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  • Rezension “Stresstest Deutschland” – Utopischer Charme

    geschrieben am 01. März 2012 von Spiegelfechter

    Der Carta-Herausgeber und freie Journalist Wolfgang Michal hat mein Buch in der aktuellen Ausgabe des Freitags rezensiert.

    „Stresstest Deutschland“: Jens Berger seziert ein Land, das sich vom Versprechen sozialer Gerechtigkeit entfernt hat – und fordert den gesellschaftlichen Protest ein.

    Warum wurde dieser Mann eigentlich noch nie in den ARD-Presseclub eingeladen? Er könnte nämlich gut erklären, wie die Eurokrise zu lösen wäre, weshalb sie keine Staatsschuldenkrise ist und warum Angela Merkel die EU in eine politische Katastrophe spart. Ach so, der Mann gehört keiner der neoliberalen Wirtschaftsredaktionen an, deren Ratschläge man sonst im Presseclub hört. Und er ist auch nicht Professor wie Rudolf Hickel, der im Presseclub immer den linken Alibi-Journalisten geben muss, weil die ARD in der „pluralistischen“ deutschen Presselandschaft keinen einzigen linken Wirtschaftsredakteur finden kann. [...]

    Womit wir bei Bergers Buch wären: In seinem Erstlingswerk unterwirft der Autor das Land einem Stresstest. Oder besser: einem Glückstest. Und der geht nicht gut aus. Denn anders als die auf Unternehmen fixierten Betriebswirtschaftler legt der Volkswirt Berger seinem Stresstest eine „Benchmark“ zugrunde, die nicht dem Shareholder Value der „Deutschland AG“, sondern dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Seit einige Glücksforscher die glorreiche Idee hatten, dem Wachstumsfetischismus der herrschenden Wirtschaftstheorie eine humane Alternative entgegenzusetzen, ist das Glück in die Welt der Wirtschaft gewandert. Heute befassen sich Regierungen mit dem Glück, und der Deutsche Bundestag hat extra eine Enquete-Kommission eingesetzt.

    Die vollständige Renzension findet sich auf Freitag.de

    Alle weiteren Informationen zum Buch findet Ihr auf meiner Sonderseite

    57 Kommentare Print This Post
    Der Carta-Herausgeber und freie Journalist Wolfgang Michal hat mein Buch in der aktuellen Ausgabe des Freitags rezensiert. „Stresstest Deutschland“: Jens Berger seziert ein Land, das sich vom Versprechen sozialer Gerechtigkeit entfernt hat – und fordert den gesellschaftlichen Protest ein. Warum wurde dieser Mann eigentlich noch nie in den ARD-Presseclub eingeladen? Er könnte nämlich gut erklären, ...
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    57 Kommentare:

    1. relet schrieb am 1. März 2012 at 11:59 - Permalink

      Amazon meint: “Dieser Titel ist für Kunden aus Ihrem Land nicht verfügbar.”

      Schade.

      • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 13:00 - Permalink

        Aus welchem Land bist Du denn?

        • relet schrieb am 1. März 2012 at 13:02 - Permalink

          Das Kindle-Konto ist angemeldet bei amazon.com (nicht .de).
          Ich weiß nicht, ob es relevant ist, daß eine der Lieferadressen in Norwegen liegt, aber ich denke, die Domain ist der Hauptunterschied.

          • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 13:34 - Permalink

            Ich kenne mich leider mit ebooks nicht so gut aus. Geht auch das ePub-Format? Oder muss es Kindle sein?

            • relet schrieb am 1. März 2012 at 13:49 - Permalink

              Grundsätzlich ist ePub auch gut (das muß ich zwar manuell aufspielen, hat dafür aber kein DRM) – leider ist das Buch bei libri.de nicht mehr zu finden (und der Link ist tot), und beam liefert nicht ohne Mehrwertsteuer – die fällt z.B. bei amazon.de automatisch weg, wenn die “Lieferung” ins Nicht-EU-Ausland erfolgt.

            • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 14:04 - Permalink

              Hmmm.

              Und wie sieht´s hiermit aus:

              http://www.ebookoo.de/webapp/wcs/stores/servlet//Product/E-Books/Jens-Berger/Stresstest-Deutschland/49228/4099276460822233274/4099276460840407325/-3/4099276460822241449/4099276460822241449/4099276460822241449

            • relet schrieb am 2. März 2012 at 08:11 - Permalink

              …bleibt abzuwarten. “Der für das Thema ebook zuständige Mitarbeiter befindet sich zur Zeit in Urlaub”.

    2. Schweigsam schrieb am 1. März 2012 at 12:11 - Permalink

      Na Jens, du machst deinen Weg. Ich weiss nicht ob ich mir dein Buch antue, denn volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind nicht unbedingt mein Interessengebiet. Aber trotz allem interessant (scheiße was mache ich nun?;-)). Ich sehe dich schon in 1, 2 Jahren bei Will oder so.

