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  • Zwischenruf!

    geschrieben am 14. November 2014 von Jens Berger

    Es gibt Tage, da fühlt man sich als Blog-Co-Betreiber eher so, als betreibe man einen Kindergarten für Verhaltensgestörte. Der heutige Tag zählt dazu. Da gibt sich mein Kompagnon Tom die Mühe und führt mit dem Finanzjournalisten Lars Schall ein längeres Interview und wie reagiert das Publikum? Mit einer infantilen Beschimpfung des Spiegelfechter-Teams. Warum? Weil der “böse” Lars Schall sich auch mit 9/11 beschäftigt und das Leitthema des Interviews die FED ist. Und die FED ist, das wissen wir ja alle, ein Thema, mit dem sich nur böse Verschwörungstheoretiker und Querfrontler beschäftigten. Ja habt Ihr sie noch alle? Hat einer der “Kritiker” sich das Interview eigentlich angehört? Wohl kaum, denn die ersten Schmähkritiken kamen schon wenige Minuten, nachdem das Video online gestellt wurde. Und da das Interview stolze 62 Minuten dauert, schaffen es selbst Hochbegabte im Schnellvorlauf nicht, die Inhalte des Interviews aufzunehmen.

    Da verwundert es auch nicht, dass die Qualität der Kritik sich auf Kindergartenniveau befindet. Ihr sprecht mit dem bösen Lars, dann lese ich Euch nicht mehr … Frei nach Hagen Rether sage ich dazu: Na toll Du Honk, dann bleib doch wo der Pfeffer wächst und lese nur noch Blogs, die Dir nach dem Maul schreiben. Von derart ignoranten und intoleranten Lesern möchte zumindest ich nicht gelesen werden.

    Wer ein Blog betreibt und Kollegen interviewt hat auch eine gewisse Gastgeberrolle. Ich selbst kenne Lars Schall seit Jahren und er ist mir stets als fairer, korrekter und kompetenter Kollege in Erinnerung geblieben. Das heißt nicht, dass ich mit all seinen Thesen und Positionen übereinstimme. Beileibe nicht. Auch einige Aussagen im Interview von Tom mit Lars teile ich ausdrücklich nicht – so kann ich beispielsweise die Rolle, die Lars dem Goldpreis zumisst noch nicht einmal im Ansatz verstehen. Aber dafür sind solche Interviews schließlich auch da! Wer will schon ein Interview hören, in dem der Interviewte ausschließlich das sagt, was man eh schon zu wissen glaubt und selbst genau so sieht? Einige Leser scheinen ausschließlich solche Interviews lesen/hören/sehen wollen. Nur kein Widerspruch! Nur keine Debatte! Nur nicht Nachdenken! Und dann immer schön ad personam. Was der Interviewte sagt, wird nicht nicht einmal zur Kenntnis genommen, wenn er in Verdacht steht, mit den Falschen im Bund zu stehen. Nicht Diskutieren, sondern Diskreditieren lautet das Motto.

    Das ist sowas von arm. Niemand ist gezwungen, das Angebot wahrzunehmen, das wir Euch regelmäßig vorsetzen. Wer es mit seinem “Gewissen” nicht vereinbaren kann, Meinungen und Positionen zu tolerieren, die von der eigenen Position abweichen, der findet im großen Internet doch sicherlich auch Seiten, die besser zu ihm passen. Adieu! Wer es für unmöglich hält, dass man sich Journalisten unterhält, die auch für Medien arbeiten, die man selbst nicht zu seinen Favourites zählt, der soll dann auch bei seinen Favourites bleiben … der Spiegelfechter will nicht dazu zählen. Wir wollen die Debatte! Die Debatte um Themen! Jeder, der hier über Themen debattieren will, ist herzlich willkommen. Der Rest soll bitte schweigen.

    Euer Jens Berger

    192 Kommentare

    Veranstaltungshinweis mit Jens Berger in Wiesbaden

    geschrieben am 19. Mai 2014 von Jens Berger

    Vortrag Jens Berger (Nachdenkseiten)
Sparen oder gut wirtschaften ?

    “Der Staat ist keine schwäbische Hausfrau”

    Dienstag, 20.05.2014, 19.30 Uhr

    Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden

    Eintritt frei

    In den aktuellen Diskussionen zur Haushalts- und Wirtschaftspolitik gebrauchen Politiker gerne das Bild der sparsamen schwäbischen Hausfrau als Vorbild für gutes Wirtschaften. Sie suggerieren damit, dass ein Gemeinwesen funktioniert wie ein Privathaushalt. Doch Sparen kann zwar im privaten Wirtschaften sinnvoll sein, in untereinander abhängigen Volkswirtschaften jedoch desaströs.
    Dies zeigt ein Blick auf die mediterranen EU-Staaten, insbesondere nach Griechenland, in denen immer neue Sparpakete zur Befriedigung der internationalen Gläubiger verheerende, längst überwunden geglaubte soziale Verwerfungen verursachen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die sozialen Spannungen auch in Deutschland zu spüren sind.

    4 Kommentare

    Hoeneß ablösen, den Anstand retten!

    geschrieben am 11. März 2014 von Jens Berger

    So lautet eine OpenPetition, die die NachDenkSeiten hiermit starten. Text und Begründung finden Sie unten und hier zum unterzeichnen. Wir starten diese Aktion nicht zum Spaß. Es geht darum, dass die Sitten in unserem Land nicht total verwildern. Das geschieht nämlich, wenn jemand der nach eigenem Verständnis 18,5 Millionen Steuern hinterzogen hat und damit einer kriminellen Tat schuldig ist, weiter Präsident des bekanntesten deutschen Fußballklubs bleibt. Wir wenden uns an die Aufsichtsratsmitglieder der FC Bayern München AG, weil sie zu entscheiden haben und weil sie außerdem überwiegend Repräsentanten großer deutscher Unternehmen sind. Wenn dieser Herr nicht sofort handeln, dann fällt ein böser Schatten auch auf diese Unternehmen.

