Ostseepiraterie oder Waffenschmuggel?
geschrieben am 17. September 2009 von Spiegelfechter
Der seltsame Fall der Arctic Sea beschäftigt nicht nur die Geheimdienste. Hatte das Schiff Flugabwehrraketen für den Iran an Bord?
“Gottes Freunde, aller Welt Feinde” ? unter dieser Losung verunsicherten die Vitalienbrüder einst von ihrer Operationsbasis Gotland aus die christliche Seefahrt in der Ostsee. 1398 vertrieben die Deutschritter die Freibeuter von Gotland und seitdem herrschte vor der Insel Ruhe ? zumindest bis zum 24. Juli 2009. An diesem Tag sollen acht bewaffnete Ostseepiraten von einem Schlauchboot aus den Holzfrachter Arctic Sea geentert haben. Piraterie direkt vor der schwedischen Küste, einem lückenlos überwachten und dicht befahrenen Seegebiet?
Vollends mysteriös wird die “Kaperfahrt” der Arctic Sea jedoch erst nach dem mutmaßlichen Piratenüberfall. Das Schiff fährt seelenruhig durch Kattegat und Skagerrak in den Ärmelkanal und verschwindet dann wie von Geisterhand von den Radarschirmen. Russland alarmiert seine Marine und seine Geheimdienste und drei Wochen später wird die Arctic Sea von einem Prisenkommando der russischen Marine aufgebracht. Russische Behörden versprechen bereits am nächsten Tag eine transparente und lückenlose Aufklärung, tun aber alles in ihrer Macht stehende, um eine öffentliche Aufklärung zu verhindern. Der Fall Arctic Sea ist ein Meer voller Ungereimtheiten.
Ein Holzfrachter sticht in See
Am frühen Morgen des 22. Juli sticht die Arctic Sea vom finnischen Pietarsaari (Jakobstad) aus in See. Das Schiff fährt unter maltesischer Flagge und wurde von der finnischen Reederei Solchart, die sich in Besitz dreier russischer Geschäftsmänner befindet, gechartert. Den Papieren zufolge sollte die Arctic Sea eine Ladung finnischen Holzes ins algerische Bejaja transportieren.
Was die Arctic Sea wirklich geladen hatte, ist jedoch unklar. Vor der Ladungsaufnahme in Finnland war das Schiff für zwei Wochen zu einem Werftaufenthalt in der russischen Enklave Kaliningrad, in der auch ein bedeutender russischer Militärstützpunkt beheimatet ist. Zeugen berichten jedenfalls, dass die Arctic Sea vor ihrer Ankunft in Finnland bereits einen merklichen Tiefgang hatte, woraus man schließen könnte, dass das Schiff nicht unbeladen zur Holzaufnahme in Pietarsaari einlief.
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Russischen Angaben zufolge soll das Schiff dann zwei Tage später vor der schwedischen Insel Gotland von acht bewaffneten Piraten geentert worden sein. Die Herren Freibeuter sollen aus dem fernen estnischen Pärnu mit einem Schlauchboot gestartet sein. 260 Seemeilen, mithin rund 26 Stunden, quer durch die Ostsee und das ohne seemännisches Vorwissen? Vor Gotland sollen diese Teufelskerle dann den Frachter geentert haben ? so professionell und geschwind, dass weder Mannschaft, noch Kapitän ein Notrufsignal oder einen Hilferuf per Handy tätigen konnten. Stattdessen umrundete das Schiff in aller Seelenruhe Dänemark, fuhr in den Ärmelkanal, wo es sich auch noch mit zwei Schwesterschiffen traf, und nahm am 28. Juli Kurs auf die Biskaya.
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[Zitat]
Diese Meinung vertritt auch der deutsch-israelische Journalist Gil Yaron, der sich in einem Artikel auf “gut informierte israelische Quellen” beruft und brisante Details nennt. Iranische Interessenten sollen demnach über russische Waffenhändler Luftabwehrraketen vom Typ S-300 geordert haben, die in Kaliningrad an Bord der Arctic Sea verladen wurden. Dies geschah ohne Wissen des Kremls, der erst durch Informationen eines westlichen Geheimdienstes ? gemeint ist hiermit offensichtlich der Mossad ? von diesem Deal erfahren hat.
