Keinerlei Anlass für Optimismus
geschrieben am 21. Dezember 2012 von Spiegelfechter
Die Eurokrise geht nun ins dritte Jahr. Der Flügelschlag eines griechischen Schmetterlings hat einen Orkan entfacht, der das europäische Haus in seinen Grundfesten erschüttert. Die Politik hangelt sich derweil von einem Rettungsgipfel zum nächsten und verordnet dem Patienten Gift anstelle von Medizin.
Anstatt einen deprimierenden Rückblick über die verpassten Gelegenheiten und zerschlagene Porzellan des ausgehendes Jahres vorzunehmen, ist es heute wohl nötiger denn je, sich Gedanken über die kommenden Krisenjahre zu machen. Europas Wirtschaft befindet sich im freien Fall. Glaubt man aktuellen Konjunkturprognosen, dann wird die Eurozone im nächsten Jahr noch tiefer in die Rezession gleiten, wobei vor allem die Daten für die ökonomisch ohnehin schon gebeutelten Krisenstaaten rabenschwarz sind.
Die Zeiten, in denen die Zinsen für Staatsanleihen noch das primäre Problem darstellten, sind passé. Heute stehen ganze Volkswirtschaften mit dem Rücken an der Wand, und es gibt keinen Lichtstreif am Horizont, der auf eine Trendwende hindeuten könnte.
Die Dimension der Krise wird in Deutschland gern heruntergespielt. Hierzulande blickt man nur ungern über den eigenen Tellerrand. Um eine Vorstellung vom Ausmaß der Krise zu bekommen, könnte es hilfreich sein, sich folgende Zahlen vor Augen zu halten: Würde Deutschland die Rente derart kürzen wie Griechenland, hätten deutsche Rentner im Schnitt 261 Euro weniger pro Monat.
Weiterlesen auf taz.de


@SF
Ich kann Deinen Pessimismus so gar nicht teilen. Schließlich wissen wir doch alle, dass uns 2013 der SUPERPEER retten wird! Da müssen wenigstens 2 ABBA-Songs neu geschrieben werden!
So fatal es klingt: Die größten Hoffnungen muß man wohl tatsächlich ausgerechnet in den IWF setzen, der skurrilerweise von den ganzen Korrupten scheinbar wiederentdeckt hat, dass es auch einzelnen nur gut gehen kann, wenn es der Gemeinschaft gut geht.
Zumindest den Tönen nach – ob Taten folgen?
Ja klar doch, die retten in naher Zukunft mit Hilfe der kleinen Leute die russischen Schwarzgelder auf Zypern.
Wieso? Der Song “Waterloo” passt doch gut ;-)
Die Hoffnung habe ich auch. Und die EZB würde ich da auch nicht vergessen. Dort würde man gerne mehr tun als man darf. Die EZB besteht nicht nur aus Bundesbankern.
Hoffnung?
“Hoffnung ist der Kutscher der Armut!” Dann hofft ‘mal schön!
SCNR
Na da hätte ich auch noch einen:
“Wer von der Hoffnung lebt, der stirbt an Verzweiflung.”
Soll ein spanisches Sprichwort sein. Da sind uns die Spanier wohl etwas voraus. Wir werden tatsächlich an der Verzweiflung sterben fürchte ich.
So ist es und trotzdem ein besinnliches Weihnachtsfest und Stärke für uns alle in 2013.
Du kannst doch denken! Warum nutzt du die Fähigkeit nicht öfters? :) Der erste Kommentator bei der taz jedenfalls ist erbost, da hast du dann wohl alles richtig gemacht und dem “Genossen” das Weihnachtswochenende versaut.
Ja, es wird nach rechts gehen, hart nach rechts. Zumindest in Panik Deutschland ist das unschwer zu prognostizieren. Deshalb ist eine üblen Scheisspolitik vor allem für national konservative eigentlich immer risikolos. je mehr Elend desto besser.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/sparpaket-der-bundesregierung-schaeuble-plant-drastisches-sparprogramm-nach-der-wahl-1.1557223
Schäuble leidet offensichtlich unter den Spätfolgen des Attentates und öffnet der brauen Brut und den Spekulanten die Türen.
Ja, der Masterplan läuft. Eine Seite hat sich als Sieger gefühlt und die andere Seite hat gnadenlos weitergemacht. Jetzt haben wir die Deutungshoheit und den Krieg verloren. Und zwar komplett. Die Linken haben in der Krise völlig versagt, haben den Erklärbär spielen wollen anstatt reinzuholzen, nu isses vorbei.
@R_Winter
Das denke ich nicht. Ich gehe davon aus, dass der bis ins Mark korrupt – bzw. in Deutschland heißt das “lobbyistisch” – ist und einfach nur liefert.
Was ich wirklich, wirklich schade finde ist, dass er leider schon so alt ist, dass er die später folgenden körperlichen Konsequenzen seines Handelns wahrscheinlich nicht mehr erleben darf.
Und Du landest bald auf der Ignore-Liste, wenn Du weiter pöbelst.
Uiuiui! Jetzt werden wir aber gleich mal bockig. Du darfst mich gerne ignorieren, ich halt das aus. Viel produktives kommt von dir ohnehin selten, zumindest im Kommentarbereich. Is so, Muss man halt auch mal sagen dürfen, ohne dass der Herr gleich weinerlich wird.
Frohes Fest.
@SF
Mir persönlich sind “linke, sachliche Pöbeleien” noch lieber als “neoliberale, förmliche Freundlichkeiten”.
Die Neoliberalen lachen und beschleunigen ihre Ausbeutung (siehe die neusten Überlegungen von Schäuble – u.a.)
Jeder hat da eine andere Meinung und Du bist der Hausherr.
Bertolt Brecht:
jaja, aber evt. war es ein Joke? So wie ich manchmal zu meinen imaginären Arbeitnehmern in diesem Fall sage, sie entweder mit nach Wolfsburg gegen Hannover mitzunehmen oder androhe das Weihnachtsgeld zu verzocken wenn sie nicht Produktiver daher kommen?
Was mir dazu einfällt:
Frühverrentung dank Abhängigkeiten in Sachen Alkohol und Medikamenten, allein in Hamburg über 1.700 arme Knechte – oder anders gesagt, ausgelutscht und verbrannt vom Druck am Arbeitsplatz.
http://www.ndr.de/regional/hamburg/index.html
Wenn sich nicht bald ein Umdenken und Auflehnen im Volke einstellt, die Erkenntnis der Probleme einsetzt, dann hilft nur auswandern. Soll der Rest sich lieber fertigmachen lassen. Ich will in so einem Land nicht in Rente gehen wollen. Dann lieber am Strand, mit Sonne und schönen Mädels, als hier die Demontage des Systems mitzuerleben.
Haben die mittlerweile einen interstellaren Raumschiffantrieb entwickelt, oder wo gibt es für Normalbürger auf diesem Planeten noch so ein paradiesisches Plätzchen?
´´oder wo gibt es für Normalbürger auf diesem Planeten noch so ein paradiesisches Plätzchen?´´´
Bei mir… ;-)
Paradies ist,was du daraus machst.
Und das geht am besten mit bewusstseinserweiternden Mitteln.
Wo Alkohol definitiv nicht,und Medikamente nur bedingt zu geeignet sind.
THC böte sich an,da ungiftig,aber das ist ja irgendwie weltweit verboten.
Und dabei wär es so leicht,das Paradies auf Erden zu erschaffen.
Einfach mal einen Space Cookie futtern,womit wir dann beim interstellaren Raumschiffantrieb wären.
Die Menschheit hat in den letzten 5000 Jahren 3000 Kriege geführt.(oder andersrum)
Und jetzt ratet mal,woran das liegt.
Frohe Weihnachten euch allen…
Mfg
Du hast sehr schön die den doppelten Wortsinn aufgegriffen. :)
Ob’s hilft hängt wohl vom Einzelfall ab, ich geben aber zu bedenken das Drogen objektiv nichts ändern, aber einiges verschlimmern können besonders wenn diese als “Fluchthilfe” aus der Realität benutzt werden.
Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen Krise und Drogen, der gar nicht mehr spacig sondern vollkommen höllisch ist.
Gruß und spacige Festtage. ;)
Fantasie und Ökonomie sind zwei gegensätzliche Pole. Und dennoch: Ich brauche keine Fantasie, um die Folgen der derzeitigen Politik, die sich ausschließlich am Diktat des wirtschaftlichen Wettbewerbs (Kosten in Geld gemessen vs. Nutzen/Gewinn in Geld gemessen) orientiert, abzusehen. Wie blind muss sein, wer, obwohl er alles danach misst, ob es “sich rechnet”, nicht 1 und 1 zusammenzählen kann? Es braucht wirklich keine Fantasie, wenn man sich etwas mit Geschichte beschäftigt. Grundkenntnisse würden da schon ausreichen, besser noch, Geschichte auch begreifen und sich selbst als Teil derselben. Aber Geschichte würde heutzutage ja nichts mehr bedeuten, könnte man sie nicht so wunderbar benutzen.
Den Rückblick, und zwar den deprimierenden, nicht den schöngeredeten, muss sich meiner Meinung nach gerade der “gönnen”, der behauptet, er schaue konsequent nach vorne.
Der erste empörte Kommentar eines “Genossen” in der Taz spricht doch Bände: Der Artikel kritisiere, und zwar reißerisch. Dürfen Sie das, Herr Berger? So gar nicht positiv “kollektiv” und stolz in die Zukunft schauen?
Die menschliche Wahrnehmung ist schon ein seltsames Ding. Vor allem die unhistorische.
Gute Nacht, Herr Tucholsky – Werner Schneyder & Dieter Hildebrandt
Schuld sind die Bildungsanstalten, auch und gerade die höheren, die das so wertvolle Fach Geschichte auf das auswendig lernen irgendwelcher Ereignisse reduziert. Es ist zum wahnsinnig werden. Außerdem ist Geschichte ohnehin ein Fach, das keinen ökonomischen Nutzen generiert und deshalb eigentlich auch ganz von der Bildfläche verschwinden könnte..
Ich bin verliebt, jaja, in Alltagsgeschichte(n) vergangener Zeiten. ich kann tagelang abtauchen und mich durch entsprechende Literatur wühlen. Wichtig ist mir mittlerweile die erlebte Epoche. Was man alles aus Tagebüchern vergangener Zeiten aus verschiedenen Schichten mitnehmen kann, ist unbezahlbar. Hach… Und es ist halt immer wieder das Selbe, man muss da gar nicht tief buddeln, um das zu erkennen.
@Spiegelfechter
Auch hier wieder mal Klartext von Dir , kurz, bündig und sehr informativ. Danke, und mache Er bitte in 2013 weiter so!
Das erste “wir” lasse ich gelten, den wir (das Volk) haben die verantwortlichen Pappnasen mehrheitlich gewählt und werden sie voraussichtlich auch wieder wählen. Das zweite “wir reißen das Ruder herum” würde auch bei besten willen nichts nützen, weil der Wahlkampf im Bund ins Haus steht und kein Wahlkämpfer/in mehr von seiner/ihrer ideologischen Verblendung runter kommt, auch wenn er/sie es den wollte. Und ob das nicht schon genug wäre scheint sich aktuell auch in den USA ein Desaster abzuzeichnen. Wie wir alle wissen, besteht der perfekte Sturm immer aus mindestens zwei großen Fronten. :(
Gruß
Solange da auch die Agitatorin Merkel werkelt gibt es für Optimismus auch keinen Grund. Die ist mit der butterweichen Mark der DDR groß geworden und hat keine Ahnung. Davon aber reichlich.
@SF
Ein sehr “schöner” Artikel zum Weltuntergang ;-)
Hoffentlich müssen wir nicht die von Dir beschriebene “Belle èpoque” erleben.
