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  • Ich bin ein Leser, holt mich hier raus!

    geschrieben am 19. Januar 2016 von Jens Berger

    Ist es nicht erstaunlich? Wenn es um die Abgrenzung zum Netz geht, pochen die selbsternannten Qualitätsmedien mit plakativ zur Schau gestellter Arroganz auf ihre angebliche Seriosität. Wenn der Gossensender RTL alle Jahre wieder abgehalfterte C-Promis ins „Dschungelcamp“ schickt, lassen es sich genau diese Medien jedoch nicht nehmen, auf ihren Online-Ablegern mehrfach pro Tag frei von jeglicher Kritik oder gar Ironie über dieses seltsame Spektakel zu berichten. Über was diese Medien wie berichten, ist natürlich ihnen selbst überlassen. Wer sich fröhlich mit den Ferkeln im Schlamm wälzt, darf sich danach jedoch nicht beschweren, dass er nicht mehr als Saubermann wahrgenommen wird. Oder um es klar zu sagen: An ihrem sagenhaften Reputationsverlust sind die Medien selber schuld.

    Natürlich gibt es Menschen, die es höchst unterhaltsam finden, wenn ehemalige Schlagersänger und mit Silikonbrüsten dekorierte Porno-Darstellerinnen sich in gar lustigen Spielchen zum Affen machen, über ihre Verdauungsprobleme philosophieren und allerlei ekliges Getier lebendig verspeisen. 30 Jahre nach seiner Einführung, ist das deutsche Privatfernsehen heute eine schamlose Bedürfnisbefriedigungsanstalt, die sämtliche Grenzen des guten Geschmacks ausgetestet und kurze Zeit später überschritten hat. Sendung wir das „Dschungelcamp“ zählen zu den größten Quotenhits im Lande. Millionen Zuschauer finden dies offenbar unterhaltsam. Sollen sie. Bekanntlich können auch Millionen Fliegen nicht irren. Wer von BILD, RTL und Co. geprägt wurde, findet halt irgendwann auch den größten Mist toll. Doch was geht in der Chefredaktion einer vermeintlich seriösen Zeitung vor, in ihrem Blatt ganz ernsthaft über diesen infantilen Unsinn zu berichten?

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    47 Kommentare

    Sollen wir die Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze erschießen oder doch lieber weiter südlich im Mittelmeer ertränken?

    geschrieben am 18. Januar 2016 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    4-0-1-2-0-0Seit dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms im vergangenen Sommer wird immer wieder gefordert, die Grenzen zu schließen sowie eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen einzuführen. Es bleibt jedoch in beiden Fällen regelmäßig offen, wie dies geschehen soll. Es geht nicht. Weder lassen sich Grenzen schließen, wenn sich 3.000 Flüchtlinge pro Tag auf die Grenzen zubewegen, noch kann man nach Erreichen einer angedachten Obergrenze einfach sagen, jetzt wartet mal bis nächstes Jahr.

    Auch wenn in Mitteleuropa gerne erzählt wird, die Menschen seien auf der Flucht vor dem Islamischen Staat, ist dies bestenfalls die halbe Wahrheit. Die Menschen sind auf der Flucht vor Armut und Perspektivlosigkeit in Ländern, deren historisch gewachsenen Strukturen durch die Demokratisierungsambitionen der von westlichen Militärs geformten Weltgemeinschaft zerbombt wurden. Den Artikel weiterlesen »

    179 Kommentare

    Was dem Herrn geziemt, geziemt noch lange nicht dem (Wagen)Knecht

    geschrieben am 13. Januar 2016 von Jens Berger

    „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt.“ Dieser Satz ist eigentlich das, was Deutschlehrer ein Pleonasmus nennen – eine runde Kugel oder auch ein weißer Schimmel. Dabei ist es eigentlich egal, ob dieser Satz aus dem Mund von Gerhard Schröder, Horst Seehofer oder eben Sahra Wagenknecht kommt. Das sehen viele Leitartikler und vor allem noch mehr Funktionäre der Linkspartei offenbar anders. Daher liefern die Funktionäre den Leitartiklern prächtige, aber inhaltlich ziemlich krumme, Zitate, aus denen erstere dann einen „Richtungsstreit“ innerhalb der Linkspartei backen können. Ja haben wir denn sonst keine Probleme?

