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  • NDS Videopodcast 12/03 Wer profitiert von den Rettungspaketen?

    geschrieben am 14. Dezember 2012 von Spiegelfechter

    In diesem Videopocast beantworten die NachDenkSeiten Fragen ihrer Leser. Heute geht es um die Frage, an wen in der Eurokrise eigentlich die Gelder aus den Rettungspaketen fließen.

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    Tags: Europa Finanzkrise Podcasts
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    92 Kommentare:

    1. Andreas schrieb am 14. Dezember 2012 um 09:49 - Permalink

      Man braucht sich nur die Verteilung von Vermögen/ Schulden anzusehen. In allen Ländern sind die Staaten bei einigen wenigen Reichen verschuldet.

    2. Natalie schrieb am 14. Dezember 2012 um 09:52 - Permalink

      Nichts für Ungut, aber diese Videopodcasts assoziiere ich mit einer Kindersendung, in der der allwissende Onkel den Kindern die Welt zu erklären versucht. . :-) Vielleicht bin ich da doch zu kritisch.

      • Spiegelfechter schrieb am 14. Dezember 2012 um 10:16 - Permalink

        Es wäre auch wenig sachdienlich, wenn ich Leserfragen beantworte und nichts erkläre.

        • TrooperCooper schrieb am 14. Dezember 2012 um 10:29 - Permalink

          Es würde dich aber zur Mitarbeit in den “Qualitätsmedien”, weiten Teilen der Wissenschaft und der Politik qualifizieren. :p

          • Eulenspygel schrieb am 14. Dezember 2012 um 20:45 - Permalink

            Jens hat doch schon längst seine Qualifikation.Kurz was anderes:Mein Opa Grubschke fragte mich kürzlich,ob ich denn wisse,wo das grösste deutsche Psychatrie Viertel(Anstalt)ist?

            • Mod schrieb am 14. Dezember 2012 um 22:28 - Permalink

              Und sie wussten es?

            • Eulenspygel schrieb am 15. Dezember 2012 um 20:51 - Permalink

              Antwort an Mod:Opa Grubschke und ich waren uns wieder mal einig.Sagen kann ichs natürlich nicht.Sonst hätt ich wohl die Verfassungsschutzonkels und Tanten an der Gurgel.Bis die Tage dann.

      • Mod schrieb am 14. Dezember 2012 um 10:28 - Permalink

        Der Beitrag verdeutlicht wie der Laden funktioniert und wer nicht weiß wie Geld funktioniert ist bei dem Beitrag sehr gut aufgehoben. Welche genauen Wege unser Geld macht wusste ich vorher auch nicht. Was vielleicht noch Interessant wäre zu erfahren, wohl aber nie erfahren werden es sei denn durch Zufall oder wir bekommen Politiker die tatsächlich für alle Bürger da sind, ist die Ausschüttung von Gewinn, Bonuszahlungen oder Provisionen der Mitarbeiter von Banken oder Versicherungen, die Aktiv an den Entscheidungen und gefassten Beschlüsse der EZB beteiligt sind und/oder waren.

        Die Gesetze schreiben diese Banken ja selber und in Deutschland sieht das dann so aus:

        “Die Versicherungswirtschaft hatte die Änderung verlangt. Sie soll zur mittelfristigen Stärkung der Unternehmen dienen, von denen eine ganze Reihe durch die dauerhaft niedrigen Kapitalmarktzinsen unter Druck stehen.”

        “Bei der Allianz habe man die Devise ausgegeben, Kunden gegenüber möglichst wenig über diese Änderung mitzuteilen.”

        http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:lebensversicherungen-versicherern-droht-kuendigungswelle/70116610.html

        Dabei dachte ich, ich höre wohl nicht richtig? Im TV gestern Abend wurde verbreitet das in Zukunft aber 95% der Kunden davon Profitieren würden, lächelte der nette Herr aus der Finanzindustrie den Zuschauer an.
        10 % jeder Lebensversicherung die zur Auszahlung ansteht wird einfach Kassiert und wie schon oft geschrieben, sind das alles erst die Anfänge dieses Raubzuges und wir sind live dabei!

        • Oscar schrieb am 14. Dezember 2012 um 23:13 - Permalink

          Der Beitrag verdeutlicht wie der Laden funktioniert und wer nicht weiß wie Geld funktioniert ist bei dem Beitrag sehr gut aufgehoben

          Mit Verlaub, aber wer etwas über “Geld” verstehen möchte, sollte diese Podcast auf keine Fall anschauen. Herr Berger schein eine sehr “eigene” Verständnis von Ökonomie zu haben.

          • HHarlekin schrieb am 15. Dezember 2012 um 01:07 - Permalink

            Das hätten Sie wohl gern?
            Bemerkungen wie Ihre machen das Video erst richtig interessant.
            Übrigens ist es was mich betrifft zu spät, ich habs gesehen, bin mit “Mod” einer Meinung, befinde es als qualitativ gut und inhaltlich zutreffend, und habe es deshalb auch ein paar Leuten verlinkt. Bin ich jetzt Ihrer Meinung nach “verdorben”? ;-)

            Grüße

            • Oscar schrieb am 16. Dezember 2012 um 18:45 - Permalink

              Dann haben Sie mein wohlgemeindes Beileid.

      • ola schrieb am 14. Dezember 2012 um 12:20 - Permalink

        So lange du uns nicht sagst, ob das BDM Bildchen da deine Person zeigt, bist du eh raus. Wenn ja, dann wirds allerdings mächtig interessant. Jaja, schon gut. :)

    3. Andreas schrieb am 14. Dezember 2012 um 10:40 - Permalink

      Der wichtigeste Punkt fehlt – man muß irgendwann mit Umverteilung anfangen. Am Anfang hieß es, Staaten müssen sich, wie ein Privathaushalt verschulden, wenn Einnahmen und Ausgaben auseinanderlaufen. Aber die Frage ist ja, wie man die Schulden wieder herausbekommt. Dabei geht es doch aber gar nicht darum, ob, wie bei Griechenland private in öffentliche Schulden umgewandelt werden, sondern darum, wie Schulden generell “verschwinden” können. – Eben nur dadurch, dass man genau den Reichen und Vermögenden was wegnimmt, denn anders geht es nicht! Wen trifft denn ein Schuldenschnitt bei GR jetzt? – genau, den Steuerzahler, die Reichen sind aus dem Schneider.

      • Jacques Roux schrieb am 14. Dezember 2012 um 12:22 - Permalink

        Der wichtigeste Punkt fehlt – man muß irgendwann mit Umverteilung anfangen.

        In der Tat, Verteilungsgerechtigkeit ist der zentrale Punkt. Eines sollte dabei aber auch völlig klar sein, die Profiteure der dramatisch zunehmenden sozialen Ungleichheit, werden “freiwillig” keinen einzigen Cent ihres Vermögens abdrücken (ganz im Gegenteil, die Profiteure treten zunehmend unverschämter auf), von wenigen löblichen Ausnahmen, sei es z.B. Warren Buffet oder der kleine Club deutscher Millionäre, die für eine stärkere Besteuerung der Reichen eintreten, einmal abgesehen.

        • Mod schrieb am 14. Dezember 2012 um 12:56 - Permalink

          Es gibt weder etwas zum Umverteilen noch brauchen wir die Wortschöpfung einer Verteilungsgerechtigkeit, warum deren Sprachen den Text schmückt kann ich nur mit Unterstützung oder Verfechter dieser Politik werten, weil sie nicht mal im Ansatz das Treffen oder Aussagen worum es eigentlich geht. In einer funktionierenden Gesellschaft müssen sich alle über Steuer beteiligen, jetzt ist es aber so das entgegen den Aussagen aus Politik und deren Versprechungen immer neue Gesetze beschlossen werden, die den Bürgern Geld entziehen und, oder besser weil Unternehmen im Steuerrecht durch die gefassten Beschlüsse immer mehr ausgeschlossen werden und sich nicht mehr an dieser Gesellschaft beteiligen.

          Beispiele Mietrecht und Versicherung um Aktuell nur zwei Gestern bekannt gewordenen Unrecht oder als Kriminell zu bezeichnende Gesetze zu nennen.

          Der Atomausstieg der keiner ist weil das Wort “Atomausstieg” nur dazu diente, durch neue Gesetze den Braunkohleabbau und den Bau von Braun und Steinkohle Kraftwerken zu verwirklichen. Die Verbrennungsanlagen in den neuen Kraftwerken sind veraltet und nur durch die Begrifflichkeit in den Verfahren zur Genehmigung, die allesamt auf einer angeblich und in Zukunft moderne CCS Filtertechnik, bei denen niemand weiß wie Gefährlich die CO2 Speicherung im Boden ist, wurden durch den “Atomausstieg” die Gesetze schnell geändert und die Kraftwerke so genehmigt.

          http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/Kohle.htm

          Die Zeche zahlen die normalen Verbraucher und Bürger und die bilden den größten Teil in einer Gesellschaft, die können sich im Vergleich zu Unternehmen und Großkunden jedoch nicht mit Steuertricks aus der Affäre ziehen. Umverteilen? Verteilungsgerechtigkeit? Es geht ans Eingemachte!

          • Jacques Roux schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:32 - Permalink

            “Es gibt weder etwas zum Umverteilen noch brauchen wir die Wortschöpfung einer Verteilungsgerechtigkeit”

            Sehr schade, noch nicht einmal Kuchen? Und dabei heißt es doch so schön:

            “Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen”

            • Mod schrieb am 15. Dezember 2012 um 11:29 - Permalink

              ““Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen””

              So sieht es aus, weder Brot noch Kuchen und das sind ja erst die Anfänge des ganzen Dramas in mehreren Akten, in anderen Foren fangen User damit an die getroffenen Entscheidungen der Politik nicht mehr mit zu tragen, es sind die selben, die den SPD Agenda Kurs unter Schröder unterstützten und dann mit der großen Koalition das Ganze auf ein gesundes Fundament stellen wollten, das klappte aber auch nicht so richtig und so standen und stehen zum Teil immer noch Menschen, die werden aber immer weniger, hinter der aktuelle Politik bis sie Plötzlich merken, das die getroffenen Entscheidungen jetzt auch sie betreffen.

