Ich bin mal wieder unterwegs und grammatikalische Ungereimtheiten säumen meinen Weg. Ein Beschluss liegt nicht zu fassen in der Luft. Urlaub von der Realität. Garstige Fleckenzwerge niedergemetzelt vom faschistoiden Weißen Riesen. Psychopathisch veranlagte Frauen jagen mit Sprühpistolen imaginären Keimen hinterher.
Neben mir teilen Subjekte fein säuberlich ein halbes Sandwich und sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden.
Wind, Wald, Wetter in Eintracht mit bunten Kühen und zwei Pferden. Eingekesselt von Bergen, die in ihrer Freizeit Wahlumfragen fälschen.
Rasende Landschaft in verzweifelter Bemühung den ICE einzuholen, der schon zehn Minuten Verspätung hat. Damit das keiner bemerkt, bewegt er sich vermehrt im Untergrund und umgibt sich mit Tunneln.
Außerhalb des Tunnelsystems eröffnet Jens Menger einen Kiosk auf einer riesigen Wiese. Sicher, noch wird er keinen Umsatz machen, aber schon bald wird eine Stadt auf der riesigen Wiese entstehen, da Städte immer um einen Kiosk gebaut werden. Und auf Wiesen.
Die Subjekte neben mir werden zunehmend laut und unmelodisch. Wahrscheinlich war das Sandwich mit Meskalin versetzt. Ihre Gesichter verzerren wie ihre Stimmen. Dachte man früher, dass sich nur die individuelle Wahrnehmung unter Meskalineinfluss verändert, weiß man heute, dass sich tatsächlich die Welt verändert. Ich zum Beispiel verwandele mich gerade in ein mehrstöckiges Haus mit Fangzähnen und Balkon. Wegen der minderbemittelten Phantasie eines Pfeiferauchers zwei Plätze weiter, mutiert der ICE in eine weiße Riesenschlange, die durch die Landschaft kriecht. Mit fünfzehn Minuten Verspätung.
Fulda wabert in einem Nebel aus Zuckerwatte, und der Schaffner ruft fortwährend:
„Glaskorrosion. Glaskorrosion.“
Dann bläst er in eine Trillerpfeife und Fulda fährt weiter und spendet Blut für die Katastrophenopferflut.
Überraschenderweise erblicke ich Bergers Haus, das eigentlich in Göttingen stehen sollte. Das wird ihn ärgern, wenn er das erfährt.
An dieser Stelle beginnen die Wolken einen perfiden Plan auszuhecken, um Gott aus dem Himmel zu mobben.
Wie sich später herausstellt, wird dieser Plan gelingen, und Gott widerfährt ein übler sozialer Abstieg. Unter anderem beschließt er Priester zu werden, fragt sich durch die diversen Instanzen, wird von Moslems fast gesteinigt, beginnt ein Theologiestudium, fliegt aber wegen verwegener Ansichten, obwohl sie stimmen, schließlich handelt es sich um Gott. Dann verzweifelt er an der kirchlichen Institution ganz allgemein, fragt sich wie das bloß passieren konnte, fällt vom Glauben ab und verpufft letztendlich.
Währenddessen habe ich ohne ersichtlichen Grund Schluckauf, was mein persönliches Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Und ein Ort namens Steinau posiert protzig neben den Bahngleisen, obwohl das ja ziemlich albern wirkt. Die allgegenwärtige Arroganz dieses Ortes erschreckt mich so sehr, dass ich meinen Schluckauf vergesse, und er mich.



















































































