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  • Der Mann mit dem Messer im Rücken

    geschrieben am 23. April 2012 von Spiegelfechter

    Wie namhafte FDP-Politiker ihren Vorsitzenden Philipp Rösler auf ihrem Bundesparteitag demontierten.

    ein Gastartikel von Michael Lohmann

    Seit dem Bundesparteitag der FDP am Wochenende gilt deren oberster Repräsentant Philipp Rösler manchem Beobachter als Vorsitzender „auf Abruf“. Auf dem Parteitag habe sich der Parteichef „ins Abseits geredet“, befand die Süddeutsche Zeitung. Rösler habe sich mit einer schlechten Rede wichtige Sympathien verscherzt und die Delegierten nicht mehr erreicht. Die Stars des Parteitages hießen hingegen Brüdere, laut SPIEGEL ONLINE der „liberale Erwecker“, oder NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner. Beiden gelang, was Rösler sträflich verpasste: Sie konnten die Delegierten begeistern.

    Auf dem ersten Blick mag das Geschehen in Karlsruhe wie die Tragödie eines wenig begabten Redners anmuten. Rösler verkörperte nie den Typus des mitreißenden Volkstribuns. Schaut man genauer hin, erkennt man jedoch, dass gerade Brüderle und Lindner durch ihr Verhalten in Karlsruhe kräftig dazu beigetragen haben, Röslers Stellung in der Partei weiter zu untergraben. Ein Interesse daran und das nötige Kalkül darf man getrost unterstellen. Meine These lautet: Durch seine erheblich bessere Rede hat besonders Brüderle die negativen Kommentare über Röslers mangelnden Rückhalt unter den Delegierten provoziert.

    Parteitagsreden sind keine spontanen Auftritte. Zumindest die Führungspersonen einer Partei agieren am Rednerpult auch immer in dem Bewusstsein, dass sie nicht nur zu den Delegierten, sondern auch vor laufenden Fernsehkameras sprechen. Längst sind Parteitage keine reinen Parteiveranstaltungen mehr. Sie dienen in der Mediengesellschaft ebenso der unentgeltlichen Selbstwerbung. Hunderte von Journalisten begleiten den Parteitag und beschreiben und bewerten anschließend das Geschehen in vielfältigen Kommentaren und Berichten. Deshalb bemühen sich Delegierte und Parteiführung für gewöhnlich darum, dass das Medienecho eines Parteitages möglichst positiv ausfällt. Die Partei braucht wohlwollende Berichte, weil die meisten Wählerinnen und Wähler sich über Politik vor allem über die Medien informieren. Parteitage sind deshalb auch ein Instrument der Wahlwerbung.

    Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass solche Zusammenkünfte zunehmend gründlich inszeniert werden, um Misstöne in den Medien zu vermeiden. Ein wichtiges Inszenierungsziel ist das Bild der „Geschlossenheit“ der Partei. Denn sobald führende Parteivertreter ihren Streit öffentlich austragen, konzentrieren sich die Medien gerne auf das spannende Drama des Machtkampfes. Ihr Interesse gilt nunmehr der Frage, welcher der Kontrahenten diesen Kampf gewinnen mag. Die von der Partei an die Öffentlichkeit adressierten Inhalte gehen in der Berichterstattung unter. Das Ringen von „Schurken“ und „Helden“ ist allemal spannender und auflagenträchtiger. Besonders in schwierigen Zeiten, wenn Wahlen verloren gehen und eine Partei in der Krise steckt, lesen Kommentatoren diese Kämpfe als Bestätigung des von ihnen angenommenen Niedergangs. Aus diesem Grund wird öffentlicher Streit auf der Parteitagsbühne tunlichst vermieden. Man gibt sich harmonisch und in den wichtigen Fragen einig. Das gilt insbesondere für das Spitzenpersonal. Auch intern bekrittelte Parteivertreter werden angesichts der Präsenz der Fernsehkameras höflich beklatscht. Zwischen Führung und Partei passe kein Blatt, das ist das Bild, dass der Parteitag in der Regel auf diese Weise erzeugen will.
    Journalisten wissen freilich um die Neigung zur Inszenierung und verlassen sich daher nicht auf offizielle Verlautbarungen prominenter Parteivertreter. Vielmehr deuten sie die scheinbar nebensächlichen Details im Verhalten dieser Personen als Hinweise auf mögliche innerparteiliche Rivalitäten.

    Will eine Partei möglichst glaubwürdig als harmonisch geschlossenes Kollektiv wahrgenommen werden, genügt es daher nicht, auf verbale Ausfälle von Spitzenpolitikern untereinander zu verzichten. Das ganze Arrangement des öffentlichen Auftritts der Parteiführung muss in jeder Dimension harmonisch wirken. So muss jeder prominente Spitzenpolitiker auch durch sein Verhalten signalisieren, dass eitel Sonnenschein herrsche und die Partei in bester Verfassung sei. Jede Rede eines Spitzenpolitikers unterliegt daher der Maßgabe, den Medien keinerlei Anlass dafür zu geben, auch nur halbwegs begründet über innerparteiliche Machtkämpfe spekulieren zu können. Eine wichtige Regel für die Vermeidung solcher Spekulationen ist daher die rangabgestufte Selbstdarstellung. Jeder Spitzenpolitiker muss durch sein Auftreten auf dem Parteitag deutlich machen, dass die aktuelle Ämterverteilung für ihn in Ordnung geht und dass er nicht damit liebäugelt, die ihm übergeordneten Führungspersonen in ihrem Amt beerben zu wollen. Er muss also den Eindruck vermeiden, dass er mit der Besetzung der Ämter unzufrieden ist. Deshalb muss er seinen Auftritt auch seinem Rang in der Parteihierarchie entsprechend gestalten. Schließlich kann die Besetzung der Führungsämter nur dann als überzeugend und von der Partei befürwortet dargestellt werden, wenn die formal höchsten Parteivertreter zugleich auch als die wichtigsten Personen der Partei erscheinen. Das können sie aber auch nur dann, wenn sie einen ihrer Bedeutung angemessen besonderen Auftritt absolvieren. Der Vorsitzende als die vorgeblich wichtigste Person muss demnach auch den besten Auftritt hinlegen. Wo er als Redner nicht die nötige Wirkung erzeugen kann, muss sich die Prominenz aus der zweiten Reihe zurückhalten. Sie dürfen keinesfalls eine glanzvollere Rede halten. Nicht nur in Parteien wird es ungern gesehen, wenn der Diener beim Publikum mehr punktet als sein Herr.

    Diese Regel der rangabgestuften Selbstdarstellung hat vor allem Brüderle verletzt, als er in Karlsruhe die Delegierten begeisterte. Fortan spekulierten Journalisten über die Ambitionen des Fraktionschefs der Liberalen im Bundestag sowie über die mangelnde Beliebtheit des eigentlichen Parteivorsitzenden bei den Delegierten. Dass der offenbar weniger beliebte Rösler Vorsitzender ist, erscheint nun als Fehler. Vorsitzende, so die geläufige Meinung, sollte derjenige sein, der von der Mehrheit der Partei als der Beste für dieses Amt auch anerkannt werde. Mit Brüderles Auftritt ergab sich aber das Bild, dass Rösler diese Anerkennung verloren habe. Dagegen schlüge das Herz der Delegierten für Brüderle, der folglich eigentlich der Vorsitzende sein müsste.

    Brüderle als Politikprofi mit jahrzehntelanger Erfahrung wird vorher gewusst haben, wie derartige Vorkommnisse von Journalisten gedeutet werden. Es ist davon auszugehen, dass er die Kommentare zu Röslers Ungunsten mit Absicht provoziert hat. Was in Karlsruhe am Wochenende geschah, ist keineswegs neu. Die selben Kommentare konnte man immer dann lesen, wenn ein Politiker aus der zweiten Reihe dem Vorsitzenden auf einem Parteitag die Schau gestohlen hatte. Eindrucksvollstes Beispiel war der Mannheimer Parteitag der SPD 1995. Mit einer furiosen Rede stahl seinerzeit Oskar Lafontaine dem ohnehin als dröge geltenden Vorsitzenden Rudolf Scharping die Schau. Das Medienecho war für Scharping verheerend. Am Ende kam es zu einer ungewöhnlichen Kampfkandidatur, in der Scharping Lafontaine deutlich unterlag. Für diejenigen, die Scharping aufgrund seines schlechten Medienimages ohnehin loswerden wollten, erfüllte sich in Mannheim damit ein lang gehegter Wunsch.

    Brüderle hat es in Karlsruhe nicht auf eine Kampfkandidatur angelegt, aber eine langfristige Schwächung Rösler mag sein Ziel gewesen sein. Ähnlich wie Scharping damals ist Rösler gegenwärtig eher ein „Quotenkiller“. Die sich ohnehin auf wenige Spitzenpersonen konzentrierenden Medien schreiben und schrieben Rösler die Schuld an den schlechten Umfragewerten und Wahlniederlagen der Partei zu. Eine Partei braucht aber einen populären Vorsitzenden, der mit einem guten Image um Wählerstimmen werden kann. Wo die Wahlaussichten aber schwinden, geht die Angst um, Mandate und Mitarbeiterstellen zu verlieren. Der Wunsch wächst, den unpopulären Spitzenmann durch einen Kandidaten zu ersetzen, der in den Medien eine richtig gute Figur macht. Lieber eher als später möchte man den ungelenken Parteichef darum loswerden. Dieser Wunsch scheint auch in der FDP lebendig. Angesichts des vielfach beschworenen Untergangs der Partei dürfte die Sehnsucht nach einer charismatischen Führungsfigur groß sein. Rösler hatte sich erst vor wenigen Jahren als die zugkräftige Alternative zu Westerwelle präsentiert, dessen Stern nach der Bundestagswahl 2009 rasch verglüht war. Nun ist für Brüderle die günstige Stunde gekommen, sich als Hoffnungsträger der Partei zu inszenieren. Seine Rede in Karlsruhe war Teil dieser Inszenierung. Sie ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man einem Konkurrenten schadet, ohne ihn direkt angreifen zu müssen.