Und wenn man bedenkt, wie die Welt sich (wie verrückt) heute bewaffnet, da besteht die Gefahr, daß wir in einer “èpoque” landen, die gar nicht so “Belle” ist :(
“Die Geschichte lehrt uns, daß sie uns nichts lehrt.”
“Der Flügelschlag eines griechischen Schmetterlings hat einen Orkan entfacht…”
Wunderschön. Reine Poesie. Ich liebe Bradbury.
“Keinerlei Anlass für Optimismus” – wohl wahr. Das liegt daran, dass (Finanz)Mathematik und Politik disjunkt sind!
Oder glaubt ehrlich jemand daran, dass einer der folgenden Herren in der Lage ist, die folgende “Denksportaufgabe aus der Unterhaltungsmathematik” zu lösen?
Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments
Jean-Claude Juncker, Premierminister und
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank
überfallen einen Supermarkt. Nach ihrer Rückkehr in Brüssel deponieren sie die Beute in einem Wandtresor und hinterlegen den Tresorschlüssel beim Nachtportier des Hotels bevor sie sich schlafen legen.
Nachts wacht der erste von den „fünf falschen Freunden“ von seinem Traum auf, dass seine Kompanions sicher Betrüger sind und ihn um seinen Anteil der Beute bringen werden. Also steht er auf und lässt sich den Schlüssel des Hotelsafes vom Nachtportier aushändigen. Er zählt die erbeuteten EUROS und teilt diese durch 5, nimmt seinen Anteil, legt die restlichen EUROS wieder in den Safe zurück und händigt den einen EUR dem Nachtportier aus, welcher als Rest übrig blieb.
Dann wacht der zweite von den „fünf falschen Freunden“ von seinem Traum auf, dass seine Kompanions sicher Betrüger sind und ihn um seinen Anteil der Beute bringen werden. Also steht er auf und lässt sich den Schlüssel des Hotelsafes vom Nachtportier aushändigen. Er zählt die im Safe erbeuteten EUROS und teilt diese durch 5, nimmt seinen Anteil, legt die restlichen EUROS wieder in den Safe zurück und händigt den einen EUR dem Nachtportier aus, welcher als Rest übrig blieb.
Dann wacht der dritte auf, lässt sich ….
Dann wacht der vierte auf, lässt sich ….
Dann wacht der fünfte von den „fünf falschen Freunden“ von seinem Traum auf, dass seine Kompanions sicher Betrüger sind und ihn um seinen Anteil der Beute bringen werden. Also steht auch er auf und lässt sich den Schlüssel des Hotelsafes vom Nachtportier aushändigen. Er zählt die im Safe erbeuteten EUROS und teilt diese durch 5, nimmt seinen Anteil, legt die restlichen EUROS wieder in den Safe zurück. Dieses mal erhält der Nachtportier leider keinen EURO, da die im Safe befindliche Beute sich ohne Rest teilen ließ.
Was die o. g. Herren sicher nicht lösen können – SIE können es!
Der genannten Besetzung für den Supermarktsüberfall traue ich die jeweilige Ehrlichkeit nicht zu, jeweils 4/5 der im Safe vorhandenen Beute liegenzulassen; die fiktiven mathematischen Gangster sind alle integer, trauen nur ihren Komagnons nicht.
Insofern wie viele Mathematikrätsel von einer gewissen Wirklichkeitsferne.
Allerspätestens Schulz hätte im Rahmen eines Nachtragshaushalts mehr Geld genommen, als sein nominaler Anteil vorsieht.
Aber wer die genannten Herren besser kennt, kommt vielleicht auf die Reihenfolge, in der sie beim Tresor erscheinen und kann eventuell sagen, der wievielte einen leeren Tresor vorfinden wird.
Weiterhin wäre noch zu bedenken, ob solche Berufslabertaschen in der Lage wären, effizient, geplant und zielstrebig einen Supermarkt zu überfallen, insbesondere wenn man den Supermarkt als Symbol für Kapital und Markt nimmt. Wer schon an Vermögenssteuererhöhungen scheitert, die doch völlig legal wären.
Und obzwar “Kreutzer, die nur ostwärts schiessen”, dann doch schon mal nach Westen geschossen haben, kann man sich bei den genannten Herren sicher sein, daß sie immer nur nach unten treten. Es ist also abwegig, daß hier ein Supermarkt überfallen wurde. Ausgeraubt wurden maximal die ältesten und gebrechlichsten der Kunden.
Kleine Geschichten werden immer kompliziert, wenn man das Abstrahieren nicht übertreibt ;-)
Nun es soll wohl eine Ganzzahllösung werden – dann passt nur 2.496,- €
Den Rest nehme ich gerne!
Herzlichen Glückwunsch, SIE haben die richtige Lösung gepostet!
Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie oft man eine 1 EUR Münze wechseln kann.
Oder noch besser – am nächsten Morgen treffen sich alle in der Lobby, und wollen die Beute durch fünf teilen – dann bleibt wieder 1 € für den Portier übrig! Und jeder glaubt so einen größeren Teil der Beute erhalten zu haben. Nur einer hat damit aber Recht. Der zuerst am Save gewesen ist.
Im Übrigen ist es so, dass es natürlich zu dieser Aufgabe unendlich viele Lösungen gibt.
2496 EUR ist der “Startwert”. Die nachfolgenden Lösungen können die Werte 5621 EUR, 8746 EUR, etc. annehmen. Das s. g. Inkrement beträgt demnach 3125 EUR.
Von Herman Van Rompuy über José Manuel Barroso, Martin Schulz, Jean-Claude Juncker bis Mario Draghi und deren Handeln während der gesamten Rettungsphase, es handelte sich ja um eine ganze Kette von Supermärkten und die Arbeitsplätze der Angestellten sowie die Wettbewerbsfähig des Unternehmens standen als europäischer Standort auf dem Spiel, war Vorbildlich und daher ist Kritik in Form einer Rechenaufgabe auch nicht angebracht. Die erwirtschaftete Summe als Ganzes gelangt doch Investitionsbedingt in den Wirtschaftskreislauf der Volks/Finanzwirtschaft und das jetzt sogar über Aktienpakete und Global in den Handel zurück?
Was halten Sie – vereinfacht gefragt – von folgendem Vorschlag?
Die M1 Geldmenge ist an reale Güter und Dienstleistungen gekoppelt und darf nur von Geschäftsbanken ausgegeben werden.
Die M2 Geldmenge “Bitcoin” überlässt man der Finanzindustrie, sprich Investmentbanking, damit diese ihr Spielcasino betreiben kann.
Zu Ihrer Info, wie sich der Schuldenberg der EU-Länder visualisiert darstellen lässt:
Die 27 EU Länder wiesen zum 31.12.2011 lt.
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/government_finance_statistics/data/main_tables
gerade mal 10.433.926.000.000 EUR an Schulden aus.
Ein Stapel druckfrischer 10-EUR-Scheine mit 100 Scheinen hat eine Höhe von ca. 12 mm (Gegenwert: 1.000 EUR).
Mit dem Dreisatz: “1000 EUR entsprechen 12 mm – wieviel mm entsprechen 10.433.926.000.000 EUR?” errechnet sich eine “Schuldenturmhöhe” von 125.207.112.000 mm in 10-EURO-Scheinen, was in etwa 125.200 km oder etwas mehr als 3 Lagen aneinandergereiht um die Erde entspricht.
Von diesem Vorschlag halte ich wenig solange die Gesetze nicht dahingehend geändert werden, oder in den Zustand von vor der “Krise” oder des “Bankraubs” gestellt werden, die sich bis dahin auch bewährt hatten. Es kann nicht sein das die Rolle einer Europäischen Bankenaufsicht von Ratingagenturen eingenommen wird und niemand erkennen will oder möchte, das es die selben Gesetze und Verordnungen sind die zu diesem Drama führten, weil eben die Texte dazu von Banken und Versicherungen selbst geschrieben wurden und immer noch werden. Das macht es dann auch möglich, Spekulationsgeschäfte nicht in den Geschäftsbüchern aufzuführen. Es stimmt etwas Wesentliches nicht mehr und eine Rechenaufgabe möchte ich auch noch stellen ohne ihre zu beantworten: 10.433.926.000.000 Euro in 10 Euro Scheinen der Länge nach (176mm) voreinander gelegt und um den Globus geführt, wie schnell müsste man reisen um zum Beginn der Krise im Jahr 2001 wieder heraus zu kommen?
Die Zinsen für solche Summen schnellen ebenfalls ins Astronomische und der Gedanke die Forderungen von Banken und deren Aktionäre würden erfüllt, oder es würde alles ein gutes Ende nehmen wenn man nur fest genug daran glaubt, sind reinste Utopie! Wir müssen zurück zu Recht und Gesetz und das ganz schnell!
Es steht ja jedem frei, durch persönliche Spendenbereitschaft ausgesuchten Griechen einen schicken Konsum zu finanzieren. (Oder wie sagen die Linken immer: “auskömmlichen”.) Oder man fordert seinen Bundestagsabgeordneten auf, die Bundesregierung zu drängen, dafür die Mittel für alle Griechen bereitzustellen. Und gleich auch für alle Spanier, Portugiesen und so weiter. Möglichkeiten gibt’s genug, statt immer nur fremdzujammern.
Wir sollten unsere Firmen auffordern, nicht mehr in diese Länder zu exportieren, dann müssten Sie das von Ihnen produzierte nicht auch noch selbst bezahlen. Das wäre das einfachste. So lange Sie aber Export wünschen, ist Ihr Geschreibsel etwas simpel.
Ja, so einfach sind die Lösungen vieler Linker “Ökonomen”. Was für ein Niedergang. Diese Aussage ist einfach nur noch wirr, ausgeburt eines ewig gestrigen kommunistischen Wahns.
Problem:
Die Griechen kaufen zuviel BMWs
Lösung:
Es ist zu veranlassen, dass keine weiteren BMWs zu produzieren sind. Kaufaufträge aus dem Ausland sind unverzüglich zu vernichten. Die Belegschaft ist nach Hause zu schicken, bzw zu entlassen.
Ein deutscher Arbeitloser, ist ein guter Arbeitsloser!
Das ist doch logisch. Denn der böse Germane kann nicht mehr das produzieren, was andere Griechen gerne haben möchte. Den der Grieche kauft nur auf Pump. Hier muss nun angesetzt werden.
Nein, nicht der Pump ist das Problem, nein, das billige deutsche Produkt, bzw der billige deutsche Arbeiter! Der Pump muss bleiben, weg mit dem deutschen billig Malocher!!!
Es muss doch endlich wieder vernünftig in Europa gewirtschaftet werden! Und Jens Berger sagt dass doch auch immer. Wir müssen doch nur drauf hören.
Wieso hört uns den keiner????
Das war aber jetzt ziemlich wirr, Oscar.
Das ist es ja: Wir spenden ihnen ja unsere Produkte. Weil wir sie erst niederkonkurieren und dann mit Steuergeldern unsere eigenen Waren bezahlen. Wir könnten ihnen also auch die Waren schenken. Das ist die Logik der Marktgläubigen: Wir müssen alle besiegen. (Wie beim 100- Meter- Lauf, laut Brüderle)
Die Lösung ist übrigens auch einfach: Entweder darf man keine Währungsunion eingehen, oder jeder lebt an seine Verhältnisse angepasst.
und ich dachte der Weltuntergang war gestern. Aber das infantile Mediengequatsche von nem Kalender irgendwelcher Ureinwohner die weder Strom noch Telefon oder gar Kreditkarten kannten scheint die Herrschaften ja inspiriert zu haben den nächsten DoomsDay zu verkaufen.
Wie Jämmerlich. Journalisten sind so auf den Hund gekommen das man Sie nur noch wie solche behandelt. Fass Bello,, wo ist der böse Kapitalist.
Etwas fachliches auf diesen Verdummungsseiten zu schreiben ist sinnlos. Perlen vor die Säue die das Katastrophengequatsche nutzen um ihre verblödete Leserschaar beeinander zu halten.
