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  • Open Thread: Wahlsonntag in Berlin

    geschrieben am 18. September 2011 von Jens Berger

    Schafft die FDP sich ab oder wird sie als rechtspopulistische Partei neu geboren? Kommen die Piraten in das Abgeordnetenhaus? Und wenn ja warum? Und was macht eigentlich die Linke? Fragen über Fragen. Ihr seid herzlich eingeladen, hier zu diskutieren.

    Euer Spiegelfechter,
    Jens Berger

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    Die FDP, die Medien und der Zauberlehrling

    geschrieben am 16. September 2011 von Jens Berger

    иконописManchmal reibt man sich aufgrund der Vergesslichkeit der schreibenden Zunft verwundert die Augen. Da entdecken die Leitartikler in dieser Woche doch glatt, dass die FDP eine populistische Partei und mit ihr kein Staat zu machen ist. Ei der Daus! Wer hätte das gedacht? Wo haben die Edelfedern eigentlich die letzten Jahre verbracht?

    Die Süddeutsche Zeitung fasst die Berliner Entwicklungen der Woche heute unter der markigen Überschrift »Riskante Wende zur “Freien Populistischen Partei”« zusammen und reiht sich damit nahtlos in den Kanon der Verwunderten ein. Es gibt gute Gründe sich über den unverantwortlichen Populismus der FDP zu ärgern und gibt noch bessere Gründe, Angst vor den sich daraus ergebenden Folgen zu haben. Es gibt jedoch nicht einen einzigen Grund, sich über die FDP zu wundern. Sie vollzieht keine „riskante Wende“ in Sachen Populismus, sondern bleibt sich selbst im Kern treu – einzig das Ausmaß der Verwerflichkeit mag schockieren.

    Als die FDP 2009 in die Regierung kam, blickte sie auf elf Jahre Oppositionszeit zurück. Als die FDP das letzte Mal bundespolitisch in der Verantwortung stand, machte ihr heutiger Generalsekretär gerade sein Abitur und ihr heutiger Parteivorsitzender vertrieb sich die Zeit beim Studium der Humanmedizin. Die politischen Lehr- und Gesellenjahre der heutigen Spitze kennen keine Regierungsverantwortung, sie waren geprägt durch die Opposition und die FDP war stets eine populistische Oppositionspartei.

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    Blockflöte des Todes

    geschrieben am 15. September 2011 von Jens Berger

    via und via

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    Warum man keinen Todesstern bauen sollte

    geschrieben am 15. September 2011 von Stefan Sasse

    Von Lt. Col. Dan Ward, USAF
    Aus dem Englischen übersetzt von Stefan Sasse

    Beschaffungslektionen aus einer weit entfernten Galaxis

    Nachdem sie die Endschlachtszene in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” zum ersten Mal gesehen hatte, erklärte meine achtjährige Tochter: “Die sollten diese Todessterne nicht mehr bauen. Die werden jedes Mal in die Luft gejagt.” Sie ist vielleicht noch etwas zu klein für die Sturmtruppen, aber sie hat Recht.

    Ja, das Imperium sollte damit aufhören, Todessterne zu bauen. Es zeigt sich, dass das Verteidigungsministerium sie auch nicht bauen sollte, metaphorisch gesprochen. Welche Art von Waffensystem passt überhaupt in diese Kategorie? Ich werde der Versuchung widerstehen, explizite Beispiele zu geben und stattdessen einfach behaupten, dass jedes gewaltige Projekt, das gehirnschmelzend komplex ist, unersättlich Ressourcen verschlingt und darauf abzielt, eine unbesiegbare Waffe zu werden, auf dem besten Weg ist, ein Todesstern zu sein – und das ist keine gute Sache.

    Warum sind Todessterne eine dumme Idee? Der Hauptkritikpunkt erstreckt sich auf zwei Kategorien: eine operative und eine der programmatischen Ausrichtung. Die operativen Mängel der todgeweihten Kampfstationen des Imperiums sind allgemein bekannt und weithin verspottet. Ihre programmatischen Mängel sind weniger bekannt, aber der Erörterung wert. Wir werden uns im Folgenden beides ansehen.

