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  • Ein Trumpeltier als Präsident – alles halb so schlimm?

    geschrieben am 09. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    17008539407_ebdbab4eae_zKommentar/#Mehrwutstropfen

    Es ist passiert. Wirklich. Donald Trump, der Rhetoriker vor dem Herren, ist Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Wrong! möchte man spontan ausrufen. Aber die Alternative wäre ja auch nicht gerade die Rettung der Welt gewesen.

    Jetzt stehen natürlich viele Fragen im Raum. Wann wird Trump mit dem Bau der Mauer von Mexiko beginnen? Muss Hillary Clinton jetzt ins Gefängnis? Zweifelt Trump eigentlich jetzt immer noch die Wahl an? Und überhaupt: Was passiert jetzt? Den Artikel weiterlesen »

    324 Kommentare

    Präsident Trump – wir sind Zeugen einer Zeitenwende

    geschrieben am 09. November 2016 von Jens Berger

    Es war eine Wahl zwischen Pest und Cholera und die Pest hat knapp gewonnen. Der Sieg Donald Trumps ist jedoch nicht überraschend und seine Wähler sind nicht nur durchgeknallte Rednecks. Es ging bei dieser Wahl auch nicht um „links“ oder „rechts“. Trump hat es vielmehr geschafft, sich selbst als Kandidaten zu inszenieren, der einen Feldzug gegen das Politik-Establishment führt. In einem Land, in dem die etablierte Politik abgewirtschaftet hat, nur noch 9% der Bevölkerung hinter dem gewählten Kongress stehen und auf Seiten der Demokraten mit Hillary Clinton die Personifizierung des politischen Establishments zur Wahl stand, hatte Trump am Ende die besseren Karten. Sicherlich werden wir in den nächsten Tagen unzählige hämische, hochnäsige und moralinsaure Kommentare aus unseren Medien und der deutschen Politik hören. Dabei sollten wir aber lieber innehalten. Nach dem Brexit ist der Sieg Trumps nun bereits der zweite Wendepunkt der jüngeren Geschichte. Und auch Deutschland befindet sich mitten im Transformationsprozess.

    Die Rache der Abgehängten?

    Na klar, als linker, liberaler Intellektueller kann man einem Wahlsieg Donald Trumps erst einmal wenig abgewinnen. Der Sieg ist jedoch, so weh dies bei der Analyse tut, folgerichtig. Jahre-, wenn nicht gar jahrzehntelang wurde eine Politik gegen die wenig schillernde Mehrheit der Bevölkerung gemacht und die Medien taten ihr Bestes, um mit Brot, Spielen und Meinungsmache den immer größeren Spalt zu überbrücken. Dass dies nicht endlos klappt, sollte jedem klar sein. Ernsthafte Angebote von der politischen Linken wurden ausgeschlagen. Nun hat die politische Rechte die Deutungshoheit über den Stammtischen und das Establishment ist schockiert. Selbst schuld!

    Am Ende waren es die ehemaligen Industriestaaten im Norden der USA, die den Ausschlag bei der Auszählung der Stimmen gaben. Ohio, Michigan und Wisconsin wählten mehrheitlich Trump. Was früher der wirtschaftliche Motor der USA war, wird heute ironisch als der „Rost-Gürtel“ (rust belt) bezeichnet und steht symbolisch für den Abstieg der alten Industriemacht USA. Hier hat man vom Wirtschaftswachstum der Obama-Ära nichts mitbekommen. Im Gegenteil. Hier sind die USA das Land der Hoffnungslosen.

    Die Demokraten haben spiegelbildlich in den Staaten besonders gepunktet, in denen die USA ein modernes Land sind, in denen die Absolventen der teuren Elite-Universitäten Unternehmen gründen und der Technologie- und Dienstleistungssektor seine Zentren hat. Hier ist man voll im 21. Jahrhundert angekommen, denkt postmaterialistisch und macht sich mehr Gedanken über LGBT-Rechte und politische Korrektheit als über Chancengleichheit. Die gestrige Präsidentschaftswahl ist somit auch ein Zeichen eines Landes, das in zwei Teile zerbricht, das förmlich zerrissen ist. Die Zahl der Verlierer ist jedoch deutlich größer als die Zahl der Gewinner und so ist es eigentlich kein Wunder, dass man mit einem clintonschen „Weiter so! Wir schaffen das!“ nicht abräumen kann.

