Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Liebe SPD-Basis, keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar

    geschrieben am 18. Juni 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    3767518_m3t1w624h350v53665_dpa_1484E2002DEF819D
    Liebe SPD-Basis,

    in Deiner Haut möchte ich ja nun grad wirklich nicht stecken. Obwohl, eigentlich schon länger nicht, denn Du musst echt einiges aushalten, schon eine ganze Weile.
    Es ist noch gar nicht so lange her, da hat der Sigmar Gabriel Dich dazu befragt, ob die SPD die Große Koalition machen soll oder nicht. Nett war das nicht vom Sigmar, denn er hat auf Dich, liebe SPD-Basis, doch ganz schön viel Druck ausgeübt. Und so richtig gefragt hat er Dich damals irgendwie auch nicht. Von Verantwortung sprach er, von einer Chance und diesem ganzen Kladderadatsch. Du hast Dich dann für die Regierungsverantwortung entschieden. Na ja, verantwortungsvoll haben sich der Gabriel und sein Dunstkreis seitdem nicht unbedingt verhalten, aber das konntest Du schließlich nicht wissen, als Du brav „Ja“ gesagt hast. Sag ich jetzt mal so, auch wenn es sich ein bisschen komisch anfühlt.

    Jetzt fragt der Sigmar Gabriel Dich schon wieder was. Diesmal will er wissen, wie Du zur Vorratsdatenspeicherung stehst. Der Lump, der! Wenn es sie schon gäbe, müsste er dich nicht mal mehr fragen. Aber so … tja. Der Sigmar will die Vorratsdatenspeicherung unbedingt, er findet sie echt cool, meint, dass man alles mögliche damit verhindern kann und vieles gar nicht erst passiert wäre. Ich persönlich wäre ja auch dafür, wenn diese Vorratsdatenspeicherung den Gabriel hätte verhindern können. Aber keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar, also hätte sie wohl auch nichts gebracht.

    Jetzt setzt er Dir, liebe SPD-Basis, die Pistole auf die Brust, natürlich nur bildlich gesprochen, denn der Sigmar ist ein echt friedlicher Typ, auf seine Weise, die nicht jeder, nur wenige, im Grunde niemand versteht. Er sagt, dass er nicht mehr mitspielen will, bei allem und so, wenn Du Dich nicht für die Vorratsdatenspeicherung entscheidest. Also, die BILD-Zeitung sagt das, und die anderen Zeitungen sagen das dann auch. Könnte also sein, dass der Sigmar das doch nicht so gesagt hat. Oder dass er mit der BILD-Zeitung abgesprochen hat, sie soll nur schreiben, dass er das so gesagt hat. Das ist alles etwas kompliziert, aber das ist es ja immer irgendwie, und in der SPD sowieso. Leider.

    Liebe SPD-Basis, ich will Dir nicht vorschreiben, was Du tun sollst oder lassen sollst. Meinen Rat brauchst Du nun wirklich nicht, Du bist schon groß, größer als die Wahlergebnisse Deiner Partei allemal.
    Aber ich habe eine Idee, und die möchte ich Dir demütig angedeihen lassen. Wenn es stimmt, dass der Sigmar Gabriel wirklich zurücktreten will, wenn Du, liebe SPD-Basis, Dich gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprichst, dann betrachte das doch mal positiv.
    Sag dem Sigmar doch einfach, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten mal gehackt legen und seine Vorratsdatenspeicherung gleichmäßig auf seinem Bauch verteilen kann. Zugegeben, das wird dem Sigmar nicht gefallen, er wird jammern, meckern, wehklagen und schimpfen, dass sich die sozialdemokratischen Balken biegen, wahrscheinlich sogar so weit nach rechts, dass sie einfach umkippen, weil das Gleichgewicht endgültig den Bach runtergeht.

    Aber, liebe und geschätzte SPD-Basis, manchmal ist ein Ende ohne Schrecken eben einfach besser als der Anfang vom Ende, dem nun wirklich kein Zauber mehr innewohnt
    Und das – dieses rot tropfende Ende – droht Dir, wenn Du Dich von diesem Halunken schon wieder verarschen lässt.
    Nichts für ungut, ok?

    Bild: ruhrnachrichten.de

    ————————————————————————————————————————————-

    Hier geht’s zum Video:

    screen

    191 Kommentare

    Der wütende Steinmeier: Auf die Schuhe gekotzt

    geschrieben am 21. Mai 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    MSC_2014_Steinmeier_Kleinschmidt_MSC2014Foto: Wikipedia

    Kommentar

    Montag ist Demotag. In Berlin. Und in zahlreichen anderen Städten. Da kam Außenminister Frank-Walter Steinmeier gerade recht. Der hatte sich sein Schicksal irgendwie selbst ausgesucht, denn die Teilnehmer der Mahnwachen mögen zwar nicht viel Verständnis für komplexe weltpolitische Situationen haben. Aber wenn es um die Ukraine geht, wissen sie genau, wo Freund und Feind sitzen. Entsprechend schwer hatte es Steinmeier bei seiner Rede.

