Sieg des Populismus
geschrieben am 26. September 2009 von Spiegelfechter
Die G-20 ernennen sich zur neuen Weltregierung und Angela Merkel feiert sich selbst
Zum dritten Mal in diesem Jahr trafen sich die Mächtigen der Welt, um ihre Maßnahmen gegen die Folgen der Finanzkrise abzustimmen. Zum dritten Mal gingen sie allerdings auch wieder auseinander, ohne konkrete Maßnahmen zu beschließen. Das Abschlusskommunique von Pittsburgh enthält keine tiefgreifenden Reformen, die den Kasinokapitalismus in geordnete Bahnen bringen könnten, dafür umso mehr butterweiche Formulierungen und Nebensächlichkeiten. Wollte man zu Beginn des Jahres noch das Weltfinanzsystem neu erfinden, arbeitet man sich heute auf dem Nebenkriegsschauplatz der Bankerboni ab. Was als Komplettsanierung des maroden Hauses geplant wurde, ist zu einer Diskussion um die Farbe der neu gestrichenen Fensterläden verkommen. Die Spekulanten im Kasino dürfen aufatmen ? ihr Spiel darf weitergehen.
Wenn man Finanzexperten und Volkswirte zu den Ursachen der Finanzkrise befragt, so landet das Bonussystem der Banker meist auf den hinteren Rängen. Zwar haben sich Anreizstrukturen, die üppige Bonuszahlungen für kurzfristige Buchgewinne ermöglicht haben, als Brandbeschleuniger herausgestellt, Brandursache waren sie jedoch nicht.
Natürlich ist es ehrenwert und löblich, wenn hier künftig die Anreizstrukturen auf langfristige Erfolge umgestellt werden sollen ? ob dies überhaupt in dieser Form geschieht, darf indes bezweifelt werden. Wie der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner bereits bemerkte, soll es sich bei den verabschiedeten Regulierungen der Bonussysteme um nationale Richtlinien handeln. Welche Regulierungen konkret ergriffen werden, ist dann vor allem Sache der nationalen Regierungen. Der Einfluss der Bankerlobbys, die bereits im Vorfeld des Gipfels offen mit ihrem Abzug aus den nationalen Finanzzentren drohten, wenn ihre Boni stärker beschnitten werden, als in anderen Ländern, lässt hier kaum tiefgreifende Reformen erwarten.
Managergehälter und Bankerboni sind nicht die Krankheit des Finanzsystems, sondern lediglich ein Symptom. Sie haben allerdings den Vorteil, dass sie für breite Bevölkerungsschichten wesentlich leichter zu greifen sind, als beispielsweise komplexe Eigenkapitalvorschriften und Risikostrukturierungsmodelle. Wenn Angela Merkel und Peer Steinbrück gleichzeitig wirkungsvolle Finanzmarktregulierungsmechanismen fordern, und die Regulierung der Bankerboni als Erfolg auf diesem Gebiet verkaufen, so merkt man, dass Wahlkampf ist.
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Apropos Finanztransaktionssteuern und paradoxe deutsche Initiative: http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E3E49CC06013A4F1FB1260DDE7324F518~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Man munkelt, dass der Lord dadurch lediglich seinen Unmut über s.g. moderne Finanzindustrie zum Ausdruck brachte. Ähnliches gilt wohl auch für D.
Bonussysteme & Kosmetik bei den Eigenkapitalrichtlinien der Banken; wenn man sich das Ausmaß der globalen Krise vergegenwärtigt sind diese Ergebnisse ein Witz und ein Hohn für alle Betroffenen v. a. in dern ärmeren Ländern. Dass man sich auf Randthemen wie Boni fukussiert zeigt wie Augenwischerei betrieben wird um Handlungsfähigkeit und Handlungswillen vorzutäuschen. Ein Thema für das dringend (besser gestern als heute) eine Lösung gefunden werden muß, sind die Spekulationen auf Lebensmitteln auf den int. Märkten. Plötzliche, durch Spekulationen ausgelöste Kursschwankungen, etwa bei Reis (Grundnahrungmittel für nahezu 4 Milliarden Menschen), resultieren in Hunger und Tod für Hundertausende der Ärmsten der Armen. Dies ist nichts anderes als Massenmord aufgrund von Gier. Hier muß sofort gehandelt werden. In den Medien und der Agenda des Gipfels findet man das Thema aber leider nicht.
