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  • Kennst Du das Land, wo der Kautschuk wächst?

    geschrieben am 13. Februar 2015 von Jens Berger

    Beinahe drei Viertel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Kambodschas wurden von der Regierung an Konzerne „verpachtet“. Das entspricht fast einem Drittel des Landes. Auf 80% der verpachteten Fläche wird nun Kautschuk angebaut. In fast allen Fällen führen diese Verpachtungen zu Vertreibungen, die meist mit Gewalt durch Polizei und Militär gegen die Zivilbevölkerung einhergehen. Mehr als eine halbe Millionen Kambodschaner sind bereits Opfer von Landkonflikten. Die Profiteure sind sowohl die einheimischen Eliten wie auch internationale Konzerne. Was für ein Land wie Kambodscha eine echte Katastrophe ist, wird in der deutschen Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen.

    Stellen Sie sich doch einmal folgende Situation vor: Sie wachen morgens auf und vor ihrem Haus stehen Bulldozer. Bewaffnete Einheiten der Bundespolizei dringen in ihr Haus und nehmen sich ihre elektrischen Geräte und Wertsachen mit. Daraufhin werden Sie gewaltsam aus ihrem Haus gedrängt und die Bulldozer beginnen ihr zerstörerisches Werk. Nun sind Sie obdachlos und es gibt keine staatliche Stelle, die sich für Sie und ihr Schicksal interessiert. Game over!

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    261 Kommentare

    Landgrabbing in Kambodscha – NachDenkSeiten Spezial

    geschrieben am 11. Februar 2015 von Jens Berger

    Dieser Film ist das erste Produkt einer Recherchereise der NachDenkSeiten-Mitarbeiter Lars Bauer und Jens Berger nach Kambodscha in Kooperation mit der Welthungerhilfe. Ausführliche Hintergrundinformationen erhaltet Ihr auch auf den Seiten der kambodschanischen NGO LICADHO und bei global witness. Vor einiger Zeit sind auf den NachDenkSeiten zum Themenkomplex bereits die Artikel „Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus“ und „Land Grabbing in Sierra Leone – Widerstand gegen den Neokolonialismus“ erschienen. Die Bilder zur Reise findet Ihr bei flickr. Morgen folgt auf den NachDenkSeiten ein ausführlicher Bericht zum Thema.

    50 Kommentare

    Terrorismus – Gegen die grassierende Hysterie!

    geschrieben am 22. Januar 2015 von Jens Berger

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Kaum kommen bei einem wahrscheinlich islamistisch motivierten Anschlag in einem westlichen Land nichtmuslimische Menschen ums Leben, ist die Aufregung mal wieder groß. Eine ganze Religionsgruppe wird unter Kollektivverdacht gestellt und die medial geschürten Ängste der Menschen werden instrumentalisiert, um von wichtigeren Themen abzulenken und die Grundrechte immer weiter einzuschränken. Ist die Debatte über islamistischen Terrorismus eine Phantomdebatte? Ja und nein. Dennoch sollten wir uns um andere Themen Sorgen machen und uns nicht von Pegida, BILD und CDU ins Bockshorn jagen lassen.

    Es ist ja vollkommen richtig – wenn man sich einmal die weltweite „Terrorstatistik“ anschaut, fällt auf, dass ein übergroßer Teil der Täter muslimischen Glaubens ist. Das gilt jedoch in eben so großem Maße für die Opfer. Terrorismus ist heute kein Phänomen der entwickelten Länder aus dem Norden. Die Liste der Staaten, in denen die meisten tödlichen Terroranschläge verübt werden, wird vom Irak, Syrien, Nigeria, Afghanistan, dem Jemen und Somalia angeführt. Länder des Nordens nehmen in dieser Statistik die letzten Plätze ein. Wie diese Liste eindeutig zeigt, ist Terrorismus und erst recht tödlicher Terrorismus ein Phänomen von Regionen, in denen Bürgerkriege herrschen – Bürgerkriege, die unter anderem auch durch die Außen- und Sicherheitspolitik westlicher Staaten ausgelöst oder zumindest angeheizt wurden und werden.

    Man könnte sich an dieser Stelle vortrefflich über die Definition von Terrorismus streiten. Sind Anschläge von Bürgerkriegsparteien generell terroristischer Natur? Wenn dem so wäre, müssten die Terrorstatistiken der letzten Jahrzehnte wohl neu geschrieben werden. Alleine die Roten Khmer haben im kambodschanischen Bürgerkrieg wohl mehr Menschen umgebracht, als es die mörderischen IS-Kämpfer in Jahrzehnten schaffen könnten. Aber Terrorismus ist nun einmal – so zumindest unsere Lesart – muslimisch und nicht buddhistisch wie die Roten Khmer. Selbstverständlich gibt es auch christlichen oder jüdischen Terrorismus oder haben wir schon Irgun und Gusch Emunim vergessen?

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    133 Kommentare

    Impressionen aus Kambodscha

    geschrieben am 21. Januar 2015 von Jens Berger

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    Die Bilder gibt es auch in wesentlich besserer Qualität im dazugehörigen Album auf Facebook.

    31 Kommentare

    Flying to Cambodia

    geschrieben am 08. Januar 2015 von Jens Berger

    Es ist wieder so weit. Lars Bauer vom medienpalast und den NachDenkSeiten und ich – Jens Berger von den NachDenkSeiten und dem Spiegelfechter – werden morgen nach Kambodscha aufbrechen, um dort vor Ort Recherchen zum Thema „Land Grabbing“ zu verfolgen. Die Reise erfolgt einmal mehr auf Einladung der Deutschen Welthungerhilfe, für die wir vor eineinhalb Jahren bereits in Sierra Leone vor Ort zu diesem Themenkomplex unterwegs waren.

    Die Ergebnisse könnt Ihr unter anderen in den beiden Artikeln „Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus“ und „Land Grabbing in Sierra Leone – Widerstand gegen den Neokolonialismus“ auf den AussenGedanken, den NachDenkSeiten und dem Spiegelfechter lesen. Dazu haben wir sehr viel positives Feedback bekommen, das uns angespornt hat, am Thema dran zu bleiben und es anhand von weiteren Fallbeispielen zu intensivieren. Wir sind sehr gespannt, was wir vor Ort erleben und herausfinden werden. Wir hoffen, Euch geht es ähnlich.

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