    Michael Lohmann

    Mit den inhaltlichen Aspekten des FDP-Parteitags hat sich der Kollege Wolfgang Lieb auf den NachDenkSeiten auseinandergesetzt: Philipp Rösler allein in seiner Welt – oder wie wirklich ist Röslers Wirklichkeit?

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    Tags: FDP
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    1. zeugs am donnerstag « blubberfisch

    83 Kommentare:

    1. susi bibelmaus schrieb am 23. April 2012 um 10:41 - Permalink

      Wer erkennt sie nicht, die prozentuale Bedeutungslosigkeit einer Partei und wer, hat sich nicht schon gefragt, warum sie dennoch nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet? Die Antwort darauf ist so einleuchtend wie simpel: der gut versorgte Status Quo muss um jeden Preis erhalten bleiben!
      .
      Erinnert sich noch jemand an den Abschied des FDP Generalsekretärs Lindner im Dezember letzten Jahres? Er wolle den Platz für mehr Dynamik freimachen, war der Rücktrittsgrund. Natürlich lebt es sich ausserhalb des steuerfinanzierten Versorgungsapparates nicht sehr rosig und daher war es keine Überraschung, dass schon wenige Monate nachher Herr Lindner wieder Hallo sagte, um auch weiterhin an gut versorgten Posten innerhalb einer Regierungspartei teilzuhaben. Solche Leute sind wie ein Liedermacher es mal krächzte „…Nie“ wirklich richtig weg, wir werden sie „…Nie“ wirklich richtig los! Gleich wie uns gewisse lateinamerikanische Schlagersänger nach tränenreicher Goodbye-Tour kurze Zeit später wieder beglücken, weil sie ja einen Auftrag haben den sie wahrnehmen müssten (?), werden wir eine Partei, deren Fehlen oder Sein schon längst keine Rolle mehr spielt daher auch …nie wirklich richtig los! Sie kleben am Versorgungsapparat und kein Wahlergebnis führt je zu einer endgültigen Verabschiedung.
      .
      Und noch ein letzter Hinweis: Wenn Personen wie Herr Lindner sich wortreich mitteilen, dann steht das was er sagt mit dem was dabei aus seinem Gesichtsausruck abgelesen wird, diametral entgegen. Wenn Menschen wie Herr Rösler zu uns reden, dann ist das was er spricht, mit dem wie er sich dabei Mimisch davon distanziert im krassen Gegenteil von dem was er spricht.
      .
      Und jetzt soll aber alles ganz anders werden! Neuer… jugendlicher, ja …aktueller!
      Wie? Natürlich mit einem Neuen: Einen alten Mann aus der alter Schule!
      .
      .
      .
      susi

      • manny_c schrieb am 23. April 2012 um 11:04 - Permalink

        @susi bibelmaus: Das ist aber schon eine etwas schräge Argumentation. Christian Lindner ist seit 2009 bis heute Bundestagsabgeordneter und bezieht daher eine Abgeordnetendiät. Daran hat sich weder vor, während noch nach seiner zeit als Generalsekretär etwas geändert.

        Der Posten eines Generalsekräters, Vorsitzenden, Stellvertreter, Schatzmiester, Beisitzer in einer Partei usw. ist dagegen ein ehrenamtliches Mandat, das in der Regel nicht vergütet wird. Diese Strukturen existieren unabhängig von einer Regierungsbeteiligung in jeder Partei im Bundestag. Auch wenn die FDP nicht im Bundestag vertreten wäre, würde es diese Posten weiterhin geben und sie werden auch weiterhin von ehrenamtlich gewählten Personen ausgeführt.

        • Jadawin72 schrieb am 23. April 2012 um 14:46 - Permalink

          In der Regel nicht vergütetes Ehrenamt? Generalsekretär, Vorsitzender? Zumindest der Generalsekretär der FDP bekommt einen Dienstwagen und ein 6-stelliges Gehalt, selbst die Vorsitzenden der Linken bekommen ein recht nettes Gehalt. Bei welcher Partei sind denn solche Ämter ehrenamtlich?

    2. Julius Census schrieb am 23. April 2012 um 10:50 - Permalink

      es ist unbegreiflich welches Medienecho diese 0.5 % Sekte immer noch erreicht.

      • Lazarus09 schrieb am 23. April 2012 um 12:36 - Permalink

        d’ accord..!

      • Truvor schrieb am 23. April 2012 um 18:06 - Permalink

        @ Julius Census

        Es liegt in der menschlichen Natur sich für die, unter artenschutz stehende, Minderheiten zu interessieren ;-)

        • Carlo schrieb am 24. April 2012 um 13:44 - Permalink

          Stimmt, aber aussterbende Arten konserviert man gerne schon mal, rein prophylaktisch zu Forschungszwecken, in Spiritus. Daher:
          Willst Du die “Liberalen” sehn,
          mußt Du ins Museum gehn! ;-)

          • HHarlekin schrieb am 24. April 2012 um 16:13 - Permalink

            @Carlo
            Zustimmung, da fällt mir doch glatt dieses Zitat ein:
            “Hayek und sein Meister Mises gehören in Spiritus gesetzt ins Museum als eines der letzten überlebenden Exemplare jener sonst ausgestorbenen Gattung von Liberalen, die die gegenwärtige Katastrophe heraufbeschworen haben.” (Alexander Rüstow, 1942)

            Die alten “sozialen Marktwirtschaftler” wußten, was sie von den damaligen “Paläo-Liberalen” zu halten hatten.
            Möge die FDP endlich in einer gelb-grünen Wolke mit Pest- und Schwefelgestank dahinfahren. Leider habe ich für SH so meine begründeten Zweifel. Der Kubicki ist hier einfach sehr populär.

            Grüße

            • Am_Rande schrieb am 24. April 2012 um 17:29 - Permalink

              Da will ich doch mal mit einem Zitat des Meisters selbst dagegenhalten:

              “Jene, die sich heute „Liberale“ nennen, vertreten politische Ziele, die genau das Gegenteil dessen sind, was die Liberalen des 19. Jahrhunderts in ihren Programmen befürwortet haben. Sie vertreten die sehr weit verbreitete Meinung, dass Redefreiheit, Gedankenfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Schutz der Freiheit des Einzelnen vor willkürlicher Verhaftung; dass alle diese Freiheiten auch bei einem Fehlen wirtschaftlicher Freiheit bewahrt werden können. Sie erkennen nicht, dass alle diese Freiheiten in einem System ohne Markt, in einem System in dem die Regierung alles befehligt, nur blanke Illusionen sind, auch wenn sie als Gesetz niedergelegt und in der Verfassung niedergeschrieben werden.”

              Ludwig von Mises, “Economic Policy – Thoughts for Today and Tomorrow”, 1979.
              Ich verstehe ja das Bedürfnis der Linken, sich vorzumachen, die FDP sei eine Partei des klassischen Liberalismus – eine Vertreterin dessen, was man früher “Manchestertum” genannt hat. Aber zu erkennen, dass die FDP in Wirklichkeit nur eine von den sechs, sieben, acht oder mehr sozialdemokratischen Parteien ist, welche die deutschen Parlamente bevölkern, würde diese Illusion (und damit dieses geliebte Feindbild) ja zerstören. Ich mache es meinen Mitforisten leicht; wenn die FDP wirklich so marktradikal wäre, sollte es ja ein Leichtes sein, Äußerungen der ersten Garde der Partei zu finden, die sich auf Mises (es dürfen auch Hayek oder Rothbard sein) berufen. (Und nein, Herr Schäffler gehört nicht zu ersten Garde – leider.)

            • ola schrieb am 24. April 2012 um 19:07 - Permalink

              Jetzt warte ich nur noch auf den Nächsten der kommt und uns darüber aufklärt, dass es den richtigen Libralismus ja nie gegeben hat. Dabei reichen schon 50% des Unsinns um die ganze Welt seit 80 Jahren nicht mehr zur Ruhe kommen zu lassen. Bitte keine weiteren Experimente.

              Aber das mit der sozialdemokratisierten FDP, das ist wirklich noch niemandem aufgefallen. Kann es sein, dass Sie sich eine falsche Vorstellung von Sozialdemokratie machen? Sozialdemokraten, das sind die Hollandes und die Thorning-Schmidts und da kann ich dann auch gar kene Schnittmengen zur FDP mehr erkennen….

              Aber wer am Rande steht, dem kommt eben alles ein wenig mittig vor. Normaaaaal.

