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      Fake bei Morbus Sarrazin:

      Auch eine Möglichkeit, wenn es auch eine gewisse Ironie hätte: Hassbotschaft melden

      Fake bei Morbus Sarrazin:

      Hassbotschaft melden

      Groo bei Morbus Sarrazin:

      @zing Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele doch durchaus intelligente Menschen...

      Sergej bei Der elitäre Kleinbürger:

      Womit hat er denn Recht? Er stellt viele Thesen auf… er hat nur damit...

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      Vielen Dank für den sehr informativen Artikel :-) Was könnte man...

      Uli bei Die Büchse der Pandora:

      Gibt es denn eigentlich irgendwo eine brauchbare Erklärung was der religiöse...

      Groo bei Morbus Sarrazin:

      nochmal zu den Bayern: Die renitenten Bayern haben die Fähigkeit, einen Valentin, der ja...

      Chris bei Die Büchse der Pandora:

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      almabu bei Die Büchse der Pandora:

      Beim Irak-Krieg könnte es sich aber auch um einen Teil eines größeren Planes...

      R_Winter bei Die Büchse der Pandora:

      Richtig, darum habe ich Habenseite auch in Anführungszeichen geschrieben.

      Spiegelfechter bei Die Büchse der Pandora:

      Ja klar, das Kriegshandwerk wird künftig verstärkt privatisiert. Söhne...

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    geschrieben am 19. März 2007 von Spiegelfechter

    ?Now I shall go far and far into the North, playing the Great Game…?
    Rudyard Kipling, Kim

    Im 19. Jahrhundert gab es eine Auseinandersetzung, die englische Historiker ?The Great Game?, das Große Spiel, genannt haben ? die Russen sprechen vom Schattenturnier. Es ging um die Kontrolle Zentralasiens und die Spieler waren Großbritannien und Russland.

    Als die Sowjetunion zusammenbrach erinnerte sich der zum US-Sicherheitsberater avancierte polnischstämmige Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski an diese alte Auseinandersetzung. Schon in den frühen Achtzigerjahren propagierte er eine Einkreisungsstrategie gegenüber der UdSSR, in deren Rahmen u.a. die Unterstützung der afghanischen Mudschahidin als Mittel eingesetzt wurde, die UdSSR an ihrer Südflanke zu schwächen. Neben dem ressourcenintensiven Krieg in Afghanistan, sollten auch sie islamischen Sowjetrepubliken im Süden, durch den Kampf des Islams inspiriert, sich gegen die atheistische Sowjetunion auflehnen.

    Zumindest was Afghanistan anging hatte seine Strategie durchgreifenden Erfolg ? ein Erfolg der sich allerdings später als Boomerang erwies. In den späten Neunzigerjahren inspirierte Brzezinski die USA dazu, die Nationalismen der kleineren Völker der UdSSR als Mittel zur Zersetzung des großen Gegners zu unterstützen, von den Balten bis zu den Tadschiken. Er entwickelte die These, dass die USA ohne die Kontrolle über den eurasischen Kontinent ihre Weltmachtposition nicht würden halten können. Im Geiste dieser These und hungrig auf die Energieressourcen Zentralasiens, haben die USA seit dem Zusammenbruch der UdSSR ihre Politik in Russlands einstigen kolonialen Hinterhof intensiviert. Hier in Zentralasien prallen alte russische Großmachtinteressen und die imperialen Weltmachtansprüche der USA direkt aufeinander. Neue Akteure, wie China und Indien, aber auch Mittelmächte, die an die Region grenzen, wie Iran, die Türkei und Pakistan, mischen im Great Game mittlerweile auch immer entschiedener mit.

    Die Einkreisung Russlands

    ?Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkräfte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.?
    Manfred Wörner, NATO-Generalsekretär 1990

    Die Balten waren für Russland, nachdem sie sich 1991 für unabhängig erklärt hatten, so wie so verloren. In der Ukraine gelang es Ende 2004 einer Koalition amerikanischer NGOs, mit hohem materiellen Einsatz und professioneller Medienmacht, den Unmut der Massen über Korruption und Armut zu einem Wahlerfolg des, mit einer Amerikanerin liierten, Viktor Juschtschenko umzufunktionieren ? die Zeichen standen gut, dass die prowestlichen Kräfte, unter ihnen die ?Gasprinzessin? Julia Tymochenko und andere Oligarchen, von denen niemand so recht weiß (wissen will), wie sie zu ihrem Reichtum gekommen sind, das Land westlichen ?Investoren?, ?Medienkonglomeraten? und letztendlich Militärs ausliefern würden. Aber der von Juschtschenko eingeschlagene Westkurs der Ukraine stagniert mittlerweile und in den letzten Wahlen mussten die prowestlichen Gruppierungen herbe Niederlagen einstecken. Ministerpräsident Janukowytsch tendiert eher nach Russland und nach wie vor wollen breite Mengen der Bevölkerung der Ukraine von einer NATO-Mitgliedschaft ihres Landes nichts wissen.