    Wer in Deutschland unter welchen Bedingungen Gastrecht genießt, ist hinlänglich gesetzlich geregelt. Da hilft es auch nicht, wenn der von den Medien als „Reformpolitiker“ vergötterte Linken-Funktionär Stefan Liebich twittert …

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    60 Kommentare

    C´est la guerre – Willkommen im Krieg

    geschrieben am 13. Januar 2016 von Jens Berger

    Deutschland ist geschockt. Bei einem Selbstmordanschlag in Istanbul kamen gestern zehn Menschen, darunter acht Deutsche, ums Leben. Der Täter gehört offenbar dem IS an, der sich sowohl mit der Türkei als auch mit Deutschland im Krieg befindet. Auch wenn viele Schreibtischgeneräle dies nicht gerne hören wollen: Im 21. Jahrhundert wird der Krieg nicht nur nach militärischen Regeln von regulären Verbänden geführt. Selbstmordanschläge und Terrorismus gehören – ob wir das nun wollen oder nicht – zum Krieg dazu. Und wenn wir völkerrechtswidrige Kriege auf der ganzen Welt führen wollen, dann müssen wir leider auch dafür Opfer bringen. Diese bittere Wahrheit muss endlich verstanden werden. Nur dann kann man die richtigen Schlüsse ziehen.

    Es ist schon seltsam. Die Bundesrepublik Deutschland nimmt zum zweiten Mal in ihrer jungen Geschichte an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg teil und kaum ein Deutscher ist sich wirklich darüber im Klaren. Natürlich, der IS ist nicht unbedingt dafür verdächtig, einen Sympathiepreis einzuheimsen und so mancher unserer Mitbürger mag sich denken „In Syrien herrscht doch eh das komplette Durcheinander, jeder gegen jeden, da stört es doch auch nicht, wenn deutsche Tornados sich auch noch beteiligen“. Das mag vom deutschen Sofa aus ja durchaus „logisch“ klingen. Der IS und die Angehörigen ziviler Opfer der von Deutschland mitverantworteten Luftschläge werden dies jedoch ein wenig anders sehen. Machen wir uns doch bitte nichts vor: Unser Land führt Krieg und da wir als erwachsene Bürger die volle Verantwortung für unser Handeln tragen, müssen wir auch die Risiken und Nebenwirkungen, die Kriege im Gemeinen mit sich bringen, akzeptieren.

    Die Alternative wäre es, keine Kriege zu führen. Da die Deutschen aber an der Wahlurne ihre Stimmen stets mit übergroßer Mehrheit den „Kriegsparteien“ geben und auch Wähler erwachsene Menschen sind, die die volle Verantwortung für ihre Handlungen tragen, kann man auch postulieren, dass die Kriegsführung unseres Landes demokratisch legitmiert ist. Auch ich wäre froh, wenn ich dies nicht so schreiben müsste.

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    114 Kommentare

    Hass und Hetze: Sprechen wir über Faschismus

    geschrieben am 10. Januar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Hate

    Liebe … besorgte … ach was!
    Faschos, Rassisten, Nazis und Hetzer!
    Damit haben wir es zu tun, und zwar
    jeden Tag, und es werden mehr und mehr und mehr!
    An den Kommentaren bei denkfunk sehen wir,
    dass sie aus tausenden Löchern gekrochen
    kommen und hetzen und hassen und Hirn liegen lassen.

    Sagen wir es doch ganz konkret:
    Die faschistischen Strömungen in
    unserer Gesellschaft nehmen zu.
    Erschreckend große Teile des Volkes sind
    bereit, fehlt nur noch der Führer.

    Ein paar Zitate gefällig? Den Artikel weiterlesen »

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