            • HHarlekin schrieb am 25. April 2012 um 08:11 - Permalink

              Ja, der primitiv-liberale Menschenverächter Mises (Zitat):

              “Nur unter dem frischen Eindruck der von den Anhängern der Sowjets verübten Morde und Untaten konnten Deutsche und Italiener die Erinnerung an die überkommenen Schranken des Rechtes und der Moral ausschalten und den Elan zu blutiger Gegen-aktion finden. Die Taten der Faszisten und der ihnen entsprechenden anderen Parteien waren Reflex- und Affekthandlungen, hervorgerufen durch die Empörung über die Taten der Bolschewiken und Kommunisten.” (aus: Mises, “Liberalismus”, 1927)

              Tolle, “liberale” Mises-Logik: An Faschisten-Morden sind (natürlich!) Linke schuld (wer auch sonst, die armen Faschisten konnten ja garnicht anders, weil von Roten gezwungen?), und diese Logik gilt bis heute, jedenfalls für Leute, wie “am Rande”: An allen Problemen sind die “Sozialdemokraten in allen Parteien” schuld, ach was, alle Parteien sind Sozialdemokratisch, und deshalb böse. Kein Wunder, daß Zeitgenossen wie Rüstow die Galle hochkam, wenn ihnen damals solcherart “liberale” Gesinnung begegnete. Nicht grundlos ist Mises heute einer der Leib-und-Magen-Ideologen der “Neuen Rechten”, nachzulesen etwa in der “Jungen Freiheit”. Die Verachtung, die etwa Hayek (auch gerne von der “Neuen Rechten” abgefeiert) Begriffen wie “soziale Gerechtigkeit” entgegenbrachte, ist auch legendär (Zitat):

              “„Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort ‘sozial’. Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit, und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“

              Und all das immer unter dem Label “Freiheit”, der Freiheit des großen Geldes, die “Freiheit” der Bevölkerung war und ist DIESEN “Liberalen” immer schon völlig egal, es geht ihnen nur um die totale Überantwortung der Gesellschaft ausschließlich an die Interessen der Wirtschaft. Was die FDP-Oberen anbelangt: Lindner, Bahr u. a. sind Mitglied der Hayek-Gesellschaft, warum den Bezug leugnen?
              Die FDP als “sozialdemokratisch” zu bezeichnen ist so falsch, wie es nur falsch sein kann, billige Demagogie, sonst nix, um wiedermal in alter Mises-Hayek-Tradition alles “Soziale” zu diffamieren.
              Die FDP gehört in den Hades.

            • schwitzig schrieb am 25. April 2012 um 08:24 - Permalink

              @Am_Rande

              Da will ich doch mal mit einem Zitat des Meisters selbst dagegenhalten:

              [ ... ]
              Ludwig von Mises,

              Brüll, Kreisch, Gacker :-). Danke für diesen Gag – YMMD :-))

              LOL! Mises … Meister … gröhl, pruuust :-)

            • Am_Rande schrieb am 25. April 2012 um 12:03 - Permalink

              @ola

              Jetzt warte ich nur noch auf den Nächsten, der kommt und uns darüber aufklärt, dass es den richtigen Liberalismus ja nie gegeben hat.

              Es freut mich, dass Sie bereit sind, noch etwas über den Zusammenhang von (vor allem) deutschem Il- und Antiliberalismus, der damit verbundenen Staatsgläubigkeit und den Verheerungen, den diese in der Weltgeschichte angerichtet hat, lernen wollen. Sehr empfehlen kann ich Ihnen z. B. dazu diese Bücher: Willy Huhn: „Der Etatismus der Sozialdemokratie – Zur Vorgeschichte des Nazifaschismus“; Fritz Stern: „Das Scheitern illiberaler Politik. Studien zur politischen Kultur Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert“; Ralph Raico: „Die Partei der Freiheit: Studien zur Geschichte des deutschen Liberalismus“ und (aus neuerer Zeit): Götz Aly: „Warum die Deutschen? Warum die Juden? – Gleichheit, Neid und Rassenhass“.

    3. Milo schrieb am 23. April 2012 um 10:53 - Permalink

      Es stimmt, es gab schon eine Menge nur vorübergehender Abschiede in der Politik. Ich erinnere mich an eine bewegende Rede von Peter Struck, der gerade dem Tod von der Schippe gesprungen war. Er beschwor seine Kollegen, doch mal die Politik nicht so wichtig zu nehmen, sich auch mal mehr Zeit für das Leben selbst zu gönnen. Eben all das, was des sonntags so gerne gesagt wird. Dann aber war er doch wieder dicke im Geschäft als Fraktionschef. Jürgen Leinemann hat das einstmals als Suchtverhalten beschrieben.

      Was den möglichen Abschied der FDP als solche von der politischen Bühne angeht: Schon einmal in den 1990er Jahren ist diese Partei aus den meisten Landtagen rausgeflogen. Die Medien schrieben die üblichen Grabreden. Aber dann kehrte die FDP doch zurück. Und nun regiert sie uns gar. Ich persönlich verstehe es sehr gut, dass der Wunsch nach ihrem Verschwinden derzeit sehr lebendig ist. Aber ich befürchte, das Kapitel FDP hat sich, wenn, dann nur temporär erledigt. Schließlich ist die von dieser Partei vertretene Ideologie noch extrem vital und alles andere als ein “toter Hund”. Leider.

    4. Volker Birk schrieb am 23. April 2012 um 10:54 - Permalink

      Von der FDP ist nicht viel übrig. Und, so möchte ich hinzufügen, bei dieser FDP wowereit.

      So sehr ich die Analyse des Autors hier jedoch schätze, in einem Punkte ist sie unvollständig: wie hätte denn der Brüderle den Auftritt jener Flachpfeife unterbieten sollen, die die FDP einen Parteivorsitzenden nennt?

      • schwitzig schrieb am 23. April 2012 um 12:03 - Permalink

        wie hätte denn der Brüderle den Auftritt jener Flachpfeife unterbieten sollen, die die FDP einen Parteivorsitzenden nennt?

        Er hätte ähnlich grenzdebil herumrülpsen können, wie er das auf dieser BDI-Tagung kurz nach Fukushima getan hat. Versoffen genug für den ersten Preis im Niveaulimbo dürfte er zumindest der äußeren Ansicht nach sein.
        Gut. Wenn ich mir so etwas im Spiegel angucken müßte, wäre ich auch Alkoholiker bzw. hätte mir schon den goldenen Schuß gesetzt …

        • leslie schrieb am 23. April 2012 um 12:34 - Permalink

          ´´Wenn ich mir so etwas im Spiegel angucken müßte, wäre ich auch Alkoholiker bzw. hätte mir schon den goldenen Schuß gesetzt ´´

          Haha…

          Mfg

    5. Milo schrieb am 23. April 2012 um 10:58 - Permalink

      “wie hätte denn der Brüderle den Auftritt jener Flachpfeife unterbieten sollen, die die FDP einen Parteivorsitzenden nennt?”

      DAS ist in der Tat eine enorme Herausforderung. ;-)

      Doch schau Dich mal um bei allen möglichen Gelegenheiten, wo Leute als Repräsentanten ihrer Institution Reden halten. Da gibt es viele schlechte Redner und ganz offenkundig das Bemühen der Subalternen, ihre Chefs nicht öffentlich zu blamieren.

    6. piet schrieb am 23. April 2012 um 11:14 - Permalink

      erheblich bessere Rede, glanzvollere Rede, eine richtig gute Figur macht etc.pp. …. Brüderle ? Paralleluniversum ?

    7. Milo schrieb am 23. April 2012 um 11:16 - Permalink

      Brüderle ist kein rhetorisches Genie, zugestanden. Aber er kam an bei seinen Leuten. Rösler nicht. Brüderle hat zumindest eine Rhetorik eingesetzt, die bei den Delegierten erfolgreich war. Insofern hatte er die bessere Rede gehalten. “Besser” im Vergleich zu seinem Parteichef. “Besser” ist nicht immer auch “gut” ;-)

      • piet schrieb am 23. April 2012 um 11:42 - Permalink

        @Milo-Das ist von Dir aber “gut” gemeint :-)

      • chriwi schrieb am 23. April 2012 um 11:43 - Permalink

        “Besser” im Vergleich zu seinem Parteichef. “Besser” ist nicht immer auch “gut” ;-)”

        Der Einäugige ist unter den Blinden eben König.

    8. long jogg schrieb am 23. April 2012 um 11:23 - Permalink

      Je kleiner die Partei, umso länger die Blogtexte.;-)

    9. R_Winter schrieb am 23. April 2012 um 11:31 - Permalink

      Diese Regel der rangabgestuften Selbstdarstellung hat vor allem Brüderle verletzt, als er in Karlsruhe die Delegierten begeisterte.

      Brüderle will nicht Parteivorsitzender der FDP werden, aber er muss es werden, wenn die Partei in den nächsten beiden Landtagswahlen (hoffentlich) unter 5% bleibt und damit Lindern als Rössler-Ersatz vorläufig ausfällt. Der “unterirdische” Bürderle ist der “geeignete” Vorsitzende einer Partei, die im Sumpf der Bedeutungslosigkeit versinkt, obwohl gerade dieses das Medium Fernsehen versucht, zu verhindern.
      138.000 niedergelassene Ärzte und ca. 11.000 Hotelbesitzer reichen bestimmt nicht aus, die 5%-Hürde zu überspringen

    10. rainer schrieb am 23. April 2012 um 11:33 - Permalink

      …wie sagte der in Stuttgart?……..FDPisser……..

    11. André B. schrieb am 23. April 2012 um 11:38 - Permalink

      Solch ein langer Artikel zu solch einer Nichtigkeit? Die FDP bekommt leider immer noch eine Aufmerksamkeit, die ihr schon lange nicht mehr zusteht.

