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  • Das Märchen von der Griechenland-Krise oder systemrelevantes Plündern

    geschrieben am 14. Juli 2015 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    Was landauf, landab seit Jahren als Euro-, Banken-, Griechenland- oder sonstwas Krise durch die Presse geprügelt wird, ist immer wieder die gleiche Sau, die mit einem neuen Namen durch das globale Dorf getrieben wird. Mit dem Begriff Krise lässt sich trefflich so tun, als handelte es sich um ein bedauerliches Missgeschick, das mal den Einen und mal den Anderen trifft, der über seine Verhältnisse gelebt hat, was auch wieder überwunden werden kann, wenn die Betroffenen nur ihren Gürtel enger schnallen und die Ärmel hochkrempeln. Seit Jahren kreist nun die Krise und wird als Problem der Eurozone oder noch mehr als Problem der europäischen Mittelmeeranrainer und speziell der faulen Griechen wahrgenommen, welche die meisten Deutschen höchstens aus ihrem Urlaub kennen. Dass man dann davon ausgeht, dass dort, wo man selbst Urlaub macht, alle nur faul in der Sonne dösen, verwundert jetzt nicht wirklich. Dass man dort, wo andere Urlaub machen, auch arbeiten muss, kann man sich kaum vorstellen. Den Artikel weiterlesen »

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    Zur Definition des Begriffes „Einigung“

    geschrieben am 13. Juli 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    einigung

    151 Kommentare

    Flüchtlinge in Griechenland: Europa tötet mit!

    geschrieben am 09. Juli 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Syrian_refugee_center_with_arched_tentsBild: Wikipedia
    Kommentar

    Ja, ja, ja, humanitäre Hilfen sind jetzt angesagt. Den Menschen muss geholfen werden, selbst wenn die böse griechische Regierung sich uneinsichtig zeigt. Gebetsmühlenartig rattern deutsche Politiker ihre Plattitüden herunter und verschärfen im selben Atemzug das Asylrecht. Das ist zynisch, heuchlerisch und und hochgradig verlogen.

    Zu Tausenden strömen Flüchtlinge aus Syrien nach Griechenland, die Griechen versuchen mit ihren bescheidenen Mitteln, irgendwie zu helfen. Doch das wird immer schwieriger, weil Europa zwar von humanitären Hilfen spricht, aber kaum Taten folgen lässt. Samos zum Beispiel hat gemeldet, dass das zuständige Catering-Unternehmen seit Monaten kein Geld erhält, die Versorgung der Menschen wird immer problematischer. Durch die Schließung der Banken sind auch andere Institutionen nicht mehr in der Lage, die Grundversorgung zu gewährleisten. Hotels beispielsweise, die bislang noch Nahrung für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt haben, können aufgrund der Bankenschließung nicht mehr für annähernd genug Nachschub sorgen. Den Artikel weiterlesen »

    124 Kommentare

    Griechenland und wir: Die erfundene Wirklichkeit

    geschrieben am 07. Juli 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    truth-257162_640Im Streit um den richtigen Weg für Griechenland rücken objektive Gesichtspunkte immer weiter ins Abseits.

    Fakten, Fakten, Fakten. Darum geht es.
    Oder?
    Nicht bei der Debatte um Griechenland. Da geht es ums Hauen und Stechen. Es geht um den Anspruch, im Recht zu sein, dem Gegner, der Partner genannt wird, einen Schritt voraus zu sein, besser gleich zwei.
    Die Wirklichkeit und das, was wir dafür halten, leidet massiv unter dieser Herangehensweise. Doch selbst das Offensichtliche wird selbstgefällig ausgeblendet. Den Artikel weiterlesen »

    363 Kommentare

    ARD Brennpunkt: Mehr Bullshit geht nicht mehr

    geschrieben am 06. Juli 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    gottliebKommentar
    Bild: Screenshot vom „Brennpunkt“ am 5. Juli 2015

    Ich bin wirklich kein Freund der Theorie, die deutschen Medien seien massenhaft durch die USA gelenkt. War ich nie, weil die deutschen Medien auch ohne amerikanische Hilfe Unsinn verzapften können. Und wenn man sich den „Brennpunkt“ vom 5. Juli 2015 nach dem Referendum der Griechen ansieht, funktioniert besagte Theorie der Gleichschaltung deutscher Medien durch die Amerikaner eh nicht mehr. Weil aus den Vereinigten Staaten schon länger Kritik an der europäischen Austeritätspolitik kommt. Die ARD allerdings kann tendenziös einseitig auch ganz ohne fremde Hilfe berichten, wie der Brennpunkt vom Sonntag zeigt. Diese 15 Minuten „Berichterstattung“ waren ein Schlag ins Gesicht der Geldgeber für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Und die Geldgeber, das sind wir, die Gebührenzahler. Den Artikel weiterlesen »

    179 Kommentare

    Griechenland: Nehmen wir Platz. ES BRENNT!

    geschrieben am 03. Juli 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    BrenntGriechenland.
    Grexit. Reformen. Renten. Mehrwertsteuer.
    Das jetzt aber wirklich echte, einzig wahre und unbedingt zwingende und für immer und ewig gültige Ultimatum.
    Schwachsinn!

