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  • Die Toten von Ramstein, die Hände in Unschuld

    geschrieben am 02. Dezember 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    ramstein#Mehrwutstropfen/Kommentar

    Jetzt ist es offiziell, auch wenn es schon länger bekannt ist. Entgegen der wiederholten Beteuerungen der Bundesregierung, von Drohnenangriffen aus Ramstein aus nichts gewusst zu haben, hat eine Nachfrage der Linken das Gegenteil bewiesen. Nur: wen juckt‘s? Den Artikel weiterlesen »

    113 Kommentare

    Trump und Assad – Brüder im Geiste?

    geschrieben am 18. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    donald_trump_8566730507_2Kommentar/#Mehrwutstropfen

    Es schlägt medial großen Wellen, dass der syrische Präsident Bashar Al-Assad ausgerechnet die USA als „natürlichen Verbündeten“ bezeichnet hat. Dass der Präsident Syriens (nicht Machthaber und auch nicht Diktator, sondern Präsident) nun ausgerechnet Hoffnungen auf den angehenden US-Präsident Donald Trump setzt, kommt in der allgemeinen Gemengelage des Westens gar nicht gut an. Irgendwie bricht da im Moment ein ganzes Gedankengebäude zusammen, das die Aufteilung von „gut“ und „böse“ bisher so herrlich einfach gemacht hat. Den Artikel weiterlesen »

    155 Kommentare

    Regime Change: Die Toten von Texas

    geschrieben am 11. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    4126186099_01eb73007d_zSyrien marschiert in Texas ein, forciert gezielt Unruhen, liefert Waffen und unterstützt den Ku-Klux-Klan? Und die westliche Gemeinschaft fördert das Vorhaben? Eine ziemlich absurde Vorstellung, ohne Frage.

    Dennoch schreibe ich dieses fiktive Szenario hier auf (gleich nach dieser Einleitung, die ich den Lesern nicht ersparen kann, weil sie nötig ist). Selbstredend entwerfe ich das Szenario nicht, um eine Gefahr für Texas herbeizuschreiben oder Syrien imperiale Motivation zu unterstellen (das wäre ja schon logistisch unsinnig). Den Artikel weiterlesen »

    106 Kommentare

    Ein Trumpeltier als Präsident – alles halb so schlimm?

    geschrieben am 09. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    17008539407_ebdbab4eae_zKommentar/#Mehrwutstropfen

    Es ist passiert. Wirklich. Donald Trump, der Rhetoriker vor dem Herren, ist Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Wrong! möchte man spontan ausrufen. Aber die Alternative wäre ja auch nicht gerade die Rettung der Welt gewesen.

    Jetzt stehen natürlich viele Fragen im Raum. Wann wird Trump mit dem Bau der Mauer von Mexiko beginnen? Muss Hillary Clinton jetzt ins Gefängnis? Zweifelt Trump eigentlich jetzt immer noch die Wahl an? Und überhaupt: Was passiert jetzt? Den Artikel weiterlesen »

    324 Kommentare

    Syrien: Demontage eines Landes und seiner Bevölkerung

    geschrieben am 27. September 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    16641056319_694411a5a7_mIn Syrien herrscht ein „Regime“, ein „Machtapparat“, angeführt vom „Despoten“, Diktator“ oder wahlweise auch „Machthaber“ Bashar al-Assad. Wir lesen das täglich, und wir hinterfragen diese Wertung schon lange nicht mehr, wenn wir es überhaupt je taten. Doch Syrien ist ein Land, das einst durchaus modern, fortschrittlich und weltoffen war. Im Grunde ist es das noch immer, doch diese Perspektive stört die Sicht derer, die ihre eigenen Ziele in Syrien verfolgen. Das meint zumindest Tim Anderson in seinem Buch „Der schmutzige Krieg gegen Syrien“. Doch auch andere Journalisten melden Zweifel an den offiziellen Versionen an.