    12. Frank Schenk schrieb am 23. April 2012 um 11:56 - Permalink

      Die Weinkönigin sticht den Milchbubi aus, wen überrascht das bitte?

      Ansonsten stimme ich mit Julius Census überein:

      es ist unbegreiflich welches Medienecho diese 0.5 % Sekte immer noch erreicht.

      Gruß

    13. Milo schrieb am 23. April 2012 um 12:15 - Permalink

      Die Kritik an der Aufmerksamkeit für die FDP verstehe ich.
      Es ging mir in dem Artikel aber nicht so sehr um die Partei als solche, sondern um die Art und Weise, wie in Parteien um die Macht gekämpft wird. Karlsruhe ist nur ein typisches Beispiel. Solche Vorgänge kann man auch in anderen Parteien beobachten, wenn es eng wird. Und um mal etwas gesellschaftskritisch zu werden: Es zeigt auch, dass die Existenz einer Partei nicht unwesentlich von der Existenz eines Medienstars in ihren Reihen abhängt. Kurz: Die Medien mischen mit beim Aufbauen und Zerstören von Parteikarrieren.

      • alexios schrieb am 25. April 2012 um 13:58 - Permalink

        Der Artikel ist sehr gut geschrieben. Allerdings dieses abgesoffene Parteienboot als Beispiel zu wählen und dann auch nicht explizit nochmal darauf hinzuweisen, dass die FTP nur als allgemeines Bespiel dienen möge, gleicht einer Unterlassungssünde.

        Dass die Springerpresse den Prozess maßgeblich vorangetrieben hat dürfte ohnehin klar sein, allerdings wäre in diesem Zusammenhang eine weitergehende Analyse notwendig, was die genauen Gründe dafür waren und sind.

        Ohne es zu wissen liegt mir als Nichtexperte die Vermutung nahe, dass die fehlende und geschlossene Zustimmung zu “Europa” bzw. zum ESM es war, welche die FTP mehr noch als ihr eigenes Ungeschick durch mediale Inszenierung immer uncooler werden ließ. Das würde erklären, warum die Medien im Moment alle möglichen Rettungsringe auswerfen und Leuchtfeuer zünden, um den ungeliebten Versager wieder anzustrahlen und etwas nach oben zu ziehen.

    14. leslie schrieb am 23. April 2012 um 12:38 - Permalink

      Die FDP hat starke Verbündete…
      http://blog.fefe.de/?ts=b16df5d2
      Die deutsche Energiemafia komplett vertreten.
      Mafia würd halt FDP wählen. :-0

      Man kann auch sagen.
      Unternehmen machen Werbung für die FDP.

      Daher auch das Medienecho.

      Mfg

    15. Karla schrieb am 23. April 2012 um 13:12 - Permalink

      Super Headline nach der bizarren Diskussion der letzten Tage über die Eckpfeiler einer linken Männerpolitik. Zufall oder hat da einer ganz viel Sinn für Humor?

      • noname schrieb am 23. April 2012 um 14:25 - Permalink

        Paranoid oder hat da eine ganz viele Amphetamine im Blut?

        • der Herr Karl schrieb am 24. April 2012 um 10:03 - Permalink

          @noname
          “Paranoid oder hat da eine ganz viele Amphetamine im Blut?”

          Der Titel “Der Mann mit dem Messer im Rücken” ist selbstredend latent antimenfinistisch, weil es den Mann als Opfer statt als Täter stilisiert. Geht natürlich gar nicht.
          Ausserdem zeigen beide Fotos Männer. Beim Bild mit Rösler erkenne ich sogar noch weitere Männer im Hintergrund. Eine klare Benachteiligung der Frau – an eine Quote ist nicht mal zu denken.
          Man hätte wenigesten auf einem der Fotos die blitzgescheite und erst noch fotogene FDP-Ikone Marie-Christine Ostermann nehmen können…

    16. HHarlekin schrieb am 23. April 2012 um 14:05 - Permalink

      Wir dürfen ja wählen am 6. Mai, und werden uns an Kubickis Rat halten: “Wählen Sie doch was Sie wollen!” Leider muß ich mittlerweile feststellen, daß der FDP-Rauswurf aus dem SH-Parlament nicht mehr sicher scheint, FDP 5% in neuester Umfrage, was schlicht damit zu tun hat, daß der Kubicki – wie auch früher schon – gegen Berlin und Parteispitze schießt, deutlich Richtung SPD blinkt, und die Ampel nicht als die Ausgeburt des Gottseibeiuns erklärt – auch Kubickis Auftritt auf dem Parteitag war eine Watsche für den neuen Duzfreund Rösler. 4,9 % – das habe ich der FDP immer von Herzen gegönnt, gerne auch weniger, ich hoffe, es tritt ein. ;-)
      Kubicki ist hier leider sehr viel populärer als seine Partei, dazu kommt, daß auch hier aus allen Ecken medial für die FDP getrommelt wird. Nur sind die Alternativen eben leider nicht berauschend, bedauerlicherweise auch inkl. der Linken, deren Programm sympathisch erscheint, sie aber leider fast chancenlos bei 3 % in Umfragen herumkrebsen.
      Auch Rotgrün ist nicht mehr ausgemacht, wenns noch ein wenig ins Rutschen kommt, kriegen wir hier die “Grosse Kopulation”, weils auch mit der dänischen Minderheit nicht mehr reicht. Und SPD-Albig ist ein alter Schröder-Mann und Steinbrück -Epigone, und die Grünen wurden quasi von der Basis gezwungen, sich pro SPD zu positionieren, die SH-Spitze wollte sich gerne, wie schon bei der letzten Wahl, alle (Schwarz-Grün-)Türen offenhalten. Keine allzu schönen Aussichten auf Veränderung an der Waterkant, außer für Piraten-Freunde, die sich zweistelliges erhoffen. Aber spannend wird der Wahlabend.
      Grüße

      http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/schleswig-holstein.htm

    17. TinaTobel schrieb am 23. April 2012 um 14:20 - Permalink

      Okay, solche Inszenierungen sind verständlich.

      Aber finden wir als WählerInnen diese Inszenierungen gut? Sind sie hilfreich für die Diskussion von politischen Inhalten oder dafür, dass sich PolitikerInnen zu Persönlichkeiten mit einem erkennabren Profil entwickleln?
      Die Antworten lauten: Nein, nein und nein.

      Wenn aber das ganze Spiel nichts taugt, warum soll es dann interessant sein, darüber nachzudenken, wer dieses Spiel nun gerade gut oder schlecht gespielt hat?

      • Frau Lehmann schrieb am 23. April 2012 um 14:57 - Permalink

        Wenn aber das ganze Spiel nichts taugt, warum soll es dann interessant sein, darüber nachzudenken, wer dieses Spiel nun gerade gut oder schlecht gespielt hat?

        Richtig. Es SOLLTE völlig uninteressant sein. Interessant scheint mir nur, Dass es gespielt wird, und zwar in der Annahme, dass “wir” Wähler es so wollen? Und dabei sind sich Medien und Politiker einig.

        Milo schreibt:

        Es zeigt auch, dass die Existenz einer Partei nicht unwesentlich von der Existenz eines Medienstars in ihren Reihen abhängt. Kurz: Die Medien mischen mit beim Aufbauen und Zerstören von Parteikarrieren.

        Meiner Meinung nach zeigt es eben nicht nur “auch”, dass Medien “Politik-Stars” produzieren, sondern dass das inzwischen DAS Merkmal im Kampf um Wählerstimmen ist. Bestes Beispiel war zu Guttenberg. “Der” Wähler, so der Tenor der PolitikerInnen, versteht die poltische Komplexität doch sowieso nicht. Wenn ich das schon immer höre: “Wir haben dem Wähler unser Ansinnen nicht verständlich genug erklärt.” Klartext: Der Wähler ist zu dumm zu verstehen. Wenn es denn auch um Erkärung ginge. Wenn es denn wenigstens etwas zu erklären gebe. Wo gibt es denn noch echte politische Profilierungen jenseits der KLISCHEES von konservativ, sozial, grün… im politischen alternativlosen Einheitsbrei, im Kampf um “die Mitte”? Je weniger Substanz desto wichtiger der Glanz. Da muss dann eben der Poltiker, der die hohlen Floskeln nicht glanzvoll, charmant, redegewandt, gebildet, engagiert… verkaufen kann, ersetzt werden durch einen, der das besser macht, weil “wir” Wähler das wollen. Rösler wird veranwortlich gemacht für die schlechten Umfragewerte der Partei. (Das sagt doch schon alles!) Man muss ihn natürlich loswerden. Vorher musste aus demselben Grund Westerwelle gehen, wurde erstezt durch die “junge Garde”, jetzt solls also wieder Brüderle sein … und so weiter und so sofort.

        Gets hier noch um Politik? Nö! Um Fußball vielleicht?

        • ola schrieb am 23. April 2012 um 17:52 - Permalink

          Frau Merkel passt jestzt aber so gar nicht in DEIN:) “glanzvoll Konzept”, wenn ich das mal so despektierlich sagen darf. Und die “Hübscheste” in der CDU ist auch gleichzeitig die Dümmste. Blond und blöd? Auauaua, hehe.

          Ich denke, Politk ist abhängig von so vielen Faktoren, zuerst einmal die bedingungslose Unterstützung durch die Medien. Die ist durchgängig nur bei einer Partei gewährt und das ist die CDU. Inhalt 0 Verpackung wäre auch 0, aber da helfen die Springers und Du Monts zur benötigten Punktzahl von 100.

