The Man on the Ticket
geschrieben am 13. August 2012 von Stefan Sasse
Von Stefan Sasse
Es muss eine gewisse Euphorie in den Wahlkampfzentralen der Demokraten geherrscht haben, als Mitt Romney an diesem Wochenende seinen Vizepräsidentschaftskandidaten verkündete. Vor der geschickt gewählten Bühne des alten Schlachtschiffs “Wisconsin” verkündete er erst fälschlich den “nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten” statt dem nächsten Vizepräsidenten, doch die Begeisterungsstürme kannten trotzdem kein Ende: der Mann, der in jugendlichem Elan auf die Bühne joggte war kein anderer als Paul Ryan. Das ist eine Wahl, die überrascht, und eine Wahl, die aller Wahrscheinlichkeit nach Obamas Wiederwahl einen guten Schritt nach vorne gebracht hat. Paul Ryan ist der Darling der Tea-Party-Bewegung und quasi eines ihrer seriöseren Aushängeschilder (in einem Sinne in dem Rainer Brüderle ein seriöses Aushängeschild der FDP ist). Auf ihn geht der berüchtigte Haushaltsplan zurück, der bereits während der Vorwahlen für Furore sorgte. Ryans Plan sieht gigantische Ausgabenkürzungen vor, vor allem im Bereich der in den USA ohnehin nicht sonderlich ausgebauten Sozialsysteme. So will er etwa Medicare effektiv abschaffen und durch eine nicht näher definierte private Einrichtung ersetzen, wodurch voraussichtlich Millionen Rentner ihre Krankenversorgung verlieren würden. Der einzige Bereich, in dem Ryan mehr ausgeben will als bisher ist, erwartungsgemäß, das Militär. Was bewog Romney, einen solchen Extremisten zu seinem Vizrepräsidentschaftskandidaten zu machen?
Die Theorie der Republikaner ist wohl folgende: Romneys blasses und unstetes Profil (hängt ihm doch zurecht der Ruf eines Opportunisten an) soll durch einen Überzeugungstäter wie Paul Ryan aufgebessert werden. Ryan ist mit Sicherheit kein Flip-Flopper, sondern ein radikaler Extremist. Bereits bei den Verhandlungen zur Erhöhung der Schuldenobergrenze gab er keinen Fußbreit Boden nach. Mit einem Schlag steht Romney nun für ein Thema, das der republikanischen Basis am Herzen liegt und hat den glaubwürdigsten Exponenten dieses Themas zu seinem Vize ernannt. Ryans Vorteil ist, dass er im Gegensatz zu Romney nicht als herzlos, sondern als charismatisch herüberkommt. Seine Kürzungen kommen nicht wie bei Romney in Gestalt von “I like to fire people” heran, sondern als Sorge vor dem drohenden Bankrott der USA, den es zu verhindern gelte. Das Lieblingsprojekt der Amerikaner, “small government”, ist damit offizielle Agenda der Republikaner und vereint nicht nur die Basis hinter Romney und Ryan, sondern auch viele mit dieser Vorstellung sympathisierende Wechselwähler (“Independents“). Mit Steuersenkungen und Ausgabenkürzungen würde man dann quasi im November ins Amt gleiten.
Diesem feuchten Traum republikanischer Strategen steht mit der Wahl Ryans allerdings einiges entgegen. Die Idee, Obama als “tax and spend liberal” darzustellen und Romney/Ryan als Heilung dagegen ist nicht gerade neu; sie ist das Rezept praktisch jedes amerikanischen Wahlkampfs. Ryan ist lediglich ein extremerer Ausdruck davon. Den Demokraten liefert seine Wahl aber gewaltig Munition, um die ohnehin seit Wochen laufende Kampagne, Romney als herzlosen Kapitalisten zu brandmarken, erneut zu befeuern. Mit dem Ryan-Plan steht dazu das Material quasi schwarz auf weiß zur Verfügung (Ryan hat im März auch einen Plan “The Path to Prosperity: A Blueprint for an American Renewal” geschrieben). Und im Gegensatz zu Romney ist Ryan nicht gerade der Typ, solchen Angriffen zu begegnen, indem er sie im Ungefähren versanden lässt. Das sonst eher irrelevante TV-Duell der Vizepräsidentschaftskandidaten dürfte vor diesem Hintergrund einiges an Gewicht gewinnen und “juicy soundbites” für den Obama-Wahlkampf generieren.
