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      Es wäre ja schon mal etwas anderes, wenn da wenigstens “Satire” stünde. Aber...

      titus bei Morbus Sarrazin:

      bei uns im dörfli geht der leitspruch um: schlag nie ein kind, es könnt dein eigenes...

      Fake bei Morbus Sarrazin:

      Zitat von “Tubshell” Ich find ja vor allem super, dass damit die Reichweite...

      Spiegelfechter bei Morbus Sarrazin:

      Ich gebe mir ja schon Mühe, da solltest Du erst einmal meine “lieben...

      Fake bei Morbus Sarrazin:

      Es wirkt nicht wie Satire, sondern wie ein Diffamierungsversuch. Und wenn die Reichweite...

      Sigmund bei Die Büchse der Pandora:

      Sehr guter Artikel. Viel mehr kann man nicht mehr dazu sagen.

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  • Menetekel

    geschrieben am 27. März 2007 von Spiegelfechter

    Die Trägergruppe rund um den Flugzeugträger USS John C. Stennis ist im Persischen Golf eingetroffen. Damit verfügen die USA im Persischen Golf über einen Kampfverband von zwei Trägergruppen mit über 100 Kampfflugzeugen und über 10.000 Soldaten ? eine Truppenansammlung, wie es sie seit dem Angriff auf den Irak im Persischen Golf nicht mehr gegeben hat.

    Millionen Tonnen Stahl

    Und kaum ist der Verband um die Stennis eingetroffen und der 5. Flotte zugeteilt wurden, führt die US-Navy ein groß angelegtes Manöver durch um ?zu demonstrieren, wie schlagkräftig? zwei Trägergruppen in der Region sind. Dabei nimmt man eine Eskalation mit Iran sogar ausdrücklich in Kauf. Ein Sprecher der 5. Flotte weist (natürlich) einen Zusammenhang mit dem Cornwall-Vorfall entschieden zurück (1), verweigert allerdings auch die Auskunft auf die Frage, seit wann dieses Manöver denn geplant sei.

    “Was wie ein Manöver aussieht, könnte der Auftakt zum Krieg sein. Die Vorsicht verlangt, dass wir unsere Schiffe einsetzen um die ihren zu beobachten. Es wäre schön, wenn ihre Regierung folgendes in Erwägung zöge. Wenn ihre Flugzeuge und unsere, ihre Schiffe und unsere so dicht nebeneinander manövrieren, dann ist dies ein äußerst gefährlicher Zustand. Auf diese Weise, Herr Botschafter haben Kriege angefangen.”

    aus “Jagd auf Roter Oktober”

    Zur gleichen Zeit findet auch ein Manöver der iranischen Flotte statt (2). ?Eyeball to Eyeball?, wie Bush wohl sagen würde. Die Gefahr, daß bei diesen Flottenmanövern ein Zwischenfall passiert ist sehr groß. Dies erinnert an die Warnungen, die Seymour Hersh (3) und Zbigniew Brzezinski (4), die einen solchen ?einkalkulierten? Zwischenfall als provozierten Casus Belli vorhergesagt haben.

    Blair menetekelt

    Gleichzeitig verkündet Tony Blair vor der Presse kassandrenhaft, man werde eine ?härtere Gangart einlegen?, wenn diplomatische Mittel versagen sollten. Einen Zusammenhang des Cornwall-Zwischenfalls mit den entführten iranischen Diplomaten bestreitet er derweil und vorverurteilt sie schon mal, als gäbe es in der ?freien Welt? keine Gerichte, die dafür zuständig wären.

    Russland bereitet eine Evakuierung vor

    Gleichzeitg bereiten russische Unternehmen bereits die Evakuierung ihrer Mitarbeiter aus Iran vor (5). Die geschah zuletzt im Irak kurz vor dem Angriff der USA. Die USA und Israel testen schon einmal die Raketenabwehr. Eine weitere Maßnahme der internationalen Eskalationsstrategie betrifft die Negev-Wüste. Hier testen die USA und Israel momentan ihre Raktenabwehrsysteme. (5)
    Manöver dieser Art wurden ebenfalls vor dem Angriff auf den Irak durchgeführt. Nur die Russen möchten nicht so wirklich mitspielen
    ?Der Spielverderber? sitzt mal wieder in Moskau. Und er schlägt immer deutlichere Töne an. Heute warnte ein Dokument des Außenamtes, das von Putin gebilligt wurde, in schon fast alarmisitschen Tönen von einem ?Krieg der Zivilisationen?, den ein US-Angriff auf Iran nach sich ziehen würde. Die Russen hoffen noch auf eine diplomatische Lösung. Schon in den letzten Tagen waren immer lauter werdende Warnungen aus Moskau zu hören (6) (7)