Sehr treffend, aber die Pointe könnte schärfer ausfallen, etwa so:
?Managergehälter und Bankerboni sind nicht die Krankheit des Finanzsystems, sondern lediglich ein Symptom. Sie haben allerdings den Vorteil, dass sie für breite Bevölkerungsschichten …?
so leicht verständlich sind, wie im Mittelalter die Verbrennung von Hexen.
In der Tat, wir hatten nie eine Finanzkrise, sondern nur eine stinknormale Krise des Kapitalismus, die zum freien Marksystem wie der Regen zur Wolke gehört:
Die Oberflächlichkeit der [bürgerlichen] politischen Ökonomie zeigt sich u.a. darin, dass sie die Expansion und Kontraktion des Kredits, das bloße Symptom der Wechselperioden des industriellen Zyklus, zu deren Ursache macht. Karl Marx
@ 3 “Wechselperioden”, soso.
Es geht um die ständige Suche nach Neuschuldnern, die auf Grund zurückgehaltener, anwachsender Guthaben (auch auf deinem und meinem Konto) eine steigende Kreditsumme aufnehmen müssen – und nicht um periodische Schwankungen.
Gruß!
@ tar / 4
Schon aus dem alten Testament wissen wir, dass bereits damals die Wucher ständig auf der “ständigen Suche nach neuen Neuschuldnern” waren, aber
- weder damals
- noch mehrere Jahrtausende danach
gab es keine ökonomischen Krisen. Sie gibt es erst seit etwa zwei Jahrhunderten. Aber woher könnte man das alles wissen … nicht war? Soso …
Betrachten wir es distanziert und chronologisch:
Akt 1) Vor noch ein paar Jahren galt jeder als ein totaler Dummkopf, der sich nur rein abstrakt vorstellten konnte, dass es in dem postmodernen Kapitalismus je eine Krise geben könnte;
Akt 2) Seit einem Jahr wissen wir, eine katastrophale Finanzkrise kann doch passieren, aber eine klassische Totalkrise des Kapitalismus, völlig ausgeschlossen …
Akt 3) Fortsetzung folgt
Der Ökonom mit dem Hammer
@Systemfrager
So, so, es gibt diese Kriesen also erst seit 200 Jahren.
Du bist mir aber ein schoener Althistoriker.
Derartige Kriesen gab es schon immer, nur wurden sie in der guten alten Zeit drastisch Bekaempft.
Schau Dir mal die Endzeit der roemischen Republik an. Damals hatte sich eine kleine Gruppe Superreicher herausgebildet, waehrend die Masse des Volkes der Verarmung preisgegeben war (Kennt man irgendwie).
Das Problem wurde dann mit der Proskription geloesst:
Die betreffenden Herrschaften wurden als rechtlos ausgeschrieben und liquidiert!
Womit dann auch ihre Ansprueche erloschen und die Schuldner entschuldet wurden.
PS: Fettschreibung fuehr, wie Bruellen, nicht zu besseren Argumenten.
@ Goldener Reiter
Wenn du über ökonomische Krisen sprichst, dann tust du es als ein Fachökonom (terminus technicus) oder als ein fleißiger und begnadeter Bildleser? Nichts für ungut. Man muss das wirklich im Voraus wissen.
@Systemfrager
Glaubst Du, dass Deine Unwilligkeit zur sachlichen Diskussion beeindruckt?
@ Systemfrager
In einem Punkt hat @Goldener Reiter recht.
Die Krisen hat es schon praktisch immer gegeben (ein paar Russen haben vor kurzem ein Buch (im Zusammenhang mit “Kondratjewschen Zyklen”) darüber geschrieben).