Die einzige Chance, die Romney durch die Wahl Ryans gewinnt ist tatsächlich der Appell an die Saite des amerikanischen Bewusstseins, die für die Idee des “small government” schlägt. Dafür ist er tatsächlich der richtige Mann, weil er an seine Ideen glaubt. Im Gegensatz zu Romney ist er Überzeugungstäter. Berichten zufolge überreicht er allen seinen Mitarbeitern ein Exemplar von Ayn Rands “Atlas Shrugged”, der Bibel der Erzliberalen. Dazu ist er gläubiger Katholik und öffentlich bekennender Familienmensch, was bei den Amerikanern immer gut ankommt. Seine Aufgabe ist es, sein nicht unerhebliches Charisma einzusetzen, um die Realität seiner Streichungsvorschläge hinter der Rhetorik vom “small government” zurücktreten zu lassen. Denn jede Meinungsumfrage zeigt dasselbe Bild: während die Amerikaner die Idee in der Theorie mögen, so hassen sie doch Streichungen bei den Bereichen, bei denen Ryan die Axt anlegen will. Die Aufgabe von Obamas Team muss es daher sein, immer wieder zu betonen, dass Ryan Medicare für Alte abschaffen und die Steuern für Reiche senken will. Gelingt ihm das, so ist Obama die Wiederwahl kaum zu nehmen. Die Wahl Ryans, die Romney noch mehr nach rechts gerückt hat als er ohnehin wegen der Tea-Party-Bewegung bereits gerückt war, hat ein Loch in der Mitte gerissen, das Obama ausnutzen kann. Und wer weiß, wenn die Niederlage Romneys entsprechend krachend ausfällt kommt die GOP vielleicht auch wieder zu Bewusstsein.
Stefan Sasse


Als ob es drauf ankäme, für was bestenfalls die Hälfte des amerikanischen Wahlvolkes stimmt oder nicht. Obama kriegt seine zweite Amtszeit, weil er genau das tat, was er sollte. Oder gab es einen fundamentalen Unterschied zu dem was Georgie Dabbelju tat ? Wenn ja, wo lag der denn ? Was im Wahlkampf versprochen wird, ist ja eh nur Blabla, oder wissen das nur Münte und unsere Kanzlerine ? Oder “wählen” soviele Amis nicht weil sie zu blöde sind, den Platz fürs Kreuzlein zu finden ?
Wer letzendlich Oberlakaie in USA wird ist völlig bedeutungslos, denn die relevanten Entscheidungen werden ohnehin nicht in gewählten Gremien getroffen, MP Seehofer weiß es auch schon lange.
MfG
Mit texanischem Slang heisst der Dubya, nicht “Georgie Dabbelju”.
Google mal Urban Dictionary.
Durch einen glücklichen Zufall bin ich an ein geheimes Memo aus der Romney-Wahlkampfzentrale geraten, das die Beweggründe für die Auswahl Paul Ryans darlegt: http://andreasmoser.wordpress.com/2012/08/12/why-did-romney-pick-paul-ryan/
Dieses Märchen glauben viele. Wie überall in der westlichen Welt sind die Sozialausgaben aber auch in den USA der mit Abstand größte Ausgabenblock. Die Definition, was “Sozialausgaben” genau sind, ist in den USA vielleicht sogar noch ein bißchen schwieriger als in Europa, aber der Anteil liegt bei rund 40 % (zum Vergleich: Verteidigungsausgaben 14 %).
Der Grund für die Vorurteile vieler Europäer: Viele glauben, die USA seien die US-Bundesregierung. Tatsächlich gibt es aber noch Staatsregierungen und lokale Verwaltung. Dadurch ändert sich das Bild drastisch.
Wer seine Vorurteile mal mit der Realität vergleichen möchte, kann das hier tun:
http://www.usgovernmentspending.com/total_spending_2012USrn
Der Bedarf ist sicherlich auch unterschiedlich. Deindustrialisierung sei genannt. Auch der Strafvollzug ist druben wohl eher etwas mehr wirtschaftlich inspiriert, statt juristisch.
Ist richtig, mein Fehler.
Wo kommen diese Prozentsätze denn her und auf was beziehen sie sich?
Im Osten der EU sind die Wachstumsraten auch 6-8%, aber das Niveau des BIP liegt sehr, sehr niedrig. Bei Steuersätzen in einigen US-Staaten um die 3%, könnten diese Sätze stimmen. Mir scheint, hier werden Äpfel mit Dreck verglichen.
