Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Guter aber kommentierungswürdiger Monitor-Beitrag zum Freihandelsabkommen

    geschrieben am 31. Januar 2014 von Jens Berger

    In seiner gestrigen Sendung hat sich das WDR-Magazin Monitor dankenswerterweise einmal mit den sogenannten Studien beschäftigt, auf deren Basis dem kommenden europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP sagenhafte Auswirkungen zur Wirtschafts- und Arbeitsplatzentwicklung zugeschrieben werden. Die NachDenkSeiten haben sich bereits im letzten Juni ausführlich mit der Bertelsmann-ifo-Studie beschäftigt, die nun auch Monitor aufgespießt. Seltsamerweise belässt es Monitor jedoch bei einer Kritik an der Politik und fasst die Autoren der Studie mit Glacéhandschuhen an.

    Den Artikel weiterlesen »

    26 Kommentare

    Streusalznotstand in Deutschland

    geschrieben am 31. Januar 2014 von Jens Berger

    (C) NDR – Intensivstation

    Zum überraschenden Winterbruch ein Satireleckerbissen der NDR-Intensivstation, der mir gestern im Autoradio auf der zugegebenermaßen ordentlich gestreuten Straße ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert hat ;-)

    3 Kommentare

    Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ und ihre „Zwangsabgaben auf Sparguthaben“

    geschrieben am 28. Januar 2014 von Jens Berger

    In ihrem aktuellen Monatsbericht stellt die Bundesbank ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich progressives Gedankenspiel auf: Bevor ein Krisenstaat der Eurozone in den Staatsbankrott geht, könne er sich doch auch über eine Vermögensabgabe das benötigte Geld von den Reichen holen. Diese Idee hat zweifelsohne Charme. Seltsamerweise erreichten uns jedoch auch einige Leserzuschriften, die aufgrund dieser Meldung schwer verunsichert sind. Um griechische Reeder handelte es sich bei diesen Lesern nicht, sondern um Personen, die neben den NachDenkSeiten auch den Wirtschaftsteil der WELT und einen obskuren Blog aus dem AfD-Umfeld mit dem Namen „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ lesen.

    Die Idee, die Staatsverschuldung der europäischen Krisenstaaten über eine stärkere Besteuerung der Vermögen zu senken, ist alles andere als neu. In Deutschland wurde diese Idee vor allem durch den DIW-Ökonomen Stefan Bach bereits seit 2010 ins Spiel gebracht. Sowohl die Linkspartei, als auch die Grünen hatten die Vermögensabgabe in ihrem Wahlprogramm für die letzten Bundestagswahlen und auch innerhalb der SPD-Linken findet diese Idee viele Freunde. International ist die Vermögensabgabe schon länger ein Thema – der US-Ökonom Barry Eichengreen hat bereits 1991 in einer wissenschaftlichen Publikation untersucht, wie eine einmalige Vermögensabgabe zur Reduzierung der Staatsverschuldung umgesetzt werden kann. Auch auf den NachDenkSeiten wurde die Vermögensabgabe bereits kontrovers diskutiert.

    Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich unverständlich, dass ein kleiner Kasten (auf Seite 49) in einer im Oktober erschienenen Veröffentlichung des IWF in Deutschland und in Österreich eine derartige Aufregung verursachen konnte.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    111 Kommentare

    Glosse – Weltpolitik für Anfänger

    geschrieben am 24. Januar 2014 von Jens Berger

    Als politisch Unbedarfter kommt man in diesen Tagen ganz schon ganz schön ins Schlingern. In der Ukraine demonstrieren Tausende Menschen gegen die Regierung und ernten dafür den Beifall der deutschen Medien und der deutschen Politik. Dabei haben sich sowohl die deutschen Medien als auch die deutsche Politik im letzten Jahr doch noch gegen die Macht des „Pöbels“ auf der Straße ausgesprochen. Nur, dass es damals nicht um die Ukraine, sondern um Ägypten ging.

