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  • Jens Berger im RT Deutsch-Interview: Ölpreis im freien Fall – Wer profitiert?

    geschrieben am 28. Januar 2016 von Jens Berger

    Der Preis für Rohöl ist seit Mitte 2014 um mehr als 76 Prozent gefallen. Für viele erdölexportierenden Länder sind Erlöse aus dem Ölverkauf für den Ausgleich des Staatshaushalts existenziell. Zahlreiche Ölkonzerne erwirtschaften momentan keine Gewinne. Ob diese Entwicklung Gefahren in sich birgt, wer für den sinkenden Ölpreis verantwortlich ist und wer von der Lage profitiert, überprüft RT-Reporter Nicolaj Gericke. Er sprach mit dem Publizisten und Redakteur der NachDenkSeiten Jens Berger über die Situation auf den internationalen Ölmärkten.

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    Flüchtlingspolitik: Lösungen oder Ausweglosigkeit?

    geschrieben am 26. Januar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    solution-488976_960_720Gibt es überhaupt eine Lösung in der Flüchtlingsfrage, die humanitären Denkansätzen gerecht werden kann? Derzeit sind die Kritiker der aktuellen Flüchtlingspolitik zumindest mit den auf den ersten Blick besseren Argumenten ausgestattet. Die Grenzen dicht zu machen, ist sehr konkret und klingt für alle, die es hören wollen, naheliegend. Gegenargumente fallen dagegen oft schwammig aus und beziehen sich auf Grundsätzliches. Was wenig überzeugend wirkt.

    Die Flüchtlingsdebatte spaltet die Republik. In wie viele Teile, darüber mag man geteilter Meinung sein. Aber zwei Fraktionen gibt es mindestens: die eine, die den Flüchtlingen verständnisvoll und zugewandt begegnet und sicher ist, dass es – unabhängig von der Zahl der aufgenommenen Menschen – schon irgendwie gehen wird. Und die andere, die – nicht erst seit Köln – hilfesuchenden Menschen eine generelle Bereitschaft zum Schmarotzertum, zur Kriminalität und ein völlig verstörendes Bild von Frauen unterstellt.
    Doch wie könnte ein Lösungsansatz aussehen? Den Artikel weiterlesen »

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    Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

    geschrieben am 22. Januar 2016 von Jens Berger

    Politiker aller Parteien liebäugeln mit einer „Obergrenze“ für Flüchtlinge. Österreich hat gestern bereits etwas umgesetzt, das je nach Sprachregelung einer solchen Obergrenze nahekommt. Dabei ist es eigentlich egal, wie man das Kind nennt: Eine wie auch immer formulierte Mengenbeschränkung von Flüchtlingen ist unter Einhaltung internationaler Abkommen nicht möglich. Außer … ja, außer man baut eine Mauer und erteilt einen Schießbefehl. Ist es das, was wir wollen?

    Die Sprachregelung über das, was die österreichische Politik gestern beschlossen hat, ist noch nicht ganz ausgefeilt. Während die Innenministerin von einer „Obergrenze“ für Flüchtlinge spricht, nennt der designierte Verteidigungsminister das Vorhaben „Planungsgröße“ oder „Richtgröße“, während der Bundeskanzler lieber von einem „Richtwert“ sprechen will. Die bayerische CSU war dennoch vor Freude ganz aus dem Häuschen, fordert sie doch bereits seit Wochen eine Obergrenze.

    Wenn man sich die Argumentationsfetzen der österreichischen und der bayerischen Regierung anhört, könnte man glatt denken, die Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge sei ein bloßer Verwaltungsakt – ungefähr so wie der Beschluss, im Neubaugebiet eine verkehrsberuhigte Zone einzuführen. Dem ist aber nicht so. Nur ein sehr kleiner Teil der jährlich eintreffenden Flüchtlinge, bekommt von den deutschen Gerichten des Status eines Asylberechtigten zugewiesen. Der übergroße Teil derer, die einen Aufenthaltstitel bekommen, wird als Flüchtling gemäß der Genfer Flüchtlingskonventionen anerkannt oder darf schlicht nicht in sein Herkunftsland abgeschoben werden, da ihm dort Gefahr für Leib und Leben drohen.