@ R_Winter
Siehe Link.
Ein Anteil von 40 % bedeutet, daß der Anteil der Sozialausgaben an allen Ausgaben des US-Gesamtstaats 40 % beträgt.
Da kann man mal sehen, wie katastrophal die Primärverteilung in den US und A ist, wenn sogar ein solch erheblicher Teil im Zuge der Sekundärverteilung immer noch so kümmerliche Endergebnisse nach sich zieht. Wenn das mal kein Ansporn ist, für eine bessere Primärverteilung einzutreten.
@Tim
Sie versuchen in Ihrem Kommentar zu suggerieren, bei den USA handele es sich um einen Wohlfahrtsstaat. Wer das Gegenteil behaupte, leide unter Vorurteilen. Sie verschweigen jedoch, daß die Sozialquote im Durchschnitt der EU 15-Staaten 24% beträgt, in den USA jedoch lediglich 16%. Damit ist die Sozialquote in den USA um 1/3 niedriger als im Durchschnitt der EU 15-Staaten bzw. in den EU 15-Staaten um 50% höher als in den USA,
Die Sozialquote oder Sozialleistungsquote ist eine relative statistische Größe, mit der gemessen wird, welcher Anteil am Bruttoinlandsprodukt für soziale Zwecke verwendet wird. Aus den folgenden zusammengezählten Ausgaben von Staat, öffentlichen und halböffentlichen Institutionen werden die Sozialleistungen berechnet:
Behandlung von Krankheiten, Gesundheitsvorsorge und Invalidität
- Alter und Hinterbliebene
- Familien und Kinder
- die Folgen der Arbeitslosigkeit
- Wohnen
- Vermeidung sozialer Ausgrenzung
- sonstige Ausgaben.
ja. so ist es, wie man hier sehen kann, selbst nach OECD Zahlen, aber gewisse Leute kommen eben nicht ohne Manipulation aus, wie auch Paul Krugman neulich mit seiner Kritik an der herrschenden Kultur des Betruges einräumen musste
/(…)/
apropos Manipulation: Auch Video-Spiele werden dazu mißbraucht
wie das Spiel “Budget Hero”
/(…)/
und zum Randianer Ryan lese das Stück von Ames, was sehr gut die soziopathische Persönlichkeitsstruktur der so genannten Libertären umschreibt
/(Anmerkung der Moderation, Text von nicht deutschsprachigen Webseiten und die Links dazu gelöscht, erneut muss ich sie bitten wenigstens die Übersetzung dazu zu liefern, was dann evt auch qualitativen Einfluss auf den Text hätte?!)/
wer moderiert hier eigentlich? Warum wird der Link im Beitrag von diesem Tim erhalten?
@salvo, “ja. so ist es, wie man hier sehen kann, selbst nach OECD Zahlen, aber gewisse Leute kommen eben nicht ohne Manipulation aus(..)”
was soll man dann von einer Webseite halten die sie hier anbieten und deren Chefredakteure den Irakkrieg unterstützten, oder nur ein bisschen “patriot act” einforderten??
und mit dieser ‘Quelle’ scheint der ‘Moderator’ hier keine Probleme zu haben, wohl aber mit der Verlinkung auf Texte in einem weltweit anerkannten ökonomischen Blog
btw
hier auch noch der Link zu den OECD Zahlen, danach liegen die USA bei den aggregierten Sozialausgaben im Verhältnis zum BIP an letzter Stelle, gut 12-13 Punkten unter dem OECD-Duchschnitt
http://www.oecd.org/els/socialpoliciesanddata/socialexpendituredatabasesocx.htm
Wenn man nun die sozialen Stiftungen (Gates-Stiftung z.B.) und die unzähligen, furchtbar philantropischen Charity-Veranstaltungen dazuzählen würde?
@der Herr Karl
Das Bruttoinlandsprodukt der USA betrug im Jahre 2011 15.090 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben der diversen US-Stiftungen müssten auf Basis dieser Zahl Jahr für Jahr 1.207 Mrd. US-Dollar betragen, um die Differenz zur europäischen Sozialquote auszugleichen. Die jährlichen Ausgaben der US-Stiftungen dürften jedoch nur einen winzigen Bruchteil dieser Summe betragen.