    Als die Zwischenrufe, die die Bundesregierung als Kriegstreiber bezeichneten und das Ende der Zusammenarbeit mit ukrainischen Nazis forderten, nicht aufhörten, platzte Steinmeier der Kragen. Und seine Stimme brach. So richtig sauer wurde der Außenminister, er schimpfte wie ein Rohrspatz, die Demonstranten schimpften zurück. Den Artikel weiterlesen »

    223 Kommentare

    Durchbruch – Mindestlohn nun doch schon ab 2014

    geschrieben am 02. April 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Euro_coins_and_banknotesFoto: Wikipedia

    Satire

    Es kommt erneut Bewegung in die Debatte um den Mindestlohn. Nach nächtelangen Gesprächen der sogenannten „Kommission zur Prüfung einer Mindestlohnkommissionprüfungskonferenz (KoPMin)“ gab Andrea Nahles bekannt, dass der flächendeckende Mindestlohn nun doch schon 2014 eingeführt werden soll. Betroffen sind vor allem Manager und Vorstände. Allerdings gibt es auch für sie Ausnahmen, denn es wird gemunkelt, dass hier und da von den ursprünglich geplanten 8,50 Euro in Nuancen nach oben abgewichen werden soll. Dieser mathematische Konflikt soll durch Ausnahmen nach unter ausgeglichen werden.

    Künftig sollen nicht nur Jugendliche unter 18 Jahren und Auszubildende vom Mindestlohn ausgeschlossen werden, sondern auch ehemalige Langzeitarbeitslose, Rentner, Busfahrer, Rosen- und Zeitungsverkäufer, Kuchen-, Bonbon- und Haschhändler. Für die letztgenannte Gruppe gilt darüber hinaus ein sofortiges Berufsverbot. Den Artikel weiterlesen »

    21 Kommentare

    SF-Interview: Jetzt spricht ein Juso!

    geschrieben am 06. Dezember 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    In unserem Interview stellt sich Munib Agha von den Jusos in Erlangen Fragen über die SPD, die (Un-)Verständlichkeit des Koalitionsvertrages, die Große Koalition und spricht über die vermeintlichen Drohanrufe bei kritischen SPD-Mitgliedern.

    Munib Agha ist 24 Jahre alt, in Mühldorf a. Inn in Oberbayern geboren und studiert seit 2008 Mathematik. In die SPD ist er 2009 eingetreten, seit 2011 ist Agha in Erlangen Vorsitzender der Jusos.

    P.S. Mit diesem Interview schließe ich meine kleine Reihe von Artikeln und Kommentaren (eine Satire war auch noch dabei), die ich nach der Bundestagswahl geschrieben habe. Es ist wohl ein runder Abschluss, wenn ein Juso in dieser Sache das letzte Wort hat.

    78 Kommentare

    SPD-Drohanrufe: Ein Fake mit Folgen?

    geschrieben am 05. Dezember 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Genossinnen und Genossen müssen leidensfähig sein dieser Tage. Spätestens nachdem feststand, dass die Parteispitze eine Große Koalition anstrebt, waren starke Nerven und ein kühler Kopf gefragt. Jetzt, da die Mitgliederbefragung rechts in die Zielgerade einbiegt, belastet die Meldung, kritische Genossen hätten aus dem Willy-Brandt-Haus Drohanrufe bekommen, die Stimmung zusätzlich. Wurde da tatsächlich Druck ausgeübt?

    Es war angeblich ein Mitarbeiter von Andrea Nahles, der zum Hörer griff und Gegnern der Großen Koalition Sätze wie diesen sagte: „Du hast doch noch Ambitionen in der Partei.“ Im gleichen Atemzug erfolgte die Aufforderung, sich zur Großen Koalition zu bekennen. Am anderen Ende der Leitung saß unter anderem Fabian Verch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bruchsal. Der staunte nicht schlecht, als er an der Telefonnummer erkannte, dass der Anruf ganz offensichtlich tatsächlich aus dem Willy-Brandt-Haus kam. Da er sich zuvor bei Maybritt Illner offen gegen die Große Koalition ausgesprochen hatte, wird der Anruf authentisch gewirkt haben. War er aber nicht – das sagt zumindest Andrea Nahles, die sich empört zeigte, als die Sache öffentlich wurde. Den Artikel weiterlesen »

    178 Kommentare
    Seite 1 von 91234...Letzte »