Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Hangout mit Brüssel und die EU ohne Austeritätspolitik

    geschrieben am 19. März 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    1Euro

    Ich war zu einem Hangout mit Brüssel eingeladen, auf dem es eigentlich um Wege aus der europäischen Krise gehen sollte. Die Veranstaltung entwickelte sich allerdings gänzlich anders.
    Wer sich die Debatte antun möchte, kann das jetzt hier tun (wobei ich glaube, dass diese Live-Fassung demnächst gegen einen Zusammenschnitt ausgetauscht wird).

    Interessant: Laut Werner Langen von der Europäischen Volkspartei gibt es in Europa keine Austeritätspolitik!
    Völlig neue Erkenntnisse also.

    Brüssel

    25 Kommentare

    Ukraine: Das System frisst sich durch

    geschrieben am 05. März 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Eigentlich ist es längst klar: Das westliche Kapital frisst sich durch die Ukraine. Es ist hungrig, weil das in seiner Natur liegt. Es will Expansion und Ausbeutung, es ist gierig nach mehr, riecht einen neuen Markt, der ausgeweidet werden muss, bis die Innereien leblos verstreut herumliegen. Daran ist nichts Schönes, nichts Edles, und mit herzensguter Demokratie und wahrer Menschenliebe hat das auch nichts zu tun. Das Kapital ist wieder einmal in ein Land einmarschiert. Nicht mit Panzern, der Marine oder Bodentruppen. Es reichte, die Unzufriedenheit vieler Menschen zu erkennen, gleichzeitig gezielt gewisse Kräfte finanziell zu unterstützen und aus ihnen eine „Opposition“ zu machen. Die ist zwar zwischenzeitlich der Kontrolle entglitten, aber Veränderungen – Revolutionen – haben solche Unwägbarkeiten immer inne. Das gehört dazu. Den Artikel weiterlesen »

    237 Kommentare

    Rein oder raus?

    geschrieben am 26. Februar 2014 von Jens Berger

    Eigentlich ist es ja ungerecht, Markus Lanz für seine hochnotpeinliche Befragung der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu kritisieren. Letztlich hat der kleine Markus doch nur nachgemacht, was er in den großen Qualitätszeitungen und von der großen Politik aufgeschnappt hat: Kritiker der europäischen Politik werden als Antieuropäer gebrandmarkt und wer es wagt, an der herrschenden Eurorettungspolitik zu zweifeln, will raus aus dem Euro. Vom vergifteten Diskussionsklima mit seinen Denkverboten profitieren am Ende jedoch nur die Rechtspopulisten.

    Kann man ernsthaft für ein Europa sein, dass es seit fünf Jahren nicht geschafft hat, die Folgen der Finanzkrise in den Griff zu bekommen? Für ein Europa, dass die Jungend in einigen seiner Länder am ausgestreckten Arm verhungern und in der Massenarbeitslosigkeit verharren lässt? Ist ein Europa, in dem nicht die Menschen, sondern die Konzerne die Politik bestimmen, wirklich wünschenswert? Wer all diese Fragen für populistisch oder gar ketzerisch hält, ist damit nicht nur ausreichend qualifiziert, um beim ZDF einen Boulevardtalk zu übernehmen, sondern auch nach herrschender Vorstellung ein guter Europäer. Gute Europäer stellen nämlich keine Fragen, vor allem keine kritischen. Im Umkehrschluss dürfen sich die Fragenden, die Kritiker und die Zweifler das Label „Europagegner“ auf die Stirn kleben.

    Noch vergifteter ist das Diskussionsklima nur beim Thema Gemeinschaftswährung. Zwar konnte der Flächenbrand durch die unkonventionellen Maßnahmen der EZB einstweilen eingedämmt werden, dennoch wird wohl nicht einmal ein Jungunionist mit der rosarotesten aller rosaroten Brillen ernsthaft bezweifeln, dass die grundlegenden Probleme nur aufgeschoben aber nicht aufgeboben wurden. Ohne die künstliche Finanzmarktbeatmung der EZB würden die Zinsen für europäische Staatsanleihen wieder zu alten Höchstwerten zurückkehren – nur dass die Gesamtverschuldung heute noch höher als zu Beginn der Eurokrise ist. Und von den Handelsungleichgewichten, die zu den realwirtschaftlichen Auslösern der Eurokrise zählen will ich hier gar nicht anfangen. Soll man davor die Augen schließen und das Denken durch den Glauben ersetzen? Dann wäre der Euro ein Glaubensbekenntnis. Ich glaube an die jungfräuliche Geburt, die heilige Dreifaltigkeit und die grundsolide Gemeinschaftswährung. Wer daran Zweifel hegt, ist ein Ketzer und gehört auf den Scheiterhaufen. Rein oder raus? Ich frage sie noch einmal: Rein oder raus?

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    56 Kommentare

    Von Hartz IV für Rumänen, der bösen EU und niederen deutschen Instinkten

    geschrieben am 10. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Als SPIEGEL ONLINE auf Facebook titelte „Einschätzung der EU-Kommission: Arbeitslose Ausländer haben Anspruch auf Hartz IV“, dauerte es nicht lange, bis die Kommentarfelder mit erbosten Wutausbrüchen gefüllt wurden. Einer beklagte: „Klar! Und Begrüßungsgeld. Und eine Grundausstattung für die erste Wohnung. Und eine Familienmonatskarte für den ÖPNV. Und ein Auto. Und Tankgutscheine. Und…“.
    Ein anderer meinte: „Super, gehen wir mal fröhlich für die ganze EU arbeiten. Das motiviert…“.
    Es gab noch mehr Kommentare, und die meisten waren sich einig, wie schrecklich das ist, dass wir armen Deutschen ganz Europa „füttern“ müssen und dass – Zitat – „denen noch leichter unser Geld in den Arsch gesteckt“ werden soll. „Unfassbar“ sei das.

    Das stimmt. Es ist unfassbar, mit welcher Großkotzigkeit und Arroganz die Meinung vorherrscht, wir würden ganz Europa versorgen. Es ist unfassbar, wie mit aufreizender Ignoranz übersehen wird, dass Deutschland einen gehörigen Anteil an der wirtschaftlichen Schieflage zahlreicher europäischer Länder hat. Unfassbar auch, dass wir seit Jahren auf Teufel komm raus exportieren, ohne die negativen Folgen dieser Politik auf das europäische Ausland zu bedenken. Es ist nicht zu fassen, dass wir hierzulande unterirdische Löhne zahlen und andere Länder gleichzeitig ausbluten. Den Artikel weiterlesen »

    244 Kommentare

    Unsere Armut gehört uns!

    geschrieben am 06. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik: Satire

    Unsere Armut gehört uns

    Dieser Satz stammt selbstverständlich (?) nicht von Horst Seehofer. Er entsprang meiner verstörten Phantasie.

    62 Kommentare

    Seite 1 von 271234...1020...Letzte »