?Ich bin gerade Millionär geworden. Und Sie können das auch?, belästigen mich wiederholt nervende Individuen via TV. Dazu stehen sie vor einer üblen Klischeekulisse. Denn die Werbewesen schickten ihre Schar kleiner unfruchtbarer Interviewer in die Welt hinaus und ließen sie das Volk fragen, was dieses denn mit unermesslichem Reichtum verbinde. Das Volk, völlig überfordert mit dem letzten Satz, antwortete: ?Yacht, Villa, Flugzeug und Golfspielen.?
Und welch großartiges Wunder des Marketinggewerbes, die Individuen lassen ihren penetranten Satz auf einer Yacht, vor einer Villa, vor einem Flugzeug und während des Golfspielens ab.
Es lebe die Kreativität. Nun hat die Sache aber einen entscheidenden Fehler. Man kann sich nämlich als popeliger Millionär diese Dinge gar nicht leisten. Außer vielleicht das Golfspielen, aber das machen eh nur noch neureiche Schnösel und Jurastudenten und meine Tante.


