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  • Syrien: Demontage eines Landes und seiner Bevölkerung

    geschrieben am 27. September 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    16641056319_694411a5a7_mIn Syrien herrscht ein „Regime“, ein „Machtapparat“, angeführt vom „Despoten“, Diktator“ oder wahlweise auch „Machthaber“ Bashar al-Assad. Wir lesen das täglich, und wir hinterfragen diese Wertung schon lange nicht mehr, wenn wir es überhaupt je taten. Doch Syrien ist ein Land, das einst durchaus modern, fortschrittlich und weltoffen war. Im Grunde ist es das noch immer, doch diese Perspektive stört die Sicht derer, die ihre eigenen Ziele in Syrien verfolgen. Das meint zumindest Tim Anderson in seinem Buch „Der schmutzige Krieg gegen Syrien“. Doch auch andere Journalisten melden Zweifel an den offiziellen Versionen an.

    Syrien, 2011:

    Eine weitere Demonstration für Assad begann … sie mag eine Teilnehmerzahl von 200.000 bis zum Mittag erreicht haben … Es wurden keine Leute wie bei Saddam Hussein herangekarrt zum Omayad Platz (Damaskus) … die einzigen Soldaten standen bei ihren Familien. Wie berichtet man über eine regierungsfreundliche Demonstration während der arabischen Erwachens? Dort waren verschleierte Frauen, alte Männer, tausende von Kindern … wurden sie gezwungen? Ich glaube es nicht.Den Artikel weiterlesen »

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    Aufruf: Mithilfe für Buchprojekt gesucht!

    geschrieben am 29. April 2016 von Jens Berger

    Liebe Leser der NachDenkSeiten, aktuell arbeite ich an einem neuen Buchprojekt. Diesmal soll es um das Gesundheitssystem in all seinen Facetten und mit all seinen Fehlentwicklungen gehen. Natürlich werden auch diesmal wieder Auszüge aus dem Buch exklusiv auf den NachDenkSeiten erscheinen. Doch bis das Buch fertig ist, brauche ich noch ein paar Informanten, Gesprächspartner und „Whistleblower“. Helfen Sie mir bitte, so dass ich ein Buch schreiben kann, das auch was bewegen kann.

    Wenn Sie einer der folgenden Gruppen angehören und mir entweder im Rahmen eines Telefongesprächs oder eines persönlichen Treffens interessante Geschichten, Einblicke oder Erfahrungen aus dem Gesundheitssystem mitteilen können, dann melden Sie sich doch bitte per E-Mail bei mir – gerne auch verschlüsselt[*]. Ihre Informationen werden selbstverständlich absolut vertraulich behandelt und wenn sie ins Buch eingehen, grundsätzlich anonymisiert.

    weiterlesen auf den NachDenkSeiten

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    Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte

    geschrieben am 06. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    GeldGeld ist der Stoff, aus dem das alltägliche Leben gemacht ist. Wir brauchen es für Lebensmittel, um unsere Miete zu zahlen und natürlich, um kräftig die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Verteilung des Geldes wird zunehmend zum Problem. Die Banken scheinen alles in den Rachen geworfen zu bekommen, während Schulen und Kindergärten vor sich hin schimmeln, Schwimmbäder verwaisen und Kultur ein abstraktes Luxusgut wird, das aus grauer Vorzeit zu stammen scheint.

    Der Journalist und Buchautor Paul Schreyer hat in seinem Buch „Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“ Spurensuche betrieben und erklärt nicht nur, wie unser heutiges Geldsystem entstanden ist. Er zeigt auch Wege auf, um das gravierende Verteilungsproblem zu beheben.

    In unserem Interview gehen wir Fragen wie diesen nach:

    Wer schöpft Geld?
    Wer hält die Fäden der Geldverteilung in der Hand?
    Haben Staaten überhaupt noch etwas zu sagen?
    Was genau ist die „Finanzagentur Deutschland GmbH“?
    Wie könnte es besser funktionieren?

    Ich habe mit Paul Schreyer über diese Fragen gesprochen, als fachkundiger Ökonom ist Jens Berger mit dabei.
    Zum Anhören einfach aufs Bild klicken.

