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  • Atomausstieg: Betrug des Jahrhunderts mit Ansage

    geschrieben am 26. Februar 2016 von Jens Berger

    Nächste Woche soll der Abschlussbericht der sogenannten Atomkommission vorgestellt werden. Wie üblich kursieren jedoch bereits Tage zuvor die wichtigsten Details in den Medien. Und diese Details sollten sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Wenn der „Kompromiss“ der Atomkommission Gesetz wird – und daran besteht kaum ein Zweifel – werden nicht die Atomkonzerne, sondern die Steuerzahler den Großteil der „Kosten für den Atomausstieg“ tragen … und bereits in dieser weit verbreiteten Formulierung steckt ein elementarer Denkfehler. Die nun anfallenden Kosten sind nicht durch den Ausstieg, sondern durch den Einstieg und den jahrzehntelangen Betrieb entstanden und wurden – was stets verschwiegen wird – schon längst vom Steuerzahler und vom Stromkunden, also von uns, über die Stromrechnung bezahlt. Nun werden wir also doppelt und dreifach zur Kasse gebeten. Und um wie viel Geld geht es? Um rund 70 Milliarden Euro! Dies entspricht in der Summe der maximalen Haftung des deutschen Steuerzahlers für die griechischen Staatsschulden. Große Probleme scheinen die Medien mit diesem Jahrhundertbetrug jedoch nicht zu haben. Immerhin kämen die Versorger ansonsten in „arge Bedrängnis“ und das geht natürlich gar nicht.

    Zu den hartnäckigsten Mythen der Atomkraft gehört die Mär vom billigen Atomstrom. Atomstrom ist nicht billig und war es auch noch nie. Bis heute gibt es kein einziges Atomkraftwerk, das ohne massive staatliche Subventionen in einem Umfeld des freien Wettbewerbs am Strommarkt gebaut wurde. Atomstrom ist nun einmal nicht nur ökologisch, sondern auch vor allem ökonomisch eine einzige Katastrophe. Vereinfacht kann man sagen, dass ein Atomkraftwerk in der Planungs- und Bauphase extrem teuer ist, sich dann dank vergleichsweise geringer Brennstoffkosten preiswert betreiben lässt und dann am Ende seiner Laufzeit noch einmal extrem teuer wird – nämlich dann, wenn Kraftwerk und Meiler zurückgebaut werden und sämtliche strahlenden Überreste entsorgt werden müssen. Wie kommt es dann, dass sich ein Atomkraftwerk für den Betreiber dennoch rechnen kann?

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    Jens Berger im RT Deutsch-Interview: Ölpreis im freien Fall – Wer profitiert?

    geschrieben am 28. Januar 2016 von Jens Berger

    Der Preis für Rohöl ist seit Mitte 2014 um mehr als 76 Prozent gefallen. Für viele erdölexportierenden Länder sind Erlöse aus dem Ölverkauf für den Ausgleich des Staatshaushalts existenziell. Zahlreiche Ölkonzerne erwirtschaften momentan keine Gewinne. Ob diese Entwicklung Gefahren in sich birgt, wer für den sinkenden Ölpreis verantwortlich ist und wer von der Lage profitiert, überprüft RT-Reporter Nicolaj Gericke. Er sprach mit dem Publizisten und Redakteur der NachDenkSeiten Jens Berger über die Situation auf den internationalen Ölmärkten.

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    Der Fluch des billigen Öls

    geschrieben am 20. Januar 2016 von Jens Berger

    Der Preis für Rohöl ist seit Mitte 2014 um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Die Internationale Energieagentur IEA spricht bereits davon, dass die Welt in billigem Öl ertrinke und sieht auch für das kommende Jahr keine Trendwende. In der Tat klaffen momentan Angebot und Nachfrage auseinander. Geopolitisch bedeutet diese Ölschwemme jedoch große Risiken. Einstweilen können sich vor allem die USA und China freuen, während die großen Ölexporteure vor unlösbaren Problemen stehen, die im schlimmsten Falle zu Chaos und Kriegen führen könnten. Die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos, da der Preis gemäß den Regeln der Ökonomie ja auch irgendwann mal wieder steigen wird.

    Wenn es einer Erklärung für den rapiden Verfall des Ölpreises bedarf, dann liefert ihn die IEA in ihrem aktuellen Marktbericht: Demnach ist die Nachfrage für Öl im dritten Quartal 2015 um durchschnittlich 2,1 Millionen Barrel und im vierten Quartal um 1,0 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Angebot ist jedoch im letzten Jahr um 2,6 Millionen Barrel pro Tag angewachsen. Angebot und Nachfrage klaffen also immer weiter auseinander. Der ökonomischen Logik zufolge müssen dann auch die Preise sinken und genau dies ist momentan zu beobachten. Während auf der Nachfrageseite für die mittlere Zukunft keine plausiblen Änderungen am Markt zu erwarten sind, wird der Wegfall der Iran-Sanktionen die Angebotsseite noch weiter ansteigen lassen. Im jetzigen Quartal will Iran seinen Ölexport um 0,5 Millionen Barrel pro Tag steigern; mittelfristig sollen es sogar 1,0 Millionen Barrel pro Tag werden. Wen wundert es da, dass selbst seriöse Analysten bereits einen Ölpreis von unter 20 US$ pro Barrel prognostizieren.