    Es geht bei Griechenland nicht um den Euro, nicht um die Rettung der Euro-Zone – nicht mal um die Rettung der Ost-Zone, pardon: Süd-Zone.
    Und ganz sicher geht es nicht um die Rettung Griechenlands!
    Wie gesagt: Schwachsinn!

    Es geht um den Widerstand gegen rechts! Den Artikel weiterlesen »

    343 Kommentare

    Schulzes Märchenstunde – ein neues Angebot an Griechenland, das weder neu noch ein Angebot ist

    geschrieben am 29. Juni 2015 von Jens Berger

    Martin Schulz und sein Parteichef Sigmar Gabriel haben gestern und heute über die Medien ihr Erstaunen zum Ausdruck gebracht, dass die griechische Delegation am Samstag ein angeblich „neues Angebot“ mit weitreichenden „neuen“ Zugeständnissen überhaupt nicht verhandeln wollte. Sven Giegold, Europaabgeordneter der Grünen, hat sich dieses „neue Angebot“ einmal anschaut und mit den „alten Angeboten“ verglichen – „neu“ ist an diesem Angebot so gut wie nichts und „weitreichende Zugeständnisse“ sind auch nicht zu entdecken. Schulz und Gabriel erzählen Märchen und stricken an einer Legende, die mittlerweile die Lesart der deutschen Öffentlichkeit bestimmt. Das ist Manipulation hoch zehn.

    „Daraus [aus dem veröffentlichen „Angebot“/Anm. JB] ist ersichtlich, dass fast alle Forderungen der griechischen Regierung erfüllt worden waren. Dass die dann mitten in der Nacht dieses Referendum angekündigt haben und die Leute aus den laufenden Verhandlungen abgezogen haben […] Das Papier war annehmbar. […] Und wenn er [Tsipras/Anm. JB] dem Volk empfehlen würde dieses Paket, dass jetzt auf dem Tisch liegt, wo es keine Mehrwertsteuererhöhung gibt […]“
    Martin Schulz im gestrigen Heute Journal (ab Minute 4:45)

    „Es ist ja noch viel mehr angeboten worden. Und was so schwer zu verstehen ist, warum die griechische Seite das nicht zu Ende verhandelt hat. Es sind Dinge und Angebote gemacht worden, die gab es noch nie zuvor. Ich sage mal ein paar Dinge. Erstens, das wir bereit sind, ein drittes Angebot zu machen, das wir bereit sind, umzuschulden, das soziale Härten abgefedert werden – das Alles konnte ja gar nicht zu Ende verhandelt werden, weil die griechische Seite die Verhandlungen beendet hat und ins Referendum will.“
    Sigmar Gabriel, im gestrigen ZDF-Spezial (ab Minute 3:35)

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    Operation geglückt, Europa tot

    geschrieben am 29. Juni 2015 von Jens Berger

    Wenn dieses Wochenende uns eins gelehrt hat, dann ist es folgendes: Wer es wagt, das neoliberale Dogma auch nur zu hinterfragen, wird gnadenlos von seinen europäischen „Partnern“ an die Wand gestellt. Europa spielt bereits den „Grexit“ durch und es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die „Institutionen“ ein Exempel statuieren wollen, um die linke griechische Regierung zu entfernen. Schon wird ein „Plan B“ ins Spiel gebracht – der Staatsbankrott und anschließende Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone. Doch um was geht es bei diesem Plan B konrket? Ist er noch abzuwenden oder dient er vor allem als ultimatives Druckmitteln, um das Referendum im Sinne des neoliberalen Europas zu verschieben. Wie dem auch sei, der Schaden, den die Finanzminister der Eurozone angerichtet haben, ist gigantisch. Der europäische Gedanke ist tot, Europa ist tot.

    Syriza hatte nie eine echte Chance. Die linke griechische Regierung wurde vom Volk gewählt, um mit der Vetternwirtschaft der Vorgängerregierungen aufzuräumen und einen Weg zu finden, das Land aus der Krise zu führen. Jeder – auch die Herren Schäuble und Dijsselbloem – weiß, dass dies mit einer Fortführung oder gar Verschärfung der Sparmaßnahmen nicht möglich ist. Daher konnte Syriza die Forderungen der Gläubiger nicht annehmen, ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen und dabei auch noch das Land zu ruinieren. Das Ziel der Gläubiger war und ist „den linken Spuk“ zu beenden, so dass in Spanien, Portugal oder sonst wo auch ja niemand nur auf die Idee kommt, eine linke Regierung zu wählen, die nicht nur die Austeritätspolitik, sondern gleich den ganzen Neoliberalismus hinterfragt. Denn wer weiß – hätten diese linken Regierungen Erfolg, könnte dies das Dogma der Alternativlosigkeit auch anderswo erschüttern und daran können die Herren und Damen der Alternativlosigkeit natürlich kein Interesse haben.

