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  • Leseempfehlungen

    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Schnäppchen für Liberale

    geschrieben am 22. Januar 2010 von Spiegelfechter

    Was gibt es Schöneres, als nach dem 18. Loch direkt ins Meer zu tauchen oder im gleißenden Sonnenuntergang über das Handicap und Steuersenkungen zu fachsimpeln? Einiges, aber es geht hier um nicht die Wünsche von Otto Normalverbraucher, sondern um die Interessen einer ganz besonderen Klientel. FDP-Mitglieder können über das Netzwerk mit Nutzwert so wundervolle Dinge wie einen Golfurlaub, eine private Krankenversicherung, einen Handy-Vertrag von Vodafone oder schicke Uhren mit einem Sonderrabatt erwerben. Ermöglicht wird dieses Schnäppchennetzwerk durch die parteieigene liberal Verlag GmbH.

    Wenn der Leistungsträger einmal einen Burnout hat

    Nicht nur die Mövenpick-Gruppe zählt zum Freundeskreis der FDP. Haben die Liberalen mal Lust auf Urlaub, so können sie ihre Reise mit 6% Parteirabatt über die TUI-Tochter Berge und Mehr buchen. Auch Maritim Hotels, der Golfreisen-Spezialist Urlaubsreisen GmbH, zwei Hotelvermittlungsagenturen und ein Vermittler für Ferienhäuser und ?wohnungen ködern die FDP-Mitglieder mit Parteirabatten. Und wenn man einmal nicht weiß, wie man zum Urlaubsort gelangt, hilft der Autoverleiher Sixt weiter, der ebenfalls Sonderkonditionen für Liberale einräumt. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich ? sind FDP-Politiker denn keine Leistungsträger, die vor lauter Arbeit keine Zeit für Urlaub haben?

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    81 Kommentare
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    Die Wahrheit(TM) über die DDR

    geschrieben am 09. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Wer die nette Satire (Achtung, liebe Leser!) noch nicht kennt – ich habe mich prächtig amüsiert:

    13 Kommentare

    Obama im Sportpalast

    geschrieben am 02. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Ein freier Mitarbeiter des Spiegelfechters war bei Obamas gestriger Rede im Sportpalast von West-Point dabei und hat die wichtigsten Passagen ins Deutsche übersetzt:

    Das freie amerikanische Volk kann die volle Wahrheit vertragen. Es weiß, wie schwierig es um die Lage des Landes bestellt ist, und seine Führung kann es deshalb auch auffordern, aus der Bedrängtheit der Situation die nötigen harten, ja auch härtesten Folgerungen zu ziehen. Wir Amerikaner sind gewappnet gegen Schwäche und Anfälligkeit, und die Schläge und Unglücksfälle der Wirtschaftskrise verleihen uns nur zusätzliche Kraft, feste Entschlossenheit und eine seelische und kämpferische Aktivität, die bereit ist, alle Schwierigkeiten und Hindernisse mit dem Elan der Gründerväter zu überwinden.

    Es ist jetzt nicht der Augenblick, danach zu fragen, wie alles gekommen ist. Das wird einer späteren Rechenschaftsablegung überlassen bleiben, die in voller Offenheit erfolgen soll und dem amerikanischen Volk und der Weltöffentlichkeit zeigen wird, dass das Unglück, das uns in den letzten Jahren betroffen hat, seine tiefe, schicksalhafte Bedeutung besitzt. Das große Heldenopfer, das unsere Soldaten in Afghanistan und im Irak bringen, ist für die ganze Welt von einer ausschlaggebenden geschichtlichen Bedeutung. Es ist nicht umsonst. Warum, das wird die Zukunft beweisen.

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    102 Kommentare

    Und der Sieger heißt: Steinmerkel!

    geschrieben am 14. September 2009 von Spiegelfechter

    An dieses Glanzstück politischer Streitkultur werden sich noch ganze Generationen erinnern. Bein TV-Duell zwischen der CDU-Kanzlerkandidatin Angela Steinmerkel und dem SPD-Politiker und Außenministerkandidaten Frank Walter Steinmerkel flogen einmal so richtig die Fetzen. Fast fühlte man sich an die guten alten Zeiten erinnert, als es noch Willy Brandt, Franz Josef Strauß und kein Farbfernsehen gab. Der Spiegelfechter fasst für Sie noch einmal die Höhepunkte des Duells zusammen:

    Moderator: Frau Steinmerkel. Deutschland steckt in der schlimmsten Krise seit den Kartoffelkriegen. Wie wollen Sie das Land aus der Krise holen? Was sind Ihre Rezepte?