      • HHarlekin schrieb am 1. März 2012 at 13:14 - Permalink

        Jens Berger bei Anne Will, Jauch(e) u. Co.? Welch reizvoller Gedanke…
        Geht aber nicht, da er doch gar kein INSM-Botschafter ist … ;-)

        • Schweigsam schrieb am 1. März 2012 at 16:22 - Permalink

          Das mag sein. Aber trotzdem sind diese Talk-Shows eine wichtige Plattform. Mit dem Spiegelfechter, Nachdenkseiten u.a. hat man nun keine große Reichweite um größere Bevölkerungsanteile zu erreichen.

    3. ZwischenSpeicher schrieb am 1. März 2012 at 13:32 - Permalink

      Klingt vielversprechend, die Rezension. Werde ich mir dieses Brainfood mal reinpfeifen.

      “Jens Berger for Presseclub, Anne Will und Maybrit Illner !!!!” (Jauch wäre zu niveau-los)
      fordern
      Occupy WDR und der Volx-Rundfunkrat
      .

    4. spider schrieb am 1. März 2012 at 14:33 - Permalink

      Na dann hoffe ich doch sehr, dass Dein Buch besser ist als Dein Blog :-)

      Erbauliche Grüße,
      spider

    5. Farbenseher schrieb am 1. März 2012 at 14:56 - Permalink

      Jetzt muss ich mir das auch noch kaufen. Nach Sarah Wagenknechts “Freiheit statt Kapitalismus” (Bin beim dritten Durchgang und ehrlich gesagt erschlägt es mich stellenweise immer noch) und dem “kritischen Jahrbuch” (Schon leichter verdaulich und als konzentriertes Destillat meiner täglichen Nachdenkseitenbesuche zur retrospektiven Gesamtschau bestens geeignet) nun also auch noch der Herr Berger (Vor kurzem übrigens auch bei Deutschlandradio Kultur zu lesen/hören). Ich bin jedenfalls begeistert davon, dass kompetente Blogger und alte Kämpen wie Müller und Lieb gehört und gelesen werden. Noch ist nichts verloren, sach ich mal.

      Viel Erfolg weiterhin!

    6. Der Duderich schrieb am 1. März 2012 at 16:57 - Permalink

      @Jens Berger
      Mal ne (ernsthaft gestellte) Frage:

      Ist das copyright-bedingt, dass die Texte nur auszugsweise in Deinen Blog gestellt werden?

      Dadurch muss man nämlich fürs kommentieren immer hin und her switchen. Gut, okay, gibt Schlimmeres….

      Danke für die Antwort!

      Gruß, Ralf Stiegler

      Ansonsten: Weiter so und viel Erfolg! :)

      • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 17:14 - Permalink

        Beim Freitag ist es das Copyright, bei den NachDenkSeiten ist es die Fairness ;-)

    7. Esco schrieb am 1. März 2012 at 17:19 - Permalink

      “Einerseits klagt Berger den Staat dafür an, dass er die Partikularinteressen einer kleinen Oberschicht bedient, andererseits glaubt Berger, dieser Staat könne sich aus der Umklammerung der Partikularinteressen befreien und mehr sein als nur der Handlanger bestimmter Interessen.”

      Meine Frage, glaubt Herr Berger das wirklich? Es wäre zu schön um wahr zu sein aber mit welcher Partei soll das klappen und wer soll sie wählen, wenn doch die Springerpresse ihre dreckigen Finger in der täglichen Medienpropaganda drin hat :(

      Ansonsten eine wirklich gelungene Rezession auf freitag.de Kanns kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen!

      • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 17:27 - Permalink

        Wenn Du das Buch gelesen hast, wirst Du auch eine Antwort auf Deine Frage finden ;-)

        • Esco schrieb am 1. März 2012 at 19:07 - Permalink

          Das nenne ich doch mal intelligentes Marketing ^^ So soll es sein! :)

    8. ola schrieb am 1. März 2012 at 18:02 - Permalink

      Oh man, ich habs wirklich gelesen. Und ich bin Berger. Ahhhhhhhh! Jetzt weiss ich wenigsens, dass es noch einen Verrückten gibt, der den ganzen Tag die Hände vors Gesicht schlägt. Ich glaube, auf Dauer hilft nur regelmäßiges auspeitschen lassen, um diesen Irrsinn bis ins hohe Alter einigermaßen schadlos am Geiste zu überstehen^^

      • Spiegelfechter schrieb am 1. März 2012 at 18:04 - Permalink

        Und ich bin Berger

        *lol*

    9. Vogel schrieb am 1. März 2012 at 18:04 - Permalink

      Ja, da hab’ ich doch ‘mal den Presseclub angemehlt. Ob’s noch bis zum WoE klappt?

      Daumen hoch!

      • Mo schrieb am 1. März 2012 at 18:31 - Permalink

        Gut gemacht Herr Vogel.
        Ich nehme an, dass der Herr Berger seine Leser rechtzeitig von diversen persönlichen Auftritten in Kenntnis setzen wird. ;-)

    10. Leser2011 schrieb am 1. März 2012 at 20:55 - Permalink

      Das “Nachtstudio” ist mir bis jetzt auch nicht negativ aufgefallen. Wäre vielleicht eine Option!?

