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  • Open Thread zu den Demonstrationen in Griechenland

    geschrieben am 19. Oktober 2011 von Jens Berger

    Watch live streaming video from stopcarteltvgr at livestream.com

    Mehr Streams gibt es hier

    Und hier gibt es einen Ticker

    203 Kommentare

    Riester-PR in der ZEIT – kein guter Rat

    geschrieben am 19. Oktober 2011 von Jens Berger

    Seit die Riester-Rente existiert, gibt es in den selbsternannten Qualitätszeitungen Artikel zur Riester-Rente, die selbst bei wohlwollender Betrachtung nicht von bezahlten PR-Artikeln zu unterscheiden sind. Mal kommen diese Artikel suggestiv daher und zitieren Gutachten und Studien von gekauften „Wissenschaftlern“, mal kommen sie gänzlich brachial daher. Ein Musterexemplar für brachiale PR stellt der Artikel „Der gute Rat“ von Marcus Rohwetter dar, der sowohl in der letzten Printausgabe der ZEIT als auch gestern auf ZEIT-Online erschienen ist.

    Wer in der ZEIT eine Anzeige in der Größe einer Viertelseite schalten will, zahlt dafür 20.064 Euro. Jeder abgeschlossene Riester-Vertrag bringt den Versicherungsunternehmen nach Angaben des Versicherungsexperten Prof. Klaus Jäger von der FU Berlin einen Gewinn von 8.000 Euro. Wenn also nur drei Leser der ZEIT aufgrund einer solchen Anzeige einen Riester-Vertrag abschließen, lohnt es sich für die Branche bereits. Jeder PR-Experte weiß jedoch, dass Werbung, die als solche erkennbar ist, von vielen Lesern nicht ernst- oder erst gar nicht wahrgenommen wird. Ziel der PR ist es daher, wenn man wie in der Apotheken Umschau oder der Bäckerblume interessengesteuerte Inhalte im redaktionellen Teil unterbringen kann. Der Jackpot ist es, wenn dies auch in einer vermeintlichen Qualitätszeitung gelingt.

    Weiter auf den NachDenkSeiten

    41 Kommentare

    Die Occupy-Bewegung und die Scheuklappenmentalität der Leitartikler

    geschrieben am 19. Oktober 2011 von Jens Berger

    Die Zeiten, in denen die klassischen Medien noch „Leitmedien“ waren und gesellschaftliche Prozesse angestoßen haben, sind offenbar vorbei. Egal ob es sich um die Proteste gegen Stuttgart 21 oder die der Occupy-Bewegung handelt – die Berichterstattung der klassischen Medien war und ist lediglich eine Reaktion auf die ehrliche Frustration der Bürger. Anstatt gesellschaftliche Entwicklung progressiv zu gestalten oder gar auszulösen, hinken die Medien der Entwicklung auf verlorenem Posten hinterher und beschränken meist sich entweder auf die bloße neutrale Berichterstattung oder verlieren sich in verbalen Rückzugsgefechten der Leitartikler.

    Um in die Gedankenwelt einiger Leitartikler einzutauchen, lohnt sich ein Blick auf drei Meinungsartikel, die in den letzten Tagen von drei einflussreichen Blättern publiziert wurden:

    Dirk Benninghoff (Stern) – Alle auf den Falschen
    Marc Beise (Süddeutsche Zeitung) – Billig-Angriff auf die Banker
    Miriam Schröder (Tagesspiegel) – Regierungen und Banken sind Komplizen

    Während nicht nur in Deutschland zehntausende Menschen auf die Straßen gehen, um gegen die Macht des Finanzsystems und die daraus resultierende Ohnmacht der Politik ein Zeichen zu setzten, haben die genannten Leitartikler nichts besseres zu tun, als die Demonstrationen als „jugendlich-naives-Banken-Börsen-Bashing“ (Benninghoff) und „Billig-Angriff“ (Beise) abzukanzeln. Obgleich keiner der Autoren es wagt, die Finanzbranche kollektiv von jeglicher Mitschuld an der Misere freizusprechen, relativieren sie die Verantwortung der Branche als Aussetzer einiger „schwarzer Schafe“ (Beise). Dirk Benninghoff sieht die Banken sogar als „Leidtragende der Krise“ und nicht als „deren Auslöser“.

