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      Aber immer doch.

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    geschrieben am 23. September 2009 von Spiegelfechter

    Das UN-Millenniums-Ziel, die Armut bis 2015 weltweit zu halbieren, ist unrealistischer denn je. Um so mehr sollten sich die G20 in Pittsburgh dieses Themas annehmen

    Wenn sich die Mächtigen der Welt in Pittsburgh treffen, um gemeinsame Lösungen zur Bewältigung der Finanzkrise zu finden, sitzen die eigentlichen Opfer der Krise noch nicht einmal am Katzentisch. Bis Ende 2010 werden 89 Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt in extremste Armut abgleiten, so ein Bericht, den die Weltbank in der vergangenen Woche Woche vorstellte. Extreme Armut bedeutet, weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung zu haben. 1,4 Milliarden Menschen ? fast jeder vierte Bewohner des Planeten ? gehören zu diesen Ärmsten der Armen. Mit den UN-Millenniumszielen nahm sich die Weltgemeinschaft zur Jahrtausendwende vor, diese Zahl bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Doch das war vor der Krise, mittlerweile sind die Stimmen, die eine Bekämpfung der Armut fordern, merklich verstummt.

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    Das UN-Millenniums-Ziel, die Armut bis 2015 weltweit zu halbieren, ist unrealistischer denn je. Um so mehr sollten sich die G20 in Pittsburgh dieses Themas annehmen Wenn sich die Mächtigen der Welt in Pittsburgh treffen, um gemeinsame Lösungen zur Bewältigung der Finanzkrise zu finden, sitzen die eigentlichen Opfer der Krise noch nicht einmal am Katzentisch. Bis ...
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    13 Kommentare:

    1. Truvor schrieb am 23. September 2009 at 21:37 - Permalink

      Zum Thema

      http://www.fintimes.km.ru/61373

    2. Gebintit schrieb am 23. September 2009 at 21:55 - Permalink

      Wenn Weltbankchef Zoellick in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen ausgerechnet diese Menschen argumentativ vor seinen Karren spannt, um gegen eine ?Überregulierung? des Finanzsystems zu wettern, so ist dies nicht nur durchsichtig, sondern auch schäbig.

      Ich habe mir das Interview mit Zoellick mal durchgelesen, so verkehrt finde ich das gar nicht mal was er schreibt. Die gewaltigen spekulativen Geldtransfers in die “Emerging Markets” sind nicht nur negativ zu sehen, sie haben in vielen dieser Länder durchaus auch (wirtschaftlich) positive Effekte.
      Aber vielen Dank für diesen Artikel vor einer nationalen Wahl, denn die meisten Parteien und Wähler haben immer noch ein viel zu national beschränktes Sichtfeld. Die globale Wirtschaft bräuchte eine globale Regierung und eine global denkende Wählerschaft. Darauf müssen wir wohl noch lange warten.

    3. salvo schrieb am 23. September 2009 at 22:45 - Permalink

      @Truvor

      danke für den Link, schade, dass ich das nicht lesen kann :-)

      zum Topic finde ich die Beiträge auf dem Blog von William Easterly lesenswert, zB die zum Kontext Neo-Kolonialismus, Entwicklung, Markt und Staat

      “The Imperial Origins of State-Led Development”

      http://blogs.nyu.edu/fas/dri/aidwatch/2009/09/the_imperial_origins_of_statel.html

      “How the British Invented ?Development? to Keep the Empire and Substitute for Racism”

      http://blogs.nyu.edu/fas/dri/aidwatch/2009/09/how_the_british_invented_devel.html

    4. Yoshi schrieb am 24. September 2009 at 02:15 - Permalink

      @Gebintit #2:
      Die Kapitaltransfers in die „Emerging Markets“ haben natürlich auch Vorteile, siehe China. Ich befürchte aber, dass die Menschen von denen hier die Rede ist wenig davon haben. Denn die Länder die am stärksten von Geldtransfers profitieren eben nicht die ärmsten Staaten der Erde, sondern ,wie z.B. China oder auch die Türkei, Staaten in denen es eine gewisse Rechtssicherheit und eine gewisse Bildung gibt.