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    131 Kommentare

    Buchvorstellung und Diskussion: Ulrich Teusch – Lückenpresse

    geschrieben am 07. November 2016 von Jens Berger

    Dieses Video möchte ich Euch nicht vorenthalten ;-)

    62 Kommentare

    Verschwörung, Verschwörung! Warum Wikipedia mich überhaupt nicht leiden kann

    geschrieben am 06. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    books-584999_640Angeregt durch den Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“ wollte ich wissen, ob und wie rigoros die Wikipedia-Macher mit Anregungen oder Kritik umgehen.

    Ein Selbstversuch.

    Verschwörungstheoretiker oder nicht Verschwörungstheoretiker – das ist hier die Frage

    Es lag nahe, den Wikipedia-Artikel über den Historiker Daniele Ganser ins Visier zu nehmen. Denn das wurde auch im besagten Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer gemacht. Beide störten sich an diesem Satz, der Ganser charakterisieren sollte: „Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar.
    Das ist natürlich alles andere als eine neutrale Formulierung, sondern das exakte Gegenteil. Zudem steht dieser Satz ganz am Anfang der Ganser-Artikels und nimmt eine Wertung vor, die für Leser nur schwer einen unvoreingenommenen Eindruck vermitteln kann. Da ein Lexikon um neutrale Betrachtung bemüht sein sollte, schlug ich eine Änderung vor: Den Artikel weiterlesen »

    165 Kommentare

    Wie „deutsch“ ist die Deutsche Bank eigentlich? Zeit für eine Bestandsaufnahme!

    geschrieben am 02. November 2016 von Jens Berger

    Der Deutschen Bank geht es bekanntlich schlecht. Ökonomen, Finanzmarktexperten und sogar die Politik diskutieren bereits öffentlich über die Sinnhaftigkeit einer „Rettung“ oder gar Verstaatlichung. Erst gestern veröffentlichte der SPIEGEL ein Interview, in dem der kritische Finanzexperte Michael Hudson in einem Nebensatz wie selbstverständlich sagt, „Angela Merkel sollte die Deutsche Bank schließen“. Weniger kritische Experte mit guten Verbindungen zur Finanzwirtschaft plädieren indes dafür, der deutsche Staat solle die letzte verbliebene deutsche Großbank retten – koste es, was es wolle. Doch warum Merkel? Warum Deutschland? So deutsch wie der Name es vermuten lässt, ist die Deutsche Bank gar nicht. Bevor wir überhaupt über Staatshilfen und –garantien debattieren, müssen wir erst einmal eine Bestandsaufnahme machen, welche Staaten sich daran beteiligen sollten.

    Wenn es um die Deutsche Bank geht, werden die meisten von Ihnen sicher zuerst an einen dieser rundum verglasten Wolkenkratzer in der Bankenmetropole Frankfurt denken. Als Zweites kommt dann vielleicht noch die Filiale der Deutschen Bank, die unter Umständen bereits dem Sparzwang zum Opfer gefallen ist. Frankfurt, Wanne-Eickel, Buxtehude? So einfach ist es nicht.

    Zum großen Reich der Deutschen Bank AG gehören auch tausende Firmen wie die Azurix Corp., die Kingfisher Holdings LLC oder die China Recovery Fund LLC mit Sitz in Wilmington Delaware – einer Steueroase auf amerikanischen Boden, die vor allem für ihre Briefkastenfirmen bekannt ist. Rund jedes zweite Unternehmen, dessen Bilanz in die konsolidierte Konzernbilanz der Deutsche Bank AG eingeht, hat seinen Sitz in Wilmington. Zum Reich der Deutschbanker gehört auch hunderte Firmen wie die Rheingold Securitisation Limited in Saint Helier auf der kleinen Kanalinsel Jersey, die TRS Oak II Ltd. und die DB Alternative Strategies Limited deren Sitz laut Konzernabschluss in „Georgetown“ liegt … nein, nicht Georgetown in Washington D.C., sondern George Town auf Grand Cayman in der Karibik. Die Deutschbanker tun ihr Bestes, um die zahlreichen Konzerntöchter in den verrufenen Steuerhinterzieherparadiesen möglichst tief zu hängen – dazu zählt es auch, den offiziellen Firmensitz falsch zu schreiben.

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