direkten Kosten der Bankenrettung.
da hast du den faden verloren. HIER, also in diesem blogeintrag und der diskussion dazu ging es ganz eindeutig um die unterstützung für die partei DIE LINKE.
es geht hier überhaupt nicht darum, dass du das thema umdrehst. du bist am falschen ort.
T-Fighter
Doch, Sie sind ein Volltrottel.Und zur Krönung präsentieren Sie uns jetzt eine “Studie” der INSM. Das ist wirklich der Oberhammer.
Haha, Herr Berger, die “Studie” kennen Sie? Das ist der absolute INSM Oberhammer.
Dass die INSM von den Arbeitgeberverbänden gesponsert werden ist mir auch klar ;). Aber hingegen zu Ihnen kann ich die Studie lesen und verstehen. Ich wahre durchaus eine kritische Distanz. Sie schaffen das anscheinend nicht. (Weder Distanz halten noch verstehen.)
Alleine schon zu glauben, dass die IKB bei einen staatlichen Anteil von mehr als 30% eine echte Privatbank wäre, ist sowas von peinlich. Wissen Sie eigentlich wieviel Macht man mit einen solch hohen Anteil hat? Und wieviel Einfluss und Kontrollmöglichkeiten?
Vermutlich nicht. Anscheinend haben Sie einfach keine Ahnung und brillieren mit schnell aus dem Internet zusammengestellten Halbwissen.
Was für ein peinlicher Trollversuch. Ist das mal wieder ein Intrusionsversuch der Spindoctors? Falls ja, wird das Personal nicht intelligenter.
Wir “lernen” also, dass eine 70%-Mehrheit nicht ausreicht, damit sich die “Marktkräfte” durchsetzen. Die Verantwortung für Fehlentscheidungen trägt vielmehr die 30%-Minderheit. Wozu brauchen wir dann noch Privatunternehmen?
a^2
“Wir “lernen” also, dass eine 70%-Mehrheit nicht ausreicht, damit sich die “Marktkräfte” durchsetzen. Die Verantwortung für Fehlentscheidungen trägt vielmehr die 30%-Minderheit. Wozu brauchen wir dann noch Privatunternehmen?”
Gegen einen Eigentümer mit 37% ist es schon ziemlich schwer etwas, was er nicht will, durchzubringen. Darum geht es aber gar nicht. Man muss ja unterscheiden. Die meisten Eigentümer (und hier war der Staat sogar größter Eigentümer) treffen im operativen Geschäft normalerweise keine relevanten Entscheidungen. Worauf ich hinaus wollte, ist das der Staat die Schuld bei der IKB nicht auf die Privatwirtschaft abwälzen kann. Dafür hat er einfach zuviel Einfluss, Macht und Kontrollmöglichkeiten gehabt. Der Staat wusste Bescheid. Er hat aber mitgezockt. Und da hat der Staat nunmal komplett versagt.
Das ist doch alles völliger Gockolores. Die KfW wurde von der INSM Sponsortruppe 2001 angefleht, die Anteile an der Bank zu übernehmen, weil man in diesen Kreisen Angst vor der Übernahme durch den bösen Ausländer hatte. Selbst konnte man sich nicht beteiligen, fand aber, die Bank habe eine zentrale Bedeutung zur Finanzierung der teutonischen Industrie, Die KfW hat die ganze Zeit über im operativen Geschäft gar nichts gemacht, null, nada, nichts. Die IKB als Staatsbank zu bezeichnen ist an Lächerlichkeit und Naivität kaum noch zu überbieten, wie auch ein kurzer Blick auf das damalige Führungs und Aufsichtspersonal eindrucksvoll bestätigt. Das hier ist nicht einmal Kindergarten, das ist Säuglingsstation.
Der Herr Diskutant akzeptiert ja selbst eine Einlassung der Bundesregierung, in der die KB selbstverständlich als Privatbank geführt nicht und führt selbst genau jene Halbkriminellen von der INSM an, die den ganzen Schlamassel angerichtet haben und jetzt nichts mehr davon wissen möchten. Muss man auf so ein naives Gemache wirklich noch antworten? Ich denke mal nein.
Lassen Sie uns aus menschlichen Gründen auf “staatlich gelenkte” Bank einigen bevor wir uns hier zerfleischen. Im Aufsichtsrat saß auch der allseits geliebte Assmussen eine zeitlang als Vertreter des Bundes sprich da saß immer einer vom Staat, der aufpassen sollte. Der Staat hätte Bescheid wissen und seiner Aufsichtspflicht nachkommen müssen.