Der von Tim gewählte Maßstab ist völlig ungeeignet zur Beantwortung der Frage, ob die USA ein Wohlfahrtsstaat sind oder nicht. Tims Maßstab dient einzig und allein dem Ziel, ein propaganistisches Zerrbild von der US-Wirklichkeit zu zeichnen.
Im übrigen wären die Ausgaben dieser US-Stifungen kritisch darauf zu untersuchen, ob hier tatsächlich immer soziale Belange gefördert werden. Darüber hinaus ist es die Aufgabe des Staates, über eine angemessene Steuerpolitik dafür zu sorgen, daß er sich selbst in die Lage versetzt, eine Sozialpolitik zu betreiben, die diesen Namen auch verdient. Die Steuerpolitik insbesondere in den USA verfolgt jedoch ganz überwiegend das Ziel der privaten Reichtumspflege. Dies würde im besonderen Maße für das asoziale Kandidaten-Gespann der US-Republikaner gelten.
Mit der Verlinkung in einem anerkannten Blog, Singular?, keine Probleme nur wenn Absatzweise aus mehreren US-GB-USW Seiten kopiert und verlinkt wird in einem Kommentar und deutschsprachigem Forum, wirds..wie soll ichs sagen, Landes-untypisch? Es erschwert uU für manche Leser den Zugang, den evt. dann in der Sache oder zum Thema. Das war nix Persönliches…Warum fassen sie mehrere Absätze aus zig Seiten nicht mit eigenen Worten und deren Zahlen zusammen?
in meinen Augen maßen Sie sich hier etwas an, was sich nicht aus der Funktion eines Moderators ergibt: Es ist nicht die Funktion eines Moderators vorzuschreiben, in welcher Sprache und in welcher Form Beiträge zu verfassen sind, und auch nicht die eigenen Erwartungshaltungen als die eines abstrakten Lesers zu verallgemeinern.
Wenn sie das so sehen bleibt das natürlich ihnen überlassen, aber ein Moderator muss uU auch den Seiten oder Texten die als Kommentar aus einem Artikel hier eingestellt werden auf dessen Urheberrecht nachgehen, um eben evt. Nachteile oder gar Rechtsstreitigkeiten für den Spiegelfechter zu vermeiden. Wenn dabei auf verschiedene Seiten aus dem Ausland hingewiesen wird samt Artikel, ist das daher aus mehreren Gründen wenig Hilfreich.
Meine Erwartungshaltung ist daher wenn es sich um eigene Texte handelt, unproblematisch. Die Erwartungshaltung mancher Rechtsabteilung dagegen sehr viel Problematischer. @all und wie schon erwähnt geht das überhaupt nicht gegen sie persönlich, falls sie den Eindruck hatten, sorry!
…..der Typ sieht ja richtig bescheuert aus….
Es ist immer wieder schön, derart fundierte und qualitativ hochwertige Kommentare zu lesen.
Also erstens braucht es immer einen, der das offensichtliche ausspricht (da Leute, die fundierter herangehen, daß einfach oft nicht sehen), und zweitens kann man von der Wahrheit nicht verlangen, subtil, schön oder ästhetisch zu sein, sondern einzig und allein, daß sie wahr ist…
Jetzt weiß ich, woher ich das Gesicht kenne!!!
Das ist Alfred E.Neumann von MAD und das ist bestimmt nur Satire, daß der der nächste Vize werden soll!!
Wenn er jetzt noch einen Hund hat, ist sein Äußeres vollkommend. “Gläubiger Katholik”? Kann ich kaum glauben.
Klar ist der “gläubiger Katholik”. Jesus hat damals ja auch die Umverteilung von Arm nach Reich gefordert und auch Rüstungsausgaben waren Jesus immer schon ein Herzensanliegen. Wer kennt nicht den Bibel-Spruch: “Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Mensch ohne Bankkonto ins Himmelreich kommt” oder “Wenn dir eine auf die linke Backe schlägt oder Dich schief ansieht, dann strecke ihn mit der Pump-Gun nieder”.
Bei solchen Katholiken braucht die Katholische Kirche sonst keine Feinde mehr.
Ich bin übrigens wirklich gläubige Katholikin und ich fühle mich von dieser Ami-Dumpfbacke ziemlich angepisst. Auf einer Skala von 0 (Christ) zu 10 (Anti-Christ) liegt Ryan bei 9,99.
WIDERWÄRTIG!
Sind Sie immer so rassistisch?
