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  • Der Clash von amerikanischem Chauvinismus und russischem Nationalismus

    geschrieben am 17. März 2015 von Jens Berger

    Die chauvinistische Rechte der USA glaubt an die Überlegenheit der Amerikaner und die nationalistische Rechte in Russland träumt von einem eurasischen Reich, das von Lissabon bis Wladiwostok reicht. „Gottes eigenes Land“ auf der einen Seite steht gegen einen nostalgischen Nationalismus der anderen Seite. Beide wirkmächtigen Strömungen prägen nicht nur die Stimmungslage von großen Teilen der jeweiligen Bevölkerung, sondern sie hetzen auch ihre politischen Führer auf, gegeneinander anzutreten und um Weltgeltung auf der einen und Vormacht auf der anderen Seite mit allen, bis hin zu kriegerischen Mitteln zu kämpfen. Nutznießer dieser Spannungspolitik sind vor allem eben diese radikalen politischen Strömungen selbst. Aber auch die Regierungen der USA und Russland profitieren zumindest in einem Punkt: Indem ein äußeres Feindbild an die Wand gemalt wird, können sie von ihren innenpolitischen Katastrophen ablenken.

    Barack Obama ist ein Getriebener der politischen Rechten, die von der erzkonservativen Tea Party dominiert wird. Seit den letzten Midterm Elections haben die Republikaner sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit und laufen sich schon für die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr warm. Auch Wladimir Putin ist ein Getriebener der politischen Rechten. Seit Peter dem Großen herrscht in Russland ein Kampf zwischen den Modernisieren und den Traditionalisten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, in der sowohl die größtenteils konservativ bis reaktionäre orthodoxe Kirche und der russische Nationalismus zwangsweise kleingehalten wurden, erlebte der religiöse und nationalistische Revisionismus eine wahre Renaissance: “Rechtgläubigkeit – Autokratie – Volkstümlichkeit” erlebte eine Neuauflage. Das Ideal, nach dem die Russen nicht nur über die verschiedenen Ethnien im Vielvölkerstaat, sondern auch über die slawischen Völker Osteuropas herrschen sollen, ist nicht nur in rechten Zirkeln durchaus populär. Anders als in den USA hatte bis vor der Ukraine-Krise der nationalistische Rollback in Russland jedoch keine grundlegenden Auswirkung auf die Außen- und Sicherheitspolitik, dafür aber um so mehr auf die Innen- und Gesellschaftspolitik. Um die immer lautstärker werdende Opposition von rechts außen ruhig zu stellen, verschärfte die Duma unter wohlwollender Begleitung durch Wladimir Putin beispielsweise die Anti-Homosexuellen-Gesetze und der Präsident stilisierte sich zum Schutzherren russischer Minderheiten in den Nachbarstaaten.

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    726 Kommentare

    Psychospiele durch „Nudging“: Macht Merkel uns zu ihren Puppen?

    geschrieben am 16. März 2015 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    merkel nudgingBild: Reuters

    Insgesamt eher still und unauffällig machte in den Medien die Meldung die Runde, Angela Merkel wolle sich künftig des „Nudgings“ bedienen. An wen denkt die Kanzlerin bei der Vorstellung, Menschen ohne Druck in eine vorgegebene Richtung zu führen? An das Wahlvolk oder sich selbst?

    Der Begriff Nudging stammt aus der Verhaltensökonomik, war schon 2014 ein Thema bei der Bundesregierung und meint übersetzt das „Schubsen“ von Menschen, um sie zu einem bestimmten Verhalten zu animieren. Merkel will drei Referenten bis zum Ende der Legislaturperiode einsetzen, um das Prinzip zu testen. Selbstverständlich meint sie es nur gut mit uns. Sagt sie. Den Artikel weiterlesen »

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    Die Schreibmaschine schreibt jetzt selbst

    geschrieben am 16. März 2015 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    Als Ende des 19. Jahrhunderts in den USA mit den Pianolas die ersten selbst spielenden Klaviere auf den Markt kamen, ging verständlicherweise bei zahlreichen Pianisten, die mit einem überschaubaren Repertoire ihr Geld in der Hintergrundbeschallung verdienten, die Angst herum, dass sie bald ihren Job verlieren könnten, weil sie durch eine Apparatur ersetzt werden konnten, die mit deutlich reduzierten Betriebskosten die gleiche Leistung bieten konnten. Es kam noch schlimmer. Erst kam die Hintergrundmusik von der Schallplatte, dann kam sie vom Band und inzwischen hat man die gesamte Mechanik durch digitale Spieler ersetzt, die im Vergleich zum früheren Bar-Pianisten unsäglich billig geworden sind. Pianisten gibt es immer noch, aber kaum noch Gebrauchs-Pianisten.

    Eine vergleichbare Entwicklung schleicht sich derzeit im Bereich der schreibenden Zunft in die tägliche Praxis. Fällt so manchem Leser inzwischen auf, dass die großen Mediengruppen bevorzugt und unisono Agenturmeldungen verbreiten, die aus den unterschiedlichsten Quellen bei den verbliebenen großen Presseagenturen und ihren Niederlassungen eingespeist werden, fallen die vollautomatisch erstellten Meldung in den deutschen Medien noch nicht so sehr ins Gewicht. Im englischsprachigen Markt schon massiv vertreten, sind sie auch in den deutschen Medien nicht aufzuhalten. Börsen- und Sportnachrichten, die zum größten Teil auf Zahlenmaterial beruhen, bieten sich für eine automatisierte Textgenerierung geradezu an. Hier sind die logischen Gerüste vergleichsweise einfach und lassen sich inzwischen auch stilistisch ziemlich formvollendet so umsetzen, dass der Leser meist gar nicht mehr wahrnimmt dass der Text nicht von einem Autor aus Fleisch und Blut stammt, sondern von einem aus Chips und Elektronen.

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    50 Kommentare

    Welke´s heute show: Nur noch peinlich

    geschrieben am 14. März 2015 von SF Team

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/2361332/heute-show-vom-13032015

    – Griechenland 1:48 – 5:30 = ca. 5 Min.
    – Gabriel 5:34 – 12:30 = ca. 7 Min.
    – Mietpreisbremse 12:35 – 19:30 = ca. 7 Min.
    – Steinbrück 19:30 – 22:13 = ca. 2:55 Min.
    – Putin/Krim etc. 22:20 – 30:50 = ca. 7:30 Min.

    Die sf debatte ist ein Open Thread. Dieses Format ist dafür gedacht, die artikellose Zeit für unsere Leser zu überbrücken und aktuelle Themen im Kommentarbereich zu debattieren.

    Unsere Leser sind herzlich eingeladen, im Kommentarbereich ihre Meinungen und Analysen zu posten. Tobt Euch aus, diskutiert, zitiert, analysiert und wenn es sich nicht irgendwie vermeiden lässt, habt ein bisschen Spaß dabei! Bleibt dabei aber bitte höflich und denkt an die Netiquette.

    Euer Spiegelfechter-Team

    264 Kommentare

    Deutschland gegen Griechenland: Bitte aufhören!

    geschrieben am 13. März 2015 von SF Team

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-gegen-deutschland-krieg-der-worte-a-1023321.html

    Wo mit?
    Auf der gleichen Online-Seite bei SPON:

    Juncker und Tsipras vereinbaren Taskforce für Griechenland-Hilfen

    EZB verstärkt Druck auf Griechenland

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