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    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Heckmeck

    geschrieben am 27. Mai 2011 von Spiegelfechter

    Alle Jahre wieder erobert ein boshaftes Mikrob das Herz der Medien. Die „German Angst“ will gefüttert werden und so richtig glücklich sind wir erst, wenn die Zeitungen und Nachrichten uns von neuen Seuchen berichten. Im Jahre 2003 hatte Deutschland Angst vor SARS – als sich der Nebel der Hysterie lichtete, stellte das Robert-Koch-Institut (RKI) fest, dass sich lediglich 10 Deutsche infiziert hatten, keiner davon im Inland. Zwei Jahre später rollte die Vogelgrippe über Deutschland und kostete einige Schwäne und Enten das Leben und den Großteil der Deutschen den Verstand – physisch kam jedoch niemand zu Schaden. Das änderte sich, als Deutschland im Jahre 2009 von der fiesen Schweinegrippe überrollt wurde. Ein Jahr später meldete das RKI für Deutschland 226.000 bestätigte Fälle, darunter 258 Todesfälle. Ein Schrecken und zugleich ein Segen – da der Influenza-Subtyp H1N1 gefährlichere Subtypen der Grippe verdrängte, starben in diesem Jahr so wenig Deutsche an einer Grippe, wie nie zuvor. Wie viele Deutsche an den Folgen der zeitgleich grassierenden Hysterie starben, ist jedoch nicht belegt.

    Heute hält ein Horror-Bakterium mit dem gemeinen Namen „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ das Land in Atem – da „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ und das von ihm hervorgerufene „enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom“ jedoch zu lang für die Titelzeile der BILD sind, spricht man lieber von Ehec. Ehec ist zweifelsohne für die Deutschen gefährlich und hebt sich darin schon einmal „positiv“ von den Horror-Seuchen der letzten Jahre ab. Es gab bereits erste Todesfälle, die Zahl der Neuerkrankungen ist signifikant. Die Berichterstattung in den Medien ist jedoch – einmal mehr – eine reine Katastrophe. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wahrheit sucht man in den Medien jedoch vergebens. Stattdessen bestimmt eine aufgeregte Hysterie die Berichterstattung.

    Am Mittwoch hatte das RKI aufgrund erster Analysen eine Empfehlung herausgegeben, die den Bürgern nahelegte, Salat, Gurken und Tomaten in(!) Norddeutschland zu meiden. Gegen diese Empfehlung ist sicherlich nicht viel einzuwenden. Die Medien hörten jedoch nicht so richtig zu und schrieben stattdessen, dass das RKI die Bevölkerung vor Salat, Gurken und Tomaten aus(!) Norddeutschland warnte.

    Das RKI rät dringend, vorsorglich bis auf Weiteres Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland nicht roh zu verzehren!
    bild.de

    Keine Tomaten, kein Salat aus Norddeutschland
    Wo kommt der EHEC-Keim her? Erste Experten raten davon ab, Tomaten, Gurken und Salat aus Norddeutschland zu essen. Für die Gemüsehändler ist die Warnung ein Desaster.
    Augsburger Allgemeine, stellvertretend für unzählige Blätter, die Agenturmeldungen von afp, dapd und dpa gedruckt haben.

    Am Mittwochabend hatte das Robert-Koch-Institut dringend vom Verzehr von Blattsalaten, Tomaten und Gurken aus Norddeutschland gewarnt
    NDR

    Behörde warnt vor norddeutschem Gemüse
    Die lebensbedrohliche Darmerkrankung breitet sich immer dramatischer aus. Jetzt warnt das Robert-Koch-Institut davor, rohe Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland zu essen
    SPIEGEL Online

    Die kleine Verwechslung der Wörter „in“ und „aus“ ist jedoch sehr problematisch. Dabei ist der ungerechtfertigte Umsatzrückgang für norddeutsche Agrarprodukte eher als „Kollateralschaden“ der Hysterie zu verbuchen. Richtig ärgerlich wäre es jedoch, wenn einige Konsumenten die gesunde norddeutsche Gurke aufgrund der Medienberichte in den Müll geworfen und stattdessen zur vermeintlich unbelasteten spanischen Gurke gegriffen hätten. Auf diese Art und Weise kann der journalistische Schlendrian sogar Menschenleben kosten.

    Dabei hätte ein einziger Anruf bei einem sachverständigen norddeutschen Bauern oder jedem Hobbygärtner genügt, um ernsthafte Zweifel an der Warnung vor norddeutschem Gemüse zu wecken. Salatgurken (Cucumis sativus) werden in unseren Breitengraden erst in der zweiten Maiwoche im Freilandanbau ausgesät, die Ernte beginnt erst im Sommer. Die norddeutschen Exemplare, die momentan auf den Märkten gehandelt werden, stammen aus Gewächshäusern. Es dürfte jedoch bekannt sein, dass kein Bauer sein Gewächshaus mit Gülle düngt.

