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  • Live-Ticker: Nichts wissen, alles sehen

    geschrieben am 26. März 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    1280px-Karl_Brullov_-_The_Last_Day_of_Pompeii_-_Google_Art_ProjectBild: Wikipedia – Karl Brullov – The Last Day of Pompeii – Google Art Project.jpg

    Kommentar

    Der Absturz der A320 über Frankreich hatte zur Folge, dass Live-Ticker (mal wieder) wie Pilze aus dem Boden schossen. Gleichzeitig war und ist der Informationsgehalt der meisten Nachrichten weiterhin dünn. So richtig wichtig ist das offenbar aber gar nicht, so lange man minutiös genau verfolgen kann, dass Reporter Nebel melden oder im Cockpit womöglich nur ein Pilot saß.
    Weiterlesen Blastingnews

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    Jauch, Lanz, Kleber: Alle in die Wüste schicken?

    geschrieben am 23. März 2015 von Joerg Wellbrock

    Günther_Jauch_HPI_croppedKommentar

    Diesmal war es die „Neue Züricher Zeitung“ (NZZ), die forderte, Günther Jauch in die Wüste zu schicken. Und die Huffington Post durfte natürlich auch nicht fehlen. Nachdem Jauch in seiner Talk-Runde ein Video von Yanis Varoufakis präsentiert hatte, das womöglich gefälscht war, ereiferten sich die Moralhüter im Netz, Jauch abzusetzen. Denn der habe „übelsten Kampagnenjournalismus“ betrieben. Vor einiger Zeit war Markus Lanz die Zielscheibe, weil er Sahra Wagenknecht zu hart angegangen war. Und Claus Kleber, Moderator des ZDF „heute journal“, ist als Bösewicht der Medien eigentlich ein Dauerbrenner. Man könnte wohl auch sagen, dass, steckte man die drei Fernsehmänner in einen Sack und würde draufhauen, man immer den Richtigen treffen würde. Könnte man, muss man aber nicht. Den Artikel weiterlesen »

    165 Kommentare

    denkfunk.de: Sprache als Chance

    geschrieben am 08. Dezember 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Löwenzahl

    Seit dem 6. Dezember 2014 gibt es eine neue Videoplattform im Netz. denkfunk.de sieht sich als alternative Informationsquelle, die ein Gegengewicht zu den Mainstream-Medien darstellen soll.

    Begeistern für diese Idee konnten sich bisher Christoph Sieber, Heiner Flassbeck, Dirk Müller, HG Butzko und viele andere mehr aus den Bereichen Jounalismus, Kunst und Kultur.
    Das Thema der ersten vorgestellten Videos heißt “Medien”. Ich durfte meinen Teil dazu beitragen und habe einen Versuch unternommen, dem ZDF-Magazin eine neue Chance für objektive Berichterstattung zu geben.
    (Videobeginn durch Klick aufs Bild)

    ZDF-Magazin 2.0

    Hier der Vorstellungstext auf der Startseite von denkfunk.de (unter Umständen funktioniert noch nicht alles einwandfrei, das wird sich aber schnell ändern):

    Schön, dass Du hierher gefunden hast.

    Seit dem 6. Dezember 2014 stellt der Denkfunk eine neue Informationsquelle und Austauschplattform dar. In Zeiten, in denen Print und Fernsehen weniger Vertrauen genießen, auch weil sie an Qualität und Seriösität nachgelassen haben, suchen viele Menschen Alternativen im Netz. Mit dem Denkfunk möchten wir eine solche bieten und produzieren Videos, die Anstoß für einen intensiven, inhaltlichen und meinungsbildenden Austausch geben.

    Wir sind Personen aus Wissenschaft, Journalismus, Kunst und Kultur und möchten hier unsere Ansichten zu aktuellen gesellschaftlichen Themen mit Euch teilen.

    Sobald ein Video online ist, können die Clubmitglieder – und nur diese – das Video kommentieren und mit dem SBI bewerten. Mit der Maßeinheit SBI (Social-Benefit-Index) sagst Du aus, wie sehr ein Video Dich inspiriert, informiert und unterhalten hat.

    Wir glauben, zu jeder Haltung gehört eine Person. Deswegen soll sich jedes Mitglied mit Klarnamen anmelden, damit der Leser weiß, dass reale Menschen und keine Fake-Accounts hinter den Aussagen stehen und diese auch in der Offline-Welt so vertreten würden.

    Als Clubmitglied gibt es auch ein Begrüßungsgeschenk für Dich. Aus über 60 verschiedenen Willkommensgeschenken kannst du Deinen persönlichen Favoriten auswählen. So warten z.B. CDs von Max Uthoff oder von Christoph Sieber auf Dich. Wer lieber eine DVD, etwa Claus von Wagners „Theorie der feinen Menschen“ möchte, meldet sich als Silbermitglied an.