              Das es bald kein Brot mehr gibt konnte man schon bei Bekanntwerden der Agenda sehen und von einer menschlichen Eigenart der Politiker sind sie wohl nicht in so starkem Maße ausgegangen, die Habgier und die damit verbundene Korruption durch Interessenverbände, die sich mittlerweile fast allesamt ihre Gesetze selber schreiben. Mit dem EU-Vertrag wurde das beginnende Drama wie in einem Drehbuch auf Papier geschrieben, wer sich immer noch nicht die Mühe macht deren Werke zu lesen ist es selber Schuld, der brauch sich dann auch nicht über die neuen Gesetze im Mietrecht ärgern, der qm darf mit ein paar Tricks 2 Euro teurer werden, die Energiekosten galoppieren weil immer weniger sich über Steuern oder anderen Tricks wie Umlage oder Abschreibungen usw beteiligen, das die Regierung ihre zu tiefst spaltende Politik rückgängig macht wird hoffentlich niemand vermuten? Die Beschäftigten bekommt immer weniger Lohn und Hartz für alle ist der Effekt der durch Fehlentscheidungen oder Regierungskriminalität mit dem Bürgergeld die Krönung finden wird.

              Dabei ist diese Spaltung Verfassungsfeindlich und wird von der CDU/FDP/SPD/Grün als Begründung genommen für ein NPD Verbotsverfahren. Das nur am Rande, bzw nur mal so bemerkt und viel mir Gestern ein als ich im Bundestag die Debatte darüber verfolgte, den Vorträgen nach dachte ich im ersten Moment die wollen sich selbst verbieten. Bei der Bombe in Bonn hat sich das BKA eingeschaltet lief über den Ticker, damit wird es als Terrorismus gewertet und die alten Notverordnungen im neuen EU-Vertrag lassen weder Brot noch Kuchen zu.

            • der Herr Karl schrieb am 15. Dezember 2012 um 13:13 - Permalink

              “… sollen sie doch Kuchen essen”

              Hier noch das Bild zum Text:
              http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.ch/2012/12/lebenszeichen-mit-bild.html

      • Mod schrieb am 17. Dezember 2012 um 10:50 - Permalink

        “Eben nur dadurch, dass man genau den Reichen und Vermögenden was wegnimmt, denn anders geht es nicht! Wen trifft denn ein Schuldenschnitt bei GR jetzt? – genau, den Steuerzahler, die Reichen sind aus dem Schneider.”

        Es trifft immer die Bürger wenn Staaten sich entschließen den Forderungen aus Industrie und Wirtschaft nachzugeben, wenn Staaten sich jedoch bemühen wie in einem Privathaushalt die Interessen aller Familienmitglieder zu wahren, wird der Hund wohlgenährt seinen Job als Wachhund ausüben und die Katze fängt ab und zu mal eine Maus oder Ratte und schleppt nicht 2 mal im Jahr Nachwuchs an.

        Der Staat sorgt für einen Interessenausgleich in dem im Idealfall Gleichberechtigt alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber an den Gewinnen aus der Produktion beteiligt sind. Damit stützt der Staat die Binnenkonjunktur was dann wieder immer neue Arbeitsplätze entstehen lässt. Der Staat sorgt für ein Bildungssystem in dem jungen Menschen das nötige Wissen und die Werte vermittelt werden, die unbedingt erforderlich sind um Frieden und Wohlstand für alle Bürger und als oberstes Ziel zu fördern und zu bewahren. Reichtum ist keine Schande und niemandem sollte etwas weggenommen werden, wir erleben jetzt aber genau das, den Bürgern in Griechenland wird weggenommen was sie als sozialen Standard wie Renten oder Krankenversicherung in Jahrzehnten als Menschenrecht erstritten und erarbeitet haben. Durch unfähige Politiker wurde das Zerstört und die Gewinne landen bei den Aktionären aus der Finanz und Friedensindustrie, die Rüstungsindustrie nennt sich jetzt Friedensindustrie wie van Rompuy in einer Rede zum Friedensnobelpreis oder zur Bankenaufsicht formulierte.

        In Griechenland macht sich das so bemerkbar:

        “Unlängst hat das UN-Flüchtlingshilfswerk berichtet, dass von Januar bis September mindestens 87 Migranten Opfer brutaler Übergriffe wurden – bis hin zum Mord. Zugleich erstarken neonazistische Organisationen in bislang ungekanntem Ausmaß – und heizen Putschgerüchte an.”

        http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58493

        • Mod schrieb am 17. Dezember 2012 um 14:43 - Permalink

          “Ein wertvoller Artikel und seltener Lichtblick, mal wieder im Feuilleton der FAZ, der über die hier in Deutschland kaum wahrgenommene Realität in Griechenland berichtet. Die Öffentlichkeit wird hier auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bewusst und vorsätzlich nicht über solche Zustände informiert, statt dessen erleben die Talkshow-Schwemme, bei der über Griechenland Stammtischparolen, Vorurteile und einseitige Meinungen veröffentlich werden dürfen.”

          aus den NDSeiten, http://www.nachdenkseiten.de/?p=15471#h01

          zum Artikel:

          http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/krise-in-griechenland-eine-gesellschaft-stuerzt-ins-bodenlose-11992352.html

    4. ola schrieb am 14. Dezember 2012 um 12:18 - Permalink

      Du musst dringend mal zum Arzt Jens. Nicht wegen deiner Haltung, da ist die Sache eh gelaufen… (kenn ich^^), aber wegen deiner Magenprobleme…

      • Spiegelfechter schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:34 - Permalink

        Ne. Ich darf nur nicht direkt vor der Aufzeichnung reichlich essen ;-)

        • ola schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:58 - Permalink

          Dann bin ich beruhigt. Ich dachte schon der übermäßige Stress macht dich fertig^^

    5. zenobit schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:40 - Permalink

      Sind die Gläubiger des deutschen Staates nicht im wesentlichen diejenigen, die der “Bietergruppe Bundesemissionen” angehören?
      http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Abt_2/Kreditaufnahmebericht_2011.pdf?__blob=publicationFile&v=2
      Auf Seite 28 sind die Unternehmen aufgeführt

      • Spiegelfechter schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:47 - Permalink

        Nein. Die Bietergruppe bietet vor allem im Kundenauftrag. Und außerdem werden die Papiere ja kräftig am Sekundärmarkt gehandelt. Die Bietergruppe agiert nur am Primärmarkt.

        • zenobit schrieb am 14. Dezember 2012 um 14:58 - Permalink

          Okay, danke für die Info!
          Dachte das wären die üblichen Verdächtigen ;)

          Mir ist gerade auch aufgefallen, dass bei der Bietergruppe auch Landesbanken dabei sind. Da würde der deutsche Staat sich ja bei sich selbst verschulden und das würde der deutschen Wirtschafts-Ideologie ja völlig zuwiderlaufen..

    6. Karla schrieb am 14. Dezember 2012 um 16:03 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Du hast sehr schön erklärt, dass durch das Geld aus den Rettungspaketen im Wesentlichen ein Gläubigerwechsel stattgefunden hat (vom privaten zum öffentlichen Sektor). Aber was ist denn mit dem Geld passiert, das die privaten Gläubiger bei der Rückgabe der Anleihen bekommen und nicht wieder neu bei den fraglichen Staaten angelegt haben? Irgendwo anders muss das Geld ja dann hin geflossen sein.

      Mir ist zwar im Prinzip der Zusammenhang mit den extrem günstigen Bedingungen klar, zu denen sich der deutsche Staat Geld leihen kann. Aber für den deutschen Staat wird es doch nur billiger, neue Anleihen aufzunehmen, er nimmt aber doch nicht so viel mehr neue Anleihen auf, dass es den “Schwund” bei den Ländern kompensieren würde. Oder doch?

      • Andreas schrieb am 14. Dezember 2012 um 17:23 - Permalink

        Aber was ist denn mit dem Geld passiert, das die privaten Gläubiger bei der Rückgabe der Anleihen bekommen und nicht wieder neu bei den fraglichen Staaten angelegt haben? Irgendwo anders muss das Geld ja dann hin geflossen sein.

        Das wird wieder neu irgendwo angelegt, z. B. in deutschen Staatsanleihen, oder bei deutschen Banken. (in den sicheren Häfen) Ich nehme mal an, wer, wo, welches Geld anlegt wird auch JB nicht genau wissen. Fakt ist aber: Es ist ständig Geld auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten – das ist ja das Irre, es wird an der Verteilungsfrage nichts getan. Die Banken werden hierzulande geflutet und geben es der Zentralbank und die als Kredit wieder zurück an die Südländer. Sonst wären die nämlich längst “trocken”. Nach meiner Logik könnte der deutsche Staat jetzt über eine Bankenabgabe was abgreifen.

        • Karla schrieb am 14. Dezember 2012 um 18:08 - Permalink

          Das wird wieder neu irgendwo angelegt…

          Irgendwo – das ist mir schon klar. Aber ich frage mich wo?

          Staatsanleihen “sicherer” Länder – naja. Diese Länder kommen zwar billig an Geld, aber sie leihen sich nicht unbedingt so viel mehr. Das könnten sie auch allein schon aus “moralischen” Gründen ihren Bürgern schlecht verklickern, wo sie doch allenthalben mit dem erhobenen Zeigefinger auf die “Schuldensünder” zeigen.

          Aktien? Kann man an den Aktienindizes nicht wirklich ablesen.

          Gold? Stagniert seit gut einem Jahr, der angezettelte Hype (“Warum Sie jetzt Gold kaufen müssen”) hat den Goldpreis kein bisschen nach oben bewegt.

