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  • Kampf um die Deutungshoheit der Gauck-Zitate

    geschrieben am 24. Februar 2012 von Spiegelfechter

    Zumindest in einem Punkt weist der Pastor Joachim Gauck bereits jetzt eine erstaunliche Parallele zu den Evangelisten auf – um die Exegese seiner Worte ist ein heißer Streit entbrannt. Nachdem Patrick Breitenbach am Montag die Metaebene betrat und sich eifrig ins Zeug legte, Gaucks Zitate in den rechten Kontext zu rücken, griff auch SPIEGEL-Online-Kolumnist Sascha Lobo die Kritik an der Kritik Gaucks am Dienstag auf. Die beiden Artikel hinterließen zwar einen virtuellen Scherbenhaufen, schrammten jedoch mit Bravour am vorgegebenen Ziel vorbei. Die umstrittenen Zitate des designierten Bundespräsidenten sind auch im jeweiligen Kontext zu kritisieren.

    Was will uns eigentlich der bloggende Medienunternehmer Patrick Breitenbach mit seinem stellenweise pompös anmutenden Artikel zur „Filterbubble“ bei den Gauck-Zitaten sagen? Subtrahiert man die – oft gestelzt wirkende – medientheoretische Rahmenbetrachtung und die unverhohlene Bewunderung für den Kandidaten Gauck, erhält man die Kernaussage, dass Joachim Gauck ein Rhetoriker der alten Schule sei, der klare Aussagen meide. Stattdessen trage er in seinen Reden, Interviews und Aufsätzen Abwägungen vor, mit denen er sich dialektisch zu seiner intellektuellen Synthese vorarbeite. In seinem – nicht weniger pompös anmutenden – Folgebeitrag übersetzt Breitenbach dies mit der griffigeren Vokabel „verschwurbelt“. Die vor allem im Netz kolportierten Zitate seien demnach nur Abwägungen, die keinesfalls Gaucks Meinung widergäben, die sich nur im gesamten Kontext erschließen ließe. Ist Gauck also ein modernes Orakel von Delphi? Nein, denn Breitenbachs Metaanalyse ist selbst „verschwurbelt“ und scheitert am eigenen Anspruch.

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    Zumindest in einem Punkt weist der Pastor Joachim Gauck bereits jetzt eine erstaunliche Parallele zu den Evangelisten auf – um die Exegese seiner Worte ist ein heißer Streit entbrannt. Nachdem Patrick Breitenbach am Montag die Metaebene betrat und sich eifrig ins Zeug legte, Gaucks Zitate in den rechten Kontext zu rücken, griff auch SPIEGEL-Online-Kolumnist ...
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    191 Kommentare:

    1. Dr. Valentin schrieb am 24. Februar 2012 at 16:53 - Permalink

      Dieser Mensch ist 72 Jahre alt und er hat mal eine Bundesbehörde mit 3000 Leuten geleitet. Er sollte gelernt haben, sich eindeutig auszudrücken. Und selbst wenn man die Zitate, die im Netz herum geistern, in den jeweiligen Kontext stellt, bleibt genug übrig, bei dem sich mir die Zehennägel kräuseln.

      • Lennard schrieb am 24. Februar 2012 at 20:59 - Permalink

        und er hat mal eine Bundesbehörde mit 3000 Leuten geleitet.

        Wenn man sich das “Gutachten über die Beschäftigung ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU im Auftrag der BKM” anschaut (2007; Prof. Dr. Hans H. Klein, Prof. Dr. Klaus Schroeder, Dr. Steffen Alisch), dann hat er das eher suboptimal getan. Bei einigen Textstellen stehen einem die Haare zu Berge.

    2. ppp schrieb am 24. Februar 2012 at 17:08 - Permalink

      @drvalentin
      Naja, Gauck ist einfach Theologe, da gehört Schwurbelei zur Grundausstattung. Und das er damit eine Bundeshörde leiten konnte, sagt mehr über die Behörde aus als über ihn.

      • Juliane schrieb am 26. Februar 2012 at 17:28 - Permalink

        Mag sein.
        Der Eulenspiegel hat das auf einer TitelSeite im Juli 2010 mal knackig rübergebracht:

        http://www.eulenspiegel-laden.de/shop/article_C0026-s/Die-Akte.html?sessid=f8xwBOOTRKvQl85fLzB3c9aCJvM0AIgtcqiYjhTCfpnNARs6WAZMLVAWVP1936Gm&shop_param=cid%3D1%26aid%3DC0026-s%26

        Am 14.02.2012 gabs in der OstseeZeitung diese Meldung:

        http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?SID=577643c28d371b16c4a1f9fc48b1cd1c&param=news&id=3367960

        Liefen da die Vorbereitungen bei bestimmten Leuten, ihn zum Kandidaten zu machen, schon auf Hochtouren? Ein Komplott?

    3. Sally schrieb am 24. Februar 2012 at 17:13 - Permalink

      Gauck meidet klare Aussagen, die besten Voraussetzungen für das Amt des BP
      Mir bereitet tatsächlich seine Nähe zu den Verharmlosern der neuen und alten Rechten Sorgen:
      Joachim Gauck war Referent des Veldensteiner Kreises, einer “Diskussionsrunde von Zeithistorikern, Politik- und Sozialwissenschaftlern, die sich der Erforschung von Extremismus und Demokratie in Geschichte und Gegenwart widmen”. Weitere Mitglieder dieses Kreises in dem die Totalitarismustheorie, also die Gleichsetzung von Linksextremismus und Rechtsextremismus, vertreten wird, sind u.a. Professor Eckhard Jesse (wissenschaftlicher Begleiter von Kristina Schröders Magazin “Demokratie stärken-Linksextremismus verhindern”) und Uwe Backes, stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts. Beide wurden vom Bundesverfassungsgericht als Gutachter im NPD-Verbotsverfahren bestellt, obwohl ihnen ein ziemlich unkritisches Verhältnis zur rechten politischen Szene nachgesagt wird, wie die Süddeutsche urteilte. 2002 hielt Jesse einen Parteiverbotsantrag auf Grund der “Bedeutungslosigkeit der NPD für unzweckmäßig” . In dem von Backes, Jesse und Rainer Zitelmann (ein Wortführer der Neuen Rechten) veröffentlichen Sammelband “Schatten der Vergangenheit”, forderte Jesse das Ende der “selbstquälerischen Form der Vergangenheitsbewältigung”. Jesse hatte 1999 den späteren NPD-Symphatisanten Bernd Rabehl in den Veldensteiner Kreis eingeladen. Neben dem ehemaligen Mitglied des SED-Politbüros Günter Schabowski referierte auch der frühere Chef des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz, Helmut Roewer. Roewer, heute Publizist, veröffentlichte im Grazer Ares-Verlag, der auch antisemitischen und rechtsextremen Autoren sowie Geschichtsrevisionisten eine Plattform bietet. Ungeklärt ist darüberhinaus seine Rolle als Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, im Zusammenhang mit der Unterstützung der Zwickauer Terrorzelle. Roewers Behörde war es auch, die über Kontakte zu einem weiteren überzeugten Gegner der Linken und Referenten des Veldensteiner Kreises verfügte: Patrick Moreau.
      http://machtelite.wordpress.com/2012/02/18/joachim-gaucktransatlantischer-wunschkandidat-der-neoliberalen-spd/

      • GrooveX schrieb am 24. Februar 2012 at 22:26 - Permalink

        gut!

    4. js schrieb am 24. Februar 2012 at 17:42 - Permalink

      Die Antwort Gauck’s auf die einleitende Frage des Interviews spricht bereits eine klare Sprache:

      sz: “Herr Gauck, Sie sagen, mutige Politiker seien Ihnen lieber. Ist Thilo Sarrazin mutig?”

      Gauck: “Er ist mutig und er ist natürlich auch einer, der mit der Öffentlichkeit sein Spiel macht, aber das gehört dazu.”

      Das sind zwei Hauptsätze, die mindestens durch ein Komma getrennt gehören: “Er ist mutig, und er ist natürlich auch einer, der mit der Öffentlichkeit sein Spiel macht…”

      Es könnte sogar ein Punkt sein: “Er ist mutig.” (Atemholen) “Und er ist natürlich auch einer, der mit der Öffentlichkeit sein Spiel macht…”

      Warum es “natürlich” sein soll, daß jemand “mit der Öffentlichkeit sein Spiel macht”, erschließt sich vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz, liegt aber in den Augen Gauck’s daran, daß es nun mal “dazu” gehöre. Dieser Satz allein spricht Bände. Um welches Spiel es sich eigentlich dabei handele, wird nicht weiter erläutert. Vielleicht der fröhlich-volatile Umgang mit selbstausgedachten Statistiken oder ganz allgemein das Zündeln im sozialen Heu.

      Usw. Gauck. Also durchaus Geschwurbel und doch stets durchschaubares trauriges Bekenntnis.

      • der Herr Karl schrieb am 24. Februar 2012 at 17:55 - Permalink

        “Das sind zwei Hauptsätze, die mindestens durch ein Komma getrennt gehören”
        Das wäre mir jetzt neu…

        • js schrieb am 24. Februar 2012 at 18:12 - Permalink

          “Er ist mutig,” und “er ist einer, der sein Spiel macht”…

          Zweimal Subjekt, Prädikat.

          Sonst: “Er ist mutig und macht mit der Öffentlichkeit sein Spiel.”

          Wäre kaum erträglicher, aber entlarvender.

          • der Herr Karl schrieb am 24. Februar 2012 at 23:45 - Permalink

            @js
            “Zwischen solchen mit und bzw. oder verbundenen Hauptsätzen kann das Komma entfallen.”
            Beispiel: Sie las einen Roman[,] und er blätterte in der Zeitung.
            (Duden)

            • js schrieb am 25. Februar 2012 at 15:02 - Permalink

              Das ändert zwar nichts – aber stimmt. Das obligate Komma ist offenbar wegreformiert worden. Zulasten der semantischen Klarheit (und Schönheit) des geschriebenen Wortes.

            • der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 15:29 - Permalink

              @js
              “…doch stets durchschaubares[,] trauriges Bekenntnis.”
              Hier würde ich jetzt ein Komma machen.

              “…aber entlarvender.”
              Der war gut!

        • schwitzig schrieb am 25. Februar 2012 at 09:02 - Permalink

          @der Herr Karl

          Das wäre mir jetzt neu…

          mir auch, denn Hauptsätze trennt man nicht mit Kommata, sondern mit Semikolen. :-)

      • Holdger Platta schrieb am 24. Februar 2012 at 18:23 - Permalink

        js, glänzend analysiert! Und ein glänzend pointierter Artikel zu den Exegese-Ausflügen, die nun üblich zu werden drohen. Nach dem Motto: man kann eine Wahrheit auch wegdifferenzieren, versuchen wir’s doch mal!

        Ergänzend von mir aus:

        Es gibt Zitate, die rettet auch kein “Zusammenhang”, aus dem sie angeblich gerissen worden sind. Gaucks Offenbarungen gehören zu dieser Art von Zitaten. Welcher Zusammenhang, bitteschön, sollte Gaucks Pauschalabwertung der Occopy-Bewegung (= diese sei “unsäglich albern”) retten? Welcher Zusammenhang die Tatsache, daß Gauck Herrn Schröder zu dessen “Mut” gratulierte, Hartz-IV durchgesetzt zu haben, und noch mehr “Mut” in diese Richtung empfahl. Um das zu machen, was Schröder tat, genügte Feigheit. Na, sagen wir’s netter: Mainstream-Gehorsam. Schon vergessen, diese Neoliberalismus-Besoffenheit in fast ganz Europa?

        Obwohl Agnostiker, möchte ich die Theologen in Schutz nehmen vor dem kollektivierenden Vorwurf, sie brächten das Geschwurbel gleichsam von Berufs wegen mit. Gollwitzer sprach Klardeutsch, Niemöller sprach Klardeutsch, Küng spricht Klardeutsch, Friedrich Schorlemmer spricht Klardeutsch. Außerdem kenne ich hier einige Pfarrer persönlich, für die dasselbe gilt (und die folgerichtig von Gauck gar nichts halten und dieses im Klardeutsch auch sagen).

        • Marc schrieb am 24. Februar 2012 at 18:32 - Permalink

          Der “Mut” Schröders äußert sich darin, unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen gegen ziemlich viel Widerstand durchzusetzen. Mit den Hartz-Reformen hat Schröder diesem Land einen großen Dienst erwiesen. Allein die Tatsache, dass Sie dieses anzweifeln, ändert daran nichts.

          Auch die Kritik der Occupy-Bewegung war durchaus fundiert und beschränkte sich nicht auf diese eine Vokabel. Aber wenn sie die Aussagen im Zusammenhang kennen, dann wissen Sie das ja längst. Was einmal mehr beweist, Herr Platta, dass Ihnen nicht an Information, sondern nur an plumper Propaganda gelegen ist. Und ein Grund mehr, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und das Bild wieder gerade zu rücken. Ich bin jedem dankbar, der sich daran beteiligt und werde selbst weiter meinen Beitrag dazu leisten.

          • ola schrieb am 24. Februar 2012 at 18:59 - Permalink

            Es wäre für Sie sicher einfacher, Ihre Freude über Hartz IV für das Land zu untermauern, wenn es dafür auch Belege gäbe, die Sie ins Feld führen könnten. Gibt es aber nicht. Und so schwurbseln Sie gebetsmühlenhaft ihren Bild Scheiss daher. Natürlich kann man sagen, es ist toll dass die Löhne gesunken sind, ein Dienst für unser Land.. Natürlich kann man sagen, das Arbeitsvolumen ist nicht gesunken seit Hartz. Aber es ist eben auch nicht gestiegen. Wie toll für unser Land. Man kann natürlich sagen, dass es toll ist für unser Land, dass wir jetzt auch Flaschenpfandsammler in unseren Innstädten sehen und uns so dem anglo amerikanischen Stadtbild anpassen… Aber das sagen Sie ja gar nicht, warum?

            • Brick schrieb am 25. Februar 2012 at 21:03 - Permalink

              Ola, der, der Fakten bringt. Tja. Gehen wir mal durch was du da so zusammenfaselst. Sinkende Löhne: Das ist so erstmal völlig falsch. Du meinst bestimmt Reallöhne aber auch bei diesen liegst du nur teilweise richtig:
              http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lohnentwicklung.PNG&filetimestamp=20120106223253
              Die andere Frage ist natürlich, ob du schonmal etwas von Tarifautonomie gehört hast. Falls nicht google das einfach. Der deutsche Staat greift nicht in den Lohnfindungsprozess ein. Willst du höhere Löhne, dann geh in eine Gewerkschaft und kämpfe dafür, das ist der einzige Weg.

              Natürlich kann man sagen, das Arbeitsvolumen ist nicht gesunken seit Hartz. Aber es ist eben auch nicht gestiegen. Wie toll für unser Land.

              Äh? Keine Ahnung was das heißen soll. Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken, ganz real gesunken. Gleichzeitig sind die Zahlen der Beschäftigten gestiegen:
              http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Grafiken/Arbeitsmarkt/Diagramme/ErwerbErwerbslos,templateId=renderPrint.psml
              Deine Aussage ist wieder das genaue Gegenteil von dem was tatsächlich passiert ist.

              Man kann natürlich sagen, dass es toll ist für unser Land, dass wir jetzt auch Flaschenpfandsammler in unseren Innstädten sehen und uns so dem anglo amerikanischen Stadtbild anpassen…

              Könnte man natürlich aber man könnte auch sagen, dass das Unfug ist. Außerdem ganz schön arrogant.
              Hier ein paar bilder, von dem was Leute wie du mit dem Stadtbild über die Jahrzehnte so angerichtet haben und was Leute wie Marc in den Zwanzig Jahren danach getan haben:
              http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/14421/alles_nur_fassade.html
              Du bist ein fan boy, ein Fanatiker, für den absolut nichts zählt außer das was er hören will. Selbst ausschließliches Scheitern der von dir gewünschten Wirtschaftsordnung (siehe die einestages bilder) bringt dich nicht vom Weg ab. Da dreht man sich halt alles hin, wie es einem gefällt, scheiß drau was wirklich passiert oder um es mit deinen Worten zu sagen:

              Aber den Weg zu gehen, gar nich mehr links zu sein, um dann auch mal mitmachen zu dürfen ist doch völlig albern. (Diskussion: für breite Schichtenwählbar werden, wie pervers) Da bin ich lieber ewiggestrig (und lasse mir das von Feudalisten mitteilen), als jemals zum Gabriel zu mutieren.

              Ja warum sollte man sich schwierige Gedanken machen, wenn man eine Doktrin hat, der man auch blind folgen kann.

              Und deshalb muss man einfach konsequent sein Ding durchziehen und sich nicht damit aufhlaten, die Marcs dieser Welt zum Nachdenken bewegen zu wollen.

              Ja scheiß auf die Realität, erfinde einfach irgendwas und schreib am besten fast nur ad hominem Hauptsache du fällst nicht vom Pfad der Erlösung ab.

            • FetteBeute schrieb am 25. Februar 2012 at 21:27 - Permalink

              @Brick
              Mit diesem Scam kommst Du doch nicht durch. Das weißt Du doch. Was soll das?

            • FetteBeute schrieb am 27. Februar 2012 at 18:23 - Permalink

              Erstmal ist es Schade, das wieder einmal so viele auf die “Heile Welt”-Propaganda reingefallen sind. Und das obwohl beispielsweise die Nachdenkseiten regelmäßig gerade über die systematische Schönfärberei bei den Statistiken berichten. Denn letztlich erkennt man aus den Statistiken nur eines:
              Den Reichen geht es immer besser. Die Mittelschicht blutet tendentiell aus. Diejenigen die eh schon schlechtergestellt sind werden noch mehr ausgebeutet.

              @Brick
              Da leider niemand sonst auf den obigen Kommentar geantwortet hat – und damit die Korrektur fehlt – hier noch die etwas intelligentere Variante zum Thema “Reallöhne”:

              http://www.querschuesse.de/schwache-reallohnentwicklung-in-deutschland/

              Ansonsten noch zu folgendem:
              Zitat: “Hier ein paar bilder, von dem was Leute wie du mit dem Stadtbild über die Jahrzehnte so angerichtet haben und was Leute wie Marc in den Zwanzig Jahren danach getan haben:
              http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/14421/alles_nur_fassade.html”

              Tausende von Kleinanlegern sind mittels Ostimmobilien über den Tisch gezogen worden. Man muß schon ein gehöriges Maß an Charakterlosigkeit mitbringen, wenn man derart saudumm über diese ECHTE Schweinerei hier rumschwadroniert. Viele Leute haben auf Pump den “Aufbau Ost” finanziert und wurden gelockt mit tollen Steuervergünstigungen. Bei den Geschädigten gabs auch viele prominente Opfer. Viele der Betroffenen sind bis heute finanziell ruiniert. Jemand der nicht völlig blind durchs Leben geht, der hat das doch mitbekommen. Verdient haben vor allem die Banken und sonstige Finanzhaie. Es ist schon sehr seltsam, dass einige Neocons sich hier in linken Foren rumtrollen und bewußt Propagandamärchen an den Mann bringen wollen.

          • long jogg schrieb am 24. Februar 2012 at 19:01 - Permalink

            Marc: Jepp. Der “Mut” Schröders wurde dann bei der BT-Wahl 2009 mit üppigen 23 % honoriert. Die Mitgliederzahl der SPD sank von 2002 = 750.000 auf 499.000 im Mai 2011. Weiter so.

            • Marc schrieb am 25. Februar 2012 at 10:53 - Permalink

              Genau darin äußert sich Mut. Für das Richtige, auch das Unpopuläre einzustehen, und notfalls auch die Konsequenzen in Kauf zu nehmen.

