Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Ich bin ein Leser, holt mich hier raus!

    geschrieben am 19. Januar 2016 von Jens Berger

    Ist es nicht erstaunlich? Wenn es um die Abgrenzung zum Netz geht, pochen die selbsternannten Qualitätsmedien mit plakativ zur Schau gestellter Arroganz auf ihre angebliche Seriosität. Wenn der Gossensender RTL alle Jahre wieder abgehalfterte C-Promis ins „Dschungelcamp“ schickt, lassen es sich genau diese Medien jedoch nicht nehmen, auf ihren Online-Ablegern mehrfach pro Tag frei von jeglicher Kritik oder gar Ironie über dieses seltsame Spektakel zu berichten. Über was diese Medien wie berichten, ist natürlich ihnen selbst überlassen. Wer sich fröhlich mit den Ferkeln im Schlamm wälzt, darf sich danach jedoch nicht beschweren, dass er nicht mehr als Saubermann wahrgenommen wird. Oder um es klar zu sagen: An ihrem sagenhaften Reputationsverlust sind die Medien selber schuld.

    Natürlich gibt es Menschen, die es höchst unterhaltsam finden, wenn ehemalige Schlagersänger und mit Silikonbrüsten dekorierte Porno-Darstellerinnen sich in gar lustigen Spielchen zum Affen machen, über ihre Verdauungsprobleme philosophieren und allerlei ekliges Getier lebendig verspeisen. 30 Jahre nach seiner Einführung, ist das deutsche Privatfernsehen heute eine schamlose Bedürfnisbefriedigungsanstalt, die sämtliche Grenzen des guten Geschmacks ausgetestet und kurze Zeit später überschritten hat. Sendung wir das „Dschungelcamp“ zählen zu den größten Quotenhits im Lande. Millionen Zuschauer finden dies offenbar unterhaltsam. Sollen sie. Bekanntlich können auch Millionen Fliegen nicht irren. Wer von BILD, RTL und Co. geprägt wurde, findet halt irgendwann auch den größten Mist toll. Doch was geht in der Chefredaktion einer vermeintlich seriösen Zeitung vor, in ihrem Blatt ganz ernsthaft über diesen infantilen Unsinn zu berichten?

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    Oder weiterhören:

    47 Kommentare

    Das Märchen vom heiligen Mark

    geschrieben am 04. Dezember 2015 von Jens Berger

    Nein, was waren wir alle gerührt. Am Dienstag verkündeten Facebook-Chef Mark Zuckerberg und dessen Frau Priscilla Chan via Facebook nicht nur die Geburt ihres Töchterleins Max, sondern auch gleich noch eine vermeintlich edle Tat, die – darin sind sich die Medien einig – ihres gleichen sucht: 99% des Zuckerberg-Vermögens, und das sind laut Zuckerberg immerhin 45 Milliarden Dollar, sollen über die Jahre hinweg in eine Gesellschaft namens Chan Zuckerberg Initiative gehen; eine angeblich gemeinnützige Stiftung, deren Ziel es sein soll, die Welt zu retten. Ach, wie herzergreifend und das kurz vor Weihnachten. Leider ist nichts davon wahr. Das Märchen vom heiligen Mark ist vielmehr eine vorweihnachtliche PR-Nummer, die ihresgleichen sucht. Von Jens Berger

    Wer sagt denn, dass es auf SPIEGEL Online keine Märchen zu lesen gäbe? Unter der Überschrift „Deutschlands ehrlose Erben“ bekam man dort gestern folgendes zu lesen:

    „Bei Familie Zuckerberg im kalifornischen Menlo Park war diese Woche schon Bescherung. Mark Zuckerberg, Chef von Facebook, nahm die Geburt seines ersten Kindes zum Anlass, fast sein ganzes Vermögen zu verschenken. Und zwar an die Allgemeinheit: 99 Prozent seiner Firmenanteile, Börsenwert derzeit etwa 45 Milliarden Dollar, sollen in den nächsten Jahren für wohltätige Zwecke ausgegeben werden. Lediglich ein Prozent behält Zuckerberg für seine Familie und Töchterchen Max zurück“.

