Schweinchen Babe im Exklusivinterview
geschrieben am 14. Januar 2008 von Spiegelfechter
SF: Herzlich willkommen Herr Koch. Ihr Wahlkampfthema “gewalttätige jugendliche Ausländer” entwickelt sich langsam zum Boomerang. Erst heute distanzierte sich ihr Kollege Wulff …
Koch: Kollege? Ein feiner Kollege ist das, dieser Streber. Politiker, wie dieser Wulff, werden gewählt, weil sie so schön lächeln können und schick aussehen, wenn sie sich den Strickpulli um die Schultern legen. Ein Koch muss hingegen durchgreifen und Stärke demonstrieren – mir ist nie etwas geschenkt wurden.
SF: Ihr Vater war hessischer Justizminister und einflussreicher CDU-Landespolitiker.
Koch: Das tut jetzt hier nichts zur Sache.
SF: Was hätte ihr Vater als Jurist eigentlich zu ihrer Kampagne gesagt, die ja von sämtlichen namenhaften Juristen als Populismus abgewatscht wurde?
Koch: Ach, was wissen diese Gutmenschen denn. Hier herrscht Krieg! Auf den Strassen herrscht Krieg! Jung gegen alt, Ausländisch gegen Deutsch! Jeder gegen Jeden! Krieg!
SF: Herr Koch, so beruhigen Sie Sich doch.
Koch: Ich bin ruhig! Ich spreche für die schweigende Mehrheit des Volkes. Wer in Deutschland lebt, muss sich auch an deutsche Sitten und Gebräuche halten.
SF: Was stellen Sie Sich konkret darunter vor? So etwas, wie in ihrem berüchtigten “6-Punkte Programm”?
Koch: Ganz genau – den Müll trennen, im Bus aufstehen, wenn eine alte Dame keinen Platz findet, ordentlich grüßen.
SF: Ordentlich grüßen. So wie 1937?
Koch: Genau. Ähm, nein – natürlich nicht.
SF: Ihr Wahlkampf baute seit Beginn auf Ressentiments. Ursprünglich sollte das Burka-Verbot an hessischen Schulen Wahlkampfschlager werden.
Koch: Ja, das ist ein Hammerthema – nicht wahr? Das war meine ganz persönliche Idee!
SF: Aber an hessischen Schulen gibt es doch keine einzige Lehrerin in Burka.
Koch: Seh´nse? Und wem hat Hessen das zu verdanken? Ich sage ja, ein Hammerthema.
SF: In der Tat. Nur kamen dann zwei Jugendliche im entfernten München und gaben ihnen eine Steilvorlage …
Koch: München ist überall! Deutsche U-Bahnen müssen wieder sicher sein. Man darf da keine Scheuklappen tragen und den Finger in die Wunde legen.

SF: In welche Wunde?
Koch: Was dem Deutschen sein Kegelabend, ist dem Ausländer seine U-Bahn Schlägerei. Da hilft nur eins: Zick Zack! Einsperren und Abschieben!
SF: Glauben Sie das, was Sie sagen, eigentlich selbst?
Koch: Darum geht es hier doch nicht. Denken Sie etwa Frau Merkel würde an ihr Geschwätz glauben? Es geht doch letztendlich darum, dieses leidige Mindestlohn-Geschwafel der Sozen aus den Schlagzeilen zu verdrängen.
SF: Und um das zu erreichen, wollen sie jetzt Kinder ins Gefängnis sperren?
Koch: Ganz genau! Wenn diese Blagen im Knast sitzen, können sie nicht auf dumme Ideen kommen. Mein Referent ist bereits im Gespräch mit einigen Industriebetrieben, die gerne ihr Werksgelände für unsere Kinderorientierungslager öffnen würden.
SF: Orientierungslager? Das weckt aber böse Assoziationen.
Koch: Ach papperlappap. Denken sie doch bitte nur an den Standortvorteil für Hessen. Sie glauben gar nicht, wie geschickt diese kleinen Finger bestimmte Tätigkeiten ausführen können. Mein Kollege Rütgers hatte mit seinem Hammerthema “Kinder statt Inder” schon ganz recht.
SF: Herr Koch, sie machen mir Angst. Was sagen Sie eigentlich zu den Kritikern, die ihnen vorwerfen, mit falschen Zahlen zu operieren? Herr Pfeiffer kann belegen, dass die Zahl der schweren Straftaten von Jugendlichen in Hessen nicht etwa gesunken ist sondern gestiegen und dies nicht auf ausländische, sondern auf deutsche Jugendliche zurückgeht.
