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	<title>Kommentare zu: Blairs Schmierenstück</title>
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	<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 12:07:37 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Der SPIEGEL ringt um seine &#8220;Wahrheit&#8221; - Der Spiegelfechter</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-835</link>
		<dc:creator>Der SPIEGEL ringt um seine &#8220;Wahrheit&#8221; - Der Spiegelfechter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 19:38:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Kein Konjunktiv mehr, kein Hinweis darauf, daß die Äußerung der Briten in dieser Eindeutigkeit schlichtweg falsch sind, keine Distanz zu den Angaben der Briten, sie werden faktisch als &#8220;definitiv&#8221; dargestellt. Weiter schreibt Wittrock in der SPIEGEL-Version der Vorfälle: Erst am sechsten Tag der Krise kam Bewegung in die Angelegenheit. Am Rande des Gipfels der Arabischen Liga in Riad kündigte Mottaki plötzlich an, seine Regierung wolle die einzige Frau unter den Soldaten freilassen. Dennoch hielt man in Teheran den Vorwurf aufrecht, die Briten seien in iranisches Territorium eingedrungen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kein Konjunktiv mehr, kein Hinweis darauf, daß die Äußerung der Briten in dieser Eindeutigkeit schlichtweg falsch sind, keine Distanz zu den Angaben der Briten, sie werden faktisch als &#8220;definitiv&#8221; dargestellt. Weiter schreibt Wittrock in der SPIEGEL-Version der Vorfälle: Erst am sechsten Tag der Krise kam Bewegung in die Angelegenheit. Am Rande des Gipfels der Arabischen Liga in Riad kündigte Mottaki plötzlich an, seine Regierung wolle die einzige Frau unter den Soldaten freilassen. Dennoch hielt man in Teheran den Vorwurf aufrecht, die Briten seien in iranisches Territorium eingedrungen. [...]</p>
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		<title>Von: Spiegelfechter</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-643</link>
		<dc:creator>Spiegelfechter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 14:26:34 +0000</pubDate>
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		<description>@leider_heiser

Das kann ich bestätigen. Auf dem Arbeitsplatz höre ich selbst bei politisch weniger interessierten Kollegen/Kolleginnen immer wieder eine neuerliche Skepzis gegen "die Medien" heraus. Und ich möchte dafür mal drei Gründe herauspicken:

- der meist schonungslose Kampganenjournalismus zugunsten einer neoliberalen Revolution hat sich abgenutzt. Vieles, das die Apologeten der libertären Wirtschaftsordnung in Sendungen wie Christiansen gepredigt haben und das in den Sprachgebrauch der Medien übergegangen ist (Euphemismen wie Reform, Umstrukturieren oder Rationalisierung) ist umgesetzt wurden und hat sich für das Individuum als fauler Budenzauber herausgestellt.

- die "großen" Lügen der Politik sind als solche intuitiv erkannt wurden. Die Unfähigkeit "der Medien"  Alternativen zu präsentieren und das Ausbleiben systematischer Kritik hat zu einer Politk-, Politiker- und auch Medienverdrossenheit geführt.

- nicht zuletzt die Irak-Lüge der Herren Bush, Blair und Powell hat das letzt bisschen Vertrauen in die sicherheitspolitischen Schwüre des Westens zerstört.