[/Zitat]
Interessant. Und was sollten die Iraner mit den Raketen anstellen? Als Pfeilen für die Stromleitungen benutzen? Ohne Abschußwagen, ohne Radarwagen, ohne Kommandowagen, ohne geschulten Mannschaften, können die Raketen höchstens als Altmetall verwendet werden. Oder das alles war auch unter den Baustämmen an Bord von Arctic Sea versteckt?
2. Frage. Und wenn schon per Schiff an Iran, warum dann nicht über Kaspisches Meer?
Die Zeitungen schreiben viel. Die Reporter müssen halt auch ihr Brot verdienen. Mit Fakten hat das aber wenig zu tun. Und do lange keine Fakten vorliegen sind alle Spekulationen keinen Pfifferling wert.
@Ed II
Ja, die geschulten Mannschaften hatten sich als Baumstamm verkleidet ;-)
Natürlich sind die Raketen nur ein Teil des ganzen Pakets. Die Abschußwagen (MAZ-543) sind in Iran vorhanden und dank des Tor M1-Systems sollten auch “Schulungsmannschaften” der Russen vor Ort sein – zur Not könnte man die aber auch gegen Kleingeld anwerben. Und der Transport der Radar-/Kommandoboxen ist auch kein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht waren sie sogar an Bord der Arcitc Sea?
Wenn man Kontakte zu gewogenen Verkäufern in Kalinigrad hat, wäre es nicht eben klug, die Ware über EU-Gebiet und quer durch Russland zu transportieren.
Natürlich handelt es sich um Spekulationen. Was war denn Deiner Meinung nach an Bord der Arctic Sea?
Spiegelfechter, ich dachte, Du bist der absolute VT-Gegner, daher verstehe ich diesen Artikel nicht ganz und schließe mich den Ausführungen von Ed II an.
?gut informierte israelische Quellen?
Rotfl.
Gut informierte Quellen berichteten mir auch, dass der Spiegelfechter heute ein paar S300 auf seinem Frühstückstoast hatte, der alte Antisemit!
Sinnlose Mutmaßungen solltest du der Journaille und ihren geifernden Exponenten wie Joffe überlassen.
@Andrej Bosson
Klar halte ich nichts von VTs. Bei der Acrtic Sea haben aber weder Kissinger, Bush, die Bilderberger, die “Ostküste” noch irgendwelche Echsenmenschen ihre Hände im Spiel ;-)
@Blockpartei
Schön, dass Du mir sagst, was ich zu tun und zu lassen habe. Geht mir aber am Allerwertesten vorbei ;-)
@ Spiegelfechter 4.
Na klar die mindestens 3 nicht gerade kleinen Wagen wurden unter den Stämmen vergraben :) Ach ja MAZ-7910 (nicht 543) hat mit S300 nur bedingt was zu tun. Das ist nur ein Wagen halt. Ich denke nicht das Elektronik von S300 (long range) mit TOR M1 (short range) kompatibel ist.
Als Chassi für TOR M! dient GM-355.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_M1
http://de.wikipedia.org/wiki/S-300P
Da kann man auch sehen, dass das ganz verschiedene Systemme sind mit verschidenen Chassies.
Du überschätzt die Macht von “russische Mafia”. Ich glaube nicht das sogar sie ~50 Mio teueres System an Staat vorbei verkaufen kann :) (das ist umgefäres Preis für EIN System)
http://www.sinodefence.com/army/surfacetoairmissile/s300.asp
@Ed II
Einen LKW umzubauen, sollte ja nun nicht das Problem sein. Die Mafia halte ich – siehe Artikel – auch nicht für involviert und ich habe auch nicht gemutmaßt, man könne so einfach das Tor-System upgraden; hier geht es nur um die Verbindungen zum Schulungspersonal.
Wenn das Schiff, welches eine Tragfähigkeit von 4700t hat, enen angeblich offensichtlichen Tiefgang hatte, stelle ich mir die Frage, wie dann 2 Flugzeuge zum Transport ausreichen sollen?
@ Spiegelfechter 10
[Zitat]
Einen LKW umzubauen, sollte ja nun nicht das Problem sein. Die Mafia halte ich ? siehe Artikel ? auch nicht für involviert und ich habe auch nicht gemutmaßt, man könne so einfach das Tor-System upgraden; hier geht es nur um die Verbindungen zum Schulungspersonal.