            • der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 11:24 - Permalink

              @Marc
              Das “Richtige” ist mir in diesem Kontext jetzt aber ein bisschen zu absolut. Dieser Begriff suggeriert Alternativlosigkeit.

          • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 21:20 - Permalink

            Entschuldigen Sie bitte “Brick”, aber Ihre Ahnungslosigkeit wird nur noch von Ihrer Dummheit übertroffen. Wenn Sie nicht wissen was das Arbeitsvolumen ist, dann ist das nicht mein Problem. Es ist eben icht dann das Gegenteil geschehen, wenn man etwas nicht kapiert. Auch der Rest ist eher armseelig zu nennen. Geschwurbsel wie “wir haben Tarifautonomie” im Zusammenhang mit HIV zu bringen, ist eine vermutlich einmalige Eselei.

            Fazit; Noch immer kein Argument, volkswirtschaftliches Dummbrot, das Anderen Fanatismus vorwirft und dafür auch noch wertvollen Speicherplatz verschwendet.

            Tut mir leid “Brick” gehen Sie nochmal “Schule” um Ihre Satisfikationsfähigkeit zumindest rudimentär zu erhöhen….

        • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 18:46 - Permalink

          @Marc
          Schröder hat die Agenda des Großkapitals umgesetzt. Es ging schlicht darum Lohndumping zu implementieren. Die Umverteilung von unten nach oben sollte weiter verschärft werden. Weil unsere Damen und Herren der Oberschicht einfach den Rachen nicht vollbekommen.

          Oder was hast Du denn gedacht? Was passiert wohl, wenn man mittels Zwangsmaßnahmen Leute in einen Arbeitsmarkt drückt in dem es ohnehin massive Überangebote an Arbeitskräften gibt?
          Die Löhne/Gehälter werden so abgesenkt. Aber offensichtlich begreifen Leute wie Du die grundlegendsten Marktgesetze nicht. Aber fleißig Propaganda nachplappern. Dazu seid ihr Blöd-Zeitungsleser/TV-Konsumenten fähig. Das wars dann aber auch.

          Und zu Schröder:
          Das was der getan hat, war nicht mutig. So etwas ist, wenn es im Namen der Sozialdemokratie geschieht, einfach nur Verrat.
          Ein Verrat am Gros der abhängig Beschäftigten. Und nicht zuletzt ein Verrat an allen Unterbeschäftigten bzw Arbeitslosen.

          • Marc schrieb am 24. Februar 2012 at 18:55 - Permalink

            Wie soll man jemandem antworten, der Begriffe wie “Großkapital” benutzt? Und wenn dann noch die altbekannten Feindbilder dazukommen, weiß man gleich, mit wem man es zu tun hat… Die radikale Linke ist durchaus mit Sektenmitgliedern zu vergleichen, die eigene Begrifflichkeiten verwenden und nur noch untereinander kommunizieren. Kein Wunder, dass man den Schmu irgendwann glaubt. ;-)

            • ola schrieb am 24. Februar 2012 at 19:02 - Permalink

              Ich finde, Sie sollten jetzt mal verifizierbares an den Start bringen. Damit können Sie dann beweisen, wie wohltuend Sie sich von all den Gläubigen abheben. Na? Sie sind doch der größtmögliche aller Fühler hier. Bei uns sagt man “Schwaller” dazu.

            • GrooveX schrieb am 24. Februar 2012 at 22:52 - Permalink

              ist das unser westerwellenreiter?

            • Bastian Himberger schrieb am 25. Februar 2012 at 16:01 - Permalink

              Ich würde mich nie einfach nur “Marc” nennen.

          • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 19:03 - Permalink

            @Marc
            Du kannst gar nicht mit Argumenten gegenhalten. Weil das angesprochene jenseits Deiner propagandistischen Indoktrination liegt. Die Springer-Presse muß jemanden wie Dir erst mal sagen, was er denken soll und was er dann schreiben darf. Also geh weiter zur Springer-Presse und lern auswendig was Du demnächst nachplappern sollst.
            Schließlich willst Du doch ein guter Untertan sein, oder?

            • Marc schrieb am 24. Februar 2012 at 19:12 - Permalink

              Mittlerweile loben doch sogar immer mehr Linke die Reformen, und die lassen sich bestimmt nicht von der Springer-Presse beeinflussen. Ich habe neulich mit einem Juso gesprochen, der seine eigene Meinung von noch vor drei Jahren grundlegend revidiert hat.

              Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie in keinem anderen EU-Land, die Wirtschaft floriert, deutsche Staatsanleihen sind bei Investoren begehrt. Schröder hat damals schon die Reformen durchgesetzt, die die anderen Länder jetzt – unter wesentlich schmerzhafteren Bedingungen – nachholen müssen. Damit hat er dem Land viel erspart.

            • ola schrieb am 24. Februar 2012 at 19:16 - Permalink

              Interssante Fakten bringen Sie da. Nur stimmt leider kein einziger. Weder ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie in keinem anderen EU Land noch hat die Wirtschaft in den letzten 10 Jahren floriert. Probieren Sie es nochmal bitte, das war der berühmte Ofenschuss.

            • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 19:39 - Permalink

              @Marc
              Du machst wirklich schöne Scherze! Du kennst die gängigen Clichés wirklich auswendig.

              “Mittlerweile loben doch sogar immer mehr Linke die Reformen, [...]”
              Ganz kurz dazu: Kein Linker wird jemals Mechanismen unterstützen die Ausbeutungssituationen verschärfen.
              Welcher Linke bitte ist so blöd und unterstützt die Poltik der Umverteilung von unten nach oben? Welcher Linke sollte denn so doof sein? Man würde ja eine Politik gegen die eigenen Interessen unterstützen. Das ist doch ganz klassisch das Gebiet auf dem sich die Konservativen wohlfühlen – nach dem Motto: Blöd sein und Stolz darauf.
              Natürlich gibt es eine Menge Verräter und Überläufer. Siehe dazu Schröder, Fischer usw.
              Aber solche Ratten willst Du doch nicht etwa als “links” bezeichnen?

              Zum Thema Arbeitslosigkeit: Die Statistikfälschungen sind ausführlich beschrieben. Und trotzdem: Wir haben ein Millionenheer von Arbeitslosen.
              Daneben: Wenn der Sklave nur noch einen Euro (die Stunde) kostet, dann denkt der eine oder andere vielleicht schon mal daran sich einen solchen zuzulegen. Da sind wir wieder bei den Marktgesetzen. Und die hast Du definitiv nicht verstanden. Lohndumping führt tendentiell zur Verelendung eines Großteils der Arbeitnehmerschicht. Mehr wird nicht daraus.

              Der Sozialabbau (Du nennst das Reformen), der jetzt in Europa durchgesetzt werden soll, dient vor allem der Oberschicht. Eine weitere Umverteilungsspirale wird hier eingeleitet.

              Und warum haben wir so viele Irrläufer in diesem Land? Weil die Sache über ein Jahrzehnt lang von den Massenmedien propagandistisch vorbereitet worden ist. Und viele Menschen einfach nicht selbstständig denken können und wollen.

            • Marc schrieb am 24. Februar 2012 at 19:47 - Permalink

              @ FetteBeute

              Nun ja, es sind Leute wie du, die “links” zu einem Schimpfwort machen. Ich kenne eben auch einige Vernünftige. Aber es ist wirklich immer wieder aufschlussreich. Man muss mit euch Radikalen keine zehn Minuten sprechen bis ihr euch “verplappert und euer wahres Welt- und Menschenbild herauskehrt. Eines, das die Welt aufteilt in die Guten und Anständigen auf der einen und die “Ratten” und “Verräter” auf der anderen. Auf welcher Seite Leute wie ich stehen ist klar – und auch, was mit ihnen passieren würde, solltet ihr mal die Macht übernehmen. Ob ich meine Meinung dann noch so offen äußern könnte…? Ich glaube nicht.

            • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 20:04 - Permalink

              @Marc
              Es sind Mitläufer wie Du, die für alle großen Verbrechen, die in der Menschheitsgeschichte stattgefunden haben, direkt und/oder indirekt mitverantwortlich sind.

          • Marc schrieb am 24. Februar 2012 at 19:19 - Permalink

            @Ola
            So ist das mit Sektenmitglieder… Sie haben ihre eigene Realität. Da hilft kein Kraut mehr und erst recht keine Fakten, da brauchts schon einen “Deprogrammer”.

            Tschüss! Und weitehrin viel Spaß in der “Bubble”.

            • Crescendo schrieb am 24. Februar 2012 at 19:49 - Permalink

              dont feed these neolib- troll

            • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 19:57 - Permalink

              @Marc
              War das alles? Trollst Du Dich jetzt schon? Kommt was im TV dran? Der Dieter Bohlen oder die Heidi Klum? Den Günther Jauch darfst Du auf keinen Fall verpassen! Sonst hast Du Deinen “Fortbildungskurs” nicht besucht. Du Genie vor dem Herren.

            • ola schrieb am 24. Februar 2012 at 20:01 - Permalink

              Tja, Chance vertan. Kein einziger Beleg für Ihr haltloses Geschwätz. Wissen Sie eigentlich, was ein Sektenmitglied auszeichnet? Es ist der Glaube. Sie haben reichlichst davon, ich eher nicht.

            • Vogel schrieb am 24. Februar 2012 at 21:18 - Permalink

              @Marc
              Bis hierhin iss der Troll sauber ignoriert worden … uups, da biste ausgerutscht. Kann ja ‘mal passieren, gell? ;-)

        • long jogg schrieb am 24. Februar 2012 at 18:51 - Permalink

          In der Aufzählung fehlt Uta Ranke-Heinemann, die die Komplizenschaft von Josef Ratzinger mit der kirchlichen Kinderfickern aufgedeckt hat.

          Zitat: “Die Rede ist jetzt von den zwei lateinischen Geheimschreiben, die im Tresor jedes Bischofs verschlossen liegen. Das erste stammt von Kardinal Ottaviani von 1962 und heißt: Crimen sollicitationis (Verführung zu sexuellen Handlungen). Das zweite stammt von Kardinal Ratzinger, ist aus dem Jahr 2001 und heißt: De delictis gravioribus (Von den schwersten Verbrechen). In diesen beiden Geheimschreiben wird die »ausschließliche Kompetenz des Vatikans«, was Pädophiliefälle anbelangt, betont und werden sämtliche Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Pädophiliefälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden.”

      • gebintit schrieb am 25. Februar 2012 at 21:20 - Permalink

        Was ist denn das für eine komische Debatte über den ersten Satz? Interessanter ist doch bei seiner Antwort auf die Frage, ob Sarrazin mutig sei, der letzte Satz (nach der für mich korrekten Interpunktion der SZ): “Nicht mutig ist er, wenn er genau wusste, einen Punkt zu benennen, bei dem er sehr viel Zustimmung bekommen wird.”
        Damit negiert er die im ersten Satz gemachte Aussage, dass Sarrazin mutig sei, unter der Prämisse, dass Sarrazin populistisch motiviert wusste, mit seinen Aussagen auf große Zustimmung zu stoßen.

        Sorry, ich kann mich darüber nicht groß aufregen. Mir kommt es eher so vor, dass Gauck sich mit Sarrazin im Detail nicht groß auseinander gesetzt hatte.

    5. FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 17:58 - Permalink

      Ein Alptraum von Freiheit. Kommentar von Uli Gelllermann zum Problemfeld Gauck:

      Hörenswert!

      • R_Winter schrieb am 24. Februar 2012 at 20:59 - Permalink

        Sehr hörenswert !

      • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 21:09 - Permalink

        Einige Stellen in der Rede sind wirklich spektakulär gut. Die Verknüpfung von propagiertem Freiheitsideal und dem tatsächlich stattfindenden Abbau von Freiheitsrechten beispielsweise. Ganz großartig. Ist mal was für die Nachdenkseiten. Die könnens ja verlinken. (@spiegelfechter)

    6. rainer schrieb am 24. Februar 2012 at 17:58 - Permalink

      ….eben….ein Pfaffe und dazu ein eitler, arroganter Gockel…..

    7. Peleo schrieb am 24. Februar 2012 at 18:25 - Permalink

      Sage mir, wer Dich lobt – und ich sage mir, wer Du bist. Im Dschungel der Zitat-Verkürzungs-Vorwürfe hilft zu registrieren, wer -noch- für Gauck trommelt: Die “Junge Freiheit”

      http://www.publikative.org/2012/02/24/noch-mehr-schweinejournalismus/

      Spätestens jetzt sollten die Gauck-Enthusiasten in Parteien und Medien stutzig werden.
      Für die FDP gilt das natürlich nicht. Da fällt Taktik und Strategie ja zusammen.

      • HHarlekin schrieb am 24. Februar 2012 at 18:52 - Permalink

        @ Peleo

        Richtig, ef und PI dito!
        Libertäre/ “Neue Rechte” Szene – Verlautbarer fahren auf Gauck ab.
        Und wenn man z. B auf ef nachschaut, was der Gauck-Lobhudler “Lion Edler” sonst so alles von sich gibt, stößt man auf Artikel wie: “Pressefreiheit und Meinungsfreiheit: Gott schütze Ungarns Regierung! – Warum ich auf der Seite von Viktor Orbán bin”, erfährt man sehr schnell, wes Geistes Kind er ist. Es ist widerlich.

        Zur FDP: Da gibts ja auch Berührungsarreale, wie z. B. die “Libertäre Plattform”, zu der z. B. Frank Schäffler gehört, und eine ganze Reihe Autoren wie Oliver Janich, Carlos Gebauer u. a. schreiben sowohl für ef und/oder Junge Freiheit als auch für die Plattform.
        Die Grenzen sind sehr fließend.

        Grüße

        • Vogel schrieb am 24. Februar 2012 at 21:38 - Permalink

          @HHarlekin
          Mach kein Scheiß (ich habe keine Lust, den ganzen Müll nachzurechericheren, verlass’ mich auf Dich) – aber:

          Gott schütze Ungarns Regierung! – Warum ich auf der Seite von Viktor Orbán bin

          Hä? Das iss O-Ton Gauck? Echt?
          *zefix_sacklzement* In der Hölle soll er schmoren! Falls es nur der Lion Edler war: Beide!!
          ____

          In der ersten Sekunde von Wulffs Rücktritt war mir klar: Jezz fällt der SPD und den Grünen ihr billiger Lacherfolg von vor 2 Jahren auf die Füße!! Die Kanzleuse und der Flip haben ‘n bisschen Thaterdonner verabredet, aufgeführt und sich dann, als die willfährigen Medien diesen kolportiert hatten, sich lachtränenüberströmt abgeklatscht.

          • HHarlekin schrieb am 24. Februar 2012 at 22:21 - Permalink

            @vogel
            Ich hab ef nicht verlinkt, weil ich niemanden zum brechen bringen wollte. Der Orban-Artikel ist von Lion Edler, dem gleichen Autor wie der Gauck-Text – dolle Gauck-Sympathisanten-Gesellschaft, und SPD und Grüne mit dabei.
            Eklig, aber hier isser:

            http://ef-magazin.de/autor/lion-edler/

            “In der ersten Sekunde von Wulffs Rücktritt war mir klar: Jezz fällt der SPD und den Grünen ihr billiger Lacherfolg von vor 2 Jahren auf die Füße!!”

            Mein Gedanke war, na, die werden doch wohl nicht … , und dann kamen gleich die beiden Stones, und verwiesen darauf, daß Gauck ein ach so achtbarer Kandidat wäre, und es geschah, wie du sagst.

            “Widerlich. Einfach widerlich!” (Sean Connery/James Bond in “Goldfinger”)

            Grüße

            • Vogel schrieb am 24. Februar 2012 at 22:45 - Permalink

              @HHarlekin
              1. Mörci! und 2. Siehste – Murphy iss mit uns!

            • Vogel schrieb am 24. Februar 2012 at 23:02 - Permalink

              @HHarlekin
              Hab’ das Machwerk gerade überflogen, das Bond-Zitat iss zu milde!

              Was mir gefallen würde, am Ende heißt es:

              Unterstützen Sie ef-online

              Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft.

              … und müsste dann fortgeführt werden:

              [...] Falls nicht teilen Sie uns bitte Ihre Bankverbindung mit. Wir zahlen Schmerzensgeld!”

              Das wär’ doch ‘ne faire Ansage, oder?

            • HHarlekin schrieb am 24. Februar 2012 at 23:27 - Permalink

              @vogel

              Schmerzensgeld bei Nichtgefallen, ja, das wäre fair, und gilt für alle diese kranken Postillen, die man nicht umhin kommt, zumindest dann lesen zu müssen, wenns um sowas wie den Buprä geht ;-)

              Murphy scheint idT mit uns, die Schlagzahl dürfte sich aber gerne auf etwas niedrigerem Niveau einpendeln.
              Und nun wartet ein Nero auf mich … ;-)

              Grüße

            • wschira schrieb am 25. Februar 2012 at 18:37 - Permalink

              Ich habe mal ein bisschen auf dieser verlinkten Seite rumgestöbert und musste schnell wieder verschwinden. Brechreiz ist noch untertrieben. Wer ist denn dieser angebliche “Journalist” Edler?

            • HHarlekin schrieb am 26. Februar 2012 at 20:47 - Permalink

              @wschira

              Weiß ich nicht, aber für die Junge Freiheit schreibt er auch sein krudes Dreckszeug. Interessant übrigens, wer sonst noch alles als ef-Autor in Erscheinung tritt bzw. getreten ist:

              u. a. Roger Köppel (ehem. Chefred. “Die Welt”)
              Thomas Lückerath (Chefredakteur DWDL.de – das Medienmagazin)
              Frank Schäffler, Christian Lindner (beide FDP)
              Hans-Olaf Henkel,
              Vera Lengsfeld (CDU),
              Vaclav Klaus, Gunnar Heinsohn,
              auch die “Libertäre Plattform in der FDP” steht auf der Liste –
              sage mal einer, die wären nicht gut vernetzt …

              http://ef-magazin.de/autoren/

              Grüße

    8. Robin schrieb am 24. Februar 2012 at 18:48 - Permalink

      Ich fände es wünschenswert, wenn die NDS etwas weniger inflationär mit dem Propaganda-Vorwurf gepaart mit dem paranoiden Versuch, eine Nähe zu kapitalen Interessen zu konstruieren, umgehen würden.

      Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Kritik an der Methode – Rabulistik – in Wahrheit die bewirkte Relativierung der kolportierten Zitate angreifen soll. Denn letztlich hält sich der Text mit kleinteiliger Kritik an den Beiträgen von Lobo und Breitenbach auf, ohne auf deren Kernaussagen einzugehen, um anschließend das von keinem der zitierten thematisierte oder gar widersprochene Fazit zu ziehen, Gauck sei eben doch einer Kritik würdig.

      Der Autor bedient sich auf diese Weise der bei den publizistischen Kollegen kritisierten Mittel der Eristik und, ich greife diese Formulierung auf, scheitert am eigenen Anspruch.

      • Jacques Roux schrieb am 24. Februar 2012 at 22:26 - Permalink

        “Ich fände es wünschenswert, wenn die NDS etwas weniger inflationär mit dem Propaganda-Vorwurf gepaart mit dem paranoiden Versuch, eine Nähe zu kapitalen Interessen zu konstruieren, umgehen würden.”

        Guter Einwurf, zumal es Propaganda ja ausschließlich im ehemaligen Ostblock, beim Hitler oder anderen totalitären Staaten gab und gibt. In unserer westlichen Wertegemeinschaft kommt so etwas wie Propaganda natürlich nicht vor, wer etwas anderes behauptet ist vermutlich paranoid.