    Schreyers Buch ist im Westendverlag erschienen

    sfER

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    Bild: torange.biz

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    Nerzfrauen decken auf: In China essen sie Tchibos

    geschrieben am 18. Dezember 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    445px-China_imperialism_cartoonSatire

    Jetzt ist es amtlich! In China essen sie nicht nur Hunde, sondern auch Tchibos. Das hat das Internetnetzwerk „nerzfrauen.org“ aufgedeckt. Die aus Müttern, Großmüttern, Urgroßmüttern und toten Ururgroßmüttern bestehende Vereinigung verschwörungspraktischer Frauen klagt nun vor dem Verwaltungsgericht Castrop-Rauxel gegen das Land mit der komischen Sprache. Nerzfrau-Chefin Doro Weia sagte irgendwann irgendwie jemandem, der es hören wollte: „Wir konnten es kaum glauben, aber die Chinesen verspeisen jeden Tag bis zu 4 Tchibos. Wir sind zwar mit den Chinesen im Gespräch, der Dialog fällt aber schwer wegen Sprachbarrieren.“ Den Artikel weiterlesen »

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    Wenn die Breite an der Spitze schmaler wird

    geschrieben am 29. September 2015 von Jens Berger

    sich nur 30 Prozent der Bevölkerung für Fußball interessieren, ist dieser Sport auf irgendeine Weise in unser aller Leben omnipräsent. Live-Übertragungen an jedem Wochentag auf einem der vielen Fernsehkanäle. Prominente Fußballspieler in jedem Werbeblock jedes Senders und jeder Zeitschrift. Keine Nachrichtensendung ohne irgendeine Meldung aus dem oder rund um das Medienspektakel Fußball. Man mag den Fußball lieben oder hassen, ihn aufregend, langweilig oder nervig finden – sich ihm völlig entziehen, vermag keiner von uns. Weder medial noch finanziell.

    Jens Berger widmet sich auf den 256 Seiten seines Buches „Der Kick des Geldes“ – nicht nur – der Deutschen liebstem Hobby, dem Fußball. Doch schnell wird klar, wenn Berger über Strategien und Taktiken schreibt, geht es weniger um Spielsysteme, Mannschaftsaufstellungen, kontrollierte Offensive oder Forechecking. Es dreht sich um ökonomische Strategien und Taktiken, die den Wirtschaftszweig Fußball immer fester im (Würge-)Griff haben. Denn der große Fußball ist immer weniger das, was gerade die Freunde des runden Leders in der Verträumtheit ihrer eigenen, fußballerischen Jugenderinnerungen oder aus den großen Erzählungen der Alten über Rahn und Puskás, Seeler und Pelé, Beckenbauer und Lato, ja selbst Matthäus und Maradona mit ihm verbinden. Damit hat das heutige Mega-Event Fußball nur noch am Rande gemein. Doppelpässe und Übersteiger, Dropkick- und Volleyschüsse bilden nur das schmückende Beiwerk, sie sind die Garnitur auf der Schlachteplatte Fußball. Fußball ist inzwischen nicht nur ein Spiel FÜR Milliarden – vor allem ist es auch ein Spiel MIT Milliarden.

    Jens Berger rollt das Geschäft mit und um den Fußball in seiner vollen Breite auf. Egal ob deutsche Bundesliga, englische Premier League, spanische Primera División, europäische Champions League oder FIFA-Weltmeisterschaft. Und er leuchtet in so ziemlich alle dunklen Ecken, die den Fußballsport allerorts umgeben. Nebenbei räumt er mit so manchem Mythos auf, der immer noch das Denken der Fans beherrscht. Die Zuschauer im Stadion als wichtigste Zielgruppe der Vereine? Nur ein Nebenprodukt. Fast noch wichtiger sind die Trikotverkäufe einzelner Fußballidole, die in der Spitze weltweit millionenhafte Auflagen erreichen. Sie beglücken damit zwar die jeweilige Ausrüsterfirma und auch den Verein mit Einnahmen in Millionenhöhe, die vielen Näherinnen in den Armutsregionen rund um den Globus hingegen sehen davon so gut wie nichts. Sie erhalten für ihre Arbeit nur ein paar Cent pro Schuh. Supermoderne Stadien, welche die Bundesligisten mit ihren Millionenetats selbst finanzieren? Weit gefehlt. Stattdessen lassen hohe Zuschüsse von Ländern oder ansonsten klammen Kommunen, Ausfall-Bürgschaften oder dubiose Kreislaufgeschäfte wie beim Kölner Stadion uns alle dafür bezahlen – ohne dies zu wollen, ja sogar ohne dies überhaupt zu wissen. Oder weiß der „gemeine Aachener von der Straße“ wirklich, wieviel Geld ihn persönlich der Bau und der Betrieb des „Tivoli“ gekostet hat und immer noch kostet?

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