[/Zitat]
Du hast gemutmaßt, dass für eine für TOR-geschulte Mannschaft S300 bedienen kann, was nicht der Fall ist.
Was LKW-Umbauen angeht, klar, wir bauen ein Benz-LKW als S300-Träger um :) LKW muss ja auch entsprechende Anforderungen erfühlen, und außerdem teuerste ist selbstverständlich nicht der LKW an sich, sonder das, was in ihm drin steckt.
Aver was wichtiger ist, es erscheint mir ziemlich problematisch komplette S300-System geheim an Bord von eines Holzfrachters zu laden, unter dem Holz verstecken, dann sehr schnell geheim entladen, System in zwei IL-76 geheim verstauen, wegfliegen, und den Frachter wieder mit Holz zu beladen. Geheim versteht sich.
Aber wie gesagt. Das alles ist der Diskussion nicht wert.
@Frage
OK, die Beobachtungen über den Tiefgang kann ich auch nicht in Gänze nachvollziehen ;-)
Hallo,
Kleine Anmerkung: Kaliningrad ist wohl eher eine russische Exklave…
Ich dachte eigentlich, daß wir diese Geschichte schon längst durchgekaut haben.
Das Blöde an dieser Geschichte ist, wir werden nie erfahren, was damals tatsächlich geschah (mag sein, daß unsere Kinder oder Enkelkinder irgendwann die ganze Wahrheit erfahren, wir aber, werden bestenfalls das ganze im Himmel erfahren).
Diese Theorie von S-300 Luftabwehrraketen klingt für mich als ziemlich unwahrscheinlich.
OK, stellen wir uns vor, die “Arctic Sea” hätte Iran erreicht, na und ?
Nach ein paar Tagen würden die Amis, Israelis und die übrige Welt das sowieso erfahren.
Und jetzt stellt Euch vor, welchen Aufschrei würde es seitens der Amerikaner und Israelis geben.
Ich kann Euch sagen, diesen Aufschrei könnten sogar die Kosmonauten und Astronauten auf der “Internationalen Raumstation” hören.
Mit anderen Worten, ein Mega-Skandal wäre die Folge dieses Deals.
Versucht es zu begreifen, solche Raketen wie S-300 kann man nicht heimlich verkaufen, es sind nicht irgendwelche “Stinger”- “Strela”- oder andere Raketen, die S-300 ist ein sehr, sehr serioses System.
Die S-300 kann man nur offen verkaufen.
Die VT-Theoretiker müssen das eigentlich wissen.
@Alvanx
Nö nö, Enklave passt schoa ;-)
@Truvor
Ich noch lange nicht ;-)
Schau´n mer mal. Wenn der Druck auf Journalisten so groß ist, wie es die russischen Kollegen behaupten, sehe ich das ähnlich.
Ich glaube nicht, dass Iran das Endziel war. Die brisante Ladung sollte wohl eher in einem nordafrikanischen Hafen umgeschlagen werden. Die Arctic Sea ist der Vergangenheit häufiger im Mittelmeer für 20 Tage von den Schirmen verschwunden. Der Libanon wird (u.a. von der Bundesmarine) von See her überwacht, und der Persische Golf ist einfach zu weit weg.
Natürlich – sonst wäre ja der Abschreckungseffekt futscht.
So what? Wen kratzt das?
Sicher – vergleichbar mit den nordkoreanischen und israelischen Atomprogrammen.
Auch seriöse Systeme kann man kaufen – frag die Israelis, Pakistanis, Inder oder Nordkoreaner mal, wo sie ihr Atomprogramm herhaben. Und das ist um einiges “seriöser” als ein Raketenabwehrsystem.
Noch einmal – das hat nichts mit einer VT zu tun, zumal es keine Verschwörung gibt.
Leider nur auf russisch.
Ein unterhaltsamer Artikel zu diesem Thema:
snd-su.ru/cgi-bin/rg.pl?param=div2&page=4&type=2445&what=1001
@Truvor
falscher Link?
Ich kriege da einen 500er
@ Spiegelfechter #17
“Ich glaube nicht, dass Iran das Endziel war”.
Ja, aber in den russischen und anderen Medien wird Iran als das wahrscheinlichste Endziel ausgemacht (ob es stimmt oder nicht, das ist eine andere Geschichte).
