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  • Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte

    geschrieben am 06. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    GeldGeld ist der Stoff, aus dem das alltägliche Leben gemacht ist. Wir brauchen es für Lebensmittel, um unsere Miete zu zahlen und natürlich, um kräftig die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Verteilung des Geldes wird zunehmend zum Problem. Die Banken scheinen alles in den Rachen geworfen zu bekommen, während Schulen und Kindergärten vor sich hin schimmeln, Schwimmbäder verwaisen und Kultur ein abstraktes Luxusgut wird, das aus grauer Vorzeit zu stammen scheint.

    Der Journalist und Buchautor Paul Schreyer hat in seinem Buch „Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“ Spurensuche betrieben und erklärt nicht nur, wie unser heutiges Geldsystem entstanden ist. Er zeigt auch Wege auf, um das gravierende Verteilungsproblem zu beheben.

    In unserem Interview gehen wir Fragen wie diesen nach:

    Wer schöpft Geld?
    Wer hält die Fäden der Geldverteilung in der Hand?
    Haben Staaten überhaupt noch etwas zu sagen?
    Was genau ist die „Finanzagentur Deutschland GmbH“?
    Wie könnte es besser funktionieren?

    Ich habe mit Paul Schreyer über diese Fragen gesprochen, als fachkundiger Ökonom ist Jens Berger mit dabei.
    Zum Anhören einfach aufs Bild klicken.

    Schreyers Buch ist im Westendverlag erschienen

    sfER

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    Bild: torange.biz

    229 Kommentare

    Private Krankenversicherung: System der Selbstzerstörung

    geschrieben am 04. März 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    pkvDie private Krankenversicherung erhöht mal wieder ihre Beiträge. Die Versicherten haben kaum Chancen, dieser Kostenfalle zu entkommen, denn der Wechsel wieder zurück ins gesetzliche System ist bewusst steinig gestaltet. Wer sich aus der Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verabschiedet hat, soll nicht einfach wieder zurück dürfen. Für viele Privatversicherte bedeutet das den Weg in die finanzielle Katastrophe.

    In seinem Gastkommentar vom 3. März beschreibt Gunther Hirschbiegel, dass die privaten Krankenversicherungen (PKV) nicht nur ihre Beiträge um schmerzhafte 130,- Euro bzw. knapp 8 Prozent erhöhen wollen. Er zeigt auch auf, dass aufgrund der Beitragsentwicklung die Versicherten der PKV im Alter auf eine Notfallversorgung zusteuern, die kaum noch Behandlungen zulässt. Die Leistungen des Basistarifs oder gar des Notfalltarifs beschränken sich auf plumpe Symptombekämpfung in Form von bunten Pillen. Was das für die künftige Gesundheitsversorgung bedeutet, kann man sich an fünf Fingern abzählen. Doch die Entwicklung in der PKV hat nicht nur mit der miesen Lage am Finanzmarkt zu tun. Die Versicherer arbeiten mit einem System, das überhaupt nicht funktionieren kann.
    Ich habe einige Jahre in der Branche gearbeitet, zunächst für die DKV, später für einen Makler.

    Leben am Hörer

    Der Arbeitsalltag eines Versicherungsverkäufers (nicht Beraters!) läuft auf das Telefon hinaus. Inzwischen sicher auch auf das Beschaffen von Leads, also Daten von potenziellen Kunden aus dem Netz, die sich hier oder da angemeldet und Interesse an einer PKV signalisiert haben. Zu meiner Zeit gab es so etwas kaum, und wenn, dann waren die angebotenen Datensätze extrem teuer. Das hat sich nur gerechnet, wenn aus einem Termin ein Abschluss wurde. Oder, anders ausgedrückt: wenn die Abschlüsse in einem rentablen Verhältnis zu den eingekauften Leads standen. Das ist für den Verkäufer alles andere als risikolos, also nahm das Telefon die favorisierte Rolle bei der Kundensuche ein. Den Artikel weiterlesen »

    145 Kommentare

    Clausnitz und die Frage: Sind alle Sachsen Nazis?

    geschrieben am 22. Februar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    hass-6c05ed49-eb18-4a87-8338-708214937f73Kommentar

    Ziemlich bescheuert, diese Frage, oder? Allen Sachsen zu unterstellen, sie seien Nazis, ist genauso destruktiv und schwachsinnig, wie allen Fluchtsuchenden vorzuwerfen, sie seien Kriminelle. Trotzdem passiert genau das derzeit. Offenbar geht die Fähigkeit zu differenzieren und Situationen individuell zu betrachten, gerade vollends verloren, und zwar auf beiden Seiten. Aber das ändert nichts daran, dass es eine Seite gibt, die erbarmungslos auf Flucht suchende Menschen loszugehen bereit ist. Und für diese Seite ist Verständnis inzwischen das Falscheste, was es geben kann.