Wieso rassistisch? Wenn ich Markus Söder für einen Dumpf-Dödel-Bayern halte, dann ist das auch nicht rassistisch (ich bin ja selber aus Bayern – Ausnahmen bestätigen halt die Regel ;o).
@ Andrea
Meine Güte, ich hätte jetzt nicht gedacht das gläubige Katholiken/innen solche Sprüche klopfen können. Bist Du ganz sicher das bei Dir in der Kirche ein Jesuskreuz hängt?
Das ist mein heiliger Zorn ;o)
Jesus war ja auch nicht gerade zimperlich, als er die Geldwechsler im Zorn aus dem Tempel gejagt hat.
Nee, aber im Ernst – ich bin gläubig und mich kotzen Menschen an, die ihre Pseudo-Religiosität wie eine Monstranz vor sich hertragen und sich im echten Leben benehmen wie die Wildschweine (@ Wildschweine: Sorry). Was Ryan absondert, das ist die reine Blasphemie.
Es ist zwar ein Spruch von Erich Kästner, aber er könnte genausogut von Jesus sein: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!”.
Ach und nochwas: Ich fühle mich verbunden mit Menschen, die ein Herz für die Armen, die Kranken, die Schwachen und die Alten haben. Ob das nun ein Atheist oder ein Moslem, ein Hindu oder sonstwas ist – mir egal. Sauer werde ich, wenn jemand behauptet Katholik zu sein und dann einen solchen sozialdarwinistischen Riesen-Scheißdreck von sich gibt, denn das ist das blanke Gegenteil von dem, was Jesus wollte.
Sehr gut , sehr gut, sehr gut… :-)))
Wenn es mehr solche Katholiken gäbe, wäre das Armageddon noch fern.
Siehe auch das wunderschöne Buch “Gott bewahre” (Wo Jesus in unseren Tagen das zweite Mal auf die Welt kommt).
Aber mit dem, was Du da aus dem Herzen schreibst, hast Du doch den katholischen Boden längst verlassen — z.B. heiliger Zorn steht dem einfachen Gläubigen ohne Zustimmung des Papstes doch wohl kaum zu?
Zwar ist das, was Du da schreibst, passend zur reinen Jesuslehre, aber doch ganz bestimmt nicht mehr kompatibel zum verankerten Christentum, oder? Denn die etablierten christlichen Sektenführer halten es und hielten es immer mit den Mächtigen, und daß in ihrem Namen “christliche” CDU-Politik gemacht wird, regt auch niemanden so richtig auf.
Aber Du hast mir mit Deinem Posting eine große Freude gemacht, denn eigentlich rechnet ja niemand mehr mit Katholiken, die Jesus bzw. seine spirituelle Essenz noch ernst nehmen.
(Muß mich jetzt bremsen, sonst träume ich noch von 100 000den flammenden urchristlich eingestellten Katholiken, die mit dem Kreuz voran, den Berliner Regierungssitz stürmen und die Banker aus ihren Tempeln treiben.
Hach— schön wär’s…
@Andrea
Danke für die Resonanz und weil Du Erich Kästner erwähnt hast ein Gedicht vom Meister:
M.E. hat Erich Kästner die Kirche aber nicht die Menschen verachtet, auch nicht die dummen, gierigen und verblendeten. Und ich nur so herum wird die Welt rund!
Erich Kästner – Die Welt ist rund
Klar, nur eventuell falsch herum… :-)
….na ja….wenn er dann irgendwann doch mal fremdgev….hat…lach….dann viel Spass……..
“Dazu ist er gläubiger Katholik und öffentlich bekennender Familienmensch, was bei den Amerikanern immer gut ankommt.”
Dann wird er wohl bald raus sein aus dem Wahlkampf; der hat doch sicher mal irgend eine Praktikantin vernudelt…
Ist ja ein Sasse – lohnt sich das Lesen?
Die “ameikanische Demokratie” ist nichts anderes als ein Kasperle-Theater und ist ebenso aufregend wie die Geschichte um Pussy Riots-Mädels.
@Truvor
Na, diesen Pussy-Riot-Artikel fand ich schon recht aufregend:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37430/1.html
@schwitzig
Tatsächlich (Danke dafür), ein sehr sachlicher und aufklärerischer Artikel.
Denn hier im Westen schreibt man (Mainstreammedien) nur lauten Müll darüber.