Die heutigen Ökonomen (auch Kondratjew) interessieren sich aber mehr für die moderne Zeit (seit Ende des XVII Jahrhunderts, Kapitalismus-Ära).
Man kann Krisen nicht vergleichen. Früher gab es Krisen aus Not und Mangel, z.B. bei Umweltkatastrophen, Missernsten, weil der Krieg alles kaputt gemacht hat oder ein Herrscher alles verprasst hat. Im Kapitalismus gibt es keine Versorgungskrise sondern eine Verwertungskrise, keine Krise der Produktion sondern des Verkaufs, wenn ein Überfluss an Waren einer Heerschaar von armen Leuten gegenübersteht, die sich das Zeug nicht kaufen können.
Heutzutage hat sich das alles noch ein wenig verschärft, weil produziert wird, um Kredite zu bedienen und aus Finanzprodukten eine rentable Anlage zu machen. Davon ist alles abhängig gemacht. Am Ende werden die Leute arbeitslos und hungern, weil eine CDO keinen Käufer mehr gefunden hat.
Naja, aber die Unternehmer sind ja schon fleißig dabei bzw. stehen in den Startlöchern, sich mithilfe von Massenentlassungen und Lohnkürzungen aus der Krise zu sanieren. Und die Leute gehen brav wählen.
@ Truvor
Es gab schon immer “schlechte Zeiten“, die manchmal schlimmer waren, als manche ökonomischen Krisen der freien Marktwirtschaft. Aber “ökonomische Krisen” gibt es erst seit zwei Jahrhunderten. r.surfer hat dies fast definitorisch präzise erfasst.
Es handelt sich im Grunde darum, dass eine Wirtschaftsordnung nach einer Zeit des erfolgreichen Funktionierens einfach kollabiert, auch wenn die natürlichen (produktionstechnischen) und politischen Umstände unverändert geblieben sind.
@r.surfer
Die von Dir beschriebene “Verwertungskriese” war genau die Situation Roms vor Beginn des Prinzipats.
Die “Versorgungskriesen” hat es natuerlich gegeben, aber eben nicht nur.
Auch die unter den Faktoren, die zu den Bauernkriegen gefuert haben, ist eine “oekonomische Kriese”.
In einem Punkt stimme ich mit Systemfrager nicht überein. Die Marktwirtschaft bricht nicht von sich aus zusammen. Das sieht man ja gerade, dass die Gewinneinbrüche auf brutalste Weise wegsaniert werden, mit Massenentlassungen und Lohnkürzungen.
@Goldener Reiter
Mag sein, ich bin kein intimer Kenner der Zeit, vielleicht kannst du da ja noch mit Details aufwarten. Fest steht aber, dass in der freien Marktwirtschaft Krise nicht ist, wenn 5 Millionen Leute arbeitslos sind und nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, sondern Krise ist, wenn Spekulanten und Firmen nicht mehr so viel verdienen, wie sie gern täten. Und schlecht verdienen tun sie nicht, weil sie es nicht mehr schaffen, genug Autos und Kühlschränke zu bauen, sondern weil sie ZUVIEL von dem Zeug produziert haben – gemessen an der beschränkten Zahlungskraft der Leute, die das Zeug brauchen, aber wenig oder kein Geld verdienen, weil die gleichen Leute, die ihnen ihren Kram verkaufen wollen, sie betriebsintern als wegzurationalisierende Kostenfaktoren behandeln. Das ist ein kapitalistischer Grundwiderspruch und der Grund, warum der periodisch immer wieder in die Krise kommt.
Auch vor dem Kapitalismus gab es viele arme Menschen, aber nur selten inmitten eines schrankenlosen Überflusses, der sie zwar gut ernähren könnte, von dem sie aber mangels Geld ausgeschlossen sind. Insofern ist die kapitalistische Krise die zynischte aller Krisen.