      • Dimebag schrieb am 2. März 2012 at 17:47 - Permalink

        Das sehe ich auch gerne und es ist sicher eine gute Möglichkeit vor ungefährt 12-25 Zuschauern sein Buch vorzustellen…..

    11. Sulukol schrieb am 1. März 2012 at 21:00 - Permalink

      Ein sehr gutes Buch! Danke dafür!

    12. long jogg schrieb am 1. März 2012 at 21:30 - Permalink

      Von den NDS über den Freitag zu Anne Will, Maybritt Illner, Nachtstudio? Ahnte ich es doch schon länger: Berger schreibt sich nach oben! Alte Männer, die nicht loslassen können, machen mich traurig. So will ich nicht werden, befürchte aber eine Kurskorrektur in meinen Sechzigern: Diese Zitrone hat noch Saft, werde ich meinen Enkeln zurufen und zum Bloggerstammtisch radeln, wo ich meine Clique sendungsbedürftiger Altjournalisten treffe. Nur Männer, die Frauen haben Hobbys. Und sind selig, wenn der Gatte mal ein paar Stunden Gassi geht – gern auch ohne Hund, Hauptsache weg.

      (Scherz aus!)

    13. Folkher Braun schrieb am 1. März 2012 at 22:35 - Permalink

      Moin,
      jetzt komme ich endlich mal zu meiner “Rezession” von dem Jens sein Buch. Also: Das Intro mit dem benchmark sollte für die 2. Auflage renoviert werden. Anschließend habe ich mich durch den politischen Teil bis S. 108 etwas gequält, weil der nach meiner Ansicht sehr zurückhaltend ist zu den politischen Strukturen in diesem unseren Lande. Insbesondere fehlt mir abschließend eine Darstellung des Niedergangs der DGB- Gewerkschaften, mit dem zum ökonomischen Teil des Werks man überleiten kann. Ab S. 108 ist´s für regelmäßige Leser des Spiegelfechter eine gute Zusammenfassung dessen, was hier im Grunde alles schon verhandelt wurde. Ich habe ein paar Exemplare zum Verteilen gekauft. Der beste Kommentar war der eines NRW- Landesbeamten: “Gott sei Dank habe ich mit der ganzen Schei$$e nichts zu tun.” Ich musste ihn dann trösten, das er genau so wie alle anderen mittenmang steckt.
      Leider werden nur sehr wenige Leute den Stresstest lesen, die es im Grunde müssten, damit sie von ihrer von SPON, FAZ und Focus geprägten Auffassung wegkommen.

    14. t schrieb am 2. März 2012 at 00:02 - Permalink

      Auch wenn ich’s an anderer Stelle schon angemerkt habe und es vermutlich auch hier nur ein “nö” als Antwort erwarten kann.

      Ich fände es toll, könnte man das Buch in legaler Form weiterreichen.

      Ich will nicht Jens Bergers Lebensgrundlage schmälern, nichts läge mir ferner, außer … ach ja genau, meiner Lebensgrundlage.

      Ich würde gerne viele Menschen schnell mit dem Buch überzeugen, kann es mir jedoch nicht leisten mir 30 Exemplare zu kaufen um die bereitwillig unters Volk zu bringen.

      Ist die Thematik nicht zu wichtig, der politische Mainstream nicht zu einseitig?

      Wird’s ein Erfolg, dann schwirrt es eh durch die Tauschbörsen, wird’s keiner, dann wäre eine kostenfreie doch ein Gewinn.

      Ich nehm’s nicht krumm, wenn die Antwort wieder ein “Nö” ist.

      Ich verstehe es nur nicht.

      • danielmite schrieb am 2. März 2012 at 07:37 - Permalink

        Wenn du dafür seinen Lebensunterhalt bestreitest, kannst du es sicherlich kostenlos verteilen. Vergiss aber nicht vorher mit seinem Verlag und allen anderen Beteiligten zu sprechen.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. März 2012 at 09:16 - Permalink

        Nö ;-)

        Kostenlos gibt es ja schließlich schon die Texte auf dem SF und den NDS.

    15. Brick schrieb am 2. März 2012 at 00:25 - Permalink

      Ich bin immer noch nicht dazu gekommen das Buch zu lesen, ich würde dennoch gerne einen Punkt diskutieren:

      Methodisch folgt sein Stresstest aber mehr der Aufsehen erregenden Studie der britischen Forscher Richard Wilkinson und Kate Pickett („Gleichheit ist Glück“), die mithilfe zahlreicher Statistiken nachweisen konnten, dass „gerechte Gesellschaften für alle besser sind“.