Koch: Die Zahl der KFZ-Diebstähle ist aber rückläufig, und das interessiert die Wähler. Wer fährt denn schon U-Bahn? Außerdem zitieren sie nicht vollständig. Herr Pfeifer sagt ja auch, dass besonders viele Aussiedler in Hessen durch viele Gewalttaten auffielen. Leider hat mir die Chefin persönlich verboten, dieses Fass aufzumachen, obwohl das natürlich ein Hammerthema wäre.
SF: Der Wahlkampf dauert ja noch ein paar Tage. Habe Sie noch ein paar Überraschungen im Ärmel, um vom leidigen Mindestlohn, wie Sie es nennen, abzulenken?
Koch: Na klar, Zick Zack! Hammerthemen noch und nöcher! Eigentlich darf ich das ja nicht sagen, aber ihr Internetkäseblatt liest ja eh niemand. Also, unser nächster Aufreger wird die Todesstrafe für Ausländer sein, die wir nicht abschieben können.
SF: Aber das widerspricht doch dem Grundgesetz.
Koch: Ach papperlappap – wen interessiert denn das Grundgesetz, wenn es um Wahlkampf geht. Wir haben das schon mit den Kollegen von der BILD abgesprochen – das wird ein echtes Hammerthema! Gammelfleisch ist auch noch so ein Thema. Haben Sie Sich noch nie gefragt, warum das immer im Döner gefunden wird und nie in der deutschen Bockwurst?
SF: Nun ja, es kommt aber doch meist aus bayerischen Schlachthöfen.
Koch: Da kamen die Münchner U-Bahn Schläger auch her, das zählt nicht. Haben Sie Sich noch nie gefragt, warum die armen deutschen Schlachthofbetreiber Gammelfleisch verkaufen müssen?
SF: Um ehrlich zu sein nein – aber Sie werden es mir bestimmt verraten.
Koch: Ganz genau! Das liegt an den hohen Löhnen in Deutschland. Deutsche Arbeiter sind zu teuer, daher arbeiten nur Ausländer in deutschen Schlachthöfen und die sind so faul, dass das Fleisch vergammelt.
SF: Och Herr Koch, das ist doch Unsinn.
Koch: Egal – das wird die Hammerkampagne! Passen Sie auf, eine Breitseite auf den Mindestlohn, die unsere Kernwähler hinter uns scharrt und die Sozen dumm aussehen lässt.
SF: Herr Koch, wir bedanken uns für das Gespräch.
Das Gespräch führte natürlich nicht Jens Berger für den SF, sondern es ist ein pures Produkt des Borderline-Journalismus.
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Das hat die CDU nun von ihrem Demographiewahn. Jahrelang fordern sie Wurfprämien und Zuchttaxen, so dass der Raum ohne Volk endlich wieder zu einem Volk ohne Raum wird. Und was machen die Blagen? Sie werden nicht Mitglied der Jungen Union, sondern balgen sich in deutschen U-Bahnhöfen mit Rentnern. So geht das natürlich nicht! „Wer in Deutschland lebt, hat sich ordentlich zu verhalten und die Faust unten zu lassen.“ weiß Roland Barnabas Koch. Und er wäre nicht der unsägliche Demogage, der er ist, wenn er nicht auch die Lösung in petto hätte – Es 

Ein Warnschussarrest ist es, was Koch vorschwebt, um jugendlichen Tätern einen Einblick in das deutsche Justizvollzugswesen zu vermitteln, der sie von weiteren Straftaten abhalten soll. Würde ein solches Verfahren Erfolg versprechen, so hätte man in Großbritannien positive Zahlen zu vermelden. Dort gibt es sogar einen verschärften „Warnschuss“, bei dem Jugendliche nicht etwa kurzzeitig in Jugendhaft gehen, sondern „echte Gefängnisluft“ schnuppern dürfen. Eine abschreckende Wirkung ist indes nicht zu beobachten – im Gegenteil: Viele verurteilte Jugendliche 
Die alte Tante SPD hat es nicht einfach. An diesem Wochenende trifft man sich zum großen Parteitag in Hamburg – Überraschungen wird es wohl keine geben und der verbale “Linksruck”, der mit einem Schmierentheater medial wirksam eingeleitet wurde, ist im schlimmsten Sinne eine Spiegelfechterei. Unter der achtjährigen Regentschaft des Brioni-Kanzlers hatte die Partei der Mehrheitssozialisten ihren Pakt mit dem Marktliberalismus geschlossen. Das Schröder-Blair Papier aus dem Jahr 1999 kann als Sündenfall der Sozialdemokraten gesehen werden. Eine antiideologische, streng pragmatische Politik, mit libertären Zügen, hatte Deutschland endgültig aus der wohligen Tristesse der Bonner Republik gerissen. Die vier Jahre später von Rot/Grün beschlossene Agenda 2010 setzte konsequent fort, was die neue Mitte als Model der Zukunft vorgesehen hatte – eine Ironie der Geschichte, dass Rot/Grün die konservativen Parteien auf der Schnellstraße des Sozialabbaus „links“ überholt hat.
