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  • Über schlechte Gute und gute Böse – Kenia und Gabun im historischen Politikvergleich II

    geschrieben am 08. April 2010 von Andreas Fecke

    ein Gastbeitrag von Andreas Fecke

    Dieser Artikel ist eine Fortsetzung des ersten Teils, der vorgestern erschien.

    Kenia, der verlustig gegangene Liebling

    Wie eine New Yorker Spekulationsblase zerplatzte Anfang 2008 die westliche Halluzination vom Musterländle Kenia. Nach den zweiten Mehrparteienwahlen, die auch die den ersten Wahlen ohne vorherigen Deal über die Machtverteilung waren, entlud sich der Zorn der Opposition über den Präsidenten Kibaki in der oft in Afrika vorzufindenden politisch instrumentalisierten Gewalt – einer Mischung von ethnischen, sozialen und (hier mal nicht) religiösen Motiven. Von unseren Beobachtern wurden diese Vorkommnisse zunächst jedoch spontan in die ethnische Schublade gelegt. Huch, gerade dort, wie konnte das nur passieren?
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    Sackgasse im ?umgangssprachlichen? Krieg

    geschrieben am 07. April 2010 von Jens Berger

    Soll man Karl-Theodor zu Guttenberg und Angela Merkel Respekt dafür zollen, dass sie plötzlich das böse K-Wort in den Mund nehmen? Dies wäre wohl zuviel der Ehre, schließlich unterscheidet sich Guttenbergs und Merkels Wortwahl nur in Nuancen von der ihrer Vorgänger und ihrem eigenen Ringen nach Worten aus der Vergangenheit. Wenn über 100.000 Soldaten mit militärischen Mitteln in einem fernen Land gegen meist einheimische Widerstandskämpfer vorgehen und dabei auf beiden Seiten und bei der Zivilbevölkerung ein hoher Blutzoll entrichtet wird, so ist dies Krieg ? Punkt. Ob dieser Begriff völkerrechtlich zutreffend ist oder nicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Aber selbst wenn zu Guttenberg seinen Kritikern eine Steilvorlage nach der anderen gibt, ist er allem verbalen Gehampel zum Trotz natürlich im Recht. Ließe er den Zusatz ?umgangssprachlich? weg und würde eingestehen, was jedermann ? und das schließt Herrn zu Guttenberg ein ? natürlich weiß, würde die Regierung in eine Verfassungskrise schlittern. Das kann ein Regierungsmitglied nicht wollen, daher ist es auch nur allzu verständlich, dass die Regierungskoalition und die Parteien, die gerne Teil der Regierungskoalition sein würden, das K-Wort meiden, wie der Teufel das Weihwasser.
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    Über schlechte Gute und gute Böse – Kenia und Gabun im historischen Politikvergleich

    geschrieben am 06. April 2010 von Andreas Fecke

    ein Gastbeitrag von Andreas Fecke

    Schlecht einzuschätzen ist, wieviele Affenbabys für die Rolle des Schimpansenmädchens Judy in der nach dem Vorbild der kenianischen Tierklinik Susanne Harts gedrehten 1960er TV-Serie “Daktari” dressiert werden mussten. Besser einschätzbar ist, inwiefern auch diese zwar vorwiegend in den USA und Südafrika gefertigte, aber in Kenia platzierte und stets mit ihm identifizierte Serie dieser ostafrikanischen Nation, im Unterschied zu den meisten anderen afrikanischen Ländern, schon früh nach Erlangung der Unabhängigkeit ein positives Image im Westen einbrachte, und in der Folge die schon zu Kolonialzeiten angelegte Tourismusindustrie dauerhaft, wenn auch mit Aufs und Abs, zu einer der vier größten des schwarzen Kontinents machte. Spätestens 1985 aber dürfte Meryl Streep mit ihrer Verkörperung Karen (Tania) Blixens in deren Kolonialschmonzette – pardon, gefühlvollem Liebesdrama vor prächtiger exotischer und historischer Kulisse – “Jenseits von Afrika” dafür gesorgt haben.