      Wage inequality ist hier ja wohl eine der wenigen Möglichkeiten, wie man etwas in der Art überhaupt messen kann.
      Ich sehe für das Anwachsen drei Ursachen, die untrennbar miteinander verknüpft sind sowie eine weitere, bei der ich den Grund nicht so ganz verstehe, und eine bei der dann wieder alle heulen: (lassen wir das Bankergesocks und die Schwäche der Gewerkschaften, hierfür mal außen vor)

      1. Produktivitätssteigerung in den bestehenden Industriezweigen
      2. Abwanderung von Produktion nach Osteuropa
      3. China besetzt alle neuen Technologiefelder und die damit verbundenen ungelernten sowie auch Facharbeitskräfte
      4. Ablehnung aller neuen Beschäftigungsfelder in Deutschland
      5. ALG 2

      Punkt 1 ist einfach, Ingenieure sind pöse… bestehende Industrie wird immer produktiver, was zur Folge hat, dass pro fertigem Produkt weniger Abeitsstunden geleistet werden müssen, hierbei fällt unskilled labor einfach weg oder wird (teilweise) von Robotern ersetzt, die Folge ist klar: liegt die Produktivitätssteigerung über dem Marktwachstum fallen Arbeitsplätze weg. Das ist wohl Ursächlich für den Anstieg der Arbeitslosigkeit in den 80ern in Europa. Heute ist das Wachstum ist in Europa gering, der Markt ist gesättigt, großes Wachstum gibt es nur noch in den Schwellenländern, und diese verpflichten in der Regel z.B. Automobilhersteller dazu, dass zumindest einen Teil der verkauften Autos in dem Land produziert wurde (Süd Afrika, Indien, Brasilien, China).
      http://www.atzonline.de/Aktuell/Nachrichten/1/8745/Studie-VW-hat-Aufholbedarf–bei-der-Produktivitaet.html
      Punkt 2 ist (ich bleibe am besten bei “meiner” Industrie), dass BWLer auch pöse sind. Für die Automobilendmontage ist nur eine geringe Anzahl von Ingenieuren nötig, der Fachkräftebedarf ist auch ansonsten gering Meister und Techniker sind zwingend erforderlich aber der größte Teil der Buchhaltung kann sonstwo gemacht werden. Facharbeiter sind am Band außer für die Führung und Qualitätssicherung unnötig, da alle Arbeitsschritte, die von diesen ausgeführt werden müssten, wie schweißen und lackieren, von Robotern übernommen werden (das muss zwar überwacht werden aber nicht von vielen). Man kann also ein Werk fast an jeden beliebigen Standort setzen, die meissten Arbeiter müssen nur angelernt werden. Es wurde, auch aufgrund des niedrigeren Grundstückspreisen, aber vor allem wegen der niedrigeren Arbeitskosten, bei gleichbleibender (das stimmt so zumindest in den ersten Jahren nicht ganz ist aber ein ganz anderes Thema) Qualität, massiv Produktion und damit primär “unskilled labor” nach Osteuropa verschoben. Das heisst, dass tatsächlich unsere ungelernten Arbeitskräfte direkt mit polnischen rumänischen und als krasseste Beispiel tschechischen Arbeitskräften (Skoda hat ja auch Teile der Entwicklung und blüht ganz schön auf) konkurrieren müssen, was die Löhne angleicht. (in Deutschland betrug die Steigerung der Automobilproduktion 2003 – 2010 10% in Tschechien über 100 %)
      http://en.wikipedia.org/wiki/Template:World_motor_vehicle_production_by_country_in_2010

      China ist etwas völlig anderes und damit sind wir bei Punkt 3. Kaum ein deutscher Arbeitnehmer aus bestehenden Industriezweigen muss mit chinesischen konkurrieren. Die chinesische Automobilproduktion, obwohl zahlenmäßig die größte der Welt, kommt nicht nach Deutschland. Der Kostenvorteil für große Produkte würde durch die Lieferzeiten (gilt auch für Zulieferer) und -kosten wieder aufgefressen. Bei neuen Industriezweigen schaut es aber ganz anders aus. China besetzt und das schon seit langem gezielt alle Zukunftsfelder. Nahezu alle elektronischen Produkte werden von foxconn (ja ich weiss, dass das der “abtrünnigen Porvinz” gehört) und ähnlichen Firmen in China produziert. Der Solarmarkt wird bald von China dominiert und es bestehen Monopole bei sowohl der seltenen Erden Förderung als auch bei der Magnesiumproduktion. China überspringt gezielt Technologie, bei der sie nicht aufholen können, wie Verbrennungsmotoren und versucht direkt in die e-mobilität einzusteigen, bei der quasi alle bei Null starten.
      http://www.nzz.ch/file/1.2850080!/20090629_Roland_Berger_Powertrain_2020.pdf
      Will sagen, China ist bereit Risiken einzugehen und das sind wir kaum noch.