Geht sterben, am besten die ganze verkommene Zunft.
der Satz hat mir glatt die Schuhe ausgezogen! *heul* Mein Großer hat gerade seine Disse erfolgreich verteidigt, Gott sei Dank hat der ‘n guten Job, ich hoffe, dass das für die annern drei, die noch nich fertig sind, auch gut geht!(??)
das ist das ganz große Problem, das niemand auszusprechen wagt. Noch einen Schritt weiter und der Laden brennt. Keiner will das glauben. Abwarten, die Teetrinker sind unter uns!
(Rache!! Mein Lieblingsgetränk von solchen Arschlöchern so in Misskredit gezogen :-( )
“Anstatt einen deprimierenden Rückblick über die verpassten Gelegenheiten und zerschlagene Porzellan des ausgehendes Jahres vorzunehmen, ist es heute wohl nötiger denn je, sich Gedanken über die kommenden Krisenjahre zu machen.”
Mein Vorschlag: sich Gedanken um die LÖSUNG für eine neue Finanz- und Wirtschaftsordnung machen halte ich für angebracht! Hier mein Vorschlag, welchen ich zur Diskussion stelle.
Schritt 1
Noch vor dem Staatsbankrott in Deutschland ist der Artikel 115 GG wie folgt abzuändern:
„Artikel 115
(1) Die Ausgaben der öffentlichen Hand dürfen die Einnahmen aus Steuern und Abgaben nicht übersteigen.
(2) Schuldverschreibungen, (Zwangs)Anleihen, Aufnahme von Krediten, die Emission von (Bundes)Wertpapieren oder anderer Finanzierungsinstrumente und deren Handel seitens der öffentlichen Hand sind verboten.
(3) Die Steuerbelastung der Bürger aus allen zu erzielenden Einkünften und dem EBIT nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) mit Stand „Datum“ (optional: nach HGB) bei Selbstständigen, juristischen Personen und Personengesellschaften ist gleich hoch und beträgt maximal 15 Prozent im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember eines jeden Jahres.
(4) Auf alle Waren und Dienstleistungen wird eine einheitliche Umsatzsteuer erhoben, die
maximal 15 Prozent beträgt. Eine darüber hinausgehende Besteuerung von Waren und
Dienstleistungen ist verboten.
(5) Öffentlich-rechtliche Abgaben an Bund, Länder und Gemeinden sind zweckgebunden zu erheben und dürfen den Grenzabgabensatz von 20 Prozent vom Jahreseinkommen gem. Satz (3) nicht übersteigen. Bei Übeschreitung vom Grenzabgabensatz ist der darüber hinausgehende Betrag im ersten Quartal des Folgesjahres von der öffentlichen Hand (zzgl. 3 Prozent über dem Basiszinssatz nach BGB) zurück zu zahlen. Auf Rechnungen sind Steuern und Abgaben getrennt auszuweisen.
(6) Zwangsabgaben und -steuern auf bereits versteuertes Privatvermögen sind verboten
(Doppelbesteuerung, Entfall der Erbschafts- und Schenkungssteuer, Hauszinssteuer,
Lastenausgleich, Zwangsanleihen, etc.). Weiterhin darf Privatvermögen nicht
vergemeinschaftet werden (Art. 15 Grundgesetz wird ersatzlos gestrichen).
(7) Die Legislative und Exekutive haften vollumfänglich bei Verletzung der Sätze (1) bis (6). Die Immunität der Abgeordneten ist bei Gesetzen zum Bundeshaushalt aufgehoben. Des Weiteren haben alle Abstimmungen zu Gesetzen betreffend des Bundeshaushaltes stets in namentlicher Abstimmung zu erfolgen.
(8) Eine Änderung (Ergänzung, Wegfall oder im Inhalt) der Sätze (1) bis (7) bedarf einer 2/3 Zustimmung von mindestens 50 Prozent der wahlberechtigten deutschen Staatsbürger.
Schritt 2
Um zu verhindern, dass Banken nach der Währungsreform wieder zu „Zockerbuden“ verkommen, gilt es folgende Punkte – neben anderen – umzusetzen:
1. Das Investmentbanking ist von dem der Geschäftsbanken nach dem s. g. Glass-Steagall Act zu trennen.
2. Finanzmarktregulierung durch Verbot von Schattenbanken bzw. Schattenbanksystemen
3. Rückführung der geld- und währungspolitischen Souveränität der Europäischen Zentralbank auf die Deutsche Bundesbank (GG Art. 88 ist auf die ursprüngliche Fassung vom 23. Mai 1949 abzuändern, Protokoll (Nr. 4) – Amtsblatt C115/230 über die Satzung des europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank sowie weitere EG-Gesetze bzgl. „Nationaler Währungshoheiten“ sind außer Kraft zu setzen). Der Deutschen Bundesbank obliegt die alleinige Verantwortung für die Geldpolitik sowie Sicherstellung der Währungsstabilität in der Bundesrepublik Deutschland.
4. Von Weisungen Dritter (z. B. Exekutive – Bundesregierung) ist die Deutsche Bundesbank unabhängig. Die Bestellung des Präsidenten und des Vizepräsidenten sowie eines weiteren Mitglieds des Vorstandes auf Vorschlag der Bundesregierung entfällt ebenso wie das Vorschlagsrecht der übrigen drei Mitglieder seitens des Bundesrates im Einvernehmen mit der Bundesregierung. Weitere Anforderungskriterien sind unter Pkt. 7 gelistet.
5. Die Eigenkapitalquote der Geschäftsbanken muss mindestens 20 Prozent bei Investmentbanken mindestens 35 Prozent betragen
6. Haftung der operativen Geschäftsführung (CEO, CFO, etc.) der Deutschen Bundesbank, Geschäftsbanken als auch Investmentbanken bei grober Fahrlässigkeit mit bis zu 70 Prozent des gesamten Privatvermögens. Das Privatvermögen der Vorstandsmitglieder ist offenzulegen.
7. Besetzung der operativen Geschäftsführung der Deutschen Bundesbank, Geschäftsbanken, Investmentbanken als auch deren Aufsichtsräte (Aktiengesellschaften) bzw. Verwaltungsrat (Landesbanken) mit Experten, welche Basel II/III als auch das KWG (Kreditwesengesetz) vom Inhalt her kennen und auch anzuwenden wissen. Darüber hinaus dürfen die Mitglieder der Verwaltungsgremien keiner Partei angehören, müssen mindestens 45 Jahre alt sein und nachweislich mehr als 10 Jahre in einer Führungsposition bei einer international aufgestellten Bank-
oder Versicherungsgesellschaft gearbeitet haben. Ein Wechsel von der operativen Geschäftsführung in den Aufsichtsrat oder umgekehrt ist frühestens nach Ablauf von drei Jahren nach Ausscheiden innerhalb der Bank und/oder ihrer Tochtergesellschaften erlaubt. Wechselseitige Mandate, z.B. CEO einer Bank A sitzt im Aufsichtsrat der Bank B, sind ebenso verboten wie die Wahrnehmung von mehr als 2 Mandaten in Aufsichtsräten börsennotierter Aktiengesellschaften.
8. Zulassung aller handelbaren Bankprodukte einschließlich deren Zertifizierung von einem staatlich unabhängigen Institut.
9. In Anlehnung der Goldumlaufwährung der Deutschen Reichsbank zwischen 1876 und 1914 muss die M1 Geldmenge zu 100 Prozent und die M2 Geldmenge mindestens mit 20 Prozent durch Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium) gedeckt sein. Edelmetalle dürfen nur physisch (zu einem von einer unabhängigen Notenbank – wie z. B. Deutsche Bundesbank – festgelegten Preis) erworben und veräußert werden, ein Derivatehandel bzw. – geschäfte mit Edelmetallen ist verboten.
Weitere Maßnahmen (Liste unvollständig):
– Verbot staatlicher Subventionen an das verarbeitende Gewerbe / Industrie, Land- und
Forstwirtschaft sowie Handel
– Einführung eines Mindestlohnes (BGE) für alle abhängigen Beschäftigten (unter
Berücksichtigung der regionalen Kaufkraft z. B. für Großraum München mindestens 10
EUR/Std.)
– Einführung von (zeitlich befristeten )Kapitalverkehrskontrollen
– Aufbau einer von Politik, Wirtschaft und Banken unabhängigen nationalen Ratingagentur
Schritt 3
Veröffentlichung von folgendem ENTWURFSCHREIBEN
Berlin, [Datum heute]
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Ich darf Ihnen heute die freudige Mitteilung machen, dass Sie unsere DM zurück bekommen.
Die „neuen“ alten Geldscheine werden Ihnen zusammen mit dem Münzgeld über die Banken im Laufe der nächsten vierzehn Tage gegen die in Ihrem Privatbesitz befindlichen Euro-Geldscheine und Euro-Münzen im Verhältnis 1,95583 EUR = 1 DM bis zu einem Betrag von 5.000 EUR zurück getauscht.
(Spar)Guthaben inkl. Sichteinlagen sowie die Verbindlichkeiten von Privatpersonen und juristischen Personen mit Stichtag [Datum gestern] werden im Verhältnis 1,95583 EUR = 1 DM bis zu einem Betrag von 10.000 EUR und darüber hinausgehende Geldbeträge im Verhältnis 19,5583:1 (19,5583 EUR = 1 DM ab 10.000 EUR) von Ihrer Bank auf bestehenden inländischen Konten verrechnet.
Das Umtauschverhältnis von Guthaben der öffentlichen Hand (Bund, Länder und Gemeinden) beträgt 19,5583:1 (19,5583 EUR = 1 DM); diese werden unter Berücksichtigung des o. g. Stichtags auf bestehenden inländischen Konten verrechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten der öffentlichen Hand werden unter Maßgabe GG Art. 14 (3) glattgestellt, im Interesse der Allgemeinheit haben die Gläubiger von Entschädigungsansprüchen abzusehen.
Des Weiteren verkünde ich in Ausübung meiner Vollmacht unter Maßgabe GG Art. 15, dass Gold-und Silberbesitz verboten ist und dass jeder solche Münzen, Anlagemünzen oder anderen Gold- und Silberbesitz innerhalb von vierzehn Tagen bei amtlichen Beauftragten der Bundesregierung gegen Erstattung zum offiziellen Preis in offiziellen Zahlungsmitteln der Regierung abzuliefern hat.
Alle Tresorfächer in Banken oder Geldinstituten sind versiegelt worden und warten auf
bevorstehende gesetzliche Maßnahmen. Mithin ist jeder Verkauf, Ankauf oder die Bewegung von solchem Gold oder Silber innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Gebiete verboten, sowie jedes Devisengeschäft und jede Bewegung von solchen Metallen über die Grenze. Der Besitz dieser verbotenen Metalle sowie die Unterhaltung eines Schließfachs für deren Lagerung ist der Regierung durch die Bank- und Versicherungsunterlagen bekannt. Es wird darauf hingewiesen, dass Ihr Schließfach versiegelt bleiben muss und nur in Anwesenheit eines Vertreters des Finanzamtes geöffnet werden darf.
Das Schengener Abkommen ist bis auf Weiteres ausgesetzt.
Ihre Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel
Deine Ausführungen sind als Fiktion über eine Reise in einen totalitären Staat durchaus brauchbar. Im wirklichen Leben würde uns “der Laden”, unabhängig von den schweren und schwersten verfassungsrechtlichen Verwerfungen, mit Sicherheit wirtschaftlich und innen/ außenpolitisch um die Ohren fliegen.
Wir müssen m.E. kapieren, auch wenn der € womöglich eine Fehlkonstrukt ist der nun radikale Lösungen welcher Art auch immer erfordert, diese letztendlich immer auf einem großen mehr an demokratischen Entscheidungen (am besten EU weit) fußen müssen, und nicht auf den bitteren Rezepten (mit üblen Nebenwirkungen) des frühen 20. Jahrhunderts oder technokratischem Irrsinn.
