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    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Kampf um die Seele der CDU

    geschrieben am 25. August 2011 von Stefan Sasse

    von Stefan Sasse

    Als Annette Schavan noch Kultusministerin von Baden-Württemberg war, ging ich noch zur Schule. Entsprechend gehörte sie in den Fundus jugendlicher Feindbilder fest verankert. Sie hat die Streichung der Studienfahrten zu verantworten, die neuen Lehrpläne und – vor allem – das neue Abitur, dass das alte Leistungskurssystem abgeschafft hat. Die Eltern hat sie spätestens mit der Einführung des G8 gegen sich aufgebracht. Niemand war deswegen übermäßig traurig, als sie Landespolitik in den relativ einflusslosen Posten der Bildungsministerin im Bund verließ. Als langjährige politische Alliierte Merkels war dieser Schritt, besonders nach der Niederlage im Landes-CDU-Machtkampf gegen Oettinger, nur konsequent. Inzwischen, so informiert uns ein Artikel in der FAZ, ist Schavan in der CDU unbeliebter denn je. Man macht sie, so das konservative Blatt, das Erwin Teufels Plädoyer gegen die “neue” CDU prominent gefeautered hat, mit für die “Profillosigkeit” der CDU verantwortlich. Es ist derzeit ein beliebtes Topic der Kritik an der CDU, auf ihren vermeintlichen Verlust guter alter Werte hinzuweisen. Allein, gut sind diese Werte selten, dafür aber alt. Nirgendwo ist das besser zu sehen als an Schavans Leib- und Magenthema, der Bildungspolitik.

    Spätestens seit dem Desaster um die Hamburger Schulreform ist vielen CDU-Strategen klar geworden, dass die Abschaffung der Hauptschule – realistisch absolut geboten – besonders bei den typischen CDU-Wählerschichten auf schweren Widerstand stößt. Nicht, weil man die Hauptschule so toll fände, sondern weil man den Bodensatz der Gesellschaft gerne dort halten würde, damit er nicht die Schulbank mit dem eigenen Nachwuchs drückt. Es gehört zum so genannten Markenkern der CDU, das dreigliedrige Schulsystem, das praktisch unisono von nationalen wie internationalen Experten ob seiner sozialen Selektion verdammt wird zu erhalten. An diesem Grundsatz hat Schavan gerüttelt, wohl in enger Abstimmung mit Merkel, bedenkt man die Nähe beider Frauen. Der Konservatismus, den Teile der CDU mit dem Widerstand gegen diese Reformen aber zelebrieren, ist ein falscher, gefährlicher. Mit aller Macht soll eine gesellschaftliche Schichtung, ein Gesellschaftsbild erhalten werden, das schon lange nicht mehr existiert: die Teilung der Gesellschaft in Arbeiter (Hauptschule), Angestellte (Realschule) und die Leitenden Angestellten und Beamten (Gymnasium) mit dem Mann als Haupternährer und der Frau als Hausfrau. Es erinnert ein wenig an die Versuche von Konservativen in den 1920er und 1930er Jahren, den Ständestaat nach Zunftvorbild wiederzubeleben: es völlig aus der Zeit gefallen.

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    Weiterführende Schulen

    geschrieben am 10. August 2011 von Stefan Sasse

    Von Stefan Sasse

    Es ist immer wieder schön, wenn eigene Vermutungen durch Studien belegt werden. Den Plan der grün-roten Baden-Württembergischen Regierung, die bisher verpflichtenden Grundschulempfehlungen von Lehrern unverbindlich zu machen und den Eltern freie Schulwahl zu geben halte ich für falsch, und eine in der FAZ besprochene Studie belegt mir das: freie Schulwahl verstärkt den durch Lehrerempfehlungen ohnehin gegebenen Effekt der sozialen Zementierung. Kinder von Hauptschülern landen wahrscheinlicher auf der Hauptschule, auch wenn sie eigentlich für das Gymnasium geeignet wären, und umgekehrt. Überraschend ist das eigentlich nicht: auf der einen Seite steht der Dünkel von höhergebildeten Eltern, für die ein Kind, das “nur” Hauptschule oder Realschule besucht undenkbar ist. Auf der anderen Seite stehen Eltern aus bildungsfernen Schichten, für die Gymnasium elitäres Kokolores ist und die es auch mit ihrem eigenen Selbstbewusstsein nicht vertragen können, dass ihre Kinder “besser” sind als sie.