          Immobilien? Dachte ich erst. Es ist ja unverkennbar, dass zumindest in bestimmten Städten rasant steigen. Aber da geht es v.a. um existierende Immobilien, wo das Geld wiederum nur den Besitzer wechselt. Gibt es einen Bauboom? Oder wird das etwa alles in Stuttgart versenkt?

          • Andreas schrieb am 14. Dezember 2012 um 18:14 - Permalink

            Bei unseren Banken fliesst Geld rein zur Zeit. Die wissen nicht wohin damit, geben es der ZB und die pumpt es wieder in den Süden. So haben die reichsten paar Prozent ihre Vermögen, bei der ZB hat die gesamte Volkswirtschaft Forderungen, die im schlimmsten Fall wertlos werden.

          • Andreas schrieb am 14. Dezember 2012 um 18:19 - Permalink

            Gold? Stagniert seit gut einem Jahr, der angezettelte Hype (“Warum Sie jetzt Gold kaufen müssen”) hat den Goldpreis kein bisschen nach oben bewegt.

            Achtung, Geheimtip: Jetzt vermehrt Goldhamster kaufen, sind billiger und pflegeleicht!

      • Spiegelfechter schrieb am 15. Dezember 2012 um 10:13 - Permalink

        Der deutsche Staat gibt ja nicht nur Anleihen für die Neuverschuldung aus, sondern “löst” auch alte Anleihen aus. Daher profitiert er massiv von den sinken Zinsen. Ich glaube es sind 68 Mrd. Euro, die der dtsch. Staat bislang gespart hat.

        • Karla schrieb am 15. Dezember 2012 um 13:45 - Permalink

          Stimmt. So schließt sich der Keis dann wieder. Oder auch nicht ganz, dann wird es eine Spirale.

        • Andreas schrieb am 15. Dezember 2012 um 14:09 - Permalink

          Ja, aber die Frage von Karla war ja, wo das Geld angelegt wird, was die privaten Gläubiger der Südländer bei der Umschuldung ausbezahlt bekommen. Die privaten Gläubiger haben also praktisch keinen mehr, der ihre Guthaben als Schuld aufnehmen will, oder kann. Sie müssen es “zur Not” dem deutschen Staat geben und verlieren dabei. Das heißt doch aber selbst aus Sicht “der Märkte”, es muß was umverteilt werden, weil das System ausgereizt ist, weil kein potenter Schuldner mehr da ist, weil alle nicht gleichzeitig Guthaben haben können.

    7. Vogel schrieb am 14. Dezember 2012 um 16:25 - Permalink

      @Jens
      Verständnisfrage, es geht um die EZB bei ~ 16’50” Du sagst dort: “… weil sie noch keine Auflagen gestellt hat …”

      Hä? Was meinst Du da?

      • Spiegelfechter schrieb am 15. Dezember 2012 um 10:10 - Permalink

        Die alten Programme haben der EZB Prokura für alle Anleihen auf dem Sekundärmarkt gegeben. Also nicht nur die Anleihen von Staaten, die mit Brüssel ein Memorandum abgeschlossen haben und Teil des EFSF-/ESM-Programms sind.

    8. Diskussionsteilnehmer77 schrieb am 14. Dezember 2012 um 17:05 - Permalink

      1. : Krasser Revoluzzer-Pullover

      2. : Sehr schön erklärt.

    9. Mke schrieb am 14. Dezember 2012 um 18:21 - Permalink

      Du solltest vielleicht ein Replay Gain benutzen, damit die Lautstärke über den ganzen cast hinweg gleich ist.

      • Spiegelfechter schrieb am 15. Dezember 2012 um 10:08 - Permalink

        Kennst Du Dich da aus? Wie mache ich das? Es handelt sich um verschiedene Audio-Clips von verschiedenen Quellen. Ich nutze Adobe Audition

        • Mke schrieb am 15. Dezember 2012 um 12:52 - Permalink

          Wähle die Dateien in Audition aus > Bearbeiten > Gruppenwellenform normalisieren >Lautstärke > Nach Statistikdaten suchen > Normalisieren >Dateien speichern

        • Dirk Becker schrieb am 15. Dezember 2012 um 12:58 - Permalink

          ixquick hilft: https://de.wikipedia.org/wiki/Replay_Gain

          Prinzipiell müsste auch dieses Adobe Tool irgendwo eine sogenannte “Normalisieren”-Funktion haben. Das ist nicht exakt das selbe wie Replay Gain (da geht es um wargenommene Lautheit), sollte aber auch schon etwas bringen. Im Wesentlichen wird dabei der Pegel der Aufnahme so skaliert, das er maximal ist ohne zu übersteuern. Dabei wird die lauteste Passage auf knapp unter 0 dB gesetzt und alle anderen Samplepunkte um genau den gleichen Wert angepaßt. Wahrgenommen immer noch unterschieldlich laut aber die Unterschiede sind dann geringer, außerdem kann man dann besser mit Effekten arbeiten.

          Letztendlich hängt es aber nicht nur an der Lautheit der einzelnen Aufnahmen, so scheinst Du für die verschiedenen Parts auch verschiedene Mikros verwendet zu haben. Einmal das Eingebaute aus der Video-Kamera und einmal irgendein Tisch-Mikro am Schreibtisch (oder Headset?). Gerade bei diesen Kamera-Mikros sind immer irgendwelche Kompressoren und Filter am Werk, die aus schlechter Akustik noch irgendwas hörbares herraus zaubern sollen. So versteht man zwar das Gesagte aber es klingt doch immer etwas blechern (zumindest über Kopfhörer, ich steh nicht so auf eingebaute Laptop-Lautsprecher). Diese direkt hinein gerechneten Signale bekommt man hinterher nicht mehr heraus und auch schwer in den Griff.

          Vielleicht wäre der erste Schritt sich für ein Mikro zu entscheiden. Da kann man am Besten mal den Musikalienhändler des Vertrauens aufsuchen und sich beraten lassen. Der Markt ist recht unübersichtlich und ich für meinen Teil habe da auch nicht so den Überblick. So, wie Du die Sache aufnimmst, wäre vielleicht so ein Clip-Mikro am Besten (diese kleinen Knöpfe, die im Fernsehen immer am Reverse der Moderatoren hängen, sind aber nicht billig…). Wenn man rumprobieren will, kann man sich auch an PA-Verleiher wenden, dann kann man erstmal mieten, bevor man kauft (Vielleicht bekommt man da auch noch ein paar Tipps fürs abmischen ;-) ).

          Bei den Aufnahmen für die Statistiken (also diese “Folien”), fiel mir immer wieder so ein Schwingen auf. Als ob das Mikro da auf Deinem Schreibtisch stand und bei jeder Bewegung die Schwingungen von der Schreibtischplatte mit aufgenommen hat. Kann es jetzt aber auch nicht genau eingrenzen. Da neben: Versuch mal immer den gleichen Abstand zum Mikro einzuhalten, man hört es sofort (auch mit einer Tonne von Effekt da drauf und dem teuersten Mikro der Welt) wenn jemand plötzlich nicht mehr direkt in die Kapsel spricht, bzw. seine Position verändert.

          Was Recording angeht, kann man drüben bei delmar immer mal wieder was brauchbares finden, z.B.: http://www.delamar.de/recording/recording-vier-einfache-tipps-fuer-bessere-vocalaufnahmen-3826/

          Ansonsten: Schneiden, mein Freund. Die Aufnahme bei youtube enthält am Ende fast fünf Minuten Stille und schwarzes Bild. Ne, also wirklich… ;-’)

    10. Cheops schrieb am 14. Dezember 2012 um 19:28 - Permalink

      Haben wir denn alle die letzten Jahre gepennt?
      Nein, haben wir nicht, denn dieses Geld ging und geht immer an Banken, die Staaten mit Geld versorgen und an die Spekulanten, die an der Börse auf steigende oder fallende Werte der Währungen setzten!

    11. susi bibelmaus schrieb am 15. Dezember 2012 um 01:07 - Permalink

      Auch Sie, werter Herr Berger, sind nur ein getriebener! Getrieben im wöchentlichen Analysieren von denen, welchen Sie ihre Kraft- ihre Recherchen und ihre gut erläuterten Zusammenhänge opfern. Beobachten Sie unvoreingenommen einmal die Richtungsentscheidungen, hier in Europa und Global. Eine hochtechnisierte vernetzte Zivilisation, wie es vor uns noch nie gegeben hat, kann und muss sich zum globalen funktionieren eines der entscheidenden Instrumentes bedienen, um ihrer Selbstwillen weiterhin am Leben zu bleiben und Kontrolle ausüben zu können. Dieses Instrument ist nun mal Geld.
      Beobachten Sie auch einmal die aktuellen Verächtlichmachungen all der unkontrollierten Geldströme in Banken aber auch im privaten Sektor hinsichtlich von Geldwäschemöglichkeiten. Die bisherige Kontrolle über Geld und all das, was damit an Kontrolle und Restriktionsmöglichkeiten ausgeübt werden kann (Stichwort Griechenland), ist zur Überwachung- Leitung und Lenkung global neuorientierender Transformationen wie es die Europäische Union anstrebt, nicht ausreichend. Die sich auffällig häufenden Geldwäschemeldungen und Verächtlichmachungen von Banken und Privatpersonen sind nur als Vorbereitung zum Etablieren eines Bargeldlosen Zahlungsverkehrs zu verstehen.