    Operative Bewertung des Todessterns

    Der in Episode IV eingeführte Todesstern hat sein beeindruckendes Debüt, als er den Planeten Alderan vaporisiert – der einzige Moment, in dem er jemals seine Hauptbewaffnung auf einen Planeten abfeuert. Kurz danach wird die gesamte Station, mit 1,2 Millionen Menschen an Bord, von einem einzelnen Schuss eines halb ausgebildeten Jedi vernichtet. Das ist es, was wir eine kritische Verwundbarkeit nennen, und es ist Gegenstand unnachgiebiger Fan-Verachtung. Die Leistungen des zweiten Todessterns im Kampf waren sogar noch unbeeindruckender. Obwohl er deutlich größer war als das Original, wurde er von den Rebellen vernichtet bevor er seinen Planetenvernichtungslaser ein einziges Mal abfeuerte. Soviel zum Thema “voll gefechtsbereit”.

    OK, der Todesstern ist vorranging eine Waffe der Einschüchterung und nicht etwas, das man mir nichts, dir nichts einsetzt. Selbst das böse Imperium wollte nicht mehr als eine handvoll Planeten vernichten. Deswegen muss die Tatsache, dass der Todesstern nur einen Schuss abgefeuert hat, keine große Sache sein. Die Tatsache, dass beide Stationen in die Luft gejagt werden, ist dagegen durchaus eine große Sache. Es ist schwierig, einschüchternd zu wirken, wenn man aus einer Trümmerwolke besteht.

    Man könnte sich fragen, wie eine angeblich so mächtige Waffe eine so ärmliche Leistungsbilanz und eine so offenkundige Schwäche aufweisen kann. Trotz der Meinung gewisser Kritiker sind diese Mängel kein billiges Plotvehikel, das von einem faulen Drehbuchschreiber geschaffen wurde. Tatsächlich ist die Todesstern-Kombination von Unzulänglichkeit und Verletzlichkeit der zweit-realistischste Aspekt der gesamten Saga.

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    Griechen raus?

    geschrieben am 15. September 2011 von Thorsten Beermann

    ein Gastartikel von Thorsten Beermann

    Lange wurden sie herbei geschrieben und langsam scheinen sie im Bereich des Möglichen: Der Austritt aus der Eurozone und die folgende Insolvenz Griechenlands. Berthold Köhler kommentierte in der FAZ, dass die „Omerta des Schweigens“ über dieses Thema nun endlich gebrochen sei und meint damit vermutlich die Politiker, die seit die griechischen Finanzierungslücken offenbar wurden, an keinem Mikrofon vorbei gehen konnten, ohne von einem möglichen Schuldenschnitt oder gar einem Austrittsszenario zu fabulieren. Auch wenn FDP Generalsekretär Lindner in der Financial Times noch beteuert, die FDP würde den Ausschluss nicht herbei reden wollen, haben sich führende Köpfe, oder Kopflose, der Koalition scheinbar längst entschieden.

    Den Stammtisch wird es freuen. Schon lange fordert man dort, befeuert von Wirtschafts-„Experten“ vom Schlage eines Hans-Werner Sinn und Politikern bis hinein in die Koalitionsspitze (die sich ohnehin nie Eindeutig zur den Hilfsmaßnahmen bekennen mochte), dass „wir“ den „Südländern nicht mehr ihren verschwenderischen Lebensstil finanzieren“.

    Der Wahrheitsgehalt von Scheinargumenten wie der angeblich viel zu frühe Renteneintritt oder die endlosen Urlaube der Griechen wurden bereits ausreichend auseinander genommen. Aber wie sieht ein realistisches Szenario eines Ausstiegs wirklich aus?

    Die ersten Auswirkungen werden selbstverständlich in Griechenland selbst spürbar werden. Ohne die Garantieren und Soforthilfen der EU könnte das Land zu akzeptablen Konditionen kein frisches Kapital mehr aufstellen, es wäre innerhalb kürzester Zeit zahlungsunfähig und könnte seine Schulden nicht mehr bedienen. Ob Renten, Sozialleistungen und die Gehälter der Staatsbediensteten weiter gezahlt werden könnten, kann nur spekuliert werden.

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    133 Kommentare

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