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    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Silicon Sweatshops – Die dunkle Seite des IT-Business

    geschrieben am 27. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Schön sieht es ja aus, das High Tech-Spielzeug, das sich auch in diesem Jahr unter unseren Weihnachtsbäumen stapelt – das neueste Handy mit Touchscreen, der Desktopbolide mit Power-Grafikkarte und dem Stromverbrauch eines Einbauherds oder das hippe MacBook im Präzisions-Unibody-Aluminiumgehäuse.

    Verkauft werden diese Produkte unter den wohlklingenden Namen großer Konzerne wie Apple, Dell oder Asus. Wo und unter welchen Bedingungen die Komponenten für diese Produkte gefertigt wurden, ist für den Endverbraucher allerdings meist nicht ersichtlich. Hinter dem obligatorischen “Made in China” stehen meist unbezahlte Überstunden, Hungerlöhne, mangelnde arbeitsmedizinische Standards und katastrophale arbeitsrechtliche Bedingungen. Aber auch in den High Tech-Schmieden Osteuropas existieren unter den Augen der EU Sweatshops auf Drittwelt-Niveau. Die großen IT-Hersteller kennen diese Probleme nur allzu genau, unternehmen jedoch zu wenig, um an den Umständen etwas zu ändern. Was zählt, ist der Profit ? da stört das Blut, das am Mainboard oder am Display klebt, nur wenig.

    Kontraktoren und Subkonkontraktoren

    Mit Produkten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, lässt sich gutes Geld verdienen. Aber nur dann, wenn der Kunde nicht weiß, was sich hinter dem schillernden Namen des Herstellers verbirgt. Die Zeiten, in denen große Konzerne selbst Sweatshops in Entwicklungsländern betrieben haben, sind schon lange vorbei. Einerseits binden moderne Konzerne nur ungerne ihr Kapital in unflexiblen Produktionskapazitäten, andererseits kann ein negatives Image einem Konzern gehörig das Geschäft vermasseln.

    Um sich selbst ein sauberes Image zu geben, haben alle großen Unternehmen eine eigene Corporate Responsibility-Abteilung, die meist dem Bereich Marketing/Public Relations angegliedert ist. Die Größten der IT-Branche haben sich sogar zur Electronic Industry Citizenship Coalition zusammengeschlossen und in einem gemeinsamen Verhaltenskodex Regeln aufgestellt, die eine faire und saubere IT garantieren sollen. Das Problem dieser hehren Versprechungen ist jedoch, dass die Einhaltung solcher Kodizes im eigenen Hause zwar leicht zu garantieren ist, während sie sich aber im real vorhandenen Netz an Zulieferern, Kontraktoren und Subkontraktoren aus der fernen Konzernzentrale nicht kontrollieren lässt.

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    92 Kommentare
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    Morgen Kinder wird´s nichts geben

    geschrieben am 23. Dezember 2009 von Spiegelfechter


    Ein frohes Weihnachtsfest meinen lieben Lesern! Ich werde mir über die Feiertage ein wenig Ruhe gönnen. Außer mit vorab geschriebenen Artikeln für Telepolis wird der Spiegelfechter also vorraussichtlich erst wieder am 28. Dezember mit neuem Inhalt aufwarten können, um sich dann auch gleich in die Neujahrspause zu verabschieden. Nutzt die Zeit für eine besinnliche Pause vom Alltag, oder tobt Euch im Kommentarbereich der alten Artikel aus ;-)

    Euer Spiegelfechter
    Jens Berger

    Und da ein Weihnachten ohne Gedicht kein Weihnachten ist, “schenke” ich Euch noch ein paar Strophen Erich Kästner:

    Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
    Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
    Mutter schenkte euch das Leben.
    Das genügt, wenn man’s bedenkt.
    Einmal kommt auch eure Zeit.
    Morgen ist’s noch nicht soweit.

    Doch ihr dürft nicht traurig werden.
    Reiche haben Armut gern.
    Gänsebraten macht Beschwerden.
    Puppen sind nicht mehr modern.
    Morgen kommt der Weihnachtsmann.
    Allerdings nur nebenan.

    Lauft ein bisschen durch die Straßen!
    Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
    Christentum, vom Turm geblasen,
    macht die kleinsten Kinder klug.
    Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
    Ohne Christbaum geht es auch.

    Tannengrün mit Osrambirnen -
    Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
    Reißt die Bretter von den Stirnen,
    denn im Ofen fehlt’s an Holz!
    Stille Nacht und heil’ge Nacht -
    Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

    Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
    Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
    Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
    Gott ist nicht allein dran schuld.
    Gottes Güte reicht so weit …
    Ach, du liebe Weihnachtszeit!

