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  • Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte

    geschrieben am 06. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    GeldGeld ist der Stoff, aus dem das alltägliche Leben gemacht ist. Wir brauchen es für Lebensmittel, um unsere Miete zu zahlen und natürlich, um kräftig die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Verteilung des Geldes wird zunehmend zum Problem. Die Banken scheinen alles in den Rachen geworfen zu bekommen, während Schulen und Kindergärten vor sich hin schimmeln, Schwimmbäder verwaisen und Kultur ein abstraktes Luxusgut wird, das aus grauer Vorzeit zu stammen scheint.

    Der Journalist und Buchautor Paul Schreyer hat in seinem Buch „Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“ Spurensuche betrieben und erklärt nicht nur, wie unser heutiges Geldsystem entstanden ist. Er zeigt auch Wege auf, um das gravierende Verteilungsproblem zu beheben.

    In unserem Interview gehen wir Fragen wie diesen nach:

    Wer schöpft Geld?
    Wer hält die Fäden der Geldverteilung in der Hand?
    Haben Staaten überhaupt noch etwas zu sagen?
    Was genau ist die „Finanzagentur Deutschland GmbH“?
    Wie könnte es besser funktionieren?

    Ich habe mit Paul Schreyer über diese Fragen gesprochen, als fachkundiger Ökonom ist Jens Berger mit dabei.
    Zum Anhören einfach aufs Bild klicken.

    Schreyers Buch ist im Westendverlag erschienen

    sfER

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    Bild: torange.biz

    229 Kommentare

    Die Brexit-Debatte und die europäische Sinnkrise

    geschrieben am 24. Februar 2016 von Jens Berger

    Vordergründig ging es am letzten Wochenende in Brüssel um Sonderrechte, die sich Großbritannien einmal mehr von der EU garantieren lässt. Ihr räumt uns diese Sonderrechte ein und wir empfehlen unserem Volk beim anstehenden Referendum für den Verbleib in der EU zu stimmen, so das Angebot, dass Kontinentaleuropa offenbar nicht ablehnen konnte oder wollte. Warum eigentlich? Wäre es nicht besser gewesen, „farewell“ zu sagen und die Briten ihren eigenen Weg gehen zu lassen? Nicht erst seit dem letzten Wochenende steht fest, dass Europa sich in einer schweren Sinnkrise befindet. Die alten Visionen sind weggeweht, Kleinkrämerei und nationale Egoismen diktieren die Agenda. Doch diese Entwicklung war vorhersehbar und Deutschland trägt daran eine gehörige Mitverantwortung.

    1973 trat Großbritannien der EU bei, die damals noch ihren ehrlicheren Namen „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)“ trug. Zwei Jahre später gab es bereits das erste Referendum über den Verbleib in der EWG, das die Pro-Europa-Seite mit einer satten Zwei-Drittel-Mehrheit gewinnen konnte. Seitdem Großbritannien Mitglied der EU bzw. ihrer Vorgänger ist, bezieht vor allem der konservative Flügel britischer Politik einen Teil seiner Daseinsberechtigung aus der Schelte auf Brüssel und großspurigen „Nachverhandlungen“ im Rahmen des EU-Haushalts. Wer erinnert sich mehr an das stur dahinkrakeelte „I want my money back!“ der Eisernen Lady Margaret Thatcher? Und um was geht es heute? Camerons großer Anti-EU-Hammer sind die Kindergeldzahlungen an EU-Bürger, die selbst in Großbritannien, aber deren Kinder im preiswerteren EU-Ausland leben; mithin betrifft dies laut Financial Times 30.000 Kinder, es geht um maximal 25 Millionen Euro pro Jahr. Auch hier: Kleinkrämerei!

