In eigener Sache: Newsletter

11. Mai 2007 von Spiegelfechter - Drucken

Hallo liebe Leser!

Auf Wunsch einiger Leser, die sich mit RSS nicht anfreunden können, habe ich eine Newsletterfunktion implementiert. Wer es wünscht, kann so über neue Beiträge per eMail informiert werden.

Selbstverständlich sind die eMail Adressen unter Verschluss und werden von mir nicht weitergegeben. Da das Plugin noch im Beta-Stadium ist, bitte ich mich bei irgendwelchen Fehlern zu informieren.

Viel Spaß!

Jens Berger

Kategorie: Allgemein | 2 Kommentare

Frohe Ostern!

06. April 2007 von admin - Drucken

An dieser Stelle möchte ich bei den Lesern für das positive Feedback über dieses junge Blog und die qualitativ hochwertigen Kommentare bedanken. Gerade am Anfang eines solchen Projektes tut solch positives Feedback sehr gut ;-)

Jetzt fahre ich aber erstmal in einen kurzen Osterurlaub, weshalb der Spiegelfechter auch bis Dienstag nicht weiter aktualisiert wird.

Danke und Frohe Ostern!

Jens Berger

(c) c´t

Kategorie: Allgemein | Kommentieren

Bomben auf Iran?

31. März 2007 von Spiegelfechter - Drucken

[MEDIA=2]

Ein kleiner Denkanstoss, für all diejenigen, die der Überzeugung sind, es gebe in Iran nur durchgeknallte Mullahs, bärtige Fanatiker und Burkha-Mumien eine kleine Diashow.

Schöne Bilder von Iran gibt es übrigens bei PBase.

Update: Weiter Bilder von Iran, wie sie in den Medien selten vorkommen gibt es bei Dark Rosted Blend und (danke Frank für den Link, ich hatte ihn verbaselt) in diesem Thread in Ebaums World.

Kategorie: Allgemein | 10 Kommentare

Herr Malzahn

29. März 2007 von Spiegelfechter - Drucken

Gestern muss ein schlechter Tag für einen gewissen Herrn C. C. Malzahn gewesen sein. Der gute Herr Malzahn ist seit 13 Jahren bei einem Magazin beschäftigt, dass ehemals als „Sturmgeschütz der Demokratie“ bezeichnet wurde. Nicht ohne Malzahns tätige Beihilfe als Politik-Chef ist es in den letzten Jahren allerdings vom „Sturmgeschütz der Demokratie“ zur „Spritzpistole Angela Merkels“ verkommen. Die Tochter des verstorbenen Gründers nennt dieses Magazin „ein nunmehr geschwätziges Blatt unter vielen“ - die Rede ist natürlich vom SPIEGEL. Jenem Blatt, das seit mehreren Jahren im Kampf um Rendite und Auflagenzahlen den Qualitätsjournalismus alter Tage gegen einen Mischung aus Boulevard, Belanglosigkeit, „Frau Dr. Merkel rettet die Welt“, neoliberalen Meinungsbrei und Islamophobie ersetzt hat. Jenem Blatt, für das der Hetzer Henryk M. Broder seinen Broderline-Journalismus verfasst und jenes Blatt, das in seiner aktuellen Ausgabe vor der „Islamisierung Deutschlands“ warnt.

Dabei war der Herr Malzahn doch so glücklich. Ok - die fähigen Leute seiner Redaktion sind zur Süddeutschen abgewandert, die auch prompt zum neuen Leitmedium aufstieg, aber wen interessieren denn schon solche anachronistischen Dinge wie Qualität, wenn man gute Auflagen erzielt, fette Renditen macht und mit seiner Online-Tochter unangefochtener Marktführer ist. Von BILD lernen heißt siegen lernen? Offensichtlich schon, tritt sie doch den Beweis an, dass Auflage und Qualität nichts miteinander zu tun haben, letztere wohl eher hinderlich ist. Aber dem Herrn Malzahn ging es ja nicht nur um so profane Dinge, nein Herr Malzahn ist

ein enttäuschter Ex-Linker, der, wie so viele dieser Kategorie, über die Jahre zu einem strammen Rechtsliberalen mutiert ist, wobei sich das „liberal“ nur auf den Wirtschaftsliberalismus bezieht. Dinge wie Bürgerrechte (so etwas ist doch anachronistischer Firlefanz) wurden gerne echten Journalisten, wie dem Herrn Prantl von der Süddeutschen überlassen. Herr Mahlzahn hält von so etwas nichts und baute lieber an dem Phantom „internationaler Terrorismus“ mit, mit dessen Hilfe man den Überwachungsstaat schon irgendwann hinbekommt. Und wer sich mit „Terrorismus“ „auskennt“, weiß schließlich, dass dieser von Mullahs und Islamisten (das ist alles was islamisch ist) betrieben wird und von den Guten™ bekämpft wird. Die Guten™ sind die USA, Israel und Herr Schäuble. Die Bösen™ sind die Mullahs, also Iran, und alles was irgendwie arabisch oder muslimisch ist.