Mit anderen Worten: Die Lebenslüge unserer Gesellschaft lässt sich nicht mehr verheimlichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@leider_heiser</p>
<p>Das kann ich bestätigen. Auf dem Arbeitsplatz höre ich selbst bei politisch weniger interessierten Kollegen/Kolleginnen immer wieder eine neuerliche Skepzis gegen &#8220;die Medien&#8221; heraus. Und ich möchte dafür mal drei Gründe herauspicken:</p>
<p>- der meist schonungslose Kampganenjournalismus zugunsten einer neoliberalen Revolution hat sich abgenutzt. Vieles, das die Apologeten der libertären Wirtschaftsordnung in Sendungen wie Christiansen gepredigt haben und das in den Sprachgebrauch der Medien übergegangen ist (Euphemismen wie Reform, Umstrukturieren oder Rationalisierung) ist umgesetzt wurden und hat sich für das Individuum als fauler Budenzauber herausgestellt.</p>
<p>- die &#8220;großen&#8221; Lügen der Politik sind als solche intuitiv erkannt wurden. Die Unfähigkeit &#8220;der Medien&#8221;  Alternativen zu präsentieren und das Ausbleiben systematischer Kritik hat zu einer Politk-, Politiker- und auch Medienverdrossenheit geführt.</p>
<p>- nicht zuletzt die Irak-Lüge der Herren Bush, Blair und Powell hat das letzt bisschen Vertrauen in die sicherheitspolitischen Schwüre des Westens zerstört.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Lebenslüge unserer Gesellschaft lässt sich nicht mehr verheimlichen.</p>
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	<item>
		<title>Von: leider_heiser</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-637</link>
		<dc:creator>leider_heiser</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 07:11:40 +0000</pubDate>
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		<description>@lycantropus

Nein, ich denke nicht. Auch aus der Sicht der Propaganda machen Sie ihren Job eher schlecht. Sie überziehen, sie werden immer unglaubwürdiger. Selbst für eher unkritische Konsumenten der Nachrichtenberichterstatter ...

Ich nehme da immer - pars pro toto - meine Mutter. Selbst die glaubt nicht mehr alles, was "von Tagesschau bezeugt" daher kommt.

Sie kann es meist nicht gut in Worte fassen. Es ist mehr so ein Gefühl. Das äußert sich dann eher so: "Also ich weiß nicht, irgenwie ist das nicht richtig was die da machen ... "

Also selbst in dem von dir gemeinten Sinn machen Sie keinen "guten job".</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@lycantropus</p>
<p>Nein, ich denke nicht. Auch aus der Sicht der Propaganda machen Sie ihren Job eher schlecht. Sie überziehen, sie werden immer unglaubwürdiger. Selbst für eher unkritische Konsumenten der Nachrichtenberichterstatter &#8230;</p>
<p>Ich nehme da immer - pars pro toto - meine Mutter. Selbst die glaubt nicht mehr alles, was &#8220;von Tagesschau bezeugt&#8221; daher kommt.</p>
<p>Sie kann es meist nicht gut in Worte fassen. Es ist mehr so ein Gefühl. Das äußert sich dann eher so: &#8220;Also ich weiß nicht, irgenwie ist das nicht richtig was die da machen &#8230; &#8221;</p>
<p>Also selbst in dem von dir gemeinten Sinn machen Sie keinen &#8220;guten job&#8221;.</p>
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		<title>Von: lycantropus</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-629</link>
		<dc:creator>lycantropus</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 01:06:15 +0000</pubDate>
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		<description>Für "leider_heise(r)" und "jolly rogers":

Wieso "miesen Job"? DIE machen ihre Arbeit doch recht gut, - fragt sich halt nur für wen... ;-)

Aohuuh!
l.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für &#8220;leider_heise(r)&#8221; und &#8220;jolly rogers&#8221;:</p>
<p>Wieso &#8220;miesen Job&#8221;? DIE machen ihre Arbeit doch recht gut, - fragt sich halt nur für wen&#8230; ;-)</p>
<p>Aohuuh!<br />
l.</p>
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	<item>
		<title>Von: jolly rogers</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-628</link>
		<dc:creator>jolly rogers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 19:50:38 +0000</pubDate>
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		<description>danke für diesen differenzierenden beitrag. ich stimmer leider_heiser zu, dass unsere medien hier einen ganz, ganz miesen job machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke für diesen differenzierenden beitrag. ich stimmer leider_heiser zu, dass unsere medien hier einen ganz, ganz miesen job machen.</p>
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		<title>Von: Spiegelfechter</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-627</link>
		<dc:creator>Spiegelfechter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 19:36:03 +0000</pubDate>
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		<description>@leider_heiser

Sehr schön gesagt - dem kann ich zu 100% zustimmen.

Neulich hatte ich mit einem Freund das gleiche Thema und wir kamen auch auf den DDR/AK Vergleich. Sein Kommentar war "Aber die hatten wenigstens den Schwarzen Kanal" - wie recht er doch hat.