    Georgien – Washingtons Musterschüler

    Günstiger sieht die Lage für Washington in Georgien aus. Dort herrscht seit der so genanten Rosen-Revolution Ende 2003 ein junger Mann, der praktisch von George Washington University in die Politik katapultiert wurde, Micheil Saakaschwili. Auch hier waren Vorwürfe der Korruption und Wahlfälschung gegen den alten Präsidenten Schewardnadse der Auslöser ? zumindest an der Korruption hat sich nach Darstellung von Experten seitdem in Georgien nichts wesentliches geändert. Dafür gilt Georgien als Washingtons Musterschüler. Es wurden Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Anspruch genommen und dadurch hat sich Georgien der Wirtschaftspolitik des ?Freien Marktes? mit allen Konsequenzen unterworfen. Mit der NATO schloss man eine strategische Partnerschaft ab, deren stufenweises Endziel eine Vollmitgliedschaft ist. Georgien wurde Mitglied im Europarat und will sich bis 2008 auf den Beitritt zur Europäischen Union vorbereiten. Das Land erhält US-amerikanische Militärhilfe, US-Militärberater und ?ausbilder sind vor Ort und man gehört zur ?Koalition der Willigen? ? Georgien ist mit 850 Soldaten im Irak vertreten und engagiert sich in Afghanistan.

    Russland musste seine Militärstützpunkte in Georgien aufgeben und zuletzt hat es auch seine Unterstützung für zwei abtrünnige georgische Regionen in Frage gestellt. Die Beziehung beider Länder spitzte sich in letzter Zeit dramatisch zu.

    Objekt der Begierde: Erdöl

    Georgien ist für die USA wichtig, weil hier eine Pipeline für zentralasiatisches Öl und Gas verläuft. Ausgangspunkt für diese Pipeline ist Georgiens nördlicher Nachbar Aserbaidschan, an sich eine Diktatur der Familiendynastie des letzten amtierenden regionalen KP-Chefs Heydar Aliyev. Der ist inzwischen gestorben und sein Sohn Ilham hat die Präsidentschaft in einer ?nach den üblichen Umständen organisierten? Wahl übernommen. Wegen der regionalpolitischen Bedeutung Aserbaidschans haben die USA in diesem Fall aber Abstand genommen, die Wahlfälschungen zum Anlass für größere Kritik oder Anstrengungen zum Regimewechsel zu machen.

    Kasachstan, ein Land mit großen Öl- und Gasvorkommen, versucht sich in Äquidistanz zu Russland, Amerika und China. Das südlich benachbarte Usbekistan hatte nach dem 11.9.2001 den USA Luftstützpunkte für den Afghanistan-Krieg zu Verfügung gestellt. Als aber Washington die gewaltsame Niederschlagung eines Aufstandes in der usbekischen Stadt Anidschan zum Anlass nahm, Präsident Karimov über Menschenrechte und Demokratie zu belehren, da kündigte der den Stützpunktvertrag auf und räumte demonstrativ Russland wieder eine Basis ein.

    Auch im benachbarten Kirgisien brachte eine so genannte Revolution 2005 keine machtpolitisch eindeutigen Ergebnisse. Der alte Präsident Askar Askajiew wurde zwar verjagt und ging nach Russland ins Exil, seine Nachfolger scheinen aber eher verschiedene regionale Clans zu repräsentieren als unterschiedliche geopolitische Bündnisoptionen. Kirgisien handelte den USA immerhin eine deutlich höhere Pacht für ihren dortigen Luftstützpunkt ab, zum Ausgleich gewährte es aber auch Russland eine Basis.

    Jens Berger

    Fortsetzung: Die kaspische Ellipse ? Quell des schwarzen Goldes
    Tags:

    Great Game Zentralasien USA Öl Russland China

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    1 Kommentar:

    1. Johannes schrieb am 16. Mai 2007 at 21:17 - Permalink

      tippfehler : eben dem ressourcenintensiven Krieg in Afghanistan, sollten auch SIE islamischen Sowjetrepubliken im Süden, durch den Kampf des Islams inspiriert, sich gegen die atheistische Sowjetunion auflehnen.


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