          Entweder erkennt sich der nationale Dödel in seiner Mittelmäßigkeit am besten in der CDU wieder (Merkel), oder er bekommt kaiserliche Gefühlsanfälle, dafür hatten wir den GröPlaZ (größter Plagiator aller Zeiten) für die niederen Instinkte wird Friedrich als Rollkommando vorgeschickt.
          So ist die Vorgarten Welt des Michels doch schön abgedeckt. Friede Springer drückt ab und zu aufs Tempo und da sich der gemeine Mensch nach 8 oder 9 Stunden Arbeit eh um nichts mehr kümmern mag, reicht die morgendliche Schlagzeiel von der MM (mächtige Merkel) um sich auch in der Wahlkabine auf der Gewinnerseite zu wähnen. (der FC Bayern Effekt)

          Inhalte sind beim Wähler offensichtlich nicht gefragt, deshalb bleibt zuletzt eben auch nur die gute Inszenierung und ganz wichtig, Kommunisten hassen. Kommunisten hassen zieht immer, weil der Michel da schlagartig in Panikanfälle abgleitet und seinen 3er BMW schon gegen einen Trabbie getauscht sieht.

          Gegen diese Art Politik zu machen, kommen Sie nicht an. Der Frust der sich dann und wann beim Wähler entlädt, ist also auch ein großes Stück weit hausgemacht. Er möchte beschissen werden, auch wenn er gerne das Gegenteil behauptet.

          Je mehr die Politik das bemerkt hat, desto konsequenter wird diese Karte auch gespielt. Es sind immer 2 beteiligt.

          Bühne frei, wa?

          • Frau Lehmann schrieb am 23. April 2012 um 18:12 - Permalink

            “DEIN:)” doch kein Sieb. schön

            Frau Merkel passt jestzt aber so gar nicht in DEIN:) “glanzvoll Konzept”

            Woran du gleich wieder denkst ;) Brüderle auch nicht.
            Du darfst Glanz nicht so wörtlich nehmen. Ich seh da keinen Widerspruch zu dem, was du sagst.
            Stimmt ja auch.

      • Frau Lehmann schrieb am 23. April 2012 um 15:19 - Permalink

        Nachtrag:
        Für mich ist diese Inszenierung ein Spiegel der gesamten Gesellschaft. Was als “ausgezeichnet” gepriesen wird, IST selbstverständlich ausgezeichnet. Wer macht denn da noch das Päckchen auf, um zu überprüfen, was wirklich drin ist. Und: Ohne Öffentlichkeit keine wirksame (Selbst)Beweihräucherung, ohne Medien keine wirksame Öffentlichkeit. Kreis geschlosen.

    18. Milo schrieb am 23. April 2012 um 14:30 - Permalink

      “Wenn aber das ganze Spiel nichts taugt, warum soll es dann interessant sein, darüber nachzudenken, wer dieses Spiel nun gerade gut oder schlecht gespielt hat?”

      Der Grund ist, dass man auf diese Weise erkennen kann, wie politische Agenden gemacht werden. Inhalte und Machtkämpfe hängen miteinander zusammen. Und das Agieren von Politikern erklärt sich oft aus der Situation des Machtkampfes heraus. Rösler etwa hat in Karlsruhe mit noch mehr Radikalität versucht zu punkten. Wenn man Pech hat, dann können solche zunächst rhetorischen Attacken in handfeste Politik münden. Außerdem kann man erkennen, wie die politische Diskussion versucht wird zu prägen. Den Vergleich zwischen Piratenpartei und somalischen Freibeutern hat nicht erst Rösler benutzt, auch Westerwelle hat ihn schon eingesetzt. Das ist also ein Textbaustein, den man gezielt platzieren will. Und es ist nicht einmal unwahrscheinlich, dass solche Vergleiche verfangen. Das hätte ganz praktische Konsequenzen, z.B. für die Piraten, die sich gegen dieses Räuberimage wehren müssen.

      Kurz: Das “Spiel” hat Folgen, es greift ein in die politische Situation in Deutschland. Daher lohnt es sich, es zu durchschauen.

    19. Am_Rande schrieb am 23. April 2012 um 15:30 - Permalink

      Welche Information sollen wir aus diesem Blogbeitrag ziehen?
      Dass Parteitage inszeniert werden? Gut, dass z. B. Frau Riefenstahl das nicht gewusst hat.
      Oder dass Politik ein schmutziges Geschäft ist? Es gab mal einen englischen Dramatiker, der hat das Ganze knapper fassen können: „Et tu, Brute?“. Das war schon 1599.

    20. unbequemer schrieb am 23. April 2012 um 15:35 - Permalink

      Macht korumpiert, totale Macht …

      Die Parteien haben sich leider alle auf den Weg begeben, der bei jedem (oder doch fast jedem) Verein abgelaufen wird.

      Neue Heimat, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände. Immer brigt der Weg dann Personen an die Spitze, die eben nicht die eigentlichen Ziele verfolgen, sondern nur noch persönliche Interessen.

      Und dann kommt mir automatisch F.J.Degenhardt in den Sinn –

      http://www.youtube.com/watch?v=nRHnPDDIi5E

      sie berufen sich hier pausenlos aufs Grundgesetz –

      Artikel 21 (1) – Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.

      DAS wurde schon lange nicht erfüllt. Die Parteien BESTIMMEN die politische Willensbildung.

      Und die Dummen, die Einstein als Mehrheit erkannte, wählen dann ihren jeweiligen Rattenfänger, dem sie hinterherlaufen.

      Wenn ich so könnte wie ich wollte … oder wenn ich so wollte wie ich dürfte … das sind zwei paar Schuhe.

    21. Lutz Hausstein schrieb am 23. April 2012 um 16:33 - Permalink

      Warum kommt mir, in Assoziation zum Inhalt des Artikels, bloß auf einmal Wrestling in den Sinn?

      Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Sport und Theater, welche Athletik und Choreografie vereinigt. Der Sieger steht dabei schon vorher fest, die Abläufe der Matches werden teilweise improvisiert. Zusätzlich wird es mit Showelementen und sogenannten Storylines angereichert.

      Wikipedia

      • Milo schrieb am 23. April 2012 um 17:28 - Permalink

        @Lutz Haustein

        Damit befindest Du Dich ganz auf der Linie einiger Politikwissenschaftler, die wie Thomas Meyer “Politik als Theater” beschreiben. Schau mal hier: hier
        Das Buch ist sehr lesenswert und allgemein verständlich geschrieben.

    22. ola schrieb am 23. April 2012 um 16:41 - Permalink

      Die erste Partei Deutschlands mit mehr Punkten als Prozenten. Ich möchte von denen einfach nicht mehr belästigt werden. Wenn dann belästige ich die, am liebsten in Wahlkampfzeiten, wenn die Nachwuchs Elite im Regen steht und Agitationsmaterial an den Mann zu bringen versucht.

      Am schönsten sind die Szenen, wenn die mich ansprechen, weil die in mir Ihre natürliche Beute vermuten. Köstlich.

      Ob Brüderle oder irgend ein andere Kindskopf, völlig Egal. Brüderle ist was den Drogenkonsum angeht eben eher old school, während Lindner mehr zum KfW Scheine rollen zu neigen scheint. Da fällt Rösler, der ständig um den Giftschrank schleicht natürlich leistungsmäßig deutlich ab.

      Wer mehr über die FDP erfahren möchte muss hier entlang:

      http://www.gruselkabinett-berlin.de/index.html

    23. Mo schrieb am 23. April 2012 um 18:19 - Permalink

      @ Herr Lohmann (Autor),

      ich muss Ihnen sagen, dass ich nichts dagegen habe, wenn sich eine Partei in der Öffentlichkeit harmonisch und geschlossen präsentiert – aber doch nur, wenn dem auch tatsächlich so ist.
      So wie Sie formulieren, erwarten Sie von jedem einzelnen Parteimitglied “Gewehr bei Fuß”.
      Das gibt es in keiner Partei – und das ist auch gut so.
      Sie erwarten von einem Parteimitglied, uneingeschränkt zu dem Parteivorsitzenden zu stehen, sich im gar unterzuordnen, bloß nicht besser dazustehen als der Parteivorsitzende selbst.
      Tut mir leid, aber diese Auffassung kann ich keineswegs teilen. Wenn der Zug für einen Parteivorsitzenden abgefahren ist, dann ist er abgefahren. Jeder Parteivorsitzende ist seinem Gewissen und seiner Vorstellung verpflichtet, selbst wenn die Partei dann untergeht.
      Querschläger und Konkurrenz beleben das Geschäft bzw. eine Partei, kollektiver Kuschelkurs mutet eher wie das Verhalten einer Sekte an. Und Redebeschränkung oder Einschränkung zu Gunsten eines anderen, darf nur freiwillig geschehen und nicht aus Kalkül angeordnet werden.
      Das hat mit Meinungsfreiheit dann nichts mehr zu tun – und mit einer liberalen Partei schon gar nicht.

      • Milo schrieb am 23. April 2012 um 18:51 - Permalink

        Da haben Sie mich gründlich missverstanden. Nicht ICH erwarte das Wohlverhalten der Parteimitglieder, sie erwarten das voneinander. Die Führung erwartet es vom Fußvolk, aber die Delegierten auch von ihren Kollegen. Offenbar halten es Berufspolitiker für klüger, alle Zwistigkeiten lieber hinter den Kulissen auszutragen. Hingegen wird nach außen “Geschlossenheit” demonstriert und dazu muss die Parteiführung nicht einmal Druck ausüben, weil die Delegierten von sich aus mitspielen. Das ist zumindest meine Beobachtung, die sich mit denen anderer Wissenschaftler deckt. Man kann es ihnen nicht einmal verübeln, das Medienecho ist in der Regel undifferenziert und betont das Negative. Es wäre naiv, darauf zu hoffen, dass die Medien eine öffentliche Auseinandersetzung nicht zum Drama hochstilisieren. Die Inszenierung ist damit auch ein Produkt der Umstände.