      Erst mit der angestrebten Hoheit der Europäischen Union über den bargeldlosen Geldverkehr, geschäftlich als auch den privaten, wird uns und ihnen… den Getriebenen, der Erfolg jener Eindämmung und nachhaltigen Vorbeugung unkontrolliert internationaler Transaktionen als Sieg über die Krise bekanntgegeben.

      susi

      • T-Fighter schrieb am 15. Dezember 2012 um 02:55 - Permalink

        Er könnte sich natürlich auch mit Aldobrandini (angebliche Jesus-Nachkömmlinge), der Ölbranche (Rockefeller), die Zentralbankordnung (Rothschild), den Rohstoffhandel (europäische Adelsdynastien), etc. beschäftigen :)

        Nur sind in diesem Thema mit Leuten wie Alex Jonesvon soviele bezahlte Desinformanten unterwegs, sodass es unglaublich schwer sein wird, seriöse von unseriösen, falsche von richtigen und relevante von unrelevanten Informationen zu unterscheiden.

    12. susi bibelmaus schrieb am 15. Dezember 2012 um 13:37 - Permalink

      Auch von mir, Herr Berger, noch ein paar gute gemeinte Hinweise zur Präsentation vor der Kamera. Journalistische Aufarbeitung verlangt immer nach Bildern! Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, lebt der Transport von Mitteilungen vor allem vom Ambiente, also dem Drumherum – dem Stile des Verkünders. Eine Videoaufzeichnung von einem Arbeitsplatz, hier der Schreibtisch eines Journalisten, lebt wegen der Dauer von mehreren Minuten nicht durch die Botschaft. Das Ambiente ist das K.O Kriterium.

      - Entfernen Sie die beiden klobigen Kakteen auf dem Tisch und tauschen sie gegen ein stilvolles Blumenensemble.
      - Entfernen Sie Handy und Smartphone samt Ladestation vom Schreibtisch (bringt Ruhe ins Bild weil der Betrachter sonst jede Minute durch eine Störung ausgehend der Geräte erwartet).
      - Erarbeiten Sie sich für den großen schwarzen leeren TFT-Bildschirm hinter sich eine grafische Projektion (sehen Sie sich aktuelle Präsentationen namhafter Nachrichtenmagazine an die mit Bildschirmen Nachrichtenmeldungen unterstützen)
      - Wenn schon weißer Chefsessel dann bitte mit hellem Hemd, ohne Krawatte, und vielleicht mit Weste (Freizeitkleidung nimmt Seriosität aus der Botschaft)
      - Und bitte, weg mit der Kreidetafel im Hintergrund. Lassen Sie das so überarbeitete Bild einmal von ihren Freunden oder Berufskollegen auf sich wirken.

      Freundliche Grüsse…. susi

      • der Herr Karl schrieb am 15. Dezember 2012 um 13:59 - Permalink

        Weisser Chefsessel mit hellem Hemd?
        Das wäre eine Stil-Katastrophe! Wenn schon, dann mit schwarzem Hemd. Und einer grünen Krawatte (passen zur englischen Lampe). Oder mit einer braunen Krawatte (passen zum Vorhang).
        Der Gummibaum im Hintergrund sieht etwas durstig aus…

      • Volksheld schrieb am 15. Dezember 2012 um 14:29 - Permalink

        Man kann ja auch übertreiben….weibisches rumgenörgel. ;)
        Soll er noch vorher zu Frisör ? Wie wär es denn wenn er die eine Wand rosa anstreicht? Vielleicht noch mit Engelsmotiven?

        Die Präsentation ist so vollkommen in Ordnung, auch wenn ich dem Inhalt nicht zustimmen kann

      • Heldentasse schrieb am 15. Dezember 2012 um 19:47 - Permalink

        @susi bibelmaus

        Bei Deinen konstruktiven Vorschlägen u.a. auch zur Gestaltung des Raumhintergrundes in Verbindung Deinem “nickname” wundert es mich ein weniglich, dass Du kein Kruzifix als Wandschmuck vorgeschlagen hast ;).

        @Spiegelfechter
        Wenn’s Kruzifix nicht gefallen sollte, müsste aber zumindest ein Bild von unserem Bundespräsidenten her. Bei “Neues aus der Anstalt” hängt der ja auch an der Wand, was dieser Sendung eine gewisse seriöse Note verleiht.

    13. gerhardq schrieb am 15. Dezember 2012 um 15:27 - Permalink

      Die Frage war, wer bekommt das Geld?
      Grundsätzlich ist festzustellen, daß es keine öffentlichen Gläubiger in unserer kapitalistischen Marktwirtschft gibt. Es sind letztendlich immer private Gläubiger und Banken, die die Anleihen kaufen. Mit dem ESM und ESF wurde nur die Haftung geändert, d.h. statt Griechenland haftet jetzt z.B. Deutschland und damit der deutsche Steuerzahler.

      Wer über die Profiteure nachdenkt, der sollte sich überlegen, wie Geld überhaupt geschaffen wird. Wenn wir also jetzt feststellen, daß Banken, Versicherungen, Pensionsfonds und Hedgefonds die Anleihen halten, dann können zumindest die Banken und Hedgefonds über die Banken die Anleihen für fast Nichts kaufen. Es sind demzufolge die Banken, deren Manager und Besitzer, die die Gewinne abschöfpen. Und zwar nach der übliche Manier: “Ich geb dir Geld, was ich fast aus dem Nichts geschaffen habe und sichere mir dafür das echte Schuldanerkenntnis über 100% der geschaffenen Geldsumme zuzüglich der Zinsen darauf.” Das nenne ich wirklichen Profit.

      Die einzige wirkliche Möglichkeit, aus diesem Teufelskreis wirklich herauszukommen, wäre, wenn die EZB die Staatsanleihen aufkauft und das Geld dafür selbst druckt. Aber das ist in Europa nicht so leicht, weil die EZB meines Wissens nach nicht von Privatbankern gehalten wird. Bei der amerikanischen FED ist das einfacher, die wird von den Großbanken gehalten, d.h. hier entstehen für die Großbanken und ihre Besitzer keine wirklichen Verluste.

      • ludwig schrieb am 15. Dezember 2012 um 16:44 - Permalink

        Warum wird Geld aus dem “Nichts” geschaffen? Es wird gegen einen Kredit/ eine zu bedienende Schuld ausgegeben und dabei (meist) auch (sachlich) gebürgt. Die Diskontierung von Forderungen gehört wie doppelte Buchführung zum 1×1 eines kapitalistischen Systems.

        Die Gretchenfrage ist eine ganz andere:
        Warum sollten Staaten sich für einen Teil ihrer Emissionen nicht bei der EZB (zu dann günstigeren Konditionen) verschulden können, wenn gleichzeitig über andere (solvente) Gläubiger Bonds zu riskanteren, aber dennoch annehmbaren Konditionen emittiert werden können, welche zuerst mit einem Ausfallrisiko haften?
        Das Schöne dabei wäre, dass dann das Risiko über die Refinanzierung durch den Markt gepreist werden müsste und analog entsprechende Sicherheiten bei den Banken erfordern würde.

        Beim FED-System entstehen durchaus Verluste für die Bürgenden, aber keine solchen derart, dass nominal die FED “pleite” gehen könnte.

        • gerhardq schrieb am 15. Dezember 2012 um 19:01 - Permalink

          Nach dieser Argumentation hat also eine Geschäftsbank den Geldbetrag, den es für einen Kredit ausgibt, selbst hinterlegt. Wir haben aber kein gedecktes Geldsystem mehr!
          Heute erzeugt einen Bank in Europa von einem Kreditbetrag 99% aus dem Nichts und muß 1% als Mindestreserve hinterlegen. Der Buchungssatz lautet:
          Kredit des Schuldner gegen Forderungen an diesen Schuldner
          So etwas nennt sich übrigens Bilanzverlängerung. Die Bank selbst muß nur 1% des Kreditbetrages als Sicherheit hinterlegen, was ebenfalls wieder Schuldversprechen sein können, z.B. Staatsanleihen. Wenn ich also ein Bank wäre, dann würde ich deutsche oder amerikanische Staatsanleihen auf Kredit kaufen und diese wieder als 1%ige Sicherheit für weitere Kredite hinterlegen.
          Dazu: http://www.youtube.com/watch?v=vDyYe4iss4A

          • Andreas schrieb am 16. Dezember 2012 um 17:27 - Permalink

            Die Banken können zwar Kredite erschaffen, aber keine Vermögenswerte, DAS ist der Denkfehler. Erst wenn eine Bank eine Schuldner findet, der auch tilgen kann, bekommt sie Zinsen und kann Eigenkapital aufbauen. Die Banken drucken sich nicht ihr eigenes Geld. Es geht um die Verteilungsfrage, wem welche Vermögen/ Schulden gehören.

          • ludwig schrieb am 16. Dezember 2012 um 20:43 - Permalink

            Die “Hinterlegungsbedingungen” sind schon etwas anders, als es die Mindestreserve andeutet.
            Ein vollständig gedecktes Geldsystem ist immer (nur) relativ gedeckt und verletzt den wohl wesentlichsten Grundsatz eines “moderneren” kapitalistischen Systems, dem der Diskontierung von Zahlungsströmen.
            Dann stößt das System eben eher an seine innere Schranke, dem der Eigentumsgrenze.
            Nach der von dir dargestellten Funktionalität hätte es die Kreditklemme in der Form gar nicht geben können.
            Die “Kreditschöpfung aus dem Nichts” impliziert jedoch eine Funktionalität, welche sie angesichts der Bewertungskritierien gar nicht haben kann.

            Auf die “Gretchenfrage” bist du leider nicht eingegangen, obwohl sie einen emminenten Widerspruch einer Denkrichtung offenbart, indem ein probates Mittel aus der Mottenkiste dieser dem Öffentlichen Wohle genügen würde.

    14. leslie schrieb am 15. Dezember 2012 um 20:53 - Permalink

      Ganz heiss und für alle sehr teuer…

      Geheimoperation Wasser:
      Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will
      http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5

      Machen wir es wie Bolivien.
      http://www.youtube.com/watch?v=B2v6Ad-Vuug

      Übrigens wurd das ja beim Strom vor 10 Jahren gemacht.

      Folgen kennen wir alle.