    Wer nun, da spanische Gurken als Infektionsquelle gehandelt werden, denkt, die Hysterie könnte abflachen, kennt jedoch die deutschen Medien und die „German Angst“ schlecht. Wir dürfen gespannt sein, welche Stilblüten uns in der nächsten Woche erwarten. Die Verantwortlichen aus Spanien streuen bereits die Version, ihre schönen Gurken seien den unachtsamen deutschen Importeuren heruntergefallen – mitten in den Kuhdung, der bekanntlich den Hamburger Großmarkt bedeckt. Nun ja. Den Vogel schießt jedoch einmal mehr der Verschwörungstheoretiker Udo Ulfkotte ab, der von einem „Fäkalien-Dschihad“ phantasiert, der von „orientalischen Erntehelfern“ auf Spaniens blühenden Feldern geführt wird. Zumindest wird es nicht langweilig. Nur gut, dass bei all der Hysterie die “wirklichen Gefahren” der Mikrobiotik, wie beispielsweise multiresistente Krankenhauskeime, an denen jeden Tag mehr als 10 Menschen in Deutschland sterben, immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden.


    Jens Berger

    209 Kommentare
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    Das hilft bei Strahlung

    geschrieben am 31. März 2011 von Spiegelfechter

    ein Gastartikel von Jürgen Apitzsch

    Zunächst einmal: Keine Panik. Es macht keinen Sinn, sich ängstlich vor radioaktiver Belastung verstecken zu wollen. Wie die Erfahrungen aus Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl deutlich zeigen, kann niemand der Strahlung entgehen, wenn erst einmal eine großflächige Kontamination vorliegt. Egal ob wir uns davor ängstigen oder nicht. Allenfalls kann man versuchen, möglichst wenig strahlende Spaltprodukte aufzunehmen und möglichst viele der bereits aufgenommenen radioaktiven Schadstoffe auszuleiten. Hierzu bieten sich glücklicherweise eine ganze Reihe interessanter Möglichkeiten an. Auch gilt es das Immunsystem zu unterstützen, dass, wie alle Systeme mit hoher Zellteilungsrate, besonders unter der Strahlung leidet.

    Die Gefahr rechtzeitig erkennen

    Nur dann können wir uns gegen einen Anstieg radioaktiver Strahlung schützen, wenn wir rechtzeitig davon erfahren. Staatliche Stellen wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) sind eine Möglichkeit. Unter odl.de finden sich im Internet die Ergebnisse eines bundesweiten Messnetzes, das die Gamma- Ortsdosisleistung anzeigt. Wer offiziellen Stellen nicht blind vertrauen möchte, kann sich auch eines privaten Messnetzes bedienen. Unter you-measure.com können bundesweit privat erstellte Messergebnisse eingepflegt als auch eingesehen werden. Falls das nicht genügen sollte, so besteht immer noch die Möglichkeit, sich selbst einen Geigerzähler zuzulegen, der Preis für ein solches Gerät variiert zwischen 300 und 400 Euro. Ein interessantes Gadget ist in diesem Zusammenhang der PM1208 Wrist Gamma Indicator. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Armbanduhr mit eingebautem Geigerzähler, der die Umgebungsstrahlung in Mikrosievert pro Stunde (μSv/h) misst und ab einem verdächtigen Grenzwert ein akkustisches Warnsignal ertönen lässt. Die Uhr, die zudem auch bis 100 m Tiefe wasserdicht ist, kostet rund 320 Euro und ist erhältlich bei Polimaster Inc. Virginia. Eine sehr viel kostengünstigere Alternative, die ohne jede Technik auskommt, bietet eine Zimmerpflanze. Die blaue Dreimasterblume (Tradescantia Virginiana) sieht nicht nur hübsch aus.

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    Kein Grund zur Dioxin-Panik

    geschrieben am 05. Januar 2011 von Spiegelfechter

    Der jüngste Fall von dioxinkontaminierten Agrarprodukten erfüllt alle Vorrausetzungen für eine Hysterie-Kampagne – betroffen sind vor allem Großbetriebe, der Verursacher der Kontamination ist ein Futtermittelhersteller. Das Toxin hat einen griffigen Namen mit “x” und ist aus der Vergangenheit im Zusammenhang verheerender Umweltskandale bekannt. Es wäre ein echtes Wunder, wenn dieser “Skandal” nicht hysterisch von Medien und Politik ausgeschlachtet werden würde, zumal in diesem Fall diverse Fraktionen ihre ureigenen Interessen propagieren können. Das eigentliche Opfer ist – wie meist – der Verbraucher, der nun nicht etwa unter giftigen Eiern, sondern unter der bereitwillig gestreuten Hysterie zu leiden hat.