“So what? Wen kratzt das?”
Ich glaube nicht, daß die Russen zur Zeit noch einen Skandal zu allen ihren Problemen gebraucht hätten.
“Auch seriöse Systeme kann man kaufen …….”
Ich stimme Dir zu, aber nicht auf diese Weise, falls diese Geschichte sich um Iran dreht.
Für die Amis im Augenblick, ist das Thema Iran Nr. 1 bis höchstens 3.
Ich möchte noch ein mal betonen, die Russen brauchen z.Z. keinen Streit mit den Amis.
Wenn der obengenannte Artikel bei snd-su.ru stimmt, dann wäre diese Theorie von S-300 nur ein kleiner Katzenschiß.
@ Siegelfechter
Tippe mal http://www.rossija.info ein
Die Rubrik “Politika”, ganz oben.
Dieser Artikel steh z.Z. in dieser Rubrik als 1 oben und heißt:
“Arctic Sea” Netanjahu priletel w Moskwu sa speznasom “Mossad” ?
@Truvor
Ah geh ;-)
Ein Artikel, der sich auf (anscheinend ausschließlich) diese Quelle beruft? Ich bitte Dich ;-)
Herlich :) Wieso begreift man nicht, in Wirklichkeit waren es gar keine S300-Systemme. Es war bestimmt ein strenggeheimes Prototyp von MiG 2234, der Flieger der 15. Generation mit thermonuklearem Wrapantrieb und lasergesteuerter Annigilationskanone. Das Ganze war auf einem Holzfrachter in kompackten 2x3x5 m großen Kontainer unter dem Holz vergraben. Aber Mossad ist ja dahintergekommen und die Russen musten an Cap Verde unter der Dekung von neusten Unsichbarkeitsgeneratoren hunderten Tonnen Holz umgraben um diese Kontainer an IL 76 umzuladen. Oder, was warscheinlicher ist, sind die zwei Iljuschins unter der Deckung von obengenannten Generatoren direkt an Bord von Arctic Sea gelandet. Holz wurde schmell anigiliert, Kontainer geladen, Flugzeuge weggeflogen, und dann haben die Russen Holz aus Finland per Null-Tunnel wieder an Bord des Schiffes projeziert.
@ Spiegelfechter #22
Ich habe nicht behauptet, daß ich diesem Artikel viel Glauben schenke.
Ich habe nicht umsont diesen Artikel als “unterhaltsam” in meinem Kommentar #18 bezeichnet.
Ich finde, daß diese Theorie von den S-300 ebenso bescheuert, wie die Theorie in diesem Artikel (www.snd-su.ru) ist.
@Truvor
Ach ja – stimmt, “unterhaltsam” ist der Artikel idT ;-)
Die Theorie mit den S-300 finde ich zwar keineswegs so bescheuert wie Du. Aber sei´s drum ;-)
@all
Ich finde die Vehemenz, mit der meine “russischen Leser” die Theorie abstreiten fast interessanter als die Theorie selbst ;-)
@ Ed ll #23
Du bist ein “Genie”.
SF-Romane mußt Du schreiben.
Dein Talent darf nicht einfach so verschwinden.
Kein Scheiß !?!?!
Werden meine Beiträge weggefiltert? Ist ja auch egal. Nicht so wichtig
@Ed II
Ja
Ich, zum Beispiel, streite nur ab, dass es superpuper S300 Raketen an irgendjemand per dieses Schiff geschickt werden konnten. Nicht mehr und nicht weniger. Ich finde es umgefär so realistisch, wie Verkauf von Leo-Panzer an Argentinien. Und zwar so, dass man diese Panzer bei Transport in Öl-Tanker versteckt.
Ich glaube so eine Theorie würden meine deutsche Bekannten auch ganz witzig finden :)
@Ed II
Ich vermute mal, Du findest die Theorie nur deshalb so abwegig, weil es um Russland geht. Die “Theorie” kommt übrigens aus russischen Kreisen. Ist aber auch wurscht, es ist ja eh nur Spekulatius ;-)
Ich weiss, dass sie aus russischen Kreisen kommt. Deshalb wird die aber nicht realistischer.
Man sollte sich nur ein bißchen mit Konstruktionsbesonderheiten von Holzfrachtern bescheftigen. Und mit Besonderheiten, wie sie beladen werden.