Gruß
Vielen Dank für die schnelle Antwort und Ihrem konstruktiven Beitrag zur Lösung der Krise “mit Rezepten welcher Art auch immer”.
“Antwort…”, die nur besagen will das ohne gelebte Demokratie der Karren nur noch tiefer in den Dreck gezogen wird. Da Demokratie aber auch ein dynamischer Prozess ist weiß man allerdings nie genau was zukünftig für konkrete Lösungen (u.U. auch radikale Entscheidungen zum €) herauskommen mögen.
Um nun “konkret” zu werden schlage ich zunächst vor, dass die Verantwortlichen das GG als Ganzes und im besonderen den Artikel 20 wörtlich nehmen, bzw. vom “Geist des Grundgesetzes” den viele in Sonntagsreden beschwören auch tatsächlich einhalten. Wirklich gute, neue und auch konkrete Ansätze gibt es z.B. hier unter : http://www.mehr-demokratie.de/
Direkt zum Thema €-Krise-Demokratie: ARD Monitor 24.05.2012: Den Euro retten, die Demokratie ruinieren?
Die Ansätze auf der Internetseite http://www.mehr-demokratie.de/im gehen mir nicht weit genug. Auch die “Macher” welche hinter dem “Projekt” stehen halte ich persönlich für – mit Verlaub – weniger qualifiziert. Im Übrigen lohnt es sich meiner Meinung auch über folgende Punkte nachzudenken:
1. Verlängerung der Wahlperiode von vier auf fünf Jahre, zwingend gebunden an plebiszitäre Elemente. Auch unter Beibehaltung einer vierjährigen Legislaturperiode ist generell anzustreben, das Volk bei Grundsatzentscheidungen an der politischen Willensbildung auf Bundesebene durch die Möglichkeit von Volksabstimmungen auf Bundes- und Landesebene zu beteiligen. Als Beispiel – stellvertretend für viele andere – fällt darunter auch der Einsatz der Bundeswehr unter dem UN-ISAF Mandat in Afghanistan.
2. die Parteienfinanzierung bzw. die der freien Mandatsträger an die Anzahl der als gültig abgegebenen Stimmen und darüber hinaus an die tatsächliche Dauer der jeweiligen Wahlperiode zu koppeln. (Wird der Wählerauftrag, wie z. B. in der 15. Wahlperiode, nicht vollständig erfüllt ist die Parteienfinanzierung der nachfolgenden Legislaturperiode anteilig um den entsprechenden Betrag zu kürzen!)
3. Im Falle der Beibehaltung der Landeslisten und / oder einer Bundesliste (Zweitstimmen) ist die Anzahl der Abgeordneten prozentual an diese zu koppeln. Bsp.: 40 Mio. Wahlberechtigte und 20 Mio. abgegebener gültiger Stimmen führt zu einer Halbierung der zu vergebenden Zweitsitze im Bundestag.
4. Die fünf Prozent Hürde wird im Falle der Beibehaltung von Landeslisten und / oder einer Bundesliste (Zweitstimmen) abgeschafft oder auf 3 Prozent abgesenkt (wäre als Kompromiss zur Vermeidung von Zuständen in der Parteienzersplitterung im Parlament der Weimarer Republik geschuldet)
5. der Bundespräsident vom Volk gewählt wird und dessen Wahl zusammen mit der Bundestagswahl durchgeführt wird (Artikel 54 GG wäre entsprechend abzuändern). Hintergrund ist, dass auf Grund von Ansehen und Würde dieses Amtes das in Vergangenheit übliche “parteipolitische Geschachere” um das erste Staatsamt aufhören muss)
6. Beschränkung auf maximal zwei Legislaturperioden oder – im Falle von Unterbrechungen – max. 8 Jahren aller in die Bundesregierung (Exekutive bzw. Minister) gewählten Abgeordneten.
7. Zulassung eines Volksbegehens (z. B. zur Auflösung des Parlaments) in drei Stufen. Im Grundgesetz ist der Artikel GG 20 um einen Satz (5) entsprechend zu ergänzen.
- Stufe 1: Eine Unterschriftenliste mit mindestens 5 Prozent der wahlberechtigten Bürger der Bundesrepublik Deutschland wird an den Präsidenten des Bundestages übergeben. Die Prüfung der Unterschriftenliste und Feststellung des Ergebnisses hat innerhalb von 14 Tagen nach Einreichung der Unterschriftenliste zu erfolgen. Ist kein Ergebnis nach Ablauf der Frist festgestellt, tritt automatisch Stufe 2 in Kraft.
- Stufe 2: Wird das Quorum erfüllt oder wurde kein Ergebnis nach Stufe 1 festgestellt, wird das Volksbegehen zugelassen. Spätestens vier Wochen nach Ablauf von Stufe 1 sind die Unterschriftenlisten für das Volksbegehen auszulegen in denen sich mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten innerhalb von 30 Tagen eintragen können. Das Volksbegehren wird zugelassen, wenn mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten diesem in einfacher Mehrheit (50 Prozent + 1 Stimme) zugestimmt haben. Die Feststellung des Ergebnisses hat innerhalb von 14 Tagen nach Ende der Ablauffrist zu erfolgen. Ist kein Ergebnis nach Ablauf der Frist festgestellt, tritt automatisch Stufe 3 in Kraft.
- Stufe 3: Die Abstimmung zum Volkbegehren muss spätestens sechs Wochen nach Feststellung des Ergebnisses auf Bundesebene stattfinden; dies gilt auch, wenn kein Ergebnis gem. Stufe 2 vorliegt. Das Volksgehren ist angenommen, wenn mindestes 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen (einfache Mehrheit) diesem zugestimmt haben. Das Gesetzgebungsverfahren zum Volksbegehren ist 30 Tage nach Verkündung des Ergebnisses zum Volksbegehren abzuschließen.
8. Strikte Trennung von Legislative, Exekutive und Judikative. Die Artikel GG 94 und 95 sind entsprechend abzuändern. Mein Vorschlag zur Wahl der Richter an das Bundesverfassungsgericht / Oberlandesgerichten:
- Richter am BVerfG als auch den Oberlandesgerichten dürfen keiner Partei angehören
- die Wahl der Richter erfolgt durch einen Richterausschuss aus Richtern vom BVerfG und OLG, Verfassungsrechtlern und “Schöffen”.
- Das Anforderungsprofil an ein Richteramt des 1. und 2. Senats am BVerfG ist klar festzuschreiben. Kanditaten müssen ihre Qualifikation nachweisen.
- Das Mindestalter für Richter am BVerfG beträgt 45 Jahre.
9. Zur Verhinderung der politischen Infiltration durch „Parteisoldaten“ an wichtigen (staatlichen) Institutionen wie – neben anderen – z. B. Deutsche Bundesbank, Rundfunkräte, Landesbanken, …. dürfen die (Vorstands)Mitglieder der operativen Geschäftsführung als auch die Aufsichtsräte bei Aktiengesellschaften bzw. Verwaltungsbeiräten in den Landesbanken keiner Partei angehören bzw. durch ausgeschiedene Bundestagsabgeordnete – auch nach Rückgabe der Parteimitgliedschaft – besetzt werden.
Mein Wunsch ist es, dass eine unabhängige Presse über die Berichterstattung vom politischen Tagesgeschehen hinaus verstärkt Missstände in der Bundesrepublik Deutschland nicht nur aufzeigt, sondern auch in ihrer Funktion als „Vierte Gewalt“ mit Reformvorschlägen zukünftig das „öffentliche Mandat“ wahrnimmt http://www.youtube.com/watch?v=MTCCeXGxn_w
Wie es besser geht, zeigt Frankreich. Die haben die Konservativen abgewählt. Nun regiert die Linke.
Zum einen sind in Frankreich die Sozialisten auch eine richtige Volkspartei, und nicht wie bei uns marginalisiert oder unecht.
Zum anderen ist auch da womöglich nicht alles aus Gold was nach der Wahl noch geglänzt hat. Dazu: Die “Ruck-Rede” des französischen Präsidenten
Ja, der Niedergang ist gut zu beobachten. Hexenjagd auf Reiche, die nach dann Belgien auswandern. Unternehmen werden verstaatlicht die eigentlich Pleite sind. Neue Bürokratie wird geschaffen.
Ja, der Sozialismus ist am aufblühen. Es ist immer wieder schön das ungläubige Augenwischen der Gutmenschen zu beobachten, die nicht verstehen können, warum Sozialismus nicht klappt.
@Oscar
Seit Schmidt waren nur neoliberale Stümper an der Spitze der Regierung (Schröder eingeschlossen), die nicht im Ansatz verstanden, was der Unterschied zwischen Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft ist.
Es gab und gibt keine Hetzjagd auf Reiche, nur muss die im GG geforderte Fairness hergestellt werden. Allein in den letzten 10 Jahren ist die Schere zwischen den abhängig Beschäftigten und den denen, die vom Verwalten von Vermögen leben, zusätzlich um über 50% auseinander gegangen. Dieses ist hochgradig ungerecht.
Es wird Zeit, dass die Regierung umsteuert in Richtung einer echten sozialen Marktwirtschaft – aber Merkel ist hier für einfach zu dumm.
Dieser Ansatz zu mehr sozialer Gerechtigkeit ist nur bei den Spitzenleuten der Linke vorhanden (Steinbrück ist leider nur ein Schwätzer).
Wach endlich auf und löse Dich vom sinnlosen, neoliberalen Denken.
Merkel ist zu dumm?
Nein, das ist sie nicht.
Wer reihenweise Konkurrenten vom politischen Parkett kegelt handelt berechnend und kalt.
Das politische Establishment Deutschlands weiß ganz genau was es tut. Und das im kompletten Einheitsblock CDUCSUFDPSPDGrüne.
Keine Entschuldigung kann es für uns, das Volk, geben, welches sich sämtliche Rechte abermals entwinden und sich geistig, moralisch und materiell komplett enteignen lässt.
Was bleibt ist Bitterkeit und der persönliche Rückzug.
So ergeht es wenigstens meiner Wenigkeit.
Der Begriff “neoliberal” ist doch nur eine leere Worthülse. Ein Allgemeinplatz für diejenigen, die Glauben durch staatliche Zwänge oder gar mit Gesetzen Armut abschaffen zu können. Wer nach über 20 Jahren nach dem Fall der Mauer immer noch glaubt, der Sozialismus sei das Wohl der Menschheit oder man könne Schulden machen so lange man wolle, lebt in einem Wahn.
@Oscar
Ich wundere mich immer wieder aufs Neue, daß die Neoliberalen stets “die Mauer” und “die DDR” als Feigenblatt für ihren asozialen Sozialimus zu Gunsten der Reichen (siehe z.B. die billionenschweren weltweitweiten “Bankenrettungspakete”, welche die Staatsschuldenquoten weltweit deutlich in die Höhe getrieben haben) ins Feld führen, zugleich jedoch verschweigen, daß kapitalistische Diktaturen mindestens ebensolche – wenn nicht sogar größere -Verbrechen und Schäden – an den Menschen, der Infrastruktur etc. zu verantworten haben. Ich erinnere hier nur an die grauenhaften Verbrechen des von sehr großen Teilen der Großindustrie und des Mittelstandes mit finanzierten kapitalistischen und zugleich braunen Hitlerfaschismus. Für zahlreiche weitere kapitalistische und zugleich braune Diktaturen gilt Ähnliches.
Verschone uns doch wenigstens zu Weihnachten mit Deinem sinnfreien Sozialismus-Geschwurbel.
Les mal, was Soros oder Buffett in den letzten Jahren abgelassen haben. Die stehen ja nun beide nicht gerade im Verdacht, irgendwelchen sozialistischen Träumen nachzuhängen. Und was den Nachweis ihres Sachverstandes anbelangt, da müssen die Mietmäuler im dt. TV erstmal hinschnuppern, wo die beiden hingesch…
Soros sagt beispielsweise, der von D durchgesetzte Sparwahn treibe Europa in eine deflationäre Schuldenfalle.