Und wenn die Bundesregierung die IKB unter Privatbank einordnet, obwohl sie so einen hohen Anteil hält, befindet sich das in der Grauzone. Sie sind doch ansonsten gegenüber der Regierung so skeptisch. Warum diesmal nicht?
Hehe, unglaublich. Bleiben Sie weiter knusprig.
Moin.
Darf ich mal um allgemeine Mäßigung bitten? – Die IKB war Müllabladeplatz für Schrott- Anleihen, genau so wie HRE. Wie Joe die IKB vorgeführt hat, war echt filmreif. Steinbrück und Asmussen bei der HRE auch.
Kümmern wir uns doch bitte wieder um das Thema des Artikels: Die Linke und warum sie nicht aus dem Quark kommt. Ich werde dazu auch noch etwas sagen, bin aber gerade als remote service mit ´ner Bremsanlage beschäftigt, das geht vor.
gruß f
Bleibt mir bloss so ;)
Lustige Sache, wie sich die werten Kommentatoren über eine Zukunft der Linken die Köpfe zerbrechen. Meine Prognose: Die packen das nie. Die einfache Rechnung sieht so aus: In Deutschland gibt es gut 20 Mio. Rentner. Die absolute Mehrheit von denen will, daß sich nichts ändert, denn den meisten geht es (im Moment) noch richtig gut. Das Dumme ist, daß die wählen gehen, ganz im Gegensatz zur jungen Generation. Und warum sollte diese wichtigste Wählergruppe die Linke wählen? Das wird nie passieren!
Zur Außenwirkung der Linken: Sie kommen in den Medien praktisch nicht vor, außer, wenn sie sich selbst zerfleischen. Und das können sie gut, denn auch sie denken nur an das nächste Pöstchen, das ein paar Jahre das Auskommen sichert. Ganz normale Leute eben, mit ganz normalen Existenzsorgen.
Die Parteispitze hingegen könnte man als eine Art Salonsozialisten bezeichnen. Das ist schlicht und einfach sattes Bürgertum. Ich habe bis heute nicht verstanden, was eine Frau Wagenknecht eigentlich so interessant macht. Hat sie jemals an der Basis gearbeitet? Hat sie einen ordentlichen Beruf? Ich habe es einfach satt, daß mir diese lupenreinen Theoretiker die Welt erklären wollen. Das betrifft natürlich auch alle anderen Parteien. Und wenn dann noch ein Gregor Gysi für eine weitere Verschuldung der öffentlichen Hand zur Finanzierung des Bildungssystems plädiert, dann muß ich nicht mehr zuhören.
Und wem hörst Du dann zu? Den nachweislichen Vollversagern der CDUSPDFDPGRÜNE-Mischpoke? Der NPD? Den Piraten?
Da Du nicht zuhörst, weisst Du übrigens nicht, was gesagt wurde und worum es geht. Und spielst Dich gleichzeitig als Beurteilungsinstanz auf .., LOL
Wagenknecht ist für die bürgerlichen Medienkonzerne einfach so schön harmlos und ungefährlich und darum so politisch bürgerlich attraktiv – gleiches gilt für Gysi, nur das da, die geschliffene Wortgewandtheit als wichtig von diesen empfunden wird.
In den Ghettos dieser Republik bildet sich dagegen eine ganz andere junge Generation von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, und bei denen man mit Marktangeboten, sich gewaltig eine aufs Maul einfängt und dazu die nächste Nachbarin verkauft bekommt.
Das glaube ich nicht. Wie zuvor Oskar haut sie den Ordoliberalen ihre Ideale um die Ohren – gekonnt und fundiert.
Das bleibt nicht ohne Wirkung bei den Gebildeten unter ihren Verächtern.