    Nachdem in Clausnitz eine Horde Demonstranten ankommende Flüchtlinge in einem Bus massiv beschimpft und bedrängt hat, wird jetzt diskutiert, wie das zustande kam, darüber, welche Rolle die Polizei dabei spielte (die immerhin gewaltsam ein Kind aus dem Bus gezerrt hatte) und ob die Flüchtlinge selbst die Eskalation durch ihr Verhalten provoziert hätten. Letzteres ist an Dreistigkeit und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Den Artikel weiterlesen »

    428 Kommentare

    Gebt uns Euer Geld, auf Eure Spende kommt es an!

    geschrieben am 02. Dezember 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Die ganz treuen Leser werden es bemerkt haben: in diesem Jahr haben wir insgesamt weniger beim Spiegelfechter geschrieben als beispielsweise 2014.

    Wie kommt das? Liegen wir meist faul in der Gegend rum, spielen mit unseren iPhones (oder anderem neumodischem Kram) und lassen den Lieben Gott einen guten Mann sein? Nein, keinesfalls! Wir sind fleißig wie die Bienen, müssen aber auch Geld verdienen und schreiben daher vornehmlich dort, wo Bargeld lacht (freuen wir uns darüber, so lange es noch Bargeld gibt).

    In unserer Brust schlagen zwei Herzen: einerseits spüren wir die wirtschaftlichen Pulsschläge in unseren Adern, die uns regelmäßig daran erinnern, dass wir Brötchen und Butter und Marmelade und all diese Dinge kaufen müssen.

    Andererseits wollen wir den zahlreichen Fans und Freunden des Spiegelfechters natürlich auch eine Freude machen und ganz tolle, anspruchsvolle und ausgewogene Artikel schreiben … Moment, nein, ausgewogen wollen wir ja gar nicht sein, schließlich haben wir eine Meinung, hinter der wir auch stehen!

    Wie auch immer, in diesem Jahr wollen wir Euch mal wieder mit einem vorweihnachtlichen Spendenaufruf beglücken. Wann, wenn nicht zur Weihnachtszeit , stehen unsere Chancen besser, etwas von Euren Talern abzustauben?

    Wie Ihr oben schon gesehen habt, könnt Ihr einfach PayPal nutzen, um uns eine kleine Freude zu machen. Wenn Ihr aber eher Freunde der klassischen Überweisung seid, schreibt einfach an unsere Mailadresse „redaktion@spiegelfechter.com“ eine kleine Mitteilung mit dem Betreff „Her mit der Kontoverbindung!“

    Wenn wir mit dem Zählen des Geldes fertig sind (wir hoffen natürlich, dass das ordentlich lange dauert), werden wir im kommenden Jahr versuchen, wieder mehr Artikel zu publizieren.

    Um es mit einem großen deutschen Politiker zu sagen (immerhin 1,93 m, da kann man schon von echter Größe sprechen): Ehrenwort!

    DANKE sagen wir schon jetzt, und zwar aus vollem Herzen
    Tom und Jens

    32 Kommentare

    James Dean und der Poker um Griechenland

    geschrieben am 15. Juni 2015 von Jens Berger

    In den Verhandlungen zwischen Griechenland und der „Brüsseler Gruppe“ bleiben die beiden Kontrahenten auf ihrem Kollisionskurs. Wenn sich die Finanzminister der Eurozone am Donnerstag treffen, könnte es zum Frontalzusammenstoß kommen. Man kann zwar davon ausgehen, dass beide Seiten darauf aus sind, dies zu vermeiden – eine Prognose, wie die jüngste Zuspitzung der Krise ausgehen wird, ist jedoch nahezu unmöglich. Die Verhandlungsstrategie beider Seiten wird nämlich offensichtlich von der Spieltheorie bestimmt. Die Troika und Griechenland spielen das Chicken Game (auf deutsch: „Feiglingsspiel“) und sind mittlerweile in ihren eigenen spieltheoretischen Strategien derart gefangen, dass eine Katastrophe keineswegs mehr auszuschließen ist. Oder ist das genau die Strategie, mit der beide Seiten das Spiel gewinnen wollen?

    Wenn Sie jemals den Filmklassiker „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ (orig.: „Rebel Without a Cause“ gesehen haben sollten, können Sie sich sicherlich an die wohl berühmteste Szene des Films erinnern: James Dean und sein Kontrahent rasen in gestohlenen Autos auf den Rand einer Klippe zu. Wer zuletzt aus dem Wagen springt, ist bei dieser Mutprobe der Feigling. Im Film gewinnt James Dean, weil sein Kontrahent mit dem Jackenärmel am Türgriff hängen bleibt und so in den Tod stürzt. Die Mutprobe hat er damit jedoch verloren. Was in Nicolas Rays Film von 1955 in den Kinos gezeigt wurde, ist eine Variante der Spieltheorie, die wenige Jahre zuvor zunächst die Wissenschaft eroberte und während des Kalten Krieges zur nuklearen Globalstrategie der beiden Supermächte werden sollte.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    198 Kommentare
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