      Punkt 4 kann ich mir nicht erklären. Wir haben eine breite Ablehnung gegen quasi alles Neue in Deutschland. Neben der Reaktion auf das Internet, in dem sich laut übereinstimmenden Medienberichten nur Verbrecher tummeln, ist dies eine ganz allgemeine Entwicklung. Wir verschlafen entweder Entwicklungen oder lehnen sie in großen Teilen der Bevölkerung ab. Ein Beispiel:

      1979 gelang es Frankfurter Wissenschaftlern, mittels rekombinanter DNA, das Gen für Insulin [..]mittels Gentransfer in Mikroorganismen[..]zu verbringen, so dass 1982 die Möglichkeit bestand, mittels dieser gentechnisch veränderten Organismen Humaninsulin in großen Mengen ohne den Einsatz tierischen Ausgangsmaterials [..] zu produzieren.
      Aufgrund der Diskussion über Chancen und Risiken von Gentechnik verweigerte 1984 der damalige hessische Umweltminister Joschka Fischer die Genehmigung einer Betriebserlaubnis einer Versuchsanlage[..]. Erst 1999 brachte die [..]Firma Aventis dieses neue Humaninsulin in den USA an den Markt.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Insulinpr%C3%A4parat#Biotechnologisch_hergestellte_Insuline
      1984?! Damals war Jurrasic Park doch noch gar nicht erschienen.
      Wir lehnen (jeweils Teile der Bevölkerung, die sich aber auf irritierende Art überschneiden können) auch folgende Energieproduktionsarten ab:
      - Windkraft (zumindest in unserer Nähe)
      - Große Solaranlagen (zumindest in unserer Nähe)
      - Atomstrom
      - Kohle
      - Gas ( fracking ist böse genau wie Russland -> Gas ist böse)
      - Wasserkraft (weil das macht die schönen Täler weg, daher besonders verhasst bei Naturschützern)
      - Biogas (Mais)
      Energie ist eh allgemein überbewertet.
      Das Tragische ist, dass die Besetzung neuer Technologiefelder die einzige Möglichkeit ist, auch in Zukunft Jobs zu sichern. Die ersten drei Punkte sind schwer beeinflussbar. Früher haben wir ohne über die Konsequenzen nachzudenken uns euphorisch auf neue Technologien gestürzt. Das war zumindest ein Fehler im Bezug auf die Atomkraft aber bestimmt nicht allgemein und heutzutage ist alles aber wirklich alles primär erst mal abzulehnen um dann vielleicht irgendwann doch darüber nachzudenken, wenn es jemand anderes schon lange so gut kann, dass keine Möglichkeit mehr besteht aufzuholen. Hat Rumsfeld am Ende doch recht mit seinem “Old Europe” Kommentar? Hier geht es gar nicht so sehr um competitiveness sondern viel mehr darum, dass hier Forschung betrieben wird, das Thema dann bevor irgendwas passiert ist torpediert wird und dann irgendwo im Ausland weitergeführt wird.

      So 5. ist ein schwieriges Problem: die Wahl zwischen Massenarbeitslosigkeit und Armut. (Wie gesagt, es fehlt mir ein Politiker in Deutschland, der sich hinstellt und auch mal die Nachteile seiner Politik zumindest erwähnt, deshalb glaubt ja jeder LINKE, dass außer dem bisschen mehr Geld kein Nachteil besteht, wenn man Langzeitarbeitslose “fair” behandelt und jeder FDPler, ach keine Ahnung die Partei geht eh unter.) Krugman hat 1994 zwei Vorschläge zur Reduktion der Massenarbeitslosigkeit gemacht: 1. Arbeit zu subventionieren und 2. den welfare state zu reduzieren. Für ihn war das eine entweder oder Entscheidung. Wir haben relativ geschickt beides kombiniert, was zum Ergebnis hatte, dass wir objektiv sowohl im Bezug auf die Armut als auch auf die Arbeitslosigkeit und sogar auf den Bundeshaushalt relativ gut dastehen und das obwohl wir sehr hart von der schlimmsten Krise seit dem Kriegsende getroffen wurden. Exzellenter Artikel:
      http://12.35.11.68/Publicat/Econrev/EconRevArchive/1994/4Q94.pdf#page=25
      Unsere Wahl war objektiv viel besser als einfach zu Amerika zu werden, denn durch die Krise, welche für die Arbeiter nicht abgefedert wurde, steht Amerika jetzt vor beiden Problemen gleichzeitig. Also extreme Armut bei hoher Arbeitslosigkeit. In Europa haben wir nur drei Länder, die eine geringer Arbeitslosigkeit vorweisen können und das sind die Niederlande, Österreich und Luxemburg. Viele andere Länder stehen vor dem Problem, dass sie zwar eigentlich Armut abfedernde mechanismen haben, diese aber mit zu einer desolaten Haushaltslage (wie gesagt, die Banker lassen wir mal außen vor) beitragen, was wiederum uns in die Lage versetzt hat diesen Ländern jetzt vorschriften zu machen, diese Situation weiter zu verschärfen, was zurecht zu massiver civil unrest dort führt. Also ist zur Agenda meine meinung:

      Ein guter Kompromis, der genau zur rechten Zeit kam. Zwar braucht es schon noch massiv Änderungen z.B.:
      - Kopplung von ALG 2 an die Inflation
      - Anpassung der Leiharbeitsgehälter an den Normallohn
      - Riester muss weg

      Lesens wirds eh keiner aber schreibseln hilft beim Gedanken sortieren.

      • Peleo schrieb am 2. März 2012 at 09:55 - Permalink

        China ist etwas völlig anderes

        Dass die Chinesen sich hier einfach einkaufen (Volvo, Saab oder jetzt in Bulgarien) ist Dir noch nicht aufgefallen?

