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  • Marsch der Entschlossenen – ziviler Ungehorsam vor dem Reichstag in Berlin

    geschrieben am 24. Juni 2015 von Gastautor

    ein Gastartikel von Frederic Dietze

    “Wenn Humanismus als Kunst deklariert werden muss, um gesellschaftlich akzeptabel zu sein,
    dann sind wir als Gesellschaft am Ende.”
    (ZPS)

    .

    Friedhof vor dem Reichstag in Berlin.

    Die Toten kommen

    Hinter dem Slogan, der bei flüchtiger Betrachtung erscheint, wie die geschickt kommunizierte PR Aktion eines neuen Hollywood Streifens, verbirgt sich das aktuelle Projekt der Künstlergruppe Zentrum Für Politische Schönheit (ZPS).

    Das Kollektiv hinter dem verstörenden Namen versteht sich selbst als eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit zum Schutz der Menschheit und hält in jüngster Zeit die versammelte Medienlandschaft unter dem Hashtag #DieTotenKommen auf Trab.

    Finanziert über eine Crowdfunding Kapagne hatte das ZPS bereits Anfang des Monats medienwirksam angekündigt, zehn unbekannter Flüchtlinge aus ihren menschenunwürdigen Grabstätten auf Sizilien zu exhumieren und die sterblichen Überreste anschließend auf dem Landweg zu ihren “bürokratischen Mördern” direkt in das Berliner Regierungsviertel zu überführen.

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    48 Kommentare

    Liebe SPD-Basis, keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar

    geschrieben am 18. Juni 2015 von Joerg Wellbrock

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    Liebe SPD-Basis,

    in Deiner Haut möchte ich ja nun grad wirklich nicht stecken. Obwohl, eigentlich schon länger nicht, denn Du musst echt einiges aushalten, schon eine ganze Weile.
    Es ist noch gar nicht so lange her, da hat der Sigmar Gabriel Dich dazu befragt, ob die SPD die Große Koalition machen soll oder nicht. Nett war das nicht vom Sigmar, denn er hat auf Dich, liebe SPD-Basis, doch ganz schön viel Druck ausgeübt. Und so richtig gefragt hat er Dich damals irgendwie auch nicht. Von Verantwortung sprach er, von einer Chance und diesem ganzen Kladderadatsch. Du hast Dich dann für die Regierungsverantwortung entschieden. Na ja, verantwortungsvoll haben sich der Gabriel und sein Dunstkreis seitdem nicht unbedingt verhalten, aber das konntest Du schließlich nicht wissen, als Du brav „Ja“ gesagt hast. Sag ich jetzt mal so, auch wenn es sich ein bisschen komisch anfühlt.

    Jetzt fragt der Sigmar Gabriel Dich schon wieder was. Diesmal will er wissen, wie Du zur Vorratsdatenspeicherung stehst. Der Lump, der! Wenn es sie schon gäbe, müsste er dich nicht mal mehr fragen. Aber so … tja. Der Sigmar will die Vorratsdatenspeicherung unbedingt, er findet sie echt cool, meint, dass man alles mögliche damit verhindern kann und vieles gar nicht erst passiert wäre. Ich persönlich wäre ja auch dafür, wenn diese Vorratsdatenspeicherung den Gabriel hätte verhindern können. Aber keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar, also hätte sie wohl auch nichts gebracht.

    Jetzt setzt er Dir, liebe SPD-Basis, die Pistole auf die Brust, natürlich nur bildlich gesprochen, denn der Sigmar ist ein echt friedlicher Typ, auf seine Weise, die nicht jeder, nur wenige, im Grunde niemand versteht. Er sagt, dass er nicht mehr mitspielen will, bei allem und so, wenn Du Dich nicht für die Vorratsdatenspeicherung entscheidest. Also, die BILD-Zeitung sagt das, und die anderen Zeitungen sagen das dann auch. Könnte also sein, dass der Sigmar das doch nicht so gesagt hat. Oder dass er mit der BILD-Zeitung abgesprochen hat, sie soll nur schreiben, dass er das so gesagt hat. Das ist alles etwas kompliziert, aber das ist es ja immer irgendwie, und in der SPD sowieso. Leider.