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    166 Kommentare

    Christian Wulff geht unter die Heuschrecken

    geschrieben am 24. Juni 2015 von Jens Berger

    In der alten Bundesrepublik gab es ein ehernes Gesetz – der Bundespräsident ist nicht nur höchster Repräsentant seines Landes, sondern sollte auch wegen seiner moralischen Integrität ein Vorbild für die Gesellschaft und die politische Klasse sein. Christian Wulff hat bereits in seiner Amtszeit mit dieser Tradition gebrochen – er ging als „Schnäppchenjäger“ in die Geschichte ein, der jede nur erdenkliche kostenlose Gratifikation von Gönnern annahm. Diese unwürdige und höchst peinliche Tradition setzt Wulff nun auch nach seiner Amtszeit fort – vor wenigen Tagen heuerte er als leitender Berater bei einem Schweizer Private-Equity-Unternehmen an, das sich darauf spezialisiert hat, Traumrenditen mit vermieteten Immobilien zu machen, indem es die Mieten der Bestandsmieter gnadenlos erhöht. Damit setzt Wulff neue Standards in Sachen Instinktlosigkeit. Der Bundespräsident a.D. ist sehr tief gefallen.

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    Marsch der Entschlossenen – ziviler Ungehorsam vor dem Reichstag in Berlin

    geschrieben am 24. Juni 2015 von Gastautor

    ein Gastartikel von Frederic Dietze

    “Wenn Humanismus als Kunst deklariert werden muss, um gesellschaftlich akzeptabel zu sein,
    dann sind wir als Gesellschaft am Ende.”
    (ZPS)

    .

    Friedhof vor dem Reichstag in Berlin.

    Die Toten kommen

    Hinter dem Slogan, der bei flüchtiger Betrachtung erscheint, wie die geschickt kommunizierte PR Aktion eines neuen Hollywood Streifens, verbirgt sich das aktuelle Projekt der Künstlergruppe Zentrum Für Politische Schönheit (ZPS).

    Das Kollektiv hinter dem verstörenden Namen versteht sich selbst als eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit zum Schutz der Menschheit und hält in jüngster Zeit die versammelte Medienlandschaft unter dem Hashtag #DieTotenKommen auf Trab.

    Finanziert über eine Crowdfunding Kapagne hatte das ZPS bereits Anfang des Monats medienwirksam angekündigt, zehn unbekannter Flüchtlinge aus ihren menschenunwürdigen Grabstätten auf Sizilien zu exhumieren und die sterblichen Überreste anschließend auf dem Landweg zu ihren „bürokratischen Mördern“ direkt in das Berliner Regierungsviertel zu überführen.

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    48 Kommentare

    Carsten Schneider mal wieder

    geschrieben am 22. Juni 2015 von Jens Berger

    Immer wenn SPIEGEL Online und Co. einen Politiker suchen, der krude Thesen zu geldpolitischen Themen vertritt, ist Carsten Schneider nicht weit. Gestern durfte Schneider bei SPIEGEL Online sein Statement zu den ELA-Krediten für griechische Banken abgeben. Schneider fordert SPIEGEL Online zufolge einen sofortigen Stopp dieser Kredite und will damit offenbar den „Grexit“ bereits vollziehen, bevor die große Politik überhaupt einen Entschluss dazu verfasst hat. Die Begründung dafür ist – wie bei Schneider üblich – haarsträubend.

    Wie ist Carsten Schneider eigentlich „Finanzpolitiker“ geworden? Mit einer wie auch immer gearteten fachlichen Qualifikation kann dies zumindest nichts zu tun haben. Schneider weiß schlichtweg nicht wovon er redet. In SPIEGEL Online lässt sich Schneider mit folgendem Satz zitieren: „Mit dem steigenden Ela-Volumen hat die EZB inzwischen die vollständige Finanzierung des griechischen Bankensystems übernommen. Dies alles geschieht ohne demokratische Legitimation und Kontrolle, während die Steuerzahler in Europa für diese Kredite haften.“ Um diesen Satz zu verstehen, muss man erst einmal wissen, was ELA-Kredite sind.