Auch wenn ich die Verfasser folgender Zeilen nicht vorbehaltlos unterstütze, hier treffen sie was:
Die Krise lässt den Gegensatz von Wert und Gebrauchswert noch deutlicher hervortreten, etwa im Bild des amerikanischen Polizisten, der durch ein verlassenes Haus patrouilliert, um sicherzustellen, dass seine bankrotten Bewohner tatsächlich ausgezogen sind und nun unter einer Brücke oder in einer der vielen neuen Zeltstädte ihr Dasein fristen. Eine Gesellschaft, in der die bewaffnete Staatsmacht dafür sorgt, dass ein Haus seinen menschlichen Zweck nicht erfüllt, ist offenkundig verrückt, und sobald die Proletarisierten im Bild dieses Polizisten das Wesen der Gesellschaft erkennen, könnte die Geschichte eine unerwartete Wendung nehmen.” (Kosmoprolet No2)
@r.surfer
Details ist gut. Dazu muesstest Du Dich schon selbst ein Bild durch Lektuerestudium verschaffen.
Vereinfacht gesagt:
In der Mitte des 1. Jhd. vor Christus war der Grundbesitz in Rom in den Haenden der Oberschicht konzentriert. Durch Mitzinsen stieg deren leistungsloses Einkommen. Die arbeitende Bevoelkerung musste Schulden aufnehmen, wass durch die Schuldzinsen die Lage weiter verschaerfte. Abarbeiten der Schulden war auch nicht moeglich, weil z.B. Handwerker immer schwerer zahlungskraeftige Kunden fanden. Mieter konnten ihre Mieten nicht zahlen und wurden daher aus den Wohnungen geschmissen. Um die Mietskasernen “rentabel” zu halten, wurde an der Instandhaltung gespar, was zu Haeuserzusammenbruechen fuehrte. Auch die Fabriken hatten Absatzprobleme. Fabriken, bzw. fabrikaehnliche Produktionsstaetten (Liquamen, Amphoren), gab es damals ja vereinzelt auch schon.
Die ganze Situation barg verstaendlicherweise gehoerigen sozialen Sprengstoff und beguenstigte eine instabile Politische Lage (Marius, Sulla, Catilina). Letztlich waren die Verarmten dann auch das Rekrutierungspotential fuer Caesar, der seinen Legionaeren ja vor allem Land in den noch zu erobernden Gebieten versprach.
Geloest wurde das Grundproblem dadurch nicht. Das geschah erst im Buergerkrieg nach Caesars Tod, duch die beschriebene Proskription. Die diente natuerlich vor allem als Mittel , politische Gegner loszuwerden. Allerdings bewirkte sie auch, durch den Tod mehrerer tausen Buerger aus der Oberschicht und oberen Mittelschicht, die Loeschung gewaltiger Schulden. Damit war dann auch die soziale Problematik (fuer ein paar Jahrzente) aus der Welt geschaffen.
Aehnliche Erscheinungen, mit der Verarmung des Volkes gab es aber auch in der Kaiserzeit immer wieder.
Zu deinem Kriesenbegriff:
Das ist die klassische Unterkonsumtionskrise.
Die einzige Form von oekonomischer Krise ist das aber nicht.
Auch Massenarbeitslosigkeit an sich, selbst wenn sie durch Sozialleistungen (Brot und Spiele) ist kritisch, da sie disfunktional ist. Ob man dass dann als “oekonomische Krise” bezeichnetl, oder vielleicht nur als “Ineffizienz” umschrieben sehen will, ist letzlich eine ideologische Frage.
An den realen Problemen aendert sich dadurch nichts.
Guter Artikel, verständlich und prägnant!
Bedenklich ist wirklich das Gefasel von der “Ökonomischen Weltregierung”. Da hat man in den erlauchten Club der großen Wirtschaftsmächte einige Schwellenländer aufgenommen und will nun dem Volk weismachen, G20 würde die Welt repräsentieren. Dass eine solche Oligarchie der großen Industrienationen mehr Schrecken als Hoffnung für die armen Länder dieser Welt darstellt hast du richtig angemerkt. Mit global sozialem und verantwortlichen Denken hat G20 nichts am Hut, der Club soll lediglich der besseren Durchsetzung nationaler Egoismen dienen.