Nun Freunde auch der Linke Gregor Gysi gehört zu den Top Verdienern bei Honorarvorträgen .. er ist in seiner Abkassierermentalität nicht besser als Suupeer Steinbrück der die Liste der “Stufe 3 ” Vorträge anführt .“Stufe 3″ ist die problematischste aller Angaben bei Nebeneinkünften. Denn durch sie wird schlicht verschleiert, ob ein Abgeordneter 10.000 oder 500.000 Euro kassierte. Gesichert ist allein, dass das Honorar über 7.000 Euro lag… Wenn ich so ‘ne Steuererklärung bringen würde .. hab’ Stufe 3 verdient *lol*
So und nun .. wer glaubt die Linken Top Redner ,die in der Wirtschaft Summen über das Jahr ,als Nebenverdienst, zusammenreden, die der normale Lohnabhängige trotz 50 Stundenwoche harter Arbeit im ganzen Leben nicht erwirtschaftet , würden sich ihre Brunnen vergiften,indem sie ernsthaft diese für alle ,besonders für deren Auftraggeber aus Kapital und Wirtschaft ,erträglichen Zustande ändern ..der soll sich in ärztliche Behandlung begeben .. es ist nur eine Frage der Zeit bis wir eine Frau Wagenknecht in diesem erlesenen Kreis begrüßen dürfen … oder Piraten oder oder
fragt euch doch selbst … wo gibt’s die Kohle,wo die leckeren Vorstandspöstchen,Schmiergelder,Einladungen,Billigkredite etc…blabla …Geldwerter Vorteil ..
Doch nicht beim kleinen Bürger .. Mann Mann Mann
warum sollen die kaum an den Fleischtöpfen etwas für die da unten tun .. aus Ehrgefühl Muhahahahahaa
FACE THE REALITY NOW … WE’RE FUCKED
Auswege … Alles was nicht legal ist .. denn sonst ist es ungeeignet irgendetwas zu ändern !
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Also sind Sie nur links weil das System Ihnen nicht genug Hummerstückchen zuwirft? Das ist ihr Menschenbild?
Oder um es mal mit Ihren Worten zu sagen:
MUAAAAAAAHHHH
Also sind Sie nur links weil das System Ihnen nicht genug Hummerstückchen zuwirft? Das ist ihr Menschenbild?
Also sind Sie nur links
weil das System Ihnen nicht genugweil sie zu den Hummerstückchen wollen .. Das ist mein Politikerbild !hat’s nicht einer bei den Piraten erst bei der Ju und CDu versucht .. keine Karriere gemacht also ab zu den Piraten ..?
Grüner Fischer …. ?
Wie blind bist du ..? Wer beißt die Hand die ihn füttert ….. ?
WACH AUF !
Hmm, Ihnen hilft nur noch die Monarchie.
Sarah Wagenknecht mit Heiner Geissler im Gespräch:
http://www.sahra-wagenknecht.de/serveDocument.php?id=195&file=d/4/e00.pdf
Teil 2
http://www.sahra-wagenknecht.de/serveDocument.php?id=196&file=4/1/6283.pdf
So Sympathisch mir Frau Wagenknecht geworden ist, es sind genau diese Aussagen die den Bürger erschrecken, warum soll ein Erbe ab 1 Million Euro zu 100% besteuert werden? Zumal das geerbte Vermögen schon längst besteuert wurde? Bedeutet das dann auch, das geerbte Immobilien bei einem Wert ab 1 Million ebenso besteuert werden? Verstehe nicht weshalb Fr. Wagenknecht das Kind mit dem Bade ausschütten möchte?, es gibt bestimmt andere Baustellen die aus gesellschaftlicher Sicht viel schneller und effektiver angegangen werden müssen. Da muss ich Herrn Geissler zustimmen, aber nicht in Regierungverantwortung, wird sein soziales Gewissen zur Makulatur, denn es zeigt einmal mehr wer uns eigentlich Regiert.
Natürlich kann es innerhalb einer Diskussion wegen unterschiedlichen Meinungen auch mal “Derb” zugehen, aber das geht auch ohne Schimpfwörter! Das ist jetzt nicht ausschließlich gegen dich gerichtet!
@Mod:
Also wenn die Bemessungsgrenze das Problem ist, darüber kann man doch reden. Was würdest du denn als vernünftige Grenze vorschlagen?
Es geht nicht darum was ich vorschlagen würde?, es gibt geeignetere Methoden eine Demokratie zu schützen und darum geht es doch? Eine Bemessungsgrenze in dieser Form wäre unnötig. Es geht doch um den ausufernden Raubtierkapitalismus mit seinen Folgen?, zudem werden ererbte Vermögen schon besteuert, das hat alles nichts mit der aktuellen Situation und den Folgen zu tun. Superminister Clement z.B. hätte er die Agenda unterstützen dürfen als Minister und Chef der größten Zeitarbeitsfirma in Europa?, die Zerschlagung unserer sozialen und bewährten Systeme, für die uns die halbe Welt beneidet hatte, waren Kriminell. Wenn ich etwas ändern möchte dann doch nicht indem ich potenzielle Wähler erschrecke?