    Syrien, 2011:

    Eine weitere Demonstration für Assad begann … sie mag eine Teilnehmerzahl von 200.000 bis zum Mittag erreicht haben … Es wurden keine Leute wie bei Saddam Hussein herangekarrt zum Omayad Platz (Damaskus) … die einzigen Soldaten standen bei ihren Familien. Wie berichtet man über eine regierungsfreundliche Demonstration während der arabischen Erwachens? Dort waren verschleierte Frauen, alte Männer, tausende von Kindern … wurden sie gezwungen? Ich glaube es nicht.Den Artikel weiterlesen »

    234 Kommentare

    Feindbild Putin: Der Mann, der zu viel wusste

    geschrieben am 22. September 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    vladimir_putin_as_a_childWarum ist Putin für den Westen ein Feindbild? Der klassische Ost-West-Konflikt funktioniert schließlich nicht mehr, Russland ist kein sozialistisches Land. Dass der russische Präsident Amerikanern und Europäern trotzdem ein Dorn im Auge ist, liegt eher daran, dass er nicht so funktioniert, wie man das früher einmal erwartet hatte. Den Artikel weiterlesen »

    235 Kommentare

    Wenn ein WELT-Journalist sich am Chlorhuhn verschluckt

    geschrieben am 31. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    TTIPOffener Brief

    In der WELT ist ein Artikel zum Thema TTIP erschienen, der mir kalt über den Rücken lief. Statt mich im stillen Kämmerlein darüber aufzuregen, habe ich einen offenen Brief an den Autor Dirk Schümer geschrieben.
    Jetzt geht es mir zumindest ein bisschen besser.

    Lieber Herr Schümer,

    Dirk Schümer, so viel Zeit muss sein. Sie haben einen Artikel geschrieben, der wohl nicht nur mir die Schuhe ausziehen dürfte. Denn Ihr Rundumschlag ist – um im Bild zu bleiben – so grenzüberschreitend, dass jeder halbwegs vernünftige Mensch sich angesprochen und herabgesetzt fühlen muss.
    Ihr Stück trägt den Titel „Wer gegen Freihandel ist, ist gegen die Vernunft“. Womit Sie schon eindrucksvoll die Schlichtheit Ihres Denkens zur Schau stellen. Was aber noch viel erschütternder ist: Sie reduzieren die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta auf den freien Handel, auf die wunderschöne Welt der vielen, neuen und tollen Arbeitsplätze und bringen es fertig, flüchtende Menschen mit Chlorhühnern zu vergleichen. Den Artikel weiterlesen »

    21 Kommentare

    Grenzen dicht ?!

    geschrieben am 30. August 2016 von Gastautor

    lossy-page1-800px-Bariyer.TIFEine Gastglosse von Christoph Jehle

    Die in letzter Zeit immer häufiger vorgebrachte Forderung, die Grenzen zu schließen, ist in der Praxis so sinnvoll wie die Forderung nach schönem Wetter. Und wie eine Erfüllung der Forderung nach dauerhaft schönem Wetter mit drastischen Nebenwirkungen wie Wassermangel einhergehen würde, wäre auch ein Schließen der Grenzen fatal.

    EU-Außengrenzen

    Die Sicherung der EU-Außengrenzen obliegt den peripheren EU-Mitgliedsstaaten, die eine Grenze zu einem Nicht-EU-Mitgliedsstaat besitzen. Diese werden durch ihre periphere Position somit gleich zweifach belastet, während Deutschland von EU-Mitgliedsländern umgeben ist. Länder mit im Vergleich zur Landesfläche großen Küstenlängen wie Griechenland oder Italien haben praktisch keine Chance, ihre Küsten vollständig abzusichern. Den Artikel weiterlesen »

    76 Kommentare

    Türkei: Alles sauber, oder was?

    geschrieben am 17. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

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    43 Kommentare

    Love and Peace and Heuchelei

    geschrieben am 15. Juli 2016 von SF Team

    TITELBILD Applaus für Flüchtlinge am Bahnhof, »Ich bin für Flüchtlinge!« als Statement in den sozialen Netzwerken und fast alle wollen einen Nationalspieler als den netten Jungen von nebenan.