        • Jacques Roux schrieb am 24. Februar 2012 at 23:39 - Permalink

          PS. Hier hab ich noch etwas gefunden, von Edward Bernays, dem Gottvater der modernen Massenbeeinflussung:

          “Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

          Oops, der war ja gar kein Bolschewik oder Nazi (Naja, Goebbels hat sich zumindest von ihm inspirieren lassen)

          • Robin schrieb am 25. Februar 2012 at 00:49 - Permalink

            Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Bernays nicht an Sascha Lobo dachte, als er diese Zeilen schrieb. Ansonsten besteht kein Dissens.

      • K.S. schrieb am 24. Februar 2012 at 23:13 - Permalink

        Schopenhauer sagt: Mit einem, der die Anfangsätze bestreitet, ist nicht zu streiten.

        Ich füge hinzu – der will nur so richtig seine Meinung sagen, denn – so Schopenhauer weiter – “Gute Diskussionsgegner zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Wahrheit schätzen, gern gute Argumente hören und diese dem Gegner nicht neiden. Sie sollten zudem die Größe haben, es ertragen zu können, Unrecht zu behalten, wenn die Wahrheit auf der gegnerischen Seite liegt”.

    9. Cheops schrieb am 24. Februar 2012 at 19:20 - Permalink

      Der Mann hat noch gar kein politisches Amt, in dem er Schaden anrichten könnte und schon muss er für sämtliche politischen Fehler der letzten Jahre gerade stehen und büßen. Dieses Land ist nicht politikverdrossen, sondern von Politik besessen.
      Wie schön die Nebelkerzen von Merkel funktionieren. An der Währung der Deutschen wird endlos gespielt, die Preise steigen ungebremst, Steuergelder werden ausgegeben als hätten wir zuviel davon, es gibt wieder mordende Nazis in Deutschland, aber das Land steht auf Merkels Glatteis und streitet sich darum, was ein Mann mal gesagt hat, der demnächst Bundespräsident wird.

    10. lemmy caution schrieb am 24. Februar 2012 at 19:26 - Permalink

      Anstatt Rabulismus-Debatten zu starten, sollten sich die Herrschaften hier vielleicht einmal überlegen, warum viele Anhänger einer repräsentativen Demokratie die extreme Linke mit einem hohen Maß an gesunder Wachsamkeit beobachten. Die Ursache ist eigentlich ganz einfach: Hat die extreme Linke einmal die Macht, greift sie zu jedem Mittel, um jede Kritik an die wohltätigen Damen und Herren mit ihren ganz dollen Ideen brutalst zu unterdrücken. Seit dem Terror-Regime Robbespieres 1792/4 in erstaunlicher Regelmäßigkeit. Der Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus in New Europe, Preußen, Teilen des Balkans und dem Russischen Imperium dauerte 80 bzw. 50 Jahre. Die Beendigung des Experiments wurde auch nur dadurch ermöglicht, dass sich in der Elite dieser Regimes irgendwann die biologisch bedingten Generationswechsel eben doch vollzogen und die neuen Machthaber vielfach den Glauben in die jeweiligen Staatsreligionen verloren hatten.

      • Lutz Hausstein schrieb am 24. Februar 2012 at 20:18 - Permalink

        Das Scheitern des realexistierenden Sozialismus bedeutet, dass ein Großteil der darin lebenden Menschen mit den dort herrschenden Bedingungen unzufrieden war. Dieses Scheitern bedeutet deswegen aber keineswegs, dass der Kapitalismus eine moralische Überlegenheit besäße und das bessere System sei. Nur weil das Eine schlecht ist, wird damit das Andere nicht automatisch gut.

        Dies wird immer wieder gern übersehen. Binäres Denken ist scheinbar unauslöschlich.

        • lemmy caution schrieb am 24. Februar 2012 at 21:54 - Permalink

          Wo rede ich denn bitte von der moralischen Überlegenheit des Kapitalismus? In marktwirtschaftlichen Systemen lassen aber die Machthaber einen größeren Spielraum an Kritik innerhalb des Systems. Linksradikale Regierungen legitimierten und legitimieren ihre Macht stets damit, dass sie den Weg in ein glorreiches Morgen kennen. Der Neoliberalismus hat es fertiggebracht, ähnlich aus einer marktwirtschaftlichen Position heraus zu argumentieren. Jedoch sinkt dessen Stern.
          Die marktwirtschaftliche Ordnung ermöglicht immerhin systemfernen Gebilden wie China oder etwa ein links-peronistisches Argentinien den Aufstieg. Stark auf sozialdemokratische Werte setzende Gesellschaften (Skandinavien) leben friedlich neben jenen, die stark die individuelle Verantwortung betonen (USA).
          In den verbliebenen marxistisch inspirierten Regierungen existiert jenes starke Moment der Absolutheit des eigenen Herrschaftsanspruch. Und eben aufgrund des Anspruchs über Politik einen utopischen Endzustand zu schaffen, werden Linksextreme mit Macht halt zu Bullys. So einfach und immer das gleiche Strickmuster.

          • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 22:50 - Permalink

            @lemmy caution
            Du hast einen der Grundgedanken von Marx überhaupt nicht verstanden. Ziel der Marxschen Aufklärung ist es die abhängig beschäftigten Menschen aus den faktischen Herrschaftsstrukturen herauszulösen. Deshalb wird auch die klassenlose Gesellschaft als Fernziel propagiert und nicht etwa der Totalitarismus beziehungsweise die Diktatur. Die Diktatur der “wertschöpfenden” Menschen ist lediglich nötig um die Diktatur des (oft sozialschmarotzenden) Kapitals zu brechen. Sie bezeichnet eine Übergangsphase und kein Endziel. Deine “marxistisch inspirierten” Länder (wahrscheinlich meinst du Nordkorea) sind wohl eines definitiv nicht: Nämlich marxistisch inspiriert.

            Was die “Diktatur des Kapitals” ist, kannst Du aktuell in Europa sehen. Das Kapital bestimmt wer, wann, wieviel Geld bekommt und wofür dieses ausgegeben werden darf. Die Erpressung geht natürlich scheinbar relativ subtil vonstatten (über abstrakte Marktakteure). Aber letztlich machen die Eigner beziehungsweise die Verwalter großer Vermögen hier Politik. Und diese Politik stellt einen kalten Putsch der freiheitlich demokratischen Rechtsordnung dar.

            Nach dem Sieg über die sozialistischen Republiken zeigen Deine Protagonisten jetzt ihr wahres Gesicht: Die offene, rücksichtslose und hemmungslose Diktatur der großen Vermögen über die Gesellschaft. Die Gesellschaft als Mittel zum Zweck. Zweck ist die Kapitalvermehrung.

          • Lutz Hausstein schrieb am 24. Februar 2012 at 22:59 - Permalink

            In marktwirtschaftlichen Systemen lassen aber die Machthaber einen größeren Spielraum an Kritik innerhalb des Systems.

            Dies wäre dann zielführend, wenn es Kritik nur um der Kritik willen gäbe. Kritik ist aber kein Selbstzweck. Wenn Kritik geübt wird, dann mit dem Ziel der Veränderung/Verbesserung.

            Das reine Zulassen von Kritik (Meinungsfreiheit) bei gleichzeitiger Verhinderung von Veränderungen dient rein plakativen Zwecken als demokratisches Placebo.

            • lemmy caution schrieb am 26. Februar 2012 at 08:13 - Permalink

              Aus meiner Sicht verändern sich die parlamentarischen Demokratien ständig. Wenn die Veränderung darin besteht, dass danach Abwahl der neuen Machthaber unmöglich wird, ist das ein problematischer Schritt. So agieren aber die meisten Marxisten. Auch die heutige SED lebt aus meiner Sicht in dieser Ideen-Welt, auch wenn ihnen die Voraussetzungen für eine initiale Machtergreifung durch einen Wahlerfolg vollkommen fehlen.
              Anders agierten die sogenannten “Euro-Kommunisten” der 80er und 90er in Italien und Frankreich sowie auch die Unidad Popular in Chile. In beiden finden sich klare Abgrenzungen gegen die kubanische Vorstellung, dass freie Wahlen mit der Zulassung eines breiten Spektrums an Parteien eben nicht die demokratische Legitimität fördert, sondern lediglich zu einer Art kommerziellen Wahl-Markt führt. Die heutige SED – und insbesondere der dominierende ost-deutsche Teil – liegt es fern, sich von einer solchen extremen Ablehnung der Spielregeln einer repräsentativen Demokratie abzugrenzen.

          • Mordred schrieb am 25. Februar 2012 at 02:49 - Permalink

            du hast bei dem vergleich der volksiwrtschaften bzw. nationen leider vergessen, dass die u.a. sowohl historisch als auch von den verfügbaren rohstoffen her ABSOLUT unterschiedlich sind. keep this in mind and try again :)

      • Jacques Roux schrieb am 24. Februar 2012 at 20:43 - Permalink

        Wer Hernan Cortes zum Anführer des wahrscheinlich ersten humanitären Einsatzes der Geschichte verklärt, muss natürlich Robbespierre auch extrem links verorten. Hehe, mit dieser, wohl unfreiwilligen, Komik haben sie mir wenigstens die Noche Triste gerettet ;-)

        • lemmy caution schrieb am 24. Februar 2012 at 21:57 - Permalink

          Werd du erstmal erwachsen.

          • Jacques Roux schrieb am 24. Februar 2012 at 22:27 - Permalink

            Yo, Paps

        • Vogel schrieb am 24. Februar 2012 at 22:48 - Permalink

          @Jacques Roux

          Wer Hernan Cortes zum Anführer des wahrscheinlich ersten humanitären Einsatzes der Geschichte verklärt, muss natürlich Robbespierre auch extrem links verorten.

          Sauber! :-D

          • lemmy caution schrieb am 26. Februar 2012 at 08:18 - Permalink

            So, ihr 2 kleine Racker. Der böse Onkel macht noch mal: BUH.
            Dann lachen wir gemeinsam.
            Ich mag Kinder.
            Nur wollen sich die Erwachsenen hier eigentlich über Politik unterhalten.

    11. Karla schrieb am 24. Februar 2012 at 19:28 - Permalink

      … und sich eifrig ins Zeug legte, Gaucks Zitate in den rechten Kontext zu rücken, …

      Vorsicht, dieser Satz könnte, aus dem Zusammenhang gerissen, auch zu Fehlinterpretationen Anlass geben. Gauck und rechter Kontext, um Himmels willen.

      Die Deutungshoheit über Gaucks Aussagen werden (abgesehen von der Springer-Presse natürlich) diejenigen Parteien haben, die ihn, wie unter Demokraten üblich,ausgekungelt als Konsenskandidaten vorgeschlagen haben. Das lässt ja schon einen recht großen Interpretationsspielraum; wir werden es erleben. Das wird uns dann als “lebendiger Dialog” verkauft werden. Gauck – einer, mit dem man reden kann, na super. Aber alles, was außerhalb des Konsensrahmens dieser Gruppierung liegt, wird es vermutlich sehr schwer haben (Trittin: “Schweinejournalismus”, nun gut, dafür wird er jetzt mal lobend erwähnt bei der Jungen Freiheit).

      Der mutige Herr Gauck wird dem mutigen Herrn Sarrazin auf die Schulter klopfen. Seine Anhänger werden sich in zwei Gruppen teilen: solche, die mehr oder weniger eloquent argumentieren, dass er ja alles ganz anders gemeint hat (wir kleinen Dummerchen verstehen das eben nicht, wenn’s uns der Demokratielehrer nicht erklärt), und solche, die es genau so verstehen, wie die Schweinejournalisten geargwöhnt haben, und die ihn genau dafür feiern. Je nach Thema wechselt die Besetzung dieser beiden Gruppen; abends gehen die zusammen Bier trinken.

      Es erinnert irgendwie an Luther. Immer schön von der Kanzel herab – wenn die dummen Bauern dann losgehn und Ernst machen, was hat er damit zu tun?

    12. Heldentasse schrieb am 24. Februar 2012 at 19:29 - Permalink

      M.E. hat Gregor Gysi am Aschermittwoch auch zu Herrn Gauck und dessen augenscheinliche politische Ausrichtung viel richtiges gesagt.

      • Peleo schrieb am 24. Februar 2012 at 20:15 - Permalink

        Nicht nur dazu. Gute Rede. Kluger Mann. Danke für den Link.

    13. Peleo schrieb am 24. Februar 2012 at 19:50 - Permalink

      solche Ratten

      Das ist nicht “links”, das ist menschenverachtend -und kontraproduktiv.

    14. twex schrieb am 24. Februar 2012 at 20:00 - Permalink

      Ich bin allen dankbar, die die Zitate ausgegraben haben. Ich habe sie gern gelesen (im Kontext). Ich fand sie nicht “verschwurbelt”, sondern sprachlich angenehm, besonnen und diskussionswürdig.

      Leider scheinen die Linken diese Diskussion nicht liefern zu können. Sie zeigen nur auf ein Zitat und sagen: “Diese Aussagen sind nicht links.” Das stimmt. Aber das ist keine Kritik und kein Argument gegen sie. Offenbar ist diese Kampagne der Linken gar nicht dazu gedacht, Andersdenkende zu überzeugen, sie soll nur die eigene Basis mobilisieren.

      • Heldentasse schrieb am 24. Februar 2012 at 20:41 - Permalink

        Es scheint, dass DIE LINKE machen kann was sie will, immer wieder erscheint jemand auf der Bühne mit einem Eimer Jauche und die Mehrheit des gemeinen Volkes findet das leider auch richtig so. (siehe z.B. Linke Lachnummer)

        Warum soll sich die M.E. einzig Oppositionspartei im Bundestag objektiv und evtl. sogar intellektuell mit den Zitaten des politischen Gegners (Gauck) auseinander setzen? Bringt denen das signifikant mehr Zustimmung und Wählerstimmen? Ich denke nein, die schleißen mit Sprüchen wie “Diese Aussagen sind nicht links.” nur die eigenen Reihen und das ist m.E. legitim und notwendig.

        • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 21:00 - Permalink

          @Heldentasse
          “Es scheint, dass DIE LINKE machen kann was sie will, immer wieder erscheint jemand auf der Bühne mit einem Eimer Jauche [...]”

          Das hat nichts mit der Qualität des Tuns (der Linkspartei) zu schaffen. Das linke politische Spektrum wird aggressivst bekämpft. Das ist alles.

          Die kleinen Leute in Europa werden unterjocht und abgezockt während man gleichzeitig den Versagern, die in den Führungspositionen sitzen, die Knete zuschiebt. Das alles kann man nur über saudämliche Propaganda schönfärben. Deshalb gibt es auch keine inhaltliche Auseinandersetzung. Die ist nicht erwünscht. Und deshalb auch die Agitation gegen die Linkspartei. Die Linkspartei ist die letzte verbliebene Oppositionspartei. Und die linken Positionen erweisen sich derzeit als richtiger denn je.

          Und lies Dir die Kommentare einiger neoliberaler Trottel hier im Forum doch durch. Die wiederholen die Scheißpropaganda eins zu eins. Es funktioniert also.

          Natürlich trollen einige. Aber unterhalt Dich mal mit den Otto-Normalverbrauchern. Du bekommst genau dieselbe Scheiße geliefert wie sie auch von den neoliberalen Dummschwätzern hier runtergebetet wird. Der ganze Dreck wird den Leuten systematisch über die Massenmedien eingetrichtert.

          Was ich beobachten konnte: Um so mehr TV die Leute konsumieren desto schlimmer ist es.

          • ola schrieb am 24. Februar 2012 at 21:56 - Permalink

            Ebend. Und deshalb muss man einfach konsequent sein Ding durchziehen und sich nicht damit aufhlaten, die Marcs dieser Welt zum Nachdenken bewegen zu wollen. Völlig sinnlos. Entweder die Menschen raffens irgendwann, oder sie bleiben mit Merkel glücklich. Anbiedern oder Aufgabe zentraler Positionen werden auch nicht helfen. Man kann also nur ein Angebot auf andere Sichtweisen aufrecht halten, die Menschen müssen schon von selbst kapieren was gespielt wird. Oder eben auch nicht.

            Aber den Weg zu gehen, gar nich mehr links zu sein, um dann auch mal mitmachen zu dürfen ist doch völlig albern. (Diskussion: für breite Schichtenwählbar werden, wie pervers) Da bin ich lieber ewiggestrig (und lasse mir das von Feudalisten mitteilen), als jemals zum Gabriel zu mutieren.

          • lemmy caution schrieb am 24. Februar 2012 at 22:15 - Permalink

            Das linke politische Spektrum wird aggressivst bekämpft.

            Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.
            Und seitdem sich die Demokraten lächelnd auf die Polemik der SED-Nachfolger eingestellt haben, wendet sich das hohe Aggressionspotential halt nach innen.

            • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 22:55 - Permalink

              Welche Demokraten?

          • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 22:24 - Permalink

            @ola
            “Aber den Weg zu gehen, gar nich mehr links zu sein, um dann auch mal mitmachen zu dürfen ist doch völlig albern.”

            Gut das Du das angesprochen hast. Ein wirklich wichtiges Thema.
            Der zugehörige Propagandatrick geht so: “Erst wenn Du die Meinung des ‘großen Geldes’ übernommen hast, dann wirst Du wieder ernstgenommen und darfst ‘mitspielen’. Alle anderen sind doch schon übergelaufen. Du bist doch völlig isoliert. Geh doch auf die andere Seite. Auf die Gewinnerseite.”
            Mit diesem Trick* hat man zwei komplette Parteien korrumpiert (SPD und Grüne). Entsprechend sind diese beiden Parteien auf die Gegenseite übergelaufen. Deshalb handelt es sich bei diesen beiden auch um Verräterparteien.

            Wir sprechen hier tatsächlich von der größten Niederlage des linken politischen Spektrums (der BRD) der letzten 20 Jahre. Eine echte Katastrophe.
            Das Großkapital assimiliert das linke Spektrum einfach über neokonservative Propaganda.
            Das hat bisher niemand analysiert. Aufklärungsarbeit (wie sie auch von den NDS betrieben wird) ist hier dringend nötig.

            *Wagenknecht nennt diesen Propagandatrick “Stöckchenspringen”: Dem Hündchen wird ein Stock hingehalten. Darüber muß es dann springen. Ansonsten ist es kein braves Hündchen und wird “geschimpft”.

        • Jacques Roux schrieb am 24. Februar 2012 at 22:38 - Permalink

          In Sachen Kandidatenkür, das muss man leider attestieren, war die LINKE aber auch wieder extrem blöd.

          “Insbesondere die Anfrage an Klarsfeld dürfte für Diskussionen gesorgt haben, denn die in Frankreich lebende frühere Journalistin tat sich zwar in der Vergangenheit als mutige Aufklärerin und Verfolgerin von Naziverbrechern weltweit hervor. Andererseits ist sie bekennende Unterstützerin des konservativen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und hat nichts gegen dessen Politik des sozialen Kahlschlags und der rigorosen Abschiebung von Roma und anderen Minderheiten einzuwenden – und sie befürwortet uneingeschränkt die aggressive Besatzungspolitik Israels in den palästinensischen Gebieten. Mit Blick auf den von den anderen fünf im Bundestag vertretenen Parteien zum Kandidaten gekürten Ex-Stasiunterlagenverwalter Joachim Gauck betonte sie gegenüber dem Tagesspiegel (Freitagausgabe): »Jeder hat auf seiner Seite gekämpft. Er in der DDR, ich in Westdeutschland.« Deshalb werde sie keine »Anti-Gauck«-Kandidatin sein.”

          http://www.jungewelt.de/2012/02-25/045.php

      • Lennard schrieb am 24. Februar 2012 at 20:45 - Permalink

        Sie zeigen nur auf ein Zitat und sagen: “Diese Aussagen sind nicht links.”

        Es würde helfen, wenn du den Artikel von Jens wirklich gelesen hättest. (http://www.nachdenkseiten.de/?p=12338)
        Abgesehen davon wurde schon 2010 und in den letzten Artikeln über Gauck deutlich, dass so einige hier im Kommentarbereich die kompletten “Schriften” gelesen haben. Dein Vorwurf ist Humbug.