      Und eine globale Regiereung hätte den Nachteil, dass jeder Fehler sich auch global auswirkt. Insofern bin ich nicht sicher, ob das aktuelle System sich absprechender, unabhängiger Staaten nicht „die beste aller Welten“ ist. Eine globalere Perspektive dieser Regierungen wäre aber angenehm.

      PS: Weiß eigentlich jemand, ob diese 1.25$ bedeuten, dass die Menschen fünf Quarter am Tag als Münzen in der Hand haben. Oder ob sie am Tag eine wirtschaftliche Aktivität von 1.25$ entfalten.

    5. Donald schrieb am 24. September 2009 at 11:07 - Permalink

      Schade Jens,

      Perlen vor die Säue. Zu selten, dass man etwas über die Menschen liest denen es wirklich schlecht geht.
      Alleine die Mittel die für Bankenrettungen zur Verfügung gestellt wurden, hätten das Problem dieser armen Menschen erheblich verringern können. Statt dessen hat man die Kohle irgenwlchen Bonzen im Hintergrund in den “A…. gesteckt”. (Ich weiß das man das so pauschal nicht sagen kann, aber es ist schon relativ nahe an der Realität).

      Traurig ist nur das es selbst deine Leser nicht wirklich interessiert. Wenn du z.B. berichtest, dass Bibi Bumstanjahu dem Atomdinejad droht ihm einige von den Dingern auf den Kopf zu werfen an die der angeblich versucht dranzukommen, dann gibt es mehr als hundert Kommentare.

      Verhungenrde dagegen sind langweilig. Außerdem erschweren sie einem das versinken in Selbstmitleid.

      Jetzt erklär mir bitte mal wieso die Politiker irgendetwas tun sollten. Es wäre nicht populär genug und bringt keine Stimmen. So sehr ich auch die selbstherrlichen Eliten verachte, in diesem Fall vertreten sie halt wirklich ihr Volk.

      Das soll jetzt keine Kritik an dir sein, ganz im Gegenteil, aber leider ist unsere gesamte Gesellschaft nocht nicht so weit, geschweige denn ihre Führer die sich nur für zwei Dinge interessieren. Wählerstimmen und Geld.

      Und wie ich hier sitze und schreibe, stelle ich fest; ich Arschloch habe so einige Daueraufträge, nur keinen für die Ärmsten der Armen. Ein Zehner im Monat sollte drin sein, dann hätte dein Artikel etwas positives bewirkt. Ich denk mal darüber nach, solltet ihr anderen auch tun.

      MFG
      Donald

    6. Truvor schrieb am 24. September 2009 at 14:39 - Permalink

      @ Donald #5

      Donald, Dein Kommentar ist ein bißchen unfair.
      Jens und seine Leser sind (so vermute ich zumindest) leider nur ein wenig resigniert.
      Ich bin mir 100%ig sicher, daß dieses Thema jeden Tag in aller Munde ist.
      Viele von uns haben sogar irgendwelche eigene Ideen, wie man das Problem der Armut in diesen (Armen-)Ländern löst.
      Aber Jens und seine Leser können nichts dafür, daß diejenige, die dieses Problem lösen könnten, überhaupt nichts tun.
      Ich kann Dir sogar mehr sagen.
      Die “Internationale Oligarchie” will überhaupt nichts tun und auch nichts ändern.
      Ich kann Dir sogar noch mehr sagen.
      Die “Internationale Oligarchie” freut sich sogar, wenn diese arme Menschen millionenweise verhungern.
      Diese arme Menschen sind doch diejenigen (aus der Sicht der Oligarchen), die den Oligarchen ihre Ressourcen wegfressen.
      z.B. in Russland:
      Der glücklichste Tag für die russische Oligarchen, wäre der Tag, an dem 120 Millionen (von 142 Mio.) Bürgern über die Nacht verschwinden (bzw. wegsterben) würden, weil diese 120 Mio. Menschen, die Ressourcen, die die Oligarchen ihnen gestohlen haben, wegkonsumieren.
      Die “Internationale Oligarchie” hat den Armen in Afrika, Asien und anderswo auch ihre Ressourcen gestohlen und jetzt brauchen sie (die Oligarchen) diese arme Menschen nicht mehr.