    Woher kommt diese Kuschel- oder Harmoniesucht? Und ist dieses Phänomen eine angemessene Reaktion auf die Engstirnigkeit von Gauleitern und montäglichen Spaziergängern? Verschleiert man damit nicht mehr als man aufdeckt? Unter Umständen ist es ja auch nur die andere Seite der Medaille, das nette Gesicht eines rassistischen Grundtenors. Und zugleich ist es ganz sicher Ausdruck individualistischer Imagekampagnen, die mit »Je suis [hier können Sie eintragen, was sie für den Augenblick zu einen guten und vorbildlichen Menschen macht]« ethische Tünche auftragen. Den Artikel weiterlesen »

    120 Kommentare

    Brexit: Alles Idioten, oder was?

    geschrieben am 12. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Nach dem Brexit (und auch schon davor) schlugen die Wellen hoch bei der Frage, ob das britische Aussteigen aus der EU nun eine gute Idee sei oder eben nicht. Einfache Antworten gibt es selbstverständlich nicht.

    Die Argumente waren und sind auf beiden Seiten teils nachvollziehbar, teils aber auch völlig absurd. Der Kabarettist Thilo Seibel hat sich so seine eigenen Gedanken gemacht und diese in provokanter Weise zum Ausdruck gebracht. Er sinnierte über ein Wahlrecht mit Altersbegrenzung und bezeichnete die Brexit-Befürworter als „Brexit-Idioten“.

    Was hat denn der Kerl eingeworfen? Das dachte ich mir, als ich die Postings von Thilo Seibel las. Kurzerhand habe ich mit ihm mal ein Viertelstündchen gesprochen.

    Zum Hören einfach aufs Bild klicken.

    seibelwolf

    69 Kommentare

    Experiment: Was magst Du an Syrien am liebsten?

    geschrieben am 02. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    syria-979680_960_720Es gruselt vielen Menschen, wenn sie von „Flüchtlingsschwemmen“ hören, wenn sie über bedrohliche „Flüchtlingslawinen“ lesen oder an „Flüchtlingsströme“ denken.

    Was kommt da auf uns zu?
    Was überrollt uns demnächst?
    Und: Gibt es in Syrien eigentlich Bären?

    Folgt aus der Flucht der Menschen aus Syrien (und von anderswo) eine Gefahr für unseren Lebensstil, unsere Kultur, unsere Weltanschauung?
    Diese und ähnliche Ängste werden durch Medien und Politik befördert, die Begrifflichkeiten werden verwendet, um den Blick abzulenken. Abzulenken von den Ursachen der Fluchtbewegungen hin zu Sorgen, die im Grunde nur schwer greifbar sind, weil es die akute Gefahr, die gezeichnet wird, in den meisten aller Fälle gar nicht gibt.

    Und es funktioniert. Beim Gedanken an beispielsweise die flüchtenden Menschen, die aus Syrien zu uns kommen, ist schnell die Befürchtung formuliert, unsere Gesellschaft werde islamisiert, unser so modernes Frauenbild (was schon eine sehr interessante Sicht auf die Dinge ist) werde untergraben, womöglich sogar das Weihnachtsfest, immerhin die Party schlechthin in unserem hoch geschätzten Abendland, abgeschafft. Den Artikel weiterlesen »

    129 Kommentare

    Wer bedroht uns eigentlich, Frau Merkel?

    geschrieben am 23. Juni 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Merkel_an_Obama_Presidential_Medal_of_FreedomKommentar

    Kriegstreiberin! Das war die erste Reaktion eines Kollegen, als er hörte, dass Kanzlerin Angela Merkel die Rüstungsausgaben erhöhen will. Man neigt dazu, ihm zuzustimmen, denn was Merkel gerade auf den Weg gebracht hat, ist erstens logisch nicht zu erklären. Und zweitens ein kräftiger Tritt in die Magengrube all jener, die am Existenzminimum vor sich hin vegetieren und eine für sie gedachte Etaterhöhung gut brauchen könnten.