Abgestraft wird die SPD dafür erst jetzt, da der Nebel der Scheinrealität langsam aufklart. Der viel besungene Aufschwung ist da, und niemand merkt es. Die Zahl der Arbeitslosen ist zwar kräftig zurückgegangen, aber die Zahl der Working Poor ist im gleichen Maße gestiegen – da Löhne bezahlt werden, die nicht nur unterhalb der Anstandsgrenze, sondern auch unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums liegen, muss der Staat zusätzliche Hilfsleistungen an die Niedriglöhner zahlen. Der freie Markt verlangt seine Opfer – dass viele Arbeitgeber in den Branchen, in denen Minilöhne gezahlt werden, prächtig verdienen und zu den reichsten Familien des Landes zählen, ist ein Treppenwitz der Solidargemeinschaft. Jahrelang wurde es versäumt die Binnenkonjunktur zu stärken – den Preis dafür bezahlt Deutschland durch eine immer größer werdende Schieflage zwischen den Einkommen der austauschbaren Arbeiter und Angestellten auf weniger qualifizierten Stellen, und hochqualifizierten Angestellten und Investoren.
Die Exportbranche, die im internationalen Vergleich sehr gut dasteht, würde von niedrigen Löhnen profitieren, wenn sie denn im internationalen Wettbewerb mit Sweat-Shops in Bangladesh und China stünde. Die sittenwidrig niedrigen Löhne werden aber in Branchen, wie dem Einzelhandel, der Gastronomie, dem Handwerk, der Dienstleistungsbranche und dem Einzelhandel gezahlt, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen und teilweise prächtige Renditen erwirtschaften. Die exportorientierten Betriebe in Deutschland haben aber ganz andere Probleme, als zu hohe Löhne oder Lohnnebenkosten. Die Lohnzurückhaltung und sinkende Lohnstückkosten habe bereits dazu geführt, dass die
Die Abkehr von einer Wirtschaftspolitik, die durch eine gerechte Lohnpolitik und eine breite Verteilung der erzielten volkswirtschaftlichen Gewinne, über die Binnenkonjuntur, einen sich selbst tragenden Aufschwung generiert, haben die Sozialdemokraten vollzogen, und eine Kurskorrektur ist – allen verbalen Plattitüden zum Trotz – mit diesen Genossen nicht zu erwarten. Der Platz in der politischen Mitte, die offen Marktliberalismus predigt, ist eng geworden. Merkel 
Sogar der Brioni-Kanzler mußte dafür in der letzten Woche vor die Mikros der Presse gezerrt werden. “Die Agenda 2010 sei nicht die 10 Gebote”, so Schröder. “Wer an ihr mitgearbeitet hatte, solle sich nicht als Moses begreifen” – was für eine “Breitseite” gegen den alten Parteisoldaten. Wäre alles nicht abgesprochen, so könnte man Schröder groben Undank vorwerfen – so bleibt nur einer grober Verlust der Bodenhaftung. Der Altkanzler mag nicht all zu bibelfest sein, aber wenn man sein Beispiel wörtlich nimmt, so stellt sich doch die Frage, was er damit eigentlich sagen will. Die “10 Gebote” kamen von Gott und Moses schrieb sie nieder, verwaltete sie und predigte nach ihrer Lehre. Müntefering verwaltet und predigt die Agenda, so viel ist klar, aber von wem bekam er die Agenda? Schröder ist Gott? Hallelujah!
Interessant wird es in Hamburg erst morgen, wenn “strittige” Themen, wie Mindestlohn und vor allem die Bahnreform aufs Parkett kommen. Man kann gespannt sein, ob die Vertreter der Basis sich von der neuen linken Nebelkerze haben einlullen lassen, oder ob es den erwarteten Widerstand gibt. Für die Spiegelfechter der CDU ist dies natürlich ein gefundenes Fressen. Oberkasper Pofalla empörte sich richtig dolle und als er wieder zu Atem kam, brabbelte er so sinnige Sachen, wie “Kurt Beck schickt sich an, der Linkspartei in Deutschland nachzueifern” und “er [Beck] wärmt die sozialdemokratische Seele mit einem programmatischen Ruck nach Links. Dies müsse Deutschland eine Warnung sein.” Genau Herr Pofalla – wenn solche halbherzigen Nebelkerzen, wie Becks ALG-I Offensive schon ein “Ruck nach Links” sind und eine Warnung für Deutschland, dann ist Deutschland wahrlich in einem traurigen Zustand. Um mit Schäuble zu sprechen: “Dann lehnen wir uns doch besser zurück und genießen die Zeit, die uns noch verbleibt”.
