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  • Rente: Wo geriestert wird, fallen Jens‘ Spähne

    geschrieben am 24. Mai 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    jsOk. Tief durchatmen. Entspannen, nicht zu emotional werden. Das ist die Devise. Denn es geht um Jens Spahn, CDU, Bundestagsabgeordneter und Kämpfer für die private Altersvorsorge. Damit einhergehend setzt sich Spahn aktuell dafür ein, das Rentenniveau weiter zu senken.

    Man muss sich das einmal vorstellen: Der Mann plädiert für eine Maßnahme, die schon jetzt Altersarmut produziert und – folgt man seinen Forderungen – künftig weiter produzieren wird. Seine „Alternative“ kann nicht funktionieren, weil die Mittel für die private Vorsorge bei den Betroffenen fehlen. Spahns größtes Problem: Er hat keine Ahnung vom Leben und kann – abgesehen von seinen persönlichen Vorteilen – nicht einmal ansatzweise beurteilen, was er da fordert.

    Jens Spahn in allen Gassen …

    Man fragt sich, wann der Mann Zeit für den Bundestag findet. Spahn ist Mitglied der Kulturstiftung des Bundes (Mitglied des Kuratoriums), bei der Deutschen Aids-Stiftung, der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft, der Atlantik-Brücke, des Bürgerschützenvereins St. Georg Ahaus-Ottenstein, bei der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik und und und. Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen. Was er in den zahlreichen Vereinen und Gesellschaften so treibt, wissen wohl nur wenige genau. Aber wofür Spahn steht, das ist allgemein bekannt, gerade in den letzten Tagen und Wochen hat der CDU-Mann eindrucksvoll demonstriert, wem seine Liebe gilt: der Versicherungswirtschaft. Aber nicht nur der, Spahn ist auch der Pharmalobby zugetan, und Angst hat er, vor der massenhaften Einwanderung muslimischer Männer. Denn die hätten laut Spahn eine hohe Affinität zur Gewalt.
    Kurzum: Der Mann kennt sich aus, weiß genau, wo der Schuh drückt und kommt immer ganz schnell mit Lösungen um die Ecke. Den Artikel weiterlesen »

    127 Kommentare

    Dumm gelaufen: Sigmar G. und die K-Frage

    geschrieben am 19. Mai 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Einmal abwärts, bitte!

    Einmal abwärts, bitte!

    Kommentar

    Auf den ersten Blick hat Sigmar Gabriel einiges richtig gemacht, als er der SPD vorschlug, doch einen oder mehrere Gegenkandidaten für die Bundestagswahl antreten zu lassen. Er könne damit leben, wenn neben ihm andere Kanzler werden wollten. Es gehe doch schließlich, so sein Tenor, um das große Ganze, also um die SPD an sich. Da stellt sich doch der Gabriel nicht quer und beharrt auf seinen Platz in der Partei.

    Aus seiner Sicht war es ein scheinbar kluger Schritt, Konkurrenz nicht nur zu „erlauben“, sondern sogar die Genossinnen und Genossen zu ermutigen, sich ein Herz zu fassen und als Gegenkandidat zu Gabriel für die Bundestagswahl 2017 anzutreten. Nachdem er beim Durchkämpfen der Großen Koalition ja mit der Basis alles andere als zimperlich umgegangen ist, wird es Zeit, mal mehr Zuckerbrot als Peitsche zu zeigen.

    Aber man kann es drehen und wenden, wie man will, in letzter Konsequenz hat Gabriel überhaupt nichts richtig gemacht. Und schon gar nicht, wenn es um die ach so emotionale K-Frage geht. Die Tatsache, dass nämlich (im Moment) keiner gegen den Parteichef anzutreten gedenkt, gibt Auskunft über den desaströsen Zustand der Partei. Den Artikel weiterlesen »

    57 Kommentare

    Sigmar Gabriel: Beschissen … wie es ist

    geschrieben am 10. Mai 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    SigmerkelKommentar

    Ob Helmut Markwort von „Focus“ in der BR-Runde zu tief ins Glas geblickt hatte, als er vollmundig verkündete, Sigmar Gabriel werde am Wochenende zurücktreten? Man weiß es nicht, aber Tee trank ja offenbar keiner der Gäste. Die Tatsache, dass Markwort so seine Probleme mit den Namen Scholz und Schulz hatte, ließ jedoch zumindest den Zuschauer tief blicken. Aber egal. Denn die Frage bleibt: Wie soll die SPD aus dem Tief herauskommen?

    Als Gabriel mit Susanne Neumann, der Reinigungskraft, die von Hannelore Kraft erst kürzlich zum Eintritt in die Partei „überzeugtredet“ worden war, im Willy-Brandt-Haus auf dem Podest saß, erntete die einige Lacher und Applaus aus dem Publikum. Gabriel genoss das. Er gab allerdings auch klare Kante, so schien es. Im Moment könne er nichts tun. Oder solle er etwa die große Koalition platzen lassen und „alles so beschissen ( … ) lassen wie es ist?
    Was sie, Neumann, denn dazu sage, wollte Gabriel wissen. Die gab sich schlagfertig: „Wenn schon eine Reinigungskraft wie ich dir raten soll, was ihr hier tun müsstest…“ Erneut Gelächter. Und Gabriel fand das witzig. Aber das ist es nicht. Den Artikel weiterlesen »

    259 Kommentare

    Jetzt aber husch, husch, Rautentrulla!

    geschrieben am 02. Mai 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    TTIP-Leak

    171 Kommentare

    Überzogene Forderungen? Es wird viel zu wenig gestreikt!

    geschrieben am 28. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    LuckystreikKommentar

    Und es geht los. Mal wieder. Hand in Hand schimpfen Politik und Medien auf die Streikenden. Wenn man nicht mehr in seinen Flieger steigen kann, weil das Personal streikt oder den Flug eh vergessen kann, weil die Kita dicht gemacht hat, dann ist aber so was von Schluss mit lustig! Was bilden die sich eigentlich ein?

    „Die“ bilden sich gar nichts ein, das rettet sie. Die Streikenden bilden sich nicht ein, dass die Löhne zu niedrig sind, die Zahl der befristeten Arbeitsplätze zunimmt, die Altersvorsorge immer desaströser wird und die Zeitarbeit sich wie ein Geschwür in den Arbeitsmarkt geschlichen hat. Wenn sich jemand etwas einbildet, dann sind es die, die jetzt auf die Streiks schimpfen. Nämlich, dass es eigentlich gar keinen Anlass zum Streiken gebe. Den Artikel weiterlesen »

    64 Kommentare
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