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  • Streusalznotstand in Deutschland

    geschrieben am 31. Januar 2014 von Jens Berger

    (C) NDR – Intensivstation

    Zum überraschenden Winterbruch ein Satireleckerbissen der NDR-Intensivstation, der mir gestern im Autoradio auf der zugegebenermaßen ordentlich gestreuten Straße ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert hat ;-)

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    Prominenten in den Mund gestopft …

    geschrieben am 28. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik: Satire

    Lanz-Stuss

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    Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ und ihre „Zwangsabgaben auf Sparguthaben“

    geschrieben am 28. Januar 2014 von Jens Berger

    In ihrem aktuellen Monatsbericht stellt die Bundesbank ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich progressives Gedankenspiel auf: Bevor ein Krisenstaat der Eurozone in den Staatsbankrott geht, könne er sich doch auch über eine Vermögensabgabe das benötigte Geld von den Reichen holen. Diese Idee hat zweifelsohne Charme. Seltsamerweise erreichten uns jedoch auch einige Leserzuschriften, die aufgrund dieser Meldung schwer verunsichert sind. Um griechische Reeder handelte es sich bei diesen Lesern nicht, sondern um Personen, die neben den NachDenkSeiten auch den Wirtschaftsteil der WELT und einen obskuren Blog aus dem AfD-Umfeld mit dem Namen „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ lesen.

    Die Idee, die Staatsverschuldung der europäischen Krisenstaaten über eine stärkere Besteuerung der Vermögen zu senken, ist alles andere als neu. In Deutschland wurde diese Idee vor allem durch den DIW-Ökonomen Stefan Bach bereits seit 2010 ins Spiel gebracht. Sowohl die Linkspartei, als auch die Grünen hatten die Vermögensabgabe in ihrem Wahlprogramm für die letzten Bundestagswahlen und auch innerhalb der SPD-Linken findet diese Idee viele Freunde. International ist die Vermögensabgabe schon länger ein Thema – der US-Ökonom Barry Eichengreen hat bereits 1991 in einer wissenschaftlichen Publikation untersucht, wie eine einmalige Vermögensabgabe zur Reduzierung der Staatsverschuldung umgesetzt werden kann. Auch auf den NachDenkSeiten wurde die Vermögensabgabe bereits kontrovers diskutiert.

    Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich unverständlich, dass ein kleiner Kasten (auf Seite 49) in einer im Oktober erschienenen Veröffentlichung des IWF in Deutschland und in Österreich eine derartige Aufregung verursachen konnte.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

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    Glosse – Weltpolitik für Anfänger

    geschrieben am 24. Januar 2014 von Jens Berger

    Als politisch Unbedarfter kommt man in diesen Tagen ganz schon ganz schön ins Schlingern. In der Ukraine demonstrieren Tausende Menschen gegen die Regierung und ernten dafür den Beifall der deutschen Medien und der deutschen Politik. Dabei haben sich sowohl die deutschen Medien als auch die deutsche Politik im letzten Jahr doch noch gegen die Macht des „Pöbels“ auf der Straße ausgesprochen. Nur, dass es damals nicht um die Ukraine, sondern um Ägypten ging.

    Zur Erinnerung: Im Sommer letzten Jahres putschte eine Militärjunta den demokratisch gewählten ägyptischen Präsidenten Mursi aus dem Amt. Als daraufhin die Anhänger dieses demokratisch gewählten Präsidenten gegen die Junta demonstrierten und dafür niedergemetzelt wurden, waren die deutschen Medien ganz auf der Seite der Junta und fanden es vollkommen in Ordnung, dass der „Pöbel“ von der Strasse gefegt wurde. Die „Demokratie“ wurde der „Stabilität“ geopfert. Schließlich ging es um größere Zusammenhänge.

    Siehe dazu: Jens Berger – Arabischer Winter – Wenn „Demokratie“ zum Kampfbegriff wird

    Heute demonstriert in der Ukraine ein buntes Gemisch – durchzogen von Brauntönen – gegen eine demokratisch gewählte Regierung und Berlin ist im Einklang mit den Medien auf der Seite der Demonstranten. Wieder einmal geht es nicht um „Demokratie“. Diesmal geht es aber auch nicht um „Stabilität“. Und man kann wohl auch annehmen, dass Deutschlands Meinungsmacher nicht nur deshalb für die Demonstranten sind, weil diese (noch) von einer der bekanntesten Boxbirnen der Welt angeführt werden. Warum sind nun demonstrierende Ukrainer „gut“, während demonstrierende Ägypter „böse“ sind? Wer soll da noch durchblicken?

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    181 Kommentare

    Der Drogenkoch und das Laissez-Faire

    geschrieben am 24. Januar 2014 von Gastautor

    ein Gastbeitrag von Roberto De Lapuente

    Kürzlich berichtete der Stern über einen Restaurantbesitzer in den USA, der seinen Laden verkauft habe, um mit dem Erlös seiner an Krebs erkrankten Mitarbeiterin helfen zu können. Der Stern nannte das “eine Geschichte, die die Herzen wärmt”. Ich nenne das eine traurige Geschichte. Es zeigt nur, dass man in den Vereinigten Staaten als Krebspatient entweder Geld haben oder Blue Meth kochen können muss, um seine Überlebenschancen zu wahren.

    In der gefeierten und fabelhaften US-Serie Breaking Bad geht es um Walter White, einen Chemielehrer, der an Krebs erkrankt ist. Weil er sich die Behandlung nicht leisten kann und er seine Familie nicht mittellos zurücklassen will, setzt er seine Fachkenntnisse ein, um synthetisiertes Methamphetamin zu kochen – besser bekannt unter dem Namen Crystal Meth. Von da ab geht es mit voller Geschwindigkeit in die Unterwelt. Aus anfänglichem Skrupel wird Leidenschaft. Es ist faszinierend, diesem normalen Typen zuzusehen, wie er zu einem kriminellen Mythos wird, der aber nicht einfach nur ein harter Kerl ist, sondern ein teils weinerlicher Lappen und besorgter Ehemann und Vater. Mehr will ich hier über den Inhalt der Serie nicht erzählen. Es wäre schade um die Spannung.

    Es wurde viel geschrieben, was Breaking Bad alles sei. Eine Geschichte über den Drogenmarkt und die amerikanischen Methoden der Drogenbekämpfung, ein Abbild der Wirtschaftskrise, Gangsterepos und Familiensaga, eine Erzählung darüber, wie der Krebs das Familienleben bestimmt und ein Bericht über das amerikanische Gesundheitswesen. Und das alles stimmt mehr oder weniger auch. Mich persönlich beschäftigte eines ganz besonders im Umgang mit dieser Serie – und zwar die Frage: Gibt es in einem Staat, der seine Bürger bei Krankheit oder in Not krepieren lässt, überhaupt das Verbrechen?

    Weiterlesen auf ad sinistram

    74 Kommentare

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