    15. lolbo schrieb am 24. Februar 2012 at 21:28 - Permalink

      Nicht umsonst heißt es:
      “Wir haben Medien-, Internetexperten und Sascha Lobo eingeladen.”

    16. Am_Rande schrieb am 24. Februar 2012 at 23:04 - Permalink

      Um es gleich zu sagen, ich freue mich über die zu erwartende Wahl Herrn Gaucks zu unserem Bundespräsidenten.
      Warum? Weil er ein Bundespräsident sein wird, der unserem Land – so hoffe ich – sehr gut tun wird.
      Denn an was gebricht es augenscheinlich unserem Land? Und wofür ist auch dieser SF-Artikel nur wieder ein schlagendes Beispiel? Es geht in dem Artikel ja nicht darum, was Herr Gauck gesagt hat, sondern darum, wer was gesagt hat, was Herr Gauck angeblich gesagt hat.Und die Artikelüberschrift sagt es ja nur zu deutlich: “Kampf um die Deutungshoheit der Gauck-Zitate”.
      Deutungs H O H E I T -

      Wieviele Menschen mag es in Deutschland geben, die der “guten alten Zeit” nachtrauern, als es nur eine maßgebliche Zeitung in Deutschland gegeben hat –
      mag sie “Völkisches Deutschland” oder “Neuer Beobachter” geheißen haben – da wußte jeder gute (Volks)Genosse was man zu sagen hatte und was man zu denken hatte. Jedenfalls nach außen hin. Privatim war eine andere Sache – wenn man wußte, mit wem man es zu tun hatte, konnte man es auch riskieren, zu sagen, was man denkt. Wenn man denn dachte.
      Aber sind diese furchtbaren Zeiten schon so lange vergangen, dass Deutschland und die lieben Deutschen sich grundlegend geändert hätten?
      Ein kluger amerikanischer Politiker hat es einmal so gesagt: “We don’t have freedom of speech to talk about the weather.”
      Und wie sieht es in Deutschland aus?
      Ein wirklich großer Schriftsteller, Walter Kempowski, hat schon lange vor jeder Sarazzin-Debatte dazu erklärt:
      „Ich bin konservativ und liberal, und das darf man in Deutschland nicht sein. […] Man darf ja auch heute nicht seine Meinung sagen in Deutschland. Versuchen Sie das doch mal! Ein Schritt vom Wege, und Sie sind erledigt.“
      Das hat er einer schweizerischen Zeitung gesagt, nota bene.
      Warum sollte also Herr Gauck, der Mann im höchsten Staatsamt sein, der die Deutschen ein wenig auf den rechten Weg bringt? Es ist das, was Herrn Gauck von allen seinen Amtsvorgängern unterscheidet. Er ist kein typischer Karriere-Poltiker, der am Ende seines entbehrungsreichen Weges der Arbeit für das Gemeinwohl mit dem höchsten Amte im Staate belohnt wird. Er ist kein Mitglied einer der die bundes-deutsche Politik beherrschenden Parteien.
      Jeder, der meint, es wären meinungsfreudige Individualisten, die freudig die Ochsentour in den Parteien durchleiden, bis sie den nötigen Stallgeruch angenommen haben, jeder, der meint, es wären eigenständig-denkende Geister, die dem Gesinnungsdruck in den Parteien widerstehen, um dafür mit Partei- und schließlich Staatsämtern belohnt zu werden, jeder, der das meint, darf getrost Herrn Wullf, dem Paradebeispiel für eine bundesdeutsche Parteisozialisation, hinterhertrauern.
      Wer hat also die Deutungshoheit über das, was Herr Gauck gesagt hat? Sie. Und ich. Und jeder, der fähig ist, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

      • FetteBeute schrieb am 24. Februar 2012 at 23:15 - Permalink

        [...] bis sie den nötigen Stallgeruch angenommen haben, [...]
        Ist bei Gauck nicht nötig. Er meint ja von sich selbst, daß er ungewaschen und verwirrt sei. Passt perfekt zu den Neolibs.

        Zu Deinen Wahnideen von einer “linken Meinungshoheit”:
        Jeder der in Europa aktuell vom neoliberalen Kurs abweicht wird Platt gemacht. Sollte sogar Dir aufgefallen sein. Phantasier nicht soviel.

        • Am_Rande schrieb am 24. Februar 2012 at 23:43 - Permalink

          Erstaunlich. Das Wort “links” habe ich nirgends geschrieben…
          ;-)

          • FetteBeute schrieb am 25. Februar 2012 at 00:08 - Permalink

            Das kam trotzdem sehr deutlich durch. Ihr Obrigkeitshöhrigen seid doch einfach einzuschätzen. Ihr wiederholt einfach den ganzen Springer/Spiegel-Müll. Diesesmal war es die Wiederholung im Stil Fleischhauer. Echt originell!

            Was soll denn so ein Geschwätz wie “Ich bin konservativ und liberal, und das darf man in Deutschland nicht sein.”
            Die Konservativen sind doch überall an der Macht. Alle halten hierzulande (fast schon verzweifelt) an den herrschenden Verhältnissen fest (SPD und Grüne inklusive). Auch wenn das die Demontage des gesamten demokratischen Systems bedeutet. Arschkriecherei bis zur Selbstverleugnung und bis zum politischen Selbstmord.
            Ihr Konservativen habt durch Eure exzessive Arschkriecherei mittlerweilen Euren gesamten Verstand verschissen. :-D

            • DerOnkel schrieb am 25. Februar 2012 at 10:16 - Permalink

              Ich finde es nicht gut, anderen ihre Realität mit Fakten zu versauen – das gilt auch für den armen Marc. Überlegt Euch doch mal, wie schlimm das sein muss: plötzlich inmitten einer Menschenmenge aufzuwachen und festzustellen, dass man splitterfasernackt ist!
              Wenn dann noch geistige Reife und die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können so offensichtlich unterentwickelt sind, tja, da bleibt ja eigentlich nur noch, sich die fehlenden Kleider herbei zu fabulieren…
              Mitleid, ja genau, Mitleid ist angebracht – das klebrigste aller Gefühle, hier passt es wie Arsch auf Eimer!

      • Mod schrieb am 25. Februar 2012 at 09:33 - Permalink

        Die Deutungshoheit?, dazu müsste man wissen wer dieser Gauck eigentlich ist?, und ich war so frei und hab mir seine Biographie heraus gesucht, nein eigentlich sind es zwei Biographien, welche jetzt die “Richtige” ist kann ich als Wessi gar nicht sagen? Obwohl bei der ersten gibt es quasi gar kein Leben vor 1990?

        http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/GauckJoachim/index.html

        und das ist schon Verwunderlich angesichts des greisen Alters von Herrn Gauck? Aber wie gesagt ab 1990 geht sein Leben ab wie ne Pershing, Medaillen, Orden, Auszeichnungen usw..! Und seine Vorliebe MfS in die Dienste der Gauck Behörde zu stellen fehlen auch, aber auf Insiderwissen konnte er damals schon nicht verzichten, so sagt er zumindest?!

        http://www.mfs-insider.de/Presse/EinLebenHinterDerLarve.htm

      • wschira schrieb am 25. Februar 2012 at 18:52 - Permalink

        Dieser Beitrag ist ein Geschwurbel von vorne bis hinten…d.h. nicht ganz:

        Zitat:
        “…Warum sollte also Herr Gauck, der Mann im höchsten Staatsamt sein, der die Deutschen ein wenig auf den rechten Weg bringt?…”

        Wenn man dieses Zitat richtig interpretiert (siehe auch Deutungshoheit), kann man sagen: Gauck soll die Deutschen mehr nach rechts verschieben. Ganz toll erkannt!

    17. Folkher Braun schrieb am 25. Februar 2012 at 00:52 - Permalink

      Darf ich mal um Mäßigung bitten?

      Es geht hier nun mal nicht um die mechanische Intrusion in Darmausgänge, durch wen auch immer und die Folgen davon. Nach der gegelten Lichtgestalt von der Atlantikbrücke bekommen wir jetzt die ergraute/gefönte. Die haben halt ein ganzes Arsenal von Charaktermasken. Es lohnt sich nach meiner Auffassung auch nicht, sich mit einzelnen Gedankengängen des Herrn G. auseinanderzusetzen. Der ist gelernter Pope. Da gilt immer noch: “Der Zehnte an den Pfaffen ist klarer als der Segen des Pfaffen.” (irgendwo in Das Kapital Band1). Mit jeder erweiterten Diskussion über den “Segen” dieses Pfaffen überhöht man die Figur. Besser wäre es, es so zu machen, wie unsereins in der Ausbilderschulung zur Meisterprüfung gelernt hat: Unerwünschte Verhaltensweisen und Meinungsäußerungen sind zu ignorieren. G. ist zu ignorieren. Das ist ein durchlaufender Posten.

      gruß f

      • FetteBeute schrieb am 25. Februar 2012 at 01:40 - Permalink

        Das Großkapital installiert seine Marionetten und wir schweigen dazu. So hätten die das gerne. Hier muß man vorsichtig sein. Denn: Wer schweigt, stimmt zu.

        “Das ist ein durchlaufender Posten.”
        Das sind wir doch alle. Wir werden alle weggeworfen, wenn wir den oberen Zehntausend nicht mehr schick genug sind. Genau DAS ist doch das Problem. Der Dreck regiert. Und obwohl wir in einer Zeit leben, die das ganze wirklich offensichtlich werden lässt – trotzdem – gibt es noch diese Unzahl an Stiefelleckern.

    18. K.S. schrieb am 25. Februar 2012 at 01:00 - Permalink

      Super Beitrag Jens, gute Analyse welche mich angeregt hat, deine Links anzuklicken und bei Schopenhauer bin ich hängen geblieben.

      Bei Gauck ist es im Grunde egal, ob man Zitate oder ganze Bücher liest, sie sind fast immer vieldeutig, eine Negativerscheinung von vielen Pastoren. Sie denken nicht an die Worte, die Jesus – der Meister – ihnen und uns mit auf den Weg gegeben hat, dass unsere Rede deutlich sein soll: “Deine Rede sei Ja,Ja oder Nein,Nein. Was dazwischen ist, ist vom Übel”.

      Das bedeutet, dass wir uns positionieren müssen. Gauck tut das nicht.

      Mit seinen 72 Jahren bringt er es nicht fertig, sein privates Leben auf die Reihe zu bringen. Er lebt mit seiner Freundin/Geliebten zusammen, obwohl er noch verheiratet ist.
      Seine Selbstdarstellung bezieht sich nur auf ihn, nicht auf seine Familie, nicht auf seine Freundin. Er steht im Rampenlicht, er wird gehört, er ist Meinungsmacher.

      Das Amt des Bundespräsidenten, dass von Wulff angeblich beschädigt worden ist, soll Gauck wieder ins richtige Licht rücken, die Beschädigung rückgängig machen.

      Ja, wie denn ?

      Das Amt erfordert Moral, Ethik, Wahrhaftigkeit, Eindeutigkeit, Mitgefühl mit der Gesellschaft hier und in anderen Ländern und – nicht zuletzt Integrität = Makellosigkeit und Unbestechlichkeit.
      Die Person des BP soll all diese Werte in der Öffentlichkeit darstellen, sie soll Vorbild für jung und alt sein, für Menschen jeder Religion und jeder Hautfarbe die hier leben und überall auf der Welt.

      Wie kann das ein Mann, der mit soviel Vorbehalten gegen andere in seinem Lebensruckrack herumläuft, der nicht klar Stellung zu sich, seiner Familie, seiner Freundin und dem Amt, das er anstrebt, beziehen kann?

      Darüberhinaus repräsentiert er, so wie er sich jetzt darstellt, auf psychischer Ebene gerade DEN Neoliberalismus, der Deutschland und Europa ins feudalistische Mittelalter katapultiert, in welchem die “Fürsten und Pfaffen” das tun konnten, was sie wollten. Moral, Ethik und Werte wurden dem Volk abverlangt – die “geistige Elite” brach die Ehe, Gesetze, korrumpierte und wurde korrumpiert.

      Gauck als Symbol für die postdemokratische Wende?

      Gauck als Symbol für neoliberale Politik des 21.Jh, die Menschenrechte ver-und missachtet, die die Freiheit und Diktatur der Märkte lobt und Lohnsklaven haben wollen?

      Gauck als Beruhigungsmittel, Opium für’s Volk, das aufbegehren könnte ob solcher Veränderungen?

      Es hätte bessere Kandidaten gegeben, die diesem hohen Amt besser entsprochen hätten, wenn die Regierung sich mehr Zeit gegeben hätte. Aber wie es aussieht, stand dieser Präsidenten-Wechsel schon mit Wulffs Wahl fest.
      Es ging NIE um die Würde des Amtes, denn dann hätte Gauck kein Kandidat werden können.

      Was ich jetzt sehe ist das Ergebnis einer beispiellosen Medienkampagne, von neoliberalen Medienmogulen in die Wege geleitet, damit die Wirtschaft und ihre Eliten zufrieden sind.

      ,

      • Mod schrieb am 25. Februar 2012 at 14:01 - Permalink

        Bürgerrechtler, Ex-Bürgerrechtlerin usw. keine Ahnung wie man Bürgerrechtler wird oder wie man Ex-Bürgerrechtlerin werden kann? Auf einen Artikel aus der Zeit mit “Lafontaine wirft Gauck DDR Privilegien vor”

        “. U-Boot Gauck, U-Boot Merkel

        Ich halte Herrn Lafontaine für eine Pfeife.

        Aber warum ist er der einzige, der sich mal kritisch zu Stasi- U-Booten in anderen Parteien äußert? Die Macht von Gruppierungen wieder den Nachfolgern des Weißenseer Arbeitskreises scheint weiter zu gehen, als gedacht.

        In diesem Land sind verschiedene Gruppierungen ehemaliger DDR-, MFS- bzw. HVA- Kader am Werk, die ihr Gesellschaftsideal einer Zentralverwaltungswirtschaft dem vereinten Deutschland aufprägen wollen. Merkel gehört dazu, Herr Gauck aber auch. Die Methoden sind perfide. Man bedient sich eben seinem mitgebrachten Stasi-Wissen.

        Der Rücktritt unseres Bundespräsidenten sollte vielleicht mal unter diesem Gesichtspunkt investigativ beleuchtet werden. Denn die Vorkommnisse im Bundespräsidialamt deuten darauf hin, dass er über seinen Stab “diszipliniert” werden sollte.

        Die DDR hat uns mehr hinterlassen, als viele denken. Insbesondere die Spuren im denken derer, die es an Schlüsselpositionen des Staates gebracht haben, sorgen für ein Staatswesen, was die Mehrheit der Deutschen nicht will.
        Denn wie sagte Frau Merkel: “Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.”

        aus einem Kommentar unter diesem Artikel:

        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/gauck-lafontaine-ddr

        das sehe ich ähnlich, die Versuche den Bürgern ihre Rechte zu nehmen bieten Anlass zur Sorge? Die Vorratsdatenspeicherung (VDS) durch die Hintertür und dazu zähle ich die Regelungen des Telekommunikationsgesetzes, welche Teilweise bzw. meiner Meinung nach komplett Verfassungswidrig sind?!

        ” Auskunftsberechtigt sind nach dieser Norm grundsätzlich alle Behörden. Voraussetzung ist, dass die Auskunft im Einzelfall für die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die Gefahrenabwehr oder nachrichtendienstliche Aufgaben erforderlich ist.”

        http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-013.html

        Reicht der Verdacht einer Ordnungswidrigkeit aus um Daten anzufordern! Nachrichtendienstliche Aufgaben zum Schutz der Werte, die uns mit der EU-Verfassung, welche ebenso Verfassungswidrig ist, auferlegt wurden und durch die Hintertür als Unumstößlich und Gott-Gegeben, in Zukunft als Verfassung Bestand haben wird!? Wie und was das mit Herrn Gauck zu tun hat merken wir spätestens dann, wenn er den Nutzen der Überwachung vor den Grundrechten der Bürger “möglicherweise” Einschränken will? Zitat Gauck:

        “als würde mit der Speicherung von Daten, die möglicherweise meine Grundrechte einschränkt – ein wenig einschränkt -, als wäre dann der Beginn zu dem Spitzelstaat.”

        http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/545/189/lang,de/

        also ein wenig Eingeschränkt sieht?, aber es nicht so wichtig ist weil ein Rest an Freiheit ja immer noch vorhanden ist? Wohin die ganze Chose führt kann sich jeder an 10 Fingern ausrechnen und ich habe die Befürchtungen, das diese U-Boote genau an den wichtigen Stellen implantiert wurden um eben Rechte zu beseitigen, angefangen mit den ständigen Diffamierungen der Linkspartei und da vor allen Dingen an G.Gysi, bis hin zu den Dutzenden von MfS Mitarbeiter in der Gauck Behörde, oder einen Verteidigungsminister wie Thomas de Maizière, dessen Vetter der letzte Ministerpräsident der DDR war, sieht es ganz so aus als würden die alten Seilschaften, nun für ganz Deutschland, neu Aufgelegt? Das die Linke vom VS überwacht wird hat noch einen anderen Grund, Links sein wird u.U. als Straftat gewertet werden, wenn man den Kommunismus-Jäger Gauck glauben schenkt? Der Verdacht einer IM-Erika als Bundeskanzlerin konnte von ihr auch noch nicht ausgeräumt werden, im Gegenteil, wie die von ihr verbotene Ausstrahlung des betreffenden Beitrags im NDR deutlich macht, der Verdacht erhärtet sich durch solche Aktionen und der jahrelange Umgang mit einem System wie es die DDR für sich beanspruchte, wirkt tatsächlich Prägend, das merkt man am Umgang der beteiligten Akteure, oder an den z.B. nichts und vielsagenden Worten des zukünftigen BP? Man darf gespannt sein was da auf uns zukommt? Aber wer hätte je gedacht das neben einer IM-Erika, jetzt die Larve als BP gesellt? DDR 2.0

      • jürgen schrieb am 27. Februar 2012 at 11:23 - Permalink

        Prima K.S. und dann sollten wir das ganze mal östlich sehen, wäre zumindest auch eine Option
        Ex oriente lux ?

