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> <channel><title>Spiegelfechter &#187; Glosse</title> <atom:link href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/category/glosse/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress</link> <description></description> <lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 09:11:58 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Kultur am Sonntag: Karl der Käfer</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7141/kultur-am-sonntag-karl-der-kafer</link> <comments>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7141/kultur-am-sonntag-karl-der-kafer#comments</comments> <pubDate>Sun, 30 Oct 2011 18:29:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Spiegelfechter</dc:creator> <category><![CDATA[Glosse]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=7141</guid> <description><![CDATA[Was man im Netz so alles findet ;-) Dieser Feed wurde Euch präsentiert von Hier gehts zum Sparblog © Spiegelfechter für den Spiegelfechter, 2011.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><iframe
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=7121</guid> <description><![CDATA[Coypright: Das geniale Titanic-Magazin Dieser Feed wurde Euch präsentiert von Hier gehts zum Sparblog © Spiegelfechter für den Spiegelfechter, 2011.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=6589</guid> <description><![CDATA[Alle Jahre wieder ist Wahlkampf und die Parteien buhlen mit bunten, mal mehr, meist weniger originellen Plakaten um Wählerstimmen. Der inhaltliche Wert dieser Plakate geht meist gegen Null, hin und wieder werden sogar ästhetische Mindeststandards grob mit Füßen getreten. Wie &#8230; <a
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style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_m.jpg" border="0" alt="" width="200" height="142" />Alle Jahre wieder ist Wahlkampf und die Parteien buhlen mit bunten, mal mehr, meist weniger originellen Plakaten um Wählerstimmen. Der inhaltliche Wert dieser Plakate geht meist gegen Null, hin und wieder werden sogar ästhetische Mindeststandards grob mit Füßen getreten. Wie muss es einem Berufspendler ergehen, der zwei Monate lang jeden Tag an gefühlt hunderten von Plakaten vorbeifährt, von denen aus das ehemalige CDU-Nachwuchstalent Ecki von Klaeden den Betrachter mit seinem kecken Jungunionisten-Charme angrient? Meine diesbezügliche Klage gegen die Hildesheimer CDU auf 8.000.000 Euro Schmerzensgeld (100 (Plakate) x 2 (Hin- und Rückweg) x 40 (Arbeitstage während des Wahlkampfs) x 1.000 (Euro Schmerzensgeld pro Fall)) verlief jedoch unverständlicher Weise im Sande. Nicht einmal auf die Gerichte ist mehr Verlass.</p><p>Vor allem Kommunalwahlen arten hinsichtlich der ästhetischen Außenwirkung immer wieder zu einem unerfreulichen Niveaulimbo aus. Da lacht uns dann in steter Regelmäßigkeit der Herr Dr. CDU-Kandidat (wo ist Vroniplag, wenn man es braucht?) samt seines züchtigen Weibchens und mindestens zwei hässlichen Kindern in voller Pracht hämisch von der gephotoshoppten Wandtapete an. Die Botschaft ist klar: Verlässlichkeit und Bodenständigkeit wird in einem Maß zelebriert, das die Grenze zum bürgerlichen Mief und zur Altherrenspießigkeit mühelos überschreitet. Sind die Kandidatengattinnen und die hässlichen Kinder eigentlich echt oder gibt es für so etwas eine spezialisierte Agentur? Zum Glück – oder auch nicht – können die werbetechnisch meist hoffnungslos unbegabten Ortsverbände jedoch auch noch auf professionell gestaltetes Werbematerial der Landesverbände zurückgreifen. So stellt die niedersächsische FDP ihren Ortsverbänden beispielsweise für schlappe <a
href="http://www.fdp-nds.de/uploads/tx_trfdpextendttnews/20110406_fdp_werbemittelkatalog_final_01.pdf">102,34 Euro</a> ein Plakat mit einem grinsenden <a