    Liebe SPD-Basis, ich will Dir nicht vorschreiben, was Du tun sollst oder lassen sollst. Meinen Rat brauchst Du nun wirklich nicht, Du bist schon groß, größer als die Wahlergebnisse Deiner Partei allemal.
    Aber ich habe eine Idee, und die möchte ich Dir demütig angedeihen lassen. Wenn es stimmt, dass der Sigmar Gabriel wirklich zurücktreten will, wenn Du, liebe SPD-Basis, Dich gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprichst, dann betrachte das doch mal positiv.
    Sag dem Sigmar doch einfach, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten mal gehackt legen und seine Vorratsdatenspeicherung gleichmäßig auf seinem Bauch verteilen kann. Zugegeben, das wird dem Sigmar nicht gefallen, er wird jammern, meckern, wehklagen und schimpfen, dass sich die sozialdemokratischen Balken biegen, wahrscheinlich sogar so weit nach rechts, dass sie einfach umkippen, weil das Gleichgewicht endgültig den Bach runtergeht.

    Aber, liebe und geschätzte SPD-Basis, manchmal ist ein Ende ohne Schrecken eben einfach besser als der Anfang vom Ende, dem nun wirklich kein Zauber mehr innewohnt
    Und das – dieses rot tropfende Ende – droht Dir, wenn Du Dich von diesem Halunken schon wieder verarschen lässt.
    Nichts für ungut, ok?

    Bild: ruhrnachrichten.de

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    Hier geht’s zum Video:

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    191 Kommentare

    No-Spy-Abkommen: Gewissen mit Bissen, Wissen mit Rissen

    geschrieben am 20. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    merkelsweltBetet Gott eigentlich auch manchmal? Und wenn ja, zu wem?
    Bekommen Träger des Friedensnobelpreises schneller Rückenschmerzen als andere?
    Sollten gute Freunde einander nur zuhören, oder sich auch mal vertrauensvoll abhören?

    Bekommt das beste Gewissen Bisse und das beste Wissen Risse, wenn sich herausstellt, dass beides wissentlich gewissenlos ignoriert wurde?
    Fragen über Fragen.
    Fragen, die sich gerade stellen, wenn man über das No-Spy-Abkommen nachdenkt. Und darüber, ob es das Angebot je gegeben hat.

    Der gute Ronald Pofalla hatte ja schon 2013 diese ganze blöde US-Abhöraktion für beendet erklärt. Er hat aber nicht erklärt, wie er darauf kam. Das hat Merkel jetzt nachgeholt, indem sie pathetisch davon sprach, dass irgendwie damals und heute alle nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben.
    Jetzt wissen wir: Das Wissen der Bundesregierung passt offenbar auf einen Bierdeckel. Und das Gewissen … na ja, dem haben wir ja nun sowieso nicht viel zugetraut. Ist man das Gewissen erst mal los, regiert sich herrlich gewissenlos. Den Artikel weiterlesen »

    11 Kommentare

    Hallo da draußen, liebe Streik-Kritiker!

    geschrieben am 15. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    beekerIhr beklagt Euch, Ihr stöhnt, weil Ihr nicht wie gewohnt von A nach B kommt. Jetzt habt Ihr auch noch die ganz doll lieb, die nicht nur nicht von A nach B kommen, sondern dabei auch noch ihre Kinder mitnehmen müssen, weil die Erzieher streiken.

    Ihr schimpft auf die Forderungen der Gewerkschaften. Gar nicht mal unbedingt wegen deren Forderungen, sondern weil sie die auch noch durchsetzen wollen.
    Das geht nicht, sagt Ihr! Weil es zu lange dauert.
    Die sollen jetzt mal mit dem Streiken aufhören, das geht schon viel zu lange so. Ihr streikt ja schließlich auch nicht!

    Hallo, da draußen, liebe Streik-Kritiker!
    Sagt mal, geht’s noch?
    Merkt Ihr noch was? Den Artikel weiterlesen »

    175 Kommentare

    Und sie bewegt sich doch … nicht: Die Kanzlerin der Schmerzen

    geschrieben am 13. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Angela-Merkel-2014

    Kommentar

    Was hat die BND-Affäre mit der von Ursula von der Leyen zu tun?

    Beeindruckend ist das ja schon. Und leisten könnte sich das wohl außer Merkel niemand. Aber es funktioniert. Die Kanzlerin zeigt, dass sie entweder den BND nicht im Griff oder noch nicht einmal den Anspruch darauf hat. Sie plaudert und plappert Überflüssiges und Unwahres daher, sie verspricht Aufklärung, obwohl doch inzwischen klar sein müsste, dass das mit ihr nichts wird. Und sie hält sich dabei an der Macht, als wäre es eine absolute Selbstverständlichkeit.

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    Bild: „Angela-Merkel-2014“ von Michael Thaidigsmann – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons

    104 Kommentare
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