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  • HSV entlässt vorsorglich Trainer Thomas Tuchel

    geschrieben am 07. April 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    ThomasTuchel2014

    Nachdem der internationale Erfolgstrainer Peter Knäbel beim HSV einen suboptimalen Start hatte (der HSV ging mit 4:0 gegen Leverkusen unter), sind nun Lösungen gefragt.

    Eine der denkbaren Optionen ist Trainer Thomas Tuchel. Doch aus dem Deal wird wohl nichts.

    Knäbel muss gehen

    Bevor sich die Vereinsführung des HSV mit der Personalie Thomas Tuchel beschäftigen konnte, stand ein anderes Thema auf der Agenda: Trainer Peter Knäbel wird wohl seinen Hut nehmen müssen. Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer ist mit seiner Geduld am Ende, wörtlich sagte er: „Knäbel hatte seine Chance. Er hat sie verpasst. Wer die Zeit, die ihm als Trainer zur Verfügung steht, nicht effektiv nutzt, hat beim HSV nichts zu suchen.Den Artikel weiterlesen »

    130 Kommentare

    Kennst Du das Land, wo der Kautschuk wächst?

    geschrieben am 13. Februar 2015 von Jens Berger

    Beinahe drei Viertel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Kambodschas wurden von der Regierung an Konzerne „verpachtet“. Das entspricht fast einem Drittel des Landes. Auf 80% der verpachteten Fläche wird nun Kautschuk angebaut. In fast allen Fällen führen diese Verpachtungen zu Vertreibungen, die meist mit Gewalt durch Polizei und Militär gegen die Zivilbevölkerung einhergehen. Mehr als eine halbe Millionen Kambodschaner sind bereits Opfer von Landkonflikten. Die Profiteure sind sowohl die einheimischen Eliten wie auch internationale Konzerne. Was für ein Land wie Kambodscha eine echte Katastrophe ist, wird in der deutschen Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen.

    Stellen Sie sich doch einmal folgende Situation vor: Sie wachen morgens auf und vor ihrem Haus stehen Bulldozer. Bewaffnete Einheiten der Bundespolizei dringen in ihr Haus und nehmen sich ihre elektrischen Geräte und Wertsachen mit. Daraufhin werden Sie gewaltsam aus ihrem Haus gedrängt und die Bulldozer beginnen ihr zerstörerisches Werk. Nun sind Sie obdachlos und es gibt keine staatliche Stelle, die sich für Sie und ihr Schicksal interessiert. Game over!

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    HSBC: Böse Bank und böse Promis

    geschrieben am 11. Februar 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    hsbcBild: The Guardian

    Kommentar

    Keine Frage, was Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR aufgedeckt haben, ist brisant. Immerhin wurde bekannt, dass nicht nur ganz offizielle Kriminelle, sondern auch Regierungsmitglieder zahlreicher Länder, vermeintlich seriöse Geschäftsleute und Angehörige verschiedener Königshäuser aus dem Nahen Osten schmutzige Geldgeschäfte über die Schweizer Bank HSBC abgewickelt haben. Es geht um Geldwäsche, Schwarzgeld, Blutdiamanten, Terrorismus und Kriegsfinanzierungen. Und dann ist auch noch David Bowie Kunde eben jener Bank. Und Phil Collins, meine Güte, Phil Collins! Der singt doch so rührende Liebeslieder. Und dann das?
    Und schon sprechen wir wieder über Nebenkriegsschauplätze.

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    Open Thread: Die Schweiz hebt den Mindestkurs auf

    geschrieben am 15. Januar 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    schweizer-frankenBild: schweizefranken.net

    Was ist denn in der Schweiz los?

    Scheinbar aus dem Nichts wurde kurzfristig der bislang geltende Wechselkurs von 1,20 Franken je Euro aufgehoben. Die Börse war überhaupt nicht entzückt, die Kurse sackten ab, während der Schweizer Franken gegenüber dem Euro um bis zu 30 Prozent zulegte. Laut Süddeutscher Zeitung kam der Schritt der Schweizer nicht so überraschend wie im Moment (fast) überall zu lesen ist. Der Spiegel schreibt, dass die Schweiz sich dem Druck der Finanzmärkte beuge.

    Wie auch immer, die Nachricht ist einen Open Thread wert.
    Tobt Euch aus, diskutiert, zitiert, analysiert und wenn es sich nicht irgendwie vermeiden lässt, habt ein bisschen Spaß dabei!

    210 Kommentare

    Streiken macht sich bezahlt

    geschrieben am 05. Dezember 2014 von Jens Berger

    Kaum nutzen die Lokführer und die Piloten mal ihr Streikrecht, schon ist Deutschland in heller Aufregung. „Wird Deutschland zum Streikland?“ fragt die ARD und liefert die Antwort gleich tendenziös mit. Um das zaghafte Aufflammen des Kampfwillens der Arbeitnehmer im Keim zu ersticken, bastelt die Bundesregierung derweil bereits am „Tarifeinheitsgesetz“. Wenn man sich jedoch einmal die Zahlen anschaut, stellt man schnell fest, dass in kaum einem anderen Industrieland so wenig gestreikt wird, wie in Deutschland. Und dies ist volkswirtschaftlich kein Segen, sondern ein Fluch.

    Deutschland ist kein Streikland und war dies auch nie. Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch auch, dass die Streiklust der deutschen Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten stark rückläufig ist. Die letzten wirklich großen Streiks fanden Mitte der 1980er statt, als die IG Metall für die 35-Stunden-Woche streikte. Doch selbst in den streikfreudigeren 1970ern und 1980ern belegte Deutschland im internationalen Vergleich einen der letzten Plätze – nur die japanischen Arbeitnehmer waren in den 1980ern noch friedlicher als ihre deutschen Kollegen.

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