    Ich kenne beide Fälle aus Bekanntschaft und Verwandtschaft. Die Studienergebnisse überraschen mich deswegen nicht. Es überrascht mich auch nicht, dass Grüne und SPD die unverbindliche Empfehlung durchziehen wollen; das gehört seit Adam und Eva zur bildungspolitischen Haltung dieser Parteien und ist fester Teil dessen, was man gerne als “Markenkern” der Parteien begreift, ebenso wie der Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems, der verbindlichen Empfehlung und der Kopfnoten sich in jedem CDU-Wahlprogramm finden werden. Bevor hier Missverständnisse aufkommen: ich gehe mit der CDU nur insofern d’accord, als dass ich die verbindliche Empfehlung beibehalten würde, vielleicht sogar ergänzt durch eine unabhängige Prüfungseinrichtung, die immer dann angerufen wird wenn Lehrerempfehlung und Elternwunsch voneinander abweichen.

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    Die Ausbeutung der Bildungselite

    geschrieben am 14. März 2011 von Spiegelfechter

    ein Gastartikel von Anuschka Guttzeit

    Bildung wird uns ständig als Schlüssel zum Erfolg verkauft. Bildung soll angeblich vor Armut und Arbeitslosigkeit schützen. Wie kommt es da, das die gebildetsten Köpfe in Deutschland zum Teil so schlecht bezahlt werden wie ungelernte Hilfsarbeiter? Die “Bettel-Dozenten” stemmen an manchen Universitäten bis zu 50 % des akademischen Lehrbetriebs. AkademikerInnen, die promovieren oder bereits den Doktortitel haben, arbeiten als Lehrbeauftragte für real knapp 5 Euro die Stunde an deutschen Universitäten! Manche nennen sie deshalb „Dr. Pleite“. Wie soll man auch von sowenig Geld leben?

    Die Lehrbeauftragten sind keine Angestellten der Hochschule, sondern Selbstständige mit Honorarvertrag. Deshalb haben sie auch keine Interessenvertretung. Die Gewerkschaft ver.di prangert außerdem an: “85 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an deutschen Hochschulen haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Sie leben in ständiger Unsicherheit, eine vernünftige Lebensplanung ist nicht möglich.”

    Die Studentenzahlen steigen, die Hörsäle platzen aus allen Nähten. In vielen Bundesländern zahlen die Studierenden üppige Studiengebühren für ihre akademische Ausbildung, aber die Studienbedingungen werden trotzdem immer schlechter. Mehr ProfessorInnen werden nicht beschäftigt. Es werden auch nicht mehr feste, adäquat bezahlte Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau an den Unis geschaffen, was eigentlich dringend nötig wäre. Im Gegenteil: Diese Stellen werden seit Jahren abgebaut. Die Leidtragenden sind die akademischen Hungerlöhner, die rund 75.000 Lehrbeauftragten in Deutschland.

    Die Politikwissenschaftlerin Frau Dr. Silke Gülker fordert in einer Studie, in der sie sich mit dem künftigen Personalbedarf der Hochschulen beschäftigt, die Lehre aufzuwerten. „Ein Wissenschaftssystem, in dem allein gute Forschung belohnt wird, kann den künftigen Anforderungen nicht gerecht werden“, berichtet sie. Um in der „internationalen Wissenschaftsgemeinschaft präsent zu sein“ müsste die Betreuungsquote verbessert werden. Dazu müßten bis zum Jahr 2025 mindestens 23.000 mehr ProfessorInnen eingestellt werden und ca. 14.000 wissenschaftliche MitarbeiterInnen.

    “Deutschland wird Bildungsrepublik”, schreibt Frau Bundeskanzlerin Merkel vollmundig auf ihrer Homepage. Und: “Eine erstklassige Bildung ist der wichtigste Rohstoff in unserem Land.”

    Aber Deutschland, das sich als Innovations- und Wissenschaftsstandort im globalen Qualifikationswettbewerb durchsetzen will, investiert zu wenig Geld in die Universitäten. „Wollte Deutschland zu den anderen westlichen Industriestaaten aufschließen, müsste es jedes Jahr 10 Milliarden Euro mehr in Bildung investieren“, heißt es nicht nur bei ver.di.

