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  • Georg Schramm im Interview

    geschrieben am 14. Dezember 2011 von Jens Berger

    Ein wunderbares Interview, wie ich finde. Was allerdings weniger an den Interviewern, sondern an dem Interviewten liegt. Warum schaffen es eigentlich die öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen nicht, ein solches Stück hinzubekommen? Im Vergleich zur “Premium-Talkshow” von Günther Jauch, für die wir Gebührenzahler pro Minute 4.487 Euro zahlen müssen, ist dieses ehrenamtlich geführte Interview mit Schramm schon fast ein wahrer Segen. Über die dümmlichen Fragen am Ende schaue ich mal gnädig hinweg ;-)

    Viel Spaß,
    Euer Spiegelfechter Jens Berger

    75 Kommentare

    Sigmar Gabriels intellektueller Offenbarungseid

    geschrieben am 14. Dezember 2011 von Jens Berger

    Es ist schon ein kleines Kunststück, sich selbst in einem zweiseitigen Aufsatz in gleich mehreren Kernpunkten zu widersprechen. Dieses kleine Kunststück ist dem SPD-Vorsitzenden Gabriel in seinem unsäglichen Debattenbeitrag im FAZ-Feuilleton gelungen. Mehr noch – Gabriel widerspricht sich nicht nur selbst, sondern auch dem erst letzte Woche verabschiedeten Positionspapier der rot-grünen Schattenregierung, das er höchstpersönlich mitunterzeichnet hat. All dies wäre eigentlich nur ein weiteres Indiz für den maroden Zustand der SPD, ginge es dabei nicht um so elementare Fragen wie die ökonomische und politische Zukunft Deutschlands und Europas. Wenn man sich die künftigen potentiellen Regierungskoalitionen anschaut, kann einem da nur angst und bange werden.

    „Si tacuisses, philosophus mansisses“ (Hättest Du geschwiegen, hätte man Dich weiterhin für einen Philosophen gehalten) – selten traf dieser bekannte Aphorismus so sehr ins Schwarze wie bei Sigmar Gabriels verunglücktem Versuch, sich in die vielfach gelobte Debatte des FAZ-Feuilletons einzumischen und dabei indirekt mit den Federn seiner Vorredner zu schmücken. Gabriel besitzt sogar die Chuzpe, sich gleich in der Einleitung auf den Philosophen Habermas zu berufen und dessen aufrüttelnden Weckruf zur Verteidigung der Demokratie inhaltlich weiterzuführen. Was Gabriel in seinem Aufsatz schreibt, lässt jedoch vermuten, dass er Habermas nicht einmal im Ansatz verstanden hat. Kritisiert Habermas die Erpressung der Politik durch die Finanzmärkte, erdreistet sich Gabriel, exakt diese Erpressung zum Kernelement seiner Argumentation zu machen, indem er fordert, dass „den Märkten das Vertrauen in die Verlässlichkeit und den Willen zum gemeinschaftlichen Handeln in der Währungsunion zurückgegeben“ werden müsse. Dies klingt nicht ganz so plump wie Angela Merkels Forderung nach einer „marktkonformen Demokratie“, bedeutet im Kern aber nichts anderes, nämlich die Finanzmärkte zum eigentlichen Souverän der Politik zu machen.

    Weiter auf den NachDenkSeiten

    82 Kommentare

    Musik zum Dienstag: FDP (Gelb-blaue Fahnen wehen im Wind)

    geschrieben am 13. Dezember 2011 von Jens Berger

    FDP (Gelb-blaue Fahnen wehen im Wind) by Incredible Herrengedeck

    Das feyne Lied stammt von einer Berliner Band namens The Incredible Herrengedeck.

    Auf YouTube gibt es auch ein Live-Video, aufgenommen bei Occupy@Bundespressestrand am 26. November:

    Von den gleichen Künstlern stammt auch eine ältere, sehr passende, Ode an unsere geliebte Hauptstadt:

    Den Artikel weiterlesen »

    19 Kommentare

    FAZ-Feuilleton-Serie gegen die Marktkonformität der Demokratie

    geschrieben am 09. Dezember 2011 von Jens Berger

    Albrecht Müller hat heute noch einmal auf den NachDenkSeiten die Leser auf die bemerkenswerte Feuilleton-Serie der FAZ hingewiesen, die sich gegen die Marktkonformität der Demokratie stemmt. Damit nimmt die FAZ als einziges Qualitätsmedium den Kampf gegen die wirklichen Gefahren der Demokratie auf. Dies kann man dem verantwortlichen Herausgeber Frank Schirrmacher gar nicht hoch genug anrechnen. Leider ist Schirrmacher jedoch “nur” fürs Feuilleton verantwortlich und das Wirtschafts- und Finanzressort der FAZ reiht sich freudig in den Reigen der Meinungsmache ein.

    Ich folge gerne Albrecht Müllers Aufruf, die Artikel der Feuilleton-Serie weiterzuverbreiten und stelle hier die Liste ein, die auch auf den NachDenkSeiten veröffentlicht wurde:

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    52 Kommentare

    Michael Hudson on Europe’s Transition from Democracy to Oligarchy

    geschrieben am 08. Dezember 2011 von Jens Berger

    Ich freue mich, Euch ein sehr interessantes Interview mit Michael Hudson vorstellen zu dürfen (ab 3:20).

    Wer Hudson nicht kennt oder gerne besser kennenlernen würde, dem seien folgende Artikel empfohlen:

    Der Krieg der Banken gegen das Volk in der FAZ vom 3.12.2011

    Was sind Schulden? in der FAZ vom 2.12.2011

    From Marx to Goldman Sachs: The Fictions of Fictitious Capital vom 30.7.2010

    NeoLiberalism and the Counter-Enlightenment vom 27.5.2010

    49 Kommentare
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