      Mfg

    15. genova schrieb am 15. Dezember 2012 um 22:08 - Permalink

      Eine schöne Sache, diese Podcasts, gerade in Verbindung mit Grafiken, die erläutert werden.

      Danke dafür.

    16. Danyel schrieb am 16. Dezember 2012 um 03:18 - Permalink

      Wenn ich die vermeidliche Lösung für das Schuldenproblem richtig verstanden hab, soll die EZB die Gläubiger (zu 100%?) auszahlen und die eigentlichen Schulden Griechenlands würden wohl für immer und ewig auf Eis gelegt bzw. wegbilanziert.

      Wenn Griechenland die Schulden nicht mehr bedienen müsste, warum sollten die anderen Länder das tun? Das weckt doch Begehrlichkeiten. Auch die Zinszahlungen im deutschen Bundeshaushalt reißen ein Loch in die Kasse, womit man andere Löcher stopfen könnte.

      Im Prinzip wäre das auch ein Wegfall vom klassischen Schuldgeld hin zu einem Vollgeld mit dem Unterschied, dass die Banken weiterhin mit dem Geldhebel mehr Geld in Umlauf bringen können und genau hier liegt das Problem. Will man ein Vollgeld bzw. eine öffentliche Gelddruckerei, die Geld nach ökonomischen Gesichtspunkten ausgibt, welches nicht mit Zinsen zurückgezahlt werden soll, was sinnvoll und wünschenswert wäre, muss man auch den Banken auch die Druckmaschinen wegnehmen: http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch/7008170.html

      • T-Fighter schrieb am 16. Dezember 2012 um 06:36 - Permalink

        Vergiss Griechenland. Solange der Staat seine Rohstoffe (Öl, Gas, Gold) und seine wichtigen öffentlichen Unternehmen gegen Papiergeld eintauscht, wird das Land am Leben gehalten. (Und man kann es kaum glauben, aber die Griechen haben Samaras gewählt anstatt Syrizia, um Papandreou loszuwerden. -_-)

        Die Familien Samaras und Papandreou sind schwerreich und gehören zum griechischen Establishment. Wer ohne zu hinterfragen glaubt, dass George und Antonis von WG-Freunden plötzlich zu “erbitterten Feinden” geworden sind, ist naiv. Denn was hat sich praktisch nach der Wahl geändert????

        Mal abgesehen von diesem eigenartigen Fall:
        http://www.sueddeutsche.de/geld/fragwuerdige-finanzgeschaefte-griechen-wetten-auf-eigene-pleite-1.17818
        http://www.athensnews.gr/portal/9/56930

        sollte man sicht echt fragen, warum die Griechen seit 100 Jahren von denselben Familien regiert werden. Googelt mal Venizelos (Sophoklis, Eleftherios, Evangelos, Konstatinos Mitsotakis, etc.), Papandreou (George, Giorgos, Andreas, etc.), Karamanlis (Kostas, Kostantinos, etc.), Samaras (Benakis, Teil der Phanarioten, etc.), der Rest ist meist mit Generälen der einstigen Militärdiktatur verwandt.., die wiederum von irgendwelchen Adelsfamilien abstammen.

        Griechische Prinzlinge..

        Vollgeld:Der prominenteste Vertreter neben dem IWF ist wohl Binswanger, aber wenn selbst sein Schüler Ackermann bei diesem Thema rumherumspaziert, sagt einen das eine Menge über die Umsetzbarkeit. Die guten Leute mit Einfluss werden entweder gekauft oder beseitigt.

        • Der Doctor schrieb am 16. Dezember 2012 um 14:07 - Permalink

          Solange der Staat seine Rohstoffe (Öl, Gas, Gold) und seine wichtigen öffentlichen Unternehmen gegen Papiergeld eintauscht, wird das Land am Leben gehalten. (Und man kann es kaum glauben, aber die Griechen haben Samaras gewählt anstatt Syrizia, um Papandreou loszuwerden. -_-)

          Wer glaubt,das man einen Staatshaushalt über den Verkauf des Tafelsilbers sanieren kann,der glaubt auch dem Piloten,der mit aufgeschnalltem Fallschirm durch den Fluggastraum läuft und sagt”keine Sorge ,ich spring´mal kurz ab und hol Hilfe”.
          Es ist doch klar,das ein Staat,der sein öffenliches Eigentum zur Haushaltssanierung verkaufen will,gegenüber den Käufern immer in der schlechteren Verhandlungsposition ist,also sein Tafelsilber weit unter Wert verramschen muß,denn die Privaten Investoren sind keine barmherzigen Samariter,sondern wollen maximale Rndite machen.Somit bekommt man einmalig einen Mickerbetrag ,verzichtet dafür aber auf die Einnahmen ,die Rohstofflager und öffentliche Betriebe ja bringen.

    17. Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 07:13 - Permalink

      Viele Kommentatoren sagen hier, dass unser schöner Staat bei den Reichen verschuldet wäre. Ich meine aber, im Podcast etwas ganz anderes gehört zu haben: Der Großteil der Staatsschulden wird von den Pensionskassen gehalten, also von den Riester- und Rürup-Renten von so Typen wie mir, die jeden Morgen zu einem Ort namens Arbeitsstelle pilgern, an der sie allerhand sozialen, fachlichen, mentalen und psychologischen Pressionen ausgesetzt sind (noch mal nachhören -> 5:00 bis 5:30). In der Masse reden hier von den Ersparnissen einer Mittelschicht. Die Oberschicht hat ihre Gelder ganz anders angelegt, nämlich zu einem Großteil in Unternehmensbeteiligungen, die groß genug sind, um wirklich ein Mitspracherecht auf die Firmenpolitik zu haben, und in Immobilien. So kenn ich es zumindest von dem einzigen Unternehmer-Clan, in dessen Innenleben ich gewisse Einblicke habe.
      Einer oder mehrere waschen sich hier also nicht richtig die Ohren.
      Der Befund, dass ein Großteil der Staatsanleihen einer wirklich ohnehin schon kräftig steuerzahlenden Gruppe ohne in Saus und Braus zu leben gehört, ergibt eine Verpflichtung des Staates, dass er sich schon um die Wertsicherung dieser Aktiva bemüht. Es wär aus meiner Sicht anders, wenn sie hauptsächlich von Leuten gehalten würden, die ohnehin für mehrere Generationen ausgesorgt haben.

      Ich mag mit meinem Lateinamerika-Fokus auf den Sack gehen, aber kennzeichnend für zahlreiche regierenden Mitte-Links Regierungen dort ist halt, dass die aus den Erfahrungen ihrer eigenen Verschuldungskrisen heute fiskal- und geldpolitisch in der Tendenz eher “konservativ” agieren: Neuverschuldung des Staates unterhalb des BIP-Wachstum und deutlichst weniger Nachsicht gegenüber Inflation als in sämtlichen historischen Epochen ihrer Existenz als Republiken: Das gilt eindeutig auch für Peru, Uruguay, Ecuador und Bolivien, Regierungen also, die einen doch recht linke Positionen vertreten.

      • gerhardq schrieb am 16. Dezember 2012 um 09:47 - Permalink

        Eine kurze Frage, wem gehören die von Dir angesprochenen Pensionskassen, bzw. Versicherungen (Du meinst wahrscheinlich in Deutschland die Versicherungen)?
        Diejenigen, die ihr Geld in Riester, Rürupp, Lebensversicherungen oder andere immatieriellen Geldanlagen investieren, werden die ersten sein, die es verlieren. In den letzten 30 Jahren sind eine Unmenge an Pensionskassen vor allem in den angelsächsischen Ländern schlicht und einfach pleite gegangen. Wenn wir nach der alten Börsenweisheit gehen, daß Geld nicht verschwindet, sonder es nur ein anderer hat, dann frage ich mal, wer hat jetzt das Geld der pleite gegangenen Pensionskassen?

        Die finanzielle Oberschicht spielt heute mit ganzen Staaten. Einer dieser Spieler ist beispielsweise George Soros, der gegen das englische Pfund wettete. Wenn wir aber davon ausgehen, daß die Banken, die ihm Kredit für seinen Hedgefond gegeben haben, der angesprochenen Oberschicht gehören, dann wußte diese, was passiert. Soros hat gut verdient, aber seine Geldgeber noch mehr! Du kannst davon ausgehen, daß alle großen wirtschaftlichen Krisen gesteuert werden. Sie passieren nicht zufällig. Und wenn sie nicht zu vermeiden sind, dann werden sie zu einem gewünschten Zeitpunkt ausgelöst.

        Wir machen oft den Fehler, daß wir uns nur die Manager ansehen und vergessen dabei, daß diese Angestellte der wirklichen Kapitalhalter sind. Ein schönes Beispiel sind Wiedeking und Porsche. Wiedeking konnte ohne die Zustimmung der Familien Piiech und Porsche nichts tun. Diese haben seinen damaligen Kurs unterstützt und ihn als Bauernopfer geopfert, als es nicht so funktionierte. Inzwischen gehört VW den beiden Familien faktisch!

        Ich finde einen Spruch von Andreas Clauss sehr gut zum nachdenken: “Wenn Du frei sein willst, dann benutze nicht ihr Geld!”.

        • Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 11:05 - Permalink

          Gerhard,

          der überwiegende Teil des eingesetzten Kapitals wird irgendwann an die ausgezahlt, die da eingezahlt haben: Also überproportional der gehobene Mittelstand. Die Ausfälle betrafen in der Vergangenheit immer nur einen Bruchteil.

          Du kannst davon ausgehen, daß alle großen wirtschaftlichen Krisen gesteuert werden. Sie passieren nicht zufällig. Und wenn sie nicht zu vermeiden sind, dann werden sie zu einem gewünschten Zeitpunkt ausgelöst.

