BILD kämpft gegen die Mullahschwebebahn!
geschrieben am 31. Mai 2007 von Spiegelfechter
Eine Unverfrorenheit sondergleichen! Da maßt sich der Irre aus Teheran (BILD-Slang für den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad) doch an, das Prunkstück deutscher Technologie kaufen zu wollen. Den Exportschlager schlechthin, der für “Deutschland” steht, wie sonst nur die Kuckucksuhr – den Transrapid, oder wie BILD es schreibt ?unseren Transrapid?.
Warum Iran ausgerechnet den Transrapid für den Transport von jährlich 12 bis 15 Millionen Pilgern von Teheran ins 800 Kilometer entfernte Maschhad einsetzen will, bleibt wohl das Geheimnis der ?Atom-Mullahs?. China und auch Deutschland haben offensichtlich kein Interesse daran, teure Spitzentechnik ?Made in Germany? einzusetzen, wenn es denn auch preiswerter geht.
Glaubt man Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden, so ist der Pilgerzug von Christen für Moslems gar nur eine Finte. Sie befürchtet allen Ernstes, ?[dass] der geplante Transrapid nicht nur Pilger, sondern auch Waffen und Terroristen transportieren könnte.? Das sollte die Marketingabteilung des Transrapid-Konsortiums nicht ungehört verpuffen lassen! Der Transrapid als Waffentransporter wäre eine geniale Nischenlösung. Dort wo es beim Waffentransport vor allem auf Geschwindigkeit ankommt und Kosten eine untergeordnete Rolle spielen, wäre der Transrapid erste Wahl ? nun ja, hinter dem Flugzeug, Zügen, die funktionieren, und einem VW Polo mit einem ?Eilige Arzneimittel?-Tarnaufkleber.
Das Problem der transrapidreisenden Terroristen, welches Frau Knobloch so sehr am Herzen zu Liegen scheint, könnte der deutschen Wirtschaft indes Folgeaufträge in Milliardenhöhe einbringen. Eine lückenlose Videoüberwachung, mit biometrischer Schnellidentifizierung und RFID-Fahrkarten, die mittels Geruchssensoren ?böse? Fahrgäste den Sicherheitsbehörden melden, wären, ähnlich wie der Transrapid selber, ein Wunschkind deutscher Politiker, das in Deutschland selbst, dem Volk ‘leider’ nur schwer zu vermitteln ist.
Aber Wirtschaft hin, Wirtschaft her, – der Arbeitsmarkt boomt und der ?Weltmeister? kann sich seine Kunden aussuchen. Als Anwalt des kleinen Mannes und einzig legitimes Sprachrohr für die Themen Rechtschaffenheit und Anstand mahnt die BILD auch tief betroffen: ?Auch für Weltmeister gibt es Grenzen?, wobei der BILD-Setzer das obligatorische Ausrufezeichen hinter der Überschrift vergessen haben muss.
?Seit Jahrzehnten wird versucht, den Ajatollahs über enge Wirtschaftskontakte beizubringen, wie man sich auf der internationalen Bühne benimmt. Ergebnis? Fehlanzeige!?
Undank ist der Welten Lohn und Benimm für Mullahs ein Fremdwort ? da macht man ihnen vor, wie sich eine Wirtschaftsnation nach deutschem Schrot und Korn zu benehmen hat, wie Betriebsräte in den Puff nach Brasilien eingeladen werden, Mitarbeiter nach Billigtarifen entlohnt werden, während die Kapitalmaximierung des oberen Managements internationalen Standards angepasst wird und Schmiergelder effektiv eingesetzt werden können. Und was kommt dabei heraus? Noch nicht mal den Hut nimmt dieser Ajatollah beim Essen ab ? so wird das nie was, mit dem Benimm nach teutonischer Art.
?Im Klartext: Für einen Staat, der mit antisemitischen Tiraden Politik macht, ein Regime von Fanatikern, das Israel von der Landkarte tilgen will, gibt es keine Spitzentechnik ?Made in Germany?.
Im Klartext: Spitzentechnik ?Made in Germany? gibt es nur für Staaten, die von der USA vor dem Weltsicherheitsrat bei jeder Gelegenheit geschützt werden, Angriffskriege starten, ein Apartheidsregime etabliert haben und anderen Staaten offen mit einem Atomschlag drohen, wenn diese ihre Nuklearambitionen nicht einstellen. Solche Staaten bekommen auch nicht nur Pilgerzüge, sondern ?High-Tech? aus deutschen Werften und Waffenschmieden. Bezahlen müssen solche Staaten ihre Waffentechnik auch nicht ? für solche Staaten zahlt auch gerne der Steuerzahler.
?Für Antisemiten ist der Exportladen geschlossen ? egal, ob es um Arbeitsplätze geht oder um Dollar-Millionen.?