    Man kann diese Kredite als Liquiditätsprogramm der EZB für illiquide Banken bezeichnen. Da Griechenlands Banken im Falle eines Staatsbankrotts oder gar eines „Grexit“ denkbar schlechte Gläubiger sind, bekommen sie schon lange keine Kreditlinien mehr von anderen Banken. Sie sind vom Interbankenmarkt abgeschnitten und müssen sich über die EZB refinanzieren. Dies betrifft aber wohlgemerkt nicht nur griechische Banken, sondern generell das Bankensystem in den südeuropäischen Krisenstaaten.

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    147 Kommentare

    Liebe SPD-Basis, keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar

    geschrieben am 18. Juni 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

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    Liebe SPD-Basis,

    in Deiner Haut möchte ich ja nun grad wirklich nicht stecken. Obwohl, eigentlich schon länger nicht, denn Du musst echt einiges aushalten, schon eine ganze Weile.
    Es ist noch gar nicht so lange her, da hat der Sigmar Gabriel Dich dazu befragt, ob die SPD die Große Koalition machen soll oder nicht. Nett war das nicht vom Sigmar, denn er hat auf Dich, liebe SPD-Basis, doch ganz schön viel Druck ausgeübt. Und so richtig gefragt hat er Dich damals irgendwie auch nicht. Von Verantwortung sprach er, von einer Chance und diesem ganzen Kladderadatsch. Du hast Dich dann für die Regierungsverantwortung entschieden. Na ja, verantwortungsvoll haben sich der Gabriel und sein Dunstkreis seitdem nicht unbedingt verhalten, aber das konntest Du schließlich nicht wissen, als Du brav „Ja“ gesagt hast. Sag ich jetzt mal so, auch wenn es sich ein bisschen komisch anfühlt.

    Jetzt fragt der Sigmar Gabriel Dich schon wieder was. Diesmal will er wissen, wie Du zur Vorratsdatenspeicherung stehst. Der Lump, der! Wenn es sie schon gäbe, müsste er dich nicht mal mehr fragen. Aber so … tja. Der Sigmar will die Vorratsdatenspeicherung unbedingt, er findet sie echt cool, meint, dass man alles mögliche damit verhindern kann und vieles gar nicht erst passiert wäre. Ich persönlich wäre ja auch dafür, wenn diese Vorratsdatenspeicherung den Gabriel hätte verhindern können. Aber keine Speicherung hat so viel Vorrat wie der Sigmar, also hätte sie wohl auch nichts gebracht.

    Jetzt setzt er Dir, liebe SPD-Basis, die Pistole auf die Brust, natürlich nur bildlich gesprochen, denn der Sigmar ist ein echt friedlicher Typ, auf seine Weise, die nicht jeder, nur wenige, im Grunde niemand versteht. Er sagt, dass er nicht mehr mitspielen will, bei allem und so, wenn Du Dich nicht für die Vorratsdatenspeicherung entscheidest. Also, die BILD-Zeitung sagt das, und die anderen Zeitungen sagen das dann auch. Könnte also sein, dass der Sigmar das doch nicht so gesagt hat. Oder dass er mit der BILD-Zeitung abgesprochen hat, sie soll nur schreiben, dass er das so gesagt hat. Das ist alles etwas kompliziert, aber das ist es ja immer irgendwie, und in der SPD sowieso. Leider.

    Liebe SPD-Basis, ich will Dir nicht vorschreiben, was Du tun sollst oder lassen sollst. Meinen Rat brauchst Du nun wirklich nicht, Du bist schon groß, größer als die Wahlergebnisse Deiner Partei allemal.
    Aber ich habe eine Idee, und die möchte ich Dir demütig angedeihen lassen. Wenn es stimmt, dass der Sigmar Gabriel wirklich zurücktreten will, wenn Du, liebe SPD-Basis, Dich gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprichst, dann betrachte das doch mal positiv.
    Sag dem Sigmar doch einfach, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten mal gehackt legen und seine Vorratsdatenspeicherung gleichmäßig auf seinem Bauch verteilen kann. Zugegeben, das wird dem Sigmar nicht gefallen, er wird jammern, meckern, wehklagen und schimpfen, dass sich die sozialdemokratischen Balken biegen, wahrscheinlich sogar so weit nach rechts, dass sie einfach umkippen, weil das Gleichgewicht endgültig den Bach runtergeht.

    Aber, liebe und geschätzte SPD-Basis, manchmal ist ein Ende ohne Schrecken eben einfach besser als der Anfang vom Ende, dem nun wirklich kein Zauber mehr innewohnt
    Und das – dieses rot tropfende Ende – droht Dir, wenn Du Dich von diesem Halunken schon wieder verarschen lässt.
    Nichts für ungut, ok?