Nochmal Danke !
der erste Teil ist interessant, danach wird er dann sehr pauschal und unsachlich – schade.
Aha, die USA sind ein Sozialstaat, ist ja ganz was Neues. Und die 40% Ausgaben kommen aus derselben Quelle wie die für die Rüstung ? Dann frag ich mich allen Ernstes, wo dann die riesigen Müllhalden herkommen, die vormals große Industriestädte waren, das Beispiel Detroit dürfte hierzulande wohl das bekannteste sein.
Liegts aber vielleicht auch daran, daß man Angst davor hat, daß sonst die eine oder andere der Millionen im Privatbesitz befindlichen Schusswaffen sonst in Amtsstuben, Parlamenten oder Privatwohnungen der Beteiligten mal vorbeischauen würde ? Und daß es letztendlich billiger kommt im Vorfeld ein paar Dolares locker zu machen um die Auswirkungen der gewaltigen Produktionsauslagerungen der letzten Jahrzehnte zu kompensieren ?
MfG
Die USA haben eine Arbeitslosenzahl beinahe wie 1929. Was sind da 40 Prozent für Sozialausgaben? Sowieso, diese Zahl würde ich doch sehr bezweifeln. Jeder Staat hat sein eigenes Budget, und selbst wenn man alle Budgets zusammenlegt und davon 40 Prozent rechnet, heißt das nicht, dass in den USA die Arbeitslosen verwöhnt werden, viele können sich zum Beispiel keine eigene Wohnung mehr leisten und kampieren in Pkws. Obamas Gesundheitsreform erfasst auch nur einen Teil der ärmeren Bevölkerung. Ich frage mich allen Ernstes, wo hier der am knappsten Rechnende am Sozialbudget noch streichen will.
Will er die Ärmsten mit der Hoffnung auf das Paradies ruhigstellen?
73 Jungfrauen werden wohl zum kriegsentscheidenden Vorteil. Auf lange Sicht zumindest :)
USA, Trümmerhaufen. Bin seit 20 Jahren so c.a 2x im Jahr dort. Beruflich und privat. Das Land verlottert übelst.
Har har, auf die Ewigkeit gerechnet ist die Anzahl der Jungfrauen eindeutig zu niedrig! Und im übrigen sind ja auch nur 72. Damen. ;-)
Die USA müssen eine drauflegen um mit der “Konkurrenz” mithalten zu können. Bei Jungfrauen im Paradies zu sparen ist der falsche Ansatz….auwei ich merke dass das nun definitiv chauvinistisch war …aber es musste raus {sorry}
Angelehnt an “Das feministische Quartett” empfehle als Abhilfe dringend die Anschaffung eines Chauvi(spar)schweins, quasi sozusagen als Ablasshandel! Bei ganz pösen Zoten die raus müssen darf man sogar schon vorher 3€ rein schmeißen. ;-)
John „Cactus Jack“ Garner, Vizepräsident unter Franklin D. Roosevelts, soll mal gesagt haben, dass sein Amt keinen Napf warmer Spucke wert sei. Da muss wohl auch was dran sein, allenfalls kann ein Präsidentschaftsbewerber mit der Ernennung eines Schattenvize Symbolpolitik betrieben. Und die sieht bei Romney augenscheinlich so aus, dass er mit Paul Ryan die Teaparty- Bewegung besser an seine Person binden möchte. Demnach besteht keine direkte Gefahr für Obama, denn potentielle Anhänger/ innen derselben würden ihn so wieso nicht wählen. Vielleicht erleichtert diese Personalie den Wahlkampf von Obama womöglich, denn Romney macht sich, wie im Artikel schön beschrieben, ja auch angreifbar durch die extremen Positionen von Ryan.
Im übrigen könnte es auch sein, angezeigt durch die geringe Wahlbeteiligung von 50 bis 60%, dass es viele US Amerikaner gar nicht interessiert welche Person den Präsidenten oder dessen Vize abgibt. Und wir es, da wir nun mal als Teutsche überhaupt nichts zu kamellen haben, es besser genau so machen sollten, zwecks Schonung der Nerven und der Illusion der Mensch wäre im Grunde ein vernunftbegabtes Wesen.
Ford ist vermutlich anderer Ansicht …
Der amerikanische Vize-Präsident hat nur eine einzige Aufgabe, nämlich in seinem Büro mit hinter dem Nacken verschränkten Armen und auf seinem Schreibtisch liegenden Beinen auf den Tod seines Präsidenten zu warten!