          Verschwörungs-Theorien von Leuten, bei deren Grund-Einstellung ich mir echt Gedanken mache, ob solche Überzeugungen wirklich eine hinreichende Basis einer schöpferisch-kreativen Betätigung in einer Gesellschaft bietet, in der ich ganz persönlich eine Menge Chancen für pekuniär, mental, psychologisch und sozial befriedigende Aktivitäten erfahre. Ich rede hier über Deutschland 2012.
          Nenn mir eine Wirtschaftskrise und ich erklär dir die realwirtschaftlichen Ungleichgewichte, die zu dieser geführt haben. Das Abfedern solcher Krisen halte ich für einen zivilisatorischen Imperativ, grundlos sind sie nie.

          • gerhardq schrieb am 16. Dezember 2012 um 13:01 - Permalink

            Ich muß sagen, schon Dein erster Satz spiegelt Deine Einstellung sehr gut wieder.
            Erstens sagst Du, daß der überwiegende Teil des eingezahlten Kapitals wieder zurückgegeben wird. Der Umkehrschluss ist, daß Du kein Anrecht auf die Rückzahlung Deines Geldes hast.
            Zweitens sagst Du nicht, daß der Einzahler ein Anrecht auf Geldzuwachs, z.B. um die Inflation auszugleichen, hat.

            Okay, dann nehme ich Dich beim Wort. Erkläre mir bitte die realwirtschaftlichen Ursache der Weltwirtschaftskrise 1929 und die Subprimekrise 2008.

            • Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 15:15 - Permalink

              Ach weißt Du…
              Um mal konkret zu werden: Meine Alterssicherung steckt selbst zum Teil in Aktien und Fonds. Entwickelt sich gut, ist nicht hassardeurs-mässig, wobei ich da wg. einer hohen Sympathie für Schwellenländer eher im Risiko-Sektor unterwegs bin und es hat v.a. auch einiges mit meinen persönlichen Interessen zu tun, aber auch einiges in Ost-Europa. In Chile sollten, wenns nach mir geht, die Anarchisten an die Macht kommen. Das ist einfach bombensicher und ich hab einen großen Teil sehr billig gekauft.

              Und glaub doch nicht so Spinnern wie Andreas Clauss… Das ist ja ecklig. http://dummenfang.wordpress.com/2009/06/08/protokollierte-darmgerausche/

              Die Krise von 1929 war zunächst einmal Ergebnis einer Spekulations-Blase auf der Börse. Die politischen Reaktionen darauf wie eben kein quantitative easing, keine Banken-Rettung und keine Maßnahmen zur Stützung des inländischen Konsums vertieften die Krise. Der abrupte Stop neuer Kredite an Europäische Gläubiger trug die Krise nach Europa. Die handelsprotektionistische Politik der Folgejahre tat ihr übriges.

              Die subprime Krise von 2008 hatte ihre Ursache in übermässigen Käufen von Häusern in den USA, deren Finanzierung über allemöglichen nicht mehr zu durchschauenden Finanz-Produkten internationalen Anlegern schmackhaft gemacht wurden. Irgendwann flog der Schwindel auf.

      • Andreas schrieb am 16. Dezember 2012 um 17:09 - Permalink

        Viele Kommentatoren sagen hier, dass unser schöner Staat bei den Reichen verschuldet wäre.

        Nein. Natürlich hat Hans Eichel recht, der rotzfrech in der ARD behauptete, wir verschulden uns bei uns allen. (2001, oder 2002, Report Mainz)

        Tja, Ohren waschen, oder logisch denken lernen – der Staat wäre nicht verschuldet, würde er seine Ausgaben über Steuern finanzieren. Vielleicht hilft es , wenn man sich mal bemüht die einzelnen Sektoren anzuschauen: Wenn selbst Unternehmen sparen, bleiben nur Staat und Ausland als Schuldner. Oder vielleicht mal die Verteilung der gesamten Vermögen anschauen, vielleicht geht dann ja ein Licht auf!

        • Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 21:59 - Permalink

          Oder vielleicht mal die Verteilung der gesamten Vermögen anschauen, vielleicht geht dann ja ein Licht auf!

          Die typische spätstalinistische Aggressivität.
          Es geht darum, wem die Staatsanleihen gehören. Und Jens sagt selbst, dass sie mehrheitlich von großen institutionellen Anlegern gehalten werden, die letztlich die Pensions-Erwartungen der Mittelschicht verwalten. Da sich beliebig Ausfälle aus Sympathie mit Griechenland zu leisten, ist politisch und moralisch einfach a) wenig sinnvoll und b) problematisch.
          Die Vermögens-Verteilung ist eine ganz andere Baustelle. Da bin ich absolut dafür, dass Kapital-Einkünfte stärker besteuert gehören.

          Ein anderer Vorschlag der Berger School of Economics besteht darin, die Schulden einfach durch die Zentralbank begleichen zu lassen. Allerdings baut sich damit mittelfristig eine sehr reale Inflationsgefahr auf, die wiederum insbesondere für Pensionäre sehr problematisch wird. Ausserdem verschlechtert Inflation die Übermittlung von Signalen für rentable Investitionen. Man kann mit Inflation leben, aber eben schlechter und es ist kostspielig, die wieder runterzufahren.

          • T-Fighter schrieb am 17. Dezember 2012 um 03:06 - Permalink

            Nur weil die Allianz etc. auch Rentenversicherungen anbietet, darf es nicht dazuführen, dass diese Unternehmen um jeden Preis mit Steuergeldern herausgehauen werden. Die indirekte Behauptung, dass die Oberschicht nicht mehrheitlich die Anleihen hält, ist angesichts der Vermögensverteilung praktisch unmöglich. Ich sehe keine besondere Verpflichtung des Staates die Versicherer mit ihren Anhängsel zu retten, wo der Staat auch mit Steuerzuschüssen bei der gesetzlichen RV arbeiten kann.

            Ich verstehe dich nicht. Wenn du die Staaten nicht pleite gehen lassen willst und auch nicht die EZB drucken lassen möchtest, was willst du dann? Die Staaten müssen ihre Schulden zurückfahren und der Privatsektor ist derzeit nicht gewillt diese Schulden zu übernehmen.

            Rogoff, Reinhard nannten in ihrer umfassenden historischen Studie der Verschuldungskrisen öffentlicher Haushalte 80% BIP als Wendepunkt, ab dem sich die Verschuldung massiv auf das Wachstum auswirkt.

            Ein Erfahrungswert, welches angesichts der Situation in den USA, in UK und in Japan schon sehr viel an Schrecken verloren hat.

            • Peleo schrieb am 17. Dezember 2012 um 09:51 - Permalink

              Neben den Renten- sind sind es die Kapital-Lebensversicherungen, auf die viele auch ihre Haus- oder Wohnungsfinanzierung gebaut haben. Das wurde in den 80er Jahren massiv beworben, mit Erfolg (damals war von Renditen von 7 % die Rede). Pech gehabt?

            • Andreas schrieb am 17. Dezember 2012 um 13:44 - Permalink

              Die indirekte Behauptung, dass die Oberschicht nicht mehrheitlich die Anleihen hält, ist angesichts der Vermögensverteilung praktisch unmöglich.

            • T-Fighter schrieb am 17. Dezember 2012 um 16:21 - Permalink

              Neben den Renten- sind sind es die Kapital-Lebensversicherungen, auf die viele auch ihre Haus- oder Wohnungsfinanzierung gebaut haben. Das wurde in den 80er Jahren massiv beworben, mit Erfolg (damals war von Renditen von 7 % die Rede). Pech gehabt?

              Wenn der Staat den Hausbauern helfen will, dann kann er wieder mit Mitteln wie der Eigenheimzulage oder Steuervergünstigungen arbeiten. Auf jeden Fall muss er nicht die Versicherungen der Drückerkolonnen retten. Das Argument passt hinten und vorne nicht.

          • Andreas schrieb am 17. Dezember 2012 um 13:40 - Permalink

            Die typische spätstalinistische Aggressivität.

            Ich weiß nicht, ob du schlicht nicht verstehst, was ich dir sagen will. Die Mittelschicht ist nicht reicher als die Oberschicht, wie der Name schon sagt. Es spielt keine Rolle, ob eine Lebensversicherung irgendwelche Staatsanleihen hält, weil die so sicher sind und du deine Rente dort angelegt hast. Es geht um die gesamte Vermögensverteilung – würdest du dein Geld auf irgendeinem Sparbuch liegen haben, würde das von der Bank weiterverliehen – im Idealfall an ein Unternehmen, welches damit investiert. Mittlerweile ist die Verteilung aber so schief, dass der Staat zwangsläufig verschuldet sein muß, weil sogar die Unternehmen insgesamt schon mehr Geld zur Bank tragen, als sie sich leihen. Irgendeiner muß sich ja verschulden. Was du nicht verstehst, ist: du hast einen kleinen Anteil an dem “Vermögenskuchen”, aber gleichzeitig 25000 € Anteil am “Schuldenkuchen” – wie ich das mal so nenne. Ein paar wenige haben auch die 25000 € Schulden, aber Milliarden an Vermögenswerten. Das geht ohne Umverteilung nicht mehr auf, da die Vermögen ja ständig wachsen. (Nicht nur Geldvermögen über Zinsen, auch Gewinne, usw. bei Sachvermögen.)

            • Andreas schrieb am 18. Dezember 2012 um 10:19 - Permalink

              @Oscar: Die EZB mußte einspringen, sonst wäre Griechenland längst Pleite. Die brauchen schlicht Geld, um die alten Schulden zu bezahlen und müssen Reformen machen, aber eben die richtigen. (Wie z.B. die Reichen besteuern.) Merkel und ihre Freunde zwingen die nur eben die falschen Reformen zu machen, denn die sollen sich kaputtsparen, was die Sache noch verschärft, da die Wirtschaft einbricht und die Schulden weiter steigen.