    Bild: ruhrnachrichten.de

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    Hier geht’s zum Video:

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    Die Toten kommen … und die Entrüstung kommt mit

    geschrieben am 17. Juni 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    DTKKommentar

    Schön ist das ja nicht, dass so viele Menschen sterben. Darüber sind wir nicht erfreut, das finden wir nicht gut. Flüchtlinge riskieren nicht nur ihr Leben, um bedrohlichen und aussichtslosen Situationen zu entkommen. Immer häufiger verlieren sie es auch noch. Das macht uns betroffen, wir sind erschüttert und sagen das auch. Und wenn wir in der Öffentlichkeit stehen, sagen wir es am liebsten in Kameras. Mit der entsprechenden Gestik und der passenden, bewegten Tonalität in der leicht zitternden Stimme. Aus dem Zittern in der Stimme wird aber schnell ein krachendes Crescendo, wenn wir nicht mehr abstrakt über Tote irgendwo anders sprechen. Wenn sie vor unserer Haustür abgelegt werden, wie es das „Zentrum für Politische Schönheit“ nun in Berlin macht, dann sind wir schnell entrüstet. Wir wollen den Toten ihre Ruhe gönnen. Sagen wir. Aber wir meinen unsere Ruhe, denn Leichen im griechischen Hinterland sind uns dann doch lieber. Wenn schon Tote, dann bitte möglichst weit weg.

    Die Aktion „Die Toten kommen“ hat die Menschen gespalten. Die einen sagen, dass es notwendig ist, sich die Qual vor und nach nach de Tod bewusst zu machen. Dass wir viel zu lange weggeschaut, das Problem auf tagesaktuelle Medienmeldungen reduziert haben und uns mit einem betroffenen „Oh, mein Gott!“ aus der Affäre ziehen.
    Die anderen sagen, es ist pietätlos, Leichen nach Deutschland zu holen, um sie dort öffentlichkeitswirksam zu begraben. Daraus auch noch eine Crowdfunding-Altion zu machen, das schlägt dem Fass den Boden aus. Das ist ja Geschäftemacherei!

    Ist es das? Eine Marktlücke? Pietätlos? Menschenverachtend?
    Eine Marktlücke, ja. Leider. Weil sich niemand um die unzähligen Toten kümmert. Es fehlen das Bewusstsein und das Interesse daran, toten Menschen eine würdige Grabstätte zu geben. Es sind zu viele, es gibt so viel anderes zu tun. Stimmt, die Energie wird darauf fokussiert, Grenzen zu schließen, Asylanträge zu bearbeiten und – wann immer es geht – abzulehnen. Die Energie und das Geld werden benötigt, um Grenzen zu schließen, Schleuserbanden zu jagen und – so ganz am Rande – die Bedingungen in den Krisenländer weiter zu verschlimmern, keinesfalls jedoch zu verbessern.

    Pietätlos? Menschenverachtend?
    Nein, das ist Aktion vom Zentrum für Politische Schönheit nicht. Sie zeigt die Pietätlosigkeit und die Menschenverachtung auf, die für uns zur alltäglichen Normalität geworden ist. Wir sehen immer nur kurz hin, in den Nachrichten im Fernsehen, den Headlines der Medien, lauschen geistesabwesend den Meldungen im Radio. Dann, ganz schnell: genug davon, sprechen wir doch lieber über 50-Euro-Fragen bei Günther Jauch, darüber, ob der Sommer bisher ok ist oder ob er milder sein könnte. Denn es ist einfach nicht schön, dass so viele Menschen sterben. Schon gar nicht, wenn wir den Geruch der Leichen in der Nase haben.

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    Hier das Ankündigungsvideo vom Zentrum für Politische Schönheit
    DTK-screen

    Bilder: Screenshots vom YouTube-Kanal vom Zentrum für Politische Schönheit

    153 Kommentare

    Die taz und ihre doppelten Standards

    geschrieben am 16. Juni 2015 von Jens Berger

    Wenn Dominic Johnson, Ressortleiter „Ausland“ bei der taz, sich so richtig aufregt, ahnt man als regelmäßiger Leser der Tageszeitung bereits, dass es nun peinlich wird. So auch gestern, als Johnson in seiner gewohnt arroganten „Weißer-Mann-Überheblichkeit“ scharf gegen Südafrika und den dort regierenden ANC austeilte. Wie meist, wenn Johnson sich echauffiert, geht es dabei um Menschenrechte im Allgemeinen und die Verletzung von Menschenrechten durch Staaten, denen der Westen nicht wohlgesonnen ist, im Speziellen. Dabei vergisst er jedoch, dass die südafrikanische Diplomatie auch in Deutschland zum „guten Ton“ gehört und ein kritisches Hinterfragen der internationalen Strafgerichtsbarkeit sucht man in der taz ohnehin vergebens.