        Hat sich eigentlich schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, wie weit die Vereinnahmung der BRD durch den Osten unserer Republik vorangeschritten ist?
        Drei wichtige Schlüsselpositionen unseres Landes werden ab Mitte März von Ossis besetzt sein: Das Bundeskanzleramt von Frau Merkel, das Verteidigungsministerium von Herrn de Maiziere und das Bundespräsidialamt von der Lichtgestalt Gauck.
        Die Ostideologie, die schon zur Zeit fröhliche Urstände feiert, wird mit Gauck eine „neutrale“
        Zusatzinstanz bekommen, die in Zukunft ex cathreda verkünden wird, wo der Bartel den Most holt: Aus dem lange in Fässern gereiften Antikommunismus, der zusammen mit dem Hohelied von der Freiheit und der Liebe zum Vaterland als Grundlage für die Vernebelung der Gehirne und Herzen unserer Bürger dienen wird.
        Wir sollen zurückgeworfen werden auf die ideologische Ursuppe der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, deren Auswirkungen wir schon einmal ausbaden und bekämpfen mussten. Das Bedenkenswerte an diesem Vorgang ist die Tatsache, dass dieses Rollbackgeschenk uns von einigen unserer ehemaligen Brüdern und Schwestern aus dem Osten gemacht wird, einem Ort, an dem einst der sogenannte reale Sozialismus seine UnBlüten trieb.
        Ich will dieses Geschenk mal der Verpackung berauben, um es in seiner ganzen unverfrorenen Pracht zum Glänzen zu bringen:
        Frau Bundeskanzlerin Merkel, die sich von Kohls Mädchen zu Kohls Frau entwickelt hat, tapst durch die Weltpolitik und zeigt allen „Wir sind wieder wer“. Dass wir schon mal wer waren, schert sie einen feuchten Kehricht, vielleicht auch, weil der Staat, in dem sie groß wurde, ihr diese Geschichtslektion nicht adäquat vermittelt hat. Er hat ihr aber mit Sicherheit Vaterlandsliebe abverlangt, genau die, die heute so unbedarft daherkommt, dass einem Angst und Bange dabei werden kann. Kohls Mädchen hat zur Kenntlichkeit gebracht, was dieser schon immer klammheimlich im Herzen mit sich herumgetragen hatte – mission accomplished!
        Sekundiert wird diese Liebe zum Vaterland, die sich ja oft zur Hybris auswächst, wie die historische Erfahrung zeigt, vom Ostverteidigungsminister de Maiziere, dem Biedermann des Bundeskabinetts. Diesem Menschen strahlt die Harmlosigkeit aus allen Knopflöchern. Das Strahlen tut allenthalben seine Wirkung. Es ist z.B. so wirkmächtig, dass er ohne viel Federlesens einen Veteranenorden vorschlagen kann, und jeder zunächst denken soll: Wenn der das vorschlägt, kann´s ja nichts Schlimmes sein, der meint´s ja nur gut. Das wäre dann wohl Kohls Junge oder vielleicht Honneckers Uboot? – mission accomplished!
        Herr Gauck, der dritte im Bunde, tingelt seit Jahren für seinen Verein „Gegen Vergessen für Demokratie“ durch die Lande und predigt das Hohelied des Antikommunismus und der unkritischen Liebe zur Freiheit des Kapitalismus, im Westen auch (soziale) Marktwirtschaft genannt. So spielt er schon geraume Zeit den „Bundepräsidenten der Herzen“, auf dessen Thron er nun gehoben wird – mission in statu nascendi.
        Der dritte im Bunde also, der unverhohlen damit droht, uns beizubringen, was die rechte Art der Gesinnung in einer freiheitlich demokratischen BRD zu sein hat.
        Wenn wir diese Ostgeschenke nach dem Motto behandeln „Einem geschenkten Gaul/Gauck guckt man nicht ins Maul“, werden uns die im freiheitlichen Geschenkpapier versteckten faulen Eier noch einiges an unangenehmen Blähungen verursachen.
        Gegen Blähungen hilft zweierlei: Entweder die Eier nicht goutieren oder ggfs. den Magen sanieren. Einfache Gegenlichttherapien reichen da jedenfalls nicht!

        • Mod schrieb am 27. Februar 2012 at 13:27 - Permalink

          Genau diese Vereinnahme meine ich:

          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7983/kampf-um-die-deutungshoheit-der-gauck-zitate#comment-158516

          Es ist Offensichtlich das die Finanz und Kapitalinteressen der Mächtigen es sehr gut verstanden haben, Politik zu machen. Wie ein “gesundes” Volk aber weich geklopft wird, ist uns durch schröder erneut bewusst geworden?, auch die Wortwahl die Verwendet wurde entsprach dem des Hitler Deutschlands. Parasiten und Schädlinge wurden alle diejenigen genannt, die an diesem Rattenrennen von Raubtierkapitalismus von vornherein ausgegrenzt waren. Dazu wurden Filmchen präsentiert wie “Wir sind Deutschland” “Und Du bist Deutschland” und Prominente mit dem volkswirtschaftlichen Sachverstand einer “Larve” unterstützten die Bundesregierung bei ihrem medialen Tamm Tamm.
          Geschichte wiederholt sich auch hier und man hat anscheinend nichts aus der Geschichte gelernt?, dabei wurden alle Beteiligten für ihr Engagement garantiert sehr gut entlohnt?, aber davor sollte uns eben Verfassung und GG schützen?, mit welcher Macht hier Gesetze und Verordnungen gegen die eigenen Bürger umgeändert wurden, ist mit normaler Logik nicht zu erklären. Wenn dann noch Wissen Macht bedeutet, ist es verständlich das dass Bildungssystem wissentlich an die Wand gefahren wird um die Eliten produzieren zu können, die nötig waren und sind um gegen das Volk, und für Kapitalinteressen zu handeln. Am Ende werden auch sie ihre Interessen in Gefahr sehen, aber so weit reicht der Verstand dann doch noch nicht!? Die Wiedervereinigung wurde so und fast über Nacht ein geeignetes Instrument, um mit geeigneten Personen, den Notwendigen medialen Aufwand zu betreiben, diesen neoliberalen Kurs weiter zu verfolgen und ihn zu Perfektionieren?

          Wie im Beitrag heute um “die merkwürdige Stärke der bürgerliche Mitte”, die mit Linken Themen die Mittelschicht besetzt hält, ist nichts anderes als der Versuch der Regierung zu zeigen, das sie durchaus in der Lage ist auch “Linke” Themen ihr eigen zu nennen? Die Lüge vom Atomausstieg, oder der Haken in der Familienpolitik, wird in den Medien nicht mal erwähnt? Ziel ist nach deren Logik, das alles was wirklich Links ist, oder für den wirklichen Atomausstieg, für eine Wende in der Familienpolitik, für Mindestlohn oder mehr Rechtsstaatlichkeit etc.etc, schon als Linksextremistisch im Sinne der vorhandenen Gesetze eingestuft, verhaftet, oder anderweitig Mundtod gemacht wird? Die geschaffenen Instrumente sind dazu geeignet! Nicht sofort, Stück für Stück!
          Wo man Bücher verbrennt wissen wir, wenn durch die VDS Worte verbrannt werden, die Bürger Kritiklos werden um Repressalien zu vermeiden, dann wird es wahrscheinlich schon zu spät sein?

    19. dirty talk schrieb am 25. Februar 2012 at 03:21 - Permalink

      “Es erfüllt mich mit Abscheu, wenn in den Feuilletons unser Eintreten für Freiheit als hegemoniale Politik des Westens diffamiert wird.”

      Ratet einfach mal

      • Jacques Roux schrieb am 25. Februar 2012 at 10:31 - Permalink

        “Ratet einfach mal”

        Hm, war’s Papst Urban II ?

        • bmx schrieb am 25. Februar 2012 at 11:04 - Permalink

          Früher konnten sich Kreuzzügler immerhin noch in Hochlatein ausdrücken. Aber ja, auch ein Scheintheologe …

      • der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 11:05 - Permalink

        Das war jetzt aber eher eine rhetorische Frage, oder!
        War’s Rumpelstilzchen?
        Oder John Asht?
        Die Kreuzritterin für Neoliberalismus ähhh…Freiheit und Plutokratie ähhh…Demokratie?
        Oder etwa die mächtigste Politikerin der Welt ?

        http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,716533,00.html

        • der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 11:29 - Permalink

          Selbstkritik: Wer lesen kann ist klar im Vorteil…

      • HHarlekin schrieb am 25. Februar 2012 at 11:22 - Permalink

        Ich kenne den Satz irgendwoher, komme aber nicht auf den Namen dieses Gaucklers …

        Grüß

    20. Peleo schrieb am 25. Februar 2012 at 08:12 - Permalink

      Der Dreck regiert

      …. und rechte Sozis werden als “Ratten” bezeichnet. Assoziationen zu “Schädlingsbekämpfung” und “Säuberungen” In einem “linksliberalen” Forum? Und kein Widerspruch?

      Diese Ausdruckweise ist schändlich.

      • GrooveX schrieb am 25. Februar 2012 at 09:14 - Permalink

        such mal jens-paul wollenberg zur beschallung am wochenende:

        ‘ein wrack im frack’
        2. die ratten

        ein schändlicher bänkelsänger

        • Peleo schrieb am 25. Februar 2012 at 10:51 - Permalink

          Villon, auf den er sich beruft, lebte nun doch in anderen Zeiten.

          Der SF ist doch auch so etwas wie das Forum der NDS. AM und WL und damit auch JB fordern regelmäßig dazu auf, ihre Kritik im eigenen sozialen Umfeld zu verbreiten. Das tue ich.

          Wer nun im Kommentarbereich sieht, dass der politische Gegner mit Schmutz und Ungeziefer gleichgesetzt wird und die Moderatoren (“Blogwarte”) dies tolerieren, der ist nicht mehr bereit umzudenken. Wozu diese Gleichsetzung führt, hat die Geschichte gezeigt.

          Ihr könnt euch natürlich weiter im linkslinken Einverständnis gegenseitig bestätigen und von Revolution träumen.

          • GrooveX schrieb am 25. Februar 2012 at 13:24 - Permalink

            ich meinte jetzt nicht, die wikipedia zu bemühen, mehr so die hörbaren quellen, deshalb beschallung. aber gut, wenn du dein vorurteil brauchst, dann ist das so.

      • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 11:41 - Permalink

        Die rechten SPD Mitglieder können das besser ab als man gemeinhin annehmen möchte. Wer nicht arbeitet braucht auh nichts zu essen oder Parasiten die sich Hartzler verdingen, all das haben wir doch wohlgehört, oder nüscht?

    21. Manfred Peters schrieb am 25. Februar 2012 at 11:40 - Permalink

      Nach dem Totalausfall der TAZ Chefredakteurin bei Illner am 24.02., die nicht in der Lage war dem „Schweine-Grünen“ und selbsternannten Gauck-Erfinder Trittin Paroli zu bieten,
      hat es wohl eine Palastrevolution in der TAZ-Redaktion gegeben.
      Man ist dort nicht mehr bereit sich „Die Wahrheit“ von den einstigen Bundeskommunistischen Freunden vorgeben zu lassen.
      Die Zukunft Deutschlands hat wieder Priorität in der journalistischen Arbeit über die Bleisatz- Gauck-Apologeten erhalten. Eine Zeit, von der man einmal sagen wird:
      Nie war die Manipulation der Massen seit 1945 effektiver!

      • Lennard schrieb am 25. Februar 2012 at 22:59 - Permalink

        Zum Thema MDR:

        http://www.mdr.de/nachrichten/voting146.html

        Der naheliegende Verdacht einer technischen Manipulation konnte inzwischen ausgeschlossen werden. Der MDR wird den Vorgang aber umfassend weiter untersuchen.

        L to the OL. Die “Aktuelle Kamera” sendet jetzt anscheinend in mehreren Sendern (und Zeitungen). Ein absurdes Theater.

    22. Karsten Bier schrieb am 25. Februar 2012 at 11:51 - Permalink

      Zu Lobo:

      Auch wenn Lobo viel über den Kontext schreibt, ignoriert er ihn jedoch selbst gänzlich und macht sich noch nicht einmal die Mühe, seine steilen Thesen anhand von Beispielen zu belegen.

      Er bringt doch das Beispiel von den Judenmorden. Und wenn er da richtig zitiert hat (habe ich nicht überprüft), dann hat er an dieser Stelle auch Recht.

      Und nein, ich bin ganz gewiss _kein_ Lobo-Fan. Aber bezüglich der besprochenen Grundproblematik (also nicht Gauck, sondern das Zitierproblem) finde ich den verlinkten Artikel grundsätzlich richtig. Wo da die “steilen Thesen” sein sollen würde mich doch mal interessieren.

    23. Juliane schrieb am 25. Februar 2012 at 12:13 - Permalink

      Auf DRS2 lief gestern ein Interview mit dem Mann:
      Von der Schönheit der Freiheit
      Das ganze Interview hab ich nicht ausgehalten/durchgehalten, die Plauderei war mir doch zuviel alles und nix, zuviel WIR, Verallgemeinerungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, Reduzierung der LINKEN auf PDS…, verschwurbelt Privates, für mich kein “Gewinn”.

      Vielleicht findet sich mal ne Fachkraft, die das auseinander nehmen mag?:

      http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/passage2/2723.sh10207245.html

      • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 12:23 - Permalink

        Mit dieser Weiterleitung verstossen Sie eindeutig gegen die Genfer Konvention. Und wenn das nicht zieht, dann zumindest gegen die Konventionen des guten Geschmacks.

        Zur Strafe werden Sie morgen mit nem schönen bondage am Stuhl festgezurrt und müssen sich eine Bundetagsrede von Herrn Rösler in voller Länge zu Gemüte führen.

        • Juliane schrieb am 25. Februar 2012 at 12:29 - Permalink

          Urgh.
          Hilfe, da brech ich zusammen wie gestern die Biene Maja, Ulrich Heesen in der Heute Show.
          Ich wiiill nich.

          • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 12:40 - Permalink

            Jetzt kann Sie nur noch die Migräne Nummer retten….

      • HHarlekin schrieb am 25. Februar 2012 at 12:42 - Permalink

        Wenn da steht:”Gauck hat als evangelischer Pfarrer in der DDR lange gegen die SED-Diktatur und für die Freiheit gekämpft.” wirds ja wohl stimmen, sonst würde es da ja nicht stehn, nicht wahr?
        Oh ihr Kleingläubigen, man kann alles dies nur glauben, und weil man es nur glauben kann, MUSS man es glauben, denn was hätte Glauben sonst für einen Sinn? Nur wer da glaubet ist reinen Herzens, und wer da nicht glaubet, wie ihm befohlen, den holet der heilige Gauck ehe der Hahn kräht!

        Auch ich habe gezweifelt, aber ich erkläre angesichts dieser erfragten Worte des Gesalbten, daß ich bekenne und hinfort Buße tun werde!
        Dies Interview hat die Fähigkeit uns alle zu bekehren, so traget die Worte seiner Heiligkeit wie von unserer Führung angeordnet in die Welt, auf daß wir alle dran glauben werden! ;-)

        Grüße

    24. leslie schrieb am 25. Februar 2012 at 12:13 - Permalink

      Das haben die Ratten aber nicht verdient,
      das ihr sie mit der SPD vergleicht !

      Ratten sind nämlich sozial. ;-)

      SPD einfach nur asozial.

      http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Re-Alg-II-Empfaenger-werden-zu-Menschen-2ter-Klasse-degradiert/forum-221263/msg-21391772/read/
      “”> Alg II Empfänger werden zu Menschen 2ter Klasse degradiert
      > … für die gelten Bürgerrechte eben nur eingeschränkt.

      Werden? Das ist doch schon längst geschehen. Die Massenmedien plärren
      seit über 10 Jahren davon, welch “ekelhaft schmarotzender Abschaum”
      sich da angeblich von “unseren” Steuern “mästet”. Das geht weit
      darüber hinaus, daß Alg-II-Empfänger keine Arbeit und kaum Geld zum
      Überleben haben: “Hartzer” werden gemobbt, gepiesakt, beschimpft,
      drangsaliert, denunziert, beleidigt und ausgegrenzt. Alg-II-Empfänger
      haben auf diese Weise fast schon den sozialen Status des Juden im
      Dritten Reich erlangt.

      > Das ist politisch gewollt und geschieht also mit voller Absicht,
      > begründet mit dem Vorsatz das Leben eines Alg II Empfängers so
      > unangenehm wie möglich zu machen.

      Und das völlig unabhängig davon, ob diese Schikanen gegen die Würde
      des Betroffenen verstoßen. Offenbar hat ein Alg-II-Empfänger nach
      Ansicht der meisten Mitbürger keine Rechte mehr, vor allem nicht das
      Recht auf die Unverletzlichkeit seiner Würde.

      > Nur so lassen sich nämlich schön weiter die Löhne drücken.

      Nicht nur das: Man schüchtert auch alle anderen Arbeitnehmer heftig
      ein, indem man ihre Angst, selbst einmal in diese Notsituation zu
      geraten, kräftig schürt.

      > Da man es dank BILD & Co. geschafft hat
      > Arbeitslose und Niedriglohnempfänger gegeneinander aufzuhetzen, u. a.
      > weil letztere nicht kapieren, dass sie sehr schnell zu ersteren
      > werden können, kommt die Politik auch damit durch.

      Nicht nur Niedriglohnempfänger sind gegen Alg-II-Empfänger
      eingestellt, auch ganz normale Angstestellte, Rentner, Kapitaleigner,
      Unternehmer, Banker usw., vor allem aber offensichtlich Politiker.”"

      Mein Liebling seit den letzten Wochen.

      Mfg

    25. Mo schrieb am 25. Februar 2012 at 13:43 - Permalink

      @ leslie meint:

      “Nicht nur Niedriglohnempfänger sind gegen Alg-II-Empfänger
      eingestellt, auch ganz normale Angstestellte, Rentner, Kapitaleigner,
      Unternehmer, Banker usw., vor allem aber offensichtlich Politiker.”

      leslie,
      klar sind sie das, das ist ja auch nicht unbedingt ein erstrebenswertes Ziel. ;-)

      • leslie schrieb am 25. Februar 2012 at 16:46 - Permalink

        Das gehörte noch zum Artikel. ;-)

        Mfg

    26. Mo schrieb am 25. Februar 2012 at 14:00 - Permalink

      Eine interessante Anmerkung hat Cheops in Kommentar 9. gemacht, die da lautet:
      “Dieses Land ist nicht politikverdrossen, sondern von Politik besessen.”

      @Cheops,
      also wenn das wirklich stimmt, dann habe ich nichts, aber auch gar nichts verstanden.
      Eine mutige Aussage. ;-)

    27. Bastian Himberger schrieb am 25. Februar 2012 at 15:44 - Permalink

      Niemand muss Herrn Gauck mögen. Niemand musste CDU, CSU, FDP, SPD oder Grüne wählen. Aber diese Parteien unterstützen ihn.
      Die Zitate sagen nur etwas aus über diejenigen, die sie ausgegraben haben. Jeder darf Herrn Sarrazin “mutig” nennen oder ihm “Mut” absprechen. Mit beiden Ansichten darf man Bundespräsident werden oder Flaschensammler bleiben.

      • der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 16:03 - Permalink

        Aus “Gauck und der Shitstorm”
        “…Aber es gab auch Lichtblicke: gegen den Shitstorm standen im Internet Männer auf wie Patrick Breitenbach oder Sascha Lobo. Und das nicht anonym. Und sorgfältig recherchierende Journalisten der “alten Medien”, die damit ihre unveränderte Notwendigkeit unter Beweis stellten.
        Der Fall Gauck war wieder einmal ein Lehrstück: Das Internet ist nicht nur ein Medium der Freiheit, der Kommunikation und der Aufklärung, sondern auch der Diffamierung, Verfälschung und Denunziation.
        Es gibt kaum ein intransparenteres Medium als das angebliche Medium der Transparenz. Denn ein Großteil der Fälscher und Verdreher schoss aus dem Schutz der Anonymität. Wer steckt dahinter, welche Absichten verfolgt er, wo steht er? Diese Fragen müssen beantwortet werden können, um eine Meinungsäußerung ernsthaft würdigen zu können.
        Anonymität im Internet ist (ich kann das auch einigen meiner Kommentatoren nicht ersparen) prinzipiell eine Charakterschwäche. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und ausgenommen sind natürlich arabische Freiheitskämpfer und andere Blogger in autoritären Staaten…”
        http://www.sprengsatz.de/

        Bastian Himberger:
        “Das Genörgel aus vorwiegend linken Randgebieten ist niederträchtig bis dumm.”

    28. Gast schrieb am 25. Februar 2012 at 15:48 - Permalink

      Ich habe folgenden Link hier noch nicht gesehen, weshalb ich ihn jetzt einmal einstelle. Es handelt sich um einen Mirror, mit dem schon viel zitierten Interview im Juli 1989 eines MfS Mitarbeiters mit Gauck in dessen Haus, veröffentlicht im April 1991 in “Die Welt”.

      iknews.de/wp-content/uploads/2012/02/Die-Welt_Nr.94_23.04.1991_Seite-8.jpg

      Für mich liest sich das nicht wie die Meinungen eines Dissidenten, sondern eher wie die eines Kollaborateurs und zukünftigen MfS Mitarbeiters. Meiner Meinung nach gibt es da nicht mehr viel zu deuteln.