    24. Michael Schöfer schrieb am 23. April 2012 um 20:06 - Permalink

      Mein Gott, die FDP kämpft ums Überleben. Warum sollten Brüderle und Lindner vor diesem Hintergrund auf einen wenig populären Vorsitzenden Rücksicht nehmen? Lieber mit Rösler untergehen, aber folgsam – d.h. anständig – geblieben sein? Wobei ich die Folgsamkeit in einer Partei ähnlich kritisch sehe wie Mo (#23). Die Parteimitglieder, lieber Milo, erwarten, dass die Partei überlebt, weil sie Wahlen gewinnt (oder wenigstens ins Parlament einzieht). Das allein ist der Gradmesser. Wie das erreicht wird, und sei es durch eine öffentliche Demütigung des Vorsitzenden, ist da fast schon egal. Aus meiner Sicht hat sich Brüderle mit seiner Rede richtig verhalten. Gegner der FDP sehen das natürlich anders, weil Rösler ihren Zielen besser dient.

      Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich wünsche der FDP den baldigen Niedergang. Aber den im Artikel beschriebenen Vorgang würde man in einer ähnlichen Situation in jeder anderen Partei genauso finden. Erinnern wir uns noch, wie Angela Merkel in der Spendenaffäre als Erste den Übervater Helmut Kohl öffentlich abgemeiert hat? Damit legte sie den Grundstein zu ihrer späteren Wahl als Vorsitzende und damit letztlich auch für ihre Kanzlerschaft. Das Beschriebene sind lediglich die Methoden, nach denen fast alle menschlichen Organisationen funktionieren. Und behaupte keiner, in der XY-Partei gehe es menschlicher zu. Hier den Beweis zu erbringen, dürfte schwerfallen.

      • Milo schrieb am 24. April 2012 um 09:49 - Permalink

        @Michael Schöfer

        Die Parteimitglieder, lieber Milo, erwarten, dass die Partei überlebt, weil sie Wahlen gewinnt (oder wenigstens ins Parlament einzieht). Das allein ist der Gradmesser. Wie das erreicht wird, und sei es durch eine öffentliche Demütigung des Vorsitzenden, ist da fast schon egal.

        Ja, das ist korrekt. Die Mitglieder brauchen Wahlsiege, also brauchen sie auch einen Repräsentanten, der diesen Wahlsieg ermöglicht. Sie brauchen außerdem ein starkes öffentliches Signal, dass die Krise der FDP beendet sei. Dieses Bild wollen sie in den Medien erzeugen. Also wird der gegenwärtig ohnehin schlecht angesehene Vorsitzende zum Sündenbock gemacht. Ihm wird die Verantwortung für die Misere der Partei angelastet. Indem man ihn (vermutlich bald) ablöst, meint man diese Probleme zu lösen. Zumindest will man das dann so öffentlich darstellen. Der Alternativkandidat soll hingegen den Eindruck schaffen, dass es jetzt wieder aufwärts gehe. Das hatte Rösler ja als die vermeintliche Alternative zu Westerwelle auch schon versucht: Ab jetzt werde geliefert, hieß es.

        Das Problem an derartigen Inszenierungen des Führungswechsels ist, dass das reine Kosmetik ist. Das Problem der Partei ist nicht Rösler, sondern ihre verbohrte Ideologie, die sie in ihrer Oppositionszeit heftig radikalisiert haben. Die FDP hat die sozialen Realitäten des Landes nicht begriffen. Das wird aber die Presse nicht daran hindern, zeitweilig zu glauben, dass ein Brüderle tatsächlich eine große Veränderung darstellen würde. Möglicherweise schreiben sie diese Partei dann wieder hoch. Und dann werden wir weiter mit dieser neoliberalen Klientelpartei leben müssen.

        • ola schrieb am 24. April 2012 um 10:06 - Permalink

          Ich bin ja nun noch nicht übermäßig lang auf diesem Planeten, aber eines habe ich in dieser Zeit gelernt, die FDP kommt immer wieder zurück. Dafür wird gesorgt. Erstaunt hat mich allerdings, wie sehr die CDU Medienlandschaft auf die FDP eingedroschen hat in den letzten beiden Jahren. Das war einzigartig. Vermutlich weil man weiss, wie schwach das Gebilde CDU inhaltlich und personell geworden ist, so dass man jeden Sündenbock genommen hat, egal wie nahe man dem eigentlich steht. (Hemd vor Hose Prinzip)

          Vermutlich ist man in den Entscheiderkreisen jetzt selbst darüber erschrocken, wie radikal die Anti FDP Kampagne gewirkt hat. Soweit wollte man es vermutlich nicht kommen lassen. Jetzt muss man eben wieder gegensteuern.

    25. Mo schrieb am 23. April 2012 um 20:07 - Permalink

      @ Milo,

      Eine missverständliche Formulierung war nicht meine Absicht.
      Den Inhalt des Artikels habe ich schon verstanden. ;-)
      Ich wollte nur meine eigenen Gedanken zum geschriebenen Artikel zum Ausdruck bringen, ist wohl nicht so richtig gelungen, ich hätte anders formulieren sollen.
      Ich vertrete grundsätzlich die Auffassung, wie im ersten Kommentar verfasst – füge jetzt aber hinzu – ohne Ansehen der Person.
      Versehentlich herauszulesende Ich-Beschuldigungen sind rein zufällig und ändern nichts am Verfasser. ;-)

    26. Heldentasse schrieb am 23. April 2012 um 20:17 - Permalink

      Der augenscheinliche Todeskampf der Fast.Drei.Prozent (wenn es gut läuft) Partei ergötzt mich ungemein! Die haben fertig und das ist gut so! Einige politische Spitzen schlagen in letzter Verzweiflung noch um sich und kennen dabei weder Feind noch Parteifreund, evtl. werden die sogar nun unberechenbar für unsere Kanzlerin und bringen uns somit einer großen Koalition (nach einer Neuwahl im Bund) näher. Das freut mich weniger, wird aber als mögliche Option gehandelt falls die anstehenden Landtagswahlen für die gelben Purschen so ausfallen sollten wie die letzten.

      Gruß

      • Mo schrieb am 23. April 2012 um 21:16 - Permalink

        @Heldentasse:

        “..und bringen uns somit einer großen Koalition (nach einer Neuwahl im Bund) näher. Das freut mich weniger, wird aber als mögliche Option gehandelt..”

        Da haben Sie Recht.
        Das kann einen schon den Gang zur Urne verleiden.
        Ich hoffe, dass die Nachdenkseiten und der Spiegelfechter hier, zeitnah sich noch ausführlich mit der Bundestagswahl beschäftigen, indem Sie vielleicht auch berichten was dabei herauskommen kann, wenn man sein Kreuzchen bei der CDU oder SPD macht. Ich habe den Eindruck, dass das mit der großen Koalition noch gar nicht in den Köpfen der Bürger angekommen ist. Um das zu verdeutlichen sind Blogs sehr wichtig.

    27. Mo schrieb am 23. April 2012 um 20:45 - Permalink

      “Es wäre naiv, darauf zu hoffen, dass die Medien eine öffentliche Auseinandersetzung nicht zum Drama hochstilisieren. Die Inszenierung ist damit auch ein Produkt der Umstände.”

      @Herr Milo,
      Inszenierung geht ja schon mal gar nicht, das ist unseriös – Presse hin oder her.
      Und wenn gewisse Umstände nur den Gedanken an eine Inszenierung zulassen, dann muss man die Umstände beseitigen und nicht eine Inszenierung inszenieren. ;-)
      Und wenn die Politiker vielerorts sich vor den Medien ängstigen, dann müssen Sie halt eine Sondersitzung einberufen, Berichterstattung dementieren..oder was weiß ich.
      Wer freie Meinungsäußerung möchte muss auch wissen, dass Sie für eigene Zwecke missbraucht werden kann. Schwund ist überall. Jegliche Freiheit hat Ihren Preis – und die Wege dorthin müssen ständig neu überdacht werden. ;-)

      • Milo schrieb am 23. April 2012 um 20:56 - Permalink

        @Mo: von der Ethik her haben Sie recht, Inszenierung ist verwerflich. In der politischen Praxis wird aber kräftig inszeniert. Das sind einfach beobachtbare Erscheinungen.

    28. brandubh schrieb am 23. April 2012 um 21:46 - Permalink

      Brüderle kann eben besser lügen!