    Zusätzlich wirst Du zu unseren Veranstaltungen eingeladen, die einzig und allein für Clubmitglieder ausgerichtet werden. So wird zum Beispiel am 28.11.2015 in Nürnberg das Denkfunkfestival stattfinden. Mit Max Uthoff, Claus von Wagner, Christoph Sieber, Tobias Mann und dem Duo Zweiraumwohnung als musikalische Begleitung erwartet Dich dort ein Tag voller Kabarett und Austausch untereinander.

    Wir freuen uns auf Dich.

    Euer denkfunk-Team

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    Junkers 315-Milliarden-Euro-Luftnummer

    geschrieben am 27. November 2014 von Jens Berger

    „315 Milliarden Euro: Junckers Mega-Investitionsplan wird noch etwas größer“, doch diese Zahl „könnte sogar noch höher ausfallen“, denn sie „sei nur konservative Schätzung“ – so war es gestern auf SPIEGEL Online zu lesen. Und auch fast alle anderen großen Medien griffen diese Zahl auf und plapperten nach, was Juncker und die EU-Kommission vorplapperten. Ein weiteres Beispiel für das kollektive Versagen der Medien, das Albrecht Müller gestern anprangerte. Sobald man nur ein wenig hinter die Kulissen blickt, stellt sich schnell heraus, dass Junckers gigantische Luftnummer nicht mehr als ein gigantischer PR-Trick ist.

    Europas Wirtschaft steckt in einer Dauerkrise, die Massenarbeitslosigkeit grassiert und der Politik sind die Hände gebunden. Die privaten Haushalte sind durch Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen und schärfere Kreditvergaberichtlinien der Banken nicht in der Lage, die Wirtschaft anzukurbeln. Und wo der Absatz stagniert, sieht auch die Wirtschaft keinen Grund zum Investieren. Positive Impulse vom Weltmarkt sind auch nicht zu erwarten – nicht nur Europa, sondern auch die USA, Japan und China leiden unter einer globalen Konjunkturdelle. Um die Wirtschaft anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen wären gerade jetzt staatliche Investitionen bitter nötig. Doch da die Staaten sich durch die Schuldenbremsen selbst auferlegt haben, kein zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen, ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

    Keine Frage, es wäre eine sehr gute Nachricht, wenn die EU denn tatsächliche eine größere Geldmenge in die Hand nehmen würde, um die Wirtschaft vor allem in den besonders betroffenen Staaten in der Peripherie anzukurbeln. 315 Mrd. Euro wären da ein echter Befreiungsschlag. Doch leider sind diese 315 Mrd. Euro eine bloße Wunschvorstellung, fern ab jeder realistischer Betrachtung.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

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    Politik im Netz: Wie wir alle zu „Schmuddelkindern“ (gemacht) werden können

    geschrieben am 24. November 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Es-gab-kein-Entkommen-der-Schmutz-war-beim-Metalfestival-allgegenwaertig_image_630_420f_wnFoto: Westfälische Nachrichten

    Wer sind sie, die politischen „Schmuddelkinder“ im Netz? Wie erkennt man sie? Und machen wir es uns vielleicht zu einfach, wenn wir sie voreilig beim Namen nennen? Ich bin in den letzten Monaten ins Grübeln gekommen. Und zu neuen Erkenntnissen.

    Ich habe Fehler gemacht. Immer schon. Mein Leben lang. Erfreulicherweise konnte ich einige im Vorfeld verhindern, andere musste ich erst machen, bevor ich zur Einsicht kam, sie begangen zu haben. Etwas Besonderes bin ich dadurch nicht. Jeder macht Fehler, (fast) jeder ist in der Lage, sie zu erkennen und es dann besser zu machen. Wenn schon nicht gestern oder heute, dann doch wenigstens morgen und übermorgen.
    Einfluss nehmen können wir naturgemäß nur auf die Gegenwart und die Zukunft. Für das Netz aber gilt: Was war, ist, daran kann man nichts ändern. Denn schnell wird man eingeholt durch eine Vergangenheit, von der man im schlimmsten Fall nicht einmal viel weiß. Und plötzlich wird sie zur Gegenwart, selbst wenn es sich um Dinge handelt, die lange her sind und die heute womöglich gar nicht mehr zutreffen oder die wir mit dem heutigen Wissen anders beurteilen. Wir müssen damit vorsichtig sein, denn ein kurzer Blick in die Suchmaschine unserer Wahl verschafft uns zwar Informationen in Sekundenbruchteilen. Eine vernünftige oder gar differenzierte Bewertung nimmt sie aber nicht vor. Den Artikel weiterlesen »

    184 Kommentare
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