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  • PEGIDA-Attacken auf Flüchtlingscamp: „Wenn wir schon mal da sind …“

    geschrieben am 03. März 2015 von Joerg Wellbrock

    pegidaFoto: Die WELT

    Kommentar

    Inzwischen reicht es einigen Pegida-Anhängern nicht mehr, mit gut geölter Kehle „Wir sind das Volk zu brüllen!“. Jetzt wird auf einem Plakat betont, dass „nur wir“ das Volk seien, dass die „dort oben“ Heuchler, Lügner und – ganz wichtig! – Vaterlandsverräter seien. Passend zum raueren Ton der Pegida-Teilnehmer haben etwa zwei Dutzend Rechtsradikale in Dresden am 2.3. ein Protestcamp von Flüchtlingen angegriffen, das in der Nähe der Semperoper errichtet worden war. Unterstützt wurden die Angreifer verbal von ungefähr 100 Demonstranten, die sich als Maulhelden betätigten. Ein „Spaziergang“ der besonderen Art. Und sicher nicht der letzte. Den Artikel weiterlesen »

    29 Kommentare

    PEGIDA: Ab jetzt wird zurückgerufen!

    geschrieben am 16. Dezember 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    6191Foto: indymedia.org

    Mit Aussagen wie „Wer betrügt, der fliegt“ und Gedankenspielen wie dem darüber, dass Ausländer zuhause doch besser deutsch sprechen sollen, hat die Politik dem Volk etwas zugerufen: Wir trauen diesen Ausländern nicht! Das Volk hat den Ruf erhört und brüllt jetzt in Form von PEGIDA zurück.

    PEGIDA – das klingt irgendwie weich, fast wie ein Gesellschaftsspiel, das zu Weihnachten nach der Bescherung gespielt wird. Was aber hinter der Abkürzung steht, klingt weit weniger geschmeidig: „Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Mal abgesehen davon, dass gemäß der deutschen Rechtschreibung das Wort „Gegen“ in diesem Zusammenhang nicht unter die Großschreibung fällt, fragt man sich spontan, wie akut diese Gefahr tatsächlich ist, also die des untergehende Abendlandes. Den Artikel weiterlesen »

    318 Kommentare

    Merkels erbärmliche Hetze gegen die „Sozialunion“

    geschrieben am 22. Mai 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    merkel_dark
    Kommentar

    Mit diesem Gutachter würde Angela Merkel sicher gern mal ein Häppchen essen gehen. Gemeint ist der Jurist, der gegenüber dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Empfehlung ausgesprochen hatte, Zuwanderern unter bestimmten Voraussetzungen die Hartz-IV-Leistungen zu entziehen. Wer nur nach Deutschland kommt, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, dem können diese verweigert werden. Zwar steht noch aus, ob der EuGH dieser Empfehlung folgt. Für Merkel war sie aber eine Vorlage, um kurz vor der EU-Wahl reichlich Stimmung zu machen. Wahrscheinlich zielt sie auf Stimmen auf dem AfD-Umfeld ab. Und womöglich geht ihre Rechnung sogar teilweise auf. Der Feldzug ist und bleibt dennoch erbärmlich. Den Artikel weiterlesen »

    140 Kommentare

    „Hexenjagd“ – Alle doof, außer Ulla oder: Die große Angst der Ursula Sarrazin vor klugen, kleinen Kindern

    geschrieben am 05. Mai 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    HexeFoto: Wikimedia Commons

    Das Buch „Hexenjagd – Mein Schuldienst in Berlin““ von Ursula Sarrazin ist erstens schon anderthalb Jahre alt und zweitens eigentlich nicht der Rede wert, weil es so schwach ist, dass die Lektüre einer Strafe gleicht. Wäre da nicht ein Rechtsstreit, der zwischen der Buchautorin und einer Mutter seit Erscheinen des Buches ausgefochten wird. Es geht um die Nennung des vollen Vor- und Nachnamens eines minderjährigen Kindes, das daraufhin massive psychische Probleme bekam. Sarrazin ficht das nicht an.

    Eigentlich gibt es ja keine Hexen. Wenn man sich allerdings die Tortur antut, das im Jahr 2012 erschienene Buch von Ursula Sarrazin von vorn bis hinten durchzuackern, könnte man zumindest auf die Idee kommen, hier geht es um einen Fluch, der auf die unschuldigen Leser übertragen werden soll. Sarrazin wollte, nachdem sie aus dem Berliner Schuldienst – ihrer letzten Station als Lehrerin – ausgeschieden ist, aus sicherer Distanz die Grausamkeiten des Berliner Schulwesens beschreiben und beschränkt sich dabei auf alberne, subjektive Schuldzuweisungen einerseits und pure Selbstbeweihräucherung andererseits. Akribisch genau berichtet sie von der Unfähigkeit nahezu aller Lehrkräfte, die sie fast verschwörerisch beschreibt, stellt die Kompetenzen der Schulleitung infrage, schimpft auf Eltern, die keine Ahnung von Erziehung haben und ist sich nicht zu schade, das alles mit Datum und Uhrzeit zu kennzeichnen, was die Leser des Buches zusätzlich ermüden dürfte. Sich selbst sieht sie in diesem ganzen Szenarium als Opfer, unverstanden, ungehört. Und zwar als eines, das es so richtig schwer hat, denn ihrer Meinung nach ist es nicht etwa so, dass sie rechthaberisch ist, wie ihr von Kollegen, Vorgesetzten und Eltern vorgeworfen wurde. Ihre Schwäche, auf der alle Welt herum trampelt, ist die Wahrheit. Nachdenklich klingt das, wenn Sarrazin schreibt: „Ich hatte eben meistens tatsächlich Recht.“
    Das arme Ding, das. Den Artikel weiterlesen »

    100 Kommentare

    Von Hartz IV für Rumänen, der bösen EU und niederen deutschen Instinkten

    geschrieben am 10. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Als SPIEGEL ONLINE auf Facebook titelte „Einschätzung der EU-Kommission: Arbeitslose Ausländer haben Anspruch auf Hartz IV“, dauerte es nicht lange, bis die Kommentarfelder mit erbosten Wutausbrüchen gefüllt wurden. Einer beklagte: „Klar! Und Begrüßungsgeld. Und eine Grundausstattung für die erste Wohnung. Und eine Familienmonatskarte für den ÖPNV. Und ein Auto. Und Tankgutscheine. Und…“.
    Ein anderer meinte: „Super, gehen wir mal fröhlich für die ganze EU arbeiten. Das motiviert…“.
    Es gab noch mehr Kommentare, und die meisten waren sich einig, wie schrecklich das ist, dass wir armen Deutschen ganz Europa „füttern“ müssen und dass – Zitat – „denen noch leichter unser Geld in den Arsch gesteckt“ werden soll. „Unfassbar“ sei das.

    Das stimmt. Es ist unfassbar, mit welcher Großkotzigkeit und Arroganz die Meinung vorherrscht, wir würden ganz Europa versorgen. Es ist unfassbar, wie mit aufreizender Ignoranz übersehen wird, dass Deutschland einen gehörigen Anteil an der wirtschaftlichen Schieflage zahlreicher europäischer Länder hat. Unfassbar auch, dass wir seit Jahren auf Teufel komm raus exportieren, ohne die negativen Folgen dieser Politik auf das europäische Ausland zu bedenken. Es ist nicht zu fassen, dass wir hierzulande unterirdische Löhne zahlen und andere Länder gleichzeitig ausbluten. Den Artikel weiterlesen »

    244 Kommentare
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