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  • Wilfried Schmickler “Dat is doch normaal”

    geschrieben am 13. November 2012 von Jens Berger

    Sehenswert!

    Das ganze Video der Veranstaltung “Arsch huh, Zäng ussenander!” ist zeitlich begrenzt auf den Seiten des WDR abrufbar.

    23 Kommentare

    Zwischentöne

    geschrieben am 11. November 2012 von Jens Berger

    Liebe Leser,

    wie einige von Euch bereits wissen, war ich heute (am Sonntag) in der Deutschlandfunk-Sendung “Zwischentöne” bei Michael Langer zu Gast. Leider ist die Sendung noch nicht online abrufbar. Erfahrungsgemäß sollte sie jedoch morgen verfügbar sein. Da der Deutschlandfunk die Sendungen jedoch nur ohne Musik ins Netz stellen darf, hab ich Euch schon einmal die komplette Sendung ins Netz gestellt: Zwischentöne mit Jens Berger.

    Die Playlist findet Ihr hier. Und nicht vergessen: Wenn Euch die Musik gefallen sollte, solltet Ihr sie beim Händler Eures Vertrauens käuflich erwerben ;-)

    p.s.: Das besprochene Buch ist natürlich immer noch zu haben.

    liebe Grüße,
    Euer Spiegelfechter
    Jens Berger

    28 Kommentare

    Promille am Steuer – vorzugsweise steuerbefreit

    geschrieben am 09. November 2012 von Gastautor

    ein Gastartikel von Roberto De Lapuente

    In den letzten Wochen konnte man wieder mehrfach hören und lesen, dass der Posten des mächtigsten Mannes der Welt zur Wahl stehe. Gemeint war freilich die durch Legislaturende theoretisch vakant gewordene Stelle im Oval Office. Der mächtigste Mann der Welt, so würde Hans Jürgen Krysmanski an dieser Stelle einhaken, ist nicht mehr als der primus inter pares unter den politischen Verteilungseliten. Solche, die vom mächtigsten Mann der Welt schreiben oder berichten, so würde er nachlegen, täten dies in Ausübung ihrer Funktion als Funktions- und Wissenseliten, die “für den Erhalt des Gesamtsystems unerlässlich sind”. Anders könnte er auch sagen, dass es sich um eine Art Vorsitz des einen Prozent (Politik) handle, hochgepusht durch die zehn Prozent (Medien), die beide im Dienste stehen für die 0,1 (Konzern- und Finanzeliten) und vor allem die 0,01 Prozent (Superreichen).

    Das Imperium der Milliardäre ist eine in relativer Privatheit zurückgezogene Klasse der 0,01 Prozent, die die Weltgeschicke in jedweder Form leite, urteilt der Autor. Das klingt nach Verschwörungstheorie und genau die betreibt Krysmanski nicht. Die 0,01 Prozent bestehen aus Menschen, die so viel Geld angesammelt haben, dass sie sich damit nicht nur ein schönes Leben, sondern gleich noch eine für sie schöne Welt ermöglichen können. Es sind Milliardäre, die durch ihre pekuniäre Potenz immer stärker zum Machtfaktor geraten, eine Art stille politische Mandatsausübung pflegen und zur Richtlinienkompetenz globaler Politik geraten sind. An diese Klasse wagte sich bis dato keine Soziologie heran; sie galt wenn überhaupt, nur als Teil einer Klasse, die man lapidar als Oberschicht bezeichnete. Bloß sind auch in dieser privilegierten Klasse Diskrepanzen gegeben, denn es macht schon einen Unterschied, ob man mit einem sechsstelligen Jahressalär dort einsortiert ist oder mit einem Milliardenvermögen an ihr teilnimmt. Luxusdefinitionen fürwahr.

    Weiterlesen auf ad sinistram

    33 Kommentare

    Griechenland – Wenn marktkonformer Zynismus ein Land vor die Hunde gehen lässt

    geschrieben am 07. November 2012 von Jens Berger

    Die griechische Finanztragödie geht in die nächste Runde. Wieder einmal verlangt die Troika eine härtere Austeritätspolitik als Vorleistung für neue Kredite, wieder einmal muss die griechische Regierung neue Schreckenszahlen vermelden und wieder einmal ersticken Angela Merkel und Wolfgang Schäuble durch ihre Blockadehaltung jeden noch so kleinen Hoffnungsfunken im Keim. Europa lässt Griechenland am ausgestreckten Arm verhungern und eine Wende zum Besseren ist weit und breit nicht in Sicht. Statt ökonomischer Vernunft bestimmt blanker Zynismus die Debatte.