    Bitte machen Sie mit! Unterzeichnen Sie und werben Sie in Ihrem Bekannten und Freundeskreis für die Unterzeichnung dieser Petition. Nutzen Sie Ihre E-Mail-Adressen zur Weiterleitung dieses Textes und der Petition.

    Hier Text und Begründung:

    An die Mitglieder des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG

    Herrn Herbert Hainer, Stellvertretender Vorsitzender des AR der FC Bayern München AG und Vorstandsvorsitzender der adidas AG,
    Herrn Rupert Stadler, Stellvertretender Vorsitzender des AR der FC Bayern München AG und Vorstandsvorsitzender der Audi AG,
    Herrn Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG,
    Herrn Helmut Markwort, Herausgeber des Nachrichtenmagazins FOCUS,
    Herrn Dieter Rampl, Ehem. Verwaltungsratsvorsitzender der UniCredit Group,
    Herrn Dr. Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident a.D., Ehrenvorsitzender der CSU,
    Herrn Prof. Dr. Martin Winterkorn Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und der Porsche Automobil Holding SE
    Hoeneß ablösen, den Anstand retten!
    Hiermit fordere ich Sie als Mitglied des Aufsichtsrates der FC Bayern München AG auf, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Präsidenten des FC Bayern, Herrn Uli Hoeneß, sofort abzulösen.

    Begründung:

    Herr Hoeneß hat zugegeben, 18,5 Millionen Steuern hinterzogen zu haben. Das ist sowohl aus der Sicht der Fans des FC Bayern wie auch aus der Sicht fast aller deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger eine unvorstellbar hohe Summe, um die er das Gemeinwesen betrogen hat . Hoeneß ist zum Sinnbild von Maßlosigkeit und Unanständigkeit geworden.

    Wenn Sie diesen Präsidenten im Amt lassen, dann fördern Sie die Verwilderung der Sitten in Deutschland, dann machen Sie den schlampigen und kriminellen Umgang mit dem Staat und mit unseren öffentlichen Einrichtungen hoffähig.
    Wenn Sie nicht sofort handeln und den Aufsichtsratsvorsitzenden und Präsidenten entlassen, dann fällt auch ein böser Schatten auf die großen Unternehmen, deren Repräsentanten mehrere von Ihnen sind. Sie entwerten damit zugleich das Bemühen deutscher Unternehmen um eine von Anstand und Solidarität bemühte Unternehmensführung, den so genannten Corporate Governance Kodex.
    Das alles gilt unabhängig davon, ob Herr Hoeneß mit einer Haft bestraft wird oder nicht.

    Wenn Sie aus falscher Solidarität mit dem Steuerbetrüger Hoeneß nichts tun, dann fällt dieses Verhalten als Kumpanei auf Sie und Ihre Unternehmen zurück.

    305 Kommentare

    Frohes Fest!

    geschrieben am 24. Dezember 2013 von Jens Berger

    Liebe Leser,

    wir vom Spiegelfechter wünschen Euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch! Wir möchten auch gleich die Gelgenheit nutzen, uns bei Euch für eure Treue zu bedanken. Ein besonderer Dank geht dieses Jahr an die lieben “Stamm-Kommentatoren”, die das Salz in der Spiegelfechtersuppe sind. Feiert schön und nutzt die freien Tagen, um das Leben zu genießen.

    Eure Spiegelfechter,
    Jens und Tom

    Und da Weihnachten ist, darf natürlich auch ein Gedicht nicht fehlen.

    When the snow falls wunderbar
    and the children happy are,
    when the Glatteis on the street
    and we all a Gluehwein need,
    then you know, es ist soweit:
    She is here, the Weihnachtszeit.

    Every Parkhaus ist besetzt,
    weil die people fahren jetzt,
    all to Kaufhof, Mediamarkt,
    kriegen nearly Herzinfarkt,
    shopping hirnverbrannte things
    and the Christmasglocke rings.

    Mother in the kitchen bakes
    Schoko-, Nuss- and Mandelkeks,
    Daddy in the Nebenraum
    schmuecks a Riesen-Weihnachtsbaum.
    He is hanging auf the balls,
    then he from the Leiter falls…

    Finally the Kinderlein,
    to the Zimmer kommen rein
    and es sings the family
    schauerlich: “Oh, Chistmastree!”
    And the jeder in the house
    is packing die Geschenke aus.

    Mama finds unter the Tanne
    eine brandnew Teflon-Pfanne,
    Papa gets a Schlips and Socken,
    everybody does frohlocken.
    President speaks in TV,
    all around is Harmonie,
    Bis mother in the kitchen runs,
    im Ofen burns the Weihnachtsgans.

    And so comes die Feuerwehr
    with Tatue, tata daher
    and they bring a long, long Schlauch,
    and a long, long Leiter auch
    and they schrei – “Wasser marsch!”,
    Christmas is – now im Ar… – … Eimer.

    60 Kommentare

    Wir schrieben, Ihr spendet ;-)

    geschrieben am 09. Dezember 2013 von Jens Berger

    p.s.: Wer die traditionelle Banküberweisung bevorzugt, kriegt die Kontonummer über eine kurze Mail mit dem Betreff “Kontonummer her!”.

    Danke!
    Jens und Tom

    26 Kommentare
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