      Ich danke jedenfalls jenen, die diesen Mirror in weißer Voraussicht erstellten, denn ich glaube nicht, dass dieser Artikel noch im Archiv der “Welt” vorhanden sein wird.

      • Bastian Himberger schrieb am 25. Februar 2012 at 16:04 - Permalink

        Was soll das denn nun wieder beweisen? Auch ehemalige Nazis durften und ehemalige DDR-Kommunisten dürfen Bundespräsident werden.

        • Gast schrieb am 25. Februar 2012 at 16:13 - Permalink

          Das ist wohl ohne Weiteres so!

          … mit einer kleinen Einschränkung :-)

          Ein Opportunist ist kein Kommunist!

          • Gast schrieb am 25. Februar 2012 at 18:43 - Permalink

            PS: Nur einmal so nebenbei: Heutzutage gibt es übrigens Kommunisten, die nicht auf die Unterdrückung der Gesellschaft, der sie vorstehen, aus sind sondern Utopien – zwar erst einmal auf kommunaler Ebene – immerhin auf eine Art realisieren, deren Entstehung und Verwirklichung kaum in den “Qualitätsmedien” zu finden sein wird.

            Ein böser Mann, der überzeugt kommunistische Bürgermeister von Marinaleda im andalusischen Spanien …

            Man kann Googlen so viel man will. Dieses Dorf existiert wirklich und die Erkenntnisse daraus werden um keinen Deut geringer.

        • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 20:58 - Permalink

          Ja, wenn man sich dann aber als “Bürgerrechtler” und “Widerstandskämpfer” feiern lässt und auf dem Ticket seit gut 20 Jahren durch die Lande gauckelt, dann hört der Spass eben auf.

        • t.h.wolff schrieb am 25. Februar 2012 at 22:36 - Permalink

          Lächerlich. Ehemalige Kommunisten und deren Parteifreunde werden vom bürgerlichen Establishment in diesen Tagen nicht einmal zur Diskussion der Präsidentenfrage zugelassen. Wohlgemerkt: es handelt sich um sogenannte gewählte Volksvertreter. Bevor in diesem unserem Gemeinwesen ein ehemaliger Kommunist Präsident wird, gibt es eher einen Putsch der üblichen Verdächtigen.

      • Mod schrieb am 25. Februar 2012 at 16:16 - Permalink

        Danke Gast! Wie ich der Quelle entnehmen konnte, ich muss hier Sinngemäß zitieren: das junge Ärzte und Intelligenz generell die in der DDR Ausgebildet wurden und in den Westen ausreisen wollen nur das fehlende oder wie er sagt dem nur? eine Unterentwicklung im Heimatgefühl zu Grunde liegt. Das ist ja irre? Thanx für den Link, der nur Bestätigt, was ich einen Beitrag vorher schrieb!! Der Rest des Artikels ist Tauglich ihn gar nicht erst in dieses Amt zu lassen?, aber vielleicht wollen die Medien auch nur die Konzentration der Kräfte um mit einem medialen Staatsstreich, alles aus dem Amt zu jagen was nicht auf dem Boden unserer Werteordnung liegt? träum und schwelg??

        • Gast schrieb am 25. Februar 2012 at 16:32 - Permalink

          Bingo!

          Genau das meine ich auch. Man beachte dabei ebenso das Datum des Treffens …

          Der logische Kreis schließt sich!

          • Mod schrieb am 25. Februar 2012 at 16:50 - Permalink

            ja der schließt sich, es waren andere die für die Übersiedlung seiner Kinder verantwortlich?, Ideologen die der DDR trotzen so gut sie konnten? herrje dieses Abgeben und Verantwortlich machen in einer Diktatur ist immer wieder zu beobachten, unglaublich aber ich denke die Medien wissen was sie tun? Seine Tätigkeit bei der “Gauck-Behörde” erscheint im Lichte betrachtet alles andere als Aufklärend? Verdammt wir sind DDR?

            • Gast schrieb am 25. Februar 2012 at 17:05 - Permalink

              Ja. Und inzwischen glaube ich, wie der Himberger da oben schreibt; selbst wenn der zukünftige Präsident tatsächlich ein ehemaliger eingefleischter Kommunist gewesen wäre (von dessen Seite aus gesehen sehr unwahrscheinlich), würden unsere Qualitätsmedien in einhelliger Gemeinschaft mit unseren “Eliten” diesen emporhieven, wenn das ihrer Sache dienlich wäre. Keine Moral, keine Prinzipien, kein Ehrgefühl, kein gar nichts – diese Leute!

        • ola schrieb am 25. Februar 2012 at 21:00 - Permalink

          Das hat er ja auch bei Söhnen heftig moniert und sich “Versagen” vorgeworfen, weil die ausgereist sind, während seine Tochter (sie ist extra aus Bremen angereist, um ihren Vater sprechen zu hören, kotz) der Heimat treu verbunden blieb…

          • Mod schrieb am 26. Februar 2012 at 11:17 - Permalink

            Das er sich Versagen vorwirft bei dem Versuch seine Kinder zu staatstreuen Bürgern in einem Unrechtssystem zu machen, oder sich mit dem System zu arrangieren, zeugt vom Geist der ihm inne wohnt? Zeugt aber auch von seinem Demokratieverständnis welches ich Gestern schon mal beschrieb, es ist schlicht nicht vorhanden und man merkt sehr schnell das er ein anderes Verständnis von Freiheit hat?, vielleicht sollte er nur mal unsere Verfassung und die GG durchlesen?, ich hoffe das ein paar Exemplare noch vorhanden sind?

            Was aber ein bezeichnendes Licht auf ihn wirft ist der Vergleich mit den Geschwistern Scholl. da musste ich dann wieder (kotz)

            http://www.freitag.de/politik/1208-gauck-ist-die-falsche-person

            Das muss man sich mal vorstellen?, wie nennt man so jemanden?, oder wie könnte man so jemanden nennen ohne die Grenze des Anstands zu verlassen, will ja nicht mit Herrn Gauck auf einer Stufe stehen? Der Vergleich Gauck, mit den Geschwistern Scholl, die mit ihrem Leben für Recht und Freiheit bezahlt haben ist allerhand?

    29. js schrieb am 25. Februar 2012 at 17:56 - Permalink

      Ich möchte noch einmal auf das angesprochene Interview zurückkommen:

      Gauck erklärt, das Pamphlet Sarrazin’s nicht gelesen zu haben. Das ist in Ordnung, denke ich. Es wurden, warum auch immer, reichlich und genügend Stellen dieses Vomitus ausreichend breit zitiert, um festzustellen, daß man es mit einem gedankenlosen Provokateur zu tun hat, dessen Sozialisation höhere Instinkte und gar menschliche Werte nicht kennt.

      Aber als Bürgerrechtler nach der ersten Stunde benötigt Gauck lediglich den Blick auf die freiheitlich-demokratische Debatte (vulgo: plumpe Medienkampagne):
      “Aber wie ich die Debatte verfolgt habe, gibt es eben einen Teil, wo man sagen muss: Da weist er auf ein Problem hin, das nicht ausreichend gelöst ist.”

      Wo man sagen muß. Man, man. Ein Bundespräsident ist aber nicht “man” – Was ist das Problem? Warum ist es nicht gelöst? Welche Verantwortung tragen wir? Welche Ideen habe ich dazu? Gauck bleibt unangenehm diffus. Bewußt:

      Gauck weiter : “Das andere sind seine biologistischen Herleitungen.”

      Das andere. Als gebe es keinen Kontext, keine Zusammenhänge. Bioligistische Herleitungen; welch Geschwurbel! Düstere, dumm-spekulative Rassenthesen sind Sarrazin’s Vehikel, nichts weiter differenzierbares, Herleitungen schon gar nicht.

      Btw., Gauck redet während des gesamten Interviews, als sei er sehr wohl mit Sarrazin vertraut – denn überhaupt:
      “Intellektuellen fällt es schwer, zu akzeptieren, dass mit dem Element des Tabubruchs Politik gemacht wird. Mein Eindruck ist, dass der Herr Sarrazin nicht ein Problem erfunden hat.”

      Sondern gar erkannt hat? Der Herr Sarrazin als Beispiel für einen notwendigen Tabubruch als Impulsgeber politischen Agierens. Hier könnte man wtf hinschreiben.

    30. der Herr Karl schrieb am 25. Februar 2012 at 21:15 - Permalink

      Der (Spreng-)Meister des Kunstgriffs:
      Die Gauck-Kritiker sind unglaubwürdig, weil sie die perfide Anonymität im Netz nutzen!
      http://www.sprengsatz.de/?p=3819#comments

      Der Mann ist nicht dumm…

      • FetteBeute schrieb am 25. Februar 2012 at 23:32 - Permalink

        Der Mann ist halt Propagandist. Nur vertritt er offensichtlich die andere Seite.
        Wir müssen unsere Seite vertreten. Gemeinsam können wir das Gesindel beseitigen.

        • Bastian Himberger schrieb am 26. Februar 2012 at 00:28 - Permalink

          Nein, das “Gesindel” könnt ihr nicht beseitigen. Es hat die gleichen demokratischen Rechte wie “Fette Beute” und ähnlich gesinnte Menschen.

          • der Herr Karl schrieb am 26. Februar 2012 at 01:41 - Permalink

            @Bastian Himberger
            “Es hat die gleichen demokratischen Rechte wie “Fette Beute” und ähnlich gesinnte Menschen.”

            Selbstverständlich gelten die gleichen demokratischen Rechte. Jede “Seite” kämpft für “ihre Sache” so gut sie eben kann. Ob die Spiesse für alle gleich lang sind, wage ich zu bezweifeln. Spreng, ehemaliger Bild am Sonntag-Chefredakteur und häufiger Talkshowgast (hart aber fair), kämpft in Allianz mit dem Spiegel und der Springerpresse und fährt seit Tagen auf Sprengsatz gröbste Geschütze auf. Aktuell rechtfertigt er seine Kritik an den Gauck-Kritikern mit der neu ins Spiel gebrachten Netzanonymität; über Sinn und Unsinn der Netzanonymität wurde nun wirklich schon genug debattiert – es gibt viele gute Gründe dafür. Die Gauck-Kritik mit dem Thema Anonymität im Netz zu verbinden, ist in meinen Augen eben ein typischer Kunstgriff. Spreng ist im Krieg. Und die “Linken” sind seine Gegner.
            Beispiel:
            “99) m.spreng, Dienstag, 21. Februar 2012, 15:25 Uhr @ 98) Dieter Carstensen:
            Der angebliche Proteststurm im Internet gegen Gauck beweist nicht die Macht des Internets, sondern nur, dass auch linke Zitateverdreher und Biographiefälscher das Internet zu benutzen wissen.”

        • Alex schrieb am 26. Februar 2012 at 11:34 - Permalink

          Die Kommentare hier unterscheiden sich allmählich kaum noch von denen bei PI…

          • der Herr Karl schrieb am 26. Februar 2012 at 15:36 - Permalink

            @Alex
            Da ich nicht davon ausgehe, dass du ein arabischer Freiheitskämpfer bist, diagnostiziere ich 100 %-ige Charakterschwäche…

    31. Blaze schrieb am 26. Februar 2012 at 01:38 - Permalink

      Spreng hat ein grundsätzliches Problem mit anonymen Kommentaren. Dazu hat er sich früher schon ausgelassen und dafür sehr großes Unverständnis geerntet. Dazu kommt, dass er warum auch immer, viel von Gauck hält. Das hat er halt jetzt beides in einen Text gepackt. Letztlich also nichts Neues. “Propagandist” ist Spreng deshalb allerdings nicht. Das ist wenn – bezogen auf den Sprengsatz – allenfalls der Neoliberale, der da regemäßig in der Kommentarspalte mit seinen Ergüssen beglückt. Hier auch nicht ganz unbekannt, wie ich vernahm. Spreng ist halt kein “Linker”, was aber nicht heißt, dass er nicht auch schon mal sympathische Beiträge schreiben würde, die ich so von einem ehemaligen Springer-Mann nicht erwartet hätte.

      • FetteBeute schrieb am 26. Februar 2012 at 11:41 - Permalink

        Interessanter Kommentar zum Spreng-Artikel (aus dem dortigen Forum):

        7) Mark, Samstag, 25. Februar 2012, 14:24 Uhr

        Herr Spreng, haben Sie den Artikel in der WELT vom 23. April 1991 gelesen? Ich (als im Westen sozialisierter Mensch) habe es gelesen, da es ja freundlicherweise in den Kommentaren zu Ihrem letzten Artikel verlinkt wurde. Ich lese aus diesem “Dossier” heraus, dass es zumindest berechtigte Zweifel an der “Integrität” von Herrn Gauck gibt. Das als einen “Shitstorm” von “Dummköpfen” zu bezeichnen, das ist unter der Gürtellinie und entspricht in keiner Weise ihrer sonstigen Haltung. (Haben Sie eine schlechte Woche gehabt?)

        Auch der erneute Hinweis auf die Charakterschwäche von anonym kommentierenden Menschen zielt ins Leere. Wer eine Aufhebung der Anonymität fordert, der wird zwei Sachen auslösen: 1. Der “deutsche” Teil des Internet wird “sauberer”, und wir werden viel, viel weniger kritische Stimmen lesen. 2. Der kritische Teil der Diskussion wird weitgehend ins Ausland verlagert, bzw. auf ausländische Server. Gewonnen ist dadurch kaum etwas; vielleicht schaffen es diejenigen, die ein Interesse an einem weitgehend kritikfreien Internet haben, die Diskussion wieder etwas einzudämmen.

        Ich erinnere mich gerne an eine große Firma, die lange Zeit anonyme Kommentare in ihrem Intranet zuließ. Da war die Hölle los! Propaganda von der Geschäftsführung wurde nahezu in Echtzeit zerpfückt von den frustrierten Mitarbeitern. Dann wurde es der GL doch zu bunt – man führte Klarnamenpflicht für Kommentare ein. Und siehe da: Wie durch ein Wunder verstummten die kritischen Stimmen über Nacht. Kritik wurde von Stund’ an wieder beim Mittagstisch und in der Kaffeeküche geäußert, natürlich gegenüber Gleichgesinnten.

        Kurzum: Ihrem Kommentar kann ich diesmal ganz und gar nicht zustimmen, leider.

        • der Herr Karl schrieb am 26. Februar 2012 at 12:00 - Permalink

          Lesenswert auch die Kommentare Nr. 59 und 60 von Doktor Hong.
          Die Strategie mit der Verbündelung der Themen Gauck-Kritik mit Netzanonymität bezweckte eine Diffamierung der Gauck-Kritiker.
          Ist meines Erachtens geschickt eingefädelt; der Schuss scheint nun jedoch nach hinten losgegangen zu sein…

        • der Herr Karl schrieb am 28. Februar 2012 at 14:12 - Permalink

          Die seltsamen Methoden eines Sprengmeisters und Kämpfers gegen Diffamierung und Charakterschwäche im Internet:
          Man beachte die Wegmoderation meines Kommentares (Nr. 138):
          ————————————————————————-
          133) Tharben, Dienstag, 28. Februar 2012, 09:18 Uhr Ach du liebes bisschen! Es gibt viel zu Joachim Gauck zu sagen und viel an ihm zu kritisieren. Aber Sie, Herr Spreng, verweigern sich einigermaßen plump der Debatte, indem Sie einen unfassbar irrelevanten Nebenkriegsschauplatz aufmachen und darauf Ihre komplette Polemik abfeuern: Pseudonyme im Netz – ja, das ist aber auch wirklich schlimm.

          Ich hatte Sie einmal als junggebliebenen Konservativen bezeichnet, weil Sie sich der Kulturtechnik Internet scheinbar mit wenigen Vorbehalten nähern. Was für ein Irrtum. Nachdem schon früher zigfach versucht wurde, Ihnen zu erklären, welche Mechanismen im Netz greifen und wie irrelevant deswegen Pseudonyme sind, muss man davon ausgehen, dass Sie es gar nicht verstehen wollen, sondern froh sind, ein Thema zu haben, mit dem sie ablenken können, sobald Ihnen die Argumente ausgehen.
          Das wirklich Traurige daran ist, dass ich Ihnen zum Teil zustimmen möchte, aber Sie argumentieren wie die Axt im Walde. Das ist fadenscheinig und es zeigt, dass es Ihnen auch beim Thema Pseudonyme nicht um die Sache ansich geht.

          134) Matthias Schwerdtfeger, Dienstag, 28. Februar 2012, 10:44 Uhr Zunächst: Ich finde wir sollten die Anonymitätsdiskussion vom Thema “Ist Gauck geeignet?” trennen, weil sich hier zu viele Aspekte vermischen und es dadurch – finde ich – etwas unübersichtlich wird.
          Zum Thema Anonymität: Ich glaube, wir brauchen eine politische Diskussionskultur, in der jeder mit seinem Namen zu dem steht, was er sagt. Ich glaube, es ist nicht hilfreich, im Netz etwas in die Runde zu werfen und danach nur dann noch etwas damit zu tun haben zu wollen, wenn es einem gerade passt.
          Es mag im ersten Moment bequemer erscheinen, sich zu wichtigen Themen zu äußern und der Nachbar, der Freund, der Chef merkt nicht, wer da spricht. Ob es aber für die politische Kultur in unserem Land gut ist – ich bezweifle es. Wer sich äußern möchte, sollte dazu stehen (es mag Ausnahmen geben, aus meiner Sicht aber nur wenige). Es wird niemand gezwungen, im Netz seine Meinung zu sagen.
          In vielen Fällen ist es durchaus hilfreich zu wissen, aus welcher Ecke ein Vorwurf/ein Kommentar kommt, z.B., wenn ein Pseudonym Wasser predigt, sein Besitzer aber Wein säuft.
          Im Übrigen möchte Herr Spreng – wenn ich ihn richtig verstanden habe – gar keine Klarnamen-Pflicht. Das würde auch die Möglichkeit anonymer Kommentare hier im Blog erklären. Er fordert vielmehr dazu auf, selbst den Mumm zu haben und zu sagen: “Meine Meinung ist diese und jene und ich heiße so und so.”

          137) m.spreng, Dienstag, 28. Februar 2012, 12:52 Uhr
          @ 134) Matthias Schwerdtfeger
          So ist es!

          138) der Herr Karl, Dein Kommentar wird noch moderiert. Dienstag, 28. Februar 2012, 13:34 Uhr
          @ 133) Tharben
          So ist es!
          —————————————————————–
          http://www.sprengsatz.de/?p=3819&cpage=3#comment-35629

      • wschira schrieb am 27. Februar 2012 at 17:59 - Permalink

        Ulkig ist, dass dieser auch hier bekannte Neoliberale hier den Schwanz eingezogen und sich mit Getöse verabschiedet hat und offenbar dennoch dieses Blog (SF) verfolgt. Er nimmt nämlich bei Spreng auf diesen Beitrag von Blaze bezug.

    32. demographie schrieb am 26. Februar 2012 at 04:41 - Permalink

      Ist zwar ein bischen Off-Topic aber trotzdem:

      Hier haben wir es mit einem, wie ich es nenne, “Demografie”-Leugner zu tun:
      http://www.demografie-blog.de/2011/12/lebenserwartung-von-geringverdienern-neue-daten-zum-rechenfehler-der-linken/#comment-98

      Diese Unsitte reale Probleme, die eindeutig Bewiesen sind (durch simple Berechnungen) vehement zu leugnen und dies auch noch als “kritisches Denken” und “Hinterfragen” auszugeben kennen wir auch auf anderen Bereichen. Wer wirklich kritisch hinterfragen möchte schaut auch mal auf die Hintergründe (zum Beispiel das cui bono) und schon wird klar, wem diese Leugnung der offensichtlichen Vernachlässigung der Gesundheit der Unterschicht und dem damit einhergehenden Niedergang der Lebenserwartung (nein, nicht nur ein “weniger ansteigen” der Lebenerwartung, was für ein infarmer Zynismus) wirklich nützt: Denen, die unseren Sozialstaat unverholen aushölen möchten, um sich am gemeinen Volk zu bereichern.