Über eine konfiskatorische Steuer brauchen wir nicht zu diskutieren, die hat das BVerfG verworfen: Verstoß gegen Art 14 GG. Das weiß sicher auch Frau Wagenknecht. Deshalb ist eine Wunsch- oder Symbolaussage, aber auch als solche kontraproduktiv.
Die skandinavischen Länder gelten doch sonst als Orientierung in Sachen Sozialstaat. Wie halten es die mit der Erbschaftsteuer?
Natürlich geht es darum. Ganz offensichtlich findest du 1 Million eine zu niedrige Grenze, insbesondere wenn Immobilien mit eingerechnet werden. Das schließe ich aus deinem vorherigen Kommentar. Aber wenn du so etwas in den Raum wirfst, dann solltest du schon auch eine Vorstellung davon haben, was für dich in Ordnung wäre.
Übrigens ist sich Wagenknecht sicher auch darüber im Klaren, dass 1 Million ziemlich niedrig angesetzt ist. Aber das ist doch alles nur Taktik: man stellt überzogene Forderungen, um am Ende etwas Vernünftiges durchsetzen zu können.
Das einzige Problem ist, dass die potentiellen Anhänger der Linken zu dumm sind, um solche Taktiken zu erkennen und mit zu tragen, und sich statt dessen gegenseitig zerfleischen. Und, dass es niemanden mit dem Budget einer INSM gibt, der solche Ideen durch gut gemachte Werbekampagnen massiv verbreitet.
Man kann ja das eine tun und das andere nicht lassen. Ganz ehrlich, wenn das Eigentum an Firmen über eine höhere Erbschaftssteuer langfristig (also im Laufe von einigen Generationen) zu wachsenden Anteilen an die Gemeinschaft geht, und die damit verbundenen Stimmrechte an die Belegschaft übergeben werden, ist das denn nicht ein Ansatz, um die Demokratie zu schützen und Raubtierkapitalismus zu bändigen?
Es ist kein Wunderheilmittel, schon allein, weil es ein sehr langsam wirkender Prozess wäre. Aber es könnte eben eine positive Maßnahme unter vielen sein.
Es geht weder um Belegschaft noch um Erbrecht, und sagen sie nicht ein über Belegschaft aufgestellter Betrieb wäre am Markt erfolgreicher?, diese Dynamik bei Entscheidungen möchte ich sehen? Freie Unternehmer in einer sozialen Marktwirtschaft beinhalten auch Grenzen, weil eben Eigentum verpflichtet, oder verpflichten sollte? Darum geht es doch und wenn sie mir unterstellen ich wäre bei 1 Million abgeneigt, haben sie meinen Beitrag nicht verstanden? Nicht um eine Million!!
Das hört sich alles schön und gut an, aber wie macht man das konkret? Phrasen wie “Eigentum verpflichtet” sind toll, und haben ihren Platz. Aber was sind die ganz konkreten Gesetzesvorschläge, die daran gebunden sind?
Ich finde es einfach schade, wenn ein ganz konkreter Vorschlag, der in die richtige Richtung geht (vielleicht etwas zu weit, aber darüber kann man ja wie gesagt diskutieren), abgeschossen wird, und nur durch unscharfe Phrasen ersetzt wird anstatt durch einen konkreten Gegenvorschlag.
Ich will doch nur dazu ermuntern, dass eine klare Aussage gemacht wird. Und zur Erbschaftssteuer hast du eben noch keine klare Aussage gemacht, außer dass du eine 100%-ige Besteuerung ab einer Million schlecht findest.
Ja die finde ich ja auch schlecht, und zwar aus zwei Gründen. der erste wäre das ich es nicht als gerecht empfinde, wenn eine Familie die über Generationen hart gearbeitet hat und dadurch ein kleines Vermögen entstanden ist, durch eine 100% Besteuerung enteignet werden würde. Da würde ich lieber von der Linken hören und jetzt kommt zweitens, die Schlupflöcher im Steuerrecht zu beseitigen, die es z.B. großen Unternehmen ermöglichen Milliarden am Fiskus vorbei, nicht zum Wohle dieses Landes zu schleusen? Gleichzeitig wären eine Menge anderer Dinge wichtiger in unserer politischen Landschaft, damit es wieder gerecht zugeht. Angefangen bei der Agenda 2010, über Riester und Rürup bis hin zum Bildungssystem und der Einfluss darauf aus Industrie und Wirtschaft.