    Steinmerkel: Unsere Devise muss heißen ? Mehr Zukunft für alle! Arbeit muss sich wieder lohnen, dafür brauchen wir mehr Brutto vom Netto. In unserer Amtszeit haben wir die Arbeitslosigkeit mehr als halbiert! Das sollen uns die Anderen erst einmal nachmachen!

    Moderator: Und Sie Herr Steinmerkel, wie wollen Sie das Land aus der Krise führen?

    Steinmerkel: Ich widerspreche meiner Vorrednerin aufs Schärfste. Nicht sie hat die Arbeitslosigkeit halbiert, sondern wir. Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gemeinsam müssen wir nun dafür sorgen, dass sich Arbeit wieder lohnt und wir wieder mehr Brutto vom Netto haben. Denn Zukunft ist für alle, und was wir brauchen, ist nicht weniger, sondern mehr Zukunft für alle! Deutschland kann mehr!

    Moderator: Wissen Sie Frau Steinmerkel eigentlich, was ein Friseur in Berlin so verdient?

    Steinmerkel: Dazu sage ich nichts. Ich beantworte die Fragen so, wie ich mir das vorgenommen habe.

    Moderator: Und sie, Herr Steinmerkel?

    Steinmerkel: Arbeit muss sich wieder lohnen. Es kann nicht sein, dass ein Manager Millionen verdient und ein Friseur nur einen Stundenlohn von einsfuffzig bekommt. Wir haben alles in unserer Macht stehende unternommen, um dies zu ändern. Aber unsere Koalitionspartner haben uns da leider Steine in den Weg gelegt.

    Steinmerkel: Aber das stimmt doch gar nicht. Mein Friseur ist Millionär. Unser Volk will und darf nicht von jemandem regiert werden, dessen Friseur nur einsfuffzig bekommt. Arbeit muss sich wieder lohnen ? auch und vor allem für Friseure, dafür stehe ich als Kanzlerin.

    Moderator: Frau Steinmerkel ? sie und Herr Steinmerkel kennen sich ja nun schon seit vier Jahren. Duzen Sie Sich eigentlich?

    Steinmerkel: Nö. Der Steinmerkel ist ein altes Ferkel. Der will immer mit mir koalieren. So etwas duze ich nicht.

    Moderator: Sie selbst wollen ja am liebsten mit Guido Westerwelle koalieren. Müssen wir dann einen sozialen Kahlschlag befürchten?

    Steinmerkel: Wenn eine Karstadt-Kassiererin arbeitslos wird und ihr Chef kriegt eine Millionenabfindung, so muss ich mich doch sehr wundern. Wir stehen für ein schonungsloses Selbstregulierungssystem für Managergehälter. Wir haben die Kraft!

    Moderator: Sie haben meine Frage nicht beantwortet.

    Steinmerkel: Lassen Sie uns doch lieber über Inhalte sprechen.

    Moderator: OK, wie wollen Sie die Schulden zurückbezahlen, die Sie in der Krise aufnehmen mussten?

    Steinmerkel: Wir senken die Steuern und mobilisieren so das Wachstum. Mehr Wachstum für alle! Mehr Brutto vom Netto! Nur dann haben wir auch mehr Zukunft für alle.

    Moderator: Sehen Sie das auch so, Herr Steinmerkel?

    Steinmerkel: Nein, ganz und gar nicht. Arbeit muss sich wieder lohnen! Nur dann haben wir mehr Brutto vom Netto und das geht nur mit uns! Denken sie doch an die Kassiererin, die wegen eines Pfandbons vom einzfuffzig gefeuert wurde, während Manager Millionenprämien kassieren. Wir fordern daher schonungslose Selbstkontrolle! Dafür bin ich in die Politik gegangen.

    Moderator: Danke Herr Steinmerkel, nun haben Sie noch die Gelegenheit für ein Schlussplädoyer. Warum sollte der Wähler ausgerechnet sie wählen?

    Steinmerkel: Liebe Wähler und Wählerinnen. Am 27. September haben sie die Wahl. Wenn sie mehr Brutto vom Netto wollen und der festen Überzeugung sind, dass Deutschland mehr Zukunft für alle bieten muss und Arbeit sich wieder lohnen soll, dann wählen sie Steinmerkel. Deutschland kann mehr!

    Moderator: Danke. Und nun sie, Frau Steinmerkel. Warum sollte der Wähler ausgerechnet sie wählen?