    Was war passiert? Momentan findet in Johannesburg ein Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) statt. Da einige afrikanische Staatschefs in anderen Ländern juristisch verfolgt werden, hat Südafrika allen anreisenden Teilnehmern diplomatische Immunität zugesichert – darunter auch dem sudanesischen Präsidenten al-Bashir, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) vorliegt. Das al-Bashir vor den Internationalen Strafgerichtshof gehört, ist unumstritten und soll hier auch nicht zur Debatte stehen. Ginge es nach dem Willen der taz, hätte Südafrika nun einer gerichtlichen Verfügung stattgeben sollen und den sudanesischen Präsidenten trotz zugesicherter Immunität verhaften sollen. Ok, man könnte sich vortrefflich darüber streiten, ob ein solches Vorgehen – immerhin geht es ja um schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit – geboten wäre. Aber bitte nicht in diesem arroganten Ton, den Johnson in der taz anschlägt: „Mandela würde sich im Grabe umdrehen“, der ANC würde „das Recht mit Füßen treten“, man zeigen keinen „Respekt vor dem Gesetz und Pflege der Rechtsstaatlichkeit“. Ja, so ist er halt, der Afrikaner. Aber wie sieht es denn bei uns aus?

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    James Dean und der Poker um Griechenland

    geschrieben am 15. Juni 2015 von Jens Berger

    In den Verhandlungen zwischen Griechenland und der „Brüsseler Gruppe“ bleiben die beiden Kontrahenten auf ihrem Kollisionskurs. Wenn sich die Finanzminister der Eurozone am Donnerstag treffen, könnte es zum Frontalzusammenstoß kommen. Man kann zwar davon ausgehen, dass beide Seiten darauf aus sind, dies zu vermeiden – eine Prognose, wie die jüngste Zuspitzung der Krise ausgehen wird, ist jedoch nahezu unmöglich. Die Verhandlungsstrategie beider Seiten wird nämlich offensichtlich von der Spieltheorie bestimmt. Die Troika und Griechenland spielen das Chicken Game (auf deutsch: „Feiglingsspiel“) und sind mittlerweile in ihren eigenen spieltheoretischen Strategien derart gefangen, dass eine Katastrophe keineswegs mehr auszuschließen ist. Oder ist das genau die Strategie, mit der beide Seiten das Spiel gewinnen wollen?

    Wenn Sie jemals den Filmklassiker „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ (orig.: „Rebel Without a Cause“ gesehen haben sollten, können Sie sich sicherlich an die wohl berühmteste Szene des Films erinnern: James Dean und sein Kontrahent rasen in gestohlenen Autos auf den Rand einer Klippe zu. Wer zuletzt aus dem Wagen springt, ist bei dieser Mutprobe der Feigling. Im Film gewinnt James Dean, weil sein Kontrahent mit dem Jackenärmel am Türgriff hängen bleibt und so in den Tod stürzt. Die Mutprobe hat er damit jedoch verloren. Was in Nicolas Rays Film von 1955 in den Kinos gezeigt wurde, ist eine Variante der Spieltheorie, die wenige Jahre zuvor zunächst die Wissenschaft eroberte und während des Kalten Krieges zur nuklearen Globalstrategie der beiden Supermächte werden sollte.

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    Bargeld kracht!

    geschrieben am 13. Juni 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    krachttt

    Geld stinkt nicht. Bargeld lacht. Ohne Moos nix los. Hilfe, die Griechen plündern die Banken. Unsere Bargeldbestände gehen zur Neige. Wir brauchen frisches Geld!
    Ja ja ja …

    Aber bitte kein Bargeld!
    Bargeld ist nicht mehr zeitgemäß, und es ist doof, zeigt Grenzen auf, sagt uns, was wir haben oder nicht haben, es ist so verdammt ehrlich. Geb ich einen Zehner aus, isser weg.
    Da doch lieber nur noch bargeldlos verkehren, wie es sich Ökonomen und Regierungen wünschen. Wenn wir schon kein Geld mehr haben, können wir es auch gleich virtuell ausgeben, tut nicht so weh. Haut raus, die virtuellen Scheine, sie existieren nicht und sind so schön bunt! Und ihre Farbe entsteht nur in unserem Kopf, wir haben es in der Hand, ohne etwas in der Hand zu haben.

    Man kann jetzt Ökonomen von hier oder dort fragen, ob die Abschaffung des Bargelds ein Fluch oder Segen wäre. Und wenn man lange genug sucht, findet man sicher Argumente für die eine und die andere Sichtweise.
    Fakt ist aber, dass es einen simplen Grund gibt, der unsere Volksbetreter wohl eher dazu neigen lässt, die lästigen Papierraschler und Klimpertaler endgültig abzuschaffen: Sie können uns einfach besser überwachen, wenn wir nix mehr bar zahlen.
    Das wäre doch zauberhaft! Kein Geld mehr unter dem Kopfkissen, unter das man doch eh nur gucken kann, wenn man sich gewaltsam Zutritt in die Wohnung verschafft. Das ist nervtötend und viel zu aufwändig. Und auch nicht richtig erlaubt.
    Kein Geld mehr für Schwarzarbeiter, zumindest nicht für diese kleinen Wichser, die Ihre Terrasse für ein paar Scheine neu fliesen lassen. Schwarzarbeit wird endlich bargeldlos und somit ein Spezialgebiet für die Profis unter den Schwarzarbeitern, die sich Global Player oder Großunternehmen nennen. Also für die, die sich echt auskennen.