Es ist einiges zu tun und deshalb verstehe ich nicht,warum die Linke ihre evt. Wähler verschreckt? Reichtum ist doch keine Schande? Die Interessen des damaligen Bundesregierung unter Schröder, die es ermöglichten Wasserwerke zu verscherbeln (PPP), Arbeitnehmer zu enteignen, mit den Folgen das Armut ein ständiger Begleiter im Alter wird und eben besagte Unternehmenssteuerreform, alles Programme die von Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft ausgearbeitet wurden, sind hochgradig Kriminell und dienen nicht zum Erhalt einer Demokratie, mit dem Anspruch einer sozialen Marktwirtschaft. Die angezettelten Kriege gegen Jugoslawien, der Einsatz in Afghanistan, oder die Beteiligung an dem Irakkrieg standen nie auf dem Boden rechtsstaatlichen Handelns. Es gibt genug zu tun, weshalb kommt da nix ist die Frage! die sich mir stellt.?
Jutta Ditfurth. … Was sie reden, was sie tun
LESENSWERT !!
Daran kannst du den Werdegang jeder anderen Partei ablesen ..!
Die Geschichte lehrt uns dass uns die Geschichte nicht’s lehrt !!
….sieht man an dir ;-)
@Lazarus09
Na, da hoffe ich, dass ich bald Zeit zum Lesen finde – meine Freundin hat es mir zu Weihnachten geschenkt :-).
Leg’ dir einen Sandsack bereit fall’s du das dringende Gefühl hast wo rein hauen zu müssen ( den Jockel wirst’e ja nicht bekommen ) …. du wirst ihn brauchen !
666
Erstaunlich wie das “damals” war…
http://www.sueddeutsche.de/bayern/linke-in-bayern-auf-die-linke-tour-1.1263397
Wer solche (Partei-) Freunde hat, braucht keine Feinde mehr:
http://www.taz.de/Linke-Dossier-gegen-Parteigenossen/!86220/
Moin,
vielleicht erklärt sich das Chaos bei der Linke(n) auch etwas durch unsere Geschichte: Von 33 bis 45 interniert, umgebracht, Strafbattalion etc., war wohl nur noch ein kleines Häuflein über, das nach 45 sich argumentativ gegen eine Mehrheit wehren musste, die den “Iwan” niedermachen wollte und die Niederlage (und oft auch die Kriegsgefangenschaft) als großes Unrecht empfand. Dann zerlegte Kurt Schumacher Ende 45 noch die SPD in zwei Teile, so dass der Exilausschuss in Berlin – der von London zurückgekommen war – sich vor dem Problem sah, gegen die von der Besatzung logischerweise protegierte KPD nicht ausrichten zu können. Die “Zwangsvereinigung” wäre nie gekommen, wäre die SPD noch eine Partei gewesen. Die DDR war dann ein hilfloser Versuch, gegen alle Reparations- und Arbeitskraft- Verluste einen “sozialistischen Staat” zu entwickeln mit allen Problemen der 1 : 1- Übernahme der Zentralverwaltungswirtschaft. 1961 musste der Laden nach Westen hin zugemacht werden, denn sonst wäre er da schon fällig gewesen.
Sieht man sich die West- Seite an, so wurde mit KPD- Verbot und den internen Säuberungen in SPD und Gewerkschaften ( bestes Beispiel: Viktor Agartz) der letzte Rest linken Gedankenguts beseitigt. Und Willy Brandts “Berufsverbote” besorgten selbiges bei den Mitte der 60er entstandenen linken Bewegungen. Interessanterweise belegte man nicht die Intellektuellen mit dieser Strafe, sondern Postboten und Berufsschulpauker. Wohl wissend, dass an der Basis Ruhe einkehren müsse. (Ich selber war 1968 noch Mitglied im AUSS = Aktionsgemeinschaft unabhängiger und sozialistischer Schüler, sponsored by IG- Metall). Was kam nachher? – Ein paar dusslige Studentenparteien wie KPD/ML, KB/ML, hassenichgesehen. Wir konnten die Arbeiterklasse nun mal nicht politisieren, weil, das war den alles Jacke wie Buxe. Und Baader- Meinhof und Cie besorgten der Gegenseite die Argumentationslinie, dass Linke in letzter Instanz doch nur Mörder sind. Dabei halte ich die Konstruktion der RAF bis heute für ein Projekt durchgeknallter Bürger- Blagen, die, hätten sie alles nicht selbst erfunden, von der Politischen Polizei in Berlin (West) auch selbst hätte kreiert werden können.