Hoffentlich wachen die Medien bald auf - dieser Zustand ist ja nicht mehr tragbar. Wie paradox ist es denn bitteschön, daß mittlerweile die erste offizielle Anlaufstelle für umfassende Nachrichten die russische RIA Novosti ist? Ein Organ des Landes, das in unseren Medien immer wieder als Land ohne Pressefreiheit dargestellt wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@leider_heiser</p>
<p>Sehr schön gesagt - dem kann ich zu 100% zustimmen.</p>
<p>Neulich hatte ich mit einem Freund das gleiche Thema und wir kamen auch auf den DDR/AK Vergleich. Sein Kommentar war &#8220;Aber die hatten wenigstens den Schwarzen Kanal&#8221; - wie recht er doch hat.</p>
<p>Hoffentlich wachen die Medien bald auf - dieser Zustand ist ja nicht mehr tragbar. Wie paradox ist es denn bitteschön, daß mittlerweile die erste offizielle Anlaufstelle für umfassende Nachrichten die russische RIA Novosti ist? Ein Organ des Landes, das in unseren Medien immer wieder als Land ohne Pressefreiheit dargestellt wird.</p>
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		<title>Von: leider_heiser</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/98/blairs-schmierenstuck#comment-626</link>
		<dc:creator>leider_heiser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 19:20:37 +0000</pubDate>
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		<description>Die Medien in toto machen einen beschissenen Job. So etwas wie Recherche, verschiedene Blickwinkel beleuchten usw. findet kaum noch statt.

So etwas wie das hier könnte im Prinzip jede Redaktion machen - wenn sie denn wollten.

Stattdessen werden einfach Agenturmeldungen zusammenkompiliert. 

Man kriegt so langsam ein Geführ dafür, wie es den DDR-Bürgern gegangen sein muss. Die offizielle Parteilinie bekam man in der AK oder im ND beigepult - meisten ziemlich langweilig. Wenn man eine Idee behommen wollte, was wirklich los ist, musste man das kontrastieren mit anderen Informationsquellen, die aber als irgendwie "schmuddelig" galten.
Für uns sind Blogs und Foren und alternative Berichterstattung im Internet das, wass West-Radio für den DDR Bürger war. Das muss auch nicht alles stimmen - aber beides gegeneinander gehalten und zwischen den Zeilen gelesen, kann man zumindest eine Ahnung bekommen, worum es wirklich geht.

Scheiß Zustände, das. 

Das ein Blog wie dieses überhaupt nötig ist, ist ein Armutszeugnis für weite Teile der Medienlandschaft. Die machen schlicht den Kern ihres Jobs nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medien in toto machen einen beschissenen Job. So etwas wie Recherche, verschiedene Blickwinkel beleuchten usw. findet kaum noch statt.</p>
<p>So etwas wie das hier könnte im Prinzip jede Redaktion machen - wenn sie denn wollten.</p>
<p>Stattdessen werden einfach Agenturmeldungen zusammenkompiliert. </p>
<p>Man kriegt so langsam ein Geführ dafür, wie es den DDR-Bürgern gegangen sein muss. Die offizielle Parteilinie bekam man in der AK oder im ND beigepult - meisten ziemlich langweilig. Wenn man eine Idee behommen wollte, was wirklich los ist, musste man das kontrastieren mit anderen Informationsquellen, die aber als irgendwie &#8220;schmuddelig&#8221; galten.<br />
Für uns sind Blogs und Foren und alternative Berichterstattung im Internet das, wass West-Radio für den DDR Bürger war. Das muss auch nicht alles stimmen - aber beides gegeneinander gehalten und zwischen den Zeilen gelesen, kann man zumindest eine Ahnung bekommen, worum es wirklich geht.</p>
<p>Scheiß Zustände, das. </p>
<p>Das ein Blog wie dieses überhaupt nötig ist, ist ein Armutszeugnis für weite Teile der Medienlandschaft. Die machen schlicht den Kern ihres Jobs nicht mehr.</p>
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