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  • Feindbild Putin: Der Mann, der zu viel wusste

    geschrieben am 22. September 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    vladimir_putin_as_a_childWarum ist Putin für den Westen ein Feindbild? Der klassische Ost-West-Konflikt funktioniert schließlich nicht mehr, Russland ist kein sozialistisches Land. Dass der russische Präsident Amerikanern und Europäern trotzdem ein Dorn im Auge ist, liegt eher daran, dass er nicht so funktioniert, wie man das früher einmal erwartet hatte. Den Artikel weiterlesen »

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    Einreiseverbote und schwarze Listen – nehmt bitte der Ukraine den European Song Contest wieder weg

    geschrieben am 21. September 2016 von Jens Berger

    Der European Song Contest ESC, hierzulande besser als „Grand Prix“ bekannt, ist nach Eigencharakterisierung eine Veranstaltung, die der Toleranz und der Völkerverständigung in Europa dienen soll. Lieder, die eine Brücke sein sollen … leider passen Anspruch und Wirklichkeit jedoch nicht immer zusammen. In diesem Jahr soll der Vorjahressieger Ukraine den ESC austragen. Anstatt Brücken zu bauen, will die Ukraine jedoch Zäune errichten; Zäune, mit denen man russischen Musikern die Einreise verweigern will, die zum Thema Annexion der Krim eine andere Meinung vertreten als die Kiewer Regierung. Und dabei sollte der ESC doch „unpolitisch“ sein. Es ist an der Zeit, dass der für Deutschland federführende ESC-Sender NDR seinen Einfluss geltend macht, um die ukrainische Regierung ultimativ aufzufordern, den Geist des ESC nicht zu verhöhnen. Sollte die Ukraine dies nicht befolgen, wäre es wohl besser, ihr die Austragungsrechte für den ESC 2017 wieder wegzunehmen.

    Machen wir doch mal ein Gedankenspiel: Was würden wohl deutsche Journalisten sagen, wenn die Türkei als Gastgeber des ESC deutsche Interpreten nicht einreisen lassen würde, weil die sich öffentlich nicht von der Armenien-Resolution des deutschen Bundestages distanziert haben? Ein Aufschrei wäre die sichere Folge. Kaum denkbar auch, dass der NDR, der als deutscher Sender in der für den ESC verantwortlichen Europäische Rundfunkunion EBU vertreten ist, seine (Finanz)Macht nicht einsetzen würde, um die Türken umzustimmen. Sollte dies in unserem Gedankenspiel nicht funktionieren, würden NDR und ARD mit Sicherheit mit großem Tamtam aus der Übertragung des ESC aussteigen und hätten dabei die moralische Rückendeckung der vereinten Medienfront.

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    Russland hackt zurück – Dopingunterlagen von US-Sportlern geleakt

    geschrieben am 13. September 2016 von Jens Berger

    Die vor wenigen Wochen ausgetragenen Olympischen Spiele von Rio könnten zu einem sportpolitischen Skandal erster Güte werden. Wir erinnern uns: Auf starken Druck westlicher Medien hin wurden große Teile des russischen Olympiateams bei den Spielen gesperrt. Systematisches Doping – so der keinesfalls von der Hand zu weisende Vorwurf. Dass nicht nur die Russen systematisch dopen, war eigentlich von vorn herein klar; jedoch gefielen sich vor allem die deutschen Journalisten offenbar in der Rolle des Anklägers und biederten sich zudem dabei nur all zu gerne an der antirussischen politischen Großwetterlage an. Hochmut, so sagt das Sprichwort, kommt vor dem Fall. Die russische Hackergruppe „Fancy Bear“ veröffentlichte heute die ersten Dokumente, die sie aus einem Hack der Welt-Anti-Dopingagentur WADA erbeutet haben will. Diese Dokumente belegen – so sie denn authentisch sind – systematisches Doping auch bei US-Sportlern. Und „Fancy Bear“ kündigt bereits an, dass viele weitere Dokumente folgen sollen.

