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  • G7 und das Klima – die entscheidenden Themen wurden nicht angesprochen

    geschrieben am 10. Juni 2015 von Jens Berger

    Als sich die Mächtigen der Welt beim G7-Gipfel in Elmau über verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion stritten, ging es nicht um die Rettung der Welt. Es geht auch nicht um die unzähligen Menschen, die durch den Klimawandel, der irreversibel ist und auch von Frau Dr. Merkel nicht gestoppt werden kann, Schaden nehmen. Vor allem für Deutschland geht es beim Thema „Klimaschutz“ vor allem um den schnöden Mammon. G7 gegen Schwellenländer, Deutschland gegen alle. Die Umwelttechnologie ist ein gigantischer Markt mit einem Billionenvolumen – und Weltmarktführer ist Deutschland. Da wundert es kaum, warum in Deutschland der Klimawandel hysterischer als in anderen Ländern kommentiert wird. Bei all ihrem Geschachere um CO2-Reduktion verschenkt die Weltgemeinschaft dabei die Chance, die Folgen des Klimawandels wirklich zu minimieren.

    Die letzte Wachstumsbranche

    Schon heute arbeiten 1,2 Millionen Deutsche im Greentech-Sektor, wie Zahlen, die im Auftrag des Umweltministeriums erhoben worden, zeigen. Umwelttechnik ist damit noch vor dem Maschinenbau und der Automobilindustrie der wichtigste industrielle Sektor Deutschlands. Dieser Erfolg kommt nicht von irgendwo her. Rigide Umweltschutzgesetze und strenge Industrierichtlinien, kombiniert mit gigantischen Subventionen, haben aus den lila Latzhosen Schlipsträger gemacht und auch die Marktführer im Industriesektor in die Umwelttechnik getrieben. Der weltweit größte Greentech-Konzern ist mittlerweile Siemens, dessen Umweltsparte 19 Milliarden Euro umsetzt.

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    Fracking: Schönreden und totschweigen

    geschrieben am 17. November 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Hand-Stop-frackingBild: gegen-gasbohren.de

    Ist das Fracking auf dem Vormarsch in Deutschland? Noch vor ein paar Monaten hieß es fast unisono aus der Richtung der Bundesregierung, bis auf weiteres werde die umstrittene Technik hierzulande nicht zugelassen. Kurz darauf wurden erste Ausnahmen diskutiert. Jetzt soll eine sechsköpfige Kommission Bohrungen bis zu 3.000 Meter Tiefe analysieren. Kommt dabei „absolute Unbedenklichkeit“ heraus, ist der Weg wieder ein bisschen freier für den Weg in die Tiefen des Grundwassers.

    Wenn Kanzleramtsminister Peter Altmeier (CDU) sich mit dem Wirtschaftsflügel der Union zusammensetzt und Vertreter der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie zusammenkommen, darf man davon ausgehen, dass nicht über die Schönheit klarer Bäche oder die Reinheit deutschen Wassers gesprochen wird. Kommt zur Runde noch der Bundesverband der deutschen Industrie dazu, ahnt man, was die Stunde schlägt. Besonders wenn das Gesprächsthema Fracking heißt. Den Artikel weiterlesen »

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    Fracking: Husch, husch und … die Russen sind schuld

    geschrieben am 20. Juni 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Stop_frackingKommentar
    Foto: Linksblogs

    Sigmar Gabriel hat es eilig. Er will mal eben und so schnell wie möglich diese ganze Sache mit dem Fracking klarmachen. Der Zeitpunkt ist gut, denn ein Großteil der Menschen hat derzeit alle Hände voll zu tun, muss den WM-Spielplan zu studieren, Grillleckereien einzukaufen, Getränke kaltstellen und sich die Nächte um die Ohren hauen, um der Fußball Weltmeisterschaft zu folgen. Man könnte auch sagen: Alle Jahre wieder. Die Tatsache, das Gabriel jedoch die Gefahren des Frackings derart ausblendet, zeigt einmal mehr, dass dem Mann nicht mehr zu helfen ist. Einer kann es aber noch drastischer: Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Der macht kurzerhand die Russen für die Debatte um das Fracking verantwortlich. Den Artikel weiterlesen »

    342 Kommentare

    Ist Europas Energiesicherheit durch Russland oder durch die Ukraine bedroht?

    geschrieben am 18. Juni 2014 von Jens Berger

    Nachdem die Verhandlungen im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine einmal mehr gescheitert sind, hat Russland die Lieferungen in sein Nachbarland einstweilen eingestellt. Teile der deutschen Medien schwadronieren vor diesem Hintergrund wieder einmal von einem Gaskrieg gegen Europa und stellen die Russen als Aggressor dar. Doch dieses Bild hat mit der Realität nicht viel zu tun und läuft vor allem auf die Promotion der Förderung von Schiefergas – dem sogenannten „Fracking“ – hinaus.

