Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Clausnitz und die Frage: Sind alle Sachsen Nazis?

    geschrieben am 22. Februar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    hass-6c05ed49-eb18-4a87-8338-708214937f73Kommentar

    Ziemlich bescheuert, diese Frage, oder? Allen Sachsen zu unterstellen, sie seien Nazis, ist genauso destruktiv und schwachsinnig, wie allen Fluchtsuchenden vorzuwerfen, sie seien Kriminelle. Trotzdem passiert genau das derzeit. Offenbar geht die Fähigkeit zu differenzieren und Situationen individuell zu betrachten, gerade vollends verloren, und zwar auf beiden Seiten. Aber das ändert nichts daran, dass es eine Seite gibt, die erbarmungslos auf Flucht suchende Menschen loszugehen bereit ist. Und für diese Seite ist Verständnis inzwischen das Falscheste, was es geben kann.

    Nachdem in Clausnitz eine Horde Demonstranten ankommende Flüchtlinge in einem Bus massiv beschimpft und bedrängt hat, wird jetzt diskutiert, wie das zustande kam, darüber, welche Rolle die Polizei dabei spielte (die immerhin gewaltsam ein Kind aus dem Bus gezerrt hatte) und ob die Flüchtlinge selbst die Eskalation durch ihr Verhalten provoziert hätten. Letzteres ist an Dreistigkeit und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Den Artikel weiterlesen »

    428 Kommentare

    Das falsche Verständnis von Sofortmaßnahmen und was wirklich notwendig ist

    geschrieben am 19. Februar 2016 von Gastautor

    ein Debattenbeitrag von Christiane Hennrich

    Der Schrei nach Sofortmaßnahmen zur „Flüchtlingskrise“ ist allgegenwärtig. Nur klafft die Definition von Sofortmaßnahmen himmelweit auseinander und auch wer hier eigentlich Krisengebeutelt ist, scheint in den Köpfen einen Umkehrprozess durchlaufen zu haben. Welche Krise haben die Bürger Deutschlands und die Bürger anderer europäischen Ländern gegenüber Menschen, die vor Krieg und entzogener Lebensgrundlage ihre Heimat verlassen, um simpel ihr eigenes Leben und das Ihrer Familie zu schützen?

    Nun hat es die herrschende Politik unter Zuhilfenahme der Presse geschafft, jeden Migranten und im Zuge dessen jeden Flüchtling als kriminell zu stigmatisieren, insbesondere nach Vorfällen in der Silvesternacht. Der Deutsche an sich fällt raus aus der Kriminalstatistik und wurde unhinterfragt vom nordafrikanischen Ausbreitungstyp (laut Höcke AfD) ersatzlos verdrängt. Ja sogar „Wir holen uns den Terrorismus ins Land“ mutiert zum Gassenschlager mit der wenig diskutierten Randbemerkung, dass zum Anschlag in Paris nicht aktuelle Flüchtlinge, sondern perspektivlose, gesellschaftlich an den Rand gedrängte, junge fanatisierten Algerier und Marokkaner, deren Familien schon lange in einem perspektivlosen Vorort der französischen „Banlieue“ leben, zur Täterschaft gehörten. Das entschuldigt nicht die Taten, verurteilt jedoch den pauschalen Fingerzeig auf flüchtende Menschen.

    Empörung gemischt mit geschürten Ängsten lässt nun nach Sofortmaßnahmen verlangen, Sofortmaßnahmen die schnelle Hilfe für uns als eine „das Boot ist voll“ Generation schaffen sollen, anstatt Kriegen mit „Sofortmaßnahmen“ einen Riegel vor zu schieben! Stattdessen nähren wir diese noch mit Waffenlieferungen und Kriegsbeteiligung und unterlassen es weiterhin, den Fluchtländern in ihrem wirtschaftlichen Desaster, welches auch in unserer Mitverantwortung liegt, auf die Beine zu helfen, oder zumindest Schadensbegrenzung zu betreiben. Wir verstehen unter Sofortmaßnahmen die Schotten gegen flüchtende Menschen zu schließen, Obergrenzen zu fordern die den einen rein lassen und von einem anderen unter der Rubrik -„Pech gehabt, wer zu spät kommt ,den bestraft das Leben“- abverlangt, in ein Nichts von Zukunft zurück zu kehren. Nun wurden tatsächlich Obergrenzen durch die Blumen geschaffen via Asylpaket II, indem die Verweigerung des Familiennachzugs im Grunde nur die Schaffung einer Obergrenze 2.0 darstellt.