    Honi soit qui mal y pense

    All dies sind Vorzeichen, bei denen man isoliert nichts Böses denken würde. Normalerweise ist mir auch jeglicher Alarmismus fremd. Aber in ihrer Gehäuftheit machen diese Menetekel einen doch skeptisch, ob die USA nicht willentlich auf eine Eskalation hinsteuern, in der sie ?keine Wahl haben?, als ?defensiv? militärisch vorzugehen, wie es heißen würde. Wenn die Offiziellen jenseits des Atlantiks behaupten, es lägen keine Pläne vor, die einen Angriff auf den Iran beinhalten, so lügen sie schlicht

    Operation TIRANNT (Theatre Iran Near Term)

    Einem Bericht(8) in der Washington Times zu folge, haben die Planungsstäbe des Pentagon auf dem Höhepunkt des Irak-Krieges einen Plan entwickelt, gegen Iran in den Krieg zu ziehen. Dieser Plan bekam den Namen Operation TIRANNT (Theatre Iran Near Term). Die bloße Existenz eines solchen Plans ist natürlich nicht ungewöhnlich, da man von einem Staat, wie der USA, erwarten kann, dass sie sich für alle Eventualitäten bereithalten. Im Rahmen der Analyse des Irak-Krieges wurde dieser Plan laufend verfeinert und auf bestimmte Szenarien angepasst. TIRANNT basiert auf dem CONPLAN 8022-02 einem Plan, der entworfen wurde um den nuklearen Ambitionen der ?Schurkenstaaten? Nordkorea und Iran vorzubeugen. Dieser Plan sieht ausdrücklich den präventiven Einsatz sogenannter Mininukes vor (9). Die Strategen des Pentagons gehen dabei von einer Anzahl von 10.000 Zielen aus, die bei einem Angriff ausgeschaltet werden. Dafür stünden neben den beiden Trägergruppen mit seinen Cruise-Missles und Flugzeugen auch Langstreckenbomber aus der USA und den Stützpunkten Diego Garcia und Guam zur Verfügung, die ?dank? moderner Bewaffnung jeweils zwischen 150 und 300 Zielen bei einem Einsatz angreifen können. Ebenfalls stehen die Bodentruppen im Irak und die US-Airbases in Europa, Nahost und Zentralasien für ein solches Manöver bereit (10). Die sind wohlgemerkt Eventualpläne ? hoffen wir einmal, das diese Eventualität nie eintreten wird.

    Jens Berger

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    1. Krieg gegen den Iran « Die Welt ist eine Wurst – Hier ist der Senf

    7 Kommentare:

    1. lilywhite schrieb am 29. März 2007 at 12:44 - Permalink

      Wenn es einen Angriff auf den Iran geben wird, dann wird er – aller Vorraussicht nach – in den nächsten Wochen erfolgen. Schon der Irakkrieg begann seinerzeit im Frühjahr. Ein Krieg gegen den Iran ist nicht vergleichbar mit einem Afghanistan- oder Libanonkrieg, für die von vorn herein nur ein paar Wochen einkalkuliert wurden. Ein Krieg gegen den Iran bedeutet Krieg gegen vermutlich die größte Militärmacht der Region nach Israel. So ein Land besiegt man nicht mal gerade in einem Blitzkrieg von ein paar Wochen. Gerade die Erfahrung im Irak dürfte das gezeigt haben und sogar im Libanon war man letztlich nicht sonderlich erfolgreich und da hatte man ja schon mal einen leichten Vorgeschmack mit der Hizbollah auf den Gegner, der einen in einem Angriff auf den Iran erwarten wird.
      Die Vorkommnisse momentan sind ein zusätzliches Indiz dafür, dass ein Angriff wohl unmittelbar bevorstehen könnte. Auch wenn’s schwierig ist als Außenstehender, da etwas zu prognostizieren – ich denke, es wird so kommen, da halte ich es mit Brzezinski.