    Giftig, omnipräsent und erfolgreich bekämpft

    Was uns als “Dioxin” bekannt ist, stellt strenggenommen einen Sammelbegriff dar, der insgesamt 75 Dibenzoldioxine und 135 Dibenzofurane zusammenfasst. Aus toxikologischer Sicht werden zu Dioxin meist auch noch “dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCBs)” gezählt, die beispielsweise in Kunststoffen und Weichmachern enthalten sein können. Dioxin entsteht bei Verbrennungsprozessen, wenn organische Verbindungen in Gegenwart von Halogenverbindungen (Chlor oder Brom) oxidieren. Dies kann bei der Müllverbrennung oder beim Recycling geschehen, hat aber auch natürliche Ursachen – auch bei Waldbränden oder Vulkanausbrüchen entsteht Dioxin. Dioxin ist ubiquitär und somit in unterschiedlicher Konzentration weltweit vorhanden und kann sogar in Gesteinsproben nachgewiesen werden, die hunderte Millionen Jahre alt sind.

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    Was macht eigentlich die Schweinegrippe?

    geschrieben am 04. Januar 2010 von Spiegelfechter

    Die Schweinegrippe schwächelt ? bei der Wahl zum Unwort des Jahres belegte sie nur den dritten Platz und selbst im chronisch hysterischen Twitter-Netzwerk konnte sie als Hashtag nur den zweiten Platz in der Jahresbestenliste belegen. Für die Krankheit an sich interessiert sich derweil kein Schwein ? kommunale Schweinegrippe-Hotlines werden bereits mangels Nachfrage wieder eingestellt. Bei genauerer Betrachtung ist die Schweinegrippe sogar ein medizinischer Segen. Der relativ ungefährliche H1N1-Virus hat gefährlichere saisonale Influenzaviren verdrängt, wodurch die Zahl der Grippetoten in diesem Jahr wohl ein historisch niedriges Niveau erreichen wird. Wenn die horrenden Kosten für die Allgemeinheit nicht wären, könnte man dieses Medienphänomen wohl getrost unter der Kategorie “Hype des Jahres” abheften. Die eigentliche Krankheit ist nicht die Schweinegrippe, sondern die Schweinengrippenpanik ? sie hat zwar keine Menschenleben gefordert, aber dafür weltweit öffentliche Mittel in Richtung Pharmaindustrie umgelenkt. Der große Verlierer der Schweinegrippenpanik ist derweil die WHO. Wer einmal übertreibt, dem glaubt man nicht ? bei der nächsten Pandemie werden die professionellen Hysteriker aus Genf vielleicht nicht mehr ernst genommen.

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    Karbonkapitalismus

    geschrieben am 16. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Die billionenschwere Kehrseite der Kopenhagen-Agenda

    Die Klimakonferenz in Kopenhagen wird nicht nur von Umweltschützern mit Argusaugen beobachtet. Auch die großen Investmentbanken wollen nun ernten, was ihre Lobbyisten über Jahre hinweg gesät haben. Der Handel mit Emissionsrechten könnte schon in fünf Jahren ein Billionenvolumen erreichen und sich somit vortrefflich für neue Finanzmarktinnovationen eignen. Die Turbobanker an der Wall Street wissen schließlich am besten, wie man aus heißer Luft schwindelerregende Profite machen kann. Dabei ist es mehr als fraglich, ob ausgerechnet die Finanzmärkte, die sich vor kurzem noch nicht einmal aus eigener Kraft vor sich selbst retten konnten, nun ausgerechnet die ganze Welt vor der drohenden Klimaerwärmung retten können.

    Die Welt in guten Händen

    Blythe Masters ist trotz ihres vergleichsweise jungen Alters bereits eine Wall Street-Legende. 1997 entwickelte die damals 35jährige mit ihrem Team bei JP Morgan ein Finanzprodukt namens Bistro, mit dem sie die Kreditausfallrisiken verschiedener JP Morgan-Kunden in einem handelbaren Papier bündelte. Bistro wurde ein durchschlagender Erfolg. Die von Masters entwickelten Credit Default Swaps wurden schnell zu dem, was Investment-Guru Warren Buffet einmal “finanzielle Massenvernichtungswaffen” nannte ? ein komplett intransparenter Markt im einem “Vorkrisenvolumen” von 60 Billionen US-Dollar. Die Mutter der Finanzbombe überlebte auch die von ihr mitverursachte Finanzkrise und ist nun bei JP Morgan als “Global Head of Commodities” unter anderem für die Entwicklung neuer Finanzinnovationen im Bereich Umwelt und Klima zuständig. Auf diesem Gebiet haben Masters und JP Morgan große Pläne, schließlich darf man in der bunten Welt der Blythe Masters so eine wichtige Sache wie die Rettung der Welt nicht alleine der Politik überlassen:

    “Man kann keine erfolgreiche Klimapolitik betreiben, ohne die Finanzbranche ganz maßgeblich daran teilhaben zu lassen”
    Blythe Masters, JP Morgan

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