    Stellen Sie sich bitte einmal folgende Situation vor: Sie teilen sich mit Ihrem Nachbarn ein Doppelhaus. Da das Haus früher nur von einer Partei bewohnt wurde, liegt der Hauptanschluss für den Strom jedoch im Keller ihres Nachbarn. Der Strom für Ihre Haushälfte zweigt vom Anschluss ihres Nachbarn ab – freilich haben Sie jedoch einen eigenen Zähler. Nun weigert sich Ihr Nachbar seit mehreren Monaten seinen Strom zu zahlen. Als Kompromiss bieten die Stadtwerke ihm an, die Altschulden zu stunden, dafür aber fortan nur noch gegen Vorkasse zu liefern. Ihr Nachbar lehnt diesen Kompromiss jedoch ab, worauf ihm der Strom abgestellt wird. Ihr Nachbar sitzt jedoch nun nicht im Dunkeln, sondern zweigt stattdessen den Strom, den er benötigt, von Ihrer Durchgangsleitung ab. Sollen Sie doch seinen Stromverbrauch bezahlen. Wer ist in diesem Szenario nun der Bösewicht? Der Stromversorger? Oder Ihr Nachbar?

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    Die Gewinner der Ukraine-Krise (Teil II)

    geschrieben am 14. Mai 2014 von Jens Berger

    Am Montag vermeldete der ukrainische Energiekonzern Burisma eine Personalie mit besonderer Bedeutung: Hunter Biden soll künftig als neues Vorstandsmitglied den Konzern in rechtlichen Fragen beraten und in internationalen Gremien vertreten. Hunter Biden ist der Sohn des US-Vizepräsidenten Joseph Biden und Burisma hat starke wirtschaftliche Interessen im Süden und Osten der Ukraine. Selbst im schmutzigen Öl- und Gasgeschäft kommt es selten vor, dass die politische Klasse derart schamlos persönliche Interessen verfolgt. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

    siehe dazu: Jens Berger – „Die Gewinner der Ukraine-Krise“

    Burisma wurde im Jahr 2002 gegründet und nahm während der Regierungszeit Julia Timoschenkos im Jahr 2006 seinen operativen Betrieb auf. Die Firma hat ihren Sitz in der zypriotischen Stadt Limassol. Über den eigentlichen Geschäftszweck dieses Unternehmens, das Förderlizenzen für Erdgas in drei ukrainischen Regionen besitzt, kann bestenfalls spekuliert werden. Die jüngere Geschichte der Ukraine ist reich an dubiosen Energieunternehmen, deren eigentlicher Zweck die Bereicherung von korrupten Politikern und hohen Beamten ist. Auch Julia Timoschenko baute ihren sagenhaften Reichtum mit dubiosen Gasgeschäfte mit ihrem – ebenfalls in Zypern registrierten – Unternehmen EESU auf.

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    Update:

    But, Burisma changed owners last year: instead of Zlochevsky and Lisin, the company was taken over by a Cypriot off-shore enterprise called Brociti Investments Ltd. Pari and Esko-Pivnich also changed their address: they moved from Kateryny Bilokur Street to 10a Rylyeyeva Stree in Kyiv. A third company was already waiting for them in the same building – the above-mentioned Ukrnaftoburinnya.
    If these three companies were brought together under one roof, it’s logical to assume that they were all owned by one person. At least “Slidstvo.Info” managed to find out the name of the owner of Ukrnaftoburinnya. According to the SMIDA state system, 90% of Ukrnaftoburinnya is owned by a Cypriot company, Deripon Commercial Ltd. With the help of our colleagues from the International Fund OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project), we learned who “derypons” the largest gas field in Ukraine.
    In fact, the end owner of Deripon Commercial Ltd. is a company based in the British Virgin Islands – Burrad Financial Corp. This company has often been involved in various financial schemes of the Privat Group and especially with Ihor Kolomoisky.
    Quelle: Anticorruption Action Center

    Glaubt man dem Anticorruption Action Center laufen die Fäden nun bei Igor Kolomoiski zusammen. Das ist eine weitere sehr interessante Personalie! Kolomoiski hat sich in den letzten Monaten massiv mit Putin überworfen und wurde von den „Pro-Westlern“ zum Gouverneur der Region Dnjepropetrowsk ernannt. Es ist sehr gut möglich, dass er die Amerikaner mit ins Boot geholt hat, um sich – gegen eine ordentliche Beteiligung von Biden und amerikanischen Fonds – als großen Krisengewinnler ins Spiel zu bringen. Fest steht, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt.

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