    Steinmerkel: Danke für die gute Frage, Herr Moderator. Arbeit muss sich wieder lohnen und nur wenn wir alle, liebe Wählerinnen und Wähler, mehr Brutto vom Netto haben, können wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass es wieder mehr Zukunft für alle gibt. Wir haben die Kraft! Wählen sie am 27. September Steinmerkel!

    Moderator: Herr und Frau Steinmerkel, wir danken für das Gespräch.

    Jens Berger

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    54 Kommentare

    Ein offener Brief an die Bundeskanzlerin

    geschrieben am 25. August 2009 von Spiegelfechter

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

    da Ihre Bürgernähe ja legendär ist und nur Sie mir weiterhelfen können, wende ich mich heute einmal direkt an Sie. Frau Dr. Merkel, ich habe ein Problem. Meine Geburtstagsvorbereitungen stecken in einer strukturellen Krise. Ich habe vor, zu meinen 37. Geburtstag am 14. November dieses Jahres etwa 30 Freunde und Freundinnen aus Deutschland und der Welt einzuladen, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde. Ich bin zwar ganz Ihrer Meinung, wenn Sie sagen, dass wir gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise alle enger zusammenrücken müssen, aber meine Wohnküche ist einfach zu eng, um dort 30 Personen standesgemäß bewirten zu können. Dass ein leidlich bekannter deutscher Politblogger ? mithin eine Stütze der Gesellschaft ? seinen Gästen nicht zumuten kann, in Grüppchen á 6 Personen zu speisen, um dann den Platz für das nächste Grüppchen freizumachen, wird Ihnen sicher einleuchten. Standesgemäß in einem gehobenen Hotel zu dinieren, sprengt allerdings meine Liquiditätsreserven und ich möchte ja nicht in die prekäre Lage kommen, beim Deutschlandfonds Staatsgarantien für mein Blog zu beantragen.

    Wie Sie, liebe Frau Dr. Merkel, ja sicher wissen, ist es auch nicht immer leicht, seine Freunde zu beeindrucken. Nachdem sich herumgesprochen hat, dass die gerahmten Fotos in meinem Büro, die mich zusammen mit der Königin von England, dem Dalai Lama und dem Papst zeigen, nur Montagen sind, muss ich nun ein echtes Ausrufezeichen setzen, um meinen Ruf zu retten. Was wäre dafür besser geeignet, als meinen Geburtstag im Bundeskanzleramt zu feiern? Das wäre stilvoll und hätte was, selbst für meine verwöhnten Freunde. Das I-Tüpfelchen auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen wäre natürlich, wenn Sie sich bei dieser Gelegenheit ein paar Minuten Zeit nehmen könnten, um meine Freunde per Handschlag zu begrüßen.

    Sollten Sie Bedenken haben, dass derlei demonstrative Nähe zwischen dem Bundeskanzleramt und der deutschen Blogosphäre öffentlich Wellen schlagen könnte, so kann ich sie beruhigen. Von mir erfährt noch nicht einmal das ZDF Interna. Das liegt natürlich vor allem daran, dass beim ZDF noch niemand auf die Idee gekommen ist, mich zu interviewen. Das wird sich aber ändern, wie ich Ihnen bereits jetzt versichern kann. Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, meine ?Corporate Identity? durch einen Irokesenschnitt in den Farben Schwarz-Rot-Gold zu stärken ? dann kommt auch Anne Will nicht mehr an mir vorbei. Aber dieses Internum muss erst einmal unter uns bleiben, da verlasse ich mich ganz auf ihre Verschwiegenheit, verehrte Frau Dr. Merkel.

    Über die Rechnung brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen ? von mir aus können Sie die Veranstaltung auch als ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft deklarieren. Meine Freunde gehören ? da kann ich Sie beruhigen ? alle der Gesellschaft an und sind auch häufiger in der Wirtschaft.

    Es wäre nett, wenn Sie, Frau Dr. Merkel, mir zeitnah eine Zusage erteilen könnten. Da ich natürlich einsehe, dass Sie so mitten im Wahlkampf wenig Zeit haben, kann ich Ihnen anbieten, die Einzelheiten, wie beispielsweise die Menüfolge, den Limousinenservice und die Übernachtungsmöglichkeiten für meine Freunde im Adlon, auch mit ihrem Kanzleramtsminister auszuhandeln.

    In innigster Verbundenheit verbleibt

    Ihr Spiegelfechter Jens Berger

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