Herr Malzahn und seine Freunde haben so schön polemisiert, gewarnt, Menetekel an die Wand gemalt und dem deutschen Michel erzählt, wie er zu denken habe. Und das hat geklappt! Der Michel hatte Angst vor seinem Dönerverkäufer und lies der uckermärkischen Jean d´Arc der Terroristenbekämpfung den USA ihre Solidarität, dem bösen Russen ihr Misstrauen und den afghanischen Drogenbaronen ihre Luftunterstützung gewähren.

Und dann dies: „48 Prozent der Deutschen halten die USA für gefährlicher als Iran - nur 31 Prozent glauben das Gegenteil“, so fand eine Umfrage des Forsa-Institutes im Auftrag des STERN heraus. Ja herrgottsakranochamal, spinnt denn der Michel? Hat der uns nicht gelesen? Glaubt der uns etwa nicht? Herr Malzahn war verzweifelt und sehr, sehr traurig.

Da griff er zum Stift und schrieb sich seinen Frust von der Seele. Er nannte seinen Artikel „Böse Amis, arme Mullahs“ – in gleichen Stil hätte er zwar auch „Böse Neocons, arme Perser“ schreiben können, aber das wäre ja pfuibäh antiamerikanisch.

Und er schrieb und schrieb. Er schrieb so Sachen wie:

Die Deutschen haben im Laufe ihrer jüngeren Geschichte schon an vieles
geglaubt. An Kolonien in Afrika und an den Kaiser[]

… und einem Herrn Powell, mit seinen Powerpoint-Folien und einem Herrn Bush, mit seinen Menschrechten, die er nun in Guantanamo verteidigt. Und nun wollen sie dem Herrn Malzahn nicht glauben, dass der Mullah böse und der Uncle Sam gut ist? Das kann dem Herrn Malzahn schon mal den Tag versauen.

Und wenn der Tag schon mal so richtig versaut ist, dann schreibt man auch:

Jahrelang wurde den Deutschen von ihren Außenministern das Märchen vom
“kritischen Dialog” zwischen Europa und Iran erzählt. Es ging etwa so:
Wenn wir nett zu den Ajatollahs sind, ein bisschen mit ihnen knuddeln
und ab und zu mit dem Finger “DuDuDu” machen, dann hören sie auf [] Irgendwie ging der Plan schief, was man in Washington übrigens lange vorher ahnte.

Ja, der Ami war da klüger! Der hat nicht „DuDuDu“ gemacht, der hielt noch viel von „Rumgequatsche“, bei dem fliegen erst die Fäuste und dann die Worte. Drum ist ja auch weltweit so beliebt. *hüstel*.

Und wenn man schon mal so hitzig am schreiben ist, kann man auch mal ein paar vorsätzliche Lügen mit einbauen. Wer sagte doch gleich „Man muß eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie zur Wahrheit?“

Ansonsten wünscht sich der iranische Präsident die Auslöschung Israels.

Da kann der Herr Malzahn wohl die Gedanken des iranischen Präsidenten lesen. Gesagt hat der dies nie und das wird der Herr Malzahn wissen.

Warum sollte Achmadinedschad eigentlich nicht meinen, was er sagt? Aber wir Deutschen
wissen nur, was wir glauben.

Wir Deutschen, lieber Herr Mahlzahn, glauben zu wissen, was sie uns glauben machen wollen. Und sie wollen, dass wir zu wissen glauben, Herr Ahmadinedschad wolle Israel „auslöschen“. Darum verbreiten sie diese Propagandalüge ja auch permanent und ihre Frage kann eigentlich nur heißen „Warum glauben die Deutschen dem Herrn Mahlzahn nicht?“

[Auslöschung Israels] Das dauert noch ein bisschen. Um nicht aus der Übung zu kommen ließ das Regime vor ein paar Tagen 15 britische Soldaten kidnappen. Aber schuld
sind immer die Amis, ist ja klar. Über die wissen wir schon lange Bescheid.