    Lag der Wehretat der Bundesrepublik im Jahr 2000 noch bei 23,1 Milliarden Euro, waren es 2015 schon 33 Milliarden, eine Steigerung von satten 40 Prozent. Doch das reicht der Kanzlerin nicht. Die derzeitigen Rüstungsausgaben von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes plant die Kanzlerin mit Blick auf das amerikanische Vorbild auf 3,4 Prozent zu erhöhen. Warum sie das will? Um die „Verteidigungsfähigkeit der Europäischen Union“ sicherzustellen, denn die „genüge noch nicht“, um die „militärische Sicherheit in unserem eigenen Gebiet“ zu ermöglichen.
    Gut zu wissen!
    Auch wenn man sich unweigerlich fragt, wo genau die Bedrohung sitzt, die uns militärisch überrollen will. Die einzige Antwort, die zumindest theoretisch Sinn ergibt, muss wohl Russland lauten. Passt ja auch ins Bild, Putin und seine ach so grauenvolle Expansionspolitik, der die NATO selbstbewusste Verteidigungsmaßnahmen entgegensetzen muss. Jetzt mal ehrlich: Geht‘s noch? Den Artikel weiterlesen »

    140 Kommentare

    Dreiecksdiplomatie und große Zaubershow

    geschrieben am 18. April 2016 von Gastautor

    ein Gastbeitrag von „smukster“
    zauberrerer
    Syrien: In dieser Woche scheinen die Zeichen im Mittleren Osten auf “grand bargain” zu stehen. Ob er erfolgreich ist, werden wir nach den Doha-Ölgesprächen am Sonntag wissen.

    Wenn der heute beendete OIC-Gipfel in Istanbul die verfeindeten Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien einander nähergebracht hat, macht das auch Fortschritte bei den Genfer Syrien-Verhandlungen wahrscheinlicher. Möglich macht dies vermutlich der derzeitige “subtile” US-amerikanische Druck auf Riad, der sich für Washington in Form höherer Ölpreise bezahlt machen könnte – sehr zur Erleichterung der Energie- und Finanzwirtschaft. Dass im Zuge dessen die Ukraine und Libyen neue Regierungen bekommen und im Jemen eine diplomatische Lösung näherrückt, wird da fast zur Nebensache.

    Vor einigen Tagen sorgte die Meldung für Aufregung, wonach die USA zum ersten Mal seit 1991 wieder eine ungenannte Zahl strategischer B-52 Langstreckenbomber in den Mittleren Osten verlegt haben, genauer auf ihre Luftwaffenbasis Al Udeid in Katar. Spekulationen machen seitdem die Runde: Geht es dabei um eine Befreiung der noch vom IS gehaltenen Gebiete, um eine Neuaufteilung Syriens und des Irak, oder gar um die Vorbereitung eines Krieges gegen den syrischen Reststaat? Den Artikel weiterlesen »

    111 Kommentare

    Offener Brief von Flüchtlingen aus Köthen (Anhalt)

    geschrieben am 08. Januar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    ÜbergabeNachdem die Volksseele weiterhin kocht und die Vorfälle in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln und anderswo noch immer die Gemüter erhitzen, wird in Köthen (Anhalt) gearbeitet. Die Initiative „Willkommen in Köthen – weltoffen und bunt“ hat sich vorgenommen, Menschen auf der Flucht konkrete Hilfe anzubieten. Diese geht über die Willkommenskultur hinaus, die Helfer unterstützen Fluchtsuchende bei Behördengängen, Hausaufgaben und dem Erlernen der deutschen Sprache.