    “Die Zahl der Lehrbeauftragten ist in zehn Jahren um 40 Prozent gewachsen. Sie unterrichten umsonst oder für fast nichts und hoffen doch auf eine Karriere an der Uni”, schreibt Annett Krause auf Zeit-Online.

    Scham und die harte Konkurrenz um eine der sehr rar gewordenen akademischen Karrieren führten nach Erfahrung der Potsdamer Lehrbeauftragten und Doktorandin Sabine Volk dazu, dass sich die Lehrbeauftragten bisher nicht zusammen taten, um gemeinsam angemessene Löhne einzufordern.

    Jetzt regt sich zumindest an der Uni Potsdam Widerstand. In einer Petition an das Brandenburgische Wissenschaftsministerium fordert Sabine Volk mit ihren MitstreiterInnen endlich eine bessere Bezahlung der Lehrbeauftragten. Sie fordern einen – immer noch eher bescheidenen – Stundenlohn von 10,98 Euro und sagen: „Exzellente Lehre speist sich nicht aus Hungerlöhnen“.

    Anuschka Guttzeit

    Anuschka Guttzeit ist Politikwissenschaftlerin und beschäftigt sich u.a. mit Umweltpolitik sowie mit den Chancen und Risiken von mehr direkter Demokratie. Sie ist Mitbegründerin der Berliner Bürgerinitiative “Bäume am Landwehrkanal”, die sich für ein “Modellprojekt ökologische Sanierung der Bundeswasserstraße Landwehrkanal” einsetzt.

    Links zum Thema:
    - Bericht im Deutschlandfunk vom 10.03.2011: “Das wissenschaftliche Prekariat protestiert”
    - Ende der Ausbeutung? Mindestlohn für Lehrbeauftragte in Disskussion
    - Die Arbeitssammler
    - Arm aber sexy
    - Dr. Silke Gülker: Wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Hochschulen: Stand und Zukunftsbedarf.

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    Operation am offenen Geschichtsbuch

    geschrieben am 10. Februar 2011 von Spiegelfechter

    Wie eine Wissenschaftsdisziplin ihre eigene Geschichte schreibt und ein DDR-Mythos bis heute nachwirkt.

    ein Gastartikel von Fabian Russin

    Dresden ist nicht nur die Landeshauptstadt Sachsens, sondern auch eine Stadt, in der das Streitgespräch gepflegt wird. Der Leser wird sich an dieser Stelle unter Umständen an den ausufernden Streit um die Waldschlösschenbrücke erinnern. Es wird jedoch nicht nur um aktuelle Ereignisse gestritten, sondern auch um die wechselhafte Geschichte.

    Zankapfel ist die Person Rainer Fetscher. Der gebürtige Wiener wirkte seit 1922 in Dresden als Arzt wie auch als Eugeniker (siehe auch Rassenhygiene). Im Zuge seiner Tätigkeit erstellte er unter anderem eine „Erbbiologische Kartei“, in der er Kriminelle und deren Familien erfasste. Ziel dieser Kartei war die Erfassung von sogenannten „biologisch Minderwertigen“, welche im Dritten Reich massenweise sterilisiert und später im Rahmen der Aktion T4 vergast wurden. Fetscher fiel jedoch bei führenden Nationalsozialisten in Ungnade, da er in einer Schrift behauptet hatte, dass eine rein nordische Ehe nicht möglich sei. Wahrscheinlich aus diesem Grund wurde er 1934 in den Ruhestand versetzt.

    Daraufhin versuchte Fetscher auf verschiedene Weise sich dem System anzudienen. So trat er noch im selben Jahr in die SA ein. In dem ebenfalls 1934 erschienenen Buch „Rassenhygiene – Eine Einführung für Lehrer“ legte Fetscher seine Etikette schließlich zur Gänze ab. Hier fordert er Lehrer auf „sterilisierungsbedürftige“ Kinder anzuzeigen, er spricht von Juden als Parasiten in „Wirtsvölkern“ und fordert zudem die „Ausmerze krankhaften und rassenfremden Erbgutes“. Für diese Ausmerze biete sich, laut Rainer Fetscher, die Erfassung kranker Familien in „besonderen Karteien“ an. Fetscher offeriert hier offensichtlich seine Kartei für die Vorbereitung der massenweisen Ermordung kranker Menschen! Schreibt der Arzt hier auch in einer Radikalität, die den Nationalsozialisten hätte gefallen können, so blieb ihm die berufliche Rehabilitation dennoch verwehrt. Er fand schließlich 1945 unter nicht genau geklärten Umständen den Tod.

