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  • NSA-Affäre: Angela Merkel und das Schweigen im Walde

    geschrieben am 09. April 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    merkel_dark
    Kommentar

    Was ist eigentlich aus Merkels Handydaten geworden? Es wäre doch sicherlich interessant für unsere äußerlich unauffällige Kanzlerin, was die Amerikaner so über sie wissen. Das sollte man jedenfalls meinen. Aber Merkel zeigt sich lahm und handlungsunwillig.

    Der deutsche Heimatfilm „Das Schweigen im Walde“ von 1955 ist, wenn man der Kritik des „Evangelischen Filmbeobachters“ glauben will, nicht gerade ein cineastisches Highlight: „Stimmungsvolle und farbkräftige Aufnahmen von Berg, Wald und See können nicht darüber hinwegtäuschen, daß in dieser Ganghofer-Verfilmung das Klischee des schlechten deutschen Heimatfilms gesiegt hat“, so ist in seiner Kritik nachzulesen.
    Betrachtet man Angela Merkel in der Sache NSA-Affäre, sieht man ebenfalls farbkräftige Aufnahmen, allerdings vom Bundestag, von einer Kanzlerin, die auf ihr Handy blickt, als könne das gleich anfangen, Lambada zu tanzen und von einem amerikanischen Präsidenten, der nur milde lächelt. Kann er auch machen, denn schon im Oktober 2013 hätte sich die Kanzlerin Einblick in ihre NSA-Akte gewünscht. Bis heute ist jedoch nichts geschehen. Merkels Passivität zeigt, dass ihr die Aufklärung der NSA-Affäre so wichtig ist wie der persönliche Plan, zum Mars zu reisen – also völlig wurscht. Den Artikel weiterlesen »

    140 Kommentare

    Was will Andrea Nahles wirklich?

    geschrieben am 03. April 2014 von Joerg Wellbrock

    Andrea Nahles Idee

    Bilder sagen mehr als 1.000 Worte?

    191 Kommentare

    Arbeitslosigkeit für Dummies: Leicht erklärt

    geschrieben am 02. April 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    DummiesFoto: Wikipedia

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales will komplexe Sachverhalte auch einfacher gestrickten Menschen schmackhaft machen. Deshalb hat es den „Leitfaden in Leichter Sprache“ verfasst. Das ist wirklich nett, auch wenn nicht immer sofort alles deutlich wird. Und dass leichte Sprache noch ein bisschen leichter wird, wenn man das Wort groß schreibt, ist zumindest noch nicht bewiesen. Aber sei’s drum. Schauen wir uns doch mal ein bisschen um …

    Es beginnt mit einem „Herzlich Willkommen!

    Das ist erst mal eine feine Geste, auch wenn das Willkommen hier hätte klein geschrieben werden müssen. Aber hey, klammern wir uns nicht an Kleinigkeiten, weiß doch eh keiner, der es liest. Widmen wir uns lieber der „Leichten Sprache“. Die hat es in sich und macht aus dem Bundesministerium gleich mal ein Bundes-Ministerium. Was genau der Bindestrich erleichtern soll, erschließt sich dem Außenstehenden nicht auf den ersten Blick. Auf den zwei, dritten und vierten Blick übrigens auch nicht.
    Ok, jetzt aber zur Sache!

    Zunächst wird abgeklärt, wie diese komische URL überhaupt zustande kommt (die URL ist übrigens das, was immer da oben steht, das, wo immer mit „www“ anfängt, oder mit „http“ oder „https“ oder solche Sachen, wird aber so leider nicht erklärt) .

    Jedenfalls schreibt das Bundes-Ministerium:

    Sie sind auf der Internet-Seite vom Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.
    Die Abkürzung ist: BMAS.
    Darum heißt die Seite auch www.bmas.de
    Wir sind für viele verschiedene Bereiche in der Politik da.
    Das sind unsere wichtigen Aufgaben:
    Viele Menschen sollen Arbeits-Plätze haben.
    Und niemandem soll es schlecht gehen.

    Das ist doch schon mal richtig gut! Arbeits-Plätze sind für viele da. Trotzdem kann eine anschließende Erläuterung nicht schaden, deshalb schreibt das Bundes-Ministerium weiter:

    Das bedeutet:
    Wir sind dafür da, dass alle Menschen in Deutschland zusammen halten.
    Und es muss Hilfen geben, dass alle Menschen überall dabei sein können.

    Halten wir fest: Alles Menschen müssen zusammenhalten und überall dabei sein können. Was genau das mit den Arbeitsplätzen zu tun hat, ist nicht hundert-prozen-tig klar, aber wenn viele Menschen Arbeit haben und es niemandem schlecht geht, dann sind eben alle zusammen dabei. Oder so.

    Der nächste Satz ist nur verwirrend, wenn man unkonzentriert ist. Er lautet:

    Wir wollen, dass es wenige Menschen ohne Arbeit gibt.