href="http://www.spiegelfechter.com/img/thepigisthemessage.jpg">Sparschwein</a> zur Verfügung – the pig is the message, welche Drogen nimmt man eigentlich in der Kreativabteilung der FDP-Zentrale?</p><p>Die CDU wäre jedoch nicht die CDU, wenn sie es nicht schaffen würde, selbst das klägliche Niveau der FDP noch einmal um Längen zu unterbieten. Seit einer Woche werden Niedersachsens schöne – und weniger schöne – Städte von einem Plakat mit dem internen Namen „Huddle“ (Merriam-Webster übersetzt dieses Wort mit „wilder, chaotischer Haufen“) verschandelt, auf dem ein niedersächsischer Schotte und vier Unions-Models das geschockte Stimmvieh grenzdebil angrinsen.</p><p><a
href="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_g.jpg"><img
src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_k.jpg" border="0" alt="" width="640" height="453" /></a></p><p>Wie würde ein Kunsthistoriker dieses Plakat interpretieren, was ist die tiefere Botschaft des „Typisch-CDU-Plakats“? Die Kernbotschaft ist die Perspektive des Betrachters. Unverkennbar nimmt der Betrachtende eine liegende Perspektive ein und wird von den Figuren des Plakates, die in einem faustischen Pakt verbunden scheinen, von oben herab angegrient. Der Wähler liegt am Boden, die CDU lacht hämisch – typisch CDU! Das passt doch schon einmal.<span
id="more-6589"></span></p><p>Was sich auf den ersten Blick jedoch nicht erschließt, ist die Komposition der dargestellten Figuren. CDU goes Village People &#8211; nur ohne &#8220;Quotenneger&#8221;. Da hätten wir den obligatorischen Landespolitiker in der Mitte, eine hübsche Fußballschiedsrichterin, eine Rettungsschwimmerin, einen Feuerwehrmann und – das darf bei der CDU nicht fehlen – einen Schützenkönig. Jede dieser Figuren erzählt bei näherer Betrachtung ihre eigene CDU-Geschichte.</p><h3>Foul!</h3><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_1.jpg" border="0" alt="" width="200" height="172" />Fangen wir mit der Fußballschiedsrichterin an. Sie ist fraglos attraktiv und trägt keinen Ehering – damit spricht sie die eher jungen und weltoffenen Wählerschichten der CDU an. Das Problem – wer jung und weltoffen ist, wählt nicht die CDU. Was verbindet der auf dem Boden liegende Betrachter mit einer Schiedsrichterin, die ihn von oben herab anlächelt? Na klar, man wurde beim Fußball böse gefoult, kann daher nicht aufstehen und die Schiedsrichterin hat das Foul nicht gesehen und lächelt den Betrachter, der sich vor Schmerzen windet, mit der Aufforderung an, doch nicht so ein Theater zu machen. Das ist typisch CDU! Millionen Arbeitslose, die  gefoult am Boden liegen, werden von der CDU als Schauspieler angesehen, die sich nicht so haben sollen. Schließlich findet jeder, der es will, einen Job und ein Foul stellt der sozial unausgewogene Arbeitsplatzabbau des ehemaligen Arbeitgebers aus Sicht der CDU natürlich auch nicht dar.</p><h3>Wibke</h3><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_2.jpg" border="0" alt="" width="200" height="211" />Welche Botschaft vermittelt die Rettungsschwimmerin? Im Vergleich zur kalifornischen Baywatch-Nixe Pamela Anderson wirkt das niedersächsische CDU-Exemplar züchtig, hart an der Grenze zur nordisch-rauen Frigidität. Die Rettungsschwimmerin idealisiert somit die niedersächsische Landfrau und hört sicherlich auch auf den schönen nordischen Namen „Wibke“. Der liegende Betrachter, über den Wibke sich beugt, ist Opfer eines Badeunfalls geworden. Wahrscheinlich hat Rettungsschwimmerin Wibke den Badeunfall nicht mitbekommen, da sie ihrem konservativen Familienbild folgte und gerade eben ihre Kinder betreute, die sie nicht in den Hort geben will. Nun grinst Wibke den Betrachter, der mittlerweile von alleine an den Strand gespült wurde, von oben herab an und hält lächelnd besserwisserische Vorträge – typisch CDU! Bei der Figur „Wibke“ übernimmt der Betrachter die Rolle eines Handwerksmeisters, der aufgrund der Haushaltssperre der niedersächsischen Kommunen in die Insolvenz gehen musste. Anstatt dem Handwerksmeister zu helfen, als noch Zeit dafür war, grinst ihn die CDU von oben herab an.