Buffett spricht von einem Klassenkampf von Seiten der Reichen, den sie nicht gewinnen sollten und fordert höhere Steuern für Spitzeneinkommen.
Und wenn Du noch so oft das vermeintliche Lied der Siegerklasse singst, Du wirst nicht dazugehören. Dazu mußt Du nur mal auf die Gehaltsabrechnung kucken und den Abstand zu H4 mit dem Abstand zu den beiden zitierten Herren vergleichen.
In diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten
und möge dem Einen oder Anderen nicht nur am Baum ein Lichtlein aufgehen…
@Cholerix,
wer Buffet oder Soros auf seiner Seite wähnt, hat Nichts verstanden. Das Soros gerne die Schuldenmacherei weiter machen möchte kann ich sehr gut verstehen, den die Reichen profitieren ja von der “Eurorettung”. Das die Kommunisten und Sozialisten in diesem Forum das nicht verstehen und Herr Soros sogar als Kronzeuge ihre Forderungen aufführen amüsiert mich schon sehr.
Du zeigst hier mit jedem Deiner Kommentare, daß gerade Du nichts verstanden hast.
Wieso? Er klappt doch! (für die Reichen)
Was ist den los, Herr Berger? Sie bejammern den Zustand Europas und die Borniertheit der Politik. Jammern können wir Alle, es wird auch die Zeit kommen wo zu jammern ist. Nur, worin liegt den die Borniertheit der Politik? Vermutlich müssen wir mehr Schulden machen, nicht wahr Herr Berger? Wieso schreiben Sie nichts Konkretes?
Ich vermute mal, sie wollen gerne Eurobonds haben. Dann können endlich diejenigen auch Sachen kaufen die es sich nicht leisten können. Und die Eurobonds werden dann auch endlich helfen die anderen Länder zu stabilisieren. Rente mit 60 in Frankreich, oder 80% Staatsquote in Griechenland. Man muss ja nur wollen. Ist ja nur eine Überweisungsgeschichte. Für den Einen ist es ein Guthaben, für einen Anderen eine Schuld, dh ein Nullsummenspiel, also kann man soviel Schulden machen wie man will!
Herr Draghi von der EZB muss doch ganz vorne liegen in Ihrem Europaranking. Ihnen scheint ja irgendwie der Stoff auszugehen, schreiben Sie doch mal einen Artikel, zB “Mario Draghi für Bundeskanzler” in der Sie uns erklären, warum wir mehr gedruckte Papiernoten brauchen und warum Mario Draghi ein besserer Bundeskanzler zum Wohle Deutschlands wäre als Frau Merkel.
Frohe Weinachten
“(..)Europas Wirtschaft befindet sich im freien Fall.(..)Wir stehen heute am Scheideweg. Borniertheit, Ignoranz und ideologische Scheuklappen haben uns dorthin gebracht.”
Wie oft Herr Berger schon konkrete Lösungsvorschläge zur Krise in Europa gemacht hat ist doch kaum noch zu zählen? Von Beginn der Krise in Griechenland und deren Bekämpfung mit den Mitteln aus Politik, EU oder EZB hatte Herr Berger immer gewarnt, denn wenn ein Staat die Binnenkaufkraft durch wegbrechende Löhne, Renten und Arbeitsplätze schwächt, die damit für ein Zerbrechen des gesamten gesellschaftlichen Zusammenhalts sorgen, hat Politik versagt und das wurde oft Thematisiert. http://www.nachdenkseiten.de/?p=15471#h01
Im Videopodcast 12/04 sind Anmerkung zum Steuerrecht in Deutschland und was Ziel in einem gemeinsamen Europa sein müsste, http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8781/nds-videopodcast-1204-leser-fragen und anmerken möchte ich zum deutschen Steuerrecht noch, das durch verschiedene Gesetze für Unternehmen auch Lücken die Steuer zu umgehen geschaffen wurden, siehe EEG Umlage oder die gerade beschlossene “kleine Unternehmenssteuerreform”, die “große Unternehmenssteuerreform” 2001, die ausgearbeitet wurde durch Heribert Zitzelsberger, der als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Kommunen und Städte in die Pleite trieb durch Steuertricks aus Absurdistan, war vorher Finanzchef bei Bayer und ist ein gutes Beispiel. Das in Hessen Steuerfahnder für Verrückt erklärt werden wenn sie die “Falschen” prüfen hat mit Einigkeit und Recht und Freiheit auch nichts zu tun.
Zum Wohle Deutschlands und das wäre mein Lösungsvorschlag, “Borniertheit, Ignoranz und ideologische Scheuklappen” zu beseitigen, bzw die Personen die dadurch der Idee eines vereinten Europa schaden, von einer unabhängigen Staatsanwaltschaft auf Hochverrat, Korruption oder Begünstigung und Sabotage in jedem Verdachtsfall, ermitteln zu lassen. Wenn das nicht möglich ist sollten die von Jens Berger zur Verfügung gestellten Vorschläge besser umgesetzt werden, sonst wird Barroso noch unser Kanzler und der ist im Gegensatz zu Drahgi, zumindest nicht Offiziell der Goldmann&Sachs Bank verbunden!
Das ist ja wirklich lächerlich.
/(Das denke ich auch, deswegen wurde der Rest ihrer Polemik mit diffamierenden Inhalt von der Moderation gelöscht. Sie wollten Lösungsvorschläge und sind nicht mal in der Lage einer Diskussion zu folgen bzw eine zu führen, was wollen sie also? und wenn sie zitieren dann bitte Komplett, “Thematisiert” schrieb ich, so viel Zeit muss sein.)/
Bald ist es soweit, da werden hierzulande die Löhne kräftig steigen, eine ordentliche Grundsicherung wird es geben, man wird die Vermögenden besteuern und die anderen Länder werden nicht mehr zum Sparkurs gezwungen, …
Noch nicht, aber bald!
Wünsch dir was – Die Toten Hosen
Ähnlich verwirrt waren die Texte des Campino als der den SPD Agenda-Kurs von G.Schröder unterstütze. Um dann zu sagen “wünsch dir was”?, das hat schon was!
Aber auch in Talkshows u.a. mit Brüderle war die Unterstützung für den jeweiligen Kanzler und dessen Kurs deutlich. Gibt es da nicht bessere Texte von anderen Interpreten?
Hallo Mod,
ganz klar das die “Toten Hosen”, als gealterte teutsche Punkband, eher unpolitisch sind. Aber als “verwirrt” möchte ich sie dennoch nicht bezeichnen, weil sie m.E. auch keinen politischen Anspruch auf ihre Kunst erheben.
Wer es aber so richtig politisch und lyrisch mag schaue ins Werk von Gevatter Franz, da findet man viele Perlen wie z.B. diese hier im Kontext “Wünschen”:
Aus Hört Ihr noch den Ruf der Schwäne von Franz Josef Degenhardt
Gruß
“Ab 1999 betrieben Die Toten Hosen ein offenes Diskussionsforum im Internet. Dort konnte jeder anonym seine Meinung äußern. Im August 2004 schloss die Band diesen Bereich ihrer Homepage ohne Begründung.” schreibt Wiki über Politische Aktivitäten der wirklich toten Hosen und wenn die Band genügend Mumm in den Knochen hätte, deren Wurzeln angeblich im Punk zu finden sind, die Wurzeln der Menschheit liegen ja bei Edith aus Afrika und der kommerzielle Erfolg der toten Hosen auf dem Altar des gesellschaftlichen Zusammenhalts geopfert würde, sie würden in den Charts oder Radios womöglich nicht mehr gespielt, dann würde das was sie machen auch für mich einen Wert darstellen denn ich bin nicht nachtragend und Fehler machen wir alle!
Wie die Band oben angesprochen machte zur selben Zeit die SPD ihr Forum dicht, das wurde weder begründet noch angekündigt, im Gegenteil man ließ den User in dem Glauben, das nach den “Umbauarbeiten” alles Übersichtlicher und besser, dann wieder am rechten Fleck zu finden wäre. F.J. Degenhardt dagegen ist eine andere ganz Liga und solche Künstler braucht das Land.
http://www.faz.net/aktuell/nachruf-auf-franz-josef-degenhardt-gegen-alle-buergerlichen-dressurakte-11529165.html
Degenhardt im Zusammenhang mit Brecht oder Tucholsky genannt beschreiben den gesellschaftlichen Wert, wenn ich seinen Liedern zuhöre komme ich ins Nachdenken bei leichter Gänsehaut! Das mach ich mal eben, thanx an Heldentasse!
In der FAS ist heute ein Interview mit Wolfgang Schäuble. Selten habe ich von einem massbeblichen Regierungsmitglied solch einen Unsinn gelesen und die Mehrzahl der Kommentatoren in der FAZ (!) sind der gleichen Meinung.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wolfgang-schaeuble-im-gespraech-ohne-krise-bewegt-sich-nichts-12002704.html
Allein der Einführungsabschnitt erhält schwere Wissensdefizite von Schäuble – der Artikel ist haarsträubend:
1. “Die Menschen schauen genau einfach hin” – solch Blödsinn. Die meisten überschauen nichts mehr und dieses betrifft auch unsere Abgeordneten.
2. “Bankenkrise in Folge der Lehman-Pleite” – diese Behauptung ist einfach dumm. Wir haben eine Bankenkrise aus Gier, gepaart mit politischem Unvermögen – usw.
3. “Geld, das einfach weg war” – nur Verdummung der Bevölkerung. In der ersten Vorlesung in VWL lernen die Studenten: Es ist ein Null-Summenspiel, denn die Verluste des einen, sind die Gewinne des anderen. Geld löst sich nicht auf, sondern wird nur umverteilt – usw.
Schäuble ist der Kassenwart der Spekulanten und holt sich die Spekulantengewinne von der normalen Bevölkerung zurück, aber dieses ist nicht ein wirklicher Grund zur Besorgnis, denn diese Regierung besteht aus fremd gesteuerten Versagern.
Bedenklich wird es, wenn Parallelen zur Entwicklung zu den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhundert gezogen werden.
Auch damals dachten viele, dass ein Mensch mit wirren Vorstellungen nicht gefährlich sein könne. Auch die damaligen Finanz-Mächtigen dachten so. Er war beliebt, wurde gewählt und von den spießigen Bevölkerungsteil, dem Klerus und den Banken getragen.
Alle gefährlichen Mitstreiter wurden kaltgestellt und die Wirtschaft wurde “angekurbelt”.
Das Ergebnis ist bekannt.
Was passiert heute mit Merkel und Schäuble?
Merkel und Schäuble sind genau so unberechenbar und gehen genau so gegen Mitstreiter vor, wie der “Herr” damals.
Es wird nicht nur Deutschland kaputt gespart, den Banken unendlich geholfen, sondern auch südliche Staaten ausgeplündert und ganz Europa finanziell, sozial und wirtschaftlich angesteckt.
Unser Abgeordneten und Gewerkschaften schweigen und wir diskutieren buchhalterische Dinge, sehen die Auswirkungen und ballen die Faust in der Tasche.
Lernen wir wirklich nichts aus der Geschichte? Merkel und Schäuble sind Brandstifter und wir die Brandbeschleuniger.
@R_Winter
Wenn man die Bedeutung der scheinbar menschlichen Gier als Ursache der Krise betont, kommt man um die Systemfrage einfach nicht herum, andernfalls wird es paradox.
Aus Die Gier, die Krise und wir
Ergo ist Gier demnach ein wesentlicher Bestandteil unseres auf Privateigentum aufbauenden Gesellschafts/ Wirtschaftssystem. Wer nun als politisch Verantwortlicher nur gegen diese eine systemimmanente Eigenschaft Maßnahmen einfordert betreibt Volksverdummung bzw. wirft Nebelkerzen oder ist selber nicht in der Lage rational zu Denken. Das letztere entspräche dann auch der von Dir eingeführten zweiten Eigenschaft, nämlich der des “Unvermögens”.