        • Manfred Peters schrieb am 2. März 2012 at 10:04 - Permalink

          Backsteinchen hat doch nur seine “Gedanken sortiert”. Da darf man doch nicht auch noch „auffällige Einfälle“ erwarten. ;-)

        • Juliane schrieb am 3. März 2012 at 20:47 - Permalink

          Oder in Griechenland:
          “Inzwischen hat China die beiden größten Piers 2 und 3 in Konzession übernommen, die Managementrechte am Containerhafen sind für die Dauer von 35 Jahren an die chinesische Cosco-Gruppe abgetreten worden. Der Deal wurde schon 2009 eingefädelt. Die griechischen Hafenarbeiter haben nur selten eine Ladung zu löschen – ihre chinesischen Kollegen arbeiten zu Niedriglöhnen und haben im Hafen von Piräus nahezu Hausrecht, denn Cosco ist gerade dabei, die Umschlagkapazitäten zu verdoppeln…”
          Gefunden da:
          http://www.tv3.de/medienverlag/%C3%BCbersicht,nd-2953-die-und-quot-bibel-griechenlands-und-quot.html

    16. Vogel schrieb am 2. März 2012 at 08:06 - Permalink

      @Brick

      Punkt 4 kann ich mir nicht erklären. Wir haben eine breite Ablehnung gegen quasi alles Neue in Deutschland.

      Ich kann Dir hierzu ‘mal ein paar Gedanken an die Hand geben:

      In Deutschland sind wir schon seit ca. 250 Jahren mit dem Preis für “alles Neue” konfrontiert. Nicht nur der Preis, der heute zu zahlen ist, auch der Preis, der auf der Zeitschine später zu zahlen ist. Wer seine Beobachtungen nicht argumentationsfest vorbringen kann (und natürlich spielen hier auch Gruppenegoismen ‘ne Rolle), der äußert halt seine diffusen Ängste und sagt: “Lieber nicht!” Den Wert des (funkelnden) Neuen am Wert des (matten) Alten zu messen … wem wollte dieses umfassend gelingen? “Technische (neue) Lösungen sind keine solchen! Sie erhöhen (verschieben) nur das Problemniveau!” Beispiel gefällig? Automatisierung -> Wegfall schwerer, eintöniger, gesundheitsgefährdender Arbeit (gut) -> Erhöhung der Produktivität (da fangen Fragen an, bspw. wozu?) -> Wegfall von Arbeitsplätzen (schlecht[?]) -> bitte weiter fortspinnen.

      Zu Punkt 3 eine Bemerkung: China, wird im Sinne des zuvor gesagten, seinen Preis noch zahlen müssen und ebenso alle Schwellenländer. China hat schon seine Umweltprobleme: Das der Yangtse-Staudamm eine einzige Umweltkatastrophe ist (und möglicherweise in 10, 20 Jahren bei weitem nicht mehr das bringen wird, was er bringen sollte), dürfte bekannt sein, dass die seltenen Erden und Magnesium, Lithium usw. mit ihrer aufwändigen Förderung, Gewinnung und Verarbeitung diese nicht kleiner werden lassen, ebenfalls. (“Technische Lösungen …”) Von den Umbrüchen in der Gesellschaft ganz zu schweigen, Stichworte: ca. 200-300 Millionen Wanderarbeiter, weitgehend rechtlose Landbevölkerung, korrupte Kader vor allem auf der unteren und mittleren Ebene, ungleiche EK-Entwicklung (ja, auch China hat schon seine Multimillionäre und Milliardäre) – alles das für “das Neue”?

      Nachsatz zur Automobilproduktion D/CZ: Wenn in D diese von 100 auf 110 steigt, sind das 10%, wenn diese in Tschechien von 10 auf 20 steigt, sind das 100%. Bitte nicht an meinen Zahlen festhalten, Du weißt sicher, was gemeint ist. Gerade die Manie Qualität messbar (quantifizierbar) zu machen und damit schonungslos in Zahlen und Rechenmodelle zu pressen ist eines der Grundübel unseres (kapitalistischen) Systems.

      Hoffe, dass Du wenigstens “ein zweites Auge” für die von Dir aufgeworfenen Fragen bekommst.

      • schwitzig schrieb am 2. März 2012 at 08:33 - Permalink

        @Vogel

        Gerade die Manie Qualität messbar (quantifizierbar) zu machen und damit schonungslos in Zahlen und Rechenmodelle zu pressen ist eines der Grundübel unseres (kapitalistischen) System

        Vielen Dank für dieses Bonmot!

        Qualität ist wie Innovation spür- und erkennbar, aber unmöglich in Zahlen abzubilden. Bestenfalls – aber auch nur unter theoretischen, also nicht existenten, Idealbedingungen – kann man die Folgen von Qualität und Innovation quantifizieren,
        Denkt man diesen Leitsatz zu Ende, erkennt man die völlige Absurdität von Aktien”märkten” und dem sogenannten “Shareholder Value”, die bestenfalls die Qualität und Innovation nicht be- bzw. verhindert und im Normalfall zu einer kontinuierlichen Qualitätsreduktion führen muss.

