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  • Die Merkel: Das grässliche Entlein

    geschrieben am 24. September 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Foto: Federico Gambarini dpa Foto: Federico Gambarini dpa

    Angela Merkel ist eine Frau der Tat. Große Worte sind nicht ihr Ding. Sie macht und tut und man nimmt kaum Kenntnis davon. Nur die Konsequenzen müssen wir tragen, denn wo sie hin schlägt, wächst kein Gras mehr. Merkel macht das alles meist still. Und sehr effizient. Hier vier stichwortartige Beispiele

    Beispiel Klimakonferenz:

    Die „Klima-Kanzlerin“ hat genug von dicker Luft. Sie bringt nichts ein. Würde Merkel sich für den Schutz des Klimas einsetzen, hätte sie schnell Ärger am Hals. Zum Beispiel mit der Industrie. Deswegen blieb Merkel dem Klimagipfel in New York fern. Statt dessen watschelte sie zum „Tag der Industrie“. Man könnte ihr zugutehalten, dass sie ehrlich ist, sie stellt sich offen auf eine Seite und vernachlässigt die andere. Aber um Ehrlichkeit geht es nicht, es geht um Verantwortung. Und über die referiert Merkel doch so gern. Genau wie Gauck, von der Leyen oder Steinmeier. Aber Verantwortung bedeutet für Merkel & Co. – das wird gern verwechselt – nichts anderes als Einflussnahme. Und die muss gewinnbringend sein. Dieses blöde Klima stört da nur. Aus der vermeintlichen „Klima-Kanzlerin“ ist längst die „Prima-Kanzlerin“ geworden – alles ist gut, alles muss bleiben, wie es ist, alles in deutscher Hand. Eine grässliche Vorstellung! Den Artikel weiterlesen »

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    Antisemitismus: Unschuld ist lernbar

    geschrieben am 11. September 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    DBP_1983_1163_Verfolgung_und_WiderstandBild: Wikipedia

    Wie steht es bei deutschen Jugendlichen um den Antisemitismus? Eine schwierige Frage, die zu beantworten umfangreiche Beobachtungen notwendig macht. Die Geschichtsstunde an einer Berufsschule mit nur einem Lehrer ist sicher nicht repräsentativ. Aber sie zeigt, dass das Vergessen eine Gefahr ist. Eine Gefahr, die zu Wiederholungen neigt.

    Schufa, alles Juden!“ oder „Aldi gehört den Juden“. Derlei Sprüche sind in einer Berufsschulklasse, die der taz-Autor Stefan Moes besucht hat, Normalität. Wem das noch nicht deutlich genug ist, der möge dieses Zitat lesen: „Arschgefickte Juden … sind an allem schuld.
    Dann wissen wir das jetzt. Deutsche Jugendliche sind der Meinung, dass die Juden schuld sind (womit sie auch keine Deutschen mehr sein können, sonst funktioniert diese Logik nicht). Sehen das alle Jugendlichen so? Nein, natürlich nicht. Aber offenbar eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass „Jude“ eine allgemein oft verwendete Beschimpfung ist.
    Aber woran sind die Juden eigentlich schuld? Das wissen die Jugendlichen in der Berufsschule offenbar auch nicht so genau. Egal, jemand muss einfach die Schuld tragen. Daran, dass es nicht so gut läuft – was genau auch immer das nun wieder bedeuten mag. Alles ziemlich abstrakt. Und deswegen gefährlich. Den Artikel weiterlesen »

    462 Kommentare

    Sachsen-Wahl: Rechts so, liebe Leute

    geschrieben am 01. September 2014 von Joerg Wellbrock

    Grundsätze für vegane ErnährungFoto: AP

    Kommentar

    Es war eigentlich wie immer nach Wahlen: Alle Beteiligten – sieht man einmal von der FDP und den Piraten ab, die gleichermaßen schon eine ganze Weile mit der Tarnkappe durchs Land streifen – waren so richtig zufrieden. Weil sie die Regierung stellen, ein paar Gewinne einfahren oder zumindest die Verluste in Grenzen halten konnten, und natürlich, weil letztlich die NPD an mickrigen 808 Stimmen scheiterte und nun doch nicht in Sachsen mitspielen darf.
    Wahlergebnisse schönzureden gehört zur Grundausbildung eines Politikers, und nahezu alle Beteiligten erledigten ihren Job souverän. Was ziemlich langweilig für Wähler und Fernsehzuschauer war. Also Friede, Freude, Eierkuchen und jede Menge Blabla. Den Artikel weiterlesen »

    132 Kommentare

    Deutsche Waffenexporte: Joachim Pfeiffer erklärt den Krieg

    geschrieben am 20. August 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    MG_08-15Bild: Wikipedia (Richard Huber)

    Sigmar Gabriel (SPD) weht mal wieder ein kalter Wind entgegen. Diesmal aus den Reihen der CDU, speziell von deren wirtschaftspolitischem Sprecher Joachim Pfeiffer. Der trägt richtig dick auf. Und macht sich dabei ziemlich lächerlich.

    Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Allein das ist schon traurig, auch wenn diese Sicht der Dinge heute nicht mehr allzu populär ist. Wer sagt, dass Deutschland aufgrund seiner Geschichte nach wie vor zurückhaltend mit der Lieferung von Waffen umgehen sollte, steht schnell als Warmduscher da, als so ein komischer Pazifist, der sich der Verantwortung Deutschlands der Welt gegenüber nicht bewusst ist. Nun kann man Gabriel nicht unbedingt als Warmduscher bezeichnen, zumal man beim Genossen sowieso nicht weiß, was er morgen, übermorgen oder nächste Woche so denkt und tut. Der Vorwurf Pfeiffers allerdings, Gabriel gefährde die „nationale Sicherheit“, grenzt schon an Puppentheater. Warum ist der Vizekanzler nicht gleich für den Fortbestand der Menschheit an sich verantwortlich? Den Artikel weiterlesen »

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    Vom Unterschied zwischen Antisemitismus und Israel-Kritik

    geschrieben am 05. August 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    640px-Synagoge-Roonstraße-Köln-Menora-seitlich-des-ToraschreinsBild: Wikipedia

    Kommentar

    Im Kern geht es in den letzten Wochen und Monaten in Deutschland unter anderem um die Frage, wo berechtigte Kritik an Israel aufhört und Antisemitismus beginnt. Israel-Kritiker nehmen für sich – oft zu Recht – in Anspruch, nichts gegen Juden zu haben. Das allerdings sagen viele Antisemiten auch, und sofort kommt man auf den guten alten „Ich-hab-ja-nichts-gegen-Juden-kenne-sogar-selber-welche“-Satz, der immer herhalten muss, wenn es darum geht, sich dem Antisemitismus-Vorwurf zu erwehren.
    Selbst man einmal davon absieht, dass auch im Nationalsozialismus der „gute“ Jude aus der Nachbarschaft nicht vor dem Tode sicher war, nur weil es Nazis gab, die gegen ihn persönlich nichts hatten, bei seinem Abtransport aber dennoch mit verschränkten Armen untätig zusahen – selbst man also von dieser Tatsache absieht, taugt die Argumentation dennoch nichts. Weil niemand weiß, wie der oben zitierte Satz weitergeht. Es handelt sich um einen Aber-Satz, was alles mögliche bedeuten kann. Den Artikel weiterlesen »

    296 Kommentare

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