              Wenn Griechenland existieren soll braucht es Geld, so, oder so. Auch wenn die aus dem Euro raus gehen, brauchen sie Hilfe. Die Argumentation von J.B ist also richtig, denn Reichen sind schon aus dem Schneider, eine Pleite schadet denen nämlich nicht. – Die bringen dann ihr (dann aufgewertetes) Geld wieder in’s Land.

          • Karla schrieb am 17. Dezember 2012 um 14:37 - Permalink

            Ein anderer Vorschlag der Berger School of Economics besteht darin, die Schulden einfach durch die Zentralbank begleichen zu lassen. Allerdings baut sich damit mittelfristig eine sehr reale Inflationsgefahr auf, die wiederum insbesondere für Pensionäre sehr problematisch wird.

            So wie es jetzt läuft, wird es für die künftigen Pensionäre aber auch sehr problematisch. Ich hatte Jens Berger gefragt, wo denn das aus südeuropäischen Staatsanleihen abgewanderte Geld hingewandert ist. Die (für mich mich inzwischen plausible) Antwort war: in bedeutendem Umfang in deutsche (oder andere sichere) Anleihen. Und das heißt natürlich, dass der künftige Rentner einen Preis für die erworbene Sicherheit zu zahlen haben wird, nämlich in Form der extrem niedrigen Verzinsung, mit der vermutlich für viele keine vernünftige Rente mehr drin sein wird.

            • Oscar schrieb am 17. Dezember 2012 um 15:54 - Permalink

              Ich hatte Jens Berger gefragt, wo denn das aus südeuropäischen Staatsanleihen abgewanderte Geld hingewandert ist. Die (für mich mich inzwischen plausible) Antwort war: in bedeutendem Umfang in deutsche (oder andere sichere) Anleihen.

              Herr Bergers ökonomische Analysen sind von keiner Sachkentnis geprägt. Mit den neue gedruckten Banknoten wurden erstmal das in Euro investierte Kapital gerettet. Das neu gedruckte Geld wurde dankend angenommen und ist dann in den Aktien-, Rohstoff- und besonders in den deutschen Immobilienmarkt geflossen:

              http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/euro-krise-griechen-und-spanier-kaufen-deutsche-immobilien-a-873345.html

              Jeder der ein Sparbuch und/oder zur Miete wohnt zahlt den Preis der INFLATION, dh für die “Euro-Rettung”. Wenn man aber einige Artikel von Herr Berger liest, so hat man den Eindruck es gäbe sowas wie Inflation garnicht, alles nur “German Angst”, bzw vom politischen Gegner oder von Frau Merkel höchstpersönlich medial erfunden…*rolleyes*

              Herr Berger macht sich und die Nachdenkseiten mit solchen Behauptungen nur noch lächerlich. Und wenn ich mir die Statistiken so anschau, scheint die “Spiegelfechter” Seite was Aufrufe angeht auf dem Sinkflug zu sein. Das ist die Quittung dafür wenn man die ahnungslosen Backen aufblässt und über Dinge versucht zu schreiben von dennen man im Grunde nichts versteht. Willkommen bei der Blogunterschicht.

              Ich freue mich schon auf das nächste Podcast. Besonders toll würde ich finden, wenn seine Lordschaft Herr Berger uns noch mal mal über die Inflation aufklärt und nochmal Details über seinen Europarettungsplan mit Hilfe der Notenpresse aufklärt. Ich hole dann schonmal das Popcorn.

            • Andreas schrieb am 17. Dezember 2012 um 16:39 - Permalink

              @Oscar: Glaubst du, es sind die Gelder der armen Griechen und Spanier, die in deutsche Immobilien angelegt werden? Mit öffentlichen Geldern, wie von der EZB, oder über die Rettungsschirme werden die Schulden übernommen. Man rettet den reichen den Arsch. Und die legen ihr Fluchtgeld wieder neu an. So hat es J.B. doch erklärt, was verstehst du denn daran nicht? Glaubst du, wir müssen alle noch mehr Sparen, damit die bösen Schulden weggehen, damit es uns allen besser geht?

            • Karla schrieb am 17. Dezember 2012 um 16:45 - Permalink

              @ Oscar

              Ich freue mich schon auf das nächste Podcast.

              Vielleicht schauen Sie sich bis dahin einfach noch mal dieses hier an. Besonders den Teil mit den Balkendiagrammen, wo man die Zusammensetzung der Anleihen im Jahresvergleich sieht.

              Dass es eine Kapitalflucht in Immobilien gibt, weiß der informierte Leser schon etwas länger; dazu braucht es den aktuellen SPON-Artikel nicht. Es deutet aber sehr viel darauf hin, dass hier die Käufer nicht die fraglichen Pensionsfond sind, sondern Privatleute. (Im SPON-Artikel liest man z.B., dass die Herrschaften cash zahlen – das machen pensionfonds sicher nicht.)

            • Oscar schrieb am 17. Dezember 2012 um 19:00 - Permalink

              Mit öffentlichen Geldern, wie von der EZB, oder über die Rettungsschirme werden die Schulden übernommen. Man rettet den reichen den Arsch. Und die legen ihr Fluchtgeld wieder neu an. So hat es J.B. doch erklärt, was verstehst du denn daran nicht?

              Und was schlägt Herr Berger nun als Lösung vor? Die verzockten Gelder von der EZB neu drucken lassen und den “Reichen in den Arsch” wieder stecken. Am besten noch alle Schulden! Wer jetzt nicht die Lächerlichkeit in Herr Bergers Argumenten sieht dem ist nicht mehr zu helfen.

            • Mod schrieb am 17. Dezember 2012 um 20:51 - Permalink

              Den Überbringer einer Nachricht zu köpfen war vor tausend Jahren auch nicht beliebt bei den Bürgern. Welches Argument verdient denn ihr Unverständnis?

    18. Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 07:33 - Permalink

      Find den Präsentationsstil nun gut.
      Kommt eine Assoziation auf, die ich auch oft bei deutschen Präsentatoren auf internationalen Software-Konferenzen habe: In der Zurückgenommenheit, eines starken Moments des Abwägens und ein klares Bemühen den Zuhörer auf einer sachlich-argumentativen Ebene abzuholen, erinnert es mich immer ein wenig an Christoph Biemann von der Sendung mit der Maus.
      US-Amerikaner geben lieber schon mal den Clown, Britten spielen den Mad Scientist, Australier den Volkstribun, Franzosen agieren eher kühl professoral, Inder konzentrieren sich stark auf die logische Konstruktion des Vortrags und Ost-Europäer unterhalten mit einem trockenen Humor.
      Ich mag diesen deutschen Stil, wobei ich mir das vielleicht auch einbilde.

    19. Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 08:15 - Permalink

      Und noch was:
      Jens, Du sagst irgendwo, dass “hätte Deutschland 2009 für die griechischen Staatsschulden gebürgt, wär das ganze Schlamassel ausgeblieben”. Genau das sehe ich anders: Die Staatsverschuldung der europäischen Länder sind im Weltmaßstab einfach zu hoch. Das musste irgendwann vor die Wand fahren. Rogoff, Reinhard nannten in ihrer umfassenden historischen Studie der Verschuldungskrisen öffentlicher Haushalte 80% BIP als Wendepunkt, ab dem sich die Verschuldung massiv auf das Wachstum auswirkt. Dort sind wir angekommen. Zwar befinden sich andere industrieländer wie die USA und Japan über diesem Wert, jedoch gibts in beiden Fällen Besonderheiten. Japanische Staatsanleihen werden auch dank der chronisch winzigen Konsumquote zu einem extrem hohen Anteil von Inländern gehalten und die USA besitzt eine Währung mit Sonderstellung. Der Dollar verliert aber bereits an Bedeutung. China und Japan haben zum Bleistift kürzlich beschlossen, ihren bilateralen Handel nicht mehr in Dollar abzuwickeln….

      Aus dieser Perspektive halte ich den deutschen Druck hin zu fiskalpolitischer Disziplin für eine gute Sache. Den Ländern könnte ein wenig mehr Zeit eingeräumt werden, es sollte von industriepolitischen Maßnahmen flankiert werden und die Vermögenden der Krisenländer sollten zu einer stärkeren Beteiligung gezwungen werden. Das ja, in der Grundtendenz stimmt aber das Beharren auf eine ernsthafte Umkehrung der Primärdefizite.

      Eine interessante Zahl noch vom BDI:
      Anteil nicht-EU an Deutschen Gesamt-Exporten
      2009: 38%
      2012: 43%
      Für das nächste Jahr rechnen die mit einem Gesamt-Exportwachstum von 3%. In der EU stagniert die Nachfrage. Die Bedeutung der nicht-EU als Käufer unserer Exporte wird also weiter zunehmen.

      • bochum ich komm aus dir, bochum ich häng an dir ohohoho schrieb am 16. Dezember 2012 um 12:06 - Permalink

        Hallo lemmy,

        Wir hatten vor ein paar Monaten einen kleinen Disput bzgl. können alle exportieren wer nimmt die Überschüsse auf etc.? Damals hast du gesagt das die Entwicklung in Italien etc. bzgl. der Überschüsse recht gut ist ich ein zu mechanistisches Wirtschaftsbild hätte. Ich muss sagen du hattest recht, ich bin gerade in Italien und hier geht es wirklich ordentlich bergauf, die Wirtschaft brummt.
        In welchen Clan hast du den einen persönlichen Einblick?

        • Lemmy Caution schrieb am 16. Dezember 2012 um 22:33 - Permalink

          Das sag ich nicht, insbesondere weils sowieso eher über 1 Ecke ist. Die sind auch nicht wirklich bekannt und haben bestimmt keinen Bock auf irgendwelche Art von publicity. Sehr typischer Fall von Deutscher Mittelständischer Industrie mit Patenten, extremer Spezialisierung, internationalen Fertigungsstätten.
          Übrigens schon länger nicht wirklich erfolgreich, aber mit viel Geld. Ich seh die eher als Phänomen der Vergangenheit. Der Patriarch hat in seiner Zeit einiges umgepflügt.