    Die griechische Ökonomie befindet sich im freien Fall. Fast alle volkswirtschaftlichen Indikatoren gehen Jahr für Jahr im zweistelligen Prozentbereich zurück. Einzig und allein der Export zeigt sich überraschenderweise stabil. Dies hat jedoch nichts mit den „Reformen“ zu tun, da der „Exportboom“ sich vor allem auf die Sektoren Mineralöl und Schwerindustrie konzentriert – Sektoren, in denen der Lohnkostenanteil niedrig ist, die aber sehr kapitalintensiv sind. Vor allem bei dem wichtigsten Indikator, der Arbeitslosenquote, sieht es in Griechenland rabenschwarz aus. Jeder vierte Grieche im arbeitsfähigen Alter ist erwerbslos, eine Trendwende ist nicht in Sicht und bereits im nächsten Quartal wird Griechenland aller Voraussicht nach sogar Spanien als europäisches Schlusslicht in der Arbeitslosenstatistik abgelöst haben.

    Nicht die Schulden, die Austeritätspolitik ist das Problem

    Diese Entwicklung ist wohlgemerkt keine direkte Folge des finanzpolitischen Schlendrians, sondern eine Konsequenz der Austeritätspolitik, die Griechenland von der Troika aufgezwungen wird. Die volkswirtschaftlichen Folgen der Austeritätspolitik konterkarieren daher auch jegliche Hoffnung, dass Griechenland aus eigener Kraft seine Staatsverschuldung herunterfahren kann. Trotz des ersten Schuldenschnitts, der nur den privaten Sektor betraf, steigt die Staatschuldenquote unaufhörlich. In diesem Jahr wird sie 169,5% betragen, 2013 sogar auf 179,3% steigen. Von der angepeilten Zielmarke von 120%, die nach Vorstellungen des IWF bis 2020 erreicht werden soll, ist Griechenland meilenweit entfernt und die Entfernung nimmt mit jeder weiteren Kürzung der Staatsausgaben nicht ab, sondern zu.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    83 Kommentare

    Terminhinweis 6.11. in Berlin

    geschrieben am 02. November 2012 von Jens Berger

    Di, 6.11.12 19:30 bis 21 Uhr
    Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
    Diktatur der Banken? Die Eurokrise und die „Märkte“
    Auf der Beletage … Debatten zur Internationalen Politik
    Im Zuge der Eurokrise ist oft die Rede von den Märkten, die es zu beruhigen oder deren Vertrauen es zurückzugewinnen gilt. Die Märkte werden als eigenständiger politischer Akteur wahrgenommen, dessen Reaktion auf politische Entscheidungen mit großer Selbstverständlichkeit von den politischen Entscheidungsträger/innen berücksichtigt wird. Die Bundeskanzlerin selbst spricht in diesem Zusammenhang von „marktkonformer Demokratie“.

    Welche Auswirkungen hat diese starke Berücksichtigung der Märkte auf die Demokratie insgesamt und speziell auf die Entscheidungen über den Euro und die Struktur der gemeinsamen europäischen Finanzpolitik? Sind die politischen Entscheidungsträger/innen nur Getriebene der Märkte? Haben die Parlamentarier und Parlamentarierinnen überhaupt ausreichend Zeit, die komplexen Sachverhalte nachzuvollziehen, über die sie im Zuge der Eurokrise abstimmen? Müssen die demokratischen Verfahren der Entscheidungsfindung in Europa beschleunigt werden, um mit dem Tempo der Märkte mitzuhalten? Oder muss es nicht eher darum gehen, den Einfluss der Märkte auf die Politik zu begrenzen und wenn ja, mit welchen Mitteln?

    Jour Fixe der Heinrich-Böll-Stiftung und der tageszeitung taz

    Mit:
    Jens Berger, NachDenkSeiten, Berlin
    Gerhard Schick, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
    Dorothea Siems, Die Welt, Berlin

    Moderation:
    Ulrike Hermann, die tageszeitung taz

    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

    Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

    Veranstaltungsort
    Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
    10117 Berlin, Schumannstr. 8

    Mit der S-Bahn oder mit der U-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße. Ausgang über die Spree, dann Albrechtstraße, Reinhardtstraße überqueren und nach links in die Schumannstraße.

    46 Kommentare
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