Denn Dollar-Millionen lassen sich vortrefflich mit den Menschenrechtsfreunden in China, den Frauenrechtlern aus Saudi-Arabien, den lupenreinen Demokraten aus Turkmenistan und Usbekistan und den Umweltaktivisten aus Nigeria machen ? da braucht man keine Antisemiten. Und ein Volk, dessen Präsident ein antisemitischer Idiot ist, muss sowieso in Sippenhaft genommen werden ? gut, dass Bush zwar ein Idiot, aber kein Antisemit ist.
BILD hat sogleich drei ?redliche? Kommentatoren ausgegraben, die ihren üblichen Sermon zu diesem Thema kundtun dürfen, was BILD dann unter ?Proteste in Deutschland!? zusammenfasst, diesmal mit BILD-typischen Ausrufezeichen.
Einer der Kommentatoren ist der CDU-Hoffnungsträger, Merkel-Groupie und fleischgewordene feuchte Traum einsamer JU-Matronen Ecki von Klaeden ? leider darf er in BILD nur sagen, dass er das iranische Angebot ?unseriös? findet ? damit bügelt das Merkel seine all zu kecken Avancen auch immer ab.
Wo es um das Thema Iran und Antisemitismus geht, ist natürlich der wackere Kämpfer gegen Drogenkonsum und Zwangsprostitution Paolo Pinkel nicht weit. So befindet er in BILD – ?Ein Skandal! Iran ist das gefährlichste Land der Welt, hat einen antisemitischen Irren an der Spitze.? Warum Iran das gefährlichste Land der Welt sei, bleiben uns Pinkel und BILD selbstverständlich schuldig ? dies ist auch eher die Außenseitermeinung von moralisch integeren Ex-Moderatoren und SPIEGEL-Redakteuren auf Steroiden – und daher auch gar nicht ernst zu nehmen.
Einen wichtigen Punkt bringt hingegen der CSU-”Außenexperte? Lintner via BILD ins Spiel:
?Solange Teheran den Holocaust leugnet und Israel von der Landkarte tilgen will, sollten wir keine solchen Geschäfte mit den Mullahs machen.?
Nein, dies ist noch nicht der wichtige Punkt, sondern das übliche, bewusst gefälschte Mantra der Kriegshetzer und Kulturkämpfer, wenn es um den Iran geht.
?Außerdem ist der Transrapid ein Stück Hochtechnologie ? und ich kann nicht ausschließen, dass die Iraner sich etwas abgucken wollen.?
Da legt Herr Lintner seinen Finger mit schonungsloser Offenheit mitten in die Wunde. Nicht auszudenken, wenn die Atommullahs sich ?unseren? Transrapid ?abgucken? und wohlmöglich mit einer billigen (atomgetriebenen?) Kopie ?uns? relevante Anteile auf dem boomenden Markt der Magnetschwebebahnen abgaunern würden. Nein, das geht natürlich auf keinen Fall. Da verkaufen “wir” den Transrapid doch lieber in ein Land, dessen Bewohner Achtung vor geistigem Eigentum und Patenten haben – nach China.
Jens Berger
Bildnachweis: Mockstar, Mary Loosemore, Sumergenius, Arbeiterfotographie.com
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Eiligst wurde von den SPD-Granden eine Taskforce aus Spin-Doktoren und professionellen Werbern einberufen um gegenzusteuern; leider erfolglos, hatte man doch schon alles ausprobiert. So konnte Dingens erst jüngst einen riesigen PR-Coup landen, als er einem Arbeitslosen riet, sich doch zu waschen und zu rasieren, dann klappe es auch mit dem Job. Weitere PR-Coups scheiterten allerdings. Ein Auftritt bei Deutschland sucht den Superstar wurde von RTL abgelehnt, da er für die Zielgruppe nicht interessant genug sei und Werbekunden verschrecke, und der SPD-Sessel bei Christiansen ist noch bis 2020 von Sigmar Gabriel abonniert. Andere Polittalkshows lehnen einen Auftritts Dingens wegen seines mangelnden Bekanntheitsgrades ab. ZDF-Politikchef Nikolaus Brender sagte dem SPIEGELFECHTER in einem Interview, ?was soll ich denn mit dem ? ähm, wie hieß der noch mal? Den kennt doch keine Sau, das ist ein Quotenkiller?.


Diese Worte
Zum Niedriglohnsektor, der in Deutschland rund 6 Millionen Arbeitskräfte 
Anders als die üblichen Claquere ist das Merkel nämlich seltsamerweise nicht der Meinung, Kohl solle diesen Preis bekommen und sich in die Reihe so illustrer Friedensaktivisten wie Henry Kissinger, Jassir Arafat, Schimon Peres und Jitzhak Rabin einreihen. Als Motiv für Merkel