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    Integration statt Kulturkampf!

    geschrieben am 09. Februar 2011 von Spiegelfechter

    Ein Offener Brief in Sachen “LSE German Symposium 2011 – Integrationsdebatte”

    Anm. d. Red.: Dieser offene Brief wurde – Stand gestern nachmittag – bislang von mehr als 50 deutschen Studenten und Akademikern in Großbritannien unterzeichnet und wurde mir von den Initiatioren mit der Bitte zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt
    Jens Berger

    Wir sind irritiert von der Einladung Thilo Sarrazins und Henryk M. Broders zur Auftaktveranstaltung des „German Symposium“ zum Thema „Integrationsdebatte: Europas Zukunft – ‚Untergang des Abendlandes‘?“ an der London School of Economics and Political Science (LSE) am 14.02.2011. Beide Autoren haben maßgeblich zur Verunsachlichun…g der Integrationsdebatte und der Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland beigetragen. Der Titel der Veranstaltung bedient sich kulturkämpferischer Parolen, während mit der Einladung eines Vertreters deutscher Muslime der Diskussionsschwerpunkt auf eine religiöse Minderheit fehlgeleitet wird.

    Die Äußerungen der Herren Sarrazin und Broder verfälschen Kausalitäten und blenden zentrale Ursachen dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen aus. Die Integrationsforschung hat für letztere wiederholt sozio-ökonomische Faktoren als Hauptursachen ausgemacht. Stattdessen sehen Herr Sarrazin und Herr Broder eine pathologische, religiös und kulturell bedingte Integrationsunwilligkeit in Deutschland lebender Minderheiten (insbesondere Muslime). Herr Sarrazin versteigt sich gar zu einer „Verbindung von Erbbiologie und Kultur“ (Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2010).

    Um den Herausforderungen unserer Einwanderungsgesellschaft lösungs- und zukunftsorientiert zu begegnen, bedarf es einer rational geführten Diskussion und der Inanspruchnahme wissenschaftlicher Erkenntnisse. So werden bundesweit bereits vielfältige Programme auf politischer Ebene erfolgreich umgesetzt. Diese zielen insbesondere auf Chancengleichheit in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt ab. Somit wird zu einem Bewusstsein beigetragen, gemeinsam auf eine Verbesserung der Situation hinzuarbeiten. Doch stattdessen führt die defätistische und kulturkämpferische Argumentation in Schriften wie Sarrazins Deutschland schafft sich ab (2010) und Broders Hurra, wir kapitulieren! (2006) zu Spaltung statt Verständigung, während ernsthafte Vorschläge zur Behebung sozialer Missstände ausbleiben. Die Stigmatisierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen durch Herrn Sarrazin gefährdet den gesellschaftlichen Frieden. So bezeichnete etwa der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland Äußerungen Herrn Sarrazins als „rassistisch“ und auf „niedrigste Instinkte“ abzielend (Stephan J. Kramer, Der Tagesspiegel, 13.10.2009). Sowohl Herr Sarrazin als auch Herr Broder warnen vor einer angeblich drohenden Islamisierung Europas und reihen sich somit in eine europaweite Ansammlung von islamophoben Publizisten und Politikern ein.

    Selbstverständlich muss jede Debatte kritisch geführt werden und möglichst alle lösungsorientierten Sichtweisen mit einbeziehen. Gleichzeitig ist es ebenso selbstverständlich, dass das Gebot der Achtung der Menschenwürde zu respektieren ist. Insbesondere Herr Sarrazin hat sich durch seine empirisch widerlegten, provokativen und in einigen Teilen hetzerischen Publikationen und öffentlichen Auftritte für eine sachlich geführte Diskussion disqualifiziert. Herrn Broder ist, wie aus seinen öffentlichen Beiträgen geschlossen werden kann, an einer konstruktiven Debatte ebenso wenig gelegen.

    Wir, deutsche und Deutschland eng verbundene StudentInnen und AkademikerInnen in Großbritannien, wenden uns deutlich dagegen, dass die Integrationsdebatte zur Eröffnung der „LSE German Week“ auf diese Provokateure – sie wurden anfangs als „iconic public figures“ bezeichnet (*) – statt auf anerkannte Experten setzt.