    29. Blauklexer schrieb am 23. April 2012 um 23:23 - Permalink

      Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber ich meine, dass ein Gesicht gefehlt hat nämlich das des Außenministers. Ob der genannte unterwegs zu Pflichtbesuchen ist oder erst gar nicht eingeladen wurde, ist eine Frage, eine wichtige, immerhin hat Westerwelle das Amt des Außenministers inne. Also ein Status zum Repräsentieren -oder spielt das im FDP Narrenschiff schon gar keine Rolle mehr?
      Man braucht sich gar nicht diese gekünstelten Reden anhören von Parteipolitikern der FDP, die schon in den Abgrund fahren und bald sich rauswerfen müssen, um nicht ganz in den Häme-Abgrund zu stürzen.
      Im Grunde sind sie realistisch genug, sich einen Job bei ihren Förderern in der Industrie und im Hotelgewerbe zu suchen oder noch besser wäre Hartz IV Luft zu schnuppern. Denn wie man so hörte, soll das helfen ganz aus der Perspektivlosigkeit zu kommen und wieder am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

    30. Eremit schrieb am 23. April 2012 um 23:45 - Permalink

      “Brüderle hat es in Karlsruhe nicht auf eine Kampfkandidatur angelegt, aber eine langfristige Schwächung Rösler mag sein Ziel gewesen sein.”

      Definiere “langfristig” im Zusammenhang mit Röslers Karriere ;-)

      Die Analyse mag ja stimmen: Der Autor hat sicher viel Erfahrung mit der Deutung von Parteitagen und ihren Inszenierungen. In diesem Fall könnte es aber schon anders liegen. Die ziellosen Bewegungen eines strampelnd Ertrinkenden zu deuten und daraus eine Form von Kalkül zu unterstellen, könnte interessante Muster ergeben, muß aber nicht norwendigerweise viel mit der Realität zu tun haben.

    31. Michael Schöfer schrieb am 24. April 2012 um 06:36 - Permalink

      Zitat: “Brüderle hat es in Karlsruhe nicht auf eine Kampfkandidatur angelegt, aber eine langfristige Schwächung Rösler mag sein Ziel gewesen sein.”

      In Karlsruhe stand der Bundesvorsitzende gar nicht zur Wahl, ergo konnte es auch, selbst wenn Brüderle gewollt hätte, keine Kampfkandidatur geben. Es standen dort lediglich Nachwahlen zum Präsidium und Bundesvorstand auf der Tagesordnung.

      siehe: http://www.fdp.de/Tagesordnung/1445b520/index.html

    32. Fian schrieb am 24. April 2012 um 09:05 - Permalink

      Rösler ist m. M. nach schon lange kein Parteivorsitzender mehr – war es vielleicht sogar nie. Die Tatsache, dass er den Stuhl dennoch z.Zt. warmhalten darf, liegt ausschließlich daran, dass die Wahlen in diesem Jahr noch unter seinem Namen abgehakt werden sollen. Denn das diese alle samt katastrophal enden dürfte wohl niemand bezweifeln – egal wer dieser Truppe Vorsitzt. Da eine neue “starke” Person an der Spitzte mit derartigen Niederlagen gleich geschwächt wär, wartet man halt noch ab und nach der letzten Wahl wird Rösler gehen und Lindner oder Brüderle übernehmen…

      • Peleo schrieb am 24. April 2012 um 09:22 - Permalink

        “Messer im Rücken” ist viel zu theatralisch.
        Dem Sprechautomaten (“….. und gerechtes Steuersystem – STÖRUNG – ähh – Freiheit….Wachstum…) soll der Stecker gezogen werden, das ist alles.

    33. baumbaron schrieb am 24. April 2012 um 10:14 - Permalink

      Reingefallen, reingefallen! Jetzt hat die 2%P auch hier noch einen medialen Auftritt eingeheimst, nachdem die anderen (sollen wir sie systemerhaltend nennen) Medien seit Wochen damit beschäftigt sind Tag und Nacht FDPler in ihre Sendungen zu pressen, obwohl es dafür weder thematisch noch angesichte der 2%-Bedeutung irgendeinen Grund gab. Wir brauchen die nicht, es wird Zeit, dass sie gehen. Diese Lobbyistische Meute hat uns 16 Jahre Bimbes-Kanzler eingebrockt und die Vermächtnisse daraus (jüdische Vermächtnisse, Schweizer Konten, ungekannte Bimbesgebner, Tote in Schweizer Hotels etc. etc.) sind bis heute nicht aufgeklärt.

    34. Mo schrieb am 24. April 2012 um 13:21 - Permalink

      Es wird wohl erst einmal abgewartet wie die Sache mit Lindner ausgeht.
      Lindner wird sicherlich seine eigenen Ziele schon im Kopf zurecht geschoben haben, er ist jung, er wird genau abwägen was er tut.
      Brüderle halte ich für eine ganz schlechte Wahl, wenn es um den Posten des Parteivorsitzenden geht. Bloß nicht Brüderle, der würde freiwillig nicht wieder den Posten abgeben, da würde sich Ähnliches abspielen wie bei Westerwelle. Bei Lindner könnte man davon ausgehen, dass er auch wieder zurücktritt, wenn es die Situation in der Partei erfordert. Aber Brüderle, nein das geht gar nicht, ich traue ihm überhaupt gar keine eigene Einsicht zu. Zu Rösler fällt mir überhaupt keine Anschlussverwendung für die Zukunft ein. Es ist nicht auszuschließen, dass die FDP ganz knapp 5% bei der Bundestagswahl erreicht.

    35. Christian Himberger schrieb am 24. April 2012 um 18:24 - Permalink

      Könnte man nicht, wenn man die FDP nicht mag, ihr einfach weniger Beachtung schenken?
      Muss man jede Meinungsumfrage kommentieren? Warten wir doch die Wahlen ab, insbesondere die Bundestagswahlen.

    36. Mir schrieb am 24. April 2012 um 19:32 - Permalink

      Wer hätte das gedacht, es ist doch tatsächlich möglich einen Text über Politiker zu verfassen, der noch belangloser als die belanglosen Reden der beschriebenen Politiker ist.

      • Milo schrieb am 24. April 2012 um 19:55 - Permalink

        Ich habe nicht vorrangig einen Text über einen Politiker geschrieben, sondern über typische Vorgänge, die sich mit durchaus bedeutenderen Darstellern wiederholen können. Es geht nur am Rande um die FDP als solche. Es geht um Mechanismen des Politikbetriebes. Und diese sind allemal interessant für den kritischen Beobachter des Geschehens.

        • Mir schrieb am 24. April 2012 um 20:02 - Permalink

          Das ist schon klar, worum es geht: Politsprech, Inszenierung etc.
          Leider ist darin nichts zu finden außer Behauptungen, dies und jenes würde in Wirklichkeit dies und das bedeuten und den und den Grund haben.
          Doch nur eine aufeinander Stapelung diverser Vermutungen, die mit jeder Stufe weniger relevant werden.

    37. Milo schrieb am 24. April 2012 um 20:08 - Permalink

      Im Falle des FDP-Parteitages ist der Vorwurf berechtigt, es handele sich um Vermutungen. Man kann es auch positiver interpretieren: Der Artikel ist ein Angebot, wie man die Vorgänge auch verstehen kann. ;-)

      Aber abgesehen davon habe ich mir diese Lesart anhand des anderen im Text erwähnten Beispieles (Mannheimer SPD-Parteitag 1995) durch das Studium der Vorgänge erarbeitet. Echte Beweise gibt es in den Sozialwissenschaften nie, insofern sind auch das Vermutungen, aber eben solche, die sich durch eine Vielzahl von Quellen stützen lassen.

      • Mir schrieb am 24. April 2012 um 23:19 - Permalink

        Sicher, dass der öffentliche Teil der Parteitage eine Show für die Medien ist sieht man, wird ja nun auch von (Ex)Politikern kein Geheimnis daraus gemacht und es glaubt sicher auch so Niemand ernsthaft, dass Parteien so geschlossen und einig in jeder Frage sind, da solches jeder praktischen Erfahrung widerspräche, beschränkt sich ja nicht nur auf Parteitage, sondern gilt für alle öffentlichen Veranstaltungen inklusive der Parlamente. Das ist Banal.

        Aus einer (angeblich) guten Rede aber nun Schlussfolgerungen auf schadhafte Absichten irgendwo in der Zukunft gegen eine bestimmte Person ziehen zu wollen…da wäre es ein besseres Argument, wenn du geschrieben hättest du würdest wen kennen der meint gesehen zu haben, dass Brüderle Rösler fies angeguckt hat ;)
        Journalistisch (Im theoretischen Sinne, abseits der abgründigen Praxis mangels Informationen einfach irgendwas zu schreiben) wäre es jemanden zu finden der einen der beiden privat gut kennt und den ordentlich auszuhorchen oder wenigstens solcher Art Informationen aus Publikationen Anderer zu finden und wenn man eben keine Quellen hat auch nichts derartiges zu schreiben.
        Andere vergangene Vorgänge mit völlig anderen Handelnden ohne zusätzliche Argumente auf Aktuelles zu projizieren ist da auch nicht hilfreich, da gibt es Beispiele für und gegen alles.
        Das ist zwar gängiger praktischer Journalismus, für den Leser aber eben so belanglos wie die Inszenierung selbst, mehr Bilder niedlicher Tierbabys wären vorzuziehen.

    38. der Herr Karl schrieb am 25. April 2012 um 01:31 - Permalink

      OT:
      Stefan Pietsch alias StefanP auf Sprengsatz :

      “112) StefanP, Dienstag, 24. April 2012, 15:48 Uhr
      @106) Frank Reichelt
      Teilnehmer wie Sie sind der Grund, warum ich mich zu einer Alternative zum Klarnamen entschieden habe. Ich benutze den Avatar “StefanP” seitdem ich mitkommentiere. Über den Metzger-Blog, Spiegelfechter und zuletzt den Sprengsatz habe ich das Pseudonym zu einer Marke ausgebaut. Vielen sind die sieben Buchstaben sehr vertraut und man weiß, was man zu erwarten hat: etwas polemisch, etwas arrogant, Tendenz neoliberal, aber auch mit einigem Detailwissen und vielen Argumenten angereicherte Kommentare.
      Meine Internet-Persönlichkeit ist so vertraut, dass heute noch sich genügend Kommentatoren beim Spiegelfechter daran erinnern, obwohl ich seit mehr als 2 Jahren nicht mehr dort schreibe
      Das ist fast so gut wie der Klarname, oder?

