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geschrieben am 03. Januar 2012 von Spiegelfechter

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geschrieben am 03. Januar 2012 von Spiegelfechter

geschrieben am 22. Dezember 2011 von Spiegelfechter
Mein geschätzter österreichischer Kollege Robert Misik hat sich in seinem Video-Podcast einmal Gedanken darüber gemacht, warum so viele Menschen ganz offensichtlich ein inneres Bedürfnis haben, unsere Gesellschaft untergehen zu sehen. Ich kann Roberts Beobachtungen leider nur bestätigen. Auch in den Kommentaren des Spiegelfechters frönen vermeintlich kritische Geister immer wieder dem Zusammenbruch des Systems und freuen sich über jede neue Krisenmeldung. Schaut Euch das Video an, es lohnt sich.
Euer Spiegelfechter, Jens Berger
geschrieben am 20. Dezember 2011 von Thorsten Beermann
Von Thorsten Beermann.
Wir reden am Thema vorbei. Und zwar permanent. Dieser Eindruck entsteht am laufenden Band, wann immer ich mich dem Thema (Welt-)Wirtschaftskrise/Schuldenkrise/Eurokrise befasse. Egal ob man im linken, im konservativen oder im wirtschaftsliberalen Spektrum schaut, egal ob es um Europa oder die USA geht – man ist sich im Allgemeinen einig, dass es jetzt vor allem darum geht, das Wachstum wieder anzukurbeln und damit die Ökonomien aus dem Tal der Rezession zu ziehen.
Natürlich, die sekundenschnelle Spekulation mit Milliardenbeträgen müsste eingedämmt werden, vielleicht eine (staatliche) europäische Ratingagentur die Allmacht der eng mit der Privatwirtschaft verschlungenen Agenturen in den USA aufbrechen. So ganz einig ist man sich auch nicht, ob man jetzt sparen oder eine Art Marshallplan in Gang setzten soll, ob die Menschen noch weiter zurückstecken müssen oder ob nicht eigentlich der Konsum durch höhere Löhne anzuregen ist, ob die Reichen besonders besteuert werden sollen oder ob sich Leistung endlich wieder lohnen muss, aber in einer Perspektive stimmen fast alle überein: die Wirtschaft ist eine grundsätzlich gut laufende Maschine, die etwas ins Stottern gekommen ist, aber schon wieder anspringen wird, wenn man nur das Richtige tut.
Die Wahrheit könnte kaum weiter entfernt liegen, denn was immer getan wird, um die Wirtschaft anzuschieben: es löst nicht die tiefer liegenden systemimmanenten Probleme. Theoretisch mag es möglich sein, den Konsum noch einmal in Gang zu bringen und den großen Knall einige weitere Monate oder Jahre weiter aufzuschieben. Der nahezu nahtlose Übergang der Immobilien- in die Banken- und kurz darauf die Staatschulden- bzw. Staatsanleihenkrise macht aber selbst da wenig Hoffnung. Doch in einem Punkt hätten fast alle Experten sogar Recht: um das System noch einmal in Gang zu setzen, bräuchte es kräftiges Wachstum. Den Artikel weiterlesen »
geschrieben am 18. Dezember 2011 von Thorsten Beermann

Die Adventszeit nähert sich ihrem Ende und auch meine kleine Serie über Religion aus der bzw. einer atheistischen Perspektive bewegt sich auf den Höhepunkt zu. Ich habe mich über das Echo und die angeregte Diskussion zu den ersten drei Teilen gefreut. Nicht ganz nachvollziehen konnte ich den Vorwurf des „Christenhasses“.
Auch etwas befremdlich fand ich die Beschwerden über mangelnde Neutralität. Der Begriff „atheistische Brille“ fiel mehrfach…nur könnte man sich ja fragen, was genau einige Leser erwarten, wenn sie einen Artikel anklicken, der „Religion aus der atheistischen Perspektiv“ im Titel trägt.
Im ersten Teil habe ich mich mit der Entstehung, Entwicklung und der Funktionsweise von religiösen Mythen und ihren Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen beschäftigt. Hier ging es vor allem darum, eine Grundlage für die späteren Teile zu schaffen.
In der nächsten Woche ging es um das Spannungsverhältnis von Wissenschaft und Religion, in dem die Wissenschaft den gesellschaftliche Führungsanspruch der Religionen in Frage stellt, weil sie die grundlegenden Mythen widerlegt und alle Strukturen grundsätzlich hinterfragt, während die Religion und ihre Vertreter oft genau das mit Einschränken der wissenschaftlichen Freiheit zu unterdrücken versuchten und versuchen.
Letzte Woche habe ich mich mit der Frage befasst, inwieweit Religion eine Quelle von Moral und ein Vehikel zur Förderung von moralischem Verhalten sein kann, sowie dem Vorwurf, Atheisten seinen grundsätzlich unmoralischer als religiöse Menschen.
Im großen Finale werde ich mich heute dem dicksten Fisch widmen: Gott höchstpersönlich. Gibt es ihn eigentlich überhaupt? Und wenn es ihn gibt, ist er ein guter Gott? Ist er verehrungswürdig?
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geschrieben am 11. Dezember 2011 von Thorsten Beermann

Auch wenn das Wetter noch immer nicht wirklich winterlich ist und man in manchen Regionen eher frühlingshafte Bedingungen vorfindet, gehe ich mit meiner kleinen Adventsserie „Religion aus der atheistischen Perspektive“ in die dritte Runde.
Im ersten Teil ging es um die grundsätzlichen Funktionsweisen von Religionen, den inhaltlichen Aufbau vieler religiöser Mythen und Schriften, sowie ihre Entstehung und Entwicklung. Auf dieser Grundlage basieren die folgenden Teile der Reihe.
Letzte Woche habe ich mich mit dem Spannungsfeld von Religion und Wissenschaft beschäftigt, das im politischen Alltagsgeschäft einer der beiden wichtigsten Konfliktherde darstellt, weil Erkenntnisse und Methoden der Wissenschaft Inhalte und Anspruch der Religion in Frage stellen, die ihrerseits an verschiedenen Fronten versucht, die Arbeit und den Wirkungskreis der Wissenschaft zu beschränken.
Im heutigen Teil geht es um Religion und Moral, man könnte sagen, dem Kerngeschäft von Religion. Denn was, wenn nicht das (durch höhere Mächte vermittelte) Wissen, was richtig und falsch ist, macht den weltanschaulichen Gestaltungsanspruch von Religionen aus?
Im Mittelpunkt dieses Artikels steht daher die Frage, ob die selbst gewählte Position der moralischen Überlegenheit, mit dem die Vertreter der Religionen ihren gesellschaftlichen Einfluss zu begründen und zu schützen versuchen, berechtigt ist und in welchen Bereichen man auch zu anderen Schlüssen kommen könnte.
Weiter auf Workingmansdeath.