    Wissen Sie, was Ihr Nachbar sich so alles kauft? Zahlt er sein Auto ab? Und wenn ja, wie viel Anzahlung hat er geleistet? Geht er mit seiner Frau hin und wider mal in einen Sexshop und gönnt sich ein paar nette Spielsachen? Nimmt er womöglich Viagra? Oder leidet er öfter mal unter Kopfschmerzen? Isst er gesund oder oft Fast Food? Wenn dieser Vollpfosten regelmäßig Geld von seinem Konto abhebt und sich diese Dinge bar kauft, haben sie keine Ahnung davon. Es sei denn, Sie überwachen ihn.

    Das geht aber bargeldlos viel besser, weil sie keine Schlapphüte in SUVs und mit einer Kippe im Maul damit beauftragen müssen. Sie geben einfach ein paar Daten im Computer ein, drücken Enter und sehen, was Ihr Herz begehrt!
    Der Schein in der Tasche ist eines der letzten Geheimnisse, das sich die Bürger gönnen können. Doch der Schein mit dem Schein trügt. Wenn Sie Zukunft einem nackten Mann in die Tasche greifen, werden sie vermutlich Plastik berühren. Nackt bleibt der Mann aber trotzdem.

    Mehr oder weniger passend dazu:

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    Hier geht es zum Video (einfach aufs Bild klicken)

    krachttt

    139 Kommentare

    G7 und das Klima – die entscheidenden Themen wurden nicht angesprochen

    geschrieben am 10. Juni 2015 von Jens Berger

    Als sich die Mächtigen der Welt beim G7-Gipfel in Elmau über verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion stritten, ging es nicht um die Rettung der Welt. Es geht auch nicht um die unzähligen Menschen, die durch den Klimawandel, der irreversibel ist und auch von Frau Dr. Merkel nicht gestoppt werden kann, Schaden nehmen. Vor allem für Deutschland geht es beim Thema „Klimaschutz“ vor allem um den schnöden Mammon. G7 gegen Schwellenländer, Deutschland gegen alle. Die Umwelttechnologie ist ein gigantischer Markt mit einem Billionenvolumen – und Weltmarktführer ist Deutschland. Da wundert es kaum, warum in Deutschland der Klimawandel hysterischer als in anderen Ländern kommentiert wird. Bei all ihrem Geschachere um CO2-Reduktion verschenkt die Weltgemeinschaft dabei die Chance, die Folgen des Klimawandels wirklich zu minimieren.

    Die letzte Wachstumsbranche

    Schon heute arbeiten 1,2 Millionen Deutsche im Greentech-Sektor, wie Zahlen, die im Auftrag des Umweltministeriums erhoben worden, zeigen. Umwelttechnik ist damit noch vor dem Maschinenbau und der Automobilindustrie der wichtigste industrielle Sektor Deutschlands. Dieser Erfolg kommt nicht von irgendwo her. Rigide Umweltschutzgesetze und strenge Industrierichtlinien, kombiniert mit gigantischen Subventionen, haben aus den lila Latzhosen Schlipsträger gemacht und auch die Marktführer im Industriesektor in die Umwelttechnik getrieben. Der weltweit größte Greentech-Konzern ist mittlerweile Siemens, dessen Umweltsparte 19 Milliarden Euro umsetzt.

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    137 Kommentare

    SF-Debatte: Wie geht es weiter mit Griechenland

    geschrieben am 04. Juni 2015 von Jens Berger

    Die sf debatte ist ein Open Thread. Dieses Format ist dafür gedacht, die artikellose Zeit für unsere Leser zu überbrücken und aktuelle Themen im Kommentarbereich zu debattieren.