</p><h3>Mimikry</h3><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_3.jpg" border="0" alt="" width="200" height="181" />Die dritte Figur auf unserem Bild ist ein Feuerwehrmann, der vor allem durch seine Androgynität auffällt. Erst bei näherer Betrachtung erkennt man, dass die Figur Bartstoppeln hat und somit zweifelsohne männlich ist. Für die niedersächsische CDU ist der vermeintliche Geschlechterproporz wichtig, da die Jeanne d´Arc der Frauenquote in Gestalt von Ursula von der Leyen in Hannover über eine gewisse Hausmacht verfügt. Bei fünf Personen ist jedoch keine 50%-Quote möglich, weshalb man durch eine androgyne Figur jedoch zumindest diesen Eindruck vermitteln muss. Klar, dass es am Ende mit der Quote doch nichts wird und sich bei näherer Betrachtung herausstellt, dass die Männer doch in der Mehrheit sind. Auch das ist typisch CDU! Es ist auch kein Zufall, dass die CDU sich für ihre geschlechterpolitische Mimikry ausgerechnet einen typischen Männerberuf wie den des Feuerwehrmannes ausgesucht hat. Die Botschaft ist klar: Mädels, ihr könnt es versuchen, aber ihr werdet es nicht schaffen, solange wir an der Macht sind. Damit spricht die Figur des androgynen Feuerwehrmannes vor allem die konservative Klientel der CDU an.</p><h3>Prosit!</h3><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_4.jpg" border="0" alt="" width="200" height="200" />Während der Feuerwehrmann die klassische Wählerschicht eher subtil anspricht, kommt die Figur des Schützenkönigs gänzlich brachial daher. Sie ist ein offenes Bekenntnis zu den klassischen Werten des ländlichen Niedersachsens – Alkoholgenuss, Waffengebrauch und Vereinsmeierei. Vielleicht gibt es für die urbanen Wahlkreise in Niedersachsen eine Alternativversion des Plakats (Huddle II), auf der man den jovialen Bartträger durch eine Dragqueen ersetzt hat. Vielleicht aber auch nicht, da der Begriff „urbanes Niedersachsen“ bekanntlich ein Oxymoron ist. Was ist passiert, wenn der Betrachter auf dem Boden liegt und ihn ein Schützenkönig von oben dumm angrient? Na klar, der Betrachter hat auf dem Schützenfest zu tief ins Glas geschaut und zeigt nun die ersten Zeichen einer schweren Alkoholintoxikation – auch das ist typisch CDU! Mit der Figur des Schützenkönigs spricht das Plakat somit nicht nur die ländlichen Schichten, sondern vor allem die eigenen Vorfeldorganisationen an, die dem Alkoholmissbrauch bekanntlich nicht unbedingt abgeneigt sind.</p><h3>Der Reigen schließt sich</h3><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/typischcdu_5.jpg" border="0" alt="" width="200" height="215" />Im Zentrum des figürlichen Reigens steht der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, der – keinesfalls zu Unrecht – außerhalb der Landesgrenzen gänzlich unbekannt ist. David McAllister ist ein Überbleibsel aus der Zeit der britischen Besatzung, ein konservativer niedersächsischer Schotte, dem Bierzeltqualitäten nachgesagt werden. Insofern vereinigt er die vier Randfiguren perfekt in seiner Person – typisch CDU eben! Auch McAllister grient den auf dem Boden liegenden Betrachter in einer Art und Weise an, die man wohl am besten mit dem Wort „diabolisch“ umschreiben könnte. Hier bekommt auch der Begriff „Landesvater“ eine völlig neue Bedeutung. Der Wähler liegt am Boden und braucht Hilfe. Sein Landesvater kuschelt stattdessen lieber mit einer attraktiven Schiedsrichterin und einem bierseligen Schützenkönig und überlässt seinen Schutzbefohlenen diabolisch grinsend dem Schicksal.</p><p>Noch nie vermochte es ein Plakatkünstler, alle Facetten der CDU derart subtil und dennoch wirkmächtig bildlich darzustellen. Dafür gebührt dem unbekannten Künstler Respekt. Es ist lediglich nicht unbedingt ersichtlich, warum die Hornbrillen-Abteilung der niedersächsischen CDU sich dem Wähler derart offensiv präsentiert. Hat die CDU etwa gelernt, ihre eigenen Stereotypen selbstironisch auf die Schippe zu nehmen? Oder wussten die Christdemokraten letztendlich gar nicht, welche subtilen Botschaften in ihrem Plakat verborgen sind?</p><p><em>Jens Berger</em></p><p>Bildnachweis: CDU Niedersachsen</p><div
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=6387</guid> <description><![CDATA[Als Sesselsportler hat man es heutzutage wirklich nicht einfach. Was waren das noch für Zeiten, als man sich für vier Uhr morgens den Wecker stellte, um sich den Weltmeisterschaftskampf von Mike Tyson anzuschauen, nur um dann festzustellen, dass der Kampf &#8230; <a