    Wer kennt Gabun? Würde heute ein modernes Daktari produziert werden, dort könnten sich die Geschichten abspielen, denn das zu 80% mit wilden Wäldern bedeckte westafrikanische Land will auf dem Markt des Ökotourismus aus seiner inexistenten Reisebranche eine florierende machen. Und hier sind die Gemeinsamkeiten beider Länder fast schon zu Ende: Gabun dank seiner Ölindustrie und Kenia dank Landwirtschaft (Kaffee, Tee) sowie Tourismus wirklich aller Arten rangieren bei einigen Wirtschaftsdaten und dem Human Development Index im mittleren Bereich der Skala der afrikanischen Staaten. Beide glänzen sie aber auch durch “Armut trotz Reichtum”, denn beide spielen in Korruptions- oder Good-Governance-Indizes oft sogar eine kleine Sonderrolle – als schlechtes Beispiel.
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    Open Thread zu Ostern

    geschrieben am 04. April 2010 von Jens Berger

    Hallo liebe Leser! Es ist mal wieder so weit: Der Papst vergibt uns alle Sünden, landauf landab brennen auf dem Lande die Feuer und es gibt Eier – ja es östert sehr. Zu dieser Gelgenheit will ich mich nicht nur bei meinen treuen Lesern und Kommentatoren bedanken und Euch allen ein frohes Osterfest wünschen – ich will auch einen Open Thread zur Verfügung stellen, in dem Ihr Euch über Gott und die Welt und natürlich den Spiegelfechter auslassen könnt.

    Wie bei jedem Open Thread nutze ich die Gelegenheit auch gleich für meine “traditionellen” Wünsche: Wenn Ihr über interessante Themen stolpert, Ideen habt, über welche Dinge der Spiegelfechter schreiben sollte oder eine Perle im Netz findet, auf die Ihr mich hinweisen wollt: Lasst mich nicht dumm sterben, sondern mailt mir Eure Tipps, Wünsche und Links. Ihr könnt interessanten Themen natürlich auch hier im Open Thread posten. Das Gleiche gilt für potentielle Gastautoren. Der Spiegelfechter sucht immer talentierte Gastautoren, die ihre Artikel auf dem Spiegelfechter publizieren wollen. Wer gerne auf dem Spiegelfechter schreiben würde, oder einen Artikel der Blogosphäre so toll findet, dass er ihn gerne auf dem Spiegelfechter sehen würde, sollte mich ganz einfach anmailen.
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    108 Kommentare

    Wieviele Leben noch, Frau Kanzlerin?

    geschrieben am 03. April 2010 von Frank Benedikt

    Wieder sind drei deutsche Soldaten in Afghanistan in einem Krieg, der nicht einmal so heißen darf, gefallen. Wieder werden Eltern, Frauen und Kinder um ihre Söhne, Männer und Väter trauern und die berechtigte Frage stellen, wofür sie eigentlich gestorben sind. Für die “Verteidigung des Vaterlandes”, wie es weiland ein Peter Struck genannt hat, oder starben sie für ‘übergeordnete Interessen’, die nicht notwendigerweise “dem Wohle des deutschen Volkes …” dienen, ” … seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen …“?

    Diese Frage verdient eine ehrliche Antwort, Frau Kanzlerin, denn die haben sowohl die Angehörigen der vielen zivilen Opfer des Tankwagen-Massakers wie auch die Familien der mittlerweile 39 toten Soldaten verdient. Frage: Wird hier wirklich Deutschland verteidigt? Frage: Falls ja – wo liegt die konkrete Bedrohung für uns? Frage: Falls nein – warum steht die Bundeswehr dann am Hindukusch? Ein anderer deutscher Kanzler soll dereinst gesagt haben, daß ihm der Balkan “nicht das Leben eines einzigen pommerschen Grenadiers” wert wäre; nun, Afghanistan ist noch weiter entfernt …

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    241 Kommentare

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