Gruß
@R_Winter
Dieser Satz läßt auch das kindische Weltbild des Schäuble erkennen: Er glaubt tatsächlich an diese affige Ösi-Idee des homo oeconomicus.
Die Bankenkrise ist nicht eine “Folge der Lehmann-Pleite”. Die Lehmann-Pleite ist ein Symptom – also eine Folge – der Bankenkrise. Da ist Orwellsches Zwiedenken in Reinkultur.
Bedingt – Geld könnte sich theoretisch auflösen, wenn die Geldmenge reduziert und die Wege und die Prozesse der Geldschöpfung (Stichwort Kreditwesen) kontrolliert werden würden. Das wird in der Realität allerdings niemals ohne Währungsreform passieren.
Hier ein akueller Beitrag der Jungen Welt zu Griechenland:
“Das Wunder von Athen”
http://www.jungewelt.de/2012/12-22/028.php
Darin heißt es:
“Seit Anfang dieser Woche überbieten sich die Mainstream-Medien in Optimismus über die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Das tun sie, obwohl sich faktisch nichts verändert hat. Zuletzt hatten sogar einflußreiche Politiker, wie der holländische Ministerpräsident Mark Rutte, öffentlich über Wege nachgedacht, wie man Athen aus der Euro-Zone hinauskomplimentieren könnte. (…) An der desolaten Lage Griechenlands, hat sich nichts geändert. Auch die von der Troika verbreitete Prognose, wonach das Land bis 2020 seine Schuldenquote von derzeit 180 auf 124 Prozent des BIP reduzieren werde, verhöhnt die Realität. Die Wirtschaft müßte bei gleichbleibendem Schuldenstand und Haushaltseinschränkungen zwischen 2014 und 2020 ein reales durchschnittliches Wachstum von sagenhaften sieben Prozent im Jahr vorweisen.
PS. Die Ratingagentur Fitch listet Griechenland weiterhin nur mit einem Punkt über dem Staatsbankrott, Moody’s hält das Land für pleite.”
In einem Beitrag von German Foreign Policy hieß es erst am 17.12.2012 zu den desaströsen Wirtschaftsprognosen für Griechenland:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58493
“Präzise beziffert haben das mutmaßliche Ausmaß des kommenden Absturzes jüngst Experten der Citigroup. Demnach wird die Rezession, die die deutschen Spardiktate – von Berlin gegen heftigen Widerstand zahlreicher europäischer Staaten oktroyiert – verursacht haben, fortdauern und neue Höchstwerte erreichen. Nach einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 7,2 Prozent im laufenden Jahr rechnen die Citigroup-Experten mit einem Rückgang um 7,4 Prozent im Jahr 2013 und um 11,8 Prozent 2014. Erst 2015 verlangsame sich die Wirtschaftskontraktion auf 3,7 Prozent. Bislang unvorstellbare Höhen wird demnach die Arbeitslosigkeit annehmen, die im dritten Quartal 2012 mit 24,8 Prozent weit über dem Vorjahresquartal lag (17,7 Prozent), junge Menschen bis zum Alter von 24 Jahren weit überproportional trifft (56,6 Prozent) und sich bei jungen Frauen auf 65,4 Prozent beläuft. Für das Jahr 2013 sagt die Citigroup eine Arbeitslosigkeit von 29,7 Prozent voraus, für 2014 35,9 Prozent und für 2015 40,3 Prozent.”
Auf der Titanic soll ja die Kapelle auch bis (fast) zuletzt gespielt haben um der Panik entgegen zu wirken. Deren letzter Beitrag war übrigens der Choral “Näher mein Gott, zu Dir”.
Gruß
@Heldentasse
In Griechenland kann man schön beobachten, dass die Leute, die den Sozialstaat (Neolibsekten Orwellsprech=”Soziale Hängematte”) abschaffen wollen, einen Staat von Asozialen bekommen.
Von Asozialen für Asoziale zu Asozialen gestaltet.
Das ist hier auch nicht anders; nur sind wir erst später so richtig dran.
Wenn sich dann erster Unmut regt, werden erst alle möglichen Repressions- und Einschüchterungskeulen gezogen und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die auch nicht mehr wirken, wird halt alles kaputt gemacht und hinterher hat man “von nichts gewusst”.
Da sind Kinder im Sandkasten reifer. Aber so ist das halt, wenn die Demokratie strukturelle Defizite hat, die es erlauben, dass der menschliche Grind und Abschaum, der sich durch besondere Skrupellosigkeit auszeichnet, durch eben diese nach Oben gespült wird.
90% der Menschen sind soziale Wesen, die sich nicht auf Kosten anderer bereichern würden und werden von 10% völlig enthemmten und gewissenlosen Soziopathen beherrscht, weil ein Großteil der Menschen in ihrer Infantilität davon ausgeht, dass die “Oberen” auch nicht mehr Arschloch sind, als sie selbst.
Werter schwitzig, ich glaube die Gesellschaft oder gar die Welt in solche Kategorien, die im Grunde gut&böse bzw. schwarz&weiß entsprechen, einzuteilen ist gefährlich, grob vereinfachend und damit wahrscheinlich objektiv überhaupt nicht hilfreich.
Aber auch wenn dem so wäre, wo bleibt die Verantwortung der großen Mehrheit die es durch ihr tun (bzw. nicht tun) ja gerade erst ermöglicht das eine Minderheit inhuman agiert und gestaltet?
Die “Goldene Regel” aus der Bergpredigt
Trotz überwiegender Ungläubigkeit meinerseits, allen ein frohes Fest!
@Heldentasse
Das sehe ich nicht so, denn es ist so, dass unsere Strukturen den Aufstieg und damit Machtgewinn von Skrupellosen begünstigt. In der Konsequenz führt das zu einer Arschlochakkumulation an den Entscheidungsstellen – ein Problem, was wir gerade ganz konkret an unseren Politikern erkennen können.
Es gibt Drecksäcke und Arschlöcher und es wird sie immer geben. Leute wie Merkel, Sinn etc. sind nicht grau – sie sind “schwarz” und stehen mit Bestimmungsbefugnis einer großen Masse von “weissen” gegenüber. Die Frage ist: Wie verhindern wir, dass ein paar schlechte Menschen das Geschick von allen Menschen bestimmen?
@schwitzig
Unabhängig von den Bauchschmerzen die mir das Adjektiv “schlecht” in Bezug auf Menschen bereitet, gibt es dazu zum Glück einige “brauchbare” Philosophien von denen ich, als alter und relativ konservativer Mensch, die des Humanismus für unsere westliche Kultur als am besten empfinde.
Unter Humanistische Orientierung Grundlage für eine stabile Gesellschaft und Umwelt von Rudolf Kuhr findet man eine m.E. gut verständliche Einführung mit konkreten Hinweisen/ Ideen. Wer es wissenschaftlich mag, möge bitte z.B. Heidegger (Achtung schwere Kost!) und Fromm lesen.
Aber schon die paar “verlinkten” Seiten machen klar, dass zum einen dicke Bretter zu bohren sind (nicht nur für die Intellektuellen) und zum anderen, dass das Ganze ein gesamt gesellschaftlicher Prozess sein müsste damit es besser wird. Erschwerend kommt m.E. dazu, dass unsere jetzige Denk/ Lebensweise dem teilweise völlig entgegengesetzt ist.
Manche mögen nun sagen, dass der Humanismus realitätsfremde bürgerliche Spinnerrei ist. Das traurige daran ist, dass sie damit durchaus recht haben könnten! Trotzdem sehe ich persönlich dazu, in einer Welt voller Waffen und gefährlicher Konflikte keine menschliche Alternative, und das nicht nur weil heute Weihnachten ist.
Gruß
P.S.: Sozialismus und Humanismus sind m.E. keine(!) Gegensätze siehe dazu Sozialismus ist konsequenter Humanismus und Sozialistischer Humanismus
@Heldentasse
Du hast Probleme damit, Menschen in Kategorien wie “schwarz”, “weiß” und “grau” einzuteilen, was (berechtigterweise) darauf zurückzuführen ist, wie mit den Kategorien jeweils von der anderen Kategorie umgegangen wurde und wird.
Das Dritte Reich ist ein Paradebeispiel dafür, was passieren kann, wenn man Menschen in Kategorien einteilt und legitimiert Deine “Bauchschmerzen”.
Das Schwierige dabei ist, dass es tatsächlich “schwarze”, “weisse” und “graue” gibt und die Herausforderung ist nicht die Erkenntnis dessen, sondern die Findung des richtigen Umgangs mit solchen Menschen. Auch eine Merkel, ein Bush und sogar ein Hitler haben ein Recht auf Einhaltung der Menschenrechte, selbst wenn sie sie selbst nicht einhalten, denn andernfalls wäre die Idee von Menschenrechten, die dem Humanismus entsprungen ist, reine Makulatur.
Die verwendeten Methoden bestimmen auch, ob Du ein gutes oder ein schlechtes Werk leistest – nicht nur das Ziel.
Ich denke, dass wir diesbezüglich aneinander vorbeigeredet haben. Ich wünsche mir ein demokratisches System, das durch strukturelle Maßnahmen verhindert, dass der ethische Bodensatz es umbauen und beschädigen kann – nicht eine wie auch immer geartete Beseitigung der Skrupellosen, die sowieso niemals nachhaltig sein kann.
Seufz. The Berger School of Economics. Volkswirtschaft ist das Blicken in hochagregierte Daten. Es gibt eine abrupt sinkende Nachfrage und deshalb eine Krise. Ein Staat muss einfach die Liquidität für die fehlende Nachfrage irgendwie drucken, dann wird das schon… Es ist völlig egal, wofür diese Gelder ausgegeben werden. Ob in Dinge, die nicht gebraucht werden wie spanische Häuser oder griechische Infrastrukturprojekte vor der Krise, oder in Dinge, die sich irgendwann rentieren. Weil solche Fragen sind ja “betriebswirtschaftlich”.
Phantasien bzgl. der Allmächtigen Weisheit der Unsichtbaren Hand sind albern. Bergersche Ideen der Allmächtigen Weiseheit der Nachfagesteuerung aber genauso. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wir brauchen einen starken Staat, aber das erfordert eine hohe Disziplin bezüglich einer sinnvollen Allokation der Mittel. Neben der reinen Förderung der Produktion sollten hier soziale und ökologische Gesichtspunkte eine gewichtige Rolle spielen. Das machen wir in Deutschland vergleichsweise gut. Es sollte mehr in die Richtung geschehen, aber die einzige Einkommenssteuer-Reform des kommenden Jahres wird meines Wissens die Senkung des Eingangs-Steuersatzes sein, der insbesondere den Gering-Verdienern zu gute kommt.
In Spanien besitzt die Rajoy Regierung inzwischen einen ziemlich hohen Rückhalt in der Bevölkerung. Risikoprämien der Krisenstaaten sind gegenüber dem Sommer stark gesunken. Spanien +270, Portugal +280, Irland+85. Im Sommer war das mal zwischen +600 und +700. Der spanische Aktienindex IBEX ist seit dem Sommer um 40% gestiegen.
Ja ne, is klar. Aber Zweisprech zum Weihnachtsfeste hat ja auch eine große Tradition.
Klassenkampf von oben aus FR vom 23.12.12
P.S.:
Abraham Lincoln
Wir leben hier nicht in Kuba sondern im Freien Westen. Politik wird hier durch etwas legitimiert, dass sich freie und geheime Wahlen nennt.
Ob es euch nun passt oder nicht, is sehr wumpe. Und da würd Rajoy aktuell in Spanien Wahlen gewinnen.
http://www.electometro.es/category/1-encuestas-generales/
Selbst diese Krise führt nicht dazu, dass euer Tagtraum der Wiederauferstehung des Autoritarismus marxistischer Prägung auch nur in die Nähe von sowas wie Wahrscheinlichkeit rückt.