    Die LSE gilt zu Recht als eine der weltweit führenden sozialwissenschaftlichen Hochschulen, die großen Wert auf ihre Weltoffenheit und internationale Studentenschaft setzt. Der German Society dieser Universität sollte in diesem Sinne daran gelegen sein, ein weltoffenes Deutschland, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist, zu repräsentieren, anstatt auf einem unzulänglich besetzten Panel den polemischen, gesellschaftsspaltenden und unwissenschaftlichen Thesen der Herren Sarrazin und Broder eine prominente Plattform zu bieten.

    (*) Wir begrüßen, dass die anfänglich gewählte Formulierung “public iconic figures” in Bezug auf die Redner am Di., 08.02.11, in “public figures” geändert wurde.

    Dieser Offene Brief wurde (seit Dienstag, 8. Februar 2011) von über 100 in Großbritannien ansässigen Studenten und Akademikern unterzeichent. Eine vollständige Liste aller auch außerhalb Großbritanniens ansässigen Unterzeichner ist bald unter https://sites.google.com/site/integrationdebatelse/ abzurufen. Jene, die noch unterzeichnen möchten, koennen eine E-Mail an OpenLetterLSE@gmail.com senden, samt Namen, Position und Einrichtung (nur zu Identifikationszwecken).

    Unterzeichner (alphabetisch nach Nachname; Institutionen nur zu Identifikationszwecken aufgeführt)

    ABKÜRZUNGEN

    KCL – King’s College London

    LSE – London School of Economics and Political Science

    SOAS – School of Oriental and African Studies (University of London)

    UCL – University College London

    UNTERZEICHNER (Stand 11.02.2011)