    An diesem Absatz ist so ziemlich alles falsch, sogar der Wohnsitz der Familie Zuckerberg, die eigentlich die Familie Chan-Zuckerberg ist und nicht in Menlo Park, sondern in Palo Alto lebt. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Wichtiger ist, dass es beispielsweise nicht zutrifft, dass Zuckerberg „fast sein ganzes Vermögen verschenkt“ hätte. Er hat vielmehr zusammen mit seiner Frau eine Absichtserklärung abgegeben, zu Lebzeiten 99% seiner Facebook-Aktien aus dem Privatvermögen in ein Firmenvermögen zu transferieren. Alles schön langsam und peu à peu. In den nächsten Jahren will er beispielsweise Aktien im Wert von maximal einer Milliarde Dollar umschichten. Die neue Vermögensverwaltung der Chan-Zuckerbergs trägt den Namen Chan Zuckerberg Initiative LLC – wobei das Kürzel LLC für Limited Liability Company steht, dem US-Pendant der deutschen GmbH. Gemeinnützig ist daran erst einmal nichts. Und bis Zuckerbergs Lebzeiten beendet sind, wird er natürlich weiterhin bestimmender Großaktionär von Facebook bleiben. Dabei ist es unerheblich, ob er die Aktien direkt oder indirekt über die LLC hält, die er natürlich ebenfalls voll kontrolliert.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    98 Kommentare

    Sollen kleine Kinder aus dem Netz verschwinden?

    geschrieben am 12. November 2015 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    Darf man Kinderbilder in Social Media wie Facebook posten oder sollte man darauf im Interesse der Kinder besser verzichten, wie dies derzeit ein Aufruf der Polizei NRW in Hagen bei Facebook fordert?

    Mit dem Aufruf „Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten! – Auch Ihre Kinder haben eine Privatsphäre!“ polarisierte die Polizei in Hagen in den vergangenen Tagen bei Facebook und erreicht damit eine beachtliche Medienresonanz.

    Handelt es sich dabei um den berühmten Sturm im Wasserglas oder sind es schin vorauseilende Konsequenzen aus der neuen deutschen Willkommenskultur? Offensichtlich nicht, denn Bilder von Flüchtlingskindern waren nicht das Thema des Posts, sondern kritisiert wurden – für die Jahreszeit eher deplatziert- Schnappschüsse kleiner Kinder am Strand oder nackt badend im Planschbecken. Man bemängelt, dass die Bilder von den Kleinsten nicht selten für jedermann sichtbar seien, also völlig ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bei den Privatsphäre-Einstellungen online gestellt würden. Wer jetzt jedoch annimmt, dass die Privatsphäre-Einstellungen einen 100%igen Schutz vor unbefugten Einblicken bieten würden, kennt das Netz nur schlecht.

    Den Artikel weiterlesen »

    37 Kommentare

    Die Ehre des DfB ist gerettet – der Spiegelfechter veröffentlicht weltexklusiv den Beweis!

    geschrieben am 22. Oktober 2015 von Jens Berger

    Der schändliche Angriff des SPIEGELs auf die Ehre der Männer, die das Sommermärchen erst möglich machten, stellt sich als infame Lüge heraus. Dem Spiegelfechter liegt ein exklusives Dokument vor, das ihm aus vertraulichen Quellen zugespielt wurde.

    From: Sepp Blatter (blatter@fifa.org)
    To: Kaiser Franz (kaiser@dfb.de)
    Date: 29. January 2002
    Subject: 250 Millionen Franken warten auf Dich!!!

    Lieber Kaiser Franz,
    meine Name ist Josef Blatter und ich bin Geschäftsmann bei ein große international Sportverband. Bei der letzten Kassenprüfung habe ich festgestellt, dass mein Vorgänger die unglaubliche Summe von 250 MILLIONEN SCHWEIZER FRANKEN auf einen Sperrkonto mit dem Namen Kaiser in Lagos, Nigeria gebucht hat. Leider komme ich nicht an das Geld. Aber Du kannst mir helfen. Für nur eine kleine Bearbeitungsgebühr kann ich das Konto Kaiser auf ihren Namen umschreiben. Ich behalten dann mein Anteil in Höhe von ein Drittel vom Geld und der Rest kannst Du behalten. Bitte sag mir schnell, ob Du mitmachen wollen.

    Dein
    Josef Blatter
    Lagos, Nigeria

    Diese Mail dürfte die Verwirrung auflösen und Wolfgang Niersbach den Rücken stärken. Niersbach stützt das exklusive Dokument auch in seiner aktuellen Presseerklärung:

    Im Januar 2002 stellte die FIFA einen Zuschuss von 250 Millionen Schweizer Franken in Aussicht. Dafür musste aber eine Art Gebühr von 10 Millionen an die FIFA gezahlt werden.

    Nun wissen wir es alle. Der DfB ist auf einen alten Trick der Nigeria-Connection hereingefallen. Damit sollte die Sache vom Tisch sein.

    46 Kommentare

    Wer holt den Friedensnobelpreis?

    geschrieben am 08. Oktober 2015 von Jens Berger

    189 Kommentare
    Seite 1 von 101234...10...Letzte »