So, und jetzt gehen wir auf 1990, und ein von der Zentralverwaltungswirtschaft und ihren politischen Oberbau dusslig gequatschter Bevölkerungsteil wird zur Alt- Bundesrepublik rückabgewickelt. Was bitteschön, soll denn da an linkem Wissen/Forschung etc. pp. erhalten geblieben sein. Kennt hier noch jemand die Bücher von Jürgen Kuczynski zur deutschen Wirtschaftsgeschichte? Oder die Übersetzungen/Neuveröffentlichungen von Smith, Ricardo oder List der Akademie der Wissenschaften in Berlin (Ost)?
Und so, wie uns beigebracht wurde, alles in der DDR sei Kernschrott gewesen, muss man heute sich mit veröffentlicher Meinung in der Richtung beschäftigen wie Wagenknecht = Hummer essen, Ernst = Porsche fahren, Lötzsch = Fidel loben. Das ist halt das Argumentationsniveau der Gegenseite und das Schlimme ist, das kommt bei den Kindern und Enkeln der Kriegsheimkehrer sogar an. Gegen diese Dumpfbackigkeit Politik zu machen, stelle ich mir nicht einfach vor. Marx verstand Gewerkschaften mal als “unmittelbare Organisation der arbeitenden Klasse”. Die politische Partei baute logischerweise auf dieser ursprünglichen Organisation auf. Das haben uns die modernen Noskes der SPD wie Gazgerd, Clement, Riester und Co. zerlegt. Und niemand im DGB hat was dagegen getan.
gruß f
Jo, gut gefaucht. Aber wir schaffen es ja sogar zu behaupten, die Republik wäre nach links gerückt und die CDU seien die neuen Sozialdemokraten. Das kann nur deshalb gelingen, weil die politische Bildung in diesem Land auf dem Nullpunkt angekommen ist. Man hat sie wohl einem halben Prozent “Wirtschaftswachstum” geopfert.
Und ja, einfache Parolen ziehen bestens. Warum aber diese Erkenntnis nicht genutzt wird, um ebenso einfach, polemisch und kompromisslos zu argumentieren, ist eines der großen Rätsel linker Bewegungen. Stattdessen ergeht man sich selbst in der Öffentlichkeit in Systemdiskussionen, die selbst für Politikstudenten nicht einfach zu verstehen sind.
parolen bringen es nur, wenn sie transportiert werden und dann auch nur, wenn sie eine positive konnotation haben.
hier funktioniert ‘lieber tot als rot’, ‘keine experimente’, ‘freiheit statt kommunismus’. hast du eine wirkungsvolle parole, die transportiert würde und dabei positiv aufgenommen – ‘make love, not war’, ‘atomkraft? nein danke!’, ‘mein bauch gehört mir!’ – so was in der art?
das moderne kind hat memes, der obsolete rest parolen.
Eine interessante neue Organisation ist die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt, die erstmals ein fundiertes Sozialismus-Modell anbietet. „Was ist Sozialismus?“ und „Wie kommt man dorthin?“, wird von ihnen wissenschaftlich analysiert. Für Interessierte: http://www.gesellschaftlicher-fortschritt.de
Die Gründe für die derzeitige Lage der Partei “Die Linke” sind Vielfältig:
Sie liegen:
1).In schlechter bzw.unzureichender öffentlickeitarbeit,z.B.das in Fällen wie jenen Aufruf gegen Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und Iran zu defensiv agiert uber das hingehaltene Stöckchen gleich gesprungen.wird.
2.)In der antikommunistischen Stimmung,die vor allem in den alten Bundesländern herrscht und die durch massive Kampagnen seitens Mainstreampresse sowie insbesondere CDU/CSU/FDP noch verstärkt wird.Dazu gehört auch das ständige wiederholen der Legende von den SED-Nachfolgern,obwohl das die PDS war ,die zusammen mit der WASG in der Partei “Die Linke ” aufgegangen ist .Aber schon in der Präambel im Grundsatzprogramm der PDS wurden die Verbrechen des SED-Regimes verurteilt und sich vom autoritären Staatssozialismus distanziert.Genauso ist jetzt es auch im Grundsatzprogramm der Linken.Interessanterweise gelten jetzt gerade die ehemaligen SED`ler Wie Brie,Bartsch,etc. als pragmatische Realpolitiker(u.A. ein Grund warum die Anti-Kommunismuskeule gerade im Osten nicht so wirkt).