    Erich Kästner

    110 Kommentare

    Klassenkampf

    geschrieben am 23. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Als Reichskanzler Otto von Bismarck im späten 19. Jahrhundert mit der gesetzlichen Krankenversicherung das erste Element des Sozialstaates durchsetzte, geschah dies nicht aus einem Sinn für Gerechtigkeit oder für Gleichheit heraus. Bismarck und die preußischen Eliten hatten Angst ? Angst vor der Unzufriedenheit der Massen, Angst vor den Sozialisten, die in diesen Tagen starken Zulauf hatten. Um die Vorherrschaft der Eliten zu sichern, mussten die Massen ruhiggestellt werden. Bismarcks Plan wurde zu einem grandiosen Erfolg ? er konnte nicht nur die herrschenden Verhältnisse bis zum Ende des Ersten Weltkriegs konservieren, er spaltete sogar die Sozialisten in “gute”, das heißt staatstragende, und “böse”, das heißt staatsfeindliche, Gruppierungen auf. Damit verhalf er der SPD indirekt dabei, die große Volkspartei zu werden, die sie seitdem ist. Die SPD hat seitdem mehr für die Bewahrung der gesellschaftlichen Ordnung getan und Bismarcks Werk fortgesetzt, als es sämtliche konservative Kräfte je hätten tun können.

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    137 Kommentare

    Zahltag

    geschrieben am 22. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Wolfgang Schäuble muss sparen ? ab 2011 zehn Milliarden Euro, Jahr für Jahr. Die Vorgaben an das Finanzministerium sind dabei keineswegs der schwarz-gelben Konsolidierungswut geschuldet, sondern direkte Auswirkung der selbstverordneten Schuldenbremse im Grundgesetz. Anders als Steuersenkungen sind Sparzwänge allerdings beim Wähler äußerst unbeliebt und dann stehen auch noch im nächsten Mai die wichtigen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen vor der Haustür. Da der Wähler Ehrlichkeit noch nie goutiert hat und belogen werden will, muss Schwarz-Gelb nun noch fünf Monate lang die Spendierhosen-Miene aufsetzen, während man im Hinterzimmer bereits Sparlisten erstellt. Im Sommer 2010 wird Merkels Terminator dann seine ersten Grausamkeiten enthüllen.

    Die Plünderung der Sozialkassen

    Teil des Konsolidierungskurses wird eine Korrektur der Arbeitslosenversicherungsbeiträge sein. Diese Korrektur ist bitter nötig und war schon längst überfällig ? gänzlich unverständlich war jedoch die letzte Senkung der Beiträge, die erst im Januar dieses Jahres von der Großen Koalition umgesetzt wurde. Im Boomjahr 2006 betrug der Versicherungsanteil noch 6,5%, je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen. 2007 und 2008 wurde der Beitrag sukzessive auf erst 4,2% und dann 3,3% gesenkt ? wobei beide Beitragssenkungen konjunkturell angebracht waren. Die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger war damals relativ niedrig, die Reserven der Bundesagentur für Arbeit hoch. Vollkommen unverständlich war dann jedoch die weitere Senkung auf 2,8% zum Januar 2009. Bereits im Oktober 2008 warnte die BA, dass ihre Rücklagen bei diesem Beitragssatz bereits in achtzehn Monaten komplett aufgezehrt wären.

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    374 Kommentare

    Heute hü, morgen hott

    geschrieben am 21. Dezember 2009 von Spiegelfechter

    Die hohe Kunst des “von sich selbst Distanzierens” beherrscht wohl niemand derart perfekt, wie der bayerische Baron zu Guttenberg. Mal will er Opel in die Insolvenz gehen lassen, dann wieder nicht. Mal will er ein Gesetz für Netzsperren durchsetzen, dann wieder nicht. Mal hält er den Luftangriff von Kundus für militärisch angemessen, dann wieder nicht. 2007 hielt der junge Politstar Gespräche mit den Taliban auch noch für eine “groteske Umkehr der Realität”, heute verkauft er den Plan, derlei Kommunikationskanäle aufzubauen, als seine neue Afghanistan-Strategie. Aber wer weiß, vielleicht distanziert der Mann, auf dessen Internetseite der Slogan “Richtschnur meines Handelns war und ist Prinzipienhaftigkeit und Grundsatztreue” prangt, sich schon morgen wieder von derlei Ansichten und will Afghanistan in die Steinzeit zurückbomben. Guttenberg ist ein politischer Glückskeks ? jeden Tag erfährt man vom Baron eine neue Weisheit mit einer Halbwertszeit, die selbst ein Beryllium-Isotop langlebig erscheinen lässt.

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