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  • Streikland Deutschland – sagt mal, geht’s noch?

    geschrieben am 20. Oktober 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    streikBild: komintern.at
    Kommentar

    Oje, oje! Erst dieser unverschämte Streik der GdL, jetzt kommt auch noch die Lufthansa! Man muss nur zwei Tage das Haus verlassen, um einen Kurzurlaub an der Nordsee zu machen und währenddessen Radio hören, um zu wissen: Diese verdammten Streikenden machen unser ganzes Land kaputt.

    Verständnis für Streik? Ja, ein bisschen vielleicht. Wenn er nicht so lange dauert und möglichst niemand davon betroffen ist (was ja wohl, wenn man mal kurz in sich geht, ziemlich absurd ist). Das ist der Tenor in weiten Teilen der Medien und bei Bürgern, die sich – ebenfalls in weiten Teilen der Medien – dazu äußern. Als am vergangenen Sonntag die Ankündigung zu hören war, dass nach den Lokführern jetzt auch noch die Piloten der Lufthansa in de Streik gehen, war das Gebrüll groß. Schon wieder Streik! Innerhalb weniger Tage erst die Lokführer, dann die Piloten? „Wird Deutschland ein Streikland?“ – fragte ein Nachrichtensprecher besorgt in einem norddeutschen Radiosender.
    Ja, geht’s denn noch? Man kann darüber streiten, was ein Streikland ausmacht – zum Beispiel der Mut eines Generalstreiks oder der Wille, sein Recht auch unter größten Anstrengungen durchzusetzen, selbst wenn darunter der gut gefüllte Kühlschrank leidet -, aber ausgerechnet das Deutschland des Jahres 2014 als Streikland zu bezeichnen, ist nicht mehr als ein schlechter Witz. Den Artikel weiterlesen »

    274 Kommentare

    Xavier Naidoo – kein Vorbild für Deutschland

    geschrieben am 16. Oktober 2014 von Gastautor

    Von Thorsten Wolff
    naidoo-aluhut

    Weshalb „Freiheitsfetischisten“ gefährlicher als Rechtsradikale sind

    Zuletzt musste der „Systemkritiker“ Naidoo selbst viel Kritik einstecken – u.a. nach seinem Auftritt bei den Reichsbürgern am 3. Oktober.

    Am häufigsten war in den meisten Artikeln folgender Vorwurf zu lesen: Eine zu geringe Distanz zu den Rechtspopulisten und ihrer braunen Ideologie. Man kann Naidoo berechtigterweise vorwerfen, die Reichbürger und andere Verschwörungstheoretiker mit seinen Auftritten aufzuwerten. Denn Rechtspopulisten sind auf Unterstützung von „anerkannten Prominenten“ angewiesen, um die „rechte Schmuddelecke“ verlassen zu können. Daher ist das Paktieren mit rechtslastigen Organisationen gefährlich und falsch. Den Artikel weiterlesen »

    285 Kommentare

    Antje Vollmer: Europäischer Scherbenhaufen

    geschrieben am 07. Oktober 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    EU-ScherbenBild: Romy Engel/pixelio.de

    Als mir gegenüber die Bitte geäußert wurde, einen Text von Antje Vollmer zu vertonen, war nach der Lektüre ihres Artikels schnell klar, dass ich diese Vertonung sehr gern vornehmen würde. Den Artikel weiterlesen »

    182 Kommentare

    Die Merkel: Das grässliche Entlein

    geschrieben am 24. September 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Foto: Federico Gambarini dpa Foto: Federico Gambarini dpa

    Angela Merkel ist eine Frau der Tat. Große Worte sind nicht ihr Ding. Sie macht und tut und man nimmt kaum Kenntnis davon. Nur die Konsequenzen müssen wir tragen, denn wo sie hin schlägt, wächst kein Gras mehr. Merkel macht das alles meist still. Und sehr effizient. Hier vier stichwortartige Beispiele

    Beispiel Klimakonferenz:

    Die „Klima-Kanzlerin“ hat genug von dicker Luft. Sie bringt nichts ein. Würde Merkel sich für den Schutz des Klimas einsetzen, hätte sie schnell Ärger am Hals. Zum Beispiel mit der Industrie. Deswegen blieb Merkel dem Klimagipfel in New York fern. Statt dessen watschelte sie zum „Tag der Industrie“. Man könnte ihr zugutehalten, dass sie ehrlich ist, sie stellt sich offen auf eine Seite und vernachlässigt die andere. Aber um Ehrlichkeit geht es nicht, es geht um Verantwortung. Und über die referiert Merkel doch so gern. Genau wie Gauck, von der Leyen oder Steinmeier. Aber Verantwortung bedeutet für Merkel & Co. – das wird gern verwechselt – nichts anderes als Einflussnahme. Und die muss gewinnbringend sein. Dieses blöde Klima stört da nur. Aus der vermeintlichen „Klima-Kanzlerin“ ist längst die „Prima-Kanzlerin“ geworden – alles ist gut, alles muss bleiben, wie es ist, alles in deutscher Hand. Eine grässliche Vorstellung! Den Artikel weiterlesen »

    80 Kommentare

    Antisemitismus: Unschuld ist lernbar

    geschrieben am 11. September 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    DBP_1983_1163_Verfolgung_und_WiderstandBild: Wikipedia

    Wie steht es bei deutschen Jugendlichen um den Antisemitismus? Eine schwierige Frage, die zu beantworten umfangreiche Beobachtungen notwendig macht. Die Geschichtsstunde an einer Berufsschule mit nur einem Lehrer ist sicher nicht repräsentativ. Aber sie zeigt, dass das Vergessen eine Gefahr ist. Eine Gefahr, die zu Wiederholungen neigt.

    Schufa, alles Juden!“ oder „Aldi gehört den Juden“. Derlei Sprüche sind in einer Berufsschulklasse, die der taz-Autor Stefan Moes besucht hat, Normalität. Wem das noch nicht deutlich genug ist, der möge dieses Zitat lesen: „Arschgefickte Juden … sind an allem schuld.
    Dann wissen wir das jetzt. Deutsche Jugendliche sind der Meinung, dass die Juden schuld sind (womit sie auch keine Deutschen mehr sein können, sonst funktioniert diese Logik nicht). Sehen das alle Jugendlichen so? Nein, natürlich nicht. Aber offenbar eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass „Jude“ eine allgemein oft verwendete Beschimpfung ist.
    Aber woran sind die Juden eigentlich schuld? Das wissen die Jugendlichen in der Berufsschule offenbar auch nicht so genau. Egal, jemand muss einfach die Schuld tragen. Daran, dass es nicht so gut läuft – was genau auch immer das nun wieder bedeuten mag. Alles ziemlich abstrakt. Und deswegen gefährlich. Den Artikel weiterlesen »

    462 Kommentare

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