Seine politische Rolle tendiert gegen Minus, insofern sollte man diese Nominierung nicht allzu ernst nehmen!
Das mag Dick Cheney anders sehen.
Womöglich weil er in Besitz der Funkfernsteuerung war, mit der Georgie Dabbelju II gesteuert wurde? ;-)
Quelle
Sind wir für Kenntnis zu Cheney auf Lyndon LaRouche / “BüSo” angewiesen?
Vor der Beantwortung dieser Frage sollte abgeklärt werden, ob die Antwort ernsthafte oder humoristische Kriterien erfüllen soll? Im übrigen verweist der hyperlink auf das Sunday Times Magazine, und so abgedreht ist BüSo m.E. nicht das sie Zitate fälschen. Aber ansonsten würde ich persönlich die eher im zweiten Fall bemühen.
www_solidaritaet_com/neuesol/
ist nicht Sunday Times Magazine
@Granado
Wenn ich geahnt hätte welchen Sturm im Wasserglas der Gag auslöst, hätte ich nicht verlinkt, trotzdem ist der kritisierte Link ein einziges Zitat und darunter steht klipp und klar:
Gruß
Es wird eng für Obama und besser ist die Wahl auch nicht…
Die hätten gleich Ron Paul gegen Obama aufstellen sollen.
Da hätten die Rechten wenigstens einen echten Idealisten gehabt.
Zum unsäglichen Machwerk, das dieser feine Mr Ryan da an seine armen Mitarbeiter verteilt, gibt es hier zwei wohlverdiente Demontagen
http://www.monbiot.com/2012/03/05/a-manifesto-for-psychopaths/
http://www.thenation.com/article/garbage-and-gravitas
Zum Glück ist der Einfluss der “Autorin “auf europäische Gefilde eher gering. Nichtsdestotrotz haben sich -leider- wohl alle entwickelten Industriestaaten (und etliche Entwicklungsländer sowieso, der IWF lässt grüßen!) in Richtung “Galt’s Gulch” entwickelt.
Übrigens ist die Bezeichnung “Erzliberale” als Eindeutschung für die ultrarechten Libertarians eine ungemeine Beleidigung für alle Liberalen, die sich eher an Mill, Rawls oder Berlin orientieren.
´´Was bewog Romney, einen solchen Extremisten zu seinem Vizrepräsidentschaftskandidaten zu machen?´´
Akuter Mangel an ´´Hefe des Denkens´´
http://www.hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2011/01januar/s03_0111_kommentar.php
Wenn ihr genau schaut,
könnt ihr auch die Spinnweben hinter den Augen erkennen.^^
Mfg
Stefan mir fehlt, dass Ryan kein “Sparpolitiker” ist. Sein ganzer Plan ist einfach total irre.
-Alle seine Zahlen basieren auf der Annahme, dass eine Arbeitslosenquote von 2,8 % erreicht wird. Vollbeschäftigung in den USA liegt so bei 4 %.
http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2011/04/facts_and_figures
- Der “Spar”-Plan wirkt planlos, da er das Steueraufkommen bis 2022 um $4,6 Billionen (ja deutsche Billionen also englische Trillions) reduziert. Nichtgenannte (Zauber)loopholes sollen die tax revenue aber nicht sinken lassen… I call bull shit!
http://www.taxpolicycenter.org/numbers/Content/PDF/T12-0075.pdf
Ich denke daher der Angriff auf die Grausamkeit des “Plans” der falsche Weg ist. Der Plan ist völliger Unfug. Hingekackte Phantasiezahlen nichts weiter.
Für die Republikaner ist seit Reagon Medicare/aid der Teufel. Damit kommen sie jedes Wahljahr wieder. Darauf hinzuweisen, dass das grausam ist hilft eher den Republikanern, da sie ja “harte” Einschnitte fordern. Ich würde folgendes hinzufügen: “Ryan ist nichts als ein Dummschwätzer, der mit seinem ‘Plan’ bewiesen hat, dass er keinerlei Ahnung hat, wie ein Staat funktioniert und daher völlig ungeeignet ist als VP Kandidat.” (Dann die obigen Phantasiezahlen dazu und dann weiß jeder, woran man bei Ryan wirklich ist)
Das ist IMO der richtige Weg.
