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  • Ist ja alles so schön bunt hier

    geschrieben am 25. Juni 2010 von Jens Berger

    Update: Entgegen meiner optimistischen Einschätzung im Artikel, ist der Server immer noch extrem angeschlagen – um es beschönigend auszudrücken. Leider sind uns am Wochenende die Hände weitestgehend gebunden. Viel Spaß beim spiegelfechterfreien Wochenende ;-)

    Update II: Es scheint so, als habe Oliver heute nach den Fehler gefunden. Looking for the best, bur expecting the worst ;-)

    Liebe Leser,

    ich freue mich, Euch mitteilen zu können, dass der Spiegelfechter ab heute auf einem technisch soliden Fundament steht. Die Performanceprobleme der Vergangenheit sollten nun endlich überwunden sein. Von den Änderungen unter der Oberfläche (und das sind einige) solltet Ihr im Idealfall nicht viel mitbekommen. Aber auch an der Oberfläche haben wir ein paar kleinere, meist kosmetische, Veränderungen vorgenommen. Die wichtigste Änderung für Kommentatoren dürfte die Implementierung “verschachtelter” Kommentare sein. Ab heute könnt Ihr endlich direkt auf Kommentare antworten – Eure Antwort erscheint dann (verschachtelt) direkt unter dem betreffenden Kommentar. Ich hoffe, dass dadurch ein wenig mehr Struktur in den Kommentarbereich kommt.

    Das Optimieren des Stylesheets, des Themes, der Widgets, der Datenbank und nicht zuletzt des Servers ist natürlich eine anspruchsvolle und vor allem zeitaufwändige Aufgabe. Haben Print-Journalisten Ahnung von Offset-Druck-Verfahren, Rasterwinkel und Passer-Toleranzen? Natürlich nicht, warum sollte ein Blogger dann Ahnung von der Handhabung eines Apache-Servers, MySQL-Cachewerten oder Javascript/CSS-Handling haben? Ich kenne mich mit so etwas nicht aus … und das ist gut so ;-)
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    223 Kommentare

    Perestroika bei der FDP?

    geschrieben am 25. Juni 2010 von Jens Berger

    Wenn sich das ZK der FDP an diesem Wochenende in Klausur begibt, blickt es auf eine Partei, die am ehesten mit der KPdSU der späten 80er zu vergleichen ist: Ideologisch verbohrt, unflexibel, beim Volk unbeliebt, personell ausgelaugt und hoffnungslos realitätsflüchtig. Die Geschichte lehrt, dass politische Gruppierungen, die es sich in einem ideologischen Paralleluniversum ohne Rückkopplung an die Realität bequem gemacht haben, früher oder später von der Bildfläche verschwinden. Auch für die FDP tickt die Uhr unerbittlich. In den jüngsten Meinungsumfragen rangieren die Liberalen bei drei bis fünf Prozent. Statt der Champions-League peilt die Partei die Regionalliga an. Nicht mehr die SPD sondern die Piraten sind heute ihre politischen Gegner auf Augenhöhe.

    Wer zu spät kommt, den bestraft der Wähler

    Besonders bitter steht es um den Großen Vorsitzenden der FDP: Guido Westerwelle ist beim Volk ähnlich beliebt wie hartnäckiger Brech-Durchfall und selbst die Leitmedien haben für den Oberliberalen, der sich selbst als Maschinengewehr des Wirtschaftsliberalismus sieht, heute aber eher wie die Spritzpistole der Lobbyverbände wirkt, nur noch Mitleid übrig. Die FDP hat kein Problem in ihrer Aussendarstellung, sie hat ein Problem in ihrer Selbstwahrnehmung. Sie ist eine Partei, die geistig in den 90ern stehengeblieben ist. Die Welt hat sich weitergedreht, doch die FDP sich nicht mit mir. Ihr ideologisches Mantra ist der Marktliberalismus, ihre Nomenklatura sind die Besserverdienenden. Vor der Finanz- und Wirtschaftskrise war das ideologische Fundament der FDP zwar bereits brüchig, doch damals stimmte zumindest die Aussenwahrnehmung – den Leitmedien sei Dank. Das offensichtliche Versagen der ungezügelten Marktmechanismen im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise unterspülte jedoch dieses brüchige Fundament. Was das offensichtlich tief verunsicherte Volk dazu bewegen konnte, inmitten eines Großbrands den Brandstiftern fast 15% der Stimmen zu geben, wird wohl noch Generationen von Doktoranden im Fach der Politikwissenschaften beschäftigen.

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    62 Kommentare

    Totale Kontrolle bei Hartz IV?

    geschrieben am 25. Juni 2010 von Frank Benedikt

    ein Gastbeitrag von Frank Benedikt

    Eines der größten Probleme bei erwerbsfähigen ALG-II-Empfängern ist, neben ihrem für Untätige zu hohen Kalorienverbrauch und ihrem Hang zum Warmduschen, das der Mobilität. Einerseits sind sie nicht mobil genug, um mal eben 600 Kilometer entfernt einen Job anzutreten, andererseits sind sie sehr mobil, wenn es darum geht, Arbeitsgelegenheiten und Terminen auszuweichen. Obwohl ihnen ein mehrtägiges Verlassen der Stadt oder ein Krankenhausaufenthalt ohne Benachrichtigung der zuständigen ARGE untersagt sind, kommt dies doch immer wieder vor und die Fallmanager klagen darüber, daß sie ihren Kunden hinterherlaufen müssten. Damit dürfte in Kürze Schluß sein.