      Diese zynische Haltung, die sich gegen jegliches Mitgefühl abschotten möchte, die den Blick versperren möchte, um nicht den eigenen Intentionen und Wünschen, die auf Kosten der Unterschicht umgesetzt werden sollen, ins Auge sehen zu müssen, sollte jedem ihrer Protagonisten die Schamesröte ins Gesicht treiben.

    33. Shitop schrieb am 26. Februar 2012 at 10:11 - Permalink

      Solange der Herr Gauck als Demokatielehrer von eigenden Gnaden durch die Lande tingelte, konnte man seine Worte, wenn man den wollte, als Diskussionsbeitrag zur Kenntniss nehmen. Mit seiner anstehenden Wahl zum Bundespräsidenten und dem immer wieder erwähnten Vorbildcharakter diese Amtes, wird sich dies jedoch signifikant ändern. Die Gauck’sche Freiheit ist, aus der Tradition seines mehr oder weniger religiös geprägten Lebens in der DDR, eine persönliche Freiheit vom Staat. Übertragen in die heutige Wirklichkeit ist es die Freiheit von der Politik der Parteien. Es ist die Freiheit der Visa-Karte (“Die Freiheit nehm ich mir”), die zur Durchsetzung der eigenen Ziele beansprucht wird. Es ist doch jeder seines Glückes Schmied. Da darf es nicht wundern, wenn Vieles, was in der jüngeren Vergangenheit noch Bedeutung in dieser Gesellschaft hatte, unter den Hammer kommt. Die Tea-Party lässt grüßen und Zwickau sollte man dabei auch nicht aus den Augen verlieren. Auf eine höhere Macht, die Alles lenkt, wie sie die Theologen immer wieder hervorkramen, sollte man sich da jedoch nicht verlassen.

      • Jacques Roux schrieb am 26. Februar 2012 at 11:20 - Permalink

        Ja, die “Freiheit”, positiv besetzt, aber nichts ist relativer. Welche Freiheit darf’s denn sein ? Die Freiheit der Sklaven sich ihrer Ketten zu entledigen ? Die Freiheit der Sklavenhändler, mit Sklaven zu handeln oder die Freiheit der Plantagenbesitzer sich Sklaven halten zu dürfen ? Bismarck mochte den Begriff Freiheit nicht:

        »Es gibt kein Wort, mit dem mehr Missbrauch getrieben wird als mit dem Wort ›frei‹. Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich.«

        Hier ein, mit dem Journallistenpreis deutsche Zeitungen 2006 ausgezeichnetes, Essay von Stefan Geiger:

        “Nach mehr Freiheit rufen heute am lautesten jene, die vergleichsweise bereits die größten Freiheiten haben: Es sind nicht die Arbeitslosen, die Ein-Euro-Jobber, die Wachleute, die mit ihren Wünschen nach mehr Freiheit in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Obwohl es im Ergebnis kein Unterschied ist, ob ein Bürger sein Land nicht verlassen kann, weil der Staat es ihm verbietet oder aber weil er das Geld dafür nicht hat. Es sind nicht die Häftlinge und die Insassen der geschlossenen Psychiatrie, über deren Freiheitsrechte diskutiert wird. Es geht nicht um die Jugendlichen aus den Vorstadtgettos, die sich schon mangels Deutschkenntnissen an keiner Freiheitsdiskussion beteiligen können. Es geht nur ganz am Rande um die jungen Frauen, die in den sich herausbildenden Parallelgesellschaften der elementaren Freiheiten beraubt werden zu lieben, wen sie wollen, und zu leben, wie sie wollen.

        Nach mehr Freiheit rufen stattdessen umso lauter freie Unternehmer, die sich in ihrer Freiheit beispielsweise durch staatliche Verordnungen beeinträchtigt sehen, aber auch dadurch, dass die bei ihnen abhängig Beschäftigten mitbestimmen wollen. Mehr Freiheit wünschen sich jene, die meinen, als Wohlhabende zu viel Steuern bezahlen zu müssen. Als Akt der Befreiung wird die Senkung der »Lohnnebenkosten« dargestellt. Auch wenn dadurch die finanziellen Freiräume jener eingeschränkt werden, die künftig mehr Lasten zur Absicherung elementarer Lebensrisiken alleine tragen müssen. Andere wollen wenigstens »freie Fahrt für freie Bürger« haben. ”

        http://www.bdzv.de/preistraeger-preisverleihung/preisverleihung-2006/stefan-geiger/

        • Bernie schrieb am 26. Februar 2012 at 13:46 - Permalink

          @Jacques Roux

          Stimme völlig zu.

          Übrigens, vor ein paar Jahren – genau zur Hochzeit der neoliberalen Ideologie (die ja immer von sich behauptet keine Ideologie zu sein *grins* – nur mal am Rande erwähnt, um auf die Lügen der Neoliberalen hinzuweisen), d.h. noch vor der Finanzkrise bzw. Neuen Weltwirtschaftskrise ab 2008 – höre ich, oder las einmal, von der negativen Freiheit.

          Diesen Freiheitsbegriff meinen Neoliberale wie Gauck.

          Beim Suchen mit entsprechenden Suchmaschinen “Negative Freiheit” wirst du auch heute noch über den Lieblingsfreiheitsbegriff von Gauck, Merkel, Schäuble, Von der Leiharbeit, Gabriel, Steinmeier, Steinbrück, Özdemir, Roth & Konsorten fündig ;-)

          Mit diesem Freiheitsbegriff verhält es sich wie mit anderen Begriffen – Hieß nicht die DDR auch voll ausgeschrieben “Deutsche Demokratische Republik”? Die Lebensart dort beweist mir – als “Wessi” nur eines, auch der Begriff “Demokratie” ist ebenso dehnbar wie der neoliberale Freiheitsbegriff der “negativen Freiheit”.

          Zustimmender Gruß
          Bernie

          • Till's Vater schrieb am 26. Februar 2012 at 14:55 - Permalink

            Die vielbeschworene Freiheit bezieht sich ja gegenwärtig vor allem auf die sogenannten “Märkte”, wo immer die auch sind.
            Das fundamentale Gesetz der Marktwirtschaft, hier von mir definiert, besagt:
            Der Markt lebt von Kaufkraft und Kaufwillen.
            Wenn durch Marktverzerrung z.B. Subventionierung der Finanzwirtschaft (vor ein paar Jahren las ich, dass allein die Riesterrente jährlich mit 1,3 Mrd. Euro aus Steuergeldern subventioniert wird, damit die Versicherungswirtschaft überhaupt ein Interesse daran hat) und Finanzierung von seit Jahren unwirksamen Wirtschaftsprogrammen die Kaufkraft der Kaufwilligen systematisch zerstört wird, werden am Ende diejenigen mit genug Kaufkraft für eine Aufrechterhaltung des Systems auch nicht mehr ausreichen. Sie haben ja schließlich schon alles.
            Irgendwann werden viele dann merken, dass sie am eigenen Ast gesägt haben.
            Aber bis dahin steitet man sich hier lieber um neoliberal und links.

            • Bernie schrieb am 26. Februar 2012 at 16:51 - Permalink

              “[...]Aber bis dahin steitet man sich hier lieber um neoliberal und links[...]”

              @Till’s Vater

              “neoliberal” und “links” sind doch mittlerweile dasselbe - Z.B. Frau Nahles von der SPD, und Sigmar Gabriel – beides überzeugte Neoliberale – bezeichnen sich gleichzeitig als “Linke”, von den “Linken” Steinbrück, Steinmeier, Gerhard Schröder und Özdemir (Grüne) bzw. dem “Linken” grünen MP Kretschmann ganz zu schweigen.

              !!!:

              “Links” ist mittlerweile so x-beliebig geworden, dass sich sogar George W. Bush (USA – Ex-Präsident) als “Linker” bezeichnet, ebenso wie dessen Nachfolger in der “Tea Party”, die sich wahlweise als “links” oder “rechts” bezeichnen wie die Journalistin Eva C. Schweitzer herausgefunden hat.

              Man kann es nicht oft genug erwähnen, und Gauck ist auch so ein “Linker” der neoliberalen Sorte.

              Dass übrigens Neoliberalismus sogar mit autoritärem Staatskommunismus gleich geht dafür ist das “freie” China, die heutige “Volksrepublik China” das beste Beispiel.

              Ich seh’s ähnlich, aber bei “links” oder “rechts” oder “mittig” läßt für mich – seit Jahren schon – Orwells “1984″ grüßen, und dessen darin erwähntes Newspeech.

              Gar nicht amüsierte Grüße
              Bernie

    34. genova schrieb am 26. Februar 2012 at 14:23 - Permalink

      Sehr guter Artikel danke. Es ist exakt so, wie beschrieben: Der Kontext macht die Zitate keinen Deut besser. Insofern ist diese Debatte eine Nebelkerzenwerferei.

    35. Gast schrieb am 26. Februar 2012 at 15:11 - Permalink

      Vorsicht VT folgt!

      Gerade ging mir ein Gedanke durch den Kopf, den ich nicht los wurde und weshalb ich ein wenig nachlas: Es war die Frage nach den Umständen, wie sich der MfS die Namen ihrer IM´s auszusuchen pflegten. Taten sie es völlig kausal oder gab es ein Gremium, das sich für einen Namen entschied, der der Person angemessen schien?

      Beides nach Wikipedia:

      Erika – Als weibliche Form von Erik (Erich) bedeutet Erika ursprünglich so viel wie „die nach dem Gesetz und Recht Herrschende“, „die Ehrenreiche“, „die allein Mächtige“.

      Larve – (von lat. lar, Plural: lares (römische Schutzgottheiten) bezeichnet in der Zoologie eine Zwischenform in der Entwicklung vom Ei zum Erwachsenenstadium. Sie tritt bei Tieren auf, die eine Metamorphose durchlaufen. Ursprünglich bezeichnete Larve eine Maske oder ein Gespenst.

      Wenn das kein Zufall ist, darf man dem MfS auf keinen Fall fehlende Weitsicht unterstellen, oder?

      • Juliane schrieb am 26. Februar 2012 at 17:11 - Permalink

        Interessante VT.

        Ich fühl mich beinah geehrt, unter denen die mich im Fokus hatten, trug einer den Namen Luther, ein anderer Charlie.

        Wenns vom Gauck eine VorlaufAkte gegeben hat, dann deutet es darauf hin, dass der Staatsicherheitsdienst beabsichtigte, die betreffende Person zur Mitarbeit zu gewinnen.

        >Die Vorlaufphase diente zur “Aufklärung und Überprüfung der Eignung, Zuverlässigkeit und Bereitschaft des IM-Kandidaten” im Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit dem MfS.<
        (Aus einem Brief der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik)

        Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass man eine Mitarbeit ablehnen konnte, dafür gab es einen negativen Vermerk in der Akte (wie ich inzwischen sehen konnte), einen Decknamen hatte man dann wohl nicht.
        Gauck hatte einen, in meinen Augen, ein Hinweis darauf, dass er für die "Burschen" gearbeitet hat.
        Abar ganz sischer bin ich mir da nich.

        • Lennard schrieb am 26. Februar 2012 at 21:48 - Permalink

          Dass Gauck angeworben werden sollte, ist ja kein Geheimnis mehr. Extra dafür gab’s doch diverse “Geschenke” (Wieder-Einreise seiner Söhne z.B.). Für mich irgendwie auch Indiz dafür, dass er nie zum harten Kern der Oppositionellen gehört haben kann.
          Ich bezweifele zumindest, dass der MfS versucht hat, Leute wie Bohley, Fuchs, Tschäpe oder Schorlemmer (warum hat den die SPD eigentlich nicht empfohlen? wegen seiner Rede vom 4. 11. 1989? wegen dem ISM?) anzuwerben. Aber sicher bin ich mir da auch nicht. Verrückte Zeiten waren das.

          OT-PS.: Interessantes Zitat aus einem Interview vom Februar 1990:

          Wir vermuten, dass es nicht eine sozialistische und eine kapitalistische Wirtschaft gibt, sondern dass es Wirtschaftsgesetze gibt, die gelten. Diese kam man beachten oder man kann sie übersehen oder nur ein wenig beachten. Die Mehrheit bei uns sagt jetzt Ja zur Marktwirtschaft, und wir werden sie gestalten in der Form einer sozialen Marktwirtschaft. Das heißt: Wir wollen soziale Sicherheit und der Markt soll gelten, aber er soll nicht alles bestimmen, das wäre eine Grundaussage.

          Laut http://www.ddr89.de/ddr89/personen/gauck.html ist Gauck bereits BP :P

          Im März 2012 wurde er zum Bundespräsidenten gewählt.

          PPPS.: (jetzt aber wirklich) http://www.ddr89.de/ddr89/d/brief3.html
          Der Brief ist von 1999 – könnte aber gut und gerne von 2010/2012 sein. Unbedingt mal lesen!

        • Gast schrieb am 26. Februar 2012 at 21:58 - Permalink

          Hallo Juliane,

          es ist eine Sache von diesen Vorgängen zu wissen und eine andere, eine betroffene Person zu hören/lesen.

          Es muss unvorstellbar schmerzhaft sein, im Nachhinein zu erfahren, dass man bespitzelt und verraten wurde.

          • Juliane schrieb am 26. Februar 2012 at 22:30 - Permalink

            “Es muss unvorstellbar schmerzhaft sein, im Nachhinein zu erfahren, dass man bespitzelt und verraten wurde.”

            Wahrscheinlich wird das individuell verschieden verarbeitet.
            In meinen Freunden hab ich mich jedenfalls nicht getäuscht, darüber bin ich froh.
            Was Herr Gauck eventuell angerichtet hat, kann ich nicht beurteilen.

            Gebrochene Menschen sehe ich im Osten wie im Westen.

          • Juliane schrieb am 26. Februar 2012 at 22:38 - Permalink

            Ist das eigentlich schon bekannt?:

            http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/02/25/bespitzelt-der-verfassungsschutz-parkgebete/#more-29345

            Auszug:
            “Gefährlich sind offenbar auch der landesweite Schwabenstreich (7), die Treffen der Unternehmer gegen S21, der Ärzte und Psychologen gegen S21, der Gewerkschafterinnen gegen S21, der Senioren gegen S21, Vorträge der Jugendoffensive zum Thema “Stuttgart 21″ und Treffen des Arbeitskreises Jura (allesamt erfasst und ebenfalls mit 7 bewertet).
            Welche Erkenntnisse hierzu vom Landesamt für Verfassungsschutz und von Sicherheitsbehörden des Bundes stammen, lässt sich im einzelnen nicht erkennen, doch erscheint die Erfassung der Protestbewegung allumfassend.”

            Und ist das normal für den “Westen”?

            • Gast schrieb am 26. Februar 2012 at 23:37 - Permalink

              Ich bin deinem Link gefolgt und habe ihn gelesen. Ich bin zaghaft überrascht darüber, dass mich der Inhalt dessen überhaupt nicht mehr überrascht.

              Ich fürchte ja. Solche Dinge werden immer normaler hier im “Westen”. Und das schon seit 30 Jahren.

      • t.h.wolff schrieb am 26. Februar 2012 at 20:30 - Permalink

        Die Storyline würde ich ausarbeiten: Wir schreiben das Jahr 1970: Manfred von Ardenne entwickelt an der TU Dresden einen volkseigenen Quanten-Zeitreisekörridör. Begeistert von den strategischen Möglichkeiten schickt Erich Mielke einen Kundschafter des MfS in das Jahr 2012, von wo dieser mehr oder minder traumatisiert zurückkehrt. Anfangs glaubt man beim VEB Horch und Guck sogar, der Klassenfeind habe den Top-Agenten “Broiler” umgedreht oder mit Psycho-Drogen um den Verstand gebracht: zu ungeheuerlich und verstörend klingt der Bericht aus einer kapitalistischen gesamtdeutschen Zukunft – doch nachdem der erste Schock überwunden ist, nimmt ein perfider Plan von Meisterhand Gestalt an…

        (Körridör, ein gesamtdeutscher Zeitreiseroman, 2012)

        • Gast schrieb am 26. Februar 2012 at 21:18 - Permalink

          Sehr gut!

          Teilen wir uns die Rechte darauf, jetzt wo es noch unter uns beiden bleibt?

          • t.h.wolff schrieb am 26. Februar 2012 at 22:54 - Permalink

            Na logo. Bis auf den Verfassungsschutz liest hier ja niemand mit.

            • Gast schrieb am 27. Februar 2012 at 00:04 - Permalink

              Stimmt auch wieder.

              Schön aber ist, dass der Verfassungsschutz keine Ideen klaut sondern sie vollstreckt. Noch ´mal Glück gehabt.

    36. lemmy caution schrieb am 26. Februar 2012 at 16:04 - Permalink

      Und in China fällt ein Sack Reis um…
      Letztlich gehts bei diesen Gauk-Debatte um rein ost-deutsche Befindlichkeiten, die im Westen keinen wirklich interessieren. Konflikte aus einem versunkenen Land, in dem der Ober-Prolet zur Hasen-Jagd blies, des öfteren bizarre Paraden abgehalten wurden und die entmündigte Arbeiterschaft für Alu-Geld und unter preußisch-autoritär durchgesetzter Qualitätsstandards die Billig-Produkte für den Quelle-Katalog herzustellen hatte. Eine Art gefügiges China ohne dessen Innovationsfähigkeit und Dynamik.

      • ppp schrieb am 26. Februar 2012 at 17:15 - Permalink

        es ist völlig umgedreht: Die Gauck anbeten, sind alles Westdeutsche, die nochmal mit ihm als Projektsfläche ihre Freiheitsfixierungen abfeiern wollen, nachdem die Krisen-Gegenwart so wenig Gelegenheiten dazu bietet. Bei Rösler ist da ja inzwischen reine Infantilität, wie er sich jetzt an seinem Sieg über Merkel aufgeilt. Es wird ihm nicht helfen.

        Die einzige politische Führungsperson mit richtiger DDR-Erfahrung und garantiert keine Oststalgiegerin, Merkel, war dann auch gegen Gauck.

        Sie weiß eben, dass wie es in der DDR aussah und dass Gauck eben nicht der Heiland ist, sondern mit seiner späten Opposition eher der Durchschnitt eine DDR-Theologen
        repräsentiert, der vorher ganz gut im Sozialismus gelebt hat (im Gegensatz zu anderen wirklich Verfolgten, die heute keine Rolle mehr spielen).

        • lemmy caution schrieb am 26. Februar 2012 at 17:58 - Permalink

          Jede(r) Bundeskanzler(in) der/die in dem Amt mehr als 6 Jahre überlebte war/ist ein(e) brilliante(r) Taktiker(in). Und Frau Dr. Angela Merkel ist nun eine von der ganz nüchternen Truppe (wie Adenauer und Schmidt). Die konnte mit dem verspäteten Segen Autorität und Kompromißbereitschaft signalisieren. Eine sehr gute Marketing-Aktion.

          • ppp schrieb am 26. Februar 2012 at 18:13 - Permalink

            Sicherlich sind Merkels Motive primär immer taktisch motiviert, aber auch aus dieser Perspektive war sie gegen Gauck und eher für Töpfer. Der wäre nämlich von allen Parteien, sogar von der Linken gewählt worden wären, dann wäre Merkel wieder als große Mutti dargestanden.

            Marketingmäßig wäre das erheblich besser gewesen.

      • Juliane schrieb am 26. Februar 2012 at 17:34 - Permalink

        Mit Alu-Geld war jedenfalls das Portemonnaie nicht so schwer.

