Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Theater, Theater! Viele, viele bunte Renten …

    geschrieben am 26. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    watchmenbloodysmiley#Mehrwutstropfen/Kommentar

    Die Rente. Damit kann man was reißen. Und auch wenn es noch gar nicht so lange her ist, als es aus allen möglichen Koalitionsecken hieß, die Rente sei als Wahlkampfthema nicht vorgesehen, die Verlockung war dann doch zu groß. Jetzt sind wir also mitten drin im Wahlkampf, pardon: der Rentendebatte. Und wie und was da so debattiert wird, lässt sich in vernünftige Worte kaum fassen.
    Den Artikel weiterlesen »

    157 Kommentare

    Ein Experiment, mit dem Sie sich selbst davon überzeugen können, wie infam Teile der Medien mittlerweile agieren

    geschrieben am 24. November 2016 von Jens Berger

    Sollten Sie die gestrige Generaldebatte über den Bundestagshaushalt 2017 noch nicht gesehen haben, dann lade ich Sie hiermit herzlich zu einem kleinen Experiment ein. Schauen Sie sich doch bitte vollkommen unvoreingenommen die Rede der Oppositionsführerin Sahra Wagenknecht an. Lassen Sie das Gesehene und Gehörte sacken und lesen sich bitte dann die Kommentare der Herren Rübel, Volmer und Denkler durch. Und nun frage ich Sie: Schreiben diese drei Vollblutjournalisten wirklich über die selbe Rede? Über die selbe Sahra Wagenknecht?

    Mein erster Eindruck von dieser Rede war: Wunderbar! Da hat Sahra Wagenknecht einen Parforceritt durch die politischen Themenfelder der jüngeren Vergangenheit und die ganz aktuelle Debatte zu den Wahlerfolgen der Rechten mit Bravour gemeistert. Die dümmlichen Zwischenrufe der SPD zeigten zudem, dass diese Partei immer noch äonenweit davon entfernt ist, in einem möglichen Linksbündnis ein Koalitionspartner zu werden. Aber alles Andere wäre ja auch sehr überraschend.

    Überraschend wäre es natürlich auch gewesen, wenn die Mitglieder von Angela Merkels inoffiziellen journalistischen Jubelperser-Korps Wagenknechts Rede zumindest halbwegs unvoreingenommen reflektiert hätten. Das Gegenteil war der Fall und das ging schon in der Live-Berichterstattung der ARD los, wie der Kollege André Tautenhahn es in unseren Hinweisen des Tages bereits aufmerksam bemerkt hat. Eine erste „Interpretationshilfe“ lieferte dann wenige Minuten später SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, der Wagenknecht allen Ernstes und unter großen Gelächter der linken Abgeordneten vorhielt: „Früher hieß es: Proletarier aller Länder vereinigt euch. Heute heißt es: Populisten aller Länder vereinigt euch. Ihre Antwort auf den Populismus von Rechts ist mehr Populismus von Links. Sie wollen Frauke Petry im Deutschen Bundestag überflüssig machen“. Neu sind derlei Ausfälle des würdigen Noske-Nachfolgers freilich nicht. Schon mehrfach versuchte der Merkel-Fan mit dem falschen Parteibuch Wagenknecht bar jeder sachlichen Grundlage in die rechte Ecke zu stellen. Nun gut, an derlei Kasperletheater hat man sich in „postfaktischen Zeiten“ wohl leider bereits gewöhnt.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    133 Kommentare

    Hassreden und Rentner: Wir arbeiten am Feindbild

    geschrieben am 24. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    rente#Mehrwutstropfen/Kommentar

    Hassreden? Geht gar nicht! Wenn es darum geht, Menschen zu verurteilen, die ihre Unzufriedenheit ungefiltert und nicht selten komplett sinnfrei heraus brüllen, sind die Politiker der großen Koalition und alle jene aus ihrem direkten oder indirekten Dunstkreis schnell dabei, den mahnenden Zeigefinger in die Luft zu strecken. So etwas gehe ja nun überhaupt nicht, das sei nicht vereinbar mit unseren ach so wertvollen demokratischen Werten. Applaus, Applaus, nicht nur bei Frank Plasberg, sondern auch bei Anne Will, der Maischberger, Illner und wie sie noch alle heißen. Nur dumm, dass genau diese hochgehaltenen Zeigefinger erheblichen Anteil am Entstehen von Hassreden haben. Aktuelles Objekt der Begierde: die Rente. Den Artikel weiterlesen »