    Wer ist verantwortlich für den Preisverfall?

    Sowohl in den Finanzzeitungen als auch im Internet kursieren zahlreiche Gerüchte, wer denn nun die Verantwortung für den Preisverfall trägt. Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen rangiert dabei Saudi-Arabien, das angeblich durch niedrige Ölpreise die Fracking-Konkurrenz in den USA vernichten will. Doch diese Erklärung greift bei näherer Betrachtung nicht. Saudi-Arabien ist als der einzige Swing-Produzent der OPEC bekannt – also das einzige Land, dass seine Förderung bei Bedarf nicht nur nach unten, sondern auch nach oben anpassen kann. Die Experten sind sich uneins darüber, ob das wirklich stimmt. Fest steht jedoch, das Saudi-Arabien seit Jahren die Förderhähne ganz weit offen hat, also nicht für die Ausweitung des Angebots verantwortlich sein kann. Hauptverantwortlich ist vielmehr das vermeintliche „Opfer“ der Saudis – die amerikanischen Fracker. In den letzten zehn Jahren hat sich die US-Ölförderungen vor allem aufgrund der Schieferölförderung von rund 5 Millionen Barrel pro Tag auf heute rund 9 Millionen Barrel pro Tag fast verdoppelt.

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    G7 und das Klima – die entscheidenden Themen wurden nicht angesprochen

    geschrieben am 10. Juni 2015 von Jens Berger

    Als sich die Mächtigen der Welt beim G7-Gipfel in Elmau über verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion stritten, ging es nicht um die Rettung der Welt. Es geht auch nicht um die unzähligen Menschen, die durch den Klimawandel, der irreversibel ist und auch von Frau Dr. Merkel nicht gestoppt werden kann, Schaden nehmen. Vor allem für Deutschland geht es beim Thema „Klimaschutz“ vor allem um den schnöden Mammon. G7 gegen Schwellenländer, Deutschland gegen alle. Die Umwelttechnologie ist ein gigantischer Markt mit einem Billionenvolumen – und Weltmarktführer ist Deutschland. Da wundert es kaum, warum in Deutschland der Klimawandel hysterischer als in anderen Ländern kommentiert wird. Bei all ihrem Geschachere um CO2-Reduktion verschenkt die Weltgemeinschaft dabei die Chance, die Folgen des Klimawandels wirklich zu minimieren.

    Die letzte Wachstumsbranche

    Schon heute arbeiten 1,2 Millionen Deutsche im Greentech-Sektor, wie Zahlen, die im Auftrag des Umweltministeriums erhoben worden, zeigen. Umwelttechnik ist damit noch vor dem Maschinenbau und der Automobilindustrie der wichtigste industrielle Sektor Deutschlands. Dieser Erfolg kommt nicht von irgendwo her. Rigide Umweltschutzgesetze und strenge Industrierichtlinien, kombiniert mit gigantischen Subventionen, haben aus den lila Latzhosen Schlipsträger gemacht und auch die Marktführer im Industriesektor in die Umwelttechnik getrieben. Der weltweit größte Greentech-Konzern ist mittlerweile Siemens, dessen Umweltsparte 19 Milliarden Euro umsetzt.

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    Fracking: Schönreden und totschweigen

    geschrieben am 17. November 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Hand-Stop-frackingBild: gegen-gasbohren.de

    Ist das Fracking auf dem Vormarsch in Deutschland? Noch vor ein paar Monaten hieß es fast unisono aus der Richtung der Bundesregierung, bis auf weiteres werde die umstrittene Technik hierzulande nicht zugelassen. Kurz darauf wurden erste Ausnahmen diskutiert. Jetzt soll eine sechsköpfige Kommission Bohrungen bis zu 3.000 Meter Tiefe analysieren. Kommt dabei „absolute Unbedenklichkeit“ heraus, ist der Weg wieder ein bisschen freier für den Weg in die Tiefen des Grundwassers.

    Wenn Kanzleramtsminister Peter Altmeier (CDU) sich mit dem Wirtschaftsflügel der Union zusammensetzt und Vertreter der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie zusammenkommen, darf man davon ausgehen, dass nicht über die Schönheit klarer Bäche oder die Reinheit deutschen Wassers gesprochen wird. Kommt zur Runde noch der Bundesverband der deutschen Industrie dazu, ahnt man, was die Stunde schlägt. Besonders wenn das Gesprächsthema Fracking heißt. Den Artikel weiterlesen »

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