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class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="alignright" style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://www.spiegelfechter.com/img/fraufuss_01.png" alt="" width="200" height="206" />Als Sesselsportler hat man es heutzutage wirklich nicht einfach. Was waren das noch für Zeiten, als man sich für vier Uhr morgens den Wecker stellte, um sich den Weltmeisterschaftskampf von Mike Tyson anzuschauen, nur um dann festzustellen, dass der Kampf schon vorbei war, ehe man sich die erste Tasse Kaffee einschenken konnte. Those were the days my friend. Heute ist Boxen nicht nur grottenlangweilig, sondern auch durchkommerzialisiert bis zum bitteren Ende. Seit gefühlten Ewigkeiten heißen die Boxweltmeister Klitschko und langweiligen das Publikum durch ihren – zweifelsohne sehr effizienten – Boxbürokratismus. Während die Kämpfe als solche bereits eine visuelle Qual sind, artet das Rahmenprogramm im Unterschichtensender RTL zu einem echten sado-masochistischen Großprojekt aus, das den Namen Kai Ebel trägt und jeden Zuschauer mit einem IQ über Zimmertemperatur bis aufs Mark quält. In meinen Phantasien springt in der Rundenpause Muhammad Ali in den Ring und knockt beide Klitschkos mit Uppercuts aus, während Mike Tyson Kai Ebel beide Ohren abbeißt. Aber wir wissen ja: They never come back! Und selbst wenn – bei RTL würde der Zuschauer davon ohnehin nichts mitbekommen, da die Rundenpausen ja mit netten kleinen Verbraucherinformationen überbrückt werden.</p><p>Aber wer interessiert sich schon für Boxen, wo doch momentan eine internationale Meisterschaft im Fußball stattfindet, bei der „unsere“ Kicker nicht nur Titelverteidiger sind, sondern auch aktuell bereits vorzeitig das Viertelfinale erreicht haben. Sportbegeisterte Leser werden es erahnen &#8211; es geht um die Europameisterschaft der Gehörslosen, die momentan in <a
href="http://www.dg-sv.de/newspage.php?newsid=926">Dänemark stattfindet</a>. In den Medien hörte, sah und las man jedoch erstaunlicherweise nichts über dieses Turnier. Stattdessen säuft sich die deutsche Journaille in einen kollektiven Frauen-Fußball-Rausch. Von BILD bis taz phantasiert man von der Wiederauflage des „Sommermärchens“ und angeblich fiebert das ganze Land mit „unseren Mädchen“. Ist das so? Ich kenne niemanden, der dieses Spartenvergnügen der ansonsten beliebten Sportart auch nur im Ansatz interessant findet. Aber vielleicht kenne ich auch nur die falschen Leute.</p><p><span
id="more-6387"></span><img
class="alignright" style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://www.spiegelfechter.com/img/fraufuss_02.png" alt="" width="200" height="184" />Angeblich sollen die Vorrundenspiele der deutschen Damen ansehnliche Einschaltquoten erreicht haben. Das mag sein, schließlich muss man(n) sich ja selbst ein Bild machen, was hinter dem medialen Hype steckt. Sportlich betrachtet ist jedoch jedes Regionalligaspiel der Herren anspruchsvoller und die nicht beachtete Europameisterschaft der Gehörlosen ebenfalls. Doch Frauenfußball ist mehr als „nur Sport&#8221; – er ist fleischgewordene Emanzipation. Dabei grenzt der kollektive Genderwahnsinn bereits an positive Diskriminierung. Kritische Artikel sind absolute Mangelware, es scheint eher, als habe sich die gesamte Branche einen Maulkorb auferlegt. Frauenfußball ist toll und wer anderer Meinung ist, ist ein olles Chauvi-Schwein. Und wenn ein Journalist die Unverfrorenheit besitzt und <a