Der letzte “Generalstreik” war übrigens ein völliger Misserfolg. Erwartet aber nicht, dass die Gedanken-Führer der von euch konsumierten links-faschistischen Blogs sowas erwähnen würden…
Lemmy! Aufhören, bitte, ich kann nicht mehr – meine Lachmuskeln leiden schon unter Magnesiummangel :-).
Brüll :-)., Da jagt ja einer den nächsten :-). Frei, alles zu sagen, alles zu wählen und damit nichts zu bewirken.
So wird’s sein. Weil es die ganzen Proteste ja gar nicht gibt :-).
Lemmy,hör’ mal: Paranoia ist eine ernste Sache. Du solltest das wirklich behandeln lassen.
Nein, er war nur sehr uneffektiv und litt an geringer Beteiligung, weil er schlecht koordiniert war. Woran es gehapert hat, konnte man selbst in der deutschen Systempresse nachlesen,
Brüll, gacker – Du kannst es nicht lassen, nicht wahr. Selbst auf den besten Kalauer musst Du noch unbedingt einen draufsetzen :-).
Proteste und Wahlen sind zwei paar verschiedene Schuhe, geschätzter Schwitzig.
In Spanien gibts sehr wohl marxistische Parteien im Angebot. Nur werden die halt nicht nachgefragt.
Furcht vor dem Kommunismus ist keine Krankheit, sondern eine der diese Gesellschaft verbindenden Säulen, auf denen das aktuelle System der Bundesrepublik damals aufgebaut wurde. So etwas wirkt nach ;-)
Der “Generalstreik”… Wenn etwas so nicht läuft wie ihr denkt, dann liegt es an schlechter Organisation, angeblichen “Embargos”, feindlicher Agenten-Tätigkeit, Tropenstürmen oder welcher plausibel klingende Grund auch immer herumliegt.
Von aussen betrachtet ist das sehr lustig ;-)
Danke für die Information. Da wäre ich ja im Leben nicht darauf gekommen, dass die Frankfurter Rundschau ein marxistisches Presseorgan des kubanischen Zentralkomitees ist. ;)
P.S.:
Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
Ignoranz ist Stärke
und
Weihnachten ist Ostern!
@Lemmy Caution
Prust, gacker. Der Lemmy – immer wieder für einen Kalauer gut :-). YMMD.
Merkst du eigentlich den Widerspruch? Dieser Bauboom in Spanien wurde finanziert durch Spargelder der Reichen, die auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten waren, wo war da die “unsichtbare Hand”, die rechtzeitig eingriff? Die Logik der Märkte ist es, solange in eine Richtung zu rennen, bis es zu spät ist.
Wieso hatten die Reichen Spanier so viele Spargelder? Nach der Lehre der Berger School of Economics wurden im Süden doch gerechte Löhne gezahlt, während die Reichen Deutschen ihre Lakaien mit Hungerlöhnen abgespeist haben, was wiederum dazu geführt hat, dass die edlen Spanischen Unternehmer aus dem Markt gedrängt wurden.
Warum gab es diesen Bauboom eigentlich nicht in Deutschland ;-)
Vielleicht weil es in Deutschland nicht viele Kilometer Sonnenstrände für Hotels und Ferien-Appartments mit vorgeblich phantastischer Rendite gab?
Nur so zum Beispiel.
Lemmy, ich schätze Polemik, aber ein bisschen Substanz sollte sie schon haben. Selbst an Weih-Nachten.
Nein Peleo. Der Häuserboom in Spanien der 00er fand nicht an der Küste statt. Die war schon zugebaut. Und es waren v.a. Spanier, die in die Häuser “investierten”.
Wieso Polemik. Ich hinterfrage einfach ein wenig die seltsame Logik, die hier und auf dem Nachdenkseiten verbreitet wird ;-)
Übrigens les ich grad in El Mercurio Online, dass der FMI sich darüber beschwert, dass Griechenland sich in keinster Weise an die Abmachung bezüglich der Audits der Steuerzahlungen der Reichen Griechen hält. Da gabs klare Vereinbarungen bezüglich der Anzahl dieser Audits, unsere griechischen “Freunde” haben nur die Hälfte durchgeführt. Jeder weiss, dass massig griechisches Fluchtkapital nach Berlin und anderswo fliesst, wo dann diese grossartigen griechischen “Leistungsträger” Häuser aufkaufen.
Zwischendurch kommt dann noch ein griechischer Ministerpräsident nach Berlin und redet von ehrenhaften Griechen und Schulden.
Diese Meldung zeigt aber das genaue Gegenteil. Ganz offensichtlich wollen die griechischen Politiker ihrer “ehrenhafter Gesellschaft” ein wenig mehr Zeit verschaffen, um ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Die dumme griechische Unter- und Mittelschicht zahlt ja schon infolge der harten Sozialkürzungen und den Arbeitsplatzverlusten. Den Rest sollen dann die doofen Deutschen zahlen, die ja dann an die griechische Oberschicht auch noch Miete überweist.
Sollte diese Meldung stimmen, ist für mich beim Thema Griechenland Ende im Gelände. In diesem Fall verdient die griechische Gesellschaft und insbesondere die Politiker-Kaste keinerlei Nachsicht mehr…
Bei uns nennt man die Leute, die Du da ansprichst, Leistungsträger und wartet darauf, daß aus deren Reichtum nun endlich die Impulse für die dt. Wirtschaft entsehen. Da gibt es so einen tollen Begriff aus den Schulen of Economics…
Die bayer. Staatsregierung wartet auch schon eine Weile, zwar auf die göttliche Eingebung, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt… ^^
In Deutschland gibt es funktionierende Steuerbehörden. Wenn Du hier ein gutes Einkommen hast, kannst Du einiges abschreiben, aber Du zahlst halt auch einfach eine Menge. Ich sprech da aus Erfahrung. Es gab auch eine Menge wirksame Bemühungen zunächst von der Bundesregierung und in den letzten Jahren v.a. von der NRW Landesregierung auf Schwarzgeld-Konten in der Schweiz. Genau dieser Druck auf die “Leistungsträger” findet in Griechenland nicht statt und zwar u.a. auch wg. einer anderen Mentalität. Einem ehrenwerten Herrn spuckt man dort nicht in die Suppe. Und diese Einstellung muss sich in Griechenland, aber auch in Spanien und Portugal ändern. Das läuft da anders als in Nord-Europa.
Aus Deutschland sind Spargelder, die hier keine Anlagemöglichkeit fanden in den Süden geflossen und haben dort Konsumrausch, Bauboom, was auch immer finanziert.
Die Löhne in Deutschland sind unter der Produktivität geblieben. Das ist richtig, und damit drängeln wir uns auf dem gemeinsamen Binnenmarkt des Euro vor. Das wirst du nicht bestreiten können.
Aber deine “schlauen” Märkte haben ständig Geld in den Süden gepumpt, jetzt rennt die Herde komplett in die andere Richtung und die wären Pleite. Wären deine Märkte so schlau, würde auch der ein oder andere Investor denen Geld geben, damit die wieder auf die Beine kommen und nur dann könnten die auch ihre Schulden abzahlen. Aber in der Logik der Märkte sind die Pleite, aber die Steuerzahler sollen die privaten Gläubiger raushauen.
Und dass im Süden die Löhne viel zu hoch waren, habe ich ständig erwähnt. Dass die im Süden aber Kredite zum Konsumieren verwendeten und nicht investiert haben ist auch ziemlich logisch: Warum sollten die großartig investieren, wenn sie ihre eigenen Produkte nicht auf dem Markt absetzen können? (Denke mal an die DDR nach der Wende.)
Andreas, ein Großteil der Häuser wurden von Spaniern gekauft. Zweit- und Dritthäuser waren ein beliebtes Spekulations-Objekt der Gut-Verdienenden. Deshalb sind ja nun die ganzen Spaß-Kassen dort pleite.
Die Investitions-Quote in Spanien sah ziemlich gesund aus. Die haben halt nur in die falschen Sachen investiert.
@Lemmy Caution:
Und was ist mit den “unfehlbaren” Märkten? Geh’ doch mal da drauf ein. Oder auf die Frage, warum Deutschland die anderen niederkonkurrieren soll. Oder auf die Verteilungsfrage. Oder auf die Frage, was denn mit den Ländern, die aus Sicht der Märkte Pleite sind, werden soll. Glaubst du, die brauchen dann keine weiteren Hilfen?
@Lemmy Caution
Den gibt es – Du musst nur genau hinsehen. Bei uns sind es keine Wohnungen oder Häuser, sondern
BÜRORÄUME.
Du musst Dir nur mal z.B. in Essen, Düsseldorf, Bochum, München die leerstehenden BÜRORÄUME oft in bester Lage – und die wie Pilze aus dem Boden schiessenden Baustellen für neue BÜRORÄUME ansehen,
Die Blase platzt auch so langsam.
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… und die gewinnen an Wert?
Bedingung einer Blase ist, dass ein Objekt über einen längeren Zeitraum ständig an Wert gewinnt… bis halt die Blase platzt. So ist das bei Büroräumen eben nicht. Die Mieten sind da afaik sehr stabil.
@Lemmy Caution
Ja, die Büroräume gewinnen zum einen an Wert, denn die Mieten steigen seit Jahrzehnten entweder kontinuierlich oder stagnieren und die jeweils neuen Häuser kosten vergleichsweise ansteigend mehr, als früher gebaute. Der Initialwert ist also höher. Diese Blase wächst langsamer, aber platzen wird sie dennoch irgendwann.
Ihr vergesst in eurer Begeisterung in der Suche nach Schandtaten des pöhsen Teutschlands immer den gesunden Menschenverstand. In Spanien wurde zeitweise 18% des BIPs im Bausektor erwirtschaftet. Sowas gibts in Deutschland einfach nicht. Mich nervt hier auch vieles, aber dieses Land ist schlicht und einfach vergleichsweise ok.
“Mich nervt hier auch vieles, aber dieses Land ist schlicht und einfach vergleichsweise ok.”
Wir sind Weltmeister/Europameister und damit das so bleibt, muss man sich die Folgen der Politik und den größer werdenden Schaden betrachten, wenn es in Südeuropa brennt werden viele Bürger ihr Heil in anderen EU-Ländern suchen, der Absatz dort bricht Zeitgleich mit ein und damit wird auch in Deutschland weniger produziert. Die Massen von Arbeitskräften aus der EU sorgen in D angekommen, für eine Belebung der Agenda 2010 und den kompletten Zusammenbruch an Arbeitnehmerrechten. Der Bausektor wird dann u.U. auch wieder belebt, Notunterkünfte, Gefängnisse, Polizeistationen und vieles mehr, die werden jedoch kaum zum BIP in D. beitragen. Die aktuelle Politik ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt, wie Nachhaltig, das sieht man wenn man möchte.
Der ist gut. Darf ich mir diesen Ausspruch zu eigen machen? ;)
@ Lemmy
Ausgangspunkt war doch die Frage, ob die Marktmechanismen funktioniert haben. In Spanien haben viele “Gast”-Arbeiter geschuftet, aus Osteuropa und Nordafrika. Dass die auch in der Landwirtschaft brutal ausgebeutet werden, weiß jeder Zeitungsleser oder auslandsjournal-Gucker. Und Du doch auch. Und dass kleine Angestellte – in Erwartung immer weiter steigender Preise – Wohnungen auf Pump gekauft haben, kann Dir nicht verborgen geblieben sein. Die Niedrigzinspolitik kann es allein nicht gewesen sein, denn deutsche Banken gucken auch jetzt bei der Immobilienfinanzierung noch genau hin – hier, in Spanien offenbar nicht.
Und was soll die Gleichsetzung von Politiker-Kaste und Gesellschaft in Griechenland? Niemand hier wird das Verhalten der griechischen Super-Reichen gutheißen, die auch die griechischen Gesellschaft als Geisel genommen haben? Das ist doch der Kern der “Berger School of Economics”, die Du mit Deiner Kritik bestätigst, ohne es zu merken. Dabei wäre ich froh, jemand könnte ihn widerlegen, dann wäre mir wohler in meiner staatsbürgerlichen Haut.