    16 Kommentare

    „Postfaktisch?“ Was soll denn nun dieser Unsinn schon wieder?

    geschrieben am 23. November 2016 von Jens Berger

    Am 19. September erklärte die Kanzlerin nach der verlorenen Berlin-Wahl, „wir lebten in postfaktischen Zeiten, [da] die Menschen sich nicht mehr für Fakten [interessierten], sondern alleine den Gefühlen [folgen]“. Damit war ein politischer Kampfbegriff geboren. Egal ob es um Donald Trump, den Brexit oder jedes x-beliebige Thema geht, das dem politischen und medialen Establishment nicht in den Kram passt: Für unsere Papageienjournalisten ist das jetzt alles „postfaktisch“. Soll man darüber jetzt lachen oder weinen? Mit solch albernen Wortspielereien werden die Massenmedien den Verlust ihrer Deutungshoheit auch nicht kompensieren können. „Postfaktisch“ ist vor allem die Politik der Bundesregierung. Und das schon seit langem.

    „Postfaktisch“ ist in. International wurde der Begriff, der im Englischen als „post-thruth“ bekannt ist, in diesem Jahr zwanzigmal so häufig verwendet wie im letzten Jahr. Für die angesehene Oxford Dictionary ist dies Grund genug, diesen Begriff zum internationalen Wort des Jahres zu erklären. „Erfunden“ wurde der Begriff übrigens 2004 in einem vollkommen anderen Kontext. Der amerikanische Schriftsteller Ralph Keyes kritisierte in seinem Buch „The Post-Truth Era“ , das ein Jahr nach Colin Powells berühmt berüchtigter „Beweisführung“ vor dem UN-Sicherheitsrat erschienen ist, vor allem das Ignorieren und Beugen von Fakten bei der politischen Instrumentalisierung von 9/11. Keyes klagt die etablierte Politik und die etablierten Medien an, die Fakten ignoriert haben, um einen lange geplanten Krieg zu führen.

    Heute ist „postfaktisch“ vor allem ein Kampfbegriff, der von den Etablierten genau anders herum eingesetzt wird. „Angetrieben von dem Aufstieg der Sozialen Medien als Nachrichtenquelle und einem wachsenden Misstrauen gegenüber Fakten, die vom Establishment angeboten werden“ sei die Jury der Oxford Dictionary gewesen, so Verlagsleiter Casper Grathwohl https://en.oxforddictionaries.com/word-of-the-year/word-of-the-year-2016 . Dies ist vor allem im Kontext mit Keyes damaliger Argumentation ein Treppenwitz der Geschichte. Ein Begriff, der sich eigentlich auf die großen Lügen der Medien und der Politik bezieht, wird nun absurderweise zur Verteidigung ebenjener Angeklagten gegen die Kläger ins Feld geführt.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    63 Kommentare

    Merkel macht‘s: Inhalte ade!

    geschrieben am 21. November 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    show-me-1123314_960_720#Mehrwutstropfen/Kommentar

    Und es geht los. Merkel hat völlig überraschend bekannt gegeben, dass sie erneut Kanzlerin werden möchte. Die SPD ist sich noch unschlüssig, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass sie – Holzstück und Messer in der Hand – immer noch nicht fertig ist mit dem Schnitzen ihres Top-Kandidaten. Cem Özdemir von den Bundeswehroliven freut sich auf die „harte politische Auseinandersetzung“, während Parteifreundin Rebecca Harms sich 2017 durchaus eine schwarz-grüne Regierung vorstellen kann. Zwischendurch wird noch die Sache mit dem Bundespräsident abgehakt, Steinmeier lässt den Gelassenen raushängen, während die Abgehängten sich fragen, was das alles mit ihnen zu tun hat. Den Artikel weiterlesen »

    165 Kommentare
    Seite 2 von 2601234...1020...Letzte »