    Für das US-Publikum war Simone Biles wohl neben dem Schwimmer Michael Phelps der größte Star der Spiele von Rio. Nicht zu unrecht, schließlich konnte die afroamerikanische Turnerin in Rio vier goldene und eine bronzene Medaille gewinnen. Was für ein Erfolg. Dumm nur, dass mindestens drei der Dopingproben, die Biles in Rio abgab, positiv ausfielen. Die Proben enthielten, so die geleakten Dokumente, Methylphenidat, besser bekannt unter dem Handelsnamen Ritalin, ein Stoff, der als Stimulanz auf der Dopingliste steht. Warum gab es keine große Meldung, warum wurden der US-Turnerin die Medaillen nicht wieder abgenommen? Ganz einfach, Biles Betreuer deklarierten am 16. August – pikanterweise also zumindest laut den geleakten Dokumenten erst nach Auswertung der Dopingproben -, dass sie das Methylphenidat enthaltende Präparat namens Focalin XR eigenommen habe und dies medizinisch gerechtfertigt sei. Warum die Sportlerin ein Medikament einnehmen „muss“, das auf der Dopingliste steht, ist freilich unbekannt.

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    Edelfedern aus Stahl – Deutschlands Journalistenbrigade ist stramm auf Konfrontation gebürstet

    geschrieben am 12. August 2016 von Jens Berger

    Was genau in den letzten Tagen auf der Krim geschehen ist , werden wir aller Voraussicht nach wohl nie erfahren. Russland beschuldigt die Ukraine, die Ukraine kontert, Aussage steht gegen Aussage. Doch anstatt die Ruhe zu bewahren und zumindest zu versuchen, Fakten möglichst objektiv zu ordnen und Spekulationen seriös zu bewerten, stricken die klassischen Medien lieber Verschwörungstheorien und blenden alles aus, was nicht ihrem Weltbild entspricht. „Der Russe lügt sowieso“, so das Mantra. Das ist mehr als ein Ärgernis. Vor allem dann, wenn die Edelfedern ihr Stahlgewitter herbeisehnen und wie Richard Herzinger in der WELT für militärische Aggressionen trommeln. Vielleicht sollten Historiker einmal genau untersuchen, welche Rolle Journalisten bei der Entfesselung von Kriegen spielen?

    Was ist passiert? Die russische Version

    Wie fast immer, wenn es um Konflikte in der ukrainisch-russischen Grenzregion geht, gibt es nichts, das einigermaßen objektiv abgesichert, verifizier- oder falsifizierbar ist. Nach offizieller russischer Sprachregelung hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB in der Nacht vom 6. auf den 7. August einen Hinweis auf eine mögliche Infiltration von Saboteuren von See aus im Grenzgebiet der Krim erhalten. Am Einsatzort stieß man dann auf eine Gruppe Bewaffneter, die nach einem Gefecht flüchteten. Bei diesem Gefecht kamen ein FSB-Mitarbeiter und zwei Angreifer ums Leben. Daraufhin schloss man die Grenzübergänge auf der Krim und löste – unterstützt durch die Armee – eine Großfahndung aus. In der Nacht zum 8. August wehrten russische Militäreinheiten einen weiteren Infiltrationsversuch ab, wobei ein russischer Fallschirmjäger ums Leben kam. Unter den Gefangenen befand sich – russischen Quellen zufolge – auch der ukrainische Militärgeheimdienstmitarbeiter Ewgenij Panow, der daraufhin verhört wurde. Im Rahmen der Ermittlungen gegen Panow und die weiteren Saboteure wurden russischen Angaben zufolge rund 20kg Sprengstoff festgesetzt. Den Aussagen der Gefangenen zufolge, sollten mit dem Sprengstoff Anschläge auf Infrastruktur- und Tourismus-Einrichtungen auf der Krim ausgeübt werden.

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    Kategorische Intoleranz: Wie aus zwei Seiten einer Medaille eine wird

    geschrieben am 06. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    man-77495_1920Toleranz gehört wohl zu den wichtigsten Dingen der menschlichen Zivilisation. Sie ist die Grundlage des Zusammenlebens unterschiedlicher Menschen mit verschiedenen Sichtweisen, Perspektiven und Überzeugungen. Aber wie viel davon haben wir eigentlich?

    Ohne eine Mindestmaß an Toleranz droht die Gesellschaft zu zerbrechen, sich in ein aggressives Konstrukt zu verwandeln, das auf der Macht der Stärkeren basiert. Umso wichtiger ist die Überzeugung, dass andere Meinungen nicht nur zulässig, sondern gewünscht sind. Auch um die eigene, vielleicht eingeengte Perspektive zu überdenken, zu korrigieren, möglicherweise komplett zu erneuern. Doch im täglichen Leben nimmt die Toleranz nicht zu, sie scheint nicht einmal zu stagnieren, sondern nach und nach immer weiter abzunehmen. Den Artikel weiterlesen »

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