        • Vogel schrieb am 2. März 2012 at 09:10 - Permalink

          @ schwitzig

          Vielen Dank für dieses Bonmot!

          Macht dreifuffzisch ;-)

          Schön’ Tach noch

          Edit: Gerade ‘n zweitesmal über Deinen Kommentar gelesen: Deine Weiterungen sind, wie immer, superb! FullACK

      • Peleo schrieb am 2. März 2012 at 09:48 - Permalink

        Zwei technische Lösungen, bei denen der Nutzen die Nachteile weit übersteigt: das Fahrrad und das Telefon. Nur so als Beispiel.

        • Vogel schrieb am 2. März 2012 at 12:06 - Permalink

          @paleo
          Jau. Wenn ich Deinen Zweizeiler ernst und nicht ironisch nehme: Recht hast Du. Das Problem geht dann los, wenn’s motorisiert werden muss(!!), wenn’ tragbar werden muss(!!) – mit einem Wort: Wenn dann der “Fort”schritt kommt! Ich stamme noch aus einer Zeit, wo wir Radtouren gemacht haben mit Fahrrädern, die a) aus dem Vollen geschnitzt waren und b) keine Gangschaltung hatten (204 km, Butzbach – Mainz-Kastell und durch den Taunus zurück, um acht ging’s los, um 23:00 h waren wir zurück, das weiß ich heute noch). Und: Die Telefone hatten alle ein Kabel dran, alle. Ich frag’ mich ernsthaft: Wie konnten wir überleben.

          PS.: Keine Ironie, alles ernst gemeint!!

    17. genova68 schrieb am 2. März 2012 at 19:02 - Permalink

      Ja, ein sicher sehr gutes und wohl auch gut zu lesendes Buch. Interessant finde ich aber die abschließende Bemerkung des Rezensenten im Freitag, wonach die Möglichkeit des Gegensteuerns, des Widerstandes unterbelichtet bleibt. Die Fakten liegen ja schon seit Jahren auf dem Tisch, nicht nur für Leser der nachdenkseiten. Es sind die realen Kräfteverhältnisse, die geändert werden müssten. Wie das geht, weiß ich auch nicht, aber vielleicht sollte man sich doch mehr um Marx und vor allem um Gramsci kümmern.

      • brandubh schrieb am 2. März 2012 at 21:31 - Permalink

        Es würde schon ausreichen, würden die “Kräfte” nur ihren gesunden Menschenverstand benutzen und danach handeln.

        Für mich steht fest, wir “Kleinen” werden von Geisteskranken geführt, wirtschafltich und politisch.

        • ola schrieb am 3. März 2012 at 00:13 - Permalink

          Um Gottes Willen. Den “gesunde Menschenverstand” eines konservativen Dummbeutels, den wollen Sie zum Handlungsleitfaden machen? Reicht Ihnen das Merkel nicht?

          • brandubh schrieb am 3. März 2012 at 00:56 - Permalink

            “Konservative Dummbeutel” haben ja ständig ihren gesunden Menschenverstand ausgeschaltet.
            Und wenn sie ihn einschalten, sind sie nicht mehr konservativ oder wie man diese Geisteskranken noch alles nennen mag.

    18. brandubh schrieb am 2. März 2012 at 21:29 - Permalink

      Das Buch wird wahrscheinlich leider nur von denen gelesen, die sowieso weitestgehend die Meinung von Jens Berger vertreten.
      Ich habe das Buch verschlungen und schon dreimal gelesen. (So bekloppt kann man auch sein!)

      Zur Zeit versuche ich das “Meisterwerk” von Michael Hörl zu lesen: “Die Finanzkrise und die Gier der kleinen Leute”.
      Ein furchtbar holprig geschriebenes Buch eines Wirtschaftslehrers, das nur so strotzt vor volkswirtschaftlichen Denkfehlern. Es ist so schlimm, dass ich es am liebsten an die Wand werfen möchte.
      So mag es wahrscheinlich auch neoliberalen Lesern gehen, die Bergers Buch zu lesen versuchen.

      • HHarlekin schrieb am 2. März 2012 at 22:43 - Permalink

        Michael Hörl, seines Zeichens “Wirtschaftspädagoge” und übler Mainstream-Schwätzer,
        hat sich hier im Club 2 nach Kräften blamiert, unter fachkundig tätiger Mithilfe von Heiner Flassbeck… ;-)
        Sehenswert!

        http://www.youtube.com/watch?v=W6Z2uVSxKxg

        Grüße

        • Peleo schrieb am 3. März 2012 at 11:00 - Permalink

          Wirklich sehenswert, danke für den Link.

          Zeigt nebenbei, dass das Format “Talkshow” doch nicht so schlecht sein muss, wie selbst Georg Schramm meint.

    19. Z schrieb am 2. März 2012 at 22:05 - Permalink

      Habe mir das Buch gerade bestellt und harre sehnsüchtig der Lieferung. Aber wer hat denn bitte das Cover verbrochen? Da ist so ziemlich jede Designsünde vertreten, die man sich vorstellen kann. Naja, wenigstens findet man’s auf Anhieb im Bücherregal….