Ein bisschen Antisemitismus ist immer gut, wenn man den Gegner fertig machen will. Da stellt der Herr Malzahn schon mal die Festnahme von britischen Soldaten in eine logische Kette mit der Auslöschung Israels und verbindet dies mit der unausgesprochenen Apagoge, die „Amis“ könnten ja nicht schuld sein.

Das Ergebnis entspricht der deutschen Grundverlogenheit.

Damit meint er übrigens nicht sich sondern das Umfrageergebnis.

Wo der Malzahn schon mal so richtig in Fahrt ist, greift er sogar tief in die antideutsche Argumentationsklamottenkiste:

Besonders schlimm: Die Amerikaner haben 1945 den Krieg gewonnen. [] Den V-Day in Europa werden einige Deutsche den Amerikanern nie verzeihen;

… sagte nicht Golda Meir, die Deutschen werden den Juden nie den Holocaust verzeihen? Oh Malzahn, wie kann man das Meir-Zitat so verwursten? …

[]denn der Nationalsozialismus war ja bloß ein Betriebsunfall, der Ami aber an sich
ist böse. Sieht man ja bei Präsident Bush, der, daran glauben auch manche unserer Leser täglich felsenfest, “schlimmer ist als Hitler”.

Und daher ist jeder Bush-Kritiker ein verkappter Nazi – so will es Malzahn ja wohl suggerieren.

Antiamerikanismus ist prima bigott. Man kann sich abends die neuesten Folgen von “24″ reinziehen und am nächsten Morgen über Guantanamo klagen.

Oh ja Herr Malzahn, genau so bigott wie die alltägliche Islamhetze ihres Blattes. Da kann man abends schon mal von einer „Kapitulation des Westen vor den Islamisten“ hetzen und prima gegen alle Muslime in Deutschland und sonst wo aufstacheln und am nächsten Morgen sich über die alltägliche Xenophobie in der brandenburgischen Pampa aufregen. Wir wissen ja, Hass ist nur böse, wenn er eine Glatze hat und Herr Broder hat noch volles Haupthaar.

Vielleicht sollten die Amerikaner die Deutschen zur Abwechslung beim Wort nehmen. Höchste Zeit für eine neue Runde Re-Education. Die letzte hat nicht gereicht.

Richtig Herr Mahlzahn, der Deutsche ist ein Nazi weil er die Amerikaner nicht mag und muss umerzogen werden. Ihr Blatt gibt sich ja bereits alle Mühe und ihre Forderung kann durchaus als Warnung verstanden werden.

Wer noch der Hoffnung anhing, der SPIEGEL könnte sich seiner alten Tugenden besinnen und wieder ein ernstzunehmendes Organ in der deutschen Presselandschaft sein, muss diese wohl endgültig begraben. Zumindest so lange ein Herr Malzahn für dieses Blatt tätig ist.

Rudolf Augstein wird wohl in seinem Grab rotieren, sein Traum, sein Werk … verkommen.

Und wer sich noch weiter über den Herrn Malzahn aufregen will, dem sei als Aufputschmittel der Artikel Mahlzahn hat Durchfall bei “Rainer sacht” empfohlen.

Update: Die wunderschöne Alternativversion des Spiegelcovers stammt aus MaloXPs Artikel “Wenn Paranoia sich verdinglicht” auf Citronengras.
Jens Berger

Kategorie: Allgemein, Deutschland, Medien | 42 Kommentare

Update bei “Allgemeines speziell betrachtet”

11. März 2007 von admin - Drucken

Die Kategorie “Allgemeines speziell betrachtet” wurde heute um zwei Betrachtungen erweitert:

Das Balzverhalten des Business-Kaspers
Die Sonne, der Sinn und das Plakat

Viel Spaß!

Jens Berger

Kategorie: Allgemein | Kommentieren

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  • superguppi @162 Possimist Man kann nicht von einem Artikel auf die gesamte Zeitung schließen. Die Artikel von Lucas...
  • Possimist Viele Sachen die hier beim Spiegelfechter oder auch bei den NachDenkSeiten kritisiert werden, werden auch...
  • Spiegelfechter @Jonas Mayer Aber, aber … SPON-Journalisten schreiben doch nicht ab! Das ist wohl eher ein...
  • Jonas Mayer Ich finde ja, man sollte sich mal kritisch darüber auslassen, dass der SPIEGEL, wie 90% aller - ach so...
  • Mark F. Es gibt doch einen und nur einen Alphablogger in Deutschland: Peter Turi. Der besitzt die Internet-Adressen...
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