    Nun hat sich eine Gruppe von Flüchtlingen zusammengetan und einen offenen Brief verfasst, der Nicole Gewinner, Unterstützerin von „Willkommen in Köthen“ übergeben wurde und sich in erster Linie an die deutschen Frauen richtet, die jeden Tag helfen. Auf dem Foto sind drei Polizisten aus Köthen und die Flüchtlinge zu sehen, die das Schreiben überreicht haben.

    Wir haben den Brief ebenfalls erhalten und drucken ihn hier ab: Den Artikel weiterlesen »

    327 Kommentare

    Deutschlands Syrien-Einsatz: Symbolpolitik mit destruktiven Folgen

    geschrieben am 08. Dezember 2015 von Gastautor

    800px-Building_burning_in_Homs_cityvon Lars Hauch

    Das „Ja“ des Bundestags zum Syrien-Einsatz schafft das legale Fundament für Deutschlands größte internationale Militäraktion. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist die Schwächung des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS). Da der Diskurs jedoch den Fokus weg von den Existenzbindungen des „IS“ lenkt, läuft der Einsatz Gefahr, nicht nur die Terrormiliz zu stärken sondern einer politischen Lösung für den Krieg in Syrien entgegenzuwirken.

    Bisher beschränkte sich das militärische Engagement Deutschlands gegen den „IS“ auf die Unterstützung der Nordirakischen Peshmerga, aus Syrien hielt Berlin sich gänzlich heraus. Den Artikel weiterlesen »

    161 Kommentare

    Pegida verbieten?

    geschrieben am 21. Oktober 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    PEGIDA_DRESDEN_DEMO_12_Jan_2015_115724030Kommentar

    In der Bundesregierung werden Stimmen laut, die ein Verbot der Pegida-Demonstrationen fordern. Der CDU-Innenexperte Ansgar Heveling ist der Ansicht, dass spätestens seit letzten Montag (als auch Autor Akif Pirincci seinen großen Auftritt hatte mit den Worten: „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“) nicht mehr von „besorgten Bürgern“ die Rede sein könne.
    Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann und der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sehen das ganz anders. Sie halten nichts von „reflexartigen Verboten“ (Jäger), besser sei es, „diese Rattenfänger zu enttarnen“ (Herrmann).
    Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner dagegen ruft nach dem Inlandsgeheimdienst, um „verfassungsfeindliche Bestrebungen“ beobachten zu lassen. Den Artikel weiterlesen »

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    Kanada warnt vor Reisen nach Deutschland – warum denn auch nicht?

    geschrieben am 30. September 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Flagge_KanadasKommentar

    Bevor wir in andere Länder reisen, machen wir uns meist brav schlau, über das Auswärtige Amt. Wenn für Länder Reisewarnungen ausgesprochen werden, lassen wir die Tasche besser stehen und verzichten auf unseren Ausflug. Zu Hause ist es ja auch ganz schön.
    Aber eine Reisewarnung für Deutschland? Nein, das geht doch nun wirklich nicht, oder?

    Doch, das geht, wie Kanada gerade unter Beweis stellt. Das nordamerikanische Land spricht speziell für Ostdeutschland eine Warnung aus. Wegen fremdenfeindlicher Übergriffe, Brandstiftungen, Prügeleien und offener Drohungen mit rassistischem Hintergrund, auch wenn es so offensiv nicht benannt wird. Vornehmlich warnt Kanada vor extremistischen Jugendbanden. Aber auch größere Demonstrationen seien als Problem anzusehen, das schnell eskalieren könne. Den Artikel weiterlesen »