      • Mod schrieb am 3. März 2012 at 15:28 - Permalink

        Das Cover hat alles was dieses Buch braucht, Menschen, Fussball, Mainhatten, Infrastruktur, Container, Wald, Stühle, Bücher und Balkone und irgendwie sogar ein Kunstwerk ganz unten, unter den Menschen?, ein Trachtenverein scheint sich da drauf gemogelt zu haben? Cover passt zum Inhalt und der ist Perfekt!!

        • Z schrieb am 3. März 2012 at 17:33 - Permalink

          Du meinst, so ähnlich wie die Gemeinschaftskunde- und Erdkundebücher aus den frühen 80ern auch? Als Extra will ich dann noch Batiktipps ;)
          http://i01.i.aliimg.com/photo/v0/108222471/Malaysia_Hand_Drawn_Batik_Kaftans_Caftan_PAYPAL.jpg

          • Mod schrieb am 3. März 2012 at 18:02 - Permalink

            das war cool?, Batiktipps und gemeinsame Häkelkurse für Männer haben uns an den Rand des Ruins geführt, das war das Abgefahrenste was zur Verfügung stand?, ich meine die Häkelkurse..! Dabei wäre der Trip von Langhans und Obermaier meinem Bestreben nach Glückseligkeit zielorientierter gewesen! Da war mehr Auseinandersetzung!! Die Grünen eben, jedes Ideal mit der Sozialdemokratie verraten.

      • Juliane schrieb am 3. März 2012 at 21:01 - Permalink

        Hejh, mir gefällt das Cover besonders gut und auch, weil es erfrischend aus dem Rest der PolitikBücher raussticht.
        Kaufen hab ichs mir nicht können, da meine Euronen zusammengehalten werden wollen.
        Macht aber nix, als treue Blogleserin bin ich schon so ziemlich aufgeklärt, und gern empfehle ich das Werk weiter…

    20. lemmy caution schrieb am 3. März 2012 at 00:11 - Permalink

      kindle Version ist .mobi (also das kindle Format). Allerdings
      - fehlt das Seitenzahlen-Feature. Damit kann man auf die dem Druckbuch entsprechenden Seite springen. Kindle arbeitet intern mit “Location” statt Seite, das eine eher inflationäre Maßeinheit darstellt. Bin auf 523 von 4933.
      Sprachlich find ich das gewohnt gut.
      Inhaltlich halte ich einiges für interessant und stimme mit vielem nicht überein. Vor der Weltrevolution ist das ja gottseidank noch erlaubt.
      In der kindle Version gibts – ausser dem Titel – überhaupt keine Bilder. Vielleicht die Papier-Version auch nicht?
      Die Kapitel-Überschriften sind typenmässig nicht hervorgehoben. Das ist eher ungewöhnlich für kindle-Bücher. Zumindest gibts das Inhaltsverzeichnis mit Links.

      • Fred schrieb am 4. März 2012 at 12:49 - Permalink

        Vor dem Kauf der Kindle Edition kann ich jedem nur raten, sich eine Leseprobe auf das Gerät schicken zu lassen. Wie lemmy caution schrieb, sind die Kapitel-Überschriften (ebenso die Zwischenüberschriften) nicht hervorgehoben: Alles ist der derselben Schriftart, derselben Schriftgröße, demselben Schriftschnitt formatiert; auch gibt es keine Leerräume/-zeilen vor oder hinter den Überschriften.

        • Mod schrieb am 4. März 2012 at 13:05 - Permalink

          Was ist denn die Kindle Edition? E-Book?

        • lemmy caution schrieb am 4. März 2012 at 14:55 - Permalink

          Ich bin da nicht so pingelig. Aus meiner Sicht kann man das gut lesen.

          Und JA, kindle bedeutet ebook. Kindle ist das von amazon vertriebene ebook-Gerät und die haben mit .mobi ihr eigenes Format.

          • Fred schrieb am 5. März 2012 at 09:37 - Permalink

            Ich bin da nicht so pingelig. Aus meiner Sicht kann man das gut lesen.

            Eventuell macht manchem die gedruckte Version das Lesen angenehmer, darauf sollte mein Hinweis zielen.

    21. HHarlekin schrieb am 3. März 2012 at 20:12 - Permalink

      Als wollte Seehofer einige Buchkapitel bestätigen:

      http://www.n-tv.de/politik/Seehofer-will-Volk-fragen-article5477081.html

      “CSU-Chef Seehofer schlägt vor, das Volk über die Hilfen für Griechenland entscheiden zu lassen. Dazu müsste allerdings die Verfassung geändert werden. Von CSU-Kollegen erntet der Ministerpräsident Kritik, von der SPD Spott: Bislang habe es die CSU abgelehnt, Volksentscheide ins Grundgesetz aufzunehmen.”

      Er will das “Volk”, also uns, über weitere Griechenlandhilfen befragen – er ist sich für keinen populistischen Dreck zu schade…

      Grüße


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