http://www.polit.nnov.ru/2009/09/26/glob5ethronolog26/
@ name
Ich lese es gerade:
http://www.ruska-pravda.com/index.php/view-details/ekonomika/19-dzhon-perkins.-ispoved-ekonomicheskogo-ubijtsy.html
@ Truvor
Übersetze es bitte, du kannst es bsstimmt besser (und viel schneller):
“??? ????? “????????????” ??? ???????????? ???? ???????????? ??????????: ????????? ???????????, ?????????????, ?? ???? ?????? ?????? ?????? ? ????????, ?????? ?? ?????? ????? ?????????? ????? ????????? ?????? ?????. ??????? ?? ??????? ??? ???? ??????: “?? ??????, ????? ??????? ? ???? ???? ? ????, ??????????? ? ??????!” ?????????????? ??????? ? ?????: “?????, ? ??? ?????????? ?? ?????? ???????” ??????? ????? “????????” ???????? ????????? ??????????? ? ?????. ? ??? ??????????? ?????? ?????? ?? ??????? “???????”, ??????????” ? “????????????? ?????????”.
“??????????? ??? ? 21 ???? ???????? ?????? ? ????????????? ??????????? ???????? ???? “?????????????? ??????????” ??? ?????????? ???????????? ??????????????? ?????? ??? ?? ???????? ???????? ?? ????????? ???????????????? ????????? ????, ?????? ????? ?????????? ??????? ? ?????????? ????????”.
@ Systemfrager #20
“Bei dem Wort “Globalisierung” erinnere ich mich an eine politische Karikatur: Spanische Eroberer, Konquistadoren, im ganzen Glanz ihrer Waffen und Ausrüstung, hoch zu Roß (bzw. auf ihren Kampfpferden) erscheinen vor den Einheimischen der Neuen Welt. Die Schrift auf dem Wölkchen über ihnen lautet: “Wir sind gekommen, um uns mit Euch zu unterhalten über den Gott, die Zivilisation und die Wahrheit!” Entmutigte Einheimische antworten: “OK, und was wollen Sie eigentlich wissen?” Heute auf dem Platz der “Einheimischen” befinden sich die Bürger von Afghanistan und Irak. Zu ihnen kam die Zivilisation mit den Worten “Freiheit”, “Demokratie” und der “Internationale Terrorismus”.
“Angekündigte von den USA im 21 Jahrhundert Doktrin des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus scheint nur als eine “Informationsabschirmung” für die Realisierung der historischen, geopolitischen Plänen der USA von der militärischen Kontrolle über die Hauptölförderreigionen der Welt zu sein, vordergründig (bzw. an erster Stelle) am Persischen Golf und der Kaspischen Region”.
@ Truvor (21) / danke ;-)
@ 5
Die ökonomischen Krisen wurden bisher durch die Bank weg mit Eroberung und Unterdrückung ‘gelöst’, da anderenfalls der Staatsbankrott ins Haus stand. Der Goldene Reiter hat zurecht auf das Römische Imperium verwiesen.
55 vor Christus – CICERO zu seinen römischen Landsleuten:
“Der Staatshauhalt muss ausgeglichen sein.
Der Staatsschatz sollte wieder aufgefüllt werden.
Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden.
Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden.
Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Statt nicht bankrott gehen soll.
Die Leute sollen wieder lernen, zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.”
Dann das Elend nach 200 n. Chr., als im ganzen Imperium jeder civis Romanus wurde, Rom es aber nicht schaffte, neue Tribute zu generieren und so zur Münzverschlechterung greifen musste (Galienus schafft sogar den Sesterz ab).
Der Staat hatte immer weniger Steuern, um seine Infrastruktur und sein Militär zu bezahlen, trotzdem war Land im römischen Kerngebiet (Italien) zumindest bei Söldnern immer noch sehr begehrt.
Wenn das mal keine ökonomische Krise war…
Interessant wird es, wenn wir das auf heute übertragen…
Gruß!
Noch ein Mal zur Finanzmarktsteuer:
http://www.project-syndicate.org/commentary/steinbruck1/German
:p
Alle Menschen sind schlau, nur einige vorher und alle anderen hinterher.