Mittlerweile schauen die Immobilien-Finanzierer in Spanien auch sehr genau hin. Die waren halt seit den 50ern gewöhnt, dass Preise für Immobilien ständig stiegen. Und in den 00ern ist der Markt dann explodiert, zumal es auch einen viel engeren Markt für Miet-Immobilien als in Deutschland gab.
Mediteranere Gesellschaften akzeptieren Sonder-Rechte für die bessere Gesellschaft eher als Nord-Europäer. Es müsste in Griechenland viel entschiedenere Proteste gegen diese Sonderbehandlung geben. Nun muss der IWF die Speerspitze für eine wirksame Forderung nach einer gerechten effektiven Besteuerung der Super-Reichen spielen. Schon sehr peinlich…
“Nun muss der IWF die Speerspitze für eine wirksame Forderung nach einer gerechten effektiven Besteuerung der Super-Reichen spielen. Schon sehr peinlich…”
Das ist es Tatsächlich, ähnlich etwa der gerechten Verteilung von Wasser durch die Weltbank in Bolivien 1999. Die Privatisierung der Wasserversorgung in Europa durch die EU-Politik ist in Vorbereitung und Länder die Hilfe brauchen von der EZB, werden gezwungen die Wasserversorgung zu privatisieren. Eine EU-Richtlinie zum “Wohle des Verbrauchers” und kaum in der Öffentlichkeit bekannt. Die Nachrichten aus Griechenland erreichen uns auch nicht mehr wegen ihrer Brisanz und Aktualität in voller Breite. Neue Meldungen aus Spanien besagen das Streiks bald nicht mehr Toleriert werden, das bedeutet sie werden verboten und es verhält sich genau so, wie es in der EU-Verfassung geschrieben steht.
Nur die Aktienkurse steigen und die Anleger haben gute Laune, vorsorglich wäre es gut für das eigene Depot, wenn sie Coca-Cola Aktien erwerben, evt. kommt deren Wasser bald aus dem Wasserhahn aber ob das für ein funktionierendes Europa ausreicht, darf bestritten werden.
Selbstverständlich waren’s die Zinssätze. So niedrige hatten Generationen von Spaniern u.a. noch nie gesehen.
Eben, eben. Deshalb ist das Retten ja auch ganz ungerechtfertigt.
Der Zins ist niedrig, wenn, wie jetzt, alle ihr Geld zur Bank tragen. (Wie aktuell in Deutschland.) Für die “schlechten Schuldner” im Süden ist er hoch, das ist irgendwo logisch. Dass die aber so lange niedrige Zinsen hatten, ist gerade ein Verschulden “der Märkte”. Normalerweise hätten die nämlich die “Konsumparty” nicht finanzieren dürfen. Bleibt nur ein kleines logisches Denkproblem: Das Geld, welches die einen zur Bank tragen und Sparen wollen, muß ja ein anderer nehmen und sich damit verschulden. Wenn aber bei uns die Privaten und Unternehmen sparen wollen, bleiben nur Staat und Ausland, denn auf dem Mond wird nichts gegengebucht.
Quatsch.
Halbwissen.
Halbwissen.
Kannst du auch ganze Sätze bilden? Was ist denn das ganze Wissen, wenn meine Aussagen auf Halbwissen beruhen? Oder meinst du das Halbwissen der Märkte?
Und für dich ist es also Quatsch, dass hunderte Milliarden aus den Südländern abgeflossen sind? Dass die deutschen Banken Geld bei der EZB parken, weil sie schlicht nicht wissen, wohin damit? Wie geht denn gleich nochmal Marktwirtschaft? Wenn das Angebot hoch ist und die Nachfrage niedrig …? Na, kommst du drauf? Die Leute, die ihr Geld mit Arbeit verdienen müssen, hören das nämlich ständig, als Begründung für niedrige Löhne. Aber jetzt jammern, weil man so niedrige Zinsen bekommt, weil z.B. Lebensversicherungen sich nicht mehr lohnen.
1. Die Zinsen sind niedrig, weil viele vermeintlich sichere Anlagemöglichkeiten weggebrochen sind und es keine Nachfrage nach Krediten mit höherem Zinssätzen gibt. Die Banken hätten die Zinsen in Deutschland schon vor Jahren senken können. Da aber die laufenden Kosten bezahlt werden müssen, greifen die Banken in Deutschland derzeit nach einem Strohhalm und müssen sich wieder in den Wettbewerb mit den Volksbanken und Sparkassen begeben und höhere Risiken hierzulande eingehen.. Liquide waren die meisten Banken schon vorher.
2. Fehlallokation, Fehlinvestments, Fehler der Märkte – jo. Was heißt hier aber “dürfen” und “normalerweise”? Das war legal und politisch in Spanien sogar erwünscht, wenn man so spanischen Ex-Ministerpräsidenten zur damaligen Zeit lauscht. Konsumrausch ist falsch, weil die Trennung zwischen Konsum und Investition nicht konsequent möglich ist wie du an Irland und Spanien sehen kannst.
3. “Das Geld, welches die einen zur Bank tragen und Sparen wollen, muß ja ein anderer nehmen und sich damit verschulden.”
Unscharfer Definitionswirrwar in der Ökonomie.
Sparen = Sparen spricht in die Büchse oder in den Banksafe mit Gebühr?
oder
Sparen = Investition in “sichere” Anlagen wie Sparbuch, Bundesanleihen, Konto mit Zinsen etc.??
Außerdem ist nicht ersichtlich welche Mengen mit “die einen / ein anderer” betrachtet werden, sodass die Antwort in beiden Fällen lautet: Könnte sein, oder auch nicht.
“Wenn aber bei uns die Privaten und Unternehmen sparen wollen, bleiben nur Staat und Ausland, denn auf dem Mond wird nichts gegengebucht.”
Da gibts einerseits den Mond, die Sonne und den Jupiter – oder die EZB. Japan, die USA und UK kaufen derzeit Schulden mit ihren Notenbanken aus dem Markt heraus, um die Schuldenquote der Restwirtschaft zu senken. Und wenn die NB sich praktisch selbst das Geld schuldet..
@T-Fighter: Kannst du nicht einfach auf die simple Frage antworten, ob es die von euch gelobten, unfehlbaren Märkte gibt, oder nicht? Laut Merkel, Schäuble, usw., müssen wir uns ja angeblich nach denen richten. In Wahrheit sind es aber die Vermögen der Reichen, die gerettet werden sollen. Dann sollte man das aber auch so sagen, oder nicht?
Was heißt wohl Sparen? – Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt das, Geld, was erwirtschaftet wurde nicht für Konsum auszugeben, sondern zur Bank zu bringen, um entweder Schulden abzubauen, oder Guthaben aufzubauen. Ich wüßte nicht, was man in der Volkswirtschaft anderes darunter verstehen sollte.
Was ihr aber beharrlich ignoriert, ist die simple Tatsache, dass die größte Volkswirtschaft nicht ständig unter ihren Verhältnissen leben kann, ohne die anderen damit auf dem Markt zurückzudrängen. Wir zwingen die anderen, mit Schulden unsere Produkte zu kaufen. Diese Aussage, wer will, kann den Griechen ja den Konsum finanzieren, zeigt euer Unverständnis, das machen wir nämlich schon, ihr begreift es nur nicht.
Diese sogenannten Finanzmärte gehören schlicht ausgetrocknet und die Staatsschulden durch Umverteilung abgebaut. Und wenn wir in Deutschland produzieren, aber nichts konsumieren wollen, wäre es am besten, wir verschenken einen Teil unserer Waren.
Der Versailler Vertrag in neuer Auflage:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=WUvvk__79-U#!
Sie schrieben: “dass die größte Volkswirtschaft nicht ständig unter ihren Verhältnissen leben kann, ohne die anderen damit auf dem Markt zurückzudrängen”
ich erweitere das Spektrum noch denn über ihre Verhältnisse leben, kann ebenso keine Volkswirtschaft aber ich denke es ist dasselbe was sie und ich dabei meinen? Es kann nicht angehen das die Bürger für die Gewinne der Banken, Unternehmen und deren Aktionäre ausbluten, um es mal vorsichtig zu beschreiben.
Ich bin kein Marktanhänger.. Klar können auch Marktteilnehmer versagen. Die Rettung der Reichen befürworte ich nicht, sondern bin für eine Radikallösung mit Bankencrash. (Jaja, es gibt auch gute Gründe gegen eins zwei Jahre Chaos.) Ich bin für eine Stärkung der Binnenwirtschaft. Du unterstellst mir komische Sachen.
“Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt das, Geld, was erwirtschaftet wurde nicht für Konsum auszugeben, sondern zur Bank zu bringen, um entweder Schulden abzubauen, oder Guthaben aufzubauen. Ich wüßte nicht, was man in der Volkswirtschaft anderes darunter verstehen sollte.”
Ich habe dir doch schon gesagt, dass die Ökonomen ihre Begriffe nicht fest definiert haben. Abhängig davon wie man arbeitet, kann bei dem einem das Sparen unter Investition und beim anderen Investition schon unter Konsum fallen. Da ist vieles reine Willkür. Brauchst du echt Beispiele?
Warum nennt man Geld gegen Zinsen auf Bank bringen Sparen? Warum nennt man Geld von Bank auf Unternehmen gegen Zinsen bringen Investition? Ab wann ist ein Hauskauf Investition oder Konsum? Was ist das Essen mit dem Chef im Restaurant?
Grober Unfug. Was das Sparen, das Konsumieren oder das Investieren ist, ist klar definiert.
Sorry, wollte dich nicht in eine falsche Schublade stecken. (bzw. in gar keine)
Zu den Feiertage, ins Buch der Reichen und Herrschenden geschrieben:
nicht, dass ich euch warnen wollte, das widerspräche meinem Interesse, doch ist sie (die Warnung) auch ein Gebot der Menschlichkeit – und sie berührt das Ergebnis nicht.
So denn, rüstest sie auf, die Armee, die Geheimdienste, die Wirtschaft, begünstigt die Reichen.
Intelligenz, Kunst, Vielfältigkeit gedeiht in einem armen Boden. Den bereitet ihr, ihr Reichen, Dekadenten, Überfressenen, ihr Einfältigen – im Übermaß. Ihr zieht heran, was euer Tod sein wird.
Ich bin sehr zufrieden.
Frohe Festtage … weiterhin.
(meine Gedanken diesbezüglich sind OpenSource, wenig ausgefeilt, no Limits. Möge sie aufnehmen, wer wie immer will)
Liebe Grüße
es gibt in der Tat keinen Anlass zum Optimismus, solange es der herrschenden Ideologie gelingt, von der realen Bedeutung von ‘Defiziten’ bei der staatlichen Finanzierung abzulenken
“National government budget deficits, which are the net contribution of government spending to economic growth, are actually integral to economic growth, contrary to the anti-scientific conventional budget lore upon which deficit hysteria has been built. Without government budget deficits, the economies of nations with trade deficits CANNOT accumulate net financial wealth due a matter of simple arithmetic; those few nations (China, Germany, not the US) with large trade surpluses MIGHT be able to accumulate net financial wealth without a budget deficit but always with the cooperation of other nations financing those surpluses through trade and, in most cases, government budget deficits on the side of the net-importing nation.”
http://neweconomicperspectives.org/2012/12/fueled-by-deficit-hysteria-obama-and-the-republicans-are-choosing-the-path-of-economicide.html
Nein, integral für Wachstum sind Staatsdefizite nicht. Sonst hätte man ja umsomehr Wachstum, je größere Staatsdefizite man hat. Government Spending kann in einem Abschwung nützlich sein.
Mit diesem ‘most cases’ sollte man doch sehr vorsichtig sein.