    20. Appendizitis schrieb am 16. Dezember 2012 um 14:30 - Permalink

      Ernsthafte Frage,an die Interessierten:Was sagt denn intern,die Königsfamilie und deren königlicher Anhang,zu der griechischen”Tragödie”?-Zu Bochum ich komm aus dir…was Teile Italiens betrifft:Diverse Mafia-Clans(Namen bekannt),sind auch da die Gewinner,wenn die Wirtschaft brummt. Wenns ganz eng wird,können die ja Italien aufkaufen,wenn nicht schon geschehen.

    21. Peleo schrieb am 17. Dezember 2012 um 10:00 - Permalink

      Finde die betont sachliche Darstellung gut, vor allem die Grafik (nur der Ton dabei könnte noch etwas besser sein). Auf eine solche Erklärung warten bestimmt viele Leute, die noch nicht zu NDS und SF gefunden haben. Die Frage wurde beantwortet und deshalb finde ich es richtig, die Verteilungsfrage hier nicht anzusprechen. Dazu ist bei anderen Fragen bestimmt noch Gelegenheit.

      Den Vergleich mit der “Maus” übrigens sehe ich eher als Kompliment – auch dort habe ich als Erwachsener noch manches dazugelernt ;-)

    22. schwitzig schrieb am 17. Dezember 2012 um 15:33 - Permalink

      Vielleicht ein wenig OT, aber ich würde das dennoch mal gerne zur Diskussion stellen:
      Dieser Artikel:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/17/merkel-kuendigt-ende-des-wohlfahrts-staats-an/

      hat mich sehr unangenehm berührt. Viele, die sich nicht nur über die deutschen Propaganda-Organe (“Qualitätsjournalismus”) informieren, sind sich ja unsicher, ob die kontinuierlichen Angriffe auf die Drei-Klassengesellschaft mit der Folge Zweiklassengesellschaft bewußt initiert sind oder nur durch Planlosigkeit – die sich zufälligerweise immer in derselben Richtung auswirkt – auszeichnen.
      Ich fand, dass unsere Führerin in diesem Artikel ziemlich deutlich hat durchblicken lassen, dass sie erst die gesamte EU verhartzen und danach EU-weit die letzten Reste demokratischer und sozialer Errungenschaften sukzessiv reduzieren möchte.
      VT?

      • Karla schrieb am 17. Dezember 2012 um 15:57 - Permalink

        Merkels Weltbild (oder ihr Verständnis von Ökonomie, was aber wahrscheinlich das gleiche ist) ist von so ergreifender Schlichtheit, dass es fast rührend ist: Den Sozialismus Wettbewerb in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

      • Oscar schrieb am 17. Dezember 2012 um 16:04 - Permalink

        Es muss sich doch auch unter Sozialisten und Kommunisten die gerne nur “Qualitätsbloger” ala Berger lesen rumgesprochen haben, dass die “Euro-Rettung” Geld kostet, da bleibt halt weniger übrig für andere Wohltaten. Zuerst die Banken retten, bei den Anderen scheun wir erstmal wie alternativlos sie sind.

      • HHarlekin schrieb am 17. Dezember 2012 um 19:50 - Permalink

        @schwitzig

        Merkel verkündet also das Ende des “Wohlfahrtstaats”. Nunja, das passt ins Bild ihrer “marktkonformen Demokratie”. Überraschend ist allerdings wirklich die Schärfe und Deutlichkeit, mit der sie diesmal auftrat. Auch wenn sie, wie uns der Autor wissen lässt, besonders Monsieur Hollande gewaltig einen vors Schienbein treten wollte, so lässt ihr Demokratie- und Sozialsstaats-Verständnis sehr tief blicken: Geradezu perfide ist die Art und Weise, wie sie hier die DDR instrumentalisiert und in Stellung bringt: Wer den Sozialstaat behalten wolle, wolle auch die DDR wiederhaben, und die sei bekanntermaßen pleite gegangen, wird nicht nur zwischen den Zeilen suggeriert.
        Welche Infamie!

        Aber die WELT sekundiert schon mit einem neuen Pamphlet von ganz ausgesuchter, also Springer-üblicher Widerwärtigkeit (oder ist es tatsächlich “Kritik” von rechtskonservativer Seite? Glaub ich irgendwie nicht.):

        Wie Angela Merkel den Wohlfahrtsstaat aufbläht

        Kostprobe: “Ein Treibsatz für die Verschuldung ist die Ausweitung der Pflegeleistungen. Die große Koalition hatte 2008 eine Reform auf den Weg gebracht. Seither erhalten erstmals auch Demenzkranke Geld…
        Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre nahm gleichfalls wenig Rücksicht auf die Jungen. So wurde 2009 eine Rentengarantie beschlossen, die festlegt, dass die Altersbezüge auch bei sinkendem Lohnniveau niemals sinken dürfen.Zudem wurden die Renten zwei Jahre lang überplanmäßig erhöht, wofür man kurzerhand den sogenannten Riester-Faktor, der die jährlichen Anpassungen dämpft, aussetzte… “Der Wegfall der Praxisgebühr kann 2013 noch aus Rücklagen bezahlt werden”, sagt der Fachmann. “Aber künftig werden zum Ausgleich die Beiträge steigen – und damit ist diese vermeintliche Wohltat erneut eine Lastenverschiebung zwischen den Generationen.”

        Bezeichnenderweise beziehen sich die Autoren, zu denen unser aller “Freundin”, die einschlägig tätige Dorothea Siems gehört, natürlich auf Hüther und das IW Köln, den INSM-Bruder-im-Geiste-Club “Stiftung Marktwirtschaft” u. dergl. (Geradezu “braun” sind zahlreiche Kommentare darunter, da kann man Angst kriegen).
        Ich glaube, der Wahlkampf wirft seine düsteren Schatten voraus, Merkels Strategie wird immer deutlicher sichtbar, etwa so: Die bösen “anderen” Länder in der EU, die “wir” ja “alle mitfinanzieren müssen”, verprassen “unser Geld”, indem sie es in “ihren” unrentablen Sozialstaat stecken, und damit stürzen sie das “hart arbeitende deutsche Volk” mit in den Abgrund, in dem die DDR schon versunken ist, nur und AUSSCHLIESSLICH Merkels Wiederwahl (!) wird das Schlimmste verhüten, und sie wird die anderen Länder eben zwingen, so zu handeln wie WIR, und das ist gut so … osä …
        Ich, weiß, das ist inhaltlicher Unsinn, aber ich befürchte, die Strategie geht in genau diese Richtung. Ich hoffe, ich irre mich, aber wenn das stimmt haben wir noch weitaus ekelhaftere Propaganda zu erwarten.
        Entschuldige die Länge meines Kommentars. ;-)

        Grüße

      • alexios schrieb am 18. Dezember 2012 um 01:00 - Permalink

        Ich fand, dass unsere Führerin in diesem Artikel ziemlich deutlich hat durchblicken lassen, dass sie erst die gesamte EU verhartzen und danach EU-weit die letzten Reste demokratischer und sozialer Errungenschaften sukzessiv reduzieren möchte.
        VT?

        So ähnlich. Diese Frau weiß, was sie tut, aber sie kennt nicht das ganze Programm dahinter. Hartz ist nur ein Übergangsstatus, bis die Griechen rebellieren und “wir” Europäer dann unter einem ergreisten, weisen Steinbrück EU-weit Angleichungen vornehmen, bis sich das schließlich alles irgendwie zurecht ruckelt zur 3-Klassengesellschaft: Elite, Gebrauchte/Aufsteiger, Arbeiter. Ein Chemiker könnte es besser erklären.

    23. Peleo schrieb am 17. Dezember 2012 um 17:10 - Permalink

      @ T-Fighter

      die Versicherungen der Drückerkolonnen retten

      Wie kommst Du darauf? Das war ein ergänzender Hinweis , dass nicht nur die private RV betroffen ist, sondern auch die (dem Volumen nach gewichtigere) Kapital-LV .

      Wer auf die “private Vorsorge” vertraut hat, ist betrogen durch die Politik eben der Regierung(en) die selbige propagiert haben und das immer noch tun.

      • T-Fighter schrieb am 17. Dezember 2012 um 20:13 - Permalink

        Dann habe ich deinen Ausgangsfrage “Pech gehabt?” falsch verstanden.

        Ich sehe nicht ein, warum der Staat jetzt die Fehlinvestments des Heilsversprechen “private Vorsorge” der Agenda 2010 retten soll. Der Betrug ist eher ein Selbstbetrug der eigenen individuellen Fähigkeiten.

        Es ist ohnehin egal, da über Umwege eh gedruckt werden wird.

        • Peleo schrieb am 17. Dezember 2012 um 22:28 - Permalink

          Der Betrug ist eher ein Selbstbetrug der eigenen individuellen Fähigkeiten.

          Mit diesem “Argument” könnte man auch Maschmeyers Drückerkolonnen entlasten, die Du doch angeblich verurteilst.

          Wenn der Staat kleine Angestellte massiv zu “privater Vorsorge” drängt, dann hat er auch eine gewisse Verantwortung. Im Rechtsverkehr nennt man das “Vertrauensschutz”.

          • T-Fighter schrieb am 18. Dezember 2012 um 03:55 - Permalink

            Mit diesem “Argument” könnte man auch Maschmeyers Drückerkolonnen entlasten, die Du doch angeblich verurteilst.

            Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Maschmeyer noch nicht im Gefängnis sitzt. Die Versicherer sind moralisch abgehalftert, aber die Kunden sind damit nicht für ihre Fehlentscheidung entlastet.

            Hätte der Staat die Bürger wirklich zum Abschluss eines Versicherungsvertrags gedrängt, könnte man ihn verklagen. Nur bin ich mir ziemlich sicher, dass deine Behauptung falsch ist.


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