Man kann dort durchaus was verstecken. Nur nicht solche große Dinge, die man auch unbemerckbar wieder rausholen kann.
@SF
“Ich finde die Vehemenz, mit der meine ?russischen Leser? die Theorie abstreiten fast interessanter als die Theorie selbst ;-)”
Nicht alle deine “russischen Leser” üben so viel Vehemenz aus ;-) (Vehemenz, solche Wörter muss ich immer übersetzen :-)) Allein die Kommentare zu lesen ist schon sehr unterhaltsam.
@ Spegelfechter #26
Ach weißt Du, ich bin zwar kein Russe, aber ich komme halt (wie Du schon weißt) aus Russland.
Ich glaube nicht (sofort) an diese Theorie, weil ich dieses Land (SU, Russland) in- und auswendig kenne.
Russland ist ein Paradies für irgendwelche Theorien, geheimnisvolle Geschichten etc.
Vergiß nicht, Russland wird immer noch von der alten Kommunistenbande regiert und gelenkt.
Sie bezeichnen sich jetzt zwar anders, aber das sind die selbe Leute, glaube es mir.
Sie werden uns noch so viele Theorien schenken ! Oh je !
An der Langeweile sterben wir nicht Jens, keine Bange, das verspreche ich Dir.
Ich kann Dir eins sagen.
Die Theorien der Kommunistenbande muß man 1000 Mal überprüfen, und sogar dann ist man sich nicht sicher, ob es stimmt oder nicht.
@ Truvor 36
:)) Ein russlanddeutscher Russlandkenner? Und Kommunistenkenner auch noch dazu?
Sehr interessante Geselschaft hier ))
An Bord waren die Reptilienmenschen, mit Ulla Schmidts Dienstwagen und den schwarzen Kassen der CDU. Sie brachten sie nach Neuschwabenland, wo Osama bin Laden inzwischen residiert und von wo aus er die UN fernsteuert. Dazu braucht er aber natürlich Bestechungs-Geld, und einen Dienstwagen. Die Bilderberger beauftragten also die Echsenmenschen mit dem Transport. Die Echsenmenschen verkleideten sich als Finnen und beluden nachts das Schiff mit den Kassen. Tagsüber wurden die Holzstämme darübergestapelt. Der Tefgang kommt daher, dass die schwarzen kassen sehr schwer sind, in ihnen befindet sich die Goldreserve der Bundesbank. Der “Frachter” ist in Wirklichkeit ein U-Boot mit angeklebten Deckaufbauten, und legte die ganze Strecke unter Wasser zurück. Was hier dagegen an Verschwörungstheorien verbreitet wird, ist wirklich abenteuerlich, und trägt nicht gerade zur Seriosität des Blogs bei.
@ Ed #37
Jawohl !
@ Spiegelfechter 31
Spielt überhaubt irgendeine rolle WARUM ich hier meine Überlegungen schreibe? Ich glaube viel wichtiger ist WAS das für Überlegungen sind.
@ Ed ll #38
Quäle dich nicht mit unserer Gesellschaft, bitte !
OK ich gebe ja zu, dass es keine Überlegungen, sonder andeutungen waren, aber sie waren ja meine Meinung nach zimlich deutlich :)
OK. War lüstig. In diesem Sinne
Gute Nacht und viel Spass :))
@Ed II
Nun, Dein Einwand mit dem Kommando- und Radarkomplex ist natürlich gut – keine Frage. Aber für mich ist das kein Grund, die Spekulation zu verwerfen, da ich es keinesfalls für unmöglich halte, diese Komponenten nicht ebenfalls zu liefern. Der Rest leuchtet mir nicht wirklich ein. Warum soll man keine Raketen in einem Frachtschiff verstecken können? Aber egal – ich bin des Diskutierens müde und begebe mich ins warme Bett ;-) Bis morgen.