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    130 Kommentare

    Wo steht Schwarz-Gelb?

    geschrieben am 17. Oktober 2011 von Thorsten Beermann

    ein Gastartikel von Thorsten Beermann

    Nachdem ich mich letzte Woche mit dem Zustand der beiden im Fall von Neuwahlen aussichtsreichsten Oppositionsparteien beschäftigt habe, möchte ich mich heute der schwarz-gelben Bundesregierung zu wenden – so lange es sie noch gibt, möchte man fast sagen.
    Keine Bundesregierung der Nachkriegsgeschichte hat bisher eine so desaströse erste Halbzeit aufs Parkett gelegt wie die aktuelle. Kaum eine Regierung hat so ohne jede Eigeninitiative und nur von den Ereignissen und Meinungen getrieben mehr reagiert als regiert. Der Versuch einer Betrachtung mit möglichst wenig Polemik…

    Die Liberalen im Sinkflug

    Wenden wir uns als erstes der FDP zu. Zynische Zeitgenossen mögen das für Jagd im Gehege halten, empathischere Mitmenschen anmerken, dass man auf am Boden Liegende nicht noch eintreten soll. Aber das war nicht immer so. Es ist kaum mehr alszwei Jahre her, dass die FDP ihr bisheriges Rekordergebnis im Bund feiern konnte. 14,6% der Stimmen entfielen auf die Liberalen.

    Geschafft hatte es die Partei vor allem mit einem Thema: Steuersenkungen. Dass die FDP mit dieser eingleisigen Themensetzung durchkommen konnte, ist nicht zuletzt den Medien anzulasten. Obwohl jeder, der sich auch nur oberflächlich mit den Staatsfinanzen beschäftigt hatte, vorhersagen konnte, dass generell, ganz sicher aber in der auslaufenden Bankenkrise, kein Spielraum für nennenswerte Entlastungen vorhanden war. Trotzdem wurden die Forderungen in der Berichterstattung als seriöses Thema behandelt.

    Umso größer war nach den Wahlen die (gespielte?) Überraschung, als doch keine Wohltaten an die breite Masse verteilt wurden. Zu offensichtliches Bedienen des eigenen Klientels (Stichwort Hotel), zu dreiste Selbstbedienung bei der Postenvergabe (Stichwort Dirk Niebel) und eher überschaubare Leistungen im Amt (Stichwort Westerwelle) taten ihr übriges, um die Liberalen in der Gunst der Wähler sinken zu lassen.

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    46 Kommentare

    Der SPIEGELFECHTER sucht Blogwarte!

    geschrieben am 16. Oktober 2011 von Jens Berger

    Liebe Leser,

    wenn die Katze einmal aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Wie einige von Euch wissen, war ich am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse und habe die Gelegenheit gleich dazu genutzt, am Samstag bei Occupy:Frankfurt mitzumachen. In gutem Glauben ließ ich den SPIEGELFECHTER SPIEGELFECHTER sein und dachte im Traum nicht daran, dass sich hier in den Kommentaren gerade eben eine sehr unerfreuliche Geschichte abspielt. Ich möchte an dieser Stelle weder Namen noch Details nennen, da es sich offenbar um Hintergründe handelt, die weit über normales “Trollen” hinausgehen und auch bereits seit längerem gerichtlich verfolgt werden.

    Wie dem auch sei. Durch diese unschöne Episode habe ich festgestellt, dass ich die mir (auch gesetzlich auferlegte) Sorgfaltspflicht alleine nicht erfüllen kann, da ich das Blog unmöglich 24 Stunden am Tag beobachten kann. Da ich kein großer Freund der manuellen Freischaltung jedes einzelnen Kommentars bin (was im Einzelfall heißen kann, das ein Kommentar tagelang auf die Freischaltung wartet), will ich einer Handvoll Kommentatoren spezielle Rechte geben, so dass sie im Notfall (und auch nur dann!) Kommentare löschen oder die gesamte Kommentierung abschalten können.

    Mir fallen viele Kommentatoren ein, denen ich ohne Weiteres diese Rechte geben könnte. Ihr habt dadurch auch keine juristische Verantwortung – die bleibt weiterhin bei mir. Da das Nutzermanagement von WordPress aber nicht sonderlich ausgereift ist und ihr mit der Benutzerrolle (Editor/Redakteur), die zum Löschen von Kommentaren nötig ist, auch Schaden anrichten könnt, muss ich natürlich etwas vorsichtiger sein.

    Wer mir bei dieser Aufgabe helfen will, sollte mir bitte ein kurze Mail an die Redaktionsadresse redaktion@spiegelfechter.com schreiben

    Wenn ich ein paar Helfer zusammen habe, werde ich die manuelle Moderation wieder aufheben und alles bleibt so, wie es war.

    Jens Berger

    159 Kommentare

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