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    27 Kommentare

    Generalüberholung in Washington

    geschrieben am 24. Juni 2010 von Jens Berger

    Die Demission von Stanley McChrystal ist ein unwürdiges Kapitel im Washingtoner Polittheater. Was kann man General McChrystal vorwerfen? Einiges: McChrystals Strategie in Afghanistan scheint auf ganzer Linie gescheitert zu sein. Er ist beratungsresistent, dickköpfig und unflexibel – ein sperriger, alter Knochen, der an der Herkules-Aufgabe scheiterte. McChrystal ist auch in einen echten Skandal verwickelt. Wider besseres Wissen gab er an, dass der ehemalige Football-Star Pat Tilman unter seinem Kommando vom Feind erschossen wurde – Tilman wurde allerdings durch seine eigenen Kameraden getötet. Anstatt diesen Fall von Friendly Fire zu untersuchen, verlieh McChrystal dem “Helden” postum den Silver Star. Es gäbe einige Gründe, warum “Stan the Man” abgelöst werden sollte – der berühmt-berüchtige Rolling-Stone-Artikel “The Runaway General” gehört jedoch nicht dazu.

    Obamas Scheitern

    Tief in seinem Herzen ist Barack Obama ein Gegner der amerikanischen Kriege im Mittleren Osten. Allerdings ist er nicht in der Position, den Krieg in Afghanistan mit einem schmachvollen Abzug zu beenden. Ein Präsident ist nicht in der Lage, eine politische Entscheidung zu fällen? An dieser vermeintlichen Machtlosigkeit ist Obama jedoch selbst schuld. Bereits in seinem Präsidentschaftswahlkampf sprach er zwar von einer “Exit-Strategie”, koppelte diese jedoch an einen militärischen Erfolg. Was sollte er auch machen? Hätte er den Abzug ohne vorherigen Erfolg propagiert, wäre er von den Medien und der politischen Konkurrenz gegrillt worden und nie Präsident geworden. Obamas Plan von einem schnellen Abzug, bei dem die letzte verbliebene Weltmacht ihr Gesicht wahrt, löst sich jedoch in diesen Stunden im Sande Afghanistans auf.

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    Genozid in Zentralasien

    geschrieben am 22. Juni 2010 von Jens Berger

    Am 10. Juni versank der Süden Kirgisiens im Bürgerkrieg. Die Bilder erinnern an die Balkankriege, die zeitliche und organisatorische Koordination der Ereignisse erinnert jedoch eher an den Völkermord in Ruanda. In den Abendstunden tauchten maskierte Männer in den Strassen der Städte Osh und Dschalalabad auf. Die Killerkommandos, die teils mit schwarzen Bandagen am Unterarm uniformiert waren, kamen mit Pickups, schossen mit automatischen Waffen in die Menge, stürmten Häuser und Wohnungen, brandschatzten, vergewaltigten und verbreiteten mindestens vier Tage lang Angst und Schrecken. Die Opfer dieses Massakers gehörten beinahe ausschließlich zur usbekischen Minderheit, die in Osh und Dschalalabad allerdings rund 60% der Einwohner stellt. Wer die Täter waren, ist bis heute unbekannt. Fest steht lediglich, dass ihr blutiges Handwerk orchestriert wurde und die Drahtzieher sich im Süden Kirgisiens offensichtlich gut auskannten und einen Bürgerkrieg unter den Ethnien auslösen wollten.

    Diese Informationen sind die einzigen, die als relativ gesichert gelten können. Was danach passierte, verliert sich im Rauschen von Propaganda und Gegenpropaganda. Augenzeugenberichte und Beiträge in russischsprachigen Internetforen berichten von weiteren Massakern, die diesmal von der südkirgisischen Bevölkerung begangen wurden. Usbeken rächt sich an ihren kirgisischen Nachbarn, die sich wiederum an den Usbeken rächten. Gerüchte, die weder verifzier- noch falsifizierbar sind, heizten die Lage überdies an und lösten zeitweise sogar eine Pogromstimmung aus. Mehrere Quellen sprechen beispielsweise von Gerüchten, usbekische “Banditen” hätten kirgisische Studentinnen im Studentenwohnheim von Osh als Racheakt misshandelt. Dieses Gerücht konnte allerdings von den Journalisten vor Ort trotz Recherche nicht bestätigt werden. Ob diese Gerüchte gezielt gestreut wurden, um Hass zu säen, oder ob solche Vorgänge sich dynamisch entwickeln, wenn der Mensch seine Zivilisation abstreift und zum blutrünstigen Tier wird, ist indes nicht zu sagen.

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