3.)In anhaltenden Kampagnen gegen Die Linke bzw. im Totschweigen der Erfolge ihrer Arbeit als Oppositionspartei,z.B.durch Anfragen an die Regierung im Bundestag oder in Landtagen.
4.)Im unglücklichen teilw. auch ungeschickten Agieren des Führungsduos Lötsch /Ernst gerade auch im zusammenhang mit Kampagnen wie der jetzigen, betreffend den Aufruf zu Syrien /Iran.
5.)In U-Booten innerhalb der Partei die immer wieder durch Auslösen und unterstützen von Kampagnen wie der aktuellen bewusst der Partei schweren schaden zufügen.Stellvertretend sei nur der BAK Shalom genannt.Sie bestätigen Albrecht Müllers Artikel anlässlich der Anti-Semitismus-Vorwürfe nur zu eindringlich.Umso unverständlicher der Beißreflex von Halina Wawzciniak auf ihrem Blog.
Die Linke tut m.E. gut daran in der Öffentlichkeit offensiver aufzutreten und sich als Alternative zur gescheiterten neoliberalen Mainstreampolitik aufzustellen ,und zwar nicht nur für Hartzer,Arbeiter und Rentner sondern auch für die erodierende Mittelschicht und für kleine und mittelständische Unternehmer.
Ihre sozialpolitischen Vorschläge sind Ur-sozialdemokratisch,und ihre Wirtschaftspolitischen Vorschläge haben nichts mit Planwirtschaft zu tun sondern eher mi Keynes.Sahra Wagenknecht hat in einem Interview selbst einmal gesagt,das sie nicht alle Unternehmen,sondern lediglich die öffentliche Daseinsvorsorge verstaatlichen will,was etwa 0,8% der deutschen Unternehmen bedeutet.Und die Zerschlagung und Regulierung der Großbanken ist ein vernünftiger Vorschlag.Oder wollt ihr ständig mit euren Steuern die Zockerverluste von Ackermann und Co bezahlen weil die Banken zu groß sind um pleite zu gehen? Wenn Herr Ackermann nicht sicher sein könnte ,das der Steuerzahler im Verlustfall über die Rettungsschirme zahlt,hätte er auch Anreiz zur Haushaltsdisziplin und würde das Zocken sein lassen(naive Hoffnung,ich weiß).
Man möchte so schnell wie möglich zur Normalität zurück, wie es Frau Merkel vor einiger Zeit einmal ausgedrückt hat. Was man unter „Normalität“ verstehen will, ist aber beispielsweise abhängig von der eigenen Sichtweise (in Abhängigkeit davon, ob die eigenen Denkmuster relativ elastisch sind [also neue Erkenntnisse in die eigene Perspektive integriert werden können] und der Fähigkeit, sich zeitweise einen zwar subjektiv bleibenden Wechsel der Perspektive zu gestatten, um das eigene Blickfeld zu erweitern) sowie dem eigenen Herkommen (Sozialisation). Wenn man aber bedenkt, daß die aktuelle „Krise“ aus der „Normalität“ hervorgegangen ist, die Frau Merkel und Anverwandte als wünschenswert erachten, ist zu fragen: Können wir uns solche Leute als Verantwortungsträger (ohne Verantwortung) noch leisten? Antwort: Nein, aber offensichtlich müssen wir sie uns weiterhin leisten – die parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse erzwingen das.
Das heißt diese „Verantwortungsträger“, lassen das Abzocken weiterhin zu, so daß die Abzocker glauben müssen, alles so weiter machen zu können wie bisher, zahlt der Steuerzahler offensichtlich deren unverantwortliches bis kriminelles Tun doch (z.B. Bankenrettung 2008, nun die Wiederholung Ende 2011), unterstützt von „systemrelevanten“ Trommlern lobbyistischer Wirtschaftsinstitute, Medien, Politikern und anderen. Und so schließen die neoliberalen Ideologen: Die Bevölkerung scheint bereit, sich ins Joch spannen zu lassen zur Übernahme der von unserer Klientel verursachten Schulden (ohne Gegenwert!), sonst würden bei ihr ja, so schließen sie weiter, die Vorhaben einer an sich reformgeprägten (manche nennen das „politisch vernünftig“) Partei, und eigentlich wenig radikalen Partei, massenwirksamen Zuspruch finden.
Man muß die eigenen ideologischen Scheuklappen ablegen und dann die Frage stellen: Was ist an den Forderungen der Partei Die Linke radikal?
- Eine Forderung nach 10 EUR Mindestlohn etwa?