        • t.h.wolff schrieb am 26. Februar 2012 at 20:06 - Permalink

          Das Problem haben die Agenda-Fritzen ja nun ganz anders gelöst.

      • Manfred Peters schrieb am 27. Februar 2012 at 00:18 - Permalink

        @ lemmy incautious
        Es geht doch im Wesentlichen um Gaucks „Leistungen“ oder geistige Ausfälle in der jüngsten Vergangenheit.
        Ein Beispiel, das unwürdige Ersatzspiel Gaucks zu den Salzburger Festspielen:
        „Unangenehme Sätze wie Ziegler sie in Salzburg hatte sagen wollen, Sätze wie “Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet”, wären dem glatten Gauck nie über die Lippen gekommen. Stattdessen lobte er die Kunst als Garnierung:…“
        Oder, Hunger gegen Freiheit: Mit Gauck gewinnt in Salzburg der Tod
        Ja Lemmy, da wären wir dann auch wieder beim eigentlich für viele überlebenswichtigen Reissack, der Dir wohl auf den Kopf gefallen ist. Im Sack war hoffentlich nicht der hier kommentierenden „Brick“. ;-)
        Wer hier aus welchen Gründen aus den „Neuen Bundesländern“ kommentiert oder im Ausnahmefall auch mal mit einem Beitrag auftritt, wäre durchaus interessant. Ich oute mich schon mal als geborener Rostocker (zukünftige Gauck-Heldenstadt, wenn es nach CDU, SPD und Grünen geht).
        Jetzt sollten wir uns aber auch auf das eigentlich viel wichtigere Thema, dass im unten stehendem Beitrag „Zum Wohle des Volkes“ beschrieben wird, konzentrieren! Das ist dann sicher kein “Ost-Deutsches”.

        • lemmy caution schrieb am 27. Februar 2012 at 05:38 - Permalink

          Weil Gauck NICHT über verhungerte Kinder spricht, darf es NICHT den Grüß-August für Deutschland machen?
          In der DDR redeten die pausenlos über die Ungerechtigkeiten des Kapitalismus und in diskreten Gesprächen machten die Männchen, um an Billig-Aufträge von Quelle und anderen Discountern der frühen Bundesrepublik zu kommen. Die Arbeiter konnten dann die Drecksarbeit machen, damit sich die Partei-Bonzen ein paar Qualitätswaren von uns kaufen durften. ;-)
          Ihr könnt das doch jederzeit wiederhaben. Polen hat heute sicher auch Interesse an einem sozialistischen Billig-Lohnland vor der Haustür.

          • ola schrieb am 27. Februar 2012 at 05:47 - Permalink

            Polen… Sie haben noch gar nicht bemerkt, dass viele unserer Nachbarländer, sogar Polen, bereits ein kapitalistisches Billiglohnland zum Nachbarn haben, gell? Dann sollten Sie sich eventuell mal in Dänemark, der Schweiz, Luxemburg, den Niederlanden und mittlerweile sogar Frankreich umhören, was die so von der deutschen “Lohngestaltung” halten. Aber Sie schnarchen sowieso vor sich hin, vermutlich zu viel Alu im Hirn.

            • lemmy caution schrieb am 27. Februar 2012 at 19:13 - Permalink

              Seltsam dann, dass so viele junge Spanier nicht in Polen sondern in Deutschland ihr Glück versuchen.
              Ich will gar nicht sagen, wie viel Einkommen ich in durch meine Hände Arbeit verdiene. Billig erscheinen mir meine Preise nun wirklich nicht.

            • Gast schrieb am 29. Februar 2012 at 11:12 - Permalink

              @lemmy caution auch ´mal condorito und so …

              Seltsam dann, dass so viele junge Spanier nicht in Polen sondern in Deutschland ihr Glück versuchen.

              Es handelt sich zum großen Teil um fast eine ganze Ingenieursgeneration, die im Heimatland einfach keinen Arbeitsplatz finden kann und nicht ihr Glück, sondern ihr Überleben sucht. Sie sind jung und flexibel, sehr gut ausgebildet und wohnen bei ihren Eltern (wenn sie dort bleiben, dann mit weit über 30 Jahren noch), weil sie sich nichts eigenes leisten können. Deutschland fertigt und exportiert weiterhin fleißig Autos und Maschinen, nun mit Hilfe dieser Menschen, die meist nicht bei den Herstellern oder Zulieferern, sondern bei Personaldienstleistern unter entsprechenden Konditionen angestellt sind. Unter diesen Umständen zu arbeiten, gleicht einem Fachmann hierzulande der Prostitution. Ältere bekommen erst gar nicht die Chance sich billig verkaufen zu dürfen. Nach Polen und Tschechien gehen übrigens auch einige (z.B. Skoda) aber lange nicht so viele wie nach Deutschland. Dort herrscht längst nicht der hiesige Bedarf an billigen Fachkräften.

              Ich will gar nicht sagen, wie viel Einkommen ich in durch meine Hände Arbeit verdiene. Billig erscheinen mir meine Preise nun wirklich nicht.

              Und ich dachte immer es ist dein Kopf, der mehr verdient als dein chilenischer Präsident, wie du ´mal einst angabst.

              Ach Lemmy, du tust mir so leid.

            • ola schrieb am 29. Februar 2012 at 13:36 - Permalink

              Was sind Viele? Und ja, diejenigen die gar keine Arbeit bekommen, gehen auch nach Deutschland. Und sind hier als zusätzliche Lohndrücker hochwillkommen. Wir freuen uns sehr.

          • Manfred Peters schrieb am 27. Februar 2012 at 09:14 - Permalink

            Stichwort Polen
            „Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.“
            Was will uns der gottgleiche Gauck damit sagen?
            Ob sich den Polen wohl andere Assoziationen zu ihrem Nachbarn im Westen aufdrängen, als von Dir angenommen? Da darf man schon auf den ersten Besuch des zukünftigen Bundespräsidenten in Polen gespannt sein.
            Aber lass es gut sein Lemmy, ich werde nicht weiter auf Deine primitive Provokationen eingehen, da Du mit der Antwort beweist, dass verstehendes Lesen nicht Deine Stärke ist. :-(

          • leslie schrieb am 29. Februar 2012 at 09:50 - Permalink

            ´´Seltsam dann, dass so viele junge Spanier nicht in Polen sondern in Deutschland ihr Glück versuchen.´´

            Naja,für 6 Euro irgendwo in einem Restaurant in der Küche zu arbeiten. :-/
            Da hätten sie auch in Spanien bleiben können.

            Würds in Deutschland einen Mindestlohn in der Gastronomie geben,wär die Hälfte aller Betriebe in Deutschland sofort weg.

            Aber reiche wollen ja günstig fressen.

            Mfg

    37. Der Doctor schrieb am 26. Februar 2012 at 20:57 - Permalink

      Merkel kann sich in Wirklichkeit doch als Siegerin fühlen,denn wenn nun Gauck auch zurücktreten muß,kann sie in der öffentlichkeit ihre Hände in Unschuld waschen und sagen:”Ich wolltw ihn eigentlich nicht,die anderen haben mich dazu gezwungen”.Hinzu kommt , das SPD und Grüne nun in der eigenen Falle sitzen. denn sie werden nun ,zunächst im Saarland , den Wähler/innen erklären müssen, wie sie Wahlkampf mit Themen wie sozialer Gerechtigkeit machen wollen,wenn sie gleichzeitig,auch mit Wahlmännern aus dem Saarland, einen Mann zum Buprä wählen,der genau dies ablehnt.Sie können eben auch nicht mehr glaubwürdig nach Regulierungen der Finanzmärkte schreien(so sie die denn wirklich wollen ) wenn sie einen Marktfundamentalisten ins höchste Staatsamt wählen.Überdies haben sie damit der Linken eine Steilvorlage geliefert, sich nun als einzige wirkliche Oppositionspartei zu profilieren,da sie sich ja in dieser Beziehung nun selbst enteiert haben.Wenn nun noch Beate Klarsfeld von der Linken als Kandidatin nominiert wird,ist der Pyrrussieg von Sozen und grünlackierter FDP perfekt.Ob Steinmeyer,Gabriel,Roth ,Özdemir u.Co schon die Köpfe gegen die wand schlagen und Fragen:”Wie konnten wir nur so blöd sein?”

    38. Manfred Peters schrieb am 28. Februar 2012 at 23:48 - Permalink

      Müll und sogar Hundekot
      Der erste Kollateralschaden durch Gaucks Schwierigkeiten mit der Wahrheit!
      Wustrowerin wegen Verwechslung angegriffen
      Die Polizei riet der armen Frau an das Bundespräsidialamt einen Brief zu schreiben!?
      Ob die wohl kommen den Hundekot wegzuräumen?

    39. der Herr Karl schrieb am 29. Februar 2012 at 13:39 - Permalink

      Der Schlagabtausch auf Sprengsatz geht weiter:

      153) der Herr Karl, Mittwoch, 29. Februar 2012, 12:08 Uhr Mein Kommentar-Favorit ist die Nr. 21, wo sk8erBLN schreibt:
      “Ohh sie können sich kaum vorstellen wie sehr mich diese Bemerkung aus der virtuellen Feder eines Ex-BAMS Chefredakteurs jetzt trifft. BAMS, ein Qualitätsmedium des deutschen Journalismus, dieser Leuchtturm der Fairness und Akkuratesse der Berichterstattung, Wem immer sie aus welchen Gründen auch immer zusammen mit ihrer Wochentags-Schwester Bild das Genick brechen wollte hat sie es gebrochen. Um sie zu zitieren ” die kleine hässliche Schwester ” des Qualitätsjournalismus. Und Ihnen als Chefredakteur kam die eher zweifelhafte Rolle zu, für Woche für Woche eine gut vermarktbare Aufmerksamkeit zu garantieren. Ich will lieber nicht wissen, wie oft bei Bild und BAMS eine Story -jetzt zitiere ich Lobo-” in den maximalen Wirkungskontext zusammengestaucht und zurechtgebogen” wurde.”

      Ich möchte lieber nicht wissen, wie oft Drecksblätter wie Bild und BamS Charakterlumpen hochgelobt und Unschuldige in Elend und Verzweiflung getrieben haben. Wer wie Spreng für solchen Boulevard jahrelang verantwortlich war und von diesen unmenschlichen Manipulationen profitierte, sollte meines Erachtens die Begriffe “Anstand” und “Charakter” nicht mehr in den Mund nehmen dürfen.
      Wer nun Gauck-Kritiker mit der Eröffnung eines Nebenkriegsschauplatzes namens “Anonymität im Netz” verunglimpfen will, handelt unseriös und ganz im Stil von Bild und BamS. Ich könnte den Spiess ja auch umdrehen und behaupten, wer mit Klarnamen kommentiert, sei ein unter Minderwertigkeitskomplexen Leidender, der versucht, sich mit Klarnamen-Kommentaren wichtig zu machen und zum Psychologen gehen sollte. Oder das Ganze wie Bild und BamS in eine Schlagzeile mit Fragezeichen verpacken: “Ist D.C. ein Psychopath?”
      Es wäre angebracht, der Autor von “Gauck und der Shitstorm” würde sich für seinen hinterhältigen Arikel entschuldigen. Dies würde jedoch Einsicht, Anstand und Charakterstärke erfordern. Ich gebe jedem eine Chance. Der Ball liegt nun bei Ihnen, Herr Spreng…

      154) m.spreng, Mittwoch, 29. Februar 2012, 12:10 Uhr @ 149) und 150) EStz
      Sie kapieren einfach nicht, was Sie anrichten. Dafür fehlt Ihnen offenbar der innere Kompaß.

      155) m.spreng, Mittwoch, 29. Februar 2012, 12:14 Uhr @153 der Herr KarlEs gibt Kommentare, die richten sich einfach selbst. Ich empfehle Ihnen meinen Artikel vom 18. Mai 2011: “Schwarm-Intelligenz und Schwarm-Feigheit”. Vielleicht entschuldigen Sie sich dann.

      156) der Herr Karl, Mittwoch, 29. Februar 2012, 12:28 Uhr “…die richten sich… selbst.”
      Interessanter Duktus, Herr Spreng, aus einer vergangenen Episode deutscher Geschichte.
      Nicht dass ich eine andere Antwort von Ihnen erwartet hätte…

      157) der Herr Karl, Dein Kommentar wird noch moderiert. Mittwoch, 29. Februar 2012, 13:27 Uhr @m.spreng
      ” ch empfehle Ihnen meinen Artikel vom 18. Mai 2011: “Schwarm-Intelligenz und Schwarm-Feigheit”. Vielleicht entschuldigen Sie sich dann.”

      Herr Spreng, ich habe den von Ihnen anempfohlenen Artikel und die Kommentare gelesen. Auch in diesem Artikel vermengten Sie, wie bei “Gauck und der Shitstorm” zwei Dinge, die nicht zusammengehören. Mit bewusst manipulativer Absicht. Sie können wohl nicht anders. Folgende Kommentare (Ausschnitte) sprechen das Problem an:

      ” Der Artikel auf dieser Seite nun besteht größtenteils aus prosaischer Ausgestaltung Ihrer Vita, wir kommen dabei aber dem Kern nicht näher. Es lenkt ab. Sie verwirren hier eher. Tun Sie das nicht.
      So wie ich es hier aus den Kommentaren hier lesen, sind Sie ein Mann eines anderen Formats.
      Sie können sich auch mal einen Mist eingestehen.” ( 13) Dr. Martin Klicken, Mittwoch, 18. Mai 2011, 15:19 Uhr)

      ” Wie einige Kommentatoren vor mir bereits festgestellt haben, werden hier einfach zwei verschiedene Dinge miteinander verglichen. Die Überprüfung von Doktorarbeiten auf Plagiate hat herzlich wenig mit Meinungsfreiheit zu tun. Dabei geht es um recherchierte Fakten, nicht um Meinung.” (19) prengel, Mittwoch, 18. Mai 2011, 15:51 Uhr)

      “Sie argumentieren hier also klar am Thema vorbei. Meinungsfreiheit und “VroniPlag” haben nichts iteinander zu tun und Meinungsfreiheit und Anonymität schließen sich auch nicht aus. Gerade Meinungsfreiheit und Anonymität benötigen oft genug einander.” (20) Melebert, Mittwoch, 18. Mai 2011, 15:55 Uhr)

      “Niemand will ihre Lebensleistung in Abrede stellen, aber ich weiß jetzt wirklich nicht mehr was die Debatte mit “Vroniplag” zu tun hat.” (29) Eddiecho, Mittwoch, 18. Mai 2011, 16:33 Uhr)

      “Herr Spreng,
      in meinen Augen haben Sie ihren Artikel vom gestrigen Tage verschlimmbessert. Sich mit persönlichen Erfahrungen zu rechtfertigen, anstatt aufgrund der vielen sachlich richtigen Einwände einen Fehler einzugestehen, schadet Ihrem Ansehen.” (62) Nofate, Mittwoch, 18. Mai 2011, 21:46 Uhr)

      undsofort…

      • der Herr Karl schrieb am 1. März 2012 at 02:51 - Permalink

        Spreng zum Letzten:

        162) m.spreng, Mittwoch, 29. Februar 2012, 18:47 Uhr
        @ an alle Kommentatoren
        “Zu diesem Beitrag ist inzwischen alles (und noch viel mehr) von allen gesagt. Ich erlaube mir deshalb, die Diskussion dazu zu schließen.
        Ich werde weiter inkonsequent sein (weil ich die in der Regel beeindruckende Sachdiskussion meiner Kommentatoren nicht missen möchte) und anonyme Kommentare zulassen, dabei allerdings noch sorgfältiger darauf achten, wann die Grenzen zur persönlichen Verunglimpfung überschritten werden.
        Dies ist keine Rücknahme meiner Ansichten zum Thema Anonymität, sondern eine kompromißlerische Schwäche meinerseits.”

        Zuerst “anonym” kommentierende Gauck-Kritiker der Charakterschwäche verunglimpfen und dann “Verunglimpfung!, Verunglimpfung!” jammern…
        Dann auch noch mit grossherziger Geste weiterhin “anonyme” Kommentare zulassen und gleichzeitig Null Einsicht zeigen…
        Widerliches Bild-Niveau von A bis Z.

        http://www.sprengsatz.de/?p=3819#comment-35736

        • Mod schrieb am 1. März 2012 at 09:49 - Permalink

          Ist das Günter Guillaume oben Links auf der Seite?

          • der Herr Karl schrieb am 1. März 2012 at 11:04 - Permalink

            @Mod

            Ich dachte so spontan eher an John Gotti.
            Zwar ein Don, aber ein guter…

            http://www.sprengsatz.de/?p=3665#comments

            • der Herr Karl schrieb am 1. März 2012 at 11:42 - Permalink

              Ich wende jetzt auch mal ein paar BamS-Praktiken an, Herr M.S. …

      • GrooveX schrieb am 2. März 2012 at 07:03 - Permalink

        Oder das Ganze wie Bild und BamS in eine Schlagzeile mit Fragezeichen verpacken: “Ist D.C. ein Psychopath?”

        ach du liebes lieschen, da hat sich wer ein trauma eingefangen, weil er mal jemand anderem auf den leim gegangen ist, tssss… so ist das eben mit der anfälligkeit für den vox populi, vox dei. da gibt es halt immer unerwünschte nebenwirkungen.

    40. Granado schrieb am 29. Februar 2012 at 21:57 - Permalink

      http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/mon_fussvolk.html
      Updated: 26.02.2005 14:27
      Obszönes (Fuß-)volk: Stellungnahmen zu den Montagsdemonstrationen
      Zu den Montagsdemonstrationen haben wir Bernd Gehrke, Renate Hürtgen und Klaus Wolfram jeweils unabhängig ein paar Fragen gestellt. Alle drei gehörten in der DDR zur Opposition… Alle drei zählen heute wieder zur gesellschaftlichen Opposition, denn »das war doch nicht unsere Alternative« – so ihr Resümee zehn Jahre nach der Wende…
      Die Frage nach der Einschätzung der Montagsdemonstrationen im Osten zieht unseres Erachtens die Frage nach der Einschätzung von 1989 und den DDR-Erfahrungen nach sich…
      Einige ehemalige Bürgerrechtler, wie die CDU-Abgeordnete Vera Lengsfeld oder Joachim Gauck, kritisieren die Demonstrationen ganz ähnlich wie Wolfgang Clement, indem sie behaupten, hier werde die Bürgerbewegung von 1989 »instrumentalisiert«, denn damals sei es um Freiheit gegangen (FAZ, 10. August 2004), während es jetzt um soziale Fragen geht. Pfarrer Christian Führer aus Leipzig sagt dagegen, dass »Teil zwei von 1989 noch aussteht« (FR, 9. August 2004), womit er anscheinend genau diese soziale Fragen von Gleichheit, Gerechtigkeit etc. meint. Was meinst Du dazu? …
      Hätten die Bürgerrechtler, die heute die Montagsdemos kritisieren, noch einmal in die UNO-Menschenrechtscharta geschaut, auf die sie sich früher ja berufen hatten, so könnten sie wissen, dass soziale Menschenrechte dort ebenso sehr als Bestandteil der Menschen- und Freiheitsrechte aufgezählt werden…
      express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 8/04

    41. Bob schrieb am 1. März 2012 at 16:14 - Permalink

      “Christian Wulff ist ein Fanal für die moralische Bankrotterklärung der politischen Eliten.”

      Danke für diesen klaren und richtigen Worte.

    42. Castorp schrieb am 11. März 2012 at 20:09 - Permalink

      Noch ein paar interessante Gedankengänge zur Nominierung Klarsfelds und dem “Reformer”-Flügel der Linkspartei:

      http://www.hintergrund.de/201202281943/politik/inland/offenbarungseid-die-linke-und-die-wahl-des-bundespraesidenten.html


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