@Truvor
Mir gefällt es nicht, wenn Russland als ein homogener und amorpher Komplex dargestellt wird. Alleine meine früheren Recherchen in Richtung Journalistenmorde haben mir ein sehr heterogenes Bild von den Sicherheits-, Geheimdienst- und Militärapparaten geliefert. Die Idee, dass der Kreml irgendetwas mit den Morden oder mit dem vermeintlichen Waffenschmuggel zu tun hat, ist für mich abstrus. Wer aber einigen Stimmen aus den genannten Apparaten zum Thema Iran/Israel/USA hört, weiß, dass die Idee, dass solche Kreise hinter den Kulissen “Weltpolitik” betreiben, keinesfalls absurd ist. Ok, hier nähern wir uns einer echten “Verschwörungstheorie”. Ich höre besser auf ;-)
@ Spiegelfechter #45
Bin auch Deiner Meinung, voll und ganz.
Übrigens, da wollte einer schlafen gehen (ich sage aber, nicht wer).
Tue ich jetzt auch (ich versuche es).
Das ist wirklich lächerlich zu sehen: je mehr Russophobie je weniger Sinn.
1. Wenn S300 wurde von Russische Staat nach Iran verkauft, kann man durch Kaspische Meer oder Zentralasiatische Republiken einfacher Weg finden. Wieso diskutieren die Journalisten nicht diese Möglichkeit? Schlechte Kenntnis von Geographie?
2. Wenn es um Waffenschmuggel geht gibt es auch die Fragen: wieso Russische und nicht z.B. Finnische Waffenschmuggel (das Schiff gehört zu Malta, letzter Port war in Finnland)? Wieso kann man nicht auch die einfacher Weg zu benutzen?. Wiese wurden diese sehr teure Sachen nicht gut geschützt? Wie kann man S-300 (das ist ein komplexe System) von Militär klauen? Wieso kann NATO das Schiff nicht finden, obwohl die _russische_ Regierung ziemlich früh über das vermisste Schiff angemeldet hat?
Aber für alle Fragen gibt es nur eine Antwort: die Russen sind schuld. Ich denke, dass Herr Dr. Goebbels froh war.
@MX
Russophobie hat mir noch niemand vorgworfen. Nett, Danke ;-)
… niemand behauptet, dass der Russische Staat seine Finger darin hätte …
Weil die Journalisten auch nicht blöd sind und wissen, dass ein Seetransport für heißte Ware aus Kaliningrad der mit Abstand(!) sicherste und günstige Transport ist.
Nein
Weil nicht die finnische Marine das Schiff wieder eingefangen hat, weil nicht die finnischen Geheimdienste die Ermittlungen anführen und weil nicht die finnische Regierung alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um einen Schleier über die Affäre zu legen. Reicht das?
Mit Bordgeschützen zum Beispiel? Wäre seeeehr unaufällig ;-)
Wieso klauen? In den Zeiten des Umbruchs sind ganze Schiffsladungen mit Schützenpanzern, Kampfhelikoptern und sonstigen Waffensystemen “aus den Büchern verschwunden”. Wenn die Hintermänner gute Netzwerke haben, fallen sie sehr weich. Und mit einigen Millionen Petrodollars im Hintergrund lässt es sich auch ruhig leben.
Die NATO wußte doch wo das Schiff ist. Schon die Aussage von Rogosin vergessen, dass die russische Seite in Kooperation mit der NATO bewußt(!) Falschmeldungen gestreut hat?
Was für ein versöhnlicher Schlusssatz *kopfschüttel*
O! Die Kommentarliste ist größer geworden, als ich dachte. ))
OK, wenn der Spiegelfechter meint, dass es nicht einläuchtet, warum man keine Raketen in einem Frachtschiff verstecken kann, versuche ich das Ganze etwas detailierter zu erklären. Wir waren doch schon einig,das Racketen allein keinen nutzen haben. Man muss schon ganzes System kaufen um was davon zu haben.
Kleinste Einheit des S300-Systems mit vernünftiger Kampfkraft ist ein Bataillon, das aus vier Batterieen besteht. Kleinste Einheit überhaupt ist eine Batterie. Eine Batterie des System S300-PS in allgemeinen besteht aus zwei Antennentürmen von 25m Höhe (ausgefahren), vier Starter 5P85S, acht Starter 5P85D (bei beiden Typen vier Racketen je Starter). Außerdem Kommandostation und noch ein Radar für Verfolgungf der Ziele. Jede Rakete (und nur Rackete. Nackt so zusagen) wiegt um 1,5t und ist über 7m lang. Das es wenig Sinn hat nur ein Satz an Racketen zu haben lassen wir außer Acht.