      So, Sie Forscher. Es gibt einen, den ersten Beitrag von mir bei Focus online, den ich unter meinem Klarnamen veröffentlicht habe. Und es gibt eine Internet-Präsentation von mir. Nicht ganz leicht zu finden, aber auch nicht so schwer. Sie werden es sich kaum nehmen lassen, es hier zu veröffentlichen.”
      http://www.sprengsatz.de/?p=3845

      • schwitzig schrieb am 25. April 2012 um 07:46 - Permalink

        OT:
        Stefan Pietsch alias StefanP auf Sprengsatz :

        ?
        Ich bin froh, dass ich den Müll von dem selbstverliebten Spinner wenigstens hier nicht mehr lesen muss und da soll ich noch hinterherlaufen?
        Naja, zumindest ist er mit seiner “Marke” in der Gosse gelandet, wo er auch hingehört.

      • Frank Reichelt schrieb am 25. April 2012 um 19:47 - Permalink

        Da besucht man ganz naiv mal den Spiegelfechter und muss zu seiner großen Überraschung und Verwunderung eine Antwort auf einen eigenen Beitrag aus einem ganz anderen Blog lesen, der mit dem Thema dieses Beitrags darüber hinaus überhaupt nichts zu tun hat!

        Ich wundere mich, dass Herr Berger sowas überhaupt zulässt.

        Ich dachte, “der Herr Karl”, ihre obsessive Lebensaufgabe besteht darin, jede Äußerung von Dieter Carstensen zu kommentieren und im Netz zu verbreiten.

        • der Herr Karl schrieb am 26. April 2012 um 10:16 - Permalink

          @Frank Reichelt

          StefanP war beim Spiegelfechter kein Unbekannter. Ich war der Meinung, dass sein Statement von allgemeinem Interesse sein könnte, hier beim Spiegelfechter.
          StefanP und seine Karriere beim Spiegelfechter war ja beim Sprengsatz auch mal ein ganz grosses Thema:

          „72) wschira, Samstag, 06. August 2011, 20:09 Uhr
          @StefanP
          …Und dass ich nicht weiter auf Ihre gesammelten Werke eingehe, habe ich schon erklärt, mir fehlt dazu die Zeit und die Lust. Auch da wenden sich Ihre Ergüsse gegen Sie selbst.
          Sie haben auch schon versucht, den “Spiegelfechter” mit Ihrem INSM-Sermon aufzumischen und sind dabei grandios gescheitert. Am Schluss haben Sie den Schwanz eingezogen und sind verschwunden. Ich glaube, niemand weint Ihnen dort eine Träne nach
          Auch dort wurde schon unterstellt, dass Sie ein Lohnschreiber wären, ich habe das nie so richtig ernst genommen, denn auch ein Lohnschreiber sollte Substanz haben. Allerdings erscheint mir nun Ihr Abschiedskommentar dort in einem anderen Licht. Sie sagten dort, wenn ich mich recht erinnere, dass Sie nun ein Projekt beendet hätten und ein neues Beginnen. Wenn man das so interpretiert, dass Ihr Projekt war, ein als links geltendes blog aufzumischen (was Ihnen nicht gelang) und Ihr neues Projekt ist, den “Sprengsatz” aufzumischen…“”

          Frank Reichelt, als du dich, vor der Anonymitätsschelte vom Sprengmeister, noch Frankilein66 nanntest (siehe dein Kommentar Sprengsatz vom Mittwoch, 25. April 2012, 08:03 Uhr), hattest du zu StefanP in Bezug auf seine nachhaltige Wirkung beim Spiegelfechter folgende Ermittlungen getätigt:

          „81) Frankilein66, Mittwoch, 10. August 2011, 13:13 Uhr
          @StefanP.
          Wenn meine Diskussionsbeiträge, egal ob sachlich oder inhaltlich unbedenklich, dazu führen, dass eine Abstimmung durchgeführt wird ob ich weiter Beiträge veröffentlichen darf, dann muss ich mich doch fragen, ob die Schuld nicht doch weitestgehend bei mir liegt.
          Der Stil ihrer Beiträge in diesem Blog beweist mir, dass sie das nicht getan haben. Ich habe mir spasseshalber die entscheidende Diskussion über sie im Spiegelfechter angeschaut und ich muss ihnen attestieren, dass sie nicht das geringste aus dieser Erfahrung gelernt haben.
          Das jüngste Beispiel war der Vorwurf der Ahnungslosigkeit an die Diskutantin Maren P. bezüglich der Steuererleichterungen für Konzerne. Was soll das?
          Oder würden sie es gar als persönlichen Triumpf empfinden, wenn sie aus diesem Blog auch rausfliegen? Zuzutrauen wäre es ihnen!“

          http://www.sprengsatz.de/?p=3845

          • Mod schrieb am 29. April 2012 um 17:33 - Permalink

            Herr Karl das ist nicht ok, ganz viel ist nicht immer viel besser?

      • ola schrieb am 26. April 2012 um 13:25 - Permalink

        Alter Schwede. Sagen Sie mal? Gibts bei Ihnen vor der Haustür nicht genug Falschparker? Oder quängelnde Kinder in den Mittagsruhezeiten? Sie sind ja ein wahrer Quell an Information. Haben Sie über mich auch schon ein Dossier angelegt?

        Schu al bissel unhiemlig, Herr Karl..

        • der Herr Karl schrieb am 26. April 2012 um 14:10 - Permalink

          @ola

          Was, schon so spät?

          Nein, kein Dossier über dich, weshalb sollte ich? Du gehörst ja nicht zu den Auffälligen und Blendern…

    39. Hans Bambel schrieb am 25. April 2012 um 12:50 - Permalink

      Den gähnend langen Text hätte man auch auf unter 5% kürzen können.

    40. Ada Adler schrieb am 25. April 2012 um 21:56 - Permalink

      Faszinierend finde ich an den FDP-Männern wie sie, obwohl sie unermüdliche Wirtschaftserfolgsschwätzer sind, zum Teil selbst grandios in der freien Wirtschaft gescheitert sind:
      Der zugegebenermaßen gute Rhetoriker Lindner (nur die politische Richtung stimmt leider absolut nicht!) hatte eine Firma, die er mit Subventionen aufgebaut hat und die dann sowas von pleite gegangen ist, dass er sich lieber in gut dotierte Steuergelder-Parteiposten flüchtete.

      Der aktuelle FDP-Generalsekretär hat vorher Versicherungen für Haustiere verkauft, was ökonomisch auch nicht der Bringer gewesen sein soll.

      Selber auf dem “freien Markt” gescheitert, aber uns immer einen vom “freien Markt” und Wachstum und dem ganzen neoliberalen Scheiß vorbeten…

      Nerviger gehts nicht. Und eine geringe Frauenquote haben die bei der FDP, schlimmer als die Piratenpartei.

      Die meisten Frauen sind bei den Grünen und bei der Linkspartei , allerdings nur ca. 34 %. Auch diese beiden Parteien haben also ein Frauenproblem.

    41. alexios schrieb am 25. April 2012 um 22:17 - Permalink

      F ieser
      D ekadenter
      P opanz

      Das hätte gereicht.

    42. leslie schrieb am 26. April 2012 um 11:24 - Permalink

      Haha…
      http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=3104

      ´´“Deshalb kämpfe ich mit meiner Mannschaft, der FDP-Bundestagsfraktion, für unser stabiles Geld”, schreibt Brüderle noch. Hoffentlich nicht mehr lange! Denn Brüderles Kampf macht viele arm und wenige Reich, spaltet unsere Gesellschaft und beraubt sie ihrer Zukunft, und das schon viel zu lange. Abschließend stellt sich die Frage: Ist das eigentlich erlaubt, Wahlwerbung aus der Bundestagsfraktion heraus? Vielleicht wird ein findiger Jurist hierauf eine Antwort wissen; dann bitte ich, diese an redaktion@wirtschaftundgesellschaft.de zu senden.´´

      Mfg

    43. Ernst Meist schrieb am 1. Mai 2012 um 16:36 - Permalink

      Nur ganz bescheiden: die F.D.P. hat bei der letzten Bundestagswahl 14 % geholt. Es tut mir leid, aber bereits damals war klar, daß das ein Mißverständnis sein mußte. Die Leute, deren Interessen die F.D.P. vertritt, machen nicht einmal 1 % der Wähler aus. Von mir als Sozialdemokrat kann ich sagen, daß ich bereit bin, kurzfristige Interessen gegen langfristige zurückzustellen. Von F.D.P.-Wählern glaube ich das keine Sekunde. Daraus leite ich ab, daß diese sozusagen überzähligen Wähler einfach bescheuert waren. Also sind die Hoffnungen auf den Untergang dieser Partei schlicht verfrüht. Irgendein Gag der durch Fernsehen und Presse rauscht und sie sind wieder oben.

    44. prophet schrieb am 1. Mai 2012 um 21:16 - Permalink

      Ich versuche immer noch, etwas negatives an der Selbstzerfleischung der FDP zu finden.


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