- Oder die Forderung nach Verstaatlichung der Banken?
- Etwa die Mitarbeiter am Besitz ihrer Betriebe knapp hälftig zu beteiligen?
- Abschaffung der gescheiterten HARTZ-IV-“Reform“ zu fordern ist radikal?
- Ein (notwendiges!) Investitionsprogramm für Bildung, Gesundheitsschutz, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr von 100 Milliarden pro Jahr zu fordern ist radikal?
- Zinserträge und Dividenden wie normale Einkommen zu besteuern und den Spitzensteuersatz auf 53 % zu erhöhen (wie „unter“ Kohl dem „Radikalen“) ist radikal?
- Forderung nach 1% Börsenumsatzsteuer?
- Eine Vermögenssteuer von 5 % ist radikal zu nennen, wenn diese Besteuerung erst ab 1 Million EUR Einkommen anfällt, d.h. wenn die erste Million nicht vermögenssteuerlich belastet wird?
- Die Forderung nach Wiedereinführung der Besteuerung von Gewinnen durch den Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen ist radikal?
- Und eine Entmilitarisierung der Außenpolitik zu verlangen ist radikal?
Aus meiner Sicht entspringen die aufgeführten Punkte weniger radikalem als reformerischem Denken – d.h. einem Denken aus sozialdemokratischer Perspektive. Damit zeigt die Partei Die Linke folgendes:
1. der verschröderten SPD, wo diese nicht mehr steht (an der Seite derjenigen, die Stützung brauchen)
2. den neoliberal hirnmassierten Bürgern, wohin diese durch die TINA-Poltik geführt werden (auf die schiefe Ebene nämlich, die ab einer bestimmten Stelle eingeseift ist – d.h. weg von ihren eigenen Interessen)
3. daß die Linke keine revolutionäre Partei ist, sondern sie verwaltet bloß jenes Gut, das die SPD eigentlich verwalten müßte, aber (nicht erst) seit deren Schröderisierung nicht mehr verwaltet: Sozialdemokratie.
Das heißt Die Linke befindet sich immer noch diesseits des Rubikon. – Was Die Linke nämlich auszeichnet, ist ihre Orientierung auf den Realkapitalismus. Im Gegensatz zu den neoliberalen Parteien (CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE … „Piraten“), die auf den Finanzkapitalismus orientiert sind. – Allerdings wird durch ihre Forderung nach
- Schutz des Individuums vor staatlicher Willkür (Beispiel Vorratsdatenspeicherung)
- Ankurbelung der Binnenwirtschaft durch ein adäquates Investitionsprogramm (u.a. dezentrale Energieversorgung; Orientierung auf Entwicklung der Wirtschaft unter Umweltfreundlichkeitsaspekten, sprich: umweltfreundliches Wirtschaftswachstum)
- öffentliche Kontrolle von Unternehmen/Banken (die sich von den Steuerzahlern aushalten lassen, d.h. in die zu deren Rettung Mia EUR aus öffentlichem Topf geflossen sind, bzw. noch fließen)
- Ausrichtung auf Europa (z.B. Reform der EZB; Einrichtung einer demokratisch legitimierten Wirtschaftsregierung: kontrollierte Rückführung des Leistungsbilanzungleichgewichts; flächendeckende Kopplung der Lohnstückkostenentwicklung an die Produktivitätsentwicklung und Inflationsentwicklung in jedem der EWU-Mitgliedsländer …)
- Entmilitarisierung der Außenpolitik
dort (also diesseits des Rubikon) ein konstruktiver (und “konstruktiv” heißt immer auch realistisch!) Kontrapunkt gesetzt.
Genau dieser Kontrapunkt ist es, der mich die Die Linke wählen läßt. Das heißt aus zwei Gründen wähle ich die Linke:
1. wegen der neoliberalen Politikausrichtung (TINA-Politik) aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien. (Ich bin davon überzeugt, daß die „Piraten“ sich dort in diesen Kanon einreihen würden.)
2. aus Ermangelung einer massenwirksamen revolutionären Partei, die sich der Aufgabe verschrieben hat, der Demokratie zum tatsächlichen Durchbruch zu verhelfen: Demokratie ist nämlich erst dann erreicht, wenn beispielsweise die Bevölkerung indirekt oder direkt den Vorstand eines Unternehmens abwählen kann, das wegen seiner Größe die Richtung der Gesellschaft bestimmen könnte.
Mit freundlichen Grüßen, Joachim Endemann