Um das ganze im Kaliningrad an Schiff zu laden, sogar ohne Wagen, müsste man ein Paar zimlich grosse und schwere Container benutzen. Holz an Bord wurde aber in Finland geholt. Im Zivilhafen. Von ganz normalen zivilen Hafenarbeiter. Angeblich befindet sich an Bord nichts außer Holz. Man musste aber beim Laden auch Container sehen, wenn sie denn da waren.
Arctic Sea ist ein relatv alter Holzfrachter, der in Russland gebaut wurde. Die Schiffsklasse, zu der Arctic Sea gehört, ist dafür konzipiert, lose Mengen von irgendetwas zu transportieren. Z. B. Weizen, Erz, Holz etc. Solche Schiffe haben nur ein Paar größere Zwischendeckräume, die durch den sich öffnenden Deck beladen und entladen werden können. Es gibt keine Vielzahl irgendwelcher Räume nur ein Paar sehr grossen Ladeflechen. Die Ladung bei so einem Schiff wird so verstaut, dass es gleichmessig in allen Laderäumen verteilt wird und in jedem Laderaum ebenso gleichmässig. So dass es keine Leerräme innerhalb der Ladung und zwischen der Ladung und Bord entstehen, weil solche leerräume bei Welengang zur Ladungbewegungen füren können und das Schiff beschedigt werden kann. Im schlimmsten Fall kann das Schif bei Ladungbewegungen auch sinken.
Um solche Beladungen zu ermöglichen wird VOR DEM BELADEN ein Ladenplan erstellt (oder ist Ladungsplan gramatikmäßig richtiger?). Auf diesem Plan müssen auch ein Paar zusätzliche Container vorkommen.
Jetzt nehmen wir an, die Hafenarbeiter haben nichts gemerkt, und die Ladepläne waren Fehlerhaft. Um die genannte Container zu verstecken (officiel gibt es ja on Bord nichts außer Holz), müssen sie entweder als Holzpackete getarnt werden, was ich eher unwarscheinlich finde ;-), oder UTER DEM HOLZ vergraben werden. Im letzten Fall, laut der allgemeiner Legende, müssen Russen die Container wieder ausgraben um die verschwinden zu lassen. Am hohen See ist es ja unmöglich (Fregatte ?????? kann weder abgeladenes Holz aufnehmen, noch solche Container irgendwo lagern). Dann muß es ja im Hafen passieren. Es scheint mir unmöglich den Fakt des Entladens und Wiederbeladens des Schiffes im Hafen zu verheimlichen.
Wenn man die Sache unter berücksichtigung aller dieser Anwände betrachtet, erscheint es zimlich unwarscheinlich. Mir wenigstens.
Hier sind sie, die Dinger
http://www.lenta.ru/articles/2009/09/19/airdefence/
@SF
>Russophobie hat mir noch niemand vorgworfen. Nett, Danke ;-)
Es war nicht persönlich.
>niemand behauptet, dass der Russische Staat seine Finger darin hätte ?
Dafür alle _wissen_ dass es um S300 geht. Sehr komisch.
>Weil die Journalisten auch nicht blöd sind und wissen, dass ein Seetransport für heißte Ware aus Kaliningrad der mit Abstand(!) sicherste und günstige Transport ist.
Ich würde gern lesen, welche Gefahr in Kaspische Meer existiert und wieso diese direkte, ohne dritten Grenzen Weg gefährlicher ist.
>Weil nicht die finnische Marine das Schiff wieder eingefangen hat, weil nicht die finnischen Geheimdienste die Ermittlungen anführen und weil nicht die finnische Regierung alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um einen Schleier über die Affäre zu legen. Reicht das?
Bei solche Logik, jede Staat, der über vermisste Bürger kümmert, für Waffenschmuggel verantwortlich. Oder?
Eigentlich das ist auch interessant, wieso haben die Russen und nicht der Besitzer alarmiert?
>Mit Bordgeschützen zum Beispiel? Wäre seeeehr unaufällig ;-)
Im Vergleich zu “versteckte S300″?:)
>Wieso klauen? In den Zeiten des Umbruchs sind ganze Schiffsladungen mit Schützenpanzern, Kampfhelikoptern und sonstigen Waffensystemen ?aus den Büchern verschwunden?. Wenn die Hintermänner gute Netzwerke haben, fallen sie sehr weich. Und mit einigen Millionen Petrodollars im Hintergrund lässt es sich auch ruhig leben.