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    134 Kommentare

    Flüchtlingspolitik: Lösungen oder Ausweglosigkeit?

    geschrieben am 26. Januar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    solution-488976_960_720Gibt es überhaupt eine Lösung in der Flüchtlingsfrage, die humanitären Denkansätzen gerecht werden kann? Derzeit sind die Kritiker der aktuellen Flüchtlingspolitik zumindest mit den auf den ersten Blick besseren Argumenten ausgestattet. Die Grenzen dicht zu machen, ist sehr konkret und klingt für alle, die es hören wollen, naheliegend. Gegenargumente fallen dagegen oft schwammig aus und beziehen sich auf Grundsätzliches. Was wenig überzeugend wirkt.

    Die Flüchtlingsdebatte spaltet die Republik. In wie viele Teile, darüber mag man geteilter Meinung sein. Aber zwei Fraktionen gibt es mindestens: die eine, die den Flüchtlingen verständnisvoll und zugewandt begegnet und sicher ist, dass es – unabhängig von der Zahl der aufgenommenen Menschen – schon irgendwie gehen wird. Und die andere, die – nicht erst seit Köln – hilfesuchenden Menschen eine generelle Bereitschaft zum Schmarotzertum, zur Kriminalität und ein völlig verstörendes Bild von Frauen unterstellt.
    Doch wie könnte ein Lösungsansatz aussehen? Den Artikel weiterlesen »

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    Sollen wir die Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze erschießen oder doch lieber weiter südlich im Mittelmeer ertränken?

    geschrieben am 18. Januar 2016 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    4-0-1-2-0-0Seit dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms im vergangenen Sommer wird immer wieder gefordert, die Grenzen zu schließen sowie eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen einzuführen. Es bleibt jedoch in beiden Fällen regelmäßig offen, wie dies geschehen soll. Es geht nicht. Weder lassen sich Grenzen schließen, wenn sich 3.000 Flüchtlinge pro Tag auf die Grenzen zubewegen, noch kann man nach Erreichen einer angedachten Obergrenze einfach sagen, jetzt wartet mal bis nächstes Jahr.

    Auch wenn in Mitteleuropa gerne erzählt wird, die Menschen seien auf der Flucht vor dem Islamischen Staat, ist dies bestenfalls die halbe Wahrheit. Die Menschen sind auf der Flucht vor Armut und Perspektivlosigkeit in Ländern, deren historisch gewachsenen Strukturen durch die Demokratisierungsambitionen der von westlichen Militärs geformten Weltgemeinschaft zerbombt wurden. Den Artikel weiterlesen »

    179 Kommentare

    Frauke Petry: Die neue Chance der AfD

    geschrieben am 02. November 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Tom Dräscher via Wikimedia CommonsSeit Bernd Lucke die Partei verlassen hat, stellt sich die AfD neu auf. Frauke Petry hält das Ruder in der Hand und reibt Bürgern Sand in die Augen. Mit Erfolg. Die Zahl der Parteimitglieder und der potenziellen Wählerstimmen wächst.

    Peter Schlobinski, der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache, hält nicht viel von Generalisierungen. “Man darf nicht die gesamte AfD über einen Kamm scheren, doch einzelne Mitglieder pflegen eine auffällige Nazi-Rhetorik. Der Rhythmus, das sprachliche Diktum, die Emotionalisierung – es gibt einiges, was stark an die NSDAP-Sprache angelehnt ist.
    In erster Linie meint Schlobinkski damit wohl Björn Höcke, der seine Botschaften sprachlich so radikal zum Ausdruck bringt, dass sogar die Hardliner in der AfD selbst schlucken müssen, zumindest dem äußeren Eindruck nach. Sicher sind Generalisierungen meistens problematisch, im Fall der AfD allerdings muss man das differenzieren. Eine Partei steht schließlich immer auch für grundsätzliche Werte. Jeder, der beispielsweise die Abkehr der SPD von sozialdemokratischen Inhalten beklagt, würde nicht auf die Idee kommen, diesen Vorwurf jedem Parteimitglied einzeln zu machen. An der Richtung der Partei – und der Kritik daran – ändert das aber nichts. Daher ist es durchaus zulässig, von „der“ AfD zu sprechen. Den Artikel weiterlesen »

    109 Kommentare
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