    1. Nabila Abdel Aziz, Studentin, SOAS

    2. Dr. Arshin Adib-Moghaddam, Universitätsdozent, SOAS

    3. Prof. Dr. Nadje Al-Ali, Leiterin des Centre for Gender Studies, SOAS

    4. Dr. Jasser Al-Kassab, Forscher, University of Cambridge

    5. Moritz Altenried, Master-Student, Goldsmiths, University of London

    6. Ruth Augustin, Studentin, University of Aberdeen

    7. Boris Barth, Master-Student, LSE

    8. Anjulie Baryalei, Master-Studentin, LSE

    9. Dr. Sam Behjati, Academic Clinical Fellow, UCL Institute of Child Health

    10. Clemens W. Bethge, Edinburgh; Doktorand, Universität Tübingen

    11. Felix Binder, Visiting Student, University of Oxford

    12. Sebastian Bock, Master-Student, LSE

    13. Marit Boeker, Doktorandin, University of Essex

    14. Julia Bohlmann, Master-Studentin, University of Edinburgh

    15. Wolfram Bosbach, Visiting Scholar, University of Cambridge

    16. Oliver Bräunling, Doktorand, University of Nottingham

    17. Phil Butland, Absolvent, University of Warwick

    18. Thomas Clausen, Bachelor-Student, University of Cambridge

    19. Hadydeh Eftekhar, Master-Studentin, SOAS

    20. Stefanie Ellwanger, Master-Studentin, LSE

    21. Dörthe Engelcke, Doktorandin, University of Oxford

    22. Anja Erbel, Master-Absolventin, SOAS

    23. Mark Erbel, Doktorand, KCL

    24. Maria Exner, Master-Studentin “Culture & Society”, LSE

    25. Ali Fathollah-Nejad, Doktorand, Universität Münster & SOAS

    26. Steffen Fischer, Master-Student, SOAS

    27. Fabian Flues, Master-Student, UCL

    28. Sebastian Frowein, Master-Absolvent, SOAS

    29. Juliana Gaertner, Absolventin, SOAS

    30. Katharina Gnath, Master-Absolventin, LSE

    31. Katharina Goetze, Master-Studentin, University of Oxford

    32. Katharina Graf, Master-Studentin, SOAS

    33. Dr. Yvonne Gruender, Research Associate, University of Manchester

    34. Mathias Haeussler, Master-Student, University of Cambridge

    35. —

    36. Lisa Hashemi, Master-Absolventin, SOAS

    37. Trina Hassanyar, Studentin, London

    38. Hans Martin Hermann, Graduate Student, University of Oxford

    39. Maria Hetzer, Doktorandin, University of Warwick

    40. Johannes Himmelreich, Student, LSE

    41. Vinzenz Himmighofen, Master-Student, SOAS

    42. Dr. Konrad Hirschler, Senior Lecturer, SOAS

    43. Monika Hufnagel, Master-Studentin, SOAS

    44. Robert Hümmer, BA-Absolvent, Middlesex University London

    45. Lars Ismail, Student, University of Edinburgh

    46. David Ramin Jalilvand, Master-Student, LSE

    47. Lili Jassemi, Master-Studentin, SOAS

    48. Valentin Jeutner, Student, University of Oxford

    49. Carsten Jung, Master-Student, LSE

    50. Benjamin Kafka, Master-Absolvent, University of Sussex

    51. Dr. Hyo Yoon Kang, Master-Absolvent, LSE (jetzt: Assistant Professor, University of Lucerne)

    52. Marina Khatibi, Independent Researcher, SOAS

    53. Gabriel Klaeger, Doktorand, SOAS

    54. Anna Knaps, Doktorandin, KCL

    55. Roman Kirsch, Student, LSE

    56. Stefanie Carola Kirster, Master-Studentin, SOAS

    57. Anna-Dorothea Klopf, Studentin, Edinburgh Napier University

    58. Julia Körner, Studentin, University of Cambridge

    59. Judith Kunert, Master-Absolventin, LSE

    60. Philipp Krakau, Master-Student, University of Oxford

    61. Juliane Krueger, Doktorandin, University of Essex

    62. Heike Langbein, Master-Studentin, SOAS

    63. Tobias Lenz, Doktorand, University of Oxford

    64. Friederike Mehl, Absolventin, University of Edinburgh

    65. Sibille Merz, Master-Studentin, Goldsmiths College, University of London

    66. Daniel Neumann, Student, University of Leicester

    67. Carsten Nickel, Master-Absolvent, LSE

    68. Barbara Nickl, Master-Studentin, University of Manchester

    69. Philipp Nielsen, Bachelor- und Master-Absolvent, LSE (jetzt: Doktorand, Yale University, USA)

    70. Martin Niemetz, Doktorand, LSE

    71. Cornelius Nohl, Master-Absolvent, LSE

    72. Dr. Kerem Öktem, Research Fellow, University of Oxford

    73. David Parduhn, Master-Student, University of Sussex

    74. Robin Reuben, Student, University of Essex

    75. Sophie Richter-Devroe, Lecturer in Gender and Middle East Studies, University of Exeter

    76. Charlotte Röhren, Bachelor-Studentin, SOAS

    77. Doerthe Rosenow, Doktorandin, KCL

    78. Jan Rosenow, Doktorand, University of Oxford

    79. Dr. Christina Scharff, Lecturer, KCL

    80. Nikolas Scherer, Master-Student, University of Warwick

    81. Lena Schipper, Master-Studentin, University of Oxford

    82. Theresa Schlagheck, Graduate Student, University of Oxford

    83. Anne Schollmeyer, Master-Studentin, University of Sussex

    84. Guido Schulz, Master-Student, University of Sussex

    85. Britta Schuster, Master-Studentin, SOAS

    86. Julian Schwartzkopff, Student, University of Cambridge

    87. Philippe Seidel, Master-Absolvent, LSE

    88. Tenzin Sekhon, Bachelor-Student, SOAS

    89. Barbara Sennholz-Weinhardt, Doktorandin, UCL

    90. Viktor Siebert, Master-Student, LSE

    91. Dr. Hans Steinmüller, Lecturer, LSE

    92. Christian Streil, Master-Student, SOAS

    93. Fabian Stremmel, Doktorand, SOAS

    94. Adnan Tabatabai, Master-Student, SOAS

    95. Dr Daniela Tepe, Lecturer, KCL

    96. Alexej Ulbricht, Doktorand, SOAS

    97. Johannes Vielberth, Master-Student, University of Oxford

    98. Vera Weghmann, Master-Studentin, SOAS

    99. Linus Westheuser, Student, KCL

    100. Julian Windmöller, Praktikant, Deutsches Historisches Institut London & Student, Universität Tübingen.

    101. Moritz Winter, Master-Student, LSE

    102. Charlotte Wohlfahrt, Master-Studentin, University of Sussex

    103. Peter Wolf, Student, Anglia Ruskin University

    104. Ali Zaherinezhad, Bachelor-Student, SOAS

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