Ayn Rand? Dazu sagt dieser xkcd-Comic eigentlich schon alles: http://xkcd.com/1049/ ;)
Und weil es so schön zu Paul Ryan passt: http://xkcd.com/1062/
Amuesante Diskussion hier, aber etwas inhaltsarm, mit wenigen Ausnahmen. Liegt vermutlich daran, dass der Artikel selbst eher duerftig ist: “Ryan ist aus radikaler Ueberzeugung fuer small government, und das ist eher gut fuer Obama”. Aha. Und, weiter?
@mod:
Anfangs so ein Aufstand wegen eines englischsprachigen Links, und dann wird ein Link zu BueSo nicht geloescht? Muss ich das verstehen?
wer ist denn BueSo? Es geht um Urheberrechte und am Ende spielen datenschutzrechtliche Bedenken eine viel größere Rolle, verstehen tue ichs auch nicht, zum Bundestrojaner hier lang:
http://netzpolitik.org/2011/ccc-uber-das-innenleben-des-bundestrojaners/
kapier ich nicht, was das rechtliche Problem mit der Verlinkung ist. Muss ich ev auch nicht.
BueSo ist eine/ gilt als rechte Politsekte, tendenziell antisemitisch, und daher sicher keine respektable Quelle, fuer die hier geworben werden sollte.
Das ist jetzt das 3 oder 4 mal das sie auf BueSo (BüSo?) hinweisen unter dem Vorwurf das der Link von denen nicht gelöscht wurde. Wenn ich sie richtig verstanden haben?, zudem bin ich von Natur aus Neugierig und will jetzt wissen was sich dahinter verbirgt. Antisemitisches hab ich dort noch nicht gefunden aber etwas zu finden wäre nicht schwer? Etwa ein Buch von Grass in ihrem Bücherregal. Zu Frau Zapp Larouche und deren Bestreben nach einem neuen Bretton Woods System ist es der Name, “Bretton-Woods“ der diese Seiten aufwertet, sonst stehen da Inhaltlich nur wirre Sachen, wie die Rückkehr zur DM. Das Problem mit Texten aus Seiten an denen sie keine Rechte haben kann Problematisch werden wenn z.B. die Zahlen die im Artikel verwendet werden, die womöglich durch in Auftrag gegebene Umfragen oder Auswertungen zu Stande gekommen sind und deren Teile sie veröffentlichen, ohne Rechte an diesem Artikel zu besitzen, kann es teuer werden, vordergründig, denn dabei muss es sich nicht nur um ein rein finanzielles Problem handeln, auch der evt. Zeitaufwand im Schadensfall, wie etwa durch E-Mails hin und her und kreuz und quer im Vorfeld ist Geldwert.
@wschira, sollte ich mich dann als Moderator kenntlich machen wenn ich als User diskutiere? Denke das es ausreicht wenn ich als Moderator dass so handhabe und “zensiere“, wie vor 4-5 Tagen die zwei Absätze aus US-Seiten in einem Kommentar von salvo ist wahrlich nicht viel und dazu habe ich meine Gründe dargelegt. Zudem hält sich die Mehrheit der Kommentatoren im Spiegelfechter an Regeln und Umgangsformen die ein Miteinander, auch außerhalb des Bloggs erst ermöglichen. Aber Teilnehmen an einer politischen Diskussion möchte ich trotzdem, es ist wichtig wie ich meine und bisher hat das auch ganz gut funktioniert. Obwohl als User könnte ich mich selbst zensieren und umgekehrt. Das sollte Anne will mal machen, allen ein schönes Wochenende!!
Nein, das erste Mal. Bitte informieren Sie sich ueber BueSo (ich habe hier keine dt Tastatur), und zwar nicht nur auf deren eigener Seite, wenn Sie die bisher nicht kennen – das sollte eigentlich ab einem gewissen Niveau politische Allegemeinbildung sein!
Sorry, aber Mod ist Mod und Diskutant ist Diskutant. Wenn Sie mitdiskutieren wollen, machen sie bitte kenntlich, dass sie jetzt NICHT als Mod schreiben – oder besser, legen Sie sich einen account zu. Ein Post wo oben “Mod” druebersteht wird anders wahrgenommen als die anderen, und das zu vermischen geht gar nicht!
Nein, ich habe einmal darauf hingewiesen, dass auf die BüSo verlinkt wurde. Und du solltest dir wirklich Kenntnis verschaffen, was es mit der LaRouche-Bande auf sich hat.