    2. Spiegelfechter schrieb am 29. März 2007 at 14:03 - Permalink

      @liliwhite:

      Ich habe da eher die ganz düstere Vorahnung, daß wir uns von dem klassischen Kriegsbild verabschieden müssen. 1984 lässt grüßen – es ist der ewige Krieg, der wohl angestrebt wird. Die Einzigen, die dies verhindern können sind wir, die “Wähler”. Nur wenn die Strassen verstopft sind, mit Leuten, die “Ohne mich!” skandieren, werden die “Strategen” umdenken. Aber bis dahin wird noch viel Wasser den Potomac herunter fliessen :-(

    3. 2020 schrieb am 29. März 2007 at 15:50 - Permalink

      @ lilywhite

      Der Iran ist mit Sicherheit nicht die grösste Militärmacht der Region nach Israel, das wären sehr viel eher Pakistan, Türkei und Syrien.

      Der Iran ist tatsächlich militärisch sehr schwach, noch immer wirkt der Blutzoll aus dem Irakkrieg, ebenso wie das Waffenembargo, was zu Ersatzteilmangel und Kannibalisierung der Waffensysteme geführt hat. Der Iran verfügt noch nicht einmal über eine hinreichende Verteidigungsstrategie, man rechnet im Falle einer ausländischen Aggression damit, dass man sich ähnlich wie im Irak auf einen Guerrillakrieg verlegt und im übrigen versucht, die Nachbarstaaten in einen solchen Krieg hineinzuziehen.

      In diesem Sinne sind auch die strategischen Raketentruppen des Iran einzuschätzen. Sie unterstehen den Pasdaran, den Revolutionären Garden und werden vermutlich gegen lohnende Ziele im und um den Persischen Golf eingesetzt – aber wohl kaum gegen Israel. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass gerade in Israel zahlreiche Meldungen aus dem Iran kolportiert werden, die letztlich auf eine sehr dubiose Quelle zurückzuführen sind: Die Mojahedin e-Khalq (MKO), deren Aktivisten im Irak zunächst von den USA interniert, dann nach Israel verbracht wurden…

    4. lycantropus schrieb am 30. März 2007 at 02:37 - Permalink

      “EIN Kampfverband, ZWEI Trägerkampfgruppen”?

      Werter Spiegelfechter, DAS ist aber doch definitv wohl nicht ‘korrekt’ :-P

      Davon abgesehen ist mindestens ein weiterer Verband – nämlich die 6. Flotte im Mittelmeer – in Reichweite!

      Sorry, wenn ich mal wieder ‘Erbsen zähle’, aber ich möchte diesen Blog ja auch guten Gewissens meinen Freunden und Bekannten weiterempfehlen können (Schließlich habe auch ich ‘einen Ruf zu verlieren’… ) :-P

      Aohuuu!
      Lycantropus

    5. Spiegelfechter schrieb am 30. März 2007 at 08:07 - Permalink

      @lycantropus:

      Klär mich doch bitte auf, wo der Fehler sein soll?
      Ein Kampfverband kann aus mehreren Flotten bestehen, aus mehreren Trägergruppen oder aber aus zwei Schnellbooten während eine Trägergruppe recht klar umrissen ist (Träger und Begleitschiffe).

      Was die 6. Flotte angeht so hast Du natürlich recht – auch die Trägergruppen im Pazifik und Atlantik wären recht schnell dislozierbar.

      Kannst ruhig weiterempfehlen ;-)

      Ich melde mich heute abend mal via Phone.

      Gruß
      Spigelfechter

    6. lilywhite schrieb am 30. März 2007 at 15:24 - Permalink

      @ 2020:

      Mal ganz davon abgesehen, dass ich Pakistan außen vor gelassen habe, da es m.W. nicht zum Nahen Osten, also nicht zur “Region” zählt, verfügt der Iran über ungefähr genauso starke Streitkräfte, wie Pakistan, das Nukleararsenal mal weggelassen. Nämlich insgesamt knapp 900.000 Mann Truppenstärke (inklusive Reserve), bei Pakistan dürften es ungefähr genausoviel sein oder sogar weniger. Mal zum Vergleich: Syrien kann da nur 400.000 Mann vorweisen. Syrien verfügt offiziell über mehr als 400 Kampfflugzeuge – von denen allerdings nur knapp 100 in etwa konkurrenz- bzw. einsatzfähig sind, gemessen an internationalen Maßstäben. Der Iran hingegen hat ca. 300 relativ moderne Kampfflugzeuge vorzuweisen. Auch in Sachen Raketen hat der Iran die Nase vorn (zumindest vor Syrien). Usw. usf….

      Du unterschätzt den Iran militärisch, wie ich finde.


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