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  • Ein Brief aus Frankreich

    geschrieben am 07. Dezember 2015 von Jens Berger

    Der Sozialwissenschaftler Götz Eisenberg, den sicher viele Spiegelfechter-Leser von seinen tollen Artikeln auf den NachDenkSeiten kennen, hat einen Brief von der in Frankreich lebenden Schriftstellerin Birgit Vanderbeke bekommen. Götz Eisenberg und Birgit Vanderbeke haben uns die Erlaubnis erteilt, diesen spannenden Text bei uns abzudrucken. Viel Spaß beim Vermehren der gewonnen Einsichten.

    Lieber Götz Eisenberg,

    hier haben wir also den Ausnahmezustand, der zunächst nur für drei Monate beschlossen wurde, inzwischen aber für sechs weitere Monate gelten soll und sich scheußlich anfühlt.

    Morgen sind Regionalwahlen, und ab übermorgen wird flächendeckend der Front National in die Verwaltungen einziehen, die sich mit allen möglichen Themen der französischen Infrastruktur zu befassen haben, nur ausgerechnet nicht mit der „nationalen Sicherheit“.

    Zu diesem Thema habe ich mir die letzten Wochen heftig den Kopf zerbrochen, einfach um herauszukriegen, was genau passiert ist, und ich bin zu folgender Diagnose der Wirklichkeit gekommen:

    Am 13. November haben ein paar junge Männer aus den französischen Banlieues und einem Brüssler „Problem“-Vorort in Paris ein Massaker angerichtet (zwei der im Bataclan Getöteten waren Freunde unseres Sohnes, sie waren mit ihrem vierjährigen Kind und der Großmutter im Konzert gewesen, und alle drei Erwachsenen sind erschossen worden, das Kind wurde vier (!) Stunden nach dem Attentat lebendig unter den Leichen seiner Angehörigen entdeckt).

    Die jungen Männer hatten Kontakt zum Daesh, der vorwiegend im Irak, in Syrien und im Libanon unterwegs ist und unter anderem von Freunden der westlichen Welt, also Frankreichs, Europas sowie der USA finanziert wird, nämlich von Saudi-Arabien und Katar, außerdem indirekt von der Türkei, die seine Rohöl-Exporte ermöglicht.

    Frankreich wurde Minuten nach dem Attentat in den Kriegszustand versetzt (natürlich nicht gegen seine Vororte, mit denen es allerdings Krieg führt, wenngleich einen, der nicht erklärt worden ist), verstärkt seine militärischen Operationen in Syrien und bittet andere europäische Länder um Beistand, woraufhin Deutschland in nachbarschaftlicher Solidarität eine militärische Unterstützung für den Krieg in Mali anbietet (das war noch vor dem Radisson-Attentat). Das klingt logisch, weil alles, was in Pariser Vororten geplant wird, unmittelbar mit Mali zusammenhängt. In Mali gibt es außer Gold, vermutlich Öl, Uran und seltenen Erden leider nichts zu holen, also handelt es sich dort um einen heldenhaften Krieg um westliche Werte seitens der Franzosen, der unbedingt unterstützenswert ist.

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    63 Kommentare

    Joachim Gauck soll Verteidigungsminister, Außenminister und Bundespräsident werden

    geschrieben am 02. Mai 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Foto: Wikipedia

    Satire

    Aus Kreisen in Berlin, deren Seriosität von anderen Kreisen bestätigt wurde, war zu erfahren, dass es Pläne gibt, Joachim Gauck zum Verteidigungsminister zu ernennen. Die Argumente sind ganz klar auf Gaucks Seite. Erstens fuhr schon sein Papa als Kapitän und Oberleutnant zur See. Zweitens ist Gauck Mitglied der Atlantik-Brücke, die dafür bekannt ist, verteidigungspolitische Themen differenziert und sachlich zu beurteilen. Anders als der bisherigen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird Joachim Gauck durchaus zugetraut, selbst mal bei dem einen oder anderen Auslandseinsatz dabei zu sein. Mit seinem Leben solle er das aber laut Informationen aus ganz anderen Kreisen möglichst nicht bezahlen. Den Artikel weiterlesen »

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    Große Koalition: Später ist super!

    geschrieben am 02. Dezember 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik:Satire

    Der Sigmar Gabriel ist ja ein Fuchs. Als er uns armen Unwissenden klar machen wollte, warum die Vorratsdatenspeicherung für den Weltfrieden wichtig ist, hat er sich auf Norwegen berufen. Und dass die Norweger Verbrecher richtig gut fangen können, weil sie die Vorratsdatenspeicherung haben. Obwohl …
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    70 Kommentare

    NSA scheitert an der Suche nach zufriedenen Deutschen

    geschrieben am 05. September 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Rubrik: Satire

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf


    Nachdem CDU und FDP die gewagte These aufgestellt hatten, Deutschland gehe es gut, ist es nun zu einem Streit internationalen Ausmaßes gekommen. Im Auftrag der Bundesregierung sollte die NSA die Deutschen ausfindig machen, die gemeint sind. Doch die technischen, sehr eingeschränkten Möglichkeiten der NSA reichen dafür offenbar nicht aus. Kanzlerin Merkel ist verärgert und will mit US-Präsident Obama über das Thema sprechen.

    Auf der Suche nach dem Glück

    Als Mitte Februar 2010 die Anfrage der deutschen Bundesregierung im Hause der NSA einging, war dessen Chef Keith B. Alexander zunächst guter Dinge. „Zufriedene Deutsche zu finden, ist eine unserer leichtesten Übungen“, sagte er optimistisch. Doch inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Die Sicherheitsbehörde hatte damit angefangen, rund 100 Millionen Telefonate abzuhören – ohne das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
    Es folgten das Mitlesen von 4,9 Milliarden SMS und rund 20 Milliarden E-Mails. Auch hier: Fehlanzeige. Zwar konnten die Mitarbeiter der NSA Menschen ausfindig machen, die sich nicht nur als zufrieden, sondern äußerst glücklich bezeichneten. Nachforschungen ergaben jedoch, dass diese Angaben von Privatinseln aus und unter Alkoholeinfluss gemacht worden waren. Den Artikel weiterlesen »

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