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    Wir suchen (die falschen) Schuldigen, keine Lösungen

    geschrieben am 20. Januar 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    angstKommentar

    Normal ist das nicht. Nur einfacher. Wir sehen die Probleme, aber wir suchen nicht nach Lösungen. Wir wissen irgendwie schon, dass Menschen auf der Flucht das nicht in der Absicht tun, andere Länder zu überfallen. Weil sie gar nicht in der Stimmung dazu sind. Wer nur noch die Klamotten am Leib trägt, ist nicht in Überfallstimmung. Das wissen wir im Grunde. Aber wir sehen nicht, wie es dazu kommen konnte, es wird uns auch gern vorenthalten, dass wir diejenigen sind, die andere überfallen. Täglich. Mir gravierenden und tödlichen Auswirkungen.
    Also stürzen wir uns auf vermeintlich Schuldige. Kommen zum Schluss, dass alles nicht so schlimm sein kann, solange ein Mensch auf der Flucht ein Handy hat. Oder sich „erlauben“ kann, seine Familie vorerst zurück zu lassen. Die Gründe für die Flucht von Menschen … na ja, die wollen halt zu uns, weil es hier zu geil ist. Fernseher, Handys eben, blonde Frauen, die man einfach vögeln kann, in der Silvesternacht, und überhaupt, auch wenn nicht Silvester ist, das geht hier alles. Nebenbei, ohne Pass, eine Weile warten, dann coole Jobs annehmen, Kohle scheffeln und ab nach Hause, um in Saus und Braus zu leben. Deutsche Sprache oder Kultur? Drauf geschissen. So sind sie, die Flüchtlinge! Den Artikel weiterlesen »

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    Der Fluch des billigen Öls

    geschrieben am 20. Januar 2016 von Jens Berger

    Der Preis für Rohöl ist seit Mitte 2014 um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Die Internationale Energieagentur IEA spricht bereits davon, dass die Welt in billigem Öl ertrinke und sieht auch für das kommende Jahr keine Trendwende. In der Tat klaffen momentan Angebot und Nachfrage auseinander. Geopolitisch bedeutet diese Ölschwemme jedoch große Risiken. Einstweilen können sich vor allem die USA und China freuen, während die großen Ölexporteure vor unlösbaren Problemen stehen, die im schlimmsten Falle zu Chaos und Kriegen führen könnten. Die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos, da der Preis gemäß den Regeln der Ökonomie ja auch irgendwann mal wieder steigen wird.

    Wenn es einer Erklärung für den rapiden Verfall des Ölpreises bedarf, dann liefert ihn die IEA in ihrem aktuellen Marktbericht: Demnach ist die Nachfrage für Öl im dritten Quartal 2015 um durchschnittlich 2,1 Millionen Barrel und im vierten Quartal um 1,0 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Angebot ist jedoch im letzten Jahr um 2,6 Millionen Barrel pro Tag angewachsen. Angebot und Nachfrage klaffen also immer weiter auseinander. Der ökonomischen Logik zufolge müssen dann auch die Preise sinken und genau dies ist momentan zu beobachten. Während auf der Nachfrageseite für die mittlere Zukunft keine plausiblen Änderungen am Markt zu erwarten sind, wird der Wegfall der Iran-Sanktionen die Angebotsseite noch weiter ansteigen lassen. Im jetzigen Quartal will Iran seinen Ölexport um 0,5 Millionen Barrel pro Tag steigern; mittelfristig sollen es sogar 1,0 Millionen Barrel pro Tag werden. Wen wundert es da, dass selbst seriöse Analysten bereits einen Ölpreis von unter 20 US$ pro Barrel prognostizieren.

    Wer ist verantwortlich für den Preisverfall?

    Sowohl in den Finanzzeitungen als auch im Internet kursieren zahlreiche Gerüchte, wer denn nun die Verantwortung für den Preisverfall trägt. Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen rangiert dabei Saudi-Arabien, das angeblich durch niedrige Ölpreise die Fracking-Konkurrenz in den USA vernichten will. Doch diese Erklärung greift bei näherer Betrachtung nicht. Saudi-Arabien ist als der einzige Swing-Produzent der OPEC bekannt – also das einzige Land, dass seine Förderung bei Bedarf nicht nur nach unten, sondern auch nach oben anpassen kann. Die Experten sind sich uneins darüber, ob das wirklich stimmt. Fest steht jedoch, das Saudi-Arabien seit Jahren die Förderhähne ganz weit offen hat, also nicht für die Ausweitung des Angebots verantwortlich sein kann. Hauptverantwortlich ist vielmehr das vermeintliche „Opfer“ der Saudis – die amerikanischen Fracker. In den letzten zehn Jahren hat sich die US-Ölförderungen vor allem aufgrund der Schieferölförderung von rund 5 Millionen Barrel pro Tag auf heute rund 9 Millionen Barrel pro Tag fast verdoppelt.

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