    Den Artikel weiterlesen »

    70 Kommentare

    Verursachen Flüchtlinge ein Milliardendefizit bei den gesetzlichen Krankenkassen?

    geschrieben am 18. Februar 2016 von Jens Berger

    Gestern veröffentlichte die Frankfurter Rundschau eine Exklusivmeldung, die nicht nur in den sozialen Medien für Unruhe sorgte. Nach Hochrechnungen der FR droht den gesetzlichen Krankenkassen bereits ab nächstem Jahr ein Milliardendefizit, das durch Zusatzbeiträge der Versicherten ausgeglichen werden muss. Grund dafür sollen die Krankenkassenkosten für Flüchtlinge sein, die durch die Bundeszuschüsse ins GKV-System nicht einmal annährend gedeckt werden. Die Frankfurter Rundschau spricht hier zwar einen wichtigen Punkt an, der dringend reformiert werden muss – die Zahlen, mit denen sie operiert, erschließen sich dem Betrachter bei näherer Betrachtung jedoch nicht. So bleibt das Fazit: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

    Die Gesundheitskosten für nicht bzw. noch nicht anerkannte Flüchtlinge werden in Deutschland von den Kommunen getragen. Dafür sind die Leistungsansprüche der Flüchtlinge jedoch auch massiv gedeckelt. Erst nach der Anerkennung oder nach 15 Monaten Wartezeit erhalten Asylbewerber den vollen Leistungsanspruch. Interessant sind hier vor allem die Leistungsausgaben für anerkannte Flüchtlinge. Sobald ein Flüchtling anerkannt ist, rutscht er – sofern er keinen Job hat, was anfangs ohnehin die Regel sein dürfte – in den SGB-II-Bereich, er bezieht umgangssprachlich „Hartz IV“. Die Krankenkassenleistungen für Hartz-IV-Empfänger werden über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verwaltet, die Mitgliedsbeträge werden dabei über den Bundeszuschuss aus Steuermitteln getragen. Zur Zeit sind dies pauschal rund 90 Euro pro Kopf und Monat.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    84 Kommentare

    Wie unsere lieben „Qualitätszeitungen“ Medwedews Münchner Rede in ihr Gegenteil verdrehen

    geschrieben am 15. Februar 2016 von Jens Berger

    Dass unsere selbsternannten „Qualitätszeitungen“ beim Thema Russland noch nicht einmal versuchen, auch nur im Ansatz objektiv zu berichten, ist hinlänglich bekannt. Bei der Kommentierung der Rede des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew auf der Münchner Sicherheitskonferenz manipulieren die Großjournalisten jedoch in einer Art und Weise, die selbst im medialen Niveaulimbo negativrekordverdächtig ist. Wahrscheinlich hätte man Medwedew sogar dann noch Aggressivität unterstellt, wenn er in München die Bergpredigt vorgetragen hätte. Und da wundert sich die Branche ernsthaft, dass sie immer tiefer in der Glaubwürdigkeitskrise versinkt?

    Sollten Sie Medwedews Münchner Rede noch nicht gesehen haben, dann lade ich Sie zu einem kleinen Experiment ein. Lesen Sie sich doch bitte zunächst einmal diese drei kurzen Artikel durch, die allesamt von leitenden Journalisten deutscher „Qualitätszeitungen“ geschrieben wurden:

    […]

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    385 Kommentare

    Targo Bank: Konto dicht, Karte weg – so geht Bank gar nicht!

    geschrieben am 12. Februar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    ein-haufen-geld-d02d177d-4013-42c1-9b4f-6033689ed623In der UN-Behindertenrechtskonvension spielt das Wort Inklusion eine zentrale Rolle. Doch die Umsetzung der hehren Grundsätze gelingt nicht immer. Der Fall einer behinderten Frau zeigt, dass es mit dem „Dabei sein“ (was Inklusion sinnbildlich übersetzt bedeutet), nicht so weit her ist. Zumindest nicht bei der Targo Bank, die gern mit dem Slogan „So geht Bank heute“ wirbt.

    Auf behinderte Menschen das Wort Integration anzuwenden, war lange Zeit allgemein üblich. Doch der Begriff schien nicht passend, weil Integration bedeutet, dass eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nachträglich herbeigeführt werden muss. Daher wurde das Wort Inklusion gewählt, das auf die Rahmenbedingungen abzielt. Das Zeil dahinter war und ist es, die gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine Teilhabe auch behinderter Menschen zu schaffen, ohne dass diese dafür erst aktiv werden müssen.
    Betroffen sind im wesentlichen die Bereiche Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit. Und natürlich Finanzen.

    Geld: So nah und doch so weit weg

    Die Targo Bank in Duisburg interpretiert den Begriff Inklusion auf eine sehr eigenwillige Weise. Oder, anders formuliert: sie kennt den Begriff offenbar gar nicht. Das musste eine gesetzliche Betreuerin feststellen, die sich mit dem Umstand befassen musste, dass ihrer Betreuten – einer Frau mit einem Grad der Behinderung von 70 Prozent und einer kognitiven Einschränkung – kurzerhand die Girokontokarte eingezogen wurde, nachdem bekannt geworden war, dass sie unter Betreuung steht. Den Artikel weiterlesen »

    95 Kommentare
    Seite 18 von 246« Erste...10...17181920...3040...Letzte »