In der gestrigen „aktuellen Stunde“ ging es im Bundestag hoch her. Bundespanikminister Schäuble hatte in der FAS mal wieder tief in die Verunsicherungskiste gegriffen und den Anschlag mit einer „schmutzigen Bombe“ als unabwendbares Schicksal dargestellt. Das veranlasste die BAMS zu folgender Überschrift: „So dramatisch hat noch kein deutscher Politiker vor Terrorismus gewarnt! Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht offen von einem Anschlag mit Atomwaffen.“ – „aufgesext“ mit dem Bild eines Atompilzes. Zumindest konnte sich Schäuble zu einem wahrlich beruhigenden Schlusssatz durchringen: „Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben, weil wir uns vorher schon in eine Weltuntergangsstimmung versetzen.“ Dies kommentierte der SPD-Politiker Körper im Bundestag mit dem treffenden Vergleich “Trink ein Schoppen oder zwei, es ist ohnehin bald alles vorbei.”
„Schmutzige Bomben“ sind kein neues Thema, sie geistern seit mehreren Jahren durch die Gazetten. Als „schmutzige Bomben“ werden konventionelle Sprengkörper bezeichnet, denen radioaktive Substanzen beigemischt werden. Ziel ist die Verteilung der Isotope über ein größeres Areal. Als nukleare Komponenten kommen beispielsweise Cäsium 137, wie es in radiologischen Apparaten in der Medizin und in der Industrie vorkommt, oder Plutonium 239, wie es in Atomkraftwerken oder Atombomben vorkommt, in Frage. Während Cäsium 137 relativ einfach zu beschaffen ist, stellt die Beschaffung von Plutonium 239 schon ein größeres Problem dar, so dass man davon ausgehen kann, dass „Terroristen“ letzteres nicht in die Hände bekommen. „Home Growns“ werden schon große Probleme haben, größere Mengen Cäsium in ihren Besitz zu bekommen – anders als Wasserstoffperoxid kann man dies nicht im Internet bestellen.
Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz stellte auf seinen, mittlerweile verschwundenen,
Das Duo Infernale des Kabinetts Merkel, die Minister Schäuble und Jung, haben bereits ein immense Erfahrung angesammelt, wie sie die Grenzen des Rechtsstaates und des Anstands aushebeln können. Beide sind promovierte Juristen, was sie freilich nicht daran hindert, bei der Einhaltung von Gesetzen schon mal Fünfe gerade sein zu lassen, – so sind sie auch die einzigen Mitglieder im Kabinett, die trotz persönlicher Verfehlungen – schwer angeschlagen – die CDU-Spendenaffären überlebt haben. Auch die Treue zur Verfassung der ministerialen Version von Pinky und dem Brain lässt zu wünschen übrig – der eine soll sie qua Amt schützen, würde sie aber am liebsten nach Gutdünken ausdünnen, der andere hält sie bei der Umsetzung seiner Pläne für derart hinderlich, dass er sie mittels eines eigens dafür erfundenen „übergesetzlichen Notstandes“ ignorieren will.
Jung und Schäuble treten mit ihrem Rechtsempfinden direkt in die Fußstapfen des Nazi-Juristen Carl Schmitt, der die universelle Gültigkeit von rechtsstaatlichen Gesetzen ablehnte, die im Ausnahmefall die Regierungsbefugnisse einschränken. Schmitt sah in der Regierung den uneingeschränkten Souverän, dem es im Krisenfall obliegt, zu entscheiden was „richtig“ und was „falsch“ ist. „Es gibt keine Norm, die auf ein Chaos anwendbar wäre“, so Schmitt, – dies umschreibt recht treffend Jungs „übergesetzlichen Notstand“.
Der überwiegende Teil der Bundeswehr steht Jungs Plänen ablehnend gegenüber. Sowohl der Bundeswehrverband als auch der Bundeswehrpilotenverband stellen fest, dass ein solcher Befehl gesetzeswidrig wäre und die Soldaten laut
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