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    Lassen Sie uns doch einmal über das Thema „Flüchtlinge“ reden

    geschrieben am 01. September 2015 von Jens Berger

    800.000 Flüchtlinge sollen laut Schätzungen der Bundesregierung in diesem Jahr in Deutschland eintreffen. Auch wenn diese Zahl möglicherweise übertrieben ist – in den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben „nur“ 218.221 Personen Asyl beantragt –, so ist das Thema doch in aller Munde. Regelmäßige Hiobsbotschaften über schreckliche Todesfälle auf den Fluchtruten und offene Ablehnung und Gewalt in einigen deutschen Städten tragen ihren Teil dazu bei. Auch wenn viel über das Thema geschrieben, gesendet und debattiert wird, so hat die gesamte Debatte doch einen erstaunlich oberflächlichen Charakter. Hitzig wird dabei über die Symptome (Unterbringung, Asylverfahren, sichere Drittländer, Schleuser) debattiert, während die Ursachen von Flucht und Vertreibung geflissentlich ignoriert werden. Nicht der Schutz der flüchtenden Menschen in ihrer Heimat, sondern der Schutz vor den Flüchtlingen scheint hier das treibende Motiv zu sein. Dies setzt sich bis in rechtliche Fragen fort. Kein Wunder, schließlich wurden die diesbezüglichen Gesetze auf Basis der Erfahrungen des Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit geschaffen und seitdem massiv ausgehöhlt – für die heutige Situation sind diese Gesetze weder gemacht noch gedacht.

    Die selbstauferlegte Unfähigkeit der Debatte fängt bereits bei Begrifflichkeiten an. Von was sprechen wir eigentlich? Von Asylanten? Asylbewerbern? Oder Flüchtlingen? Der Asylbegriff des deutschen Rechts ist ein Kind der Periode des Zweiten Weltkriegs und der Zeit des Kalten Kriegs. Unter „Asyl“ versteht das Recht eine politische oder religiöse Verfolgung durch den Staat. Von den mehr als 136.000 Entscheidungen über Asylanträge im Zeitraum von Januar bis Juli dieses Jahres erfüllte nur rund ein Prozent (1.319 Fälle) diese strenge Definition. Kein Wunder – wer beispielsweise von marodierenden Banden, Warlords oder Milizen verfolgt wird, wird nun einmal nicht staatlich verfolgt und hat dementsprechend nach der in Deutschland gültigen Definition auch kein Anrecht auf Asyl. Wesentlich höher ist die Anerkennungsrate für „Flüchtlinge“. Darunter fallen laut Genfer Flüchtlingskonvention allgemein Personen, die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt werden. Mehr als jeder dritte Asylantrag (48.101) wurde im genannten Zeitraum mit einer Rechtsstellung als Flüchtling positiv beschieden – praktische Unterschiede zur Anerkennung als Asylberechtigten gibt es dabei kaum. Hinzu kommen positive Feststellungen unter „subsidiären Schutz“ (785 Fälle) oder der Feststellung eines Abschiebungsverbotes (1.132 Fälle) – in beiden Fällen werden die Antragssteller weder als asylberechtigt noch als Flüchtling anerkannt, eine Abschiebung wird jedoch auch nicht vorgenommen, da man ansonsten Leib und Leben des Antragsstellers gefährden würde. Diese „geduldeten“ aber nicht anerkannten Flüchtlinge genießen jedoch auch weniger Rechte als anerkannte Flüchtlinge – sie dürfen beispielsweise weder frei reisen noch ohne Sondergenehmigung arbeiten.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

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    Facebook-Sperre für Hetzerin: Gut fürs Ego, mehr nicht

    geschrieben am 13. August 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    1280px-Df_wm_0005065_Silvestre,_Louis_Dresden,_Residenzschloß,_Thronsaal_Herkules_stürzt_Zwietracht,_Neid_und_HaßKommentar

    Tatjana Festerling gehört zu den Hetzern und Fremdenhassern, deren Vokabular besonders abstoßend ist. Auf ihrer Facebook-Seite sprach sie von „Luxus-Asylforderern“, von „asylbegehrenden Bereicherern“ und nannte Flüchtlinge „Horden“. Eine Aktion mit dem Titel „Willkommen, liebe Flüchtlinge“, an der sich rund 200 Promis beteiligten, nannte Festerling „Fratzenparade“, die Teilnehmer seien die „dämlichsten, dafür eitelsten Dummdödel der deutschen Unterhaltungsindustrie.“ Den Artikel weiterlesen »

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