Im diese Fall müssen die Dollars nicht Petro- heissen :)
@MX
Das weiß niemand – es sind nur, deutlich als solche gekennzeichneten, Spekuklationen.
a) weil sich solche Raketen nicht einfach “unter der LKW-Plane” verstecken lassen, dafür sind sie zu groß
b) weil ein solcher Schwerlasttransport mit “Überlänge”, der quer durchs gesamte Land – und im Falle Kaliningrad sogar über EU-Boden – geht, sehr auffällig ist. Da müsste man schon die halbe russische Polizei, die Miliz, alle Dienste etc. pp. schmieren.
Nein, aber niemand käme auf die Idee, Russland hätte den ganzen Einsatz und die Vertuschungen wegen seiner “vermissten Bürger” befohlen.
Eben
Richtig – “versteckte” Raketen sieht man nicht
@SF
>Das weiß niemand ? es sind nur, deutlich als solche gekennzeichneten, Spekuklationen
Genau, und alles um 2 Wörter zusammen bringen: “Russen” und “Waffenschmuggeln”.
>a) weil sich solche Raketen nicht einfach ?unter der LKW-Plane? verstecken lassen, dafür sind sie zu groß
b) weil ein solcher Schwerlasttransport mit ?Überlänge?, der quer durchs gesamte Land ? und im Falle Kaliningrad sogar über EU-Boden ? geht, sehr auffällig ist. Da müsste man schon die halbe russische Polizei, die Miliz, alle Dienste etc. pp. schmieren.
Noch mal: durch Kaspische Meer kann man direkt mit dem Schiff ohne dritte Länder von Russland an Iran kommen.
>Nein, aber niemand käme auf die Idee, Russland hätte den ganzen Einsatz und die Vertuschungen wegen seiner ?vermissten Bürger? befohlen.
Wieso nicht? Die Regierung könnte einfach Angst haben, den ganz Crew Tod gefunden haben, und danach erfahren, dass sie alle die Regime-Kritikern waren.
Am mindestens heutzutage ist es üblich den ganzen Einsatz zu schicken, entweder Demokratie zu setzen oder 2 vermisste Soldaten befreien. Oder die ganzen “Armada” gegen halb-hungrige dunklen Jungen schicken.
>Richtig ? ?versteckte? Raketen sieht man nicht
Wie korreliert es zum a).
Und welche Aufgaben die EU (Finnische) Grenzkontrolle überhaupt machen können? Wenn man so einfach S300 schmuggeln kann, ein Paar Tonnen Drogen überhaupt kein Problem ist. Oder?
@Mx
Und? Sind “Russen” Heilige, die keine Waffen schmuggeln?
Noch einmal: der Landweg von Kaliningrad zum Schwarzen Meer ist lang und beschwerlich ;-)
Klar ;-)
idT – Häfen sind zollfreie Zonen. Erst wenn Waren den Hafen verlassen, werden sie kontrolliert. Das ist zumindest der Normalfall. Stichproben und Kontrollen nach vorherigen Informationen bestätigen die Regel.
>Und? Sind ?Russen? Heilige, die keine Waffen schmuggeln?
Nein, aber die “andere” auch nicht Heilige sind.
>Noch einmal: der Landweg von Kaliningrad zum Schwarzen Meer ist lang und beschwerlich ;-)
Genau, wie alle schon wissen, die S300 können nur aus Kaliningrad kommen. Warum? Darum.
Zum Thema
http://www.warandpeace.ru/ru/exclusive/view/39524/
Und noch eine Überlegung. S300 ist ja keinne Massenware. Ich weiß nicht ob die hier http://www.gradremstroy.ru/news/uznaj-kak-ty-zashhishhen-pvo-rossii.html richtig und genau sind. Aber Größenordnung können sie durchaus darstellen. Also laut dieser Seite gibt es in Russland gesamt 54 verschidene wariationen von S300-Systemmen. Ich glaube nicht, dass es so einfach ist eine oder andere davon verschwienden zu lassen.
Ops, Entschuldigung. Nicht 54, sondern 55.
Ops noch ein Fehler. Es gibt noch 53 nicht aktive Komplexe, also 108 insgesamt.