href="http://www.bildblog.de/31427/voellig-perrueckt/">nur im Ansatz Kritik äußert</a>, kriegt er den Zorn der Frauenfreunde zu spüren.</p><p>Es ist an der Zeit, Zivilcourage zu zeigen und sich zu outen. Ich mache den Anfang: Ich finde Frauenfußball sterbenslangweilig und kann dem Hype so gar nichts abgewinnen. In meinen Phantasien springt während eines einschläfernden Matches zwischen den deutschen und den französischen Mädels ein anerkannter Fußball-Macho wie Mario Basler aufs Feld, dribbelt mit der Zigarette im Mundwinkel das versammelte Feminat aus und versenkt die Pille im Winkel. In der Halbzeit stürmt dann Mike Tyson die Ehrentribüne und beißt nicht nur Theo Zwanziger, sondern gleich auch dem Edelfan Angela Merkel beide Ohren ab. Aber diese Phantasie wird wohl ein Traum bleiben. Wahrscheinlich wird das deutsche Damenteam mit bestem Klitschko-Bürokraten-Fußball Weltmeister werden, zwei begeisterte Gleichstellungsbeauftragte werden einen Autokorso starten und die Journaille wird kollektiv vor lauter Begeisterung ausflippen. Und nun zur Werbung &#8230;</p><p><em>Jens Berger</em></p><div
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=6092</guid> <description><![CDATA[Alle Jahre wieder erobert ein boshaftes Mikrob das Herz der Medien. Die „German Angst“ will gefüttert werden und so richtig glücklich sind wir erst, wenn die Zeitungen und Nachrichten uns von neuen Seuchen berichten. Im Jahre 2003 hatte Deutschland Angst &#8230; <a
href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6092/heckmeck">Continue reading <span
class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/darwin3.jpg" border="0" alt="" width="200" height="300" />Alle Jahre wieder erobert ein boshaftes Mikrob das Herz der Medien. Die „German Angst“ will gefüttert werden und so richtig glücklich sind wir erst, wenn die Zeitungen und Nachrichten uns von neuen Seuchen berichten. Im Jahre 2003 hatte Deutschland Angst vor SARS – als sich der Nebel der Hysterie lichtete, <a
href="http://www.rki.de/cln_116/nn_504492/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2004/08__04,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/08_04.pdf">stellte</a> das Robert-Koch-Institut (RKI) fest, dass sich lediglich 10 Deutsche infiziert hatten, keiner davon im Inland. Zwei Jahre später rollte die Vogelgrippe über Deutschland und kostete einige Schwäne und Enten das Leben und den Großteil der Deutschen den Verstand – physisch kam jedoch niemand zu Schaden. Das änderte sich, als Deutschland im Jahre 2009 von der fiesen Schweinegrippe überrollt wurde. Ein Jahr später meldete das RKI für Deutschland 226.000 bestätigte Fälle, darunter 258 Todesfälle. Ein Schrecken und zugleich ein Segen – da der Influenza-Subtyp H1N1 gefährlichere Subtypen der Grippe verdrängte, starben in diesem Jahr so wenig Deutsche an einer Grippe, wie nie zuvor. Wie viele Deutsche an den Folgen der zeitgleich grassierenden Hysterie starben, ist jedoch nicht belegt.</p><p>Heute hält ein Horror-Bakterium mit dem gemeinen Namen „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ das Land in Atem – da „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ und das von ihm hervorgerufene „enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom“ jedoch zu lang für die Titelzeile der BILD sind, spricht man lieber von Ehec. Ehec ist zweifelsohne für die Deutschen gefährlich und hebt sich darin schon einmal „positiv“ von den Horror-Seuchen der letzten Jahre ab. Es gab bereits erste Todesfälle, die Zahl der Neuerkrankungen ist signifikant. Die Berichterstattung in den Medien ist jedoch – einmal mehr – eine reine Katastrophe. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wahrheit sucht man in den Medien jedoch vergebens. Stattdessen bestimmt eine aufgeregte Hysterie die Berichterstattung.</p><p>Am Mittwoch hatte das RKI aufgrund erster Analysen eine Empfehlung herausgegeben, die den Bürgern <a
href="http://www.rki.de/cln_109/nn_205760/DE/Home/Ergebnisse__EHEC.html">nahelegte</a>, Salat, Gurken und Tomaten <b>in(!)</b> Norddeutschland zu meiden. Gegen diese Empfehlung ist sicherlich nicht viel einzuwenden. Die Medien hörten jedoch nicht so richtig zu und schrieben stattdessen, dass das RKI die Bevölkerung vor Salat, Gurken und Tomaten <b>aus(!)</b> Norddeutschland warnte.</p><blockquote><p>Das RKI rät dringend, vorsorglich bis auf Weiteres Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland nicht roh zu verzehren!<br
/> <a
href="http://www.bild.de/news/inland/ehec/vorlaeufige-ergebnisse-der-ehec-hus-studie-18077590.bild.html">bild.de</a></p><p>Keine Tomaten, kein Salat aus Norddeutschland<br
