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  • Regiert von Gesetzlosen

    geschrieben am 14. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

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    Ein Schuss in den Kopf – auf der Flucht vor dem Tod

    geschrieben am 12. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    war-952967_960_720Schilderung eines Fluchtversuches

    Ibrahim versteht nur undeutlich, was sein Vater sagt. Aber er spürt, dass es ernst ist. Mit seinen 10 Jahren begreift der Junge nicht, warum die Männer hinter seinem Vater her sind. Und schon gar nicht, was sie von ihm wollen, er hat ihnen doch nichts getan.
    „Schneller, Junge, schneller!“, ruft sein Vater und zerrt Ibrahim weiter. Hinter ihnen hört er Schreie. Wütende Schreie. Es sind schwer bewaffnete Boko-Haram-Milizen, die es auf sie abgesehen haben. Der Abstand zwischen den beiden Flüchtenden und ihren Verfolgern wird kleiner, Ibrahim kann nicht schneller laufen, und sein Vater ist nicht bereit, seinen Sohn loszulassen. Kurz darauf hört Ibrahim einen Schuss, die Männer holen Vater und Sohn ein. Den Artikel weiterlesen »

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    Armut – von der Lähmung der Handlungsfähigkeit

    geschrieben am 09. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    800px-Preoxygenation_before_anesthetic_inductionDie ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland wächst seit Jahren stetig. Und eigentlich weiß jeder, dass das fatale Folgen hat. Für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes. Aber auch für Statistiker, deren Lebensinhalt es ist, über Zahlen zu brüten und diese auszuwerten. Aber wie geht es eigentlich den Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen?

    Hauptsache leben. Irgendwie.
    So könnte man das Statement von Gesundheitsminister Hermann Gröhe interpretieren, das er in Bezug auf den Bericht „Gesundheit in Deutschland“ vom Robert Koch Institut abgegeben hat. Gröhe stellte erfreut fest, dass es bei der Lebenserwartung kaum noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Das mag sogar stimmen, verstellt aber den Blick auf die gesamte Situation. Denn die sozialen Rahmenbedingungen entscheiden maßgeblich mit über den allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen. Und seine Lebenserwartung. Auch das steht im Bericht, passt aber offenbar nicht zu dem, was Gröhe hören möchte.

    Das stille Leiden der Wirtschaft

    Deutschland ist nicht nur spitze, wenn es um Exporte geht, die gebetsmühlenartig als besonderer Erfolg dargestellt werden, selbst wenn das wirtschaftliche Gefüge im gesamten Euro-Raum dadurch belastet wird. Deutschland ist auch Experte im Schönreden. Der Arbeitsmarkt sei bestens, so lesen und hören wir fast täglich. Die Kaufkraft der Deutschen sei prima, die Lohnentwicklung fulminant, und überhaupt: uns geht es echt gut, wirklich gut. Und wer anderer Meinung ist, der soll sich zum Teufel scheren.
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    Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte

    geschrieben am 06. April 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    GeldGeld ist der Stoff, aus dem das alltägliche Leben gemacht ist. Wir brauchen es für Lebensmittel, um unsere Miete zu zahlen und natürlich, um kräftig die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Verteilung des Geldes wird zunehmend zum Problem. Die Banken scheinen alles in den Rachen geworfen zu bekommen, während Schulen und Kindergärten vor sich hin schimmeln, Schwimmbäder verwaisen und Kultur ein abstraktes Luxusgut wird, das aus grauer Vorzeit zu stammen scheint.

    Der Journalist und Buchautor Paul Schreyer hat in seinem Buch „Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“ Spurensuche betrieben und erklärt nicht nur, wie unser heutiges Geldsystem entstanden ist. Er zeigt auch Wege auf, um das gravierende Verteilungsproblem zu beheben.

    In unserem Interview gehen wir Fragen wie diesen nach:

    Wer schöpft Geld?
    Wer hält die Fäden der Geldverteilung in der Hand?
    Haben Staaten überhaupt noch etwas zu sagen?
    Was genau ist die „Finanzagentur Deutschland GmbH“?
    Wie könnte es besser funktionieren?

    Ich habe mit Paul Schreyer über diese Fragen gesprochen, als fachkundiger Ökonom ist Jens Berger mit dabei.
    Zum Anhören einfach aufs Bild klicken.

    Schreyers Buch ist im Westendverlag erschienen

    sfER

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    Bild: torange.biz

    229 Kommentare

    Panama Papers – nicht Jahrhundertscoop, sondern Jahrhundertflopp

    geschrieben am 05. April 2016 von Jens Berger

    Heute morgen fragte ich in den Hinweisen des Tages noch rhetorisch, was denn nun mit den Datensätzen aus Panama geschieht, die weltweit in den Medien hochgejazzt werden. Nach einigen Antworten kundiger Leser scheint sich zu bestätigen, was ich bereits zuvor gemutmaßt habe: Schon bald treiben unsere lieben Medien die nächste Sau durchs Dorf und die Kunden von Mossack Fonseca müssen sich keine Sorgen machen. Nach momentanem Kenntnisstand werden noch nicht einmal die jeweiligen Steuer- und Strafverfolgungsbehörden Einblick in die Daten bekommen. Wie der Guardian bereits meldete, respektieren die beteiligten Medien und Institutionen also die Privatsphäre der Briefkastenunternehmer. Die eigentlichen Dunkelmänner sitzen demnach in den Redaktionen der beteiligten Medienkonzerne. So sind die Panama Papers vor allem eins – ein Fanal für Whistleblower, brisante Daten nicht exklusiv an Medienkonzerne zu vergeben, sondern Enthüllungsplattformen wie Wikileaks zu benutzen.

    Was haben Sie aus den Panama Papers gelernt? Dass afrikanische, russische, ukrainische und asiatische „Eliten“ korrupt sind? Geschenkt, das sollte sich eigentlich auch ohne Panama Papers bereits herumgesprochen haben. Sicher, es ist immer gut, wenn Stories über derartige Verdunklungsmaschinerien im internationalen Finanzsystem die Runde machen und zumindest für wenige Tage auch politisch debattiert werden. Dass den Debatten keine politischen Schritte folgen, gehört dabei ebenfalls zur festen Choreographie. In der nächsten Woche geht es bereits wieder um ein anderes „Thema des Tages“ und bereits in einem Monat weiß niemand mehr, wie Mossack Fonseca eigentlich geschrieben wird. Dies sind feste Rituale in unserer Aufmerksamkeitsökonomie, an denen wir nicht rütteln können und es wäre unfair, sich nun ausgerechnet die Panama Papers herauszusuchen, um diese sinnfreien Rituale zu hinterfragen.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

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