    Zur Debatte wollen wir heute einen Artikel auf Telepolis stellen, in dem aus dem Positionspapier der Europäischen Kommission zitiert wird. Demnach fordert Brüssel:

    – Es soll nur noch zwei Mehrwertsteuersätze von 11% und 23%. geben. Der niedrigere Steuerkoeffizient wird dann für die Produkte gelten, welche aktuell mit 6,5% besteuert werden, wie Arzneimittel und Bücher. Die Energie, also auch der bislang niedrig besteuerte elektrische Strom, soll komplett mit 23% besteuert werden.
    – Der Sozialausgleich, der niedrige Vollrenten auf das Niveau des Existenzminimums anhebt, soll komplett gekippt werden.
    – Die Renten sollen zusätzlich gekürzt werden.
    – In Europas Land mit der höchsten Arbeitslosigkeit sollen Entlassungen weiter vereinfacht werden. Massenentlassungen sollen zukünftig erlaubt werden.
    – Expressprivatisierungen sollen Strom, Gas, Flughäfen, Seehäfen in wenigen Wochen komplett an private Investoren übertragen.
    Der Primärüberschuss des Haushalts soll 1% im Jahr 2015, 2% im Jahr 2016, 3% im Jahr 2017 und 3,5% im Jahr 2018 betragen, während es keinerlei Diskussionen über einen Schuldenschnitt geben soll.

    Unsere Leser sind herzlich eingeladen, im Kommentarbereich ihre Meinungen und Analysen zu posten. Tobt Euch aus, diskutiert, zitiert, analysiert und wenn es sich nicht irgendwie vermeiden lässt, habt ein bisschen Spaß dabei! Bleibt dabei aber bitte höflich und denkt an die Netiquette.

    Euer Spiegelfechter-Team

    242 Kommentare

    Herzlichen Glückwunsch Sepp!

    geschrieben am 29. Mai 2015 von Jens Berger

    Die Kritik, die der Fifa und Sepp Blatter in den letzten Tagen aus den europäischen und amerikanischen Medien entgegenschlägt, ist zwar vollkommen berechtigt, jedoch auch an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Man tut gerade so, als habe ein böser alter Schweizer Mann unseren schönen und reinen Fußball korrumpiert und alles werde besser, wenn dieser leibgewordene Funktionärsteufel das Feld räumt. Nichts von dem wird passieren. Blatter wird heute zum fünften mal als Fifa-Präsident wiedergewählt und das ist auch folgerichtig. Denn Sepp Blatter ist nur das Symptom und nicht die Ursache für die sportpolitische Dauerkatastrophe im Weltfußball.

    Zum Hintergrund: Schafft die Fifa ab! (1/3), (2/3) und (3/3)

    Wer den Sumpf trockenlegen will, darf bekanntlich nicht die Frösche fragen. Wenn es um den Fifa-Sumpf geht, sind es jedoch die Frösche, die ganz demokratisch alle vier Jahre den obersten Hüter ihres Sumpfes wählen. Es ist an Naivität kaum zu übertreffen, wenn man nun glaubt, dass diese Frösche doch tatsächlich jemanden wählen könnten, der ihr Feuchtbiotop abschaffen will. Bei der Fifa ist Korruption keine ärgerliche Ausnahme. Die Fifa ist ein System, das auf Korruption erbaut wurde.

    Wie sieht es denn aus, das vielzitierte „System Fifa“? Der Weltfußballverband besteht aus 209 nationalen Mitgliedsverbänden und diese 209 Verbände haben (one country, one vote) bei elementaren Entscheidungen und Wahlen alle genau eine Stimme. Die reichen und mächtigen Fußballverbände Deutschlands oder Englands haben bei den Wahlen zum Fifa-Präsidenten exakt die gleiche Stimme wie die Fußballverbände von Togo oder den Komoren. Das nennt sich Demokratie, nur dass die Demokratie in diesem Falle natürlich zu seltsamen Ergebnissen führt.

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    87 Kommentare

    Der Vatikan und die Homo-Ehe: Niederlage für die Menschheit? Sieg für die Dummheit!

    geschrieben am 27. Mai 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Diskussion_um_Homo-Ehe_beschaeftigt_auch_Vatikan-Nach_Irland-Ja-Story-454917_630x356px_1_Yky_cHfDUHjygBild: krone.at

    Kommentar

    Wenn im Vatikan jemand den Mund zu größeren Themen aufmacht, weiß man nie, was einen erwartet. Mal überraschen die Geistlichen mit unerwartet fortschrittlichen Gedanken, mal hauen sie Weisheiten raus, die einem die Sprache verschlagen. Die aktuelle Reaktion aus dem Vatikan nach einer Abstimmung muss man in die zweite Kategorie einordnen. Die Iren haben sich nämlich mehrheitlich für die Homo-Ehe ausgesprochen. Die Iren, ausgerechnet die! Auf die sollte doch eigentlich Verlass sein, mögen die Geistlichen in Rom gedacht haben. Aber nix da, die sind einfach aus dem Ruder gelaufen. Und das belastet den Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin so sehr, dass er an der grundsätzlichen Weltordnung zweifelt. Oder eben gleich an der Menschheit an sich. Immerhin bezeichnete Parolin die irische Abstimmung als „Niederlage für die Menschheit“. Den Artikel weiterlesen »

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