    Zur Erinnerung: Im Sommer letzten Jahres putschte eine Militärjunta den demokratisch gewählten ägyptischen Präsidenten Mursi aus dem Amt. Als daraufhin die Anhänger dieses demokratisch gewählten Präsidenten gegen die Junta demonstrierten und dafür niedergemetzelt wurden, waren die deutschen Medien ganz auf der Seite der Junta und fanden es vollkommen in Ordnung, dass der „Pöbel“ von der Strasse gefegt wurde. Die „Demokratie“ wurde der „Stabilität“ geopfert. Schließlich ging es um größere Zusammenhänge.

    Siehe dazu: Jens Berger – Arabischer Winter – Wenn „Demokratie“ zum Kampfbegriff wird

    Heute demonstriert in der Ukraine ein buntes Gemisch – durchzogen von Brauntönen – gegen eine demokratisch gewählte Regierung und Berlin ist im Einklang mit den Medien auf der Seite der Demonstranten. Wieder einmal geht es nicht um „Demokratie“. Diesmal geht es aber auch nicht um „Stabilität“. Und man kann wohl auch annehmen, dass Deutschlands Meinungsmacher nicht nur deshalb für die Demonstranten sind, weil diese (noch) von einer der bekanntesten Boxbirnen der Welt angeführt werden. Warum sind nun demonstrierende Ukrainer „gut“, während demonstrierende Ägypter „böse“ sind? Wer soll da noch durchblicken?

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    181 Kommentare

    Sotschi wird einmal mehr zur Anti-Russland-Kampagne genutzt

    geschrieben am 20. Januar 2014 von Jens Berger

    Wer als unbedarfter Leser an diesem Wochenende die Onlineausgaben der ZEIT , des SPIEGELS,des Hamburger Abendblatts oder vielen anderen Presseorganen gelesen hat, muss wohl oder übel zu dem Schluss kommen, dass sich am Rande des Fackellaufs im russischen Woronesch etwas Ungeheuerliches abspielt haben muss. Russische Sicherheitskräfte, so die Botschaft zwischen den Zeilen, sollen einen homosexuellen Demonstranten am Rande der Strecke „niedergerungen“ haben, nur weil dieser eine Regenbogenfahne bei sich trug. Das passt natürlich 100% ins Bild des „schwulenhassenden“ russischen Präsidenten Putin. Schaut man sich jedoch die Geschichte ein wenig näher an, wird klar, dass die deutschen Zeitungen einmal mehr die Wahrheit verdrehen, um Russland in einem möglichst düsteren Licht darzustellen.

    Laut dem Hamburger Abendblatt wurde am Samstag in Woronesch ein „schwuler Aktivist am Rande des olympischen Fackellaufs festgenommen [...] weil er eine Regenbogenfahne zeigte“. Auch Zeit.de sieht dies so – dort heißt es, „er wurde festgenommen, weil er gegen Homophobie protestierte“. Ähnlich auch die Interpretation von SPIEGEL Online. Alle drei Artikel sind mit einem Photo von Andrej Nasonow bebildert, auf dem zu sehen ist, wie ein Sicherheitsmann einen Demonstranten mit Regenbogenfahne am Rande des Fackellaufs in der Nähe der Absperrung in den Schwitzkasten nimmt. So muss natürlich der Eindruck entstehen, als haben die Sicherheitskräfte sich einen Demonstranten aus dem Publikum am Rande der Strecke herausgepickt, um ihm die Fahne abzunehmen.



    Nicht erwähnt wird, dass es sich beim Photographen Andrej Nasonow um einen Freund und Mitaktivisten des Demonstranten Pawel Lebedew handelt. Nicht erwähnt wird auch, dass das abgedruckte Photo nur Teil einer ganzen Serie ist, die Nasonow auch auf der Seite der Aktivisten im russischen sozialen Netzwerk vk.com veröffentlicht hat. Erst wenn man sich alle Bilder anschaut, erahnt man, was sich am Samstag in Woronesch abgespielt hat.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    176 Kommentare
    Seite 21 von 101« Erste...10...20212223...3040...Letzte »