    7. anon schrieb am 24. September 2009 at 14:41 - Permalink

      Hallo Euer Durchlaucht,

      ich hab mir neulich auf Youtube “Yes Men Fix the World” angeschaut und endgültig die Hoffnung aufgegeben.
      Denen da oben ist es doch Schei…egal wieviel verrecken. Hauptsache die Kohle stimmt.

      Jetzt hab ich tatsächlich “Denen da oben” gesagt tststs.

    8. R_Winter schrieb am 24. September 2009 at 15:27 - Permalink

      @Truvor #6

      Leider hast Du recht – leider.

    9. Phil schrieb am 24. September 2009 at 16:33 - Permalink

      OT @Jens:

      Bitte die Werbung unter den Artikeln als solche kennzeichnen, danke.

    10. Karsten Bier schrieb am 24. September 2009 at 16:47 - Permalink

      Zu 5 Donald:

      Ach, ich würde die wenigen Kommentare nicht überschätzen. Viele Kommentare entstehen vor allem dann, wenn Leute unterschiedlicher Meinung sind. Es hilft nicht viel, sich ständig gegenseitig “die Eier zu schaukeln”. Bei diesem Thema und den Infos in diesem Artikel können sich wohl nur echt fiese Misanthropen und/oder Trolle dagegen stellen.

      SF könnte ja mal die Zahl der Seitenabrufe im Vergleich zu anderen Artikeln nennen, das wäre schon aussagekräftiger.

    11. COPOKA schrieb am 24. September 2009 at 21:39 - Permalink

      @ salvo, #3

      … schade, dass ich das nicht lesen kann :-)

      In diesem Falle hast du nichts verpasst, mit Thema Weltelend hat es überhaupt nichts zu tun. Im Artikel outet sich ein in Russland sehr populärer Hauptrophet von worldcrisis.ru zu G20-Gipfel, spannt Bogen zum FED und globalem Geldsystem, und lästert anschließend – m.E. zurecht – über angebliches “Ende der Krise” bzw. fiktives Wachstum durch jüngste ‘Rettungsmaßnahmen’.

      @Karsten Bier, #10
      Sehe ich genauso. Da gibt’s wirklich nichts dazu zu fügen.

    12. Wahrsager schrieb am 25. September 2009 at 05:02 - Permalink

      Jaja die armen Menschen in Afrika. Im Normalfall ist den Menschen der eigene A…. am nächsten und in Krisenzeiten erst Recht. Fakt ist auch: Sie müssen arm bleiben damit wir weiter ein Leben in Wohlstand führen können. Würde man Afrika stabilisieren, entschulden und bilden würden die Afrikaner sich bestimmt nicht mehr so leicht ausbeuten lassen in puncto Bodenschätze/Rohstoffe und bald eigene Produkte/Entwicklungen anbieten und langfristig eine Konkurenz werden.

      Es bräuchte außerdem Jahrzehnte um die “ich brauche viele Kinder die mich im ALter versorgen”-Mentalität abzuschwächen und man würde sich weiterhin stark vermehren.

      Zur Zeit herrscht ja auch eine Flüchtlingsrun auf die Länder Spanien, Italien und Griechenland die erhebliche Ressourcen aufwenden müssen diese Menschenströme aus Afrika abzuwehren.

      Es ist leider hart und ungerecht aber noch gibt es keine Möglichkeit alle Menschen die gleichen Standards zukommen zu lassen – Vorallem nicht bei steigender globaler Gesamtbevölkerung.

    13. Manormaus schrieb am 25. September 2009 at 14:00 - Permalink

      Wow, ich bin doch immer wieder verwundert, wenn jemand so einfach die Zukunft eines gesamten Kontinents voraussagt. Wenn der lieber Wahrsager das alles aber schon so gut weiß, frage ich mich, ob er nicht vielleicht der Oberbayer ist, der den Lotto-Jackpot geknackt hat? Ich persönlich würde mit so einer Fähigkeit viel Lotto spielen.


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