    Man muss wissen, dass das nur der Vervollständigung dient, denn oben steht ja schon, dass viele Menschen Arbeits-Plätze haben sollen. Da ist es nur konsequent und irgendwie folgerichtig, wenn nur wenige keine Arbeits-Plätze haben. Jetzt wird es dann aber doch etwas komplex:

    Und alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, eine Arbeit zu finden.

    Also jetzt doch alle? Waren es eben nicht noch wenige, die keine Arbeits-Plätze bzw. viele, die Arbeits-Plätze haben sollen? Nein, da kann man schon mal rein geraten, in diese kleine rhetorische Falle. Viele Menschen sollen sollen Arbeits-Plätze haben, während gleichzeitig wenige Menschen Arbeits-Plätze nicht haben sollen, aber suchen dürfen in jedem Fall alle Menschen einen Arbeits-Platz. Gar nicht so leicht, diese Leichte Sprache.

    Um was es ganz konkret geht, wird ziemlich offensichtlich, wenn man Leicht weiter liest:

    Dafür machen wir vieles in Deutschland und Europa.
    Das sind unsere wichtigsten Aufgaben.
    Diese sind für viele Menschen in Deutschland wichtig.

    Was genau „vieles“ ist, dürfte für den geneigten Leser dann noch zu schwierig sein. Aber die wichtigen Aufgaben sind für viele Menschen in Deutschland wichtig. Oder doch für alle? Oder für wenige nicht? Es kommt wohl auf den Blickwinkel an.

    Jedenfalls ist das Bundes-Ministerium wirklich bemüht. Es schreibt:

    Wir versuchen, diese schweren Themen leicht zu erklären.“
    So können die meisten Menschen die Internet-Seite lesen.
    Darum gibt es auch diesen Teil in Leichter Sprache.

    Deutsche Sprache, Leichte Sprache.

    Nachtrag:
    Es geht mir bei diesem Text keinesfalls darum, Menschen mit Lese- oder Rechtschreibschwierigkeiten zu veralbern! Ich habe viele Jahre als gelernter Erzieher mit Menschen gearbeitet, die Behinderungen hatten (auch wenn ich nicht weiß, ob das heute noch der politisch korrekte Begriff ist).
    Vielmehr möchte ich aufzeigen, dass man beim Bundesarbeitsministerium weder in “schwerer” noch in “leichter” Sprache etwas Sinnvolles oder gar Nachvollziehbares kommuniziert.

    Nachtrag II:
    Wer sich die Seite einmal genauer anschauen will, wird hier fündig.

    Den Artikel weiterlesen »

    83 Kommentare

    Durchbruch – Mindestlohn nun doch schon ab 2014

    geschrieben am 02. April 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Euro_coins_and_banknotesFoto: Wikipedia

    Satire

    Es kommt erneut Bewegung in die Debatte um den Mindestlohn. Nach nächtelangen Gesprächen der sogenannten „Kommission zur Prüfung einer Mindestlohnkommissionprüfungskonferenz (KoPMin)“ gab Andrea Nahles bekannt, dass der flächendeckende Mindestlohn nun doch schon 2014 eingeführt werden soll. Betroffen sind vor allem Manager und Vorstände. Allerdings gibt es auch für sie Ausnahmen, denn es wird gemunkelt, dass hier und da von den ursprünglich geplanten 8,50 Euro in Nuancen nach oben abgewichen werden soll. Dieser mathematische Konflikt soll durch Ausnahmen nach unter ausgeglichen werden.

    Künftig sollen nicht nur Jugendliche unter 18 Jahren und Auszubildende vom Mindestlohn ausgeschlossen werden, sondern auch ehemalige Langzeitarbeitslose, Rentner, Busfahrer, Rosen- und Zeitungsverkäufer, Kuchen-, Bonbon- und Haschhändler. Für die letztgenannte Gruppe gilt darüber hinaus ein sofortiges Berufsverbot. Den Artikel weiterlesen »

    21 Kommentare

    Uli Hoeneß beginnt seine Haftstrafe in einer Doppelzelle

    geschrieben am 01. April 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Foto: Wikipedia

    Wenn Uli Hoeneß kurz nach Ostern seine Haftstrafe antritt, wird er sich die Zelle zunächst mit einem anderen Gefangenen teilen müssen. Das an sich ist nicht ungewöhnlich, aber wer sein Zellengenosse sein wird, ist doch überraschend.

    Nur acht Quadratmeter groß wird die Zelle sein, in der Hoeneß seine Strafe absitzt. Ein kleines Fenster befindet sich in zwei Meter Höhe, die Einrichtung ist spärlich. Seine Ruhe wird Hoeneß allerdings erst nach zwei Wochen Haft haben, das ist die gängige Praxis, um Suizide zu verhindern. Solange muss er sich die Zelle mit dem ukrainischen Oligarchen Dimitri Firtasch teilen, der Mitte März in Wien verhaftet wurde. Seitdem verhandeln Deutsche und Österreicher darüber, in welchem Gefängnis der vom FBI gesuchte Firtasch untergebracht werden soll. Die Entscheidung fiel am 28. März, die Amerikaner sollen massiv Einfluss auf den deutschen Aufenthaltsort genommen haben. Den Artikel weiterlesen »

    16 Kommentare

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