/> Wo kommt der EHEC-Keim her? Erste Experten raten davon ab, Tomaten, Gurken und Salat aus Norddeutschland zu essen. Für die Gemüsehändler ist die Warnung ein Desaster.<br
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href="http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Keine-Tomaten-kein-Salat-aus-Norddeutschland-id15230781.html">Augsburger Allgemeine</a>, stellvertretend für unzählige Blätter, die Agenturmeldungen von afp, dapd und dpa gedruckt haben.</p><p>Am Mittwochabend hatte das Robert-Koch-Institut dringend vom Verzehr von Blattsalaten, Tomaten und Gurken aus Norddeutschland gewarnt<br
/> <a
href="http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/gemuesehandel101.html">NDR</a></p><p>Behörde warnt vor norddeutschem Gemüse<br
/> Die lebensbedrohliche Darmerkrankung breitet sich immer dramatischer aus. Jetzt warnt das Robert-Koch-Institut davor, rohe Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland zu essen<br
/> <a
href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,764953,00.html">SPIEGEL Online</a></p></blockquote><p>Die kleine Verwechslung der Wörter „in“ und „aus“ ist jedoch sehr problematisch. Dabei ist der ungerechtfertigte Umsatzrückgang für norddeutsche Agrarprodukte eher als „Kollateralschaden“ der Hysterie zu verbuchen. Richtig ärgerlich wäre es jedoch, wenn einige Konsumenten die gesunde norddeutsche Gurke aufgrund der Medienberichte in den Müll geworfen und stattdessen zur vermeintlich unbelasteten spanischen Gurke gegriffen hätten. Auf diese Art und Weise kann der journalistische Schlendrian sogar Menschenleben kosten.</p><p><img
style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px" src="http://www.spiegelfechter.com/img/chick.jpg" border="0" alt="" width="200" height="237" />Dabei hätte ein einziger Anruf bei einem sachverständigen norddeutschen Bauern oder jedem Hobbygärtner genügt, um ernsthafte Zweifel an der Warnung vor norddeutschem Gemüse zu wecken. Salatgurken (Cucumis sativus) werden in unseren Breitengraden erst in der zweiten Maiwoche im Freilandanbau <a
href="http://www.mein-schoener-garten.de/wiki/gartenwiki/Gurke">ausgesät</a>, die Ernte beginnt erst im Sommer. Die norddeutschen Exemplare, die momentan auf den Märkten gehandelt werden, stammen aus Gewächshäusern. Es dürfte jedoch bekannt sein, dass kein Bauer sein Gewächshaus mit Gülle düngt.</p><p>Wer nun, da spanische Gurken als Infektionsquelle gehandelt werden, denkt, die Hysterie könnte abflachen, kennt jedoch die deutschen Medien und die „German Angst“ schlecht. Wir dürfen gespannt sein, welche Stilblüten uns in der nächsten Woche erwarten. Die Verantwortlichen aus Spanien streuen bereits die Version, ihre schönen Gurken seien den unachtsamen deutschen Importeuren <a
href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13397206/Spanier-wehren-sich-gegen-Ruf-als-EHEC-Suendenbock.html">heruntergefallen</a> – mitten in den Kuhdung, der bekanntlich den Hamburger Großmarkt bedeckt. Nun ja. Den Vogel schießt jedoch einmal mehr der Verschwörungstheoretiker Udo Ulfkotte ab, der von einem „Fäkalien-Dschihad“ <a
href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/die-grosse-angst-vor-einem-darmbakterium-ist-es-eine-kulturelle-bereicherung-.html">phantasiert</a>, der von „orientalischen Erntehelfern“ auf Spaniens blühenden Feldern geführt wird. Zumindest wird es nicht langweilig. Nur gut, dass bei all der Hysterie die &#8220;wirklichen Gefahren&#8221; der Mikrobiotik, wie beispielsweise multiresistente Krankenhauskeime, an denen jeden Tag mehr als 10 Menschen in Deutschland sterben, immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden.</p><p><img
src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8f4e83c583fc46428153a0aba944e25c" width="1" height="1" alt=""><br
/> <em>Jens Berger</em></p><